TV-Tipp für den 24. April

April 24, 2008

3sat, 22.55

Fahr zur Hölle, Liebling (USA 1975, R.: Dick Richards)

Drehbuch: David Zelag Goodman

LV: Raymond Chandler: Farewell, my lovely, 1940 (Lebewohl, mein Liebling/Betrogen und gesühnt/Lebwohl, mein Liebling)

Los Angeles, 1941: Der gerade freigelassene Bankräuber Moose Malloy engagiert Marlowe. Der Detektiv soll Malloys Freundin Velma finden. Ein nur scheinbar einfacher Fall.

Dritte, sehr originalgetreue und sehr gelungene Verfilmung des Chandler-Buches.

Mit Robert Mitchum, Charlotte Rampling, John Ireland, Harry Dean Stanton, Anthony Zerbe, Sylvester Stallone (in einer erträglich kurzen Rolle) und – in einer ganz kleinen, aber wichtigen Rolle – Jim Thompson (!)

Hinweise

Thrilling Detective über Philip Marlowe

Thrilling Detective über Raymond Chandler

Krimi-Couch über Raymond Chandler

Mordlust über Raymond Chandler


TV-Tipp für den 23. April

April 23, 2008

MDR, 22.05

TATORT: Laura, mein Engel (D 1994, R.: Ottokar Runze)

Drehbuch: Richard Hey

Laura soll ihre in den Achtzigern in den Westen geflüchtete Mutter umgebracht haben. Als ihr Bild in der Zeitung auftaucht, weiß Ehrlicher, dass Laura nicht vor der Polizei, sondern vor dem wirklichen Täter flüchtet. Kann er Laura retten?

Einer des besten Ehrlicher-TATORTE, basierend auf einem komplexen Drehbuch von Richard Hey.

Mit Peter Sodann, Bernd Michael Lade, Ivan Desny, Beathe Finckh

Hinweise

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren über Richard Hey

HR: Nachruf auf Richard Hey


TV-Tipp für den 22. April

April 22, 2008

Tele 5, 22.25

Valdez (USA 1971, R.: Edwin Sherin)

Drehbuch: Roland Kibbee, David Rayfiel

LV: Elmore Leonard: Valdez is coming, 1970

Rancher Tanner beschuldigt einen Mann, seinen Freund Erin ermordet zu haben. Hilfssheriff Valdez erschießt ihn. Aber er war unschuldig. Valdez will von Tanner Geld für die Beerdigung und die Witwe des Toten. Dieser lehnt ab. Valdez nimmt den Kampf auf. Schließlich war er nicht immer ein trotteliger Hilfssheriff.

Melancholischer Spätwestern mit Burt Lancaster, Susan Clark, Richard Jordan

Von Elmore Leonards Homepage (Achtung! Das Ende wird verraten.): „Valdez is Coming is Elmore’s favorite western. It shows examples of the style that he would further develop in his contemporary crime novels. Burt Lancaster as Bob Valdez is the underestimated man, a constant theme in Elmore Leonard’s work. He is forced to confront the local ruthless land baron who nearly has him killed. He retaliates and lets his nemesis know that “Valdez is coming.” Before beginning The Moonshine War, Elmore wanted to write Valdez for the screen. Unfortunately Burt Lancaster was not available for a couple of years and the project was delayed. Edwin Sherin, the director of Valdez is Coming was a Broadway director and this was his first film which he shot in Spain. The biggest surprise of Valdez was that there was no shootout at the end, just as Elmore had written in the book. Nobody in Hollywood could believe it.”

Auch bekannt als „Valdez kommt“

Wiederholung: Mittwoch, 23. April, 02.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Elmore Leonard

The Unknown Movies über „Valdez is coming“

Meine Besprechung von „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“


TV-Tipp für den 21. April

April 21, 2008

ZDF, 22.15

L.A. Confidential (USA 1997, R.: Curtis Hanson)

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: James Ellroy: L. A. Confidential, 1990 (Stadt der Teufel, L. A. Confidential)

Drei unterschiedliche Polizisten versuchen einen Mord aufzuklären und müssen dabei einen tiefen Sumpf aus Drogen, Sex, Gewalt und Abhängigkeiten trockenlegen.

