TV-Tipp für den 24. Januar

Januar 24, 2008

Arte, 21.00

Hamburger Lektionen (D 2006, R.: Romuald Karmarkar)

Drehbuch: Rmuald Karmakar

Allein für die Uhrzeit muss man Arte lieben. Zur besten Sendezeit präsentiert der Kultursender eine über zweistündige Lesung. Manfred Zapatka liest von Imam Mohammed Fazazi in der Al-Quods-Moschee in Hamburg im Januar 2000 gehaltene Lektionen. Bei diesen Lektionen, die zum Krieg des Islam gegen den Westen aufstachelten,  waren drei der vier 9/11-Todespiloten dabei.

„Es geht mir darum etwas zu verstehen, ein Gedankengebäude  sichtbar zu machen, wo in der Rezeption meist nur Phrasen und Begriffe stehen.“ (Karmarkar)

Der Film lief 2006 auf der Berlinale den Silbernen Bären.

Mit Manfred Zapatka, August Diehl (Sprecher)

Hinweise:

Homepage zum Film

Arte zum Film (beides mit informativen Hintergrundmaterial)

Film-Zeit über den Film


TV-Tipp für den 23. Januar

Januar 22, 2008

3sat, 22.45

Einsatz in Hamburg: Bei Liebe Mord (D 2004, R.: Lars Becker)

Drehbuch: Dirk Salomon, Thomas Wesskamp

Zwei Zivilfahnder erschießen einen Verbrecher und präsentieren ihn als Mörder einer Prostituierten. Kommissarin Jenny Berlin bezweifelt deren Version und ermittelt gegen die Kollegen und den Kiezpaten Drago.

Gewohnt gute Kost von Lars Becker.

Mit Aglaia Szyszkowitz, Hannes Hellmann, Rainer Strecker, Cosma Shiva Hagen, Hanno Koffler, Martin Brambach, Hilmi Sözer, Ulli Kinalzik, Felix Vörtler, Bülent Sharif


TV-Tipp für den 22. Januar

Januar 22, 2008

RBB, 20.15

Berliner Ecken und Kanten: Der Alexanderplatz (D 2008, R.: Jörn Kalkbrenner)

45-minütige Reportage von Jörn Kalkbrenner über den zentralen Verkehrsknotenpunkt von Berlin. Die heutige Baustelle hat nichts mehr mit Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ zu tun, außer dass er immer noch ein hoch frequentierter Platz ist. Und unsere Stadtväter haben großes mit dem zugigen Ort vor. Doch „Berlins Manhattan“ (RBB-Homepage) ist sicher etwas hoch gegriffen. Ich meine, was ist dann der Potsdamer Platz?

RBB zur Reportage


TV-Tipp für den 21. Januar

Januar 21, 2008

Es gibt viele Gründe für den heutigen TV-Tipp. Einer ist: Jeanne Moreau feiert am Mittwoch, den 23. Januar, ihren achtzigsten Geburtstag.

Arte, 21.00

Jules und Jim (F 1961, R.: Francois Truffaut)

Drehbuch: Francois Truffaut, Jean Gruault

LV: Henri-Pierre Roché: Jules et Jim, 1953 (Jules und Jim)

1912 lernen sich der französische Literat Jim und sein deutscher Kollege Jules kennen. Beide verlieben sich in die lebenslustige Cathérine – und erleben die reine Liebe zu dritt.

„Jules und Jim“ ist wahrscheinlich Truffauts bekanntester Film. Jedenfalls ist sein Kultfilm ein zeitloser Film über die scheinbar unmögliche reine Liebe in einer Dreierbeziehung.

