TV-Tipp für den 5. Januar

Januar 5, 2008

Arte, 22.30

Mord auf Seite eins – Teil 1 & 2 (GB 2003, R.: David Yates)

Drehbuch: Paul Abbott

Die Mitarbeiterin eines Abgeordneten stirbt. „Herald“-Starreporter Cal McCaffrey soll die Hintergründe recherchieren. Denn die Tote soll ein Verhältnis mit ihrem Chef gehabt haben. Dummerweise ist McCaffrey mit dem Abgeordneten befreundet und sie wurde von einem Profikiller ermordet.

Preisgekrönter, allgemein abgefeierter sechsteiliger Politthriller, der das sumpfige Terrain von Wirtschaft, Politik, Presse und Polizei vermisst. Hollywood hat sich schon die Remake-Rechte gesichert.

Paul Abbot erhielt 2005 für „State of Play“ (Mord auf Seite eins) den Edgar in der Kategorie „Best Television Feature or Mini-Series Teleplay“.

Mit John Simm, David Morrissey, Kelly MacDonald, Bill Nighy

Wiederholungen:

Samstag, 12. Januar, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Samstag, 12. Januar, 15.20 Uhr

Hinweise:

Arte zu „Mord auf Seite eins (hier etwas ausführlicher)

BBC Germany zu „Mord auf Seite eins“

Guardian-Interview mit Paul Abbott (2005)

BBC-Interview mit Paul Abbott im „BBC writersroom“ (9. Oktober 2007)

BBC-Interview mit Paul Abbott zu „Mord auf Seite eins“ (Video-Clips)

Screen Online über Paul Abbott

Screen Online über „Mord auf Seite eins“


TV-Tipp für den 4. Januar

Januar 4, 2008

ZDF, 21.15

Soko 5113: Dar Urteil (D 2007, R: Michael Wenning, B: Sebastian Andrae)

ZDF 00.30

Soko 5113: Der erste Fall (D 1978, R: Ulrich Stark, B: Hasso Plötze)

ZDF, 02.45

Soko 5113:  Das Geheimnis von Blandford Castle (D 2003, R: Zbynek Cerven, B: Conny Lens)

„Die Soko-5113-Nacht anlässlich des 30-jährigen Sendejubiläums“ nennt das ZDF den heutigen Soko-Dreier. Es gibt einen neuen, spielfilmlangen Fall, einen Zusammenschnitt des ersten Falls auf 130 Minuten (wahrscheinlich wurde dafür einfach nur der Vor- und Abspann weggeschnitten – aber in jedem Fall: Endlich wieder einmal im TV!) und einen neueren Fall, der ein SW-Hommage an den traditionellen britischen Kriminalroman ist.

Der Ursprung für die Serie war der Roman „Der Durchläufer“ des Kriminalpolizisten Dieter Schenk (der heute vor allem als Schriftsteller und Historiker arbeitet). Hasso Plötze entwickelte daraus eine Polizeiserie, die einen realistischen Blick auf die Arbeit einer Sonderkommission wirft. Dazu trug auch bei, dass private Probleme ein Teil der Fälle waren, mit folgenübergreifenden Geschichten experimentiert wurde und Soko-Mitglieder immer wieder einen unrühmlichen Abgang hatten. Einer wurde von einem Kollegen erschossen. Einer schnappte sich einen Koffer voll Geld. Einer heiratete reich. Da wurde sich gelungen amerikanischer und englischer Vorbilder bedient.

Das war alles noch zu Werner Kreindls Lebzeiten. Er verkörperte den kompromisslosen Soko-Leiter Göttmann. Danach übernahm Kollege Schickl (Wilfried Klaus) das Ruder. Die letzten Folgen mit ihm sind abgedreht. Sein Nachfolger – schließlich bedeutet in Deutschland ein Darstellerwechsel nicht das Ende der Serie – ist Gerd Silberbauer (zuletzt „Der Landarzt“ und „Alles außer Sex“).

Hinweise:

ZDF über Soko 5113

Krimihomepage über Soko 5113

Fernsehserien über Soko 5113

Homepage von Dieter Schenk

Dieter Schenk über die Anfänge von Soko 5113

Lexikon der deutschen Krimiautoren über Hasso Plötze


TV-Tipp für den 3. Januar

Januar 2, 2008

ARD, 01.45

Im Zeichen des Bösen (USA 1958, R.: Orson Welles)

Drehbuch: Orson Welles

LV: Whit Masterson: Badge of Evil, 1956 (Unfehlbarkeit kann tödlich sein)

In einer schäbigen Grenzstadt versuchen ein korrupter US-Polizist und ein mexikanischer Drogenfahnder (in den Flitterwochen) einen Mord aufzuklären.

Noir-Klassiker, der heute in der restaurierten Fassung, auch bekannt als „Director’s Cut“, angekündigt ist (Bei diesem Film würde sich eine DVD-Ausgabe mit den verschiedenen Fassungen, einem Making-of und einem guten Audiokommentar lohnen).