Grandiose Verfilmung eines grandiosen Buches, das den Deutschen Krimipreis erhielt.

Brian Helgeland schaffte das scheinbar unmögliche: er raffte den 500-seitigen Thriller gelungen zu einem etwa zweistündigen Film zusammen und erhielt dafür einen Oscar. Kim Basinger für ihre Rolle als Edelhure erhielt ebenfalls die begehrte Trophäe.

Mit Guy Pearce, Russell Crowe, Kevin Spacey, Kim Basinger, Danny DeVito, James Cromwell, David Strathairn, Paul Guilfoyle, Ron Rifkin,

Wiederholung: Mittwoch, 23. April, 00.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

SPLICEDwire: Interview mit James Ellroy zu „L. A. Confidential“ (1997)

Identity Theory: Robert Birnbaum redet mit James Ellroy (2001)

Los Angeles Times (Scott Timberg): Hollywood’s James Ellroy Enigma (6. April 2008 )

James-Ellroy-Fanseite (letztes Update: 2006)

Krimi-Couch über James Ellroy


TV-Tipp für den 20. April

April 20, 2008

Tele 5, 23.00

Das Quiller Memorandum (GB 1966, R.: Michael Anderson)

Drehbuch: Harold Pinter

LV: Adam Hall: The Berlin Memorandum, The Quiller Memorandum, 1965 (Das Berlin-Memorandum)

Berlin, während des Kalten Krieges: Geheimagent Quiller soll den Mörder eines Kollegen finden. Wenn das so einfach wäre.

Spannender, in der deutschen Synchronisation entnazifizierter, Agententhriller.

Das Buch von Adam Hall, ein Pseudonym von Elleston Trevor, erhielt den Edgar Allan Poe Award for Best Novel und den Grand Prix de Littérature Policière. In den folgenden Jahren schrieb Hall weitere von der Kritik hochgelobte, kommerziell erfolgreiche Quiller-Romane.

Mit George Segal, Senta Berger, Alec Guiness, Max von Sydow, George Sanders

Wiederholung: Freitag, 25. April, 03.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Kirjasto über Elleston Trevor (aka Adam Hall)

Quiller-Fanpage

BFI Screen Online über „The Quiller Memorandum“


TV-Tipp für den 19. April

April 19, 2008

ARD, 23.05

Arabeske (USA 1966, R.: Stanley Donen)

Drehbuch: Julian Mitchell, Stanley Price, Pierre Marton (Pseudonym von Peter Stone)

LV: Alex Gordon (auch Gordon Cotler): The Cipher, 1961

Oxford-Professor Pollock soll eine hethitische Inschrift entziffern. Er weiß nicht, dass er danach umgebracht werden soll.

Schwungvolle Agenten-Komödie in einem verschwenderischen Dekor, z. B. trägt Sophia Loren nur Kleider von Dior. Ist einer der besten nicht von Hitchcock inszenierten Hitchcock-Filme – und eine prall gefüllte Wundertüte an Intrigen und Gegenintrigen.

Gordons Buch war 1962 als bestes Debüt für den Edgar nominiert.

Mit Gregory Peck, Sophia Loren

Hinweis

Turner Classic Movies über „Arabeske“


TV-Tipp für den 18. April

April 18, 2008

Arte, 23.35

Der Heilige Berg (Mex/USA 1973, R.: Alejandro Jodorowsky)

Drehbuch: Alejandro Jodorowsky

Ein Jesus ähnelnder Dieb unternimmt mit einigen Gefährten und einem Guru eine Reise zum Heiligen Berg.

