TV-Tipp für den 10. März: Der einsame Job

März 10, 2009

Das Vierte, 03.00

Der einsame Job (USA 1975, R.: Milton Katselas)

Drehbuch: Abby Mann, Ernest Tidyman

LV: James Mills: Report to the Commissioner, 1972

Ein junger Polizist wird als Undercover-Agent gegen Drogenhändler eingesetzt. Als er sieht, wie Kollegen eine junge Frau laufen lassen, beginnt er sie zu verfolgen. Er ahnt nicht, dass sie ebenfalls eine Undercover-Agentin ist.

Der Polizeithriller bewegt sich gelungen in den damals üblichen Genreregeln: auch heute noch rasante Action-Szenen, viele dokumentarische Aufnahmen und eine vehemente Anklage gegen die Korruption innerhalb der Polizei und deren fragwürdigen Methoden der Kriminalitätsbekämpfung. „Der einsame Job“ ist kein Klassiker, aber einen Blick wert.

Mit Michael Moriarty, Susan Blakely, Yaphet Kotto, Hector Elizondo, Dana Elcar, Bob Balaban (als Robert Balaban), William Devane, Stephen Elliott, Richard Gere (erster Kinoauftritt)


TV-Tipp für den 9. März: Bienzle und der Taximord

März 9, 2009

NDR, 21.00

TATORT: Bienzle und der Taximord (D 2003, R.: Hans-Christian Blumenberg)

Drehbuch: Felix Huby

In Stuttgart werden zwei Taxifahrer ermordet. Bienzle ermittelt bei einer attraktiven Taxiunternehmerin und ihrem biestigen Konkurrenten.

Einer der besseren Bienzles der späten Jahre.

Mit Dietz Werner Steck, Rüdiger Wandel, Rita Russek, Katrin Saß, Christian Redl

Hinweise

Homepage von Felix Huby

Lexikon deutscher Kriminalautoren über Felix Huby (Stand: Januar 2007)

Planet Interview: Gespräch mit Felix Huby (21. Dezember 2008)

Tatort-Fundus über Bienzle


TV-Tipp für den 8. März: Lord of War

März 8, 2009

RTL, 20.15

Lord of War – Händler des Todes (USA 2005, R.: Andrew Niccol)

Drehbuch: Andrew Niccol

There are over 550 million firearms in worldwide circulation. That’s one firearm for every twelve people on the planet. The only question is: How do we arm the other 11? (Yuri Orlov)

Einer der wenigen ansehbaren Nicolas-Cage-Filme, die der Schauspieler in diesem Jahrzehnt drehte. Dafür sammelte er in den vergangenen Jahren Razzie-Nominierungen.

In der knalligen Satire „Lord of War – Händler des Todes“ spielt er Yuri Orlov, einen Waffenhändler, der ungefähr jeden Potentaten der Nach-Kalter-Kriegs-Welt mit Waffen beliefert. Der Film erzählt in kurzen Episoden die Geschichte seines märchenhaften Aufstiegs von den Hinterhöfen Little Odessas in die Hinterhöfe der Weltpolitik. Denn mit dem illegalen Waffenhandel kann viel Geld verdient werden.

That was intentional, just to be a little subversive and make almost like a ‚how-to‘ film – how to be an arms dealer – and I thought that would be a more interesting way into it than a typical story structure. (Andrew Niccol)

Mit Nicholas Cage, Jared Leto, Bridget Moynahan, Ian Holm, Ethan Hawke

Wiederholung: Montag, 9. März, 01.00 Uhr (Taggenau! – wegen der FSK-16-Freigabe dürfte dann die Kinoversion laufen)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über “Lord of War”

Drehbuch „Lord of War“ von Andrew Niccol

Moviefreak: Interview mit Andrew Niccol

IGN: Interview mit Andrew Niccol

Spike: Andrew Niccol redet über „Lord of War“


TV-Tipp für den 7. März: 2001 – Odyssee im Weltraum, Lolita

März 7, 2009

Zum zehnten Todestag von Stanley Kubrick

Tele 5, 20.15

2001: Odyssee im Weltraum (GB 1968, R.: Stanley Kubrick)

Drehbuch: Stanley Kubrick, Arthur C. Clarke

LV: Arthur C. Clarke: The Sentinel (1950, Kurzgeschichte)

Buch zum Film: Arthur C. Clarke: 2001: A Space Odyssey, 1968 (2001 – Odyssee im Weltraum)

Buch über den Dreh: Arthur C. Clarke: The Lost Worlds of 2001, 1972 (2001: Aufbruch zu verlorenen Welten – Das Logbuch der Kapitäne Clarke und Kubrick)

Ein Raumschiff wird, weil ein Monolith auf dem Mond Signale zum Jupiter schickt, dorthin geschickt. Auf der Reise entwickelt der Bordcomputer HAL ein Eigenleben.