„Es wird kaum ein Wort darüber verloren, dass ‚Jules und Jim’ alles andere als den bürgerlichen Moralvorstellungen huldigt, sondern sie im Gegenteil auch noch lustvoll verhöhnt. (…) Obwohl so traurige Ereignisse wie Ehebruch, Selbstmord und Tod erzählt werden, handelt ‚Jules und Jim’ eigentlich von nichts anderem als vom Glück. Truffaut hängt die ganze Filmdauer der Frage nach, wie das richtige Leben aussehen müsse, was man tun müsse, um wirklich glücklich zu sein.“ (Willi Winkler: Die Filme von Francois Truffaut)

Der Film basiert auf einem autobiographischen Roman von Henri-Pierre Roché (1879 – 1959). Zehn Jahre später verfilmte Truffaut seinen Roman „Zwei Mädchen aus Wales und die Liebe zum Kontinent“. In ihm variieren Roché und Truffaut die Geschichte von „Jules und Jim“: ein Mann steht zwischen zwei Frauen.

Mit Jeanne Moreau, Oskar Werner, Henri Serre

Wiederholung:

Dienstag, 22. Januar, 14.55 Uhr

Arte zum Film


TV-Tipp für den 20. Januar

Januar 20, 2008

Pro 7, 18.40

Die Simpsons: 24 Minuten (USA 2007, R.: Raymond Persi))

Drehbuch: Billy Kimball, Ian Maxtone-Graham

“Previously on „24“… I mean, „The Simpsons.“ (Jack Bauer)

Bart und Lisa haben 24 Minuten um einen Stinkbombenanschlag auf die Grundschule zu verhindern. Gut, dass ihnen Jack Bauer und Cloe O’Brian helfen.

Die vierhundertste Simpsons-Folge (ausgestrahlt als 399. Episode) ist eine „24“-Parodie mit – im Original – den Stimmen von Kiefer Sutherland und Mary Lynn Rajskub.


TV-Tipp für den 19. Januar

Januar 19, 2008

ARD, 22.40

James Bond: Im Geheimdienst ihrer Majestät (GB 1969, R.: Peter Hunt)

Drehbuch: Richard Maibaum

LV: Ian Fleming: On her Majesty´s Secret Service, 1963

James Bond trifft in den Alpen auf seinen Erzfeind Blofeld.

Der Daily Herald meinte, „On her Majesty´s Secret Service“ sei das bis dahin beste Bond-Buch. Und der Film, der sich an die Buchvorlage hält, wäre auch der beste Bond-Film, wenn nicht George Lazenby, sondern Sean Connery die Hauptrolle gespielt hätte.

Mit George Lazenby, Diana Rigg, Telly Savalas


TV-Tipp für den 18. Januar

Januar 18, 2008

BR, 19.00

Bayerischer Filmpreis (live)

Kabarettist Christoph Süß führt durch die diesjährige 29. Verleihung des Bayerischen Filmpreises, den „Pierrots“.

„Um die Bedeutung des Kinofilms als Kulturgut herauszustellen, verleiht die Bayerische Staatsregierung seit 1979 auf Vorschlag einer unabhängigen Jury den Bayerischen Filmpreis für hervorragende Leistungen im deutschen Filmschaffen.

Er ist mit Preisgeldern von insgesamt 300.000 € dotiert. Den größten Anteil hat dabei der Produzentenpreis mit 200.000 €. Damit gehört der Bayerische Filmpreis zu den höchstdotierten und begehrtesten Auszeichnungen seiner Art in Deutschland.“ (Homepage des Landes Bayern)

Kameramann Michael Ballhaus erhält den Ehrenpreis (Da kann man nichts dagegen sagen). „Lissy und der wilde Kaiser“ den Publikumspreis. Hmhm. Hm, bei der Konkurrenz (Die wilden Hühner und die Liebe, Die wilden Kerle 4, Neues vom Wixxer, Vollidiot) eine ausgezeichnete Wahl.

Die restlichen Gewinner werden sich erst heute Abend über einen Haufen Geld freuen können.

Hinweise:

Bundesland Bayern zum Bayerischen Filmpreis

BR zum Bayerischen Filmpreis


TV-Tipp für den 17. Januar

Januar 17, 2008

NDR, 21.00

Es geschah am hellichten Tag (D 1996, R.: Nico Hofmann)

Drehbuch: Bernd Eichinger, Uwe Wilhelm

LV: Friedrich Dürrenmatt: Das Versprechen – Requiem auf den Kriminalroman, 1957

Kommissar Matthäi sucht den Mörder eines neunjährigen Mädchens.

Bernd Eichinger hatte die Idee zur kurzlebigen Reihe „German Classics“. In ihr wurden deutsche Filmklassiker von einer hochkarätigen Besetzung vor und hinter der Kamera für das Fernsehen neu inszeniert. Die Kritikerreaktionen waren gespalten, aber durchaus wohlwollend. Nur SAT 1 stieg nach vier Filmen aus. Deshalb ist „Es geschah am helllichten Tag“ einer der wenigen von einem Privatsender produzierten Filme, die echte Kinoqualitäten haben und nicht durch ein verzweifeltes Schielen auf die Quote alles vermurksen.

Dieses Remake von „Es geschah am helllichten Tag“ ist ein seltsam aus der Zeit gefallener Film. Das Rühmann/Fröbe-Original wurde kaum aktualisiert und jetzt sehen wir einen filmischen Bastard, der einerseits eindeutig in den Fünfzigern spielt, andererseits aber mit der heutigen Technik arbeitet. Die Inszenierung betont, besonders bei den im Wald spielenden Szenen, das märchenhafte. Gerade wegen der nur halbherzigen Aktualisierung berührt einen Nico Hofmanns Remake nie wirklich. Es bleibt letztendlich Ausstattungskino.

Vier Jahre später inszenierte Sean Penn mit „Das Versprechen“ (The Pledge) den gleichen Stoff wesentlich packender.

Mit Joachim Król, Barbara Rudnik, Axel Milberg, Heino Ferch

Hinweise:

Ikonen-Magazin: Interview mit Nico Hofmann


TV-Tipp für den 16. Januar

Januar 16, 2008

Das Vierte, 22.20

Die Hölle sind wir (USA 1968, R.: John Boorman)

Drehbuch: Alexander Jacobs, Eric Bercovici

Zweiter Weltkrieg: Auf einer Pazifikinsel treffen ein amerikanischer und ein japanischer Soldat aufeinander. Sie bekriegen sich weiter.

„Die Hölle sind wir“ ist ein schon lange nicht mehr gezeigtes, fast stummes Zweipersonenstück von John Boorman (geb. 18. Januar 1933). Nach dem düsteren Gangsterfilm „Point Blank“ wollten er und Lee Marvin die amerikanische Seele wieter ausloten. „Wenn am Ende Marvin von Gott spricht, erkennen wir die ganze Heuchelei des amerikanischen Systems, das auf christlichen Glauben gegründet ist, auf den Glauben an Gott. Da ist Bestandteil der Verfassung. Aber in Wirklichkeit ist es ein entchristlichliches Land, ein gottloses Land.“ (John Boorman)

„John Boorman inszenierte mit seinem Film eine eindrucksvolle Parabel auf menschliches Fehlverhalten, das natürliche Gefühle durch falsch verstandenes soldatisches Pflichtgefühl und sinnlose Obrigkeitshörigkeit pervertiert.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)

Mit Lee Marvin, Toshiro Mifune


TV-Tipp für den 15. Januar

Januar 15, 2008

3sat, 20.15

Heidi M. (D 2001, R.: Michael Klier)

Drehbuch: Karin Aström, Michael Klier

Lokalpatriotismus ist bei einem so guten Film einfach. Michael Klier erzählt von einer Endvierzigerin, die im Prenzlauer Berg einen Spätkaufladen hat und versucht nach einer gescheiterten Beziehung ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Da verliebt sie sich in Franz.

„Regisseur Michael Klier schließt mit diesem sensiblen, realistischen und mit Dialog- und Situationswitz glänzenden Frauenporträt eine Filmtrilogie über die neue Einsamkeit in deutschen Städten ab. Er ist ein Menschenbeobachter von klugem Gefühl.“ (Angie Dullinger, AZ, 29. März 2001)

„Ein im besten Sinne erwachsener Film.“ (Martin Schwarz, Zitty 7/2001)

Mit Katrin Sass, Dominique Horwitz, Ulrike Krumbiegel, Julia Hummer


TV-Tipp für den 14. Januar

Januar 14, 2008

Vox, 21.05

Shark: Seitenwechsel (USA 2006, R: Spike Lee, B: Ian Biederman)

James Woods gibt als Anwalt Sebastian Stark die Rampensau in einer Justizserie, die mit einem lustvoll aufspielenden Hauptdarsteller und bissigen One-Linern gut unterhält. Stark ist ein Starverteidiger,  der vom schlechten Gewissen gepackt, die Seiten wechselt und eine neue Einheit der Staatsanwaltschaft von Los Angeles, die sich um medienträchtige Fälle (meist natürlich auch mit gutbetuchten Angeklagten) kümmert, leitet. Gleich während des ersten Treffens erklärt er seinem Team sein „Cutthroat Manifesto“:

1) „Trial is War. Second place is death.“

2) „Truth is relative. Pick one that works.“

3) „In a jury trial, there are only twelve opinions that matter and yours (zu seinem Team) is not one of them.“

Das klingt nach gutem Futter für die forensikmüden Krimifans (zu denen ich gehöre). Vox zeigt montags nach „CSI:NY“ die erste Staffel – und danach (immerhin ist die andere Personality-Show mit einem sympathisch-unsympathischen Helden, „Dr. House“, ein Publikumsrenner) vielleicht sofort die zweite Staffel.

Mit James Woods (Sebastian Stark), Danielle Panabaker (Julie Stark), Sophina Brown (Raina Troy), Sarah Carter (Madeline Poe), Jeri Ryan (Jessica Devlin), Henry Simmons (Isaac Wright), Samuel Page (Casey Woodland)

Wiederholung: Dienstag, 14. Januar, 00.05 (Taggenau!)

Hinweise:

Vox über die Serie (mit drei Ausschnitten aus der ersten Folge)

CBS über Shark (schöneres Layout)

About.com-Interview mit Ian Biederman

Underground-online-Interview mit Ian Biederman

Ian Biederman über die Show (Videoclip bei Amazon.com)


TV-Tipp für den 13. Januar

Januar 13, 2008

Pro 7, 22.55

Layer Cake (GB 2004, R.: Matthew Vaughn)

Drehbuch: J.J. Connolly

LV: J.J. Connolly: Layer Cake, 2000 (Layer Cake: Willkommen im Club)

Ein Drogenhändler der besseren Art will aussteigen. Sein Boss hat vorher noch zwei Aufträge für ihn: er soll eine Junkie-Tochter aufspüren und eine riesige Menge Ecstasy aufkaufen. Das ist beides nicht so einfach.

Allgemein abgefeierter Gangsterthriller, der nie in die deutschen Kinos kam. Eine euphorische Stimme: „Aktionsreicher, beinharter Thriller in bester britischer Tradition. Hervorragend gespielt, fotografiert und inszeniert, bis ins kleinste Detail präzise entwickelt.“ (Lexikon des internationalen Films)

Mit Daniel Craig, Tom Hardy, Jamie Foreman, Sally Hawkins, Burn Gorman, Sienna Miller         

Hinweise:

Homepage zum Film

BBC-Interview mit Matthew Vaughn


TV-Tipp für den 12. Januar

Januar 12, 2008

Entweder Arte um 15.20 Uhr einschalten, die ersten beiden Folgen von „Mord auf Seite Eins“ ansehen, einen kleinen Spaziergang machen, und dann um 22.35 Uhr wieder Arte einschalten und die Folgen drei und vier des BBC-Krimis „Mord auf Seite eins“ ansehen, oder Sean Connery ansehen. Heute in:

ARD, 22.55

JAMES BOND: Diamantenfieber (GB 1971, R.: Guy Hamilton)

Drehbuch: Richard Maibaum, Tom Mankiewicz

LV: Ian Fleming: Diamonds are forever, 1956 (Diamantenfieber)

Eigentlich soll Bond nur einen Juwelenraub untersuchen. Aber Erzfeind Blofeld (schon wieder mit neuen Gesicht: Charles Gray) hat seine Finger drin.

Sean Connery kehrte für eine damals unglaublich hohe Summe zurück und spendete das Geld dem Scottish International Education Trust.

„Diamantenfieber“ ist insgesamt ein ziemlich lahmer Bond, bei dem nur die Autoverfolgungsjagd in Las Vegas in die Historie einging. Dreiundfünfzig Autos wurden geschrottet. Und die schwulen Killer Mr. Wint (Bruce Glover) und Mr. Kidd (Putter Smith) sind köstlich.


TV-Tipp für den 11. Januar

Januar 11, 2008

ZDF, 21.15

Soko Leipzig: Die Notenwenderin (D 2008, R: Oren Schmuckler, B: Hen Hermanns)

Dank eines Wahlkämpfers und einer christlichen Partei klingt die Story von „Die Notenwenderin“ sehr aktuell: Sven prügelt einen anderen Jugendlichen ins Koma. Kurz darauf wird er von einem Auto überfahren. Kommissar Trautzschke und sein Team fragen sich, wer der Fahrer war.

„Soko Leipzig“ startete 2001, wie die anderen Sokos, im Nachmittagsprogramm, wurde dann ins Abendprogramm verlegt und löste bereits über einhundert Fälle. Demnächst werden die Fälle 149 bis 154 gedreht.

Ab heute löst die „Soko Leipzig“ elf neue Fälle, die wahrscheinlich auch jede andere Soko übernehmen könnte; abgesehen von den Leipzig-Bildern und dem Senderversprechen, dass private Geschichten in den neuen Folgen der „Krimiweekly“  (O-Ton ZDF) ein stärkeres Gewicht haben sollen.

(Nach dem Ende von Soko Leipzig dann zu Kabel 1 umschalten und „Cold Case“ ansehen. Sind zwar nur Wiederholungen, aber „Cold Case“ ist eine Klasseserie.)

Mit Andreas Schmidt-Schaller (Kriminalhauptkommissar Hajo Trautzschke), Marco Girnth (Kriminaloberkommissar Jan Maybach), Melanie Marschke (Kriminaloberkommissarin Ina Zimmermann), Tyron Ricketts (Kriminalkommissar Patrick Diego Grimm)

Hinweise:

ZDF über Soko Leipzig (neben dem Üblichen gibt es auch einen Blog und einen Livestream der Folge)

ZDF-Soko-Leipzig-Blog

Fernsehserien über Soko Leipzig

Krimiserien über Soko Leipzig

TVSerieninfos über Soko Leipzig (vor allem Episodenguide)

Soko Leipzig-Fanseite

Homepage von Hen Hermanns

Alligatorpapiere reden mit Hen Hermanns (März 2004)


Neu im Kino: Chabrols „Die zweigeteilte Frau“

Januar 10, 2008

Die zweigeteilte Frau (F/D 2007, R: Claude Chabrol, B: Claude Chabrol, Cécile Maistre)

Chabrols neuester Film beackert vertrautes Chabrol-Gelände. Eine TV-Wetterfee verursacht ein Eifersuchtsdrama zwischen einem eitlen, verheirateten Schriftsteller und einem schnöseligen Erben.

Oder mit den Worten des Meisters: „Ich möchte unsere gegenwärtige Gesellschaft in ihrer totalen Verwesung zeigen. Da diese Verwesungserscheinungen jedoch luxuriös ausstaffiert sind, macht es richtig Spaß, sie zu filmen.“

Inspiriert wurde Chabrol von einem wahren Fall, der sich 1906 in New York ereignete.

Mit Ludivine Sagnier, Benoit Magimel, Francois Berléand, Mathilda May

Französische Homepage zum Film

Concorde Filmverleih: Trailer und Presseheft (mit einem Chabrol-Interview; – nicht besonders Kundenfreundlich über die Eingangsseite und dann über „Filme“ und „Aktuell“ zur „zweigeteilten Frau“.)

Film-Zeit zum Film

In der Zeit schreibt Jerome Charyn (Homepage derzeit nicht erreichbar) über den neuen Will Smith-Film „I Am Legend“. Müsste hier zu finden sein. (Nachtrag: Hier, genau hier!)


TV-Tipp für den 10. Januar

Januar 10, 2008

Arte, 21.00

Im Bann des Jade Skorpions (USA 2001, R.: Woody Allen)

Drehbuch: Woody Allen

New York, Vierziger Jahre: Woody Allen spielt einen Versicherungsdetektiv, der sich in seine Chefin verliebt. Sie möchte ihn am liebsten feuern. Eines Abends hypnotisiert ein Magier die beiden. Sie werden ein leidenschaftliches Liebespaar und Juwelendiebe. Am nächsten Tag muss Woody den Diebstahl aufklären.

„Im Bann des Jade Skorpions ist ein weiterer Ausflug von Woody Allen in das Krimigenre. Für diese Komödie standen vor allem die Schwarze Serie und die Screwball-Comedy Pate.

Sein neuer Film „Cassandras Traum“ (mit Ewan McGregor und Colin Farrell) erlebt im Sommer auf DVD seine Deutschlandpremiere.

Mit Woody Allen, Helen Hunt, Dan Aykroyd, Wallace Shawn, David Ogden Stiers, Charlize Theron, Elizabeth Berkley

Wiederholung

Freitag, 11. Januar, 14.55 Uhr

Hinweise

Arte zum Film

Film-Homepage (englisch)

Jump-Cut-Interview mit Woody Allen zu „Im Bann des Jade Skorpions“

Deutschsprachige Woody Allen-Fanseite

Brandneues NPR-Interview mit Woody Allen (5. Januar 2008)


TV-Tipp für den 9. Januar

Januar 9, 2008

Arte, 21.00

Drei Schüsse auf JFK (USA 2007, R.: Robert Stone)

Drehbuch: Robert Stone

Spielfilmlange Doku über den John F. Kennedy-Mord, die zwar keine neuen Fakten bietet, aber das Attentat und die anschließenden Ermittlungen sehr gut in den historischen Hintergrund einbettet und vor allem die Folgen des Mordes auf das gesellschaftliche Klima in den USA zeigt.

Mit Norman Mailer, Edward J. Epstein, Mark Lane, Dan Rather, Tom Hayden

Wiederholungen:

Samstag, 12. Januar, 14.00 Uhr

Donnerstag, 24. Januar, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Dienstag, 29. Januar, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise:

Arte zum Film

PBS – American Experience über den Film (umfangreiche Seite)

Homepage zum Film (nicht so umfangreich)


TV-Tipp für den 8. Januar

Januar 8, 2008

Tele 5, 22.00 Uhr

Valdez (USA 1971, R.: Edwin Sherin)

Drehbuch: Roland Kibbee, David Rayfiel

LV: Elmore Leonard: Valdez is coming, 1970

Rancher Tanner beschuldigt einen Mann, seinen Freund Erin ermordet zu haben. Hilfssheriff Valdez erschießt ihn. Aber er war unschuldig. Valdez will von Tanner Geld für die Beerdigung und die Witwe des Toten. Dieser lehnt ab. Valdez nimmt den Kampf auf. Schließlich war er nicht immer ein trotteliger Hilfssheriff.

Melancholischer Spätwestern mit Burt Lancaster, Susan Clark

Von Elmore Leonards Homepage (Achtung! Das Ende wird verraten.): „Valdez is Coming is Elmore’s favorite western. It shows examples of the style that he would further develop in his contemporary crime novels. Burt Lancaster as Bob Valdez is the underestimated man, a constant theme in Elmore Leonard’s work. He is forced to confront the local ruthless land baron who nearly has him killed. He retaliates and lets his nemesis know that “Valdez is coming.” Before beginning The Moonshine War, Elmore wanted to write Valdez for the screen. Unfortunately Burt Lancaster was not available for a couple of years and the project was delayed. Edwin Sherin, the director of Valdez is Coming was a Broadway director and this was his first film which he shot in Spain. The biggest surprise of Valdez was that there was no shootout at the end, just as Elmore had written in the book. Nobody in Hollywood could believe it.”

Auch bekannt als „Valdez kommt“

Wiederholung um 01.30 Uhr

Hinweise:

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von „Up in Honey’s Room“ (2007)  

Meine Besprechung von „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“


TV-Tipp für den 7. Januar

Januar 7, 2008

Kabel 1, 20.15

Without a trace: Beste Freunde (USA 2007, R: Eriq La Salle, B: David Amann)

Without a trace: Ohne Dich (USA 2007, R: Jeannot Szwarc, Jose Molina)

Nachdem “Without a trace” zuletzt bei Sat.1 floppte, kehrt die von Hank Steinberg erfundene Krimiserie über das von Jack Malone geführte FBI-Ermittlerteam wieder zu Kabel 1 zurück. Ab heute suchen sie montags, ab 20.15 Uhr in neuen Doppelfolgen nach vermissten Personen.

Insgesamt dürfte „Without a trace“ auch im sechsten Jahr zu den am wenigsten gewalttätigen Krimiserien gehören. Tote gibt es auch nur sehr wenige. Die meisten Folgen kommen ohne eine Leiche (dabei rede ich noch nicht einmal von Mord) aus. Und trotzdem sind die Fälle immer spannend.

Mit Anthony LaPaglia (Jack Malone), Poppy Montgomery (Samantha Spade), Enrique Murciano (Danny Taylor), Eric Close (Martin Fitzgerald), Marianne Jean-Baptiste (Vivian Johnson), Roselyn Sanchez (Elena Delgado)

Wiederholung: Dienstag, 8. Januar, 03.30 Uhr (Taggenau! – Wahrscheinlich eine Wiederholung von „Beste Freunde“ und „Ohne Dich“ ohne Werbung.)

Hinweise

CBS über “Without a trace”

Kabel 1 über “Without a trace”

Fernsehlexikon über “Without a trace”

Deutsche “Without a trace”-Fanseite

Written by: Susan Littwin über Hank Steinberg und “Without a trace”: The Vanishing Act – Without a Trace isn’t written in invisible ink (From the February/March 2005 issue of „Written By“)


TV-Tipp für den 6. Januar

Januar 6, 2008

ARD, 00.00

Super Size Me (USA 2003, R.: Morgan Spurlock)

Drehbuch: Morgan Spurlock

Nur bei McDonalds essen ist schlecht für ihre Gesundheit. Das wussen wir schon immer, aber Morgan Spurlock machte die Probe aufs Exempel: 30 Tage Junkfood.

Ansehen – und dann ab ins Bett.

Wiederholung:

WDR: Donnerstag, 10. Januar, 23.15 Uhr

Hinweise:

„Super Size Me“ (deutsche Webseite mit Presseheft und Heft für den Schulunterricht)

Free Documentaries: Super Size Me (der Film im Original)

Blog von Morgan Spurlock (nur periodische Einträge)