Jodorowskys „El Topo“ (erlebt nächsten Freitag seine TV-Premiere) ist ein Klassiker des Mitternachtskinos. Danach inszenierte er „Der Heilige Berg“. Der Film war nicht so erfolgreich, ist unbekannter, aber nicht weniger abgedreht.

„Die erste Stunde von ‚Montana Sacra’ ist (…) das Gelungenste, was Jodorowsky filmisch jemals zustande gebracht hat. Danach wird der Film immer schematischer und langweiliger (da hilft auch sein geschickter Umgang mit dem Studio-Set nichts mehr).“ (James Hoberman/Jonathan Rosenbaum: Mitternachtskino – Kultfilme der 60er und 79er Jahre)

„Bildgewaltig, voller Einfälle, die so blasphemisch sind, dass sie schon wieder ins Gegenteil umschlagen, und so wunderbar abgedreht, wie es nur die Filme aus der Ära der Counterculture sind.“ (epd Film 4/2008 )

Mit Alejandro Jodorowsky, Hector Salinas, Ramona Saunders, Juan Ferrara, Adriana Page, Burt Kleiner, Valerie Jodorowsky

Auch bekannt als „Montana Sacra“

Wiederholungen:

Samstag, 26. April, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Freitag, 2. Mai, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über „Der heilige Berg“ und Alejandro Jodorowsky (mit vielen Links)

Homepage von Alejandro Jodorowsky

The Guardian: Interview mit Alejandro Jodorowsky (November 2002)

Resonance FM Pdcast: Interview mit Alejandor Jodorowsky (Juni 2007)

Fortean Times: Interview mit Alejandro Jodorowsky (Juli 2007)

Mitternachtskino über „Der Heilige Berg“


Neu im Kino: Chiko, Street Kings

April 17, 2008

Chiko (D 2007, R.: Özgür Yildrim)

Drehbuch: Özgür Yildrim

In Hamburg will der türkische Kleindealer Chiko im Gangstermilieu aufsteigen.

Schnörkelloser Gangsterfilm, der an Fatih Akins „Kurz und schmerzlos“ (Akin produzierte „Chiko“) und Martin Scorseses „Hexenkessel“ erinnert.

Mit Denis Moschitto, Volkan Özcan, Moritz Bleibtreu, Reyhan Sahin (Lady Bitch Ray)

Hinweise

Homepage zum Film (nicht sehr umfangreich)

Film-Zeit über „Chiko“

#

Street Kings (USA 2007, R.: David Ayer)

Drehbuch: James Ellroy, Kurt Wimmer, Jamie Moss

LV: James Ellroy: Watchman/The night Watchman (Originalgeschichte)

Die Story klingt nach einem typischen Ellroy – oder dem typischen Cop-Thriller der Marke „Korrupter Cop sitzt in der Scheiße; entdeckt, (Überraschung!) dass die Polizei korrupt ist und stellt sich auf die Seite der Guten“. Denken Sie nur an die Ellroy-Verfilmung „Dark Blue“ (für die Ayer das Drehbuch schrieb), ersetzen Kurt Russell durch Keanu Reeves, lassen den Rookie Scott Speedman weg und sie haben den nächsten düsteren, bleihaltigen LA-Copthriller.

Die amerikanischen Kritiker sind jedenfalls von diesem Film überhaupt nicht begeistert und der Verleih hat die Pressevorführungen so kurzfristig angesetzt, dass das zweiwöchentlich erscheinende Stadtmagazin „zitty“ den Film in der Druckausgabe nicht besprechen konnte. Vertrauen in das Produkt sieht anders aus.

Oh, und der Trailer scheint etliche Szenen zu enthalten, die es nicht in den Film geschafft haben.