„Einer der schönsten und intelligentesten Polizeifilme der Kinogeschichte.“ (Seesslen: Copland)

Mit Charlton Heston, Janet Leigh, Orson Welles, Akim Tamiroff, Marlene Dietrich, Joseph Cotten, Zsa Zsa Gabor, Dennis Weaver


TV-Tipp für den 2. Januar

Januar 2, 2008

Kabel 1, 20.15

Das Versprechen (USA 2000, R.: Sean Penn)

Drehbuch: Jerzy Kromolowski, Mary Olson-Kromolowski

LV: Friedrich Dürrenmatt: Das Versprechen – Requiem auf den Kriminalroman, 1957

Kamera: Chris Menges

Musik: Hans Zimmer

Ein Polizist sucht nach seiner Pensionierung – zunehmend wahnhaft – einen Kindermörder. Als Beute für den Mörder wählt er ein Kind aus.

Grandiose, ruhige Studie über Alter und Einsamkeit. Penn hielt sich bei seiner Version an Dürrenmatts Buch „Das Versprechen“. Dürrenmatt schrieb es, nachdem er mit dem optimistischen Ende von „Es geschah am hellichten Tag“ (D 1958) unzufrieden war. Sogar die notorisch schwer zu begeisternde Ponkie schrieb: „Das Vorhersehbare eines Krimiklassikers – und die Brutal-Details eines grausamen Thrillers: ein respektables, aber nicht zwingend nötiges Remake.“ (AZ, 11. 10. 2001)

Mit Jack Nicholson, Patricia Clarkson, Benicio Del Toro, Mickey Rourke, Helen Mirren, Robin Wright Penn, Vanessa Redgrave, Sam Sheppard, Tom Noonan, Harry Dean Stanton

Hinweis:

Homepage zum Film 


TV-Tipps für den 29. Dezember – 1. Januar

Dezember 29, 2007

Hier in Berlin wird sich schon böllermäßig auf die Jahreswende eingeschossen. Deshalb:

29. Dezember

Das Vierte, 22.45

El Mariachi (Mex/USA 1993, R.: Robert Rodriguez)

Drehbuch: Robert Rodriguez

„El Mariachi“ ist ein netter Musiker. Als er in einem mexikanischen Grenzkaff mit einem Killer, der seine Waffen in einem Instrumentenkoffer spazieren trägt, verwechselt wird, muss er seine Gitarre mit einer Knarre vertauschen.

Irgendwie hat sich Rodriguez seit seinem billig produzierten Debüt nicht geändert. Immer noch fasziniert ihn Gewalt. Immer noch sind seine Filme brutal. Immer noch garniert mit einem durchgeknallten Humor. Immer noch macht er eigentlich alles alleine. Und immer noch sehen sie teurer aus, als sie waren. „El Mariachi“ hat, so die Legende, 7000 Dollar gekostet.

Mit Carlos Gallardo, Consuelo Gómez

Hinweise:

Troublemaker Studios – die Firma von Robert Rodriguez

 

30. Dezember

Pro 7, 20.15

Hellboy (USA 2004, Guillermo del Toro)

Drehbuch: Guillermo del Toro (nach einer Geschichte von Guillermo del Toro und Peter Briggs

LV: Mike Mignola: Hellboy

Hellboy, ein zum Guten erzogener Dämon, verkloppt im Auftrag einer geheimen FBI-Einheit Dämonen. Jetzt kämpft er gegen den untoten Mönch Rasputin und den SS-Mann Kroenen, die ihr vor sechzig Jahren unterbrochenes Werk vollenden wollen.

Guillermo del Toro könnte ein Bruder von Robert Rodriguez sein. Auch seine Filme sehen teurer aus als sie sind und auch er liebt die Popkultur.

„Hellboy“ ist eine der wenigen gelungenen Comicverfilmungen. Kein Wunder. Schließlich hat hier ein Fan einen Film für andere Fans (alle mit einem kindischen Gemüt) gemacht. „Hellboy II“ soll am 4. September 2008 in Deutschland starten.

Mit Ron Perlman, John Hurt, Selma Blair, Rupert Evans

Wiederholung um 01.30 Uhr

Hinweise:

Hellboy-Comic-Seite (oder Mike Mignolas Hellboy-Seite)

Amerikanische Hellboy-Film-Seite (mit Infos zu „Hellboy II“)

Deutsche Hellboy-Film-Seite

 

31. Dezember

3sat, ab 7.00 Uhr

Pop around the Clock

Neben dem in den anderen Kanälen toben Wahnsinn präsentiert 3sat die einzige ernstzunehmende Alternative: 24 Stunden nur Rockmusik. Einiges ist gut, um frische Luft zu schnappen (Bon Jovi), anderes sollte mal angehört werden (Mark Knopfler & Emmylou Harris), und einiges über jede Kritik erhaben (Bob Dylan). Ob Pinks „I’m not dead“ um 04.15 Uhr dann dem gefühlten Zustand der Meisten entspricht, darf bezweifelt werden.