Ein S-F-Klassiker, der eigentlich ins Kino gehört.

Mit Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Daniel Richter

Wiederholung: Sonntag, 8. März, 10.10 Uhr

Hinweise

Kubrick: 2001: The Space Odyssey Explained

Kriminalakte: Nachruf auf Arthur C. Clarke

MDR, 00.20

Lolita (GB/USA 1962, R.: Stanley Kubrick)

Drehbuch: Vladimir Nabokov, Stanley Kubrick (ungenannt)

LV: Vladimir Nabokov: Lolita, 1955 (Lolita)

Ein Prof verliebt sich in die pubertierende Tochter seiner Vermieterin.

Ein Drama-Klassiker mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor, nach einem Bestseller.

Mit James Mason, Shelley Winters, Sue Lyon, Pete Sellers, Lois Maxwell

Hinweis

Arte: Lars Penning über „Lolita“


TV-Tipp für den 6. März: Tödliche Fragen

März 6, 2009

3sat, 22.25

Tödliche Fragen (USA 1990, R.: Sidney Lumet)

Drehbuch: Sidney Lumet

LV: Edwin Torres: Questions and Answers (Tödliche Fragen)

Ein Polizist erschießt einen Drogenhändler. Ein junger Anwalt ermittelt. Und Lumet vermißt wieder sein vertrautes Territorium von Gerechtigkeit und Korruption im amerikanischen Justizsystem: „Seit seinem klassischen Gerichtsfilm ´Die zwölf Geschworenen´ (1957) hat sich Sidney Lumet immer wieder mit dem Thema der Gerechtigkeit auseinandergesetzt. In seinem jüngsten Thriller, in dem Nick Nolte als irischstämmiger Polizist und verbohrter Law & Order-Fanatiker auftrumpft, vermittelt Lumet allerdings eine recht pessimistische Botschaft: Recht und Gerechtigkeit haben in einer von Rassismus und Korruption verseuchten Gesellschaft keine Chance mehr.“ (Fischer Film Almanach 1991)

Grandioser Cop-Thriller mit Nick Nolte, Timothy Hutton, Armand Assante, Patrick O´Neal, Luis Guzman

Hinweis

Wikipedia über Edwin Torres


Watchmen: Vor dem Film war der Comic

März 5, 2009

moore-gibbons-watchmen

Das Time Magazine nahm „Watchmen“ von Autor Alan Moore und Zeichner Dave Gibbons als einzigen Comic in die Liste der hundert wichtigsten Romane des zwanzigsten Jahrhunderts auf. Mit dieser fast hochkulturellen Adelung wurde eine Art des Geschichtenerzählens in den literarischen Kanon aufgenommen, die in Deutschland immer noch ein Schattendasein führt. Daran dürfte auch die jetzt anlaufende „Watchmen“-Verfilmung von Zack Snyder wenig ändern. Immerhin sind gut drei Stunden Kino mit Superhelden und Actionszenen eher etwas für ein jüngeres Multiplex-Publikum, während das bildungsbürgerliche Arthouse-Publikum die Romanverfilmungen „Der Vorleser“ oder „Effi Briest“ genießt. Dabei könnten auch sie in „Watchmen“ einiges entdecken.

Denn Alan Moore und Dave Gibbons stellen in dem zwölfteiligen Comic „Watchmen“ zuerst einmal das Superhelden-Genre vom Kopf auf die Füße. Moore fragte sich, wie den die Wirklichkeit aussähe, wenn wirklich verkleidete Männer Verbrecher gejagt hätten. Danach erfand er eine Alternativwelt, in der die USA den Vietnamkrieg gewonnen haben, Watergate nicht entdeckt wurde und Präsident Nixon Mitte der Achtziger noch im Amt ist. Gespiegelt werden die Erlebnisse der sich größtenteils im Ruhestand befindenden Superhelden in einem Piratencomic. Ergänzt werden die zwölf Comichefte von vertiefenden Texten, wie Autobiographien, Interviews und Briefwechsel der verschiedenen Charaktere. So entsteht langsam das Bild einer Welt, die sich nur in Teilen von unserer Welt (naja, genaugenommen unserer Welt vor gut 25 Jahren) unterscheidet.

Und wie in vielen Science-Fiction-Werken ist der Plot nur das Skelett für das Vorstellen der erfundenen Welt. Die Dramaturgie der Comichefte führt zu einer ähnlich episodischen Struktur, wie sie inzwischen auch öfters in TV-Serien verwandt wird. Im S-F-Genre wären das „Lost“, „Battlestar Galactica“, „Heroes“ und auch „Terminator: S. C. C.“. Die Hauptgeschichte, die Suche von Rohrschach nach dem Hintermann einer Verschwörung gegen die sich nach dem Keene-Erlass in den Ruhe zurückgezogenen Superhelden, bewegt sich manchmal kaum voran. Dann nehmen die Biographien der Superhelden, ihre Beziehung zueinander und die moralischen Fragen ihres Handelns einen breiten, teilweise heftfüllenden Raum ein. Denn Alan Moore hat, wie in den TV-Serien, als das erste „Watchmen“-Heft erschien die letzten Hefte noch nicht geschrieben und so entstand aus einer Mischung aus Improvisation und Planung ein dichtes Epos, das zugleich Abgesang, Liebeserklärung und Würdigung eines uramerikanischen Genres ist.

