
Berlin, Moabit, Nähe U-Bahnhof Turmstraße: hier wird eine Tram gebaut. Danach geht’s schneller zum Hauptbahnhof.

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Auf die Idee für seinen Donnerstagsmordclub kam Richard Osman, als er seine in einem Altersheim lebende Mutter besuchte. Die Seniorenresidenz erinnerte ihn an das Setting eines Agatha-Christie-Romans. Die Ermittler könnten, so dachte er sich, Bewohner des Hauses sein. Sie wären alle über siebzig Jahre, körperlich nicht mehr so fit, aber geistig noch sehr rege. Ihre unterschiedlichen Lebenserfahrungen würden bei der Aufklärung des Falles hilfreich sein. Und sie würden den Mord vor ihrer Haustür lösen wollen.
Mit dieser Idee setzte Richard Osman, der bis dahin im Fernsehen als Autor, Moderator, Produzent und Gastgeber der BBC-Quizshow „Pointless“ arbeitete, an den Schreibtisch. Er schrieb „Der Donnerstagmordclub“. Der Cozy war bei der Kritik und den Lesern ein sofortiger Erfolg. In seiner Heimat wurde sein Debütkrimi innerhalb von drei Monaten zum meistgekauften UK-Roman. Sein ein Jahr später erschienener Folgekrimi „Der Mann, der zweimal starb“ setzte die Erfolgsgeschichte fort. Jedenfalls bei den Lesern. Insgesamt wurden von beiden Romanen innerhalb von zwei Jahren weltweit fast sieben Millionen Exemplare verkauft. Außerdem waren die beiden humorvollen Kriminalromane für etliche wichtige Krimipreise, wie den Edgar, den Anthony, den Lefty und den International Thriller Award, nominiert.
Die Filmrechte gingen an Steven Spielbergs Amblin Entertainment. Die Dreharbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen. Mehr konnte Richard Osman, der am Dienstag bei schönen Sommerwetter im Garten des Ullstein Verlags seine Donnerstagsmordclub-Bücher vorstellte, nicht verraten.
Aber er konnte verraten, dass es mit dem Donnerstagsmordclub weitergeht. Im Original erscheint „The Bullet that missed“ Mitte September. Die deutsche Übersetzung folgt einige Monate später.

Richard Osman: Der Donnerstagsmordclub
(übersetzt von Sabine Roth)
List, 2021
464 Seiten
15,99 Euro
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Originalausgabe
The Thursday Murder Club
Viking, 2020
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Richard Osman: Der Mann, der zweimal starb
(übersetzt von Sabine Roth)
List, 2022
448 Seiten
16,99 Euro
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Originalausgabe
The Man who died twice
Viking, 2021
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Hinweise
Wikipedia über Richard Osman (deutsch, englisch)
Bookmarks über Richard Osmans ersten und zweiten Kriminalroman

Don Winslow im Maschinenhaus der Kulturbrauerei, Berlin, 26. Mai 2022 (Foto: Axel Bussmer)
Donnerstagabