TV-Tipp für den 16. September: Die verfilmten Kriminalromane

September 16, 2009

Arte, 14.45

Kommissar Maigret stellt eine Falle (Fr/I 1957, R.: Jean Delannoy)

Drehbuch: Rodolphe-Marie Arlaud, Michel Audiard, Jean Delannoy

LV: Georges Simenon: Maigret tend un piège, 1955 (Maigret stellt eine Falle)

Maigret sucht einen fünffachen Frauenmörder.

Erster von drei Maigret-Filmen, in denen Jean Gabin den Kommissar spielte. Netter psychologischer Rätselkrimi, der auch eine gelungene kleine Sozialstudie ist.

“Delannoy inszenierte diese klassische Kriminalkonstruktion sehr spannend und mit viel Einfühlungsgabe für atmosphärische Details, filmisch beinahe ebenso sorgfältig wie Maigret bei der Arbeit.” (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm)

“Intelligenter, gut gespielter, atmosphärisch dichter Kriminalfilm.” (Katholischer Film-Dienst)

Der Film gewann den Edgar-Allan-Poe-Preis in der Kategorie “bester ausländischer Film”.

mit Jean Gabin, Annie Girardot, Jean Desailly, Lino Ventura

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Tele 5, 20.15

Mordmotiv: Rache (USA/Can 2004, R.: Christopher Leitch)

Drehbuch: Nancey Silvers

LV: Lisa Gardner: The Survivors Clug, 2002 (Unter Mordverdacht)

Drei Frauen wurden alle von einem Maskierten vergewaltigt. Als er erschossen wird, sind sie die Hauptverdächtigen.

Das CBS Movie of the Week ist wohl ein okayer Krimi, der einem nicht gerade den Schlaf raubt.

Mit Roma Downey, Jacqueline Bisset, James Remar

Wiederholung: Donnerstag, 17. September, 01.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweis

Homepage von Lisa Gardner

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RBB, 22.35

Das unbekannte Gesicht (USA 1947, R.: Delmer Daves)

Drehbuch: Delmer Daves

LV: David Goodis: Dark passage, 1946 (Dark Passage – Die schwarze Natter)

Ein unschuldig Verurteilter (Bogart) flieht aus dem Gefängnis, unterzieht sich einer Gesichtsoperation und versucht seine Unschuld zu beweisen.

Ein unterschätzter Bogart-Film – was auch daran liegt, dass Humphrey Bogart und Lauren Bacall davor in „To have and have not“ (Haben und Nichthaben) und „The big sleep“ (Tote schlafen fest) aufeinander trafen. Danach ist ein spannender Film Noir einfach ein Abstieg; besonders wenn Bogart und Bacall kaum zusammen zu sehen sind. Aufgrund der Story ist Bogart im ersten Drittel des Films nicht zu sehen und danach, bis zum letzten Drittel, nur mit Verband. Das erste Drittel wurde ausschließlich aus Bogarts Perspektive gedreht.

Delmer Daves erzählte zu den Schwierigkeiten der subjektiven Perspektive: „Ich war der erste, der in den Vereinigten Staaten die Arriflex einsetzte. Wir bekamen sie von der US-Regierung. Es war eine Beutekamera von den Nazis. Ich hatte ein Schulterstativ machen lassen, um sie in Augenhöhe zu halten…und dann ging der Kameraoperateur so, wie der Mann ging. Zuerst dachte ich, wie einfach, man braucht nur einen Mann, der dasteht und alles macht. Als ich meinen Test machte, sah es so aus, als seien die Schultern viel zu breit, und so nahmen wir schließlich in dem Film zwei Männer für die zwei Arme: Ein Mann war der rechte Arm, und ein Mann war der linke, und sie waren unmittelbar gleich neben der Kamera. Ich hatte sogar drei Operateure bei einer Einstellung, um den Fluss der Kontinuität zu bewahren. Ich hatte nämlich herausgefunden, dass wir mit unseren Augen nicht so schneiden, wie man in einem normalen Film schneidet. Jede Einstellung war ein Probleme, und anstelle von Schnitten machte ich Reißschwenks.“

Mit Humphrey Bogart, Lauren Bacall, Bruce Bennett, Agnes Moorehead

auch: „Die schwarze Natter“


TV-Tipp für den 15. September: Die verfilmten Kriminalromane

September 15, 2009

Arte, 14.45

16 Uhr 50 ab Paddington (GB 1961, R.: George Pollock)

Drehbuch: David Pursall, Jack Seddon

LV: Agatha Christie: 4.50 from Paddington, 1957 (16 Uhr 50 ab Paddington)

Miss Marple beobachtet in einem vorüberfahrenden Zug einen Mord. Die Polizei glaubt der schrulligen alten Frau nicht. Deshalb klärt sie den Fall alleine auf.

Erster Miss Marple-Film, der den Plot mit reichlich britischem Humor würzte.

Mit Margaret Rutherford, Arthur Kennedy, Stringer Davis

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Kabel 1, 20.15

Wehrlos – Die Tochter des Generals (USA 1999, R.: Simon West)

Drehbuch: Christopher Bertolini, William Goldman, Scott Rosenberg (ungenannt)

LV: Nelson De Mille: The General´s Daughter, 1992 (Wehrlos – Die Tochter des Generals)

Auf dem Militärstützpunkt Fort MacCallum wird eine nackte Frauenleiche gefunden. Sie ist eine junge Offizierin und die Tochter des Basiskommandanten Campbell. Den Militärermittlern Brenner und Sunhill bleiben nur 36 Stunden, bis das FBI den Fall übernimmt.

Die deutsche Kritik war von diesem optisch überzeugendem 08/15-Whodunit nicht begeistert: „Politisch korrekter Schund über die Not der Frau in der Männerdomäne Armee, effekthascherisch inszeniert und von John Travolta und James Woods (zu) gut gespielt.“ (Film 11/99) oder „Einer jener Filme, die Unbehagen hinterlassen: ehrlich in Handwerk und Gesinnung, indifferent für den Zuschauer.“ (AZ, 18. 11. 1999)

Auf der Haben-Seite sind neben der Optik die Schauspieler, die teilweise wirklich gute Szenen haben. Aber die Story erreicht kaum das Niveau einer „Criminal Intent“-Folge.

Der deutsche Titel „Wehrlos“ ist, im Gegensatz zum Originaltitel, mal wieder vollkommener Quatsch. Denn „Wehrlos“ ist in „The General’s Daughter“ niemand.

Der Film ist FSK-16 und für die 20.15-Uhr-Ausstrahlung wird normalerweise auf eine sinnentstellend beschnittene Version (im Wesentlichen wurde das Motiv herausgeschnitten) zurückgegriffen.

Und was sagt der Autor zur Verfilmung? „In the case of The General’s Daughter, the final drafts stayed true and close to the substance and intent of my novel. (…) What I can say is that the essence of my novel was captured and conveyed on the screen through excellent acting, sharp and funny dialoge, and through the use of visual settings that even the best novelist can’t convey on paper.”