Ellroys Story ist eine nicht veröffentlichte Originalgeschichte und sollte bereits vor Jahren als „Watchman“ oder auch „The night Watchman“ verfilmt werden. David Fincher, Spike Lee und Oliver Stone waren als Regisseure im Gespräch. Für den Film wurde Ellroys Drehbuch dann von mehreren Autoren (zwei schafften es in die Credits, aber Ayer soll und John Ridley hat vor Jahren an dem Drehbuch gearbeitet) bearbeitet.

Mit Keanu Reeves, Forest Whitaker, Hugh Laurie, Chris Evans, Martha Higareda, Cedric the Entertainer, Amaury Nolasco

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Street Kings“

Crimespree Cinema über „Street Kings“ (The Night Watchman)

Roger Ebert.com: Besprechung von Jim Emerson (er weist auf die Differenz zwischen Trailer und Film hin)


TV-Tipp für den 17. April

April 17, 2008

HR, 00.00

Gardenia – Eine Frau will vergessen (USA 1952, R.: Fritz Lang)

Drehbuch: Charles Hoffman

LV: Vera Caspary: Gardenia (Kurzgeschichte)

Norah Larkin glaubt, den Playboy Harry Prebble umgebracht zu haben.

Lang zeichnet das Psychogramm einer Frau in einer männerdominierten Welt.

„Dieses Melodram ist der schwächste aller Films noirs Langs – nur wenige Sequenzen haben zeigen Noir-Qualität.“ (Paul Werner: Film noir)

Mit Anne Baxter, Richard Conte, Raymond Burr, Nat King Cole (spielt sich)

Hinweise

Jay Steinberg bei Turner Classic Movies über Gardenia

Sam Ishii-Gonzalès bei Senses of Cinema über Gardenia

Wikipedia über Vera Caspary


TV-Tipp für den 16. April

April 15, 2008

RBB, 22.35

Don Mariano weiß von nichts (I/F 1967, R.: Damiano Damiani)

Drehbuch: Ugo Pirro, Daminano Damiani

LV: Leonardo Sciascia: Il giorno della civetta, 1961 (Der Tag der Eule)

In Sizilien wird ein Bauunternehmer ermordet. Hauptmann Bellodi will den Fall aufklären und legt sich mit den Mächtigen der Insel an.

„Der Tag der Eule“ ist der erste der sizilianischen Romane von Sciascia, in denen er gegen die Mafia und deren Verflechtungen mit der Politik anschrieb. Seine Bücher waren die Vorlage für einige der besten italienischen Polit-Thriller.

Damianis Verfilmung ist einer der frühen, stilbildenden Polit-Thriller in der Tradition von Costa-Gavras, Petri und Rosi. Damiani begründete unter anderem mit diesem Film seinen Ruhm.

„Sciascias extrem knappem Erzählstil entspricht in den Filmen eine vergleichsweise hastige Montage, die ein wenig von jener unerbittlichen Zwangsläufigkeit an sich hat, die sich in rasch und ohne Schnörkel inszenierten Szenenwechsel präsentiert. Sicher, die zynisch-spitzfindigen Dialoge Sciascias sind, verkürzt, doch die Filme gewinnen (…) gegenüber den Romanen an Anschaulichkeit.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm)

Mit Franco Nero, Claudia Cardinale, Lee J. Cobb, Serge Reggiani

Bekannter als „Der Tag der Eule“

Wiederholung

HR, Sonntag, 20. April, 00.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Krimi-Couch über Leonardo Sciascia

Wikipedia über Leonardo Sciascia


TV-Tipp für den 15. April

April 15, 2008

WDR, 22.10

Der Schatz des Gehenkten (USA 1958, R.: John Sturges)

Drehbuch: William Bowers

LV: Marvin H. Albert: The Law and Jake Wade, 1956

Bankräuber Jake Wade ist jetzt Sheriff in einem New-Mexico-Kaff. Als sein Ex-Kumpel Clint Hollister gehängt werden soll, befreit er ihn und setzt eine tödliche Dynamik in Gang. Denn Hollister will jetzt die Beute haben, um die ihn Wade vor Jahren betrog.

Der deutsche Titel ist irreführend, klingt aber dramatischer als der Originaltitel „The Law and Jake Wade“. Der Western ist eine kleine, unterschätzte Genreperle.

„Psychologischer Western, der anhand zweier Charakterporträts den Konflikt zwischen Zivilisation und Gesetzlosigkeit zur Zeit der amerikanischen Landnahme spannend darstellt; formal überdurchschnittlich, hervorragend besetzt.“ (Lexikon des internationalen Films)

„Ein kurzweiliger und differenziert gestalteter Western mit interessanten Charakterstudien und vorzüglich fotografierten Action-Sequenzen.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)

Mit Robert Taylor, Richard Widmark, Patricia Owens, Henry Silva, DeForrest Kelley

Hinweis

Mystery File: Bill Crider über Marvin H. Albert


TV-Tipp für den 14. April

April 14, 2008

Arte, 21.00

Shooting Dogs (GB/D 2005, R.: Michael Caton-Jones)

Drehbuch: David Wolstencroft

Gleiches Thema wie “Hotel Ruanda”, aber dieses Mal nimmt ein Pater in seiner Missionsschule die vor dem Bürgerkrieg Flüchtenden auf. Weil „Shooting Dogs“ nach dem vorzüglichen „Hotel Ruanda“ in die Kinos kam, wurde er kaum beachtet.

Mit John Hurt, Hugh Dancy, Dominique Horwitz, Louis Mahony

Wiederholungen

Montag, 21. April, 01.05 Uhr (Taggenau!)

Donnerstag, 1. Mai, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage zum Film

Arte über „Shooting Dogs“

BBC über „Shooting Dogs“ : The Making of Shooting Dogs

Film-Zeit über „Shooting Dogs“

Meine Besprechung von „Die Spezialisten“ von David Wolstencroft


TV-Tipp für den 13. April

April 13, 2008

ZDF, 22.00

Der Preis des Verbrechens: Vorm Abgrund – Teil 1 (GB 2000, R.: Michael Whyte)

Drehbuch: Lynda La Plante

Buch zum Film: Robin Blake: Trial and Retribution IV, 2000 (nach dem Drehbuch von Lynda La Plante)

Seit acht Jahren beteuert der Verurteilte James McCready, seinen Freund nicht getötet zu haben. Jetzt soll DI Pat North den Fall wieder aufrollen.

Auch die vierte Ausgabe von „Trial & Retribution“, die in zwei Teilen à 100 Minuten ausgestrahlt wird, hält das Niveau der vorherigen Teile. Ein realistischer Polizeikrimi.

Teil 2 folgt am Sonntag, den 20. April.

Mit David Hayman, Kate Buffery, Trevor Blythe, Freddie Boardley

Hinweise

Homepage von Lynda La Plante

BBC Norfolk: Interview mit Lynda La Plante

BBC: Writers on Writing: Lynda La Plante

ZDF über „Der Preis des Verbrechens“


TV-Tipp für den 12. April

April 12, 2008

Sat1, 01.45

Der Teufel in Blau (USA 1995, R.: Carl Franklin)

Drehbuch: Carl Franklin

LV: Walter Mosley: Devil in a blue dress, 1990 (Teufel in Blau)

Los Angeles, 1948: Amateurdetektiv Easy Rawlins soll Daphne finden. Aber Daphne hat es faustdick hinter den Ohren.

Franklins gelungene Verfilmung von Mosley Debütroman. „Teufel in Blau“ ist ein Film Noir, der seine Vorbilder aus der Schwarzen Serie immer deutlich zitiert und damit immer zum gut gemachten, aber auch langweiligem Ausstattungskino tendiert.

Mit Denzel Washington, Tom Sizemore, Jennifer Beals, Don Cheadle

Hinweise

Homepage von Walter Mosley

Charlie Rose Show redet mit Carl Franklin über „Teufel in Blau“ (ab Minute 42.50)


TV-Tipp für den 11. April

April 11, 2008

3sat, 22.25

Angst über der Stadt (F/I 1974, R.: Henri Verneuil)

Drehbuch: Jean Laborde, Henri Verneuil, Francis Veber

Actionhaltiger, harter Polizeithriller in dem ein Pariser Kommissar, Typ „Dirty Harry“, einen Serienmörder jagt.

Nach dem Genuss von „Matrix“ und „Spider-Man“ wirken die Action-Szenen in „Angst über der Stadt“ zwar bedächtlich, aber Jean-Paul Belmondo ließ sich bei den zahlreichen Verfolgungsjagden, dem Abseilen von einem Hubschrauber und der Kletterei über die Dächer von Paris nicht doubeln. Bei den Schlägereien natürlich auch nicht. Die Story folgt den bekannten Genrekonventionen und Belmondo hatte in seiner ersten Polizistenrolle einen Kassenschlager.

„Angst über der Stadt“ ist „die mythische Dokumentation seiner Konversion von der Seite der Rebellen auf die Seite der Gesetz- und Ordnungsvertreter.“ (Georg Seesslen: Copland)

Mit Jean-Paul Belmondo, Charles Denner, Catherine Morin, Berto Maria Merli, Lea Massari

Hinweise

3sat über „Angst über der Stadt“

Kölner Stadt-Anzeiger: Daniel Kothenschulte zum 75. Geburtstag von Jean-Paul Belmondo

Stuttgarter Zeitung: Sabine Glaubitz zum 75. Geburtstag von Jean-Paul Belmondo

Tagesschau: Angela Ulrich zum 75. Geburtstag von Jean-Paul Belmondo

Deutsche Welle: 4-minütiger Film zum 75. Geburtstag von Jean-Paul Belmondo


Neu im Kino: 21, Tödliche Entscheidung

April 10, 2008

21 (USA 2008, R.: Robert Luketic)

Drehbuch: Peter Steinfeld, Allan Loeb

LV: Ben Mezrich: Bringing down the House, 2002 (Neuveröffentlichung zum Film unter „21“, deutscher Titel „21“)

Eine Gruppe von hochbegabten MIT-Studenten macht die Casinos in Las Vegas beim Blackjack um Millionen ärmer. Interne Konflikte und ein Detektiv der Casinos gefährden die Einheit der Gruppe.

Der auf Tatsachen basierende Spielerfilm ist „Zwischendurch-Entertainment“ (tip), das Buch ein lesenswerter Ausflug in die unbekannte Welt professioneller Kartenspieler.

Mit Jim Sturgess, Kate Bosworth, Laurence Fischburne, Kevin Spacey

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „21“

Homepage von Ben Mezrich

Meine Besprechung von „21“ von Ben Mezrich

Tödliche Entscheidung (USA 2007, R.: Sidney Lumet)

Drehbuch: Kelly Masterson

Sidney Lumet mit einem überzeugenden Alterswerk: zwei Brüder sehen im Überfall auf den Juwelierladen ihrer Eltern den Weg aus ihrer finanziellen Krise.

Natürlich verläuft nichts nach Plan und Lumet seziert die Kehrseite des amerikanischen Traums anhand einer ziemlich kaputten, weißen Mittelstandsfamilie.

Der Pitch war vielleicht: „Family Business“, aber ohne Lacher.

Mit Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke, Albert Finney, Marisa Tomei, Amy Ryan

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Tödliche Entscheidung“


TV-Tipp für den 10. April

April 10, 2008

ARD, 00.35

Fröhliche Ostern (F 1984, R.: Georges Lautner)

Drehbuch: Jean Poiret, Georges Lautner

LV: Jean Poiret (Theaterstück)

In den Achtzigern tauschte Jean-Paul Belmondo endgültig Anspruch gegen Kassenerfolg. Der Kassenknüller „Fröhliche Ostern“ ist nur ein weiteres peinliches Beispiel für den künstlerischen Niedergang eines Stars. Im Wesentlichen werden dumme Sprüche mit reichlich Action garniert. Die Story (ein Schürzenjäger gibt vor seiner Frau seine junge Geliebte als Tochter aus) erreicht noch nicht einmal das Niveau einer schlechten Boulevardkomödie.

Mit Jean-Paul Belmondo, Sophie Marceau, Marie Laforet


TV-Tipp für den 9. April

April 9, 2008

ARD, 00.35

Elf Uhr nachts (F/I 1965, R.: Jean-Luc Godard)

Drehbuch: Jean-Luc Godard

LV: Lionel White: Obsession, 1963 (Kein Weg zurück)

Ferdinand stolpert in eine undurchsichtige Mordgeschichte und flüchtet mit seiner Ex Marianne quer durch Frankreich auf eine einsame Insel.

Auch bzw. besser bekannt als „Pierrot le fou“. Die Krimifarce hat mit dem Buch wenig bis nichts zu tun, aber viel mit Godard, seinem filmischen Kosmos und dem Lebensgefühl der Sechziger.

Mit Jean-Paul Belmondo, Anna Karina

Hinweise

Trailer „Pierrot le fou“ (sehr schön)

Mordlust über Lionel White

Monthly Film Bulletin 1990 über „Elf Uhr nachts“

Films de France über „Elf Uhr nachts“


TV-Tipp für den 8. April

April 8, 2008

BR, 23.25

Außer Atem (F 1960, R.: Jean-Luc Godard)

Drehbuch: Jean-Luc Godard (nach einem Szenario von François Truffaut)

Buch zum Film: Claude Francolin: A bout de souffle, 1960 (Außer Atem)

Kleinganove Michel erschießt einen Polizisten und flieht nach Paris zur us-amerikanischen Studentin Patricia.

Ein Klassiker der Nouvelle Vague und ein zeitloser Kultfilm.

Mit Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg, Jean-Pierre Melville

Hinweise

Senses of Cinema über Jean-Luc Godard

Filmzentrale mit mehreren Besprechungen über „Außer Atem“: Behrens, Kreimeier, Richter


TV-Tipp für den 7. April

April 7, 2008

Am 9. April feiert Jean-Paul Belmondo seinen 75. Geburtstag. Deshalb beginnen wir die Woche mit

ARD, 00.50

100.000 Dollar in der Sonne (F/I 1963, R.: Henry Verneuil)

Drehbuch: Marcel Jullian, Henri Verneuil

LV: Claude Veillot: Nous n´irons pas en Nigeria, 1962 (100.000 Dollar in der Sonne)

Bebel flüchtet mit einem Laster voller Waffen durch die Wüste. Lino verfolgt ihn wegen des Geldes und der Freundschaft.

Bei der damaligen Kritik kam der Film nicht so gut an: „Etwas rauhe, aber parodistisch gehaltene und recht vergnügliche Abenteuerunterhaltung.“ (Handbuch der katholischen Filmkommission in Österreich); „In der gewalttätigen Gebärde wird der Mensch erst zum Menschen, wird uns verkündet, und im Zuschlagen liegt die Würze des Lebens. Einmal mehr ließe sich an Hand dieses Filmes nachweisen, wie beflissen einseitig die FSK ihre Satzungen auszulegen beliebt. Er beleidigt (mindestens) ein befreundetes Volk. Er verherrlicht die Gewalt. Er spricht eine totalitäre Sprache. Die Freigabe solcher Filme ist empörend, solange andere verstümmelt oder verboten werden.“ (Uwe Nettelbeck, Filmkritik) – Tja, das war lange vor dem FBW-Prädikat „wertvoll“ für „Rambo III“

Mit Jean-Paul Belmondo, Lino Ventura, Bernard Blier, Gert Fröbe