Auffallend ist daher, wie konsequent die verschiedenen Plots aufeinander bezogen sind und auch Nebenfiguren, wie der Zeitungsverkäufer, immer wiederkehren und wie sehr sich die einzelnen Plots und Charaktere immer wieder auf verschiedenen Ebenen spiegeln. Gleichzeitig wurden einige formale Elemente von Anfang an durchgehalten und erzeugen so das Gefühl einer in sich geschlossenen Welt. Weil „Watchmen“ von Anfang an auf zwölf Hefte festgelegt wurde, die Geschichte der Verschwörung nur in einer Katastrophe (oder eben dem Abwenden der Katastrophe in letzter Minute) enden kann und die Weltsicht düster ist, wurde der Countdown bereits auf der ersten Seite des ersten Heftes mit einer analogen Uhr, die auf zwölf Minuten vor Zwölf steht, eingeleitet. Jedes Heft beginnt mit dieser Uhr, dessen kleiner Zeiger sich mit jedem Heft immer eine Minute der vollen Stunde nähert. Gleichzeitig beginnt Blut von oben in das Bild zu fließen, bis um zwölf Uhr die Uhr von Blut verdeckt wird. Viele weitere Beispiele sind einfach zu finden und würden teilweise einige Plotwendungen der Geschichte verraten.

„Watchmen“ ist eine großartige Graphic Novel, die auf vielen Ebenen funktioniert und so erwachsen und politisch ist, wie es ein kindliches Genre (Männer in Kostümen! Quasi-allmächtige, teilweise mit Superkräften ausgestattete, über dem Gesetz stehende Verbrechensbekämpfer!) überhaupt sein kann, ohne seine Unschuld vollkommen zu verlieren. Auf diesem schmalen Grad wandelten Alan Moore und Dave Gibbons Mitte der Achtziger äußert gelungen, stopften gleichzeitig noch so viele literarische und politische Anspielungen hinein, dass auch die intellektuellen Leser und Literaturwissenschaftler genug Interpretationsfutter hatten. Die amerikanische Comic- und S-F-Szene war begeistert. Die deutsche Übersetzung erfolgte erst Jahre später.

Heute ist „Watchmen“ eine noch immer aufregend zu lesende Bildergeschichte, die wegen ihrer genauen historischen Verortung nur im politischen Teil (halt der gesamte Kalte-Krieg und die damals rechtslastige Propaganda aus Hollywood und dem Weißen Haus.) überholt ist. Denn die Frage, wie Verbrechen bekämpft werden soll, ist heute (dank des Krieges gegen den Terror) immer noch so aktuell wie damals.

Neben der düster-erwachsen-literarischen Lesart eröffnete „Watchmen“ allerdings auch die Tür zur Veralberung und Psychologisierung des Superheldengenres. „Hancock“, die britische Comedy „No Heroics“ und die neuen Superheldenfilme mit ihren menschlicheren Protagonisten sind die anderen Seiten der Medaille.

„Watchmen“ ist ein vielfach ausgezeichneter, gut gealterter „Klassiker“ (New York Post) und ein „Meilenstein“ (New York Times), der auch nach der heute startenden Verfilmung (die Alan Moore, wie die vorherigen Verfilmungen seiner Werke, selbstverständlich Scheiße findet) sicher viele neue Leser gewinnt. Denn letztendlich ist „Watchmen“ einfach vergnügliche Unterhaltung.

Alan Moore/Dave Gibbons: Watchmen: Ultimate Edition

(übersetzt von Christian Heiss)

Panini Comics, 2008

436 Seiten

29,95 Euro

Für Sammler

Watchmen: Absolute Edition

Panini Comics, 2009

468 Seiten

75 Euro

(Hardcover im Schuber, mit Skizzen, Entwürfen und Auszügen aus Alan Moores Originalmanuskript)

Originalausgabe

Watchmen

DC Comics, 1986/1987

Deutsche Erstausgabe

Watchmen

Carlsen, 2000

Hintergrundinformationen zum Comic „Watchmen“

Dave Gibbons: Watching the Watchmen – Die Entstehung einer Graphic Novel

Panini Comics, 2009

260 Seiten

34,90 Euro

Verfilmung

Watchmen (Watchmen, USA/GB/Can 2009)

Regie: Zack Snyder

Drehbuch: David Hayter, Alex Tse

Mit Jefrey Dean Morgan, Malin Akerman, Patrick Wilson, Billy Crudup, Jackie Earle Haley, Matthew Goode, Carla Gugino, Matt Frewer, Stephen McHattie

Hinweise

Comic Book Database über Alan Moore

Alan-Moore-Fanseite (etwas veraltet)

Dave-Gibbons-Fanseite

DC Comics über „Watchmen“

YouTube: Alan Moore spricht über „Watchmen“ und Superhelden

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Watchmen“

Tagesspiegel: Interview mit Dave Gibbons über die Verfilmung

Die komplette, erstaunlich S-F-lastige und sehr amerikanische Liste der 100 wichtigsten Romane des letzten Jahrhunderts des Time Magazine


Neu im Kino: Gran Torino

März 5, 2009

Gran Torino (Gran Torino, USA 2008)

Regie: Clint Eastwood

Drehbuch: Nick Schenk (nach einer Geschichte von Dave Johannson und Nick Schenk)

Das Leben des verbitterten, rassistischen Korea-Veteranen Walt Kowalski gerät aus den gewohnten Bahnen, als er einen Hmong-Nachbarjungen gegen eine Straßengang verteidigt (sie hatten den Fehler begangen ihren Streit auf Kowalskis Rasen austragen zu wollen). Kowalski wird zum Helden der asiatischen Gemeinschaft und die Straßengang will die erlittene Schmach vergelten.

Der neue Clint-Eastwood-Film, der inzwischen ein atemberaubendes Produktionstempo vorlegt, ist natürlich wieder gutes altmodisches Kino. Sein letzter Film „Der fremde Sohn“ läuft noch im Kino und den nächsten, „The Human Factor“, beginnt er in wenigen Tagen zu drehen. Denn wenn Eastwood die Story gefällt, geht’s schnell los. Drehbuchautoren lieben ihn wegen der wenigen Änderungswünsche am Drehbuch. Teilweise wird die erste Fassung gedreht (Und in Hollywood wird nie die erste Fassung verfilmt!). Auch bei „Gran Torino“ änderte Eastwood nichts am Drehbuch.

Gedreht wird auch schnell. „Million Dollar Baby“ war vor der geplanten Drehzeit fertig (und die war mit 39 Tagen auch nicht gerade üppig) und kostete deutlich weniger, als zuerst von den Produzenten zuerst gesagt wurde (normalerweise dürfte es umgekehrt sein; Oh, und auch die zuerst genannten Kosten waren gar nicht so hoch.).

Tja, und, wie schon bei „Million Dollar Baby“ und „Erbarmungslos“ ist die Kritik begeistert und wird nicht müde, über „Gran Torino“ als Alterswerk das ein gutes Vermächtnis wäre, zu fabulieren. Dabei erzählt der Film doch einfach nur eine gute Geschichte.

In aktuellen Interviews sagt Clint Eastwood durch die Blume, dass er, wenn er ein gutes Drehbuch findet, natürlich auch wieder vor der Kamera stehen wird. Nur nicht als Dirty Harry. Denn wer möchte Dirty Harry als grantelnden Rentner sehen?

Mit Clint Eastwood, Christopher Carley, Bee Vang, Ahney Her, Brian Haley, Geraldine Hughes, Dreama Walker, Brian Howe

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Gran Torino“

CTV.ca: AP-Artikel über Nick Schenk


TV-Tipp für den 5. März: Der Konformist

März 5, 2009

3sat, 22.25

Der Konformist (I/Fr/D 1970, R.: Bernardo Bertolucci)

Drehbuch: Bernardo Bertolucci

LV: Alberto Morovia: Il conformista, 1951 (Der Konformist)

Ein geachteter Philosophieprofessor glaubt, dass er als Jugendlicher einen anderen Mann erschossen hat. Geplagt von seinen Schuldgefühlen beginnt er mit dem Mussolini-Regime zu kooperieren.

Bertoluccis erster Erfolg beim Publikum endlich wieder im TV. „Von Paramount-Universal hatte Bertolucci ein mittelhohes Budget (…) bekommen plus Rendite-fördernde Namen wie Morovia und Trintignant. Er nahm die Herausforderung an und suchte sich ein breites Publikum. Dieses sprach schon damals auf die Mischung von Ironie und Affekt an, während die zeitgenössische Kritik sich schwer tat. Zehn Jahre später zeigt die Besichtigung des Films, dass die Kritik von den Zeitläufen überholt ist, der Film aber nach wie vor funktioniert. Die – vergebliche – Suche nach der Normalität ist aktuelles Drama geblieben.“ (Dietrich Kuhlbrodt in Peter W. Jansen/Wolfram Schütte [Hrsg.]: Bernardo Bertolucci, Hanser Reihe Film 24, 1982)

Danach drehte er den Klassiker „Der letzte Tango von Paris“.

Mit Jean-Louis Trintignant, Stefania Sandrelli, Gastone Moschin, Enzo Tarascio, Dominique Sanda

Auch bekannt als “Der große Irrtum”

Hinweis

Wikipedia über Bernardo Bertolucci

Wikipedia über „Der große Irrtum“


TV-Tipp für den 4. März: Die verrückten Reichen

März 4, 2009

Und noch ein selten gezeigter Film:

ARD, 00.35

Die verrückten Reichen (F/D/I 1975, R.: Claude Chabrol)

Drehbuch: Claude Chabrol, Norman Enfield

LV: Lucie Faure: Le Malheur fou, 1970

Ami-Autor William Brandeis und dessen Gattin Claire nehmen am oberflächlichen Gesellschaftsleben teil und betrügen sich gegenseitig. Als sie auf Claire Wunsch in ein Landhaus ziehen, bröckelt der Schein.

Nun, ein eher schwacher Chabrol, der ziemlich schnell aus dem Gedächtnis verschwindet. Trotz der zahlreichen parodistischen Elemente und Slapstick-Ästhetik.

Interessant ist „Die verrückten Reichen“ vor allem wegen des Aufwandes. Das kanadische Filmfinanzierungssystem ermöglichte eine bis in die Nebenrollen große Besetzung und die gesamte Ausstattung war echt. So waren die Türen des Studioappartements aus massivem Holz.

Mit Bruce Dern, Stéphane Audran, Sydney Rome, Jean-Pierre Cassel, Ann Margaret, Maria Schell, Charles Aznavour, Curd Jürgens, Tomas Milan, Sybil Danning, Claude Chabrol (als Mann im Verlagsbüro)

Hinweise

Wikipedia über Claude Chabrol

Senses of Cinema über Claude Chabrol


TV-Tipp für den 3. März: Starkey

März 3, 2009

NDR, 00.30

Starkey (GB/Irl/F 1998, R.: David Caffrey)

Drehbuch: Colin Bateman

LV: Colin Bateman: Divorcing Jack, 1995 (Eine Nonne war sie nicht)

Journalist Starkey hat mal wieder einen über den Durst getrunken und erwacht neben einer Ermordeten. Die Polizei hält ihn für den Mörder und verschiedene Terroristen- und Gangstergruppen jagen ihn.

Ziemlich durchgeknallter Politthriller, der in seinen besten Momenten etwas vom Wahnsinn des Krieges in Nordirland zeigt. Aber meisten eher leidlich komisch zwischen den verschiedenen Genres schwankt. Irgendwie ist das Buch, ausgezeichnet mit dem Betty-Trask-Preis (kein Krimipreis, aber so Bateman auf seiner Homepage ein gut dotierter Preis) und „eine Kreuzung von Marx Brothers und Frederick Forsyth“ (Sunday Press), besser.

„The thing about Divorcing Jack is that it probably reflects, although it is in some ways a surreal movie with so much going on in it, but it does pretty much reflect the craziness of things here and how funny things can be.“ (Colin Bateman)

Mit David Thewlis, Rachel Griffiths, Robert Lindsay, Jason Isaacs, Richart Gant

Hinweis

Homepage von Colin Bateman

eFilmCritic: Interview mit Colin Bateman zu „Divorcing Jack“


TV-Tipp für den 2. März: Terroristenjagd im Sauerland

März 2, 2009

ARD, 21.00

Terroristenjagd im Sauerland – Wie das BKA ein Blutbad verhinderte (D 2009, R.: Peter Gerhardt, Ahmet Senyurt)

Drehbuch: Peter Gerhardt, Ahmet Senyurt

45-minütige Doku über die als Sauerland-Zelle bekannt gewordenen Fritz Gelowicz, Daniel Schneider und Adem Yilmaz. Die Doku versucht herauszufinden, warum drei deutsche Jungs (Yilmaz hat zwar eine türkischen Pass, wuchs aber in Hessen auf) zu Islamisten wurden, die in Deutschland einen verheerenden Anschlag planten, und zeichnet die Ermittlungen der Polizei, die zur Verhaftung der Drei am 4. September 2007 führte, nach.

Wiederholung: Dienstag, 3. März, 03.50 Uhr (Taggenau! – danach wahrscheinlich in der Mediathek, den dritten Programmen und den Spartensendern, wie Phönix)

Hinweis

ADR über die Doku (wenig informativ und ohne Links; Hey, hat das Erste nicht eine gut ausgebaute Nachrichtenredaktion, die einige Berichte über die Sauerland-Zelle archiviert hat?)


TV-Tipp für den 1. März: Misery

Februar 28, 2009

Kabel 1, 00.00

Stephen King’s Misery (USA 1990, R.: Rob Reiner)

Drehbuch: William Goldman

LV: Stephen King: Misery, 1987 (Sie)

Des Schriftstellers Alptraum (hilflos ans Bett gefesselt in den Händen eines fanatischen Fans), des Zuschauers Vergnügen. Eine der besten Verfilmungen des Grandmasters der Mystery Writers of America.

Kathy Bates erhielt für ihre furchterregende Darstellung der helfenden Krankenschwester den Oscar, den Chicago Film Critics Association Awards und den Golden Globe als beste Schauspielerin.

Mit James Caan, Kathy Bates, Richard Farnsworth, Lauren Bacall, Frances Sternhagen

Hinweise

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)


Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

Februar 28, 2009

Verdammt viele Bilder gibt es in den aktuellen TV-Krimi-Buch-Tipps. Unter anderem zu diesen Werken:

In den kommenden beiden Wochen gibt es einige selten gezeigte Krimiverfilmungen, eine Premiere und Kommissar Brunetti sorgt dafür, dass in Venedig kein Verbrecher seiner gerechten Strafe entkommt.
Immer wieder sehenswert ist Rob Reiners Stephen-King-Verfilmung „Misery“, Sidney Lumets Edwin-Torres-Verfilmung „Tödliche Fragen“, Michael Ciminos Robert-Daley-Verfilmung „Im Jahr des Drachen“, Milton Katselas unterschätzte James-Mills-Verfilmung „Der einsame Job“, Sydney Pollacks James-Grady-Verfilmung „Die drei Tage des Condor“ und Raoul Walshs Western-Adaption „Vogelfrei“ von W. R. Burnett „High Sierra“.
Selten gezeigt und immerhin einen Blick wert sind David Caffreys Colin-Bateman-Verfilmung „Starkey“, José Giovannis „Verdammt zum Schaffot“, Graham Theakstons Stephen-Leather-Verfilmung „Bombenleger“ (auch wenn die deutsche Fassung übel gekürzt ist), Claude Chabrols Lucie-Faure-Verfilmung „Die verrückten Reichen“ und Bill Dukes Chester-Himes-Verfilmung „Harlem Action – Eine schwarze Komödie“. Als Premiere gibt es vom bewährten Brunitti-Team die Alexandra-von-Grote-Verfilmung „Kommissar LaBréa – Tod an der Bastille“.


TV-Tipp für den 28. Februar: Zur Sache, Schätzchen

Februar 28, 2009

BR, 23.20

Zur Sache, Schätzchen (D 1968, R.: May Spils)

Drehbuch: May Spils, Werner Enke (als Peter Schlieper), Rüdiger Leberecht

Ein Geburtstagsfilm für die am 2. März 1944 geborene Uschi Glas, den sich auch Cineasten ohne Bauchschmerzen ansehen können. „Zur Sache, Schätzchen“ erzählt von einem Tag im Leben zweier junger Männer, die in Schwabing den Tag hineinleben. Sie gehen ins Freibad, machen Frauen an, erzählen Geschichten und bekommen etwas Ärger mit der Polizei.

„Ich habe noch keinen Film der neuen deutschen Welle gesehen, in dem so viel Freiheit anwesend war. Freiheit, zu der auch die Ahnung gehört, dass sie am Ende doch nicht zu verwirklichen ist.“ (Peter W. Jansen, Filmkritik, 1968)

Damals war der Film ein Kassenknüller. Heute gilt die doch etwas behäbige und gar nicht mehr so provokante Komödie als einer der Klassiker des Neuen Deutschen Films. Das Paar Spils/Enke konnte später nie mehr an den Erfolg anknüpfen. Ihr letzter gemeinsamer Film war 1984 „Mit mir nicht, du Knallkopp“.

Mit Werner Enke, Uschi Glas, Henry van Lyck, Inge Marschall, Helmut Brasch, Rainer Basedow, Martin Lüttge

Hinweise

Deutsches Filminstitut über „Zur Sache, Schätzchen“

Wikipedia über „Zur Sache, Schätzchen“

Deutsche Welle über „Zur Sache, Schätzchen“ (via Spiegel/Eines Tages)

3sat über „Zur Sache, Schätzchen“


TV-Tipp für den 27. Februar: Das Begräbnis

Februar 27, 2009

3sat, 22.25

Das Begräbnis (USA 1997, R.: Abel Ferrara)

Drehbuch: Nicholas St. John

New York, 1935: Eine Mafiafamilie versammelt sich zur Trauerfeier eines erschossenen Sippenmitgliedes. Noch während der Feier veranlasst Don Ray Tempio die blutige Rache an dem Mörder. Aber im Gegensatz zu den normalen Mafiafilmen reden hier die Frauen mit.

Damals war Abel Ferrara eine große Nummer. „Das Begräbnis“ ist einer der düstersten US-Gangsterfilme. Er „ist kein Mafia-Epos geworden, sondern in seiner relatien Kürze ein Musterbeispiel von präzischer Montage, ökonomisch inszenierter Handlung, karger Lichtgebung und einer Farbdramaturgie, die alles Bunte ins Dunkle verbannt. In seiner Dichte wie eine klassische Tragödie.“ (Fischer Film Almanach 1997)

Mit Christopher Walken, Christopher Penn, Isabella Rossellini, Annabella Sciorra, Vincent Gallo, Gretchen Mol, Benicio Del Toro


TV-Tipp für den 26. Februar: Knallhart

Februar 26, 2009

ARD, 22.45

Knallhart (D 2006, R.: Detlev Buck)

Drehbuch: Zoran Drvenkar, Gregor Tressnow

LV: Gregor Tressnow: Knallhart, 2004

Der fünfzehnjährige Michael muss sich in Neukölln gegen Jugendgangs behaupten. Als einzigen Ausweg gegen die alltäglichen Demütigungen sieht er den Weg in die Kriminalität.

Gut der Abstieg aus der noblen Grunewald-Villa in den schlimmsten Neuköllner Häuserblock geht etwas schnell. Ebenso die Anpassung des Grunewald-Bengels an die für ihn neuen Ghettoregeln.

Aber davon abgesehen ist „Knallhart“ ein verdammt gutes Stück Kino. Der Buck kann’s, wenn er will.

Mit David Kross, Jenny Elvers-Elbertzhagen, Erhan Emre, Oktay Özdemir, Kida Ramadan, Arnel Taci, Kai Müller, Hans Löw, Jan Henrik Stahlberg

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Knallhart“


TV-Tipp für den 25. Februar: Farewell, Agent der Rache

Februar 25, 2009

Arte, 21.00

Farewell, Agent der Rache (F/Can 2008, R.: Jean-François Delassus)

Drehbuch: Jean-François Delassus

Insgesamt knapp zweistündige Doku über den KGB-Agenten Wladimir Wetrow, alias „Farewell“, der 1981 in den Westen überlief und dem französischen Geheimdienst die Namen von zahlreichen Spionen verriet.

Wiederholungen

Teil 1

Dienstag, 3. März, 09.55 Uhr

Sonntag, 15. März, 05.00 Uhr (Taggenau!)

Teil 2

Dienstag, 3. März, 10.50 Uhr

Montag, 16. März, 05.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte zur Doku (müsste dort auch die kommenden sieben Tage online abrufbar sein)


TV-Tipp für den 24. Februar: Mr. Monk mal zwei?

Februar 24, 2009

RTL, 22.15

Mr. Monk mal zwei? (USA 2006, R.: Randy Zisk)

Drehbuch: Hy Conrad, Joe Toplyn

Erfinder: Andy Breckman

Hollywood-Star David Ruskin soll in einem Film Adrian Monk spielen. In bester Method-Acting-Manier studiert er Monk, verinnerlicht jede seine Gesten und Marotten und auch Monks Denken. Kurz er wird zu Monk. Schnell sind der echte und der falsche Monk in einen Mordfall verwickelt.

Der Auftakt der fünften Staffel ist, auch wenn der Kriminalfall mal wieder nebensächlich ist, ein Höhepunkt der Serie.

Ab nächster Woche zeigt RTL die siebte Staffel der Serie. In den USA wird gerade die achte und letzte Staffel produziert.

Mit Tony Shalhoub (Adrian Monk), Traylor Howard (Natalie Teeger), Ted Levine (Captain Leland Stottlemeyer), Jason Gray-Stanford (Lt. Randall Disher), Stanley Kamel (Dr. Charles Kroger), Stanley Tucci (David Ruskin), Susan Ward (Michelle Cullman), Andrea Bogart (Actress Playing Disher), Greg Grunberg (Jack Leverett), Peter Weller (Actor Playing Stottlemeyer)

Wiederholung: Mittwoch, 25. Februar, 01.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Blog von David Breckman (Yeah, der Bruder von Andy und auch in die Serie involviert.)

Meine Besprechung von Lee Goldbergs “Mr. Monk und die Feuerwehr“ (Mr. Monk goes to the Firehouse, 2006)

Meine Besprechung von Lee Goldbergs “Mr. Monk besucht Hawaii“ (Mr. Monk goes to Hawaii, 2006)

Meine Besprechung von Lee Goldbergs “Mr. Monk und die Montagsgrippe“ (Mr. Monk and the Blue Flu, 2007)

Meine Besprechung von Lee Goldbergs „Mr. Monk und seine Assistentinnen“ (Mr. Monk and the two Assistants, 2008)

Meine Besprechung von Lee Goldbergs „Mr. Monk und die Außerirdischen“ (Mr. Monk in outer space, 2008)

Meine Besprechung von Lee Goldbergs “Mr. Monk in Germany” (Mr. Monk goes to Germany, 2008)


TV-Tipp für den 23. Februar: Ein Mann wird gejagt

Februar 23, 2009

Tele 5, 20.15

Ein Mann wird gejagt (USA 1965, R.: Arthur Penn)

Drehbuch: Lillian Hellman, Michael Wilson (ungenannt), Horton Foote (ungenannt), Ivan Moffat (ungenannt)

LV: Horton Foote: The Chase (Bühnenstück 1952, später zu einem Roman verarbeitet)

In einer texanischen Kleinstadt jagt ein rachsüchtiger Mob einen entflohenen Häftling. Der Sheriff versucht die Katastrophe zu verhindern.

Hellman jammerte später, die ungenannten Drehbuchautoren hätten ihr Buch verhunzt, Penn autorisierte den Film nicht und dem Studio gefielen die Einnahmen nicht. Kurz: ein ziemliches Desaster, das auch im Rückblick nicht viel besser wird.

„Ein Mann wird gejagt“ ist ein Film, „der über weite Strecken hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Seine Bildsymbolik…ist allzu dick aufgetragen, die Topographie der Ortschaft sowie die Hierarchie ihrer Bewohner sind dagegen nicht sorgfältig genug ausgearbeitet, das grandiose Darstellerensemble bleibt sträflich unterfordert.“ (Michael Omasta in Lars-Olav Beier/Robert Müller: Arthur Penn)

Mit Marlon Brando, Robert Redford, Jane Fonda, Angie Dickinson, E. G. Marshall, Robert Duvall

Wiederholung: Dienstag, 24. Februar, 03.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweis

Ein Interview mit Horton Foote


TV-Tipp für den 22. Februar: Oscar 2009

Februar 22, 2009

Pro7, 02.00

Oscar 2009 – Die Academy Awards – live aus L. A.

And the Oscar goes to…

Nachteulen sind live dabei, wenn Hugh Jackman durch den Abend (Nacht?) führt. Die anderen können später die Liste der Gewinner auf der Oscar-Homepage oder auch hier nachlesen.

Bereits ab 01.00 Uhr stimmt Pro7 mit Vorberichten und Bildern vom roten Teppich (bei Pro7 heißt er „red! Carpet“ und Annemarie Warnkross plappert) auf die kommenden Ereignisse ein.

Mein Tipp für den besten Film des Jahres: „Der seltsame Fall des Benjamin Button“. Ein starbesetztes, gut dreistündiges Biopic; – was kann da schiefgehen? „Slumdog Millionaire“ wird wohl den Regie- und/oder Drehbuch-Oscar erhalten.

Nachtrag 23. Februar: Upps, Slumdog räumt die Preise ab und für Benjamin Button bleiben nur noch die Trostpreise (Bestes Makeup?). Die Gewinner:

Best Motion Picture of the Year

Slumdog Millionaire (2008): Christian Colson

Best Performance by an Actor in a Leading Role

Sean Penn für Milk (2008/I)

Best Performance by an Actress in a Leading Role

Kate Winslet für The Reader (2008)

Best Performance by an Actor in a Supporting Role

Heath Ledger für The Dark Knight (2008)

Best Performance by an Actress in a Supporting Role

Penélope Cruz für Vicky Cristina Barcelona (2008)

Best Achievement in Directing

Danny Boyle für Slumdog Millionaire (2008)

Best Writing, Screenplay Written Directly for the Screen

Milk (2008/I): Dustin Lance Black

Best Writing, Screenplay Based on Material Previously Produced or Published

Slumdog Millionaire (2008): Simon Beaufoy

Best Achievement in Cinematography

Slumdog Millionaire (2008): Anthony Dod Mantle

Best Achievement in Editing

Slumdog Millionaire (2008): Chris Dickens

Best Achievement in Art Direction

The Curious Case of Benjamin Button (2008): Donald Graham Burt, Victor J. Zolfo

Best Achievement in Costume Design

The Duchess (2008): Michael O’Connor

Best Achievement in Makeup

The Curious Case of Benjamin Button (2008): Greg Cannom

Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Score

Slumdog Millionaire (2008): A.R. Rahman

Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Song

Slumdog Millionaire (2008): A.R. Rahman, Sampooran Singh Gulzar (”Jai Ho”)

Best Achievement in Sound

Slumdog Millionaire (2008): Ian Tapp, Richard Pryke, Resul Pookutty

Best Achievement in Sound Editing

The Dark Knight (2008): Richard King

Best Achievement in Visual Effects

The Curious Case of Benjamin Button (2008): Eric Barba, Steve Preeg, Burt Dalton, Craig Barron

Best Animated Feature Film of the Year

WALL·E (2008): Andrew Stanton

Best Foreign Language Film of the Year

Okuribito (2008) (Japan)

Best Documentary, Features

Man on Wire (2008): James Marsh, Simon Chinn

Best Documentary, Short Subjects

Smile Pinki (2008): Megan Mylan

Best Short Film, Animated

Maison en petits cubes, La (2008): Kunio Katô

Best Short Film, Live Action

Spielzeugland (2007): Jochen Alexander Freydank

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!

Eine Liste mit allen Gewinnern und Nominierten gibt es hier.