Mit John Travolta, Madeleine Stowe, Timothy Hutton, James Woods, James Cromwell, Clarence Williams III

Hinweise

Homepage von Nelson De Mille

Schnittberichte über die Kürzungen

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ARD, 01.05

Haben und Nichthaben (USA 1944, R.: Howard Hawks)

Drehbuch: Jules Furthman, William Faulkner

LV: Ernest Hemingway: To have and have not, 1937 (Haben und Nichthaben)

Kutterkapitän Morgan kümmert sich um seine Geschäfte und den regelmäßigen Zufluss von Alkohol. Da lernt er Marie kennen und lieben. Sie kämpft gegen die Vichy-Regierung und reißt ihn aus seiner Passivität.

Hawks Abenteuerfilm hat mit dem Buch nichts mehr zu tun. Ist trotzdem die bekannteste Verfilmung des Romans – wegen Bogart und Bacall, die sich während der Dreharbeiten ineinander verliebten und zu einem von Hollywoods Traumpaaren wurden.

Mit Humphrey Bogart, Lauren Bacall, Walter Brennan

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ARD, 02.45

Jagd im Nebel (USA 1945, R.: Herman Shumlin)

Drehbuch: Robert Buckner

LV: Graham Greene: The confidential agent, 1939 (Jagd im Nebel)

1937: Ein Agent soll die englischen Minenbesitzer überzeugen, ihre Kohle nach Spanien zu liefern.

Agentenkrimi

Mit Charles Boyer, Lauren Bacall, Peter Lorre


TV-Tipp für den 14. September: Die verfilmten Kriminalromane

September 14, 2009

Eins Festival, 12.30

Die Spielerin (D/A 2005, R.: Erhard Riedlsperger)

Drehbuch: Fred Breinersdorfer

Die gut situierte Mittfünfzigerin Polina wird durch die Zufallsbekanntschaft Friedrich zur Spielerin. Als er in Untersuchungshaft kommt, spielt Polina, um ihm zu helfen. Aber sie hat kein Glück.

Fred Breinersdorfer schrieb das Drehbuch über einen Fall von selbstzerstörerischer Spielsucht und Hannelore Elsner kann wieder einmal zeigen, wie gut sie ist.

Mit Hannelore Elsner, Erwin Steinhauer, Nina Petri, Frank Giering

Hinweise

Homepage von Fred Breinersdorfer

Meine Besprechung von Fred und Léonie Breinersdorfers „Das Hurenspiel – Ein Fall für Abel“ (2006)

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Arte, 14.45

Rendezvous mit einer Leiche (USA 1988, R.: Michael Winner)

Drehbuch: Anthony Shaffer, Peer Buckman, Michael Winner

LV: Agatha Christie: Appointment with death, 1938 (Der Tod wartet)

Hercule Poirot klärt während einer Urlaubsreise in Israel den Mord an einer reichen Amerikanerin auf.

Trotz der guten Besetzung ein Langweiler.

Mit Pter Ustinov, Lauren Bacall, John Gielguld, Carrie Fisher, Piper Laurie, David Soul, Nicholas Guest

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Pro 7, 20.15

Der Bibelcode (F/A/D 2008, R.: Christoph Schrewe)

Drehbuch: Timo Berndt, Georg Lemppenau

LV: Michael Drosnin: Bible Code, 1997 (Der Bibelcode)

So ist das mit Familienzusammenführungen in Thrillern: kaum kann Ex-Polizistin Johanna (!) ihren Vater erstmals umarmen, da wird er auch schon hinterrücks gemeuchelt. Doch bevor der Bibelforscher seinem Forschungsobjekt gegenübertritt, kann er noch “Der Papst…Du musst es verhindern” sagen und Töchterchen macht, was getan werden muss, um die Sendezeit zu füllen.

Naja, immerhin ist “Der Bibelcode” (das Buch ist in der Sachbuch-Abteilung zu finden) als der “Da Vinci Code”. Denn heute läuft die extra hergestellte zweistündige Version des Event-Zweiteiler (Im deutschen TV ist inzwischen ja jeder Einzelfilm ein Event, vor allem wenn er auf drei Stunden gestreckt wird.) und diese Heiligkeiten geben sich die Ehre:

Cosma Shiva Hagen, Olivier Struck, Joachim Fuchsberger, Steffen Wink, James Faulkner

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Kabel 1, 20.15

Das Kartell (USA 1994, R.: Phillip Noyce)

Drehbuch: Donald Stewart, Steven Zaillian, John Milius

LV: Tom Clancy: Clear and present danger, 1989 (Der Schattenkrieg, Das Kartell)

Nachdem das Cali-Kartell den Industriellen Harding brutal ermordete, will der Präsident der Vereinigten Staaten nur noch Rache. Jack Ryan, inzwischen stellvertretender Direktor der CIA, schwört vor dem Kongress keine Militärschläge durchzuführen. Dummerweise hat Sicherheitsberater Cutter bereits eine Guerilla-Truppe nach Kolumbien geschickt. Und Ryan muß wieder seinen Schreibtisch verlassen.

Besser als das 600-Seiten Buch, weil schneller überstandener militaristisch-patriotisch-chauvinistischer, langweilig-langatmiger Quark. Autor Clancy war der Film zu liberal.

Mit Harrison Ford, Willem Dafoe, Anne Archer, Harris Yulin, James Earl Jones

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Arte, 21.00

16 Uhr 50 ab Paddington (GB 1961, R.: George Pollock)

Drehbuch: David Pursall, Jack Seddon

LV: Agatha Christie: 4.50 from Paddington, 1957 (16 Uhr 50 ab Paddington)

Miss Marple beobachtet in einem vorüberfahrenden Zug einen Mord. Die Polizei glaubt der schrulligen alten Frau nicht. Deshalb klärt sie den Fall alleine auf.

Erster Miss Marple-Film, der den Plot mit reichlich britischem Humor würzte.

Mit Margaret Rutherford, Arthur Kennedy, Stringer Davis


TV-Tipp für den 13. September: Die verfilmten Kriminalromane

September 12, 2009

Arte, 20.15

Kommissar Maigret stellt eine Falle (Fr/I 1957, R.: Jean Delannoy)

Drehbuch: Rodolphe-Marie Arlaud, Michel Audiard, Jean Delannoy

LV: Georges Simenon: Maigret tend un piège, 1955 (Maigret stellt eine Falle)

Maigret sucht einen fünffachen Frauenmörder.

Erster von drei Maigret-Filmen, in denen Jean Gabin den Kommissar spielte. Netter psychologischer Rätselkrimi, der auch eine gelungene kleine Sozialstudie ist.

“Delannoy inszenierte diese klassische Kriminalkonstruktion sehr spannend und mit viel Einfühlungsgabe für atmosphärische Details, filmisch beinahe ebenso sorgfältig wie Maigret bei der Arbeit.” (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm)

“Intelligenter, gut gespielter, atmosphärisch dichter Kriminalfilm.” (Katholischer Film-Dienst)

Der Film gewann den Edgar-Allan-Poe-Preis in der Kategorie “bester ausländischer Film”.

mit Jean Gabin, Annie Girardot, Jean Desailly, Lino Ventura

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Eins Festival, 20.15

Am Rande der Nacht (F 1983, R.: Claude Berri)

Drehbuch: Claude Berry, Alain Page

LV: Alain Page: Tchao Pantin, 1983

Ex-Polizist Lambert verdient seine normalerweise flüssigen Brötchen als Tankwart. Als sein Freund, ein arabischer Kleindealer, umgebracht wird, beginnt Lambert einen Rachefeldzug.

Äußerst gelungener Film noir – gemacht von zwei Männern, die damals für leichte Unterhaltung und Komödien bekannt waren. Der in Frankreich sehr populäre Komiker Coluche brachte sich damals als Präsidentschaftskanditat ins Gespräch. Er starb überraschend 1986 mit 41 Jahren.

Mit Coluche, Richard Anconina, Agnès Soral, Philippe Léotard

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Arte, 22.15

Die Akte Maigret (F 2009, R.: Alain Ferrari)

Drehbuch: Alain Ferrari

Knapp einstündige Doku über Kommissar Maigret.

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BR, 23.45

Der dritte Mann (GB 1949, R.: Carol Reed)

Drehbuch: Graham Greene

LV/Buch zum Film: Graham Greene: The third man, 1950 (Der dritte Mann)

Wien, kurz nach dem Krieg: Holly Martins kann es nicht glauben. Sein toter Freund Harry Lime soll ein skrupelloser Geschäftemacher sein. Holly will Harrys Unschuld beweisen.

Na, den Film kennen wir – das kaputte Wien, die grandiosen Leistungen der Schauspieler, die Verfolgung durch die Wiener Kanalisation, die Zither-Melodie von Anton Karas – und sehen ihn immer wieder gern.

Mit Joseph Cotten, Orson Welles, Alida Valli, Trevor Howard, Bernard Lee, Erich Ponto, Paul Hörbiger

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RTL, 00.45

Mordshunger (D 2007, R.: Robert-Adrian Pejo)

Drehbuch: Dorothee Schön

LV: Frank Schätzing: Mordshunger, 1996

Konzernchefin Inka von Barneck wird ermordet. Als erstes verdächtigt Kommissar Cüpper natürlich ihren finanziell von ihr abhängigen Ehemann. Doch dieser hat nicht nur ein Alibi, sondern zwei.

Die „Tatort“-erprobte Dorothee Schön schrieb das Drehbuch zu dieser Schätzing-Verfilmung. Und der Film scheint sich (so mein Eindruck bis zur ersten Werbepause) auch auf dem üblichen mäßig spannendem „Tatort“-Niveau zu bewegen.

„Es geht schlicht, nett und in traditioneller Miss-Marple-Ausschließlichkeit um die Frage, wer denn nun der Mörder sei. (…) am Ende gibt es gar einen Mörder ohne glaubhaftes Motiv. Dem Spaß an der gutgelaunten Fernsehkomödie tut das keinen Abbruch. Ihr Vorzug ist immerhin, dass man sie bedenkenlos auch Kindern zumuten kann: Freigegeben, sagen wir, ab zehn.“ (Jochen Hieber, FAZ, 15. Mai 2008)

„nur wenig überzeugende (Fernseh-)Verfilmung eines Krimis von Frank Schätzing“ (Lexikon des internationalen Films)

Mit Hans-Werner Meyer, Henry Hübchen, Bettina Zimmermann, Johannes Zirner


TV-Tipp für den 12. September: Die verfilmten Kriminalromane

September 12, 2009

Weil der Alligator in wärmeren Gefilden nach Beute sucht, gibt’s hier die tägliche Auflistung der im TV laufenden Krimi-Verfilmungen:

ZDF, 20.15

Der Kommissar und das Meer: Schwarzer Engel (S/D 2009, R.: Marcus Weiler

Drehbuch: Kathrin Richter, Jürgen Schlagenhof

LV: Charakter von Mari Jungstedt

Architekt Algard wird kurz nach der Eröffnung einer von ihm geplanten Kongresshalle ermordet. Kommissar Robert Anders ermittelt.

Sechster Einsatz von Walter Sittler als Kommissar Anders, der in Jungstedts Romanen Anders Knutas heißt. Mindestens zwei weitere TV-Fälle folgen.

mit Walter Sittler, Andy Gätjen, Papriak Steen, Inger Nilsson

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Eins Festival, 22.00

Gorky Park (USA 1983, R.: Michael Apted)

Drehbuch: Dennis Potter

LV: Martin Cruz Smith: Gorky-Park, 1981 (Gorki Park)

Im Moskauer Gorki Park werden drei verstümmelte Leichen gefunden. Inspektor Renko kommt bei seinen Ermittlungen einer Staatsaffäre auf die Spur.

Martin Cruz Smith schuf mit dem sowjetischen Ermittler Arkadij Renko eine enorm erfolgreiche Serienfigur. Für „Gorky-Park“ erhielt er den Gold Dagger.

Die Verfilmung missfiel der damaligen Filmkritik: „voller naiver Klischees, in der Charakterzeichnung oberflächlich, ohne Stimmung und Atmosphäre. Auch als Genre-Film spröde und spannungslos.“ (Lexikon des internationalen Films). Oder „Nun sind Klischees…nichts schlimmes, wenn nur alles andere stimmt: eine komplexe, nachvollziehbare Story, spannende Atmosphäre, interessante Charaktere und physische Aktion. Das alles aber hat Gorky Park in zu geringem Maße.“ (Fischer Film Almanach 1985).

Wie so oft wurde aus einem guten Buch ein mittelmässiger Film.

Mit William Hurt, Lee Marvin, Brian Dennehy, Joanna Pacula, Ian Bannen

Hinweis

Meine Besprechung von Martin Cruz Smiths „Stalins Geist“ (Stalin’s Ghost, 2007)

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ARD, 23.02

Mankells Wallander: Bilderrätsel (S/D 2005, R.: Jonas Grimås)

Drehbuch: Ola Saltin

LV: Henning Mankell (Treatment)

Eine Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation wird ermordet. Kommissar Wallander und seine Kollegen werden in Ystad mit den Problemen der Welt konfrontiert. Denn die Tote stritt sich vor ihrem Tod mit einem Kriegsfotografen über ein Bild und in Afghanistan gestohlene antike Siegel tauchen auf.

Obwohl hier alles sehr rätselhaft ist, hat dieses Bilderätsel nichts mit “Zimmer Frei” zu tun.

Achter Film der dreizehnteiligen Wallander-Serie mit dem neuen Wallander.

Mit Krister Henriksson, Johanna Sällström

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ZDF, 23.15 (Teil 1)

ZDF, 00.45 (Teil 2)

Messias: Stadt der Schmerzen/Die neun Kreise der Hölle (GB/USA 2005, R.: Paul Unwin)

Drehbuch: Terry Cafolla

LV: Charakter von Boris Starling

Vierter und bislang letzter Auftritt von Ken Stott als DCI Red Metcalfe. Dieses Mal jagt er einen Serienmörder, der Dantes Inferno nachinszeniert.

Das Drehbuch war für einen Edgar nominiert.

mit Ken Stott, Neil Dudgeon

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NDR, 01.20

Im Kopf des Mörders (F 2004, R.: Claude-Michel Rome)

Drehbuch: Didier Decoin, Claude-Michel Rome

LV: Jean-François Abgrall: Dans la tête du tueur – sur les traces de Francis Heaulme, 2002

Am 14. Mai 1991 wird am Strand von Brest eine Frauenleiche gefunden. Kommissar Jean-Francois Abgrall glaubt, dass ein Landstreicher für diesen und weitere Morde verantwortlich ist.

Auf einem wahren Fall beruhendes Thrillerdrama. Im Mittelpunkt stehen die alltägliche Polizeiarbeit und die Konfrontation zwischen dem Kommissar und dem Verdächtigen. Thierry Frémont erhielt für seine Darstellung des Landstreichers einen Emmy als bester Schauspieler.

Mit Bernard Giraudeau, Thierry Frémont

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Kabel 1, 01.45

French Connection (USA 1971, R.: William Friedkin)

Drehbuch: Ernest Tidyman

LV: Robin Moore: The French Connection, 1969 (Heroin Cif New York)

Die beiden Polizisten Popeye Doyle und Buddy Russo sind auf der Spur einer großen, aus Frankreich kommenden, Lieferung Rauschgift.

Zeitloser, hochspannender, vor Ort gedrehter Genre-Klassiker, der auf einem wahren Fall beruht.

Mit Gene Hackman, Roy Scheider, Fernando Rey, Tony LoBianco, Marcel Bozzufi

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ARD, 02.35

Im Dunkel der Nacht (USA 1956, R.: Maxwell Shane)

Drehbuch: Maxwell Shane

LV: Cornell Woolrich: And so to death/Nightmare (Kurzgeschichte)

Jazzmusiker Stan hat die Hosen voll: hat er in Hypnose einen Mann umgebracht?

Spannender Noir-Thriller mit Edward G. Robinson

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Kabel 1, 03.30

French Connection II (USA 1975, R.: John Frankenheimer)

Drehbuch: Alexander Jacobs, Robert Dillon, Lauri Dillon

LV: Charakter von Robin Moore

Buch zum Film: Robin Moore/Milt Machlin: French Connection II, 1975

Der New Yorker Cop Popeye Doyle soll seinen französischen Kollegen helfen, den Drogenbaron Alan Charnier zu verhaften. Doch die Franzosen wollen Doyles Hilfe nicht. Also beginnt Doyle auf eigene Faust in der für ihn fremden Stadt Marseille Charnier zu jagen.

„French Connection“ war ein auf Tatsachen basierender Polizeithriller. „French Connection II“ ist die vollkommen erfundene Fortsetzung, die auch vollkommen andere Akzente setzt. Frankenheimer konzentrierte sich auf die Hafenstadt Marseille und Popeye Doyle. Doyle ist das Bild des hässlichen Amerikaners. Er spricht kein Wort Französisch. Er prescht mit der Feinfühligkeit einer Dampframme in die Ermittlungen der französischen Polizei. Und er wird von seinem Intimfeind Alain Charnier zum Junkie gemacht. Gene Hackman zeigt hier wieder einmal sein Können (dazu gehört auch der legendäre Kalte Entzug in der Mitte des Films).

Mit Gene Hackman, Fernando Rey, Bernard Fresson, Jean-Pierre Castaldi, Philippe Léotard, Charles Millot, Cathleen Nesbitt


TV-Tipp für den 11. September: Mogadischu

September 10, 2009

SWR, 20.15

Mogadischu (D 2008, R.: Roland Suso Richter)

Drehbuch: Maurice Philip Remy

Buch zum Film: Timo Kortner: Mogadischu – Das Entführungsdrama der Landshut, 2008

Nach Heinrich Breloers hochgelobtem Zweiteiler „Todesspiel“ (auch schon über zehn Jahre alt) über den Deutschen Herbst 1977, diversen Dokumentationen (zum Beispiel letztes Jahr ein Zweiteiler) über die RAF, dem noch im Kino laufendem „Baader Meinhof Komplex“ mutet „Mogadischu“ etwas akademisch an. Denn die Fakten sind bekannt. Am 13. Oktober 1977 entführt ein palästinensisches Kommando die Lufthansa-Maschine Landshut. Nach einem mehrtägigen Irrflug landet das Flugzeug in Mogadischu und die GSG 9 beendet die Geiselnahme.

Neue Erkenntnisse, wie die Beteiligung des KGB an der Entführung und was Lufthansa-Pilot Jürgen Schumann machte, als er nach einer Notlandung in Aden zwanzig Minuten verschwand, ändern nichts an dem großen Bild.

Aber Autor Remy und Regisseur Richter verarbeiteten diese Geschichte jetzt zu einem die damaligen Ereignisse konzentriert nacherzählendem TV-Spielfilm, der auch im Kino überzeugt hätte. Einziger Kritikpunkt ist die derzeit angesagte Wackelkamera

„Es ist ein ernsthafter Versuch der Annäherung (an die Wahrheit, A. d. V.). Wir bemühen uns, mit Verantwortung an ein Thema heranzugehen. Die Menschen, die das erlebt haben, sollen nicht davor sitzen und sagen: Was machen die denn da? Was erzählen die da?“ (Remy in der FAZ)

Das gleichnamige „Begleitbuch zum Film ‚Mogadischu’“ von Timo Kortner nimmt eine seltsame Zwischenstellung zwischen einem traditionellem Buch zum Film, also einer höchstens sparsam erweiterten Romanfassung des Drehbuchs, und einem Sachbuch über die Entführung ein. Denn Kortner führt relativ ausführlich in das gesellschaftliche Klima während der Schleyer-Entführung ein und er fügt immer wieder erklärende Passagen ein. Dabei gibt es im Buch und im Film eine Verschiebung der Perspektive von den Tätern zu den Opfern. Der Tatsachenroman „Mogadischu“ erzählt von Menschen in einer Ausnahmesituation und wie sie versuchen, diese zu überleben. Die Entführer bleiben dagegen, bis auf den durchgeknallten Captain Martyr Mahmud, blass. Und die Ideologie der Terroristen wird höchstens in einem Nebensatz gestreift; – was sie als Bösewichter noch bedrohlicher macht.

Kortners „Mogadischu“ ist ein packendes Drama, das auch eine gehörige Portion historisches Wissen vermittelt. Ein feines Buch.

Mit Nadja Uhl, Thomas Kretschmann, Christian Berkel, Said Tagmaqoui, Herbert Knaup, Simon Verhoeven, Jürgen Tarrach

Hinweise

ARD zum Film

FAZ: Interview mit Maurice Philip Remy über “Mogadischu” (24. November 2008)

FAZ (Michael Hahnfeld), Die Welt (Eckhard Fuhr), Spiegel Online (Christian Buß), Süddeutsche Zeitung (Christopher Keil), taz (René Martens), Die Zeit (Margit Gerste) über den Film „Mogadischu“

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Kortner - Mogadischu

Das Buch zum Film

Timo Kortner: Mogadischu – Das Entführungsdrama der ‚Landshut’

Knaur, 2008

272 Seiten

9,95 Euro


Neu im Kino: Sturm

September 10, 2009

Sturm (Storm, D/Dk/Nl 2009)

Regie: Hans-Christian Schmid

Drehbuch: Bernd Lange, Hans-Christian Schmid

Den Haag, Internationaler Gerichtshof: Als die Anklage gegen einen serbischen Kriegsverbrecher auf der Kippe steht, beginnt Anklägerin Hannah Maynard eigenmächtig in Bosnien-Herzegowina und Berlin nach Zeugen zu suchen.

Hochgelobter Politthriller und Gerichtsdrama, der den Pessimus der 70er-Jahre-Politthriller zeitgemäß erneuert (und den Berlin-Bonus hat).

„Hans-Christian Schmid ist ein radikal humanitärer Regisseur. Dass es ihm um Zwänge und Erfahrungen geht, hat er schon mit Filmen wie ‚Requiem‘ und ‚Lichter‘ kundgetan. ‚Storm‘ ist nun ein Film, der ein wenig zu viel will. Aber in welcher Hinsicht er zu viel will – das spricht schon wieder für ihn.“ (Anke Westphal, Berliner Zeitung, 9. Februar 2009)

mit Kerry Fox, Anamaria Marinca, Stephen Dillane, Rolf Lassgård

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Sturm“


TV-Tipp für den 10. September: Das Geheimnis des gelben Zimmers

September 10, 2009

Arte, 21.00

Das Geheimnis des gelben Zimmers (F/B 2003, R.: Bruno Podalydès)

Drehbuch: Bruno Podalydès

LV: Gaston Leroux: Le mystère de la chambre jaune, 1907 (Das Geheimnis des gelben Zimmers)

Journalist Joseph Rouletabille will herausfinden, wer die Tochter von Professor Stangerson in einem verschlossenen Zimmer umgebracht hat.

Bislang letzte Verfilmung des ersten Romans mit Hobbydetektiv Rouletabille. Leroux schrieb insgesamt acht Abenteuer mit ihm, aber das Geheimnis des gelben Zimmers ist ein „absoluter Klassiker“ (Galerie der Detektive)

Und der Film ist anscheinend eine nett upgedatete Version.

mit Denis Podalydès, Jean-Noël Brouté, Claude Rich, Scali Delpeyrat, Sabine Azéma, Michael Lonsdale

Wiederholung: Freitag, 11. September, 14.45 Uhr

Hinweise

Wikipedia über Gaston Leroux (deutsch, englisch, französisch)

Arte über den Film

Homepage zum Film


TV-Tipp für den 9. September: Die Katze

September 9, 2009

3sat, 22.25

Die Katze (D 1988, R.: Dominik Graf)

Drehbuch: Uwe Erichsen, Christoph Fromm

LV: Uwe Erichsen: Das Leben einer Katze, 1984 (später “Die Katze”)

In der Düsseldorfer Innenstadt endet ein Bankraub in einer Geiselnahme. Die Polizei umstellt die Filiale und ein nervenzerfetzendes Duell beginnt. Aber die Polizisten wissen nicht, dass sie von Probek beobachtet werden und dieser alles geplant hat.

Grandioser deutscher Action-Thriller, der sich nicht vor amerikanischen Vorbildern verstecken muss.

“Für einen bundesdeutschen Spielfilm zeigt ‚Die Katze‘ eine erstaunliche Professionalität: präzise Kamera- und Schauspielerführung, eine funktionelle Dramaturgie, eine funktionierende Geschichte.” (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms – Völlig überarbeitete Neuausgabe)

Beim Cognac Festival du Film Policier gab’s dafür den “Grand Prix” und den “FR3 Grand Prix” (Unwichtige Bonus-Information: Guy Hamilton war der Juryvorsitzende).

mit Götz George, Gudrun Landgrebe, Heinz Hoenig, Ralf Richter

Hinweise

Lexikon der deutschen Krimiautoren über Uwe Erichson

Vierundzwanzig über „Die Katze“ (Interview mit Christoph Fromm)


TV-Tipp für den 8. September: Der Uhrmacher von St. Paul

September 8, 2009

RBB, 22.50
Der Uhrmacher von St. Paul (F 1974, R.: Betrand Tavernier)
Drehbuch: Jean Aurenche, Pierre Bost, Georges Simenon, Bertrand Tavernier
LV: Georges Simonon: L’Horloger d’Everton, 1954 (Der Uhrmacher von Everton)
Ist sein Sohn ein Mörder? Uhrmacher Michel Descombes will seinen Sohn verstehen.
Hochgelobtes, selten gezeigtes Debüt von Tavernier – psychologisch dicht und packend. Dafür erhielt Tavernier den Silbernen Bären.
Mit Philippe Noiret, Jean Rochefort
Hinweise
Diogenes über Georges Simenon
Sehr umfangreiche Georges-Simenon-Fanseite


TV-Tipp für den 7. September: Sophie Scholl – Die letzten Tage

September 7, 2009

Spaß (ZDF, 22.15 Uhr: Hot Fuzz) oder Bildung?

SWR, 23.00

Sophie Scholl – Die letzten Tage (D 2005, R.: Marc Rothemund)

Drehbuch: Fred Breinersdorfer

Das sei Schulfernsehen, sagte Breinersdorfer, als Rothemund ihm vorschlug die letzten Tage der Geschwister Scholl zu verfilmen. Dann vertiefte er sich in die Protokolle der Verhöre und schrieb das Drehbuch zu einem von Kritikern, Kollegen und Publikum hochgelobten Film. Über eine Million sahen „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ in den deutschen Kinos.

Mit Julia Jentsch, Alexander Held, Fabian Hinrichs, Jörg Hube

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Sophie Scholl – Die letzten Tage“

Deutscher Filmpreis: Nominierungen für „Sophie Scholl – Die letzten Tage“

Das Parlament: Interview mit Fred Breinersdorfer zu „Sophie Scholl – Die letzten Tage“

Homepage von Fred Breinersdorfer

Meine Besprechung von Fred und Léonie Breinersdorfers „Das Hurenspiel – Ein Fall für Abel“ (2006)


TV-Tipp für den 6. September: Long Riders

September 6, 2009

Das Vierte, 22.20

Long Riders (USA 1980, R.: Walter Hill)

Drehbuch: Bill Bryden, Steven Phillip Smith, Stacy Keach, James Keach

Als Vorbereitung auf das demnächst erscheinende Buch über Walter Hill (von Ivo Ritzer) können wir uns wieder diesen schönen Spätwestern gönnen. Die sehr stimmungsvolle Musik ist von Ry Cooder, die Action ist – wie bei Walter Hill üblich – gut, aber der große Coup ist die Besetzung. Denn in dieser Verfilmung der Geschichte der James-Younger-Miller-Bande spielen Brüder Brüder.

mit James Keach, Stacy Keach, David Carradine, Keith Carradine, Robert Carradine, Dennis Quaid, Randy Quaid, Pamel Reed, Christopher Guest, Nicholas Guest, James Remar, James Whitmore jr. (inzwischen Regisseur, u. a. „24“,“Cold Case“, „The Unit“, „Navy CIS“), Edward Bunker, Ry Cooder (als Musiker)

Hinweise

Wikipedia über „Long Riders“ (deutsch, englisch)

Senses of Cinema: Michael Koller über „The Long Riders“ und „Wild Bill“ (noch’n Hill-Western)

IGN über Walter Hill


TV-Tipp für den 5. September: 24h Berlin

September 5, 2009

RBB, 05.30

Arte, 06.00

24h Berlin

Ein Tag im Leben der Hauptstadt. In Echtzeit.

Also irgendwann einfach einmal reinzappen oder die Homepage besuchen.


Die Selbstdarstellung des „Very British Gangster“ Dominic Noonan

September 4, 2009

Schlimm.

Sehr schlimm.

Jedenfalls wenn ich Donal MacIntyres spielfilmlange Dokumentation „A Very British Gangster“ aus der political-correctness-Perspektive betrachte. Denn in dem Film erscheint der porträtierte Dominic Noonan, seine Familie und seine Gefolgsleute nicht als eine Verbrecherbande, mit teils etlichen Jahren Zuchthaus im Lebenslauf, sondern sie erscheinen als ganz normale Menschen und Noonan als ein durchaus für sich einnehmender Familienvater und freiwilliger, aber nicht uneigennütziger Sozialarbeiter, der in seinem Viertel von den Bewohnern und auch von der Polizei immer wieder um Hilfe gebeten wird.

Diese durchaus problematische (und von den Machern bewusst in Kauf genommene) Gratwanderung zwischen Mystifizierung und sich langsam einstellender Demystifizierung ist der Preis für die große Nähe des Journalisten zum Objekt seiner Begierde. Denn natürlich wird der porträtierte Verbrecher vor laufender Kamera keine Verbrechen zugeben, für die er später angeklagt werden kann. Außerdem – und hier zeigt sich die Macht der Bilder – ist der Schritt von der Beobachtung zur Glorifizierung des Gangster klein. Wenn Dominic Noonan vor laufender Kamera sehr offen aus seinem Leben erzählt (und Noonan ist ein guter Erzähler), wenn er mit seinen Jungs, die alle einen Anzug tragen, durch die Straßen geht, wenn sie in ausgesucht ästhetischen Bildern vor Arbeiterhäusern warten und am Fluss angeln, dann erscheint das Verbrecherleben als ein ziemlich cooles Leben.

Die eingesetzte Musik passt gut zu den Impressionen von Manchester. Die Perspektiven, Schwenks und Schnitte sind reinstes Kino. Donal MacIntyre lässt sich auf den Porträtierten ein und übernimmt auch seine Sicht auf die Welt. Denn natürlich sieht Noonan sich nicht als bösen Menschen. Er ist der Mann, der in seinem Revier durch Verhandlungen für Ruhe sorgt. Er holt die Jungs von der Straße, kleidet sie ein, sorgt für den richtigen Haarschnitt, bringt ihnen Manieren bei. Er macht das, was die Gesellschaft nicht tut.

Seine Verbrechen und auch die Gerichtsverhandlungen werden nicht gezeigt. Dafür aber die sich an die Freisprüche anschließenden Feiern. Es wird auch seine Trauer über den Mord an seinem Bruder Desmond Noonan und der große Trauermarsch durch Manchester gezeigt.

Gleichzeitig erzählt Noonans Sohn, dass er seinen Vater eigentlich nicht kennt, weil er die meiste Zeit im Gefängnis ist, und Noonans Jungs erzählen von ihren Träumen. Einer will Schauspieler, einer will Noonans Nachfolger werden.

Und vielleicht gelingt es MacIntyre als teilnehmendem Beobachter viel näher an die Wahrheit zu kommen, als vielen anderen TV-Reportern. Denn im Gegensatz zu einem Zeitungsjournalisten sind sie auf Bilder angewiesen. MacIntyre war in seiner dreijährigen Langzeitbeobachtung auf die Kooperation von Dominic Noonan angewiesen. In dem kurzen, aber informativen Making-of (betitelt als „Behind the Scenes“) sagt Donal MacIntyre, dass er Noonan bewusst nicht nach seinen Verbrechen gefragt hat und Noonan den Film vor der Veröffentlichung gezeigt hat. Dieser sagt, ebenfalls in dem Making-of, dass ihm der Film gefalle. Dass der Film die Wahrheit zeige.

Wenn ich MacIntyres Dokumentation nicht aus der PC-Perspektive betrachte, die schon vor der ersten Filmminute weiß, was richtig und was falsch ist, dann ist „A very british Gangster“ ein grandioser Film. Denn ich lerne einen schwulen Gangster kennen, erhalte einen ziemlich ungeschminkten Blick in eine fremde Welt und sehe einen Dokumentarfilm, der immer wieder Bilder für die große Leinwand hat.

Beim Cognac Festival du Film Policier erhielt „ A Very British Gangster“ den Großen Preis.

A very british Gangster

A Very British Gangster (A Very British Gangster, GB 2007)

Regie: Donal MacIntyre

Drehbuch: Donal MacIntyre

–

DVD

New KSM

Bild: 16:9 (1.77:1)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel:

Bonusmaterial: Deleted Scence, Behind the Scenes, Wendecover

Laufzeit: 98 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

–

Hinweise

Homepage zum Film

Wikipedia über Dominic Noonan


TV-Tipp für den 4. September: Wag the Dog

September 4, 2009

3sat, 22.25

Wag the dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt (USA 1997, R.: Barry Levinson)

Drehbuch: Hilary Henkin, David Mamet

LV: Larry Beinhart: American Hero, 1991 (American Hero)

Ein Medienberater rät dem Stab des Präsidenten, einen Krieg in Albanien zu inszenieren, um von einer Sexaffäre des Präsidenten abzulenken. Nach einem überzeugenden Anfang gerät das Ablenkungsmanöver außer Kontrolle.

Köstliche Medien- und Politsatire, die von Beinharts langatmigem Buch nur die Idee („Wir fälschen einen Krieg. Merkt doch keiner.“) übernimmt und durch die damaligen politischen Ereignisse (Clinton-Lewinsky-Affäre, Jugoslawien) eine nicht geplante tagespolitische Brisanz erhielt.

Mit einer bestens aufgelegten Riege von Schauspielern: Dustin Hoffman, Robert De Niro, Anne Heche, Denis Leary, Willie Nelson, Kirsten Dunst, William H. Macy, Woody Harrelson

Hinweise

Drehbuch „Wag the Dog“ von David Mamet

Homepage von Larry Beinhart

Huffington Post: Kolumne von Larry Beinhart

Meine Besprechung von Larry Beinharts „Crime – Kriminalromane und Thriller schreiben“


TV-Tipp für den 3. September: Babel

September 3, 2009

ARD, 23.02

Babel (USA 2006, R.: Alejandro González Iñárritu)

Drehbuch: Guillermo Arriaga (nach einer Idee von Guillermo Arriaga und Alejandro González Iñárritu)

Weil um 20.15 Uhr mal wieder irgendein Mist gezeigt werden muss, bleibt für einen mit Preisen überhäuften Film wie „Babel“, der heute seine TV-Premiere vor einem ausgesuchten Publikum erlebt, mal wieder nur ein beschissener Sendeplatz.

Für’s Protokoll: „Babel“ gewann, nach der IMDB, 28 Filmpreise und war für 75 weitere Preise nominiert. Er war, unter anderem, für den Oscar und BAFTA als bester Film des Jahres nominiert und erhielt in dieser Kategorie einen Golden Globe. In Cannes gewann er drei Preise (unter anderem für die Regie) und Arriagas Drehbuch hat es auf ungefähr jede wichtige Preisliste geschafft.

In ihrem dritten gemeinsamen Spielfilm (nach „Amores Perros“ und „21 Gramm“) verschränken Iñárritu und Arriaga wieder mehrere Geschichten miteinander. Dieses Mal erzählen sie die Geschichte eines amerikanischen Touristenpärchens in Marokko, deren Haushälterin in San Diego und einer Teenagerin in Tokio. Auch wenn die Verbindung zwischen den Geschichten etwas gewollt ist (ich sage nur Gewehr) und der Film mit 135 Minuten Laufzeit ziemlich lang ist, hat er mir im Kino gut gefallen.

Mit Brad Pitt, Cate Blanchett, Rinko Kikuchi, Elle Fanning, Gael García Bernal, Adriana Barraza

Hinweise

Film-Zeit über „Babel“

Wikipedia über „Babel“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 2. September: Get Smart: Mini-Max gegen KAOS

September 2, 2009

Kabel 1, 22.05

Get Smart: Mini Max gegen KAOS (USA 1967, R.: Earl Bellamy)

Drehbuch: Leonard Stern

Erfinder: Mel Brooks, Buck Henry

An den kommenden Mittwochabenden zeigt Kabel 1 jeweils drei Folgen der Serie, über die Martin Compart in „Crime TV“ schreibt: „Echten Kultstatus hat die von Mel Brooks und Buck Henry erfundene Geheimagenten-Parodie um den Volltrottel Smart, der mit Hilfe der hübschen Agentin 99 im Auftrag von C.O.N.T.R.O.L. Gegen die Organisation K.A.O.S. kämpft. Einige der Floskeln von Smart („missed it by that much“) sind in die amerikanische Umgangssprache eingegangen. Auf dem Höhepunkt der Agentenwelle schlug die Serie wie eine Bombe ein.“ Denn natürlich ist Maxwell Smart das komplette Gegenteil von James Bond. Jedenfalls irgendwie.

Denn Peter W. Jansen in „Woody Allen/Mel Brooks“ meint: die Serie sei „eine Übersatire auf die schon satirisch gemeinten James-Bond-Thriller“.

Anscheinend will Kabel 1 nur diese Folgen zeigen (aber wenn die Quote stimmt…):

2. September, 22.15 Uhr: Mini Max gegen KAOS I-III (A Man Called Smart I-III)

9. September, 21.55 Uhr: Das Wachsfigurenkabinett des Dr. Duvall I+II (House of Max I+II); Im Banne des Peitschers (I Am Curiously Yellow)

16. September 21.55 Uhr: Das kleine schwarze Buch I+II (The Little Black Book I+II), Hippie-Hippie (The Groovy Guru)

23. September 21.45 Uhr: Ziemlich heiß in Casablanca (Casablanca)

Mit Don Adams (Maxwell Smart, Agent 86), Barbara Feldon (Sue Hilton, Agentin 99), Edward Platt (Thaddeus, der Chef), Dave Ketchum (Agent 13), Stacy Keach (Carlson)

Auch bekannt als „Mini Max – oder die unglaublichen Abenteuer des Maxwell Smart“ und „Supermax, der Meisterspion“

Hinweise

Wikipedia über „Get Smart“ (deutsch, englisch)

„Get Smart“-Fanseite

Noch eine „Get Smart“-Fanseite

Und noch eine „Get Smart“-Fanseite

The Museum of Broadcast Communication: „Get Smart“


TV-Tipp für den 1. September: 24: Redemption

September 1, 2009

Kabel 1, 20.15

24: Redemption (USA 2008, R.: Jon Cassar)

Drehbuch: Howard Gordon

Für die „24“-Fans ist „24: Redemption“ nur die spielfilmlange Überbrückung zwischen der sechsten und der siebten Staffeln, die uns erzählt, was zwischen den Tagen geschah.

Für normale Zuschauer ist es ein spannender Abenteuerfilm mit einigen seltsamen Szenen in Washington, während der Held in einem afrikanischen Bürgerkriegsland für das Leben von einigen Kindern kämpft und für deren Leben immer wieder Entscheidungen fällen muss, die ihn überhaupt nicht gefallen. Denn am Ende der Folge ist die Flucht von Jack Bauer vor der amerikanischen Justiz vorbei.

Das ist jetzt kein so großer Spoiler. Denn unmittelbar nach „24: Redemption“ zeigt Kabel 1 ab 22.00 Uhr die ersten beiden Folgen des siebten Tages von „24“. Jack Bauer muss sich in Washington, D. C., vor einem Untersuchungsausschuss für seine Taten verantworten. Da geschieht ein Anschlag. Jacks Wissen wird wieder einmal gebraucht und sein Gegner ist sein alter Freund Tony Almeida.

Kabel 1 zeigt den siebten Tag von Jack Bauer immer dienstags in Doppelfolgen.

mit Kiefer Sutherland, Cherry Jones, Bob Gunton, Colm Feore, Powers Boothe, Robert Carlyle, Jon Voight, Peter MacNicol, Gil Bellows, Hakeem Kae-Kazim

Hinweise

Kabel 1 über „24“

Fox über „24“ (schön umfangreich)

24 – eine deutsche Fanseite

Meine Ankündigung/Besprechung des sechsten „24“-Tages

Meine Besprechung von Michael Goldmans „24: Staffel 1 – 6 – Wettlauf gegen die Zeit“


Der unbestechliche George Gently auf DVD/im TV

August 31, 2009

Auf den ersten Blick fragt man sich, warum man die Fälle eines alten Bullen, der 1964 in einem Küstenkaff ermittelt, ansehen soll. Nostalgie in allen Ehren, aber einige neue TV-Krimis wollen auch gesehen werden und die Serie kann nicht mit dem Etikett „Klassiker“ aufwarten. Denn der BBC strahlte sie erstmals 2007 aus.

Auf den zweiten Blick wird die Sache schon viel interessanter. Die Vorlage für die TV-Serie (in England wurden aufgrund des Erfolges bereits weitere Folgen gedreht) sind die Romane des produktiven, 2005 verstorbenen Alan Hunter. Zwischen 1955 und 1999 veröffentlichte er fast jedes Jahr einen Krimi mit Chief Superintendent George Gently als Ermittler. Einige wurden auch ins Deutsche übersetzt und sind erhältlich in den Antiquariaten ihres Vertrauens.

Hunter admired the writer Georges Simenon, and the character of Gently was sometimes likened to that of Inspector Maigret. Like the French detective, Gently solves his cases through a combination of reason, deduction and a world-weary understanding of his fellow man. But in fact, the character bore uncanny similarities to the author himself, who also smoked a pipe and had the same sort of pithy turn of phrase. (Nachruf im Telegraph, 11. März 2005)

Für die BBC-Filme übernahm Martin Shaw die Hauptrolle. Bei uns ist er immer noch nur als Bodie von den „Profis“ bekannt. Aber im Gegensatz zu seinem „Profis“-Partner Lewis Collins, ist Martin Shaw auf der Insel ein immer noch bekannter und geachteter Schauspieler mit zahlreichen Theater- und TV-Engagements, die bei uns nicht gezeigt wurden.

Und wenn dann die Fälle angesehen werden, wird es wirklich interessant. Denn die ersten drei spielfilmlangen Fälle für Inspector George Gently haben alles das, was die meisten „Tatorte“ nicht haben: glaubwürdige Charaktere, gut entwickelte Plots und ein stimmiges Zeit- und Lokalkolorit. Letzteres ist der Verdienst der Ausstatter. Die Wohnungen und das Polizeiquartier sehen richtig alt aus. Die Autos erfreuen das Herz des Nostalgikers. Die Landschaft und auch die Häuser haben sich in der englischen Provinz in den vergangenen Jahrzehnten (natürlich haben die Locaction Scouts in Irland eifrig nach den richtigen Orten gesucht) kaum geändert. Die Krimiplots konzentrieren sich auf eine überschaubare Zahl von Verdächtigen und ihre Beziehungen zueinander.

In „Kalte Rache“ erfährt Gently, dass in Northumberland ein junger Motorradfahrer, der auch Drogenhändler war, ermordet wurde und Gangsterboss Joe Webster dorthin gefahren ist. Gently folgt ihm. Denn er will Webster für den Mord an seiner Frau zur Strecke bringen. Dort trifft er den jungen, ehrgeizigen und auch heißblütigen John Bacchus, der den legendären Ermittler George Gently bewundert. Gemeinsam versuchen sie den Fall zu lösen.

Schnell entwickelt sich zwischen beiden eine nicht unproblematische Vater-Sohn-Beziehung, die von Martin Shaw und Lee Ingleby vorzüglich und mit schönstem britischen Understatement ausgespielt wird. Hier erzählt ein Blick mehr als tausend Worte. Und auch diese sind gut ausgewählt.

Am Ende von „Kalte Rache“ beschließt Gently in Northumberland zu bleiben und Bacchus zu einem guten Polizisten, also einem ‚Gently 2‘, zu erziehen.


In „Der Verbrannte“ müssen sie herausfinden, warum auf einem Feld ein Mann erschossen und verbrannt wurde. Die Ermittlungen führen sie zu einem benachbarten Militärstützpunkt und zur IRA.

Diese Folge war für zwei Irish Film and Television Awards (IFTA) nominiert: als Best Single Drama/Drama Serial und John Kavanagh als bester Nebendarsteller.

In „Die Schuld der Väter“ wird ein Deutscher, der als Kriegsgefangener auf einem Hof arbeitete, ermordet. Gently und Bacchus stöbern in der Vergangenheit und den Familienangelegenheiten des Ermordeten herum. Denn er wurde von seinem Sohn und seiner Stieftochter begleitet.

Gerade diese Folge sollte im Original gesehen werden. Denn während der Ermittlungen unterhalten sich die Deutschen auch in ihrer, für Gently unverständlichen, Muttersprache. In der deutschen Version sprechen sie dann französisch; – was natürlich die Stimmung der Geschichte vollkommen zerstört. Weil in dieser Folge die Bewohner des abgelegenen Hofes, auf dem der deutsche Kriegsgefangene arbeitete, einen fast unverständlichen Dialekt sprechen, fallen auch die fehlenden Untertitel schmerzlich auf.

Davon (und natürlich vom fehlendem Bonusmaterial) abgesehen sind die ersten drei George-Gently-Filme beste Krimiunterhaltung, die auf jeglichen neumodischen Schnickschnack, wie ausufernde Schilderungen aus dem Privatleben, platte Kabbeleien zwischen den Ermittlern, Wackelkamera und Sekundenschnitte, verzichtet. Denn im Mittelpunkt der ersten drei spielfilmlangen Fälle steht immer der konzentriert erzählte und ziemlich verwickelte Fall.

Bitte mehr davon!

George Gently - Staffel 1

George Gently – Der Unbestechliche (1. Staffel)

Edel Entertainment

Laufzeit: 270 Minuten

Bildformat: 16:9 PAL

Sprache: Deutsch/Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: –

Bonusmaterial: Bildergalerie (und ein Haufen Trailer, die wie eine schlechte VHS-Kopie aussehen)

FSK: ab 12 Jahre

–

klärt diese Fälle auf

Kalte Rache (George Gently, GB 2007)

Regie: Euros Lyn

Drehbuch: Peter Flannery

LV: Alan Hunter: Gently Go Man, 1961

Mit Martin Shaw, Lee Ingleby, Phil Davis, Richard Armitage

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Der Verbrannte (The burning man, GB 2008)

Regie: Ciarán Donnelly

Drehbuch: Peter Flannery

LV: Alan Hunter: Gently where the road goes, 1962

Mit Martin Shaw, Lee Ingleby, Tony Rohr, John Kavanagh

–

Die Schuld der Väter (Bomber’s Moon, GB 2008)

Regie: Ciarán Donnelly

Drehbuch: Mick Ford

LV: Alan Hunter: Bomber’s Moon, 1994

Mit Martin Shaw, Lee Ingleby, Tony Rohr, Christian Oliver, Wolf Kahler

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Hinweise

Fantastic Fiction: Bibliographie Alan Hunter

BBC über George Gently (Pressematerial zu „George Gently“)

ZDF über George Gently

Telegraph: Interview mit Martin Shaw und Lee Ingleby zu „George Gently“ (5. Juli 2008)



TV-Tipp für den 31. August: David Murray – I am a Jazzman

August 31, 2009

Arte, 22.35

David Murray – I am a Jazzmann (F 2008, R.: Jacques Goldstein)

Drehbuch: Jacques Goldstein

Einstündige Doku über den Saxophonisten, der anscheinend im Wochentakt eine hörenswerte CD nach der nächsten aufnimmt.

Wiederholung: Sonntag, 6. September, 06.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über die Doku

Wikipedia über David Murray (deutsch, englisch)

My Space: Seite von David Murray

David-Murray-Fanseite (letztes Update Juni 2008)

Village Voice: The David Murray Guide (Tom Hull empfiehlt einige CDs aus über 90 Einspielungen als Leader, 30. Mai 2006)

JazzTimes über David Murray