Das vollständige Programm

 

1. Januar

3sat, 23.30

Der aus dem Regen kam (F/I 1969, R.: René Clement)

Drehbuch: Sébastien Japrisot

Buch zum Film: Sébastien Japrisot: Le passager de la pluie, 1992

Mellie erschießt in Notwehr einen Fremden und lässt die Leiche verschwinden. Eines Tages taucht ein geheimnisvoller Amerikaner auf und erpresst sie.

Spannender Psycho-Thriller: „La mise en scène est irréprochable, l’interprétation excellente et le film distille un charme doux-amer plein de suspense. Mais trop de froideur et une intrigue confuse finissent par lasser. Il n’est pas certain que ce film résiste à des diffusions répétées tant ses limites finissent par devenir évidentes.“ (Dictionnaire du cinéma, Robert Laffont)

Mit Marlène Jobert, Charles Bronson, Jill Ireland

(und danach geht’s mit den „wilden Zwanzigern“ weiter)


TV-Tipp für den 28. Dezember

Dezember 28, 2007

3sat, 22.25

Anything Else (USA/F/NL/GB 2003, R.: Woody Allen)

Drehbuch: Woody Allen

Über die Handlung muss eigentlich nichts gesagt werden. Woody Allen spielt einen erfolglosen Comedy-Autor, der einen jüngeren Comedy-Autor gute Ratschläge gibt. Denn dieser – jüdisch und voller Selbstzweifel (klingt nach Woody vor dreißig Jahren) – hat einen erfolglosen, aber wortgewaltigen Manager, einen Psychiater und eine launische Freundin, die gerade nicht mit ihm schlafen will, dafür ihre Mutter in der viel zu kleinen Wohnung einquartiert.

Also nichts Neues in Allen-Land. Und das ist gut so.

Außer dass die Witze in seinem ersten Film nach 9/11 eine Spur bissiger und auch verzweifelter sind.

Mit Woody Allen, Jason Biggs, Christina Ricci, Danny DeVito, Stockard Channing

3sat zum Film (mit weiterführenden Links)


Neu im Kino: Tödliche Versprechen

Dezember 27, 2007

Tödliche Versprechen – Eastern Promises (GB/USA/Can 2007, Regie: David Cronenberg, Drehbuch: Steven Knight)

Zum Jahresausklang gibt es ein hartes, in London spielendes, top besetztes Gangsterdrama von David Cronenberg. Viggo Mortensen, Naomi Watts, Armin Müller-Stahl und Vincent Cassel übernahmen die Hauptrollen. Steven Knight schrieb unter anderem das Oscar- und BAFTA-nominierte und mit dem Edgar Allan Poe-Preis ausgezeichnete Drehbuch zum Stephen Frears-Film „Kleine schmutzige Tricks“ (Dirty Pretty Things, GB 2002).

Die Story? Eine Hebamme gerät zwischen die Fronten der Russenmafia. Denn sie besitzt ein Tagebuch, das einige Verbrecher belastet. Ein Killer soll sie umbringen.

Weitere Informationen:

Steven Knight: Eastern Promises (Drehbuch)

Englische Homepage zum Film (umfangreich; mit Hintergrundtexten und Filmausschnitten)

Deutsche Homepage zum Film (die Readers Digest-Version; dafür mit einem Cronenberg-Interview)

Film-Zeit über den Film

Die „taz“ redet mit David Cronenberg über „Tödliche Versprechen“


TV-Tipp für den 27. Dezember

Dezember 27, 2007

werremeier-der-richter-in-weis.jpg

SWR, 23.30

TATORT: Der Richter in Weiß (D 1971, R.: Peter Schulze-Rohr)

Drehbuch: Peter Schulze-Rohr, Friedhelm Werremeier

LV: Friedhelm Werremeier: Der Richter in Weiß, 1971

Brigitta Beerenberg erschießt ihren Mann. Trimmel vermutet einen kaltblütigen Mord. Aber ihr Gutachter, Prof. Dr. Kemp, der sich inzwischen in die schöne Patientin verliebt, schirmt sie in seiner Klinik gegen den Kommissar ab.

In seinem vierten Trimmel-Tatort beleuchtet Werremeier beleuchtet die Macht der Gutarchter. Toll, und immer noch aktuell.

Mit Walter Richter, Erika Pluhar, Helmut Käutner, Rolf Bossi

Hinweise:

Lexikon der deutschen Krimiautoren über Friedhelm Werremeier

Galerie der Detektive über Kommissar Paul Trimmel


TV-Tipps für den 22. – 26. Dezember

Dezember 21, 2007

Aufgrund eines nachvollziehbaren Anlasses gibt es gleich für fünf Tage die TV-Tipps:

22. Dezember

BR, 22.20

Charlie – Leben und Werk von Charles Chaplin (USA 2003, R.: Richard Schickel)

Drehbuch: Richard Schickel

Zweistündige Bio über Charles Chaplin, die anlässlich seines dreißigsten Todestages am 25. Dezember gezeigt wird. Davor gibt’s, um 20.15 Uhr, „Der große Diktator“, und danach, um 00.30 Uhr, „Moderne Zeiten“.

 

23. Dezember

BR, 23.05

Sein oder Nichtsein (USA 1942, R.: Ernst Lubitsch)

Drehbuch: Edwin Justus Mayer (nach einer Geschichte von Melchior Lengyel und Ernst Lubitsch [ungenannt])

Neben „Der große Diktator“ die zweite großartige Satire über die Nazis – und eitle Schauspieler, die die Nazis heldenhaft bekämpfen.

Mit Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack, Felix Bressart, Lionel Atwill

Englische Ernst Lubitsch-Fanseite

 

24. Dezember

3sat, 22.30

Casablanca (USA 1942, R.: Michael Curtiz)

Drehbuch: Julius J. Epstein, Philip G. Epstein, Howard Koch

LV: Murray Burnett, Joan Alison: Everybody comes to Rick’s (Theaterstück)

Gerade hat sich Rick in Casablanca eingerichtet, als seine alte Liebe auf der Flucht vor den Nazis bei ihm auftaucht.

Casablanca ist das Kernstück des Bogart-Kults und ein Pflichttermin für Cineasten.

3sat startet eine kleine Bogart-Filmreihe mit den üblichen Verdächtigen.

Mit Humphrey Bogart, Ingrid Bergman, Paul Henreid, Claude Reins, Conradt Veidt, Sydney Greenstreet, Peter Lorre, Curt Bois

3sat zur Bogart-Filmreihe

 

25. Dezember

3sat, 00.10

Tote schlafen fest (USA 1946, R.: Howard Hawks)

Drehbuch: William Faulkner, Leigh Brackett, Jules Furthman

LV: Raymond Chandler: The big sleep, 1939 (Der große Schlaf)

Unbestritten – neben „Der Malteser Falke“ – der Klassiker unter den Privatdetektiv-Krimis und eines der Meisterwerke des Film Noir.

Mit Humphrey Bogart, Lauren Bacall, Elisha Cook Jr.

 

26. Dezember

Arte, 22.10

Winnetou darf nicht sterben (F/D 2006, R.: Oliver Schwehm)

Drehbuch: Oliver Schwehm

Doku über den einzig wahren Winnetou-Darsteller Pierre Brice. Danach gibt es die Karl May-Verfilmung „Der Schatz im Silbersee“.

Wiederholung: Montag, 7. Januar 2008, 05.00 Uhr (Taggenau!)

Arte zum Themenabend „Perre Brice, man nannte ihn Winnetou“


TV-Tipp für den 21. Dezember

Dezember 20, 2007

3sat, 20.15

Rangoon – Im Herzen der Hölle (USA 1995, R.: John Boorman)

Drehbuch: Alex Lasker, Bill Rubenstein

Nach der Ermordung von ihrem Mann und ihrem Kind versucht Laura Bowman in Rangoon, Myanmar (Birma), bei ihrer Schwester das Trauma zu verarbeiten. Schnell gerät sie, weil sie in dem totalitären Staat für die Demokratiebewegung ist, in politische Wirren.

Leider immer noch aktuelles, geradliniges Politdrama von John Boorman, der hier nicht an seine besten Werke anknüpfen kann, aber 1995 von der Kritik viel zu schlecht behandelt wurde. Deshalb: ein unterschätzter Film.

Eine der wenigen positiven Stimmen zum Kinostart: „Befreiungskampf und Bewusstwerdung, politische und private Katastrophe in einem gelungenen Abenteuerfilm und Politthriller, wie man ihn von John Boorman erwartet; spannend und mit Bildern, die überzeugen.“ (Fischer Film Almanach 1996)

Mit Patricia Arquette, U Aung Ko, Frances McDormand, Spaulding Grey

3sat über den Film


TV-Tipp für den 20. Dezember

Dezember 20, 2007

Sat.1, 20.15

Deadline – Jede Sekunde zählt: Ultimatum (D 2007, R.: Florian Kern)

Drehbuch: Jonas Winner

Heute muss Kommissar Matthias Berg wieder mit einem Geiselnehmer verhandeln. Max Dressler nimmt seine Ex und ihr Kind als Geisel. Er fordert, dass Berg ihm in einer Stunde den Mörder seiner Freundin übergibt.

Die Meldung zur Serie: Nachdem für Sat.1 die Quotenentwicklung irgendwo zwischen unbefriedigender Stagnation und Abwärtstrend war, wurde das Drama jetzt beendet. „Deadline“ wird nach neun Folgen abgesetzt. Ab dem 17. Januar werden „NCIS“-Doppelfolgen gezeigt. Die noch nicht ausgestrahlten vier Folgen sollen zu einem späteren Zeitpunkt gezeigt werden.

Die Meinung zur Serie: Ich habe von den bis jetzt ausgestrahlten fünf Folgen zwei gesehen (bei einer dritten die ersten Minuten) und war jedes Mal nicht sonderlich begeistert.

Die Pilotfolge krankte an einer lächerlichen Geschichte. Ein Geiselnehmer entführt einen Bus. Bei sich hat er einen ganz gewöhnlichen Benzinkanister, gefüllt mit Benzin. Das SEK sagt, es könne nicht schießen, weil das Benzin explodieren könne In diesem Moment war für mich die Folge gestorben. Sogar wenn die Erklärung stimmen würde (Erinnern sie sich an die vielen in die Luft gehenden Tankstellen bei einem Schusswechsel?), ist sie einfach unglaubwürdig. Dass danach die titelgebende „Deadline“ mehrfach verschoben wird, zeigt, dass die Macher genau dem Kernpunkt des Konzeptes nicht vertrauten und deshalb willkürlich Spielregeln ändern.

In der zweiten von mir gesehenen Folge (da kündigt eine Frau in acht Stunden ihren Selbstmord an) läuft das gesamte Team in einem Luxushotel auf. Die Story entwickelt sich geradlinig nach Schema F: sie ist eine tiefkatholische Provinzpomeranze, die in Berlin schwanger wurde und jetzt zuerst ihren Liebhaber, der nichts von dem Kind wissen will, und dann sich umbringen will. Das ganze hatte einige nette Momente, aber:

Schon wieder wird Matthias Berg in seiner Freizeit angerufen. Schon wieder muss er seine Tochter sitzen lassen. – Hey, es ist mir egal, was der Kommissar in seiner Freizeit tut. Ich will ihn bei der Arbeit sehen.

Die Charaktere haben immer Zeit, in Gedanken versunken in die Gegend zu starren oder bedächtig eine Tasse Kaffee zu schlürfen. Die Dynamik dieser Szenen tendiert gegen Null und bringt auch nicht die Geschichte voran.

Die Charaktere stehen oder, noch öfter, sitzen irgendwo herum und warten, dass etwas passiert. Auch das hat null Dynamik. In Ami-Serien sind die Charaktere dagegen ständig unterwegs. Kein Wunder, sie haben auch keine Zeit. Denn sie sind gerade damit beschäftigt einige Verbrecher zu fangen. – Sie glauben mir nicht? Dann vergleichen Sie die Standfotos von „Deadline“ mit denen von „NCIS“. Nach den Fotos bin ich auf „Deadline“ nicht neugierig, aber „NCIS“ sieht ansprechend aus; – und das sage ich als Nicht-Fan von „NCIS“.

Etliche Szenen sind nicht in der Story, sondern in dem Wunsch nach einem Effekt begründet (Berg knallt der Empfangsdame seine Kreditkarte auf den Tisch und mietet den Veranstaltungssaal.). Dagegen werden sich aus der Story ergebende Spannungsmomente nicht genutzt (Die Selbstmörderin ist in einem Hotelzimmer. Die Polizei vor einer Tür. Die Tür geht auf und ein Zimmermädchen verlässt das Zimmer.).

Und damit sind wir beim alles entscheidenden Punkt: dem Drehbuch. Denn „Deadline“ zeigt wie andere deutsche Serien, dass es nicht am Budget (der Look ist okay), nicht an den Schauspielern (seht euch deren Ausbildung an) und nicht am Verhältnis von Innen- zu Außenaufnahmen (auch „CSI“ wird hauptsächlich im Studio gedreht) liegt, sondern am Drehbuch. Wenn das Drehbuch gut ist, dann – das ist meine Überzeugung – funktioniert auch der Rest.

Mit Heio von Stetten (Matthias Berg), Sonsee Neu (Nina Ritter), Oliver Boysen (Birger Neuhaus), Daniel Zillmann (Schmidt), Katharina Thalbach (Franziska Friedmann)

Wiederholung:

Dienstag, 25. Dezember, 04.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise:

Sat.1 zur Serie

DWDL zum Ende von „Deadline“


Neu im Kino: 1 Mord für 2

Dezember 20, 2007

1 Mord für 2 (GB/USA 2007, Regie: Kenneth Branagh, Drehbuch: Harold Pinter)

Der erfolgreiche Krimiautor Andrew Wyke (Michael Caine) lädt den jungen Liebhaber seiner Frau, Milo Tindle (Jude Law), zu einem offenen Gespräch in seine Villa ein. Schnell entspinnt sich zwischen den beiden Männern ein tödliches Spiel.

Im Original heißt der Film „Sleuth“ und ist eine Verfilmung des erfolgreichen Zwei-Personen-Theaterstücks „Revanche“ von Anthony Shaffer, das bereits erfolgreich als „Mord mit kleinen Fehlern“ unter der Regie von Joseph L. Mankiewicz nach einem Drehbuch von Shaffer mit Sir Laurence Olivier und Michael Caine (damals in der Rolle des jungen Liebhabers) verfilmt wurde. Nach übereinstimmender Meinung kann das Remake nicht mit dem wesentlich längeren Original mithalten.

In der „Tageszeitung“ sagte Michael Caine zum Remake:

Als Jude Law mir die Rolle bei einem Abendessen anbot, war ich erst noch skeptisch, aber schon als er anfügte, dass Pinter das Drehbuch geschrieben hatte, war für mich alles klar. Jude wusste, dass Pinter den Film von 1972 nie gesehen hatte. Er kannte nur Shaffers Drama, das er radikal umschrieb. Ich selbst habe den alten „Sleuth“ seit 30 Jahren nicht mehr gesehen. Es gab in unserer Version also keinerlei Verweise auf das Original, es war daher kein Remake, sondern etwas völlig anderes. Die Figur, die ich spiele, ist so weit weg von dem, was Larry Olivier damals gespielt hat.

 (Auch für „1 Mord für 2“ gibt es keine deutsche Filmhomepage.)

 

Weitere Informationen:

Englische Homepage zum Film (mit einem  Aufnahmen von den Dreharbeiten)

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über den Film


TV-Tipp für den 19. Dezember

Dezember 19, 2007

ZDF, 23.30

Die lange Rolf-Schimpf-Nacht (5 „Der Alte“-Folgen)

Am Freitag löst Kommissar Leo Kress seinen zweihunderzweiundzwanzigsten und letzten Fall. Den Ruhestand hat sich „Der Alte“ schon lange verdient. Denn Kress-Darsteller Rolf Schimpf hat mit 83 Jahren die Pensionsgrenze für Polizisten schon lange überschritten. Der Abschied eines Schauspielers bedeutet aber nicht das Ende der Serie. Denn das ZDF hat schon einen neuen „Alten“ gefunden. Walter Kreye, geboren 18. Juli 1942, übernimmt die Rolle mit jugendlichem Elan.

Bis dahin zelebriert das ZDF den Abschied von Leo Kress. Heute gibt es 5 alte „Der Alte“-Folgen:

Sein erster Fall (D 1986, R: Günter Gräwert, B: Tobias Bertram)

Kein gutes Ende (D 1988, R: Eberhard Itzenplitz, B: Volker Vogeler)

Ausgestiegen (D 1989, R: Günter Gräwert, B: Christa-Maria Bandmann)

So gut wie tot (D 1990, R: Alfred Weidenmann, B: Volker Vogeler)

Der Anschlag (D 1991, R: Zbynek Brynych, B: Volker Vogeler)

Am Freitag gibt es nach der Abschiedsvorstellung „Jakob“ ab 00.50 Uhr eine weitere Nacht mit alten „Der Alte“-Fällen:

Liebe und Tod (D 1991, R: Helmuth Ashley, B: Volker Vogeler)

Der dritte Versuch (D 1992, R: Zbynek Brynych, B: Volker Vogeler)

Anstiftung zum Mord (D 1993, R: Helmuth Ashley, B: Volker Vogeler)

Hochzeit mit dem Tod (D 1997, R: Hans-Jürgen Tögel, B: Volker Vogeler)

Danach wissen wir endlich, ob früher wirklich alles besser war oder einfach nur unsere Erinnerung täuscht.

 

Hinweise

ZDF über „Der Alte“

Die Krimihomepage über „Der Alte“

Fernsehserien.de über „Der Alte“

Deutsches Filmhaus über Volker Vogeler (Drehbuchautor der meisten Folgen)


TV-Tipp für den 18. Dezember

Dezember 18, 2007

ZDF, 22.15

Neues aus der Anstalt

Zum Jahresausklang spendiert das ZDF dem Kabarett von Urban Priol (nett-chaotisch) und Georg Schramm (ätzend-zynisch) dreißig Minuten zusätzliche Sendezeit. Gefüllt wird die Zeit mit hochkarätigen Gästen: Dieter Hildebrandt, Jochen Malmsheimer, Cordula Stratmann, Zärtlichkeiten mit Freunden und Florian Schröder.

Wiederholung: Mittwoch, 19. Dezember, 03.20 Uhr (Taggenau!)

Oder zu jeder Uhrzeit in der ZDF-Mediathek (dort gibt es auch ältere „Neues aus der Anstalt“-Sendungen.

Weitere Informationen zur Sendung


TV-Tipp für den 17. Dezember

Dezember 17, 2007

HR, 00.05

Muxmäuschenstill (D 2004, R.: Marcus Mittermeier)

Drehbuch: Jan Henrik Stahlberg

Mux ist jung. Mux sieht aus wie ein braver Student. Mux hat eine Mission. Er will den Menschen wieder Ideale und Verantwortungsbewusstsein beibringen. Gnadenlos geht er in Berlin gegen Schwarzfahrer, Hundehalter, Graffiti-Sprayer und Schwimmbad-Pinkler vor, bricht Gesetze und wird immer mehr zum Volkshelden.

Die schwarze, mit wenig Geld hergestellte Satire war 2004 mit über 292.000 Besuchern der Überraschungserfolg im Kino.

Der nächste Film des Teams Mittermeier/Stahlberg „Short Cut to Hollywood“ soll 2008 starten.

Mit Jan Henrik Stahlberg, Ritz Roth

Hinweise:

Homepage zum Film „Muxmäuschenstill“

Homepage zum Film „Short Cut to Hollywood“


TV-Tipp für den 16. Dezember

Dezember 16, 2007

SRTL, 22.30

Columbo: Tödliche Trennung (USA 1971, R.: Steven Spielberg)

Drehbuch: Steven Bochco

Ken Franklin und Jim Ferris sind ein erfolgreiches Krimiautorenduo. Als Ferris alleine schreiben will, bringt sein untalentierter Partner ihn um. Sein Alibi ist so gut, dass Lieutenant Columbo ermitteln muss.

Spielberg drehte nachher einige Filme, die sich fest in der Top-10 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten behaupten, und ist gerade mit einem neuen Indiana Jones-Film beschäftigt.

Bochco erfand einige bahnbrechende TV-Serien, wie „Polizeirevier Hill Street“. Sein erstes Columbo-Drehbuch wurde für den Emmy und den Edgar nominiert.

Mit Peter Falk, Jack Cassidy, Rosemary Forsyth, Martin Milner, Barbara Colby


TV-Tipp für den 15. Dezember

Dezember 14, 2007

3sat, 15.30

Buffalo Bill und die Indianer (USA 1976, R.: Robert Altman)

Drehbuch: Alan Rudolph, Robert Altman

LV: Arthur Kopit: Indians, 1969 (Indianer, Theaterstück)

1880: Die Wildwest-Show von Buffalo Bill läuft nicht mehr. Deshalb holt Buffalo Bill den Sioux-Häuptling Sitting Bull ins Boot. Doch der Indianer ist an historischer Wahrheit und nicht an blinder Heldenverehrung für Buffalo Bill interessiert.

Altman demontiert in seinem, im Fernsehen lange nicht mehr gezeigten, Western den Nationalmythos von der heroischen Erschließung des Wilden Westens als eine eitle Lüge.

„Hätte er für ‚Buffalo Bill’ eine andere Form gefunden als die einer überquellenden Fülle von Genrebildern, die zu oft an die historischen Western-Maler erinnert, hätte er auf allzu bequeme Wiederholungen ähnlicher kabarettistischer Einfälle verzichtet und eine so konzentrierte Erzählstruktur entwickelt wie bei ‚Nashville’, so hätte dieser Film sein vielleicht wichtigster überhaupt werden können und weit mehr als ‚nur’ sarkastisch, kluges und krudes Kabarett.“ (Hans Günther Pflaum in „Robert Altman“, Hanser Reihe Film 25)

„Buffalo Bill ist der erste Western, der bei einem A-Festival einen 1. Preis gewann (Goldener Bär der Berlinale 1976). Kommerziell war der Film ein katastrophaler Misserfolg.“ (Joe Hembus: Das Western-Lexikon) Schließlich waren die Amis damals gerade mit ihren Zweihundert-Jahr-Feiern beschäftigt.

Mit Paul Newman, Burt Lancaster, Joel Grey, Kevin McCarthy, Harvey Keitel, Geraldine Chaplin, Shelley Duvall, E. L. Doctorow, Arthur Kopit

Hinweise:

3sat zum Film

Don Shewey: Arthur Kopit – A life on Broadway

Harvard University Gazette: Arthur Kopit besucht seine alte Universität

Senses of Cinema: Robert T. Self über Robert Altman (2004)

Cinefile: Doku über Robert Altman (mehrteilig)

Charlie Rose spricht mit Robert Altman

 

Zusätzlicher Altman-Filmtipp:

SRTL, 22.15

Popeye – Der Seemann mit dem harten Schlag (USA 1980, R.: Robert Altman)

Drehbuch: Jules Feiffer

LV: E.C. Segar (Comics)

Noch ein selten gezeigter Altman-Film: die misslungene Auftragsarbeit ist das Kinodebüt von Robin Williams.


TV-Tipp für den 14. Dezember

Dezember 14, 2007

Tele 5, 22.05

Shining (GB 1980, R.: Stanley Kubrick)

Drehbuch: Stanley Kubrick, Diane Johnson

LV: Stephen King: The Shining, 1977 (Shining)

Jack Nicholson läuft axtschwingend durch ein einsames Hotel – und wir können eine der besten Stephen King-Verfilmungen (auch wenn der Grandmaster mit Kubricks Version nicht zufrieden war und ihm eine Jahre später gedrehte, inzwischen vergessene TV-Fassung besser gefiel) genießen.

„Der Horrorfilm schlechthin.“ (Der Spiegel)

Mit Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd, Scatman Crothers, Barry Nelson

Wiederholung:

Sonntag, 16. Dezember, 00.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise:

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings sechzigstem Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)


Neu im Kino: Todeszug nach Yuma, Hitman, Rubljovka

Dezember 13, 2007

Todeszug nach Yuma (USA 2007, R: James Mangold, B: Halsted Welles, Michael Brandt, Derek Haas)

Kein Krimi. Aber der, auch hier mehrfach erwähnte, Western „Todeszug nach Yuma“ ist für Krimifans der Film der Woche, weil die Vorlage von Elmore Leonard stammt. 1953 erschien in „Dime Western“ seine Kurzgeschichte „Three-Ten to Yuma“. Vier Jahre später wurde sie von Delmer Daves mit Glenn Ford und Van Heflin als „Zähl bis drei und bete“ erfolgreich verfilmt. Auch das Remake „Todeszug nach Yuma“ von James Mangold mit Russell Crowe und Christian Bale hält sich an die Idee von Leonards Kurzgeschichte: ein normaler Mensch will einen legendären, verhafteten Verbrecher zu einem Zug bringen. Die Freunde des Gangsters wollen das verhindern. Der Normalo steht vor der Frage, ob er als Held sterben oder den Gangster laufen lassen soll.

Während sich die Geschichte von Leonard und „Zähl bis drei und bete“ auf das Psychoduell zwischen Gangster und Normalo (bei Leonard ein Deputy, bei Daves ein Farmer) in dem Hotelzimmer in Contention und dem kurzen Fußweg zum Bahnhof konzentriert, baut Mangold dieses Duell zweier verschiedener Charaktere zu einer mehrtätigen Reise aus, führt auch den Sohn des Farmers in die Geschichte ein und bretzelt sie mit Schießereien auf.

Dennoch sind sich alle einig: ein guter Western zur wieder aktuellen Frage, ob ein Heldentod ein sinnvoller Tod ist.

Leonards Kurzgeschichte „Three-Ten to Yuma“ kann unter anderem in „The Tonto Woman and other Western Stories“ und „The complete Western Stories of Elmore Leonard“ nachgelesen werden. 

Deutsche Homepage zum Film (scheint einfach eine Übersetzung der amerikanischen Homepage zu sein)

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über den Film

Homepage von Elmore Leonard

Elmore Leonard in der Kriminalakte (mit weiterführenden Hinweisen)

 

Hitman – Jeder stirbt alleine (F/USA 2007, R: Xavier Gens, B: Skip Woods)

Timothy Olyphant, der Bösewicht aus „Stirb langsam 4.0“ spielt in „Hitman“ den Guten. Er ist ein Killer, der in ein unüberschaubares Komplott gerät und vor allem bleihaltige Argumente akzeptiert und bevorzugt letale Argumente austeilt. „Hitman“ ist die Verfilmung eines Computerspiels – und hält das vergessenswerte Niveau der anderen Computerspiel-Verfilmungen. Obwohl die zahlenden Besucher – sie bekommen wofür sie zahlen – sogar relativ zufrieden sind. 

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Rubljovka – Straße der Glückseligkeit (D/Russland 2007, R/B: Irene Langemann)

Doku über die Moskauer Oberschicht und damit die ideale Ergänzung zum neuen Arkadi Renko-Roman „Stalins Geist“ von Martin Cruz Smith. 

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TV-Tipp für den 13. Dezember

Dezember 13, 2007

Das Vierte, 20.15

Der Coup (F/I 1971, R.: Henri Verneuil)

Drehbuch: Henry Verneuil, Vahé Katcha

LV: David Goodis: The Burglar, 1953

Azad und seine Gang stehlen eine millionenschwere Smaragdsammlung. Weil ihr Fluchtschiff einen Motorschaden hat, müssen sie einige Tage in Athen verbringen. Kommissar Zacharia nimmt ihre Fährte auf. Er will die Beute für sich selbst haben.

Belmondo-Vehikel, das wahrscheinlich kaum etwas mit dem Roman zu tun hat, aber mit einigen hübschen Szenen (besonders beim Essen), etwas Aktion und Touristen-Aufnahmen von Athen ganz nett unterhält.

Mit Jean-Paul Belmondo, Omar Sharif, Robert Hossein, Renato Salvatori, Dyan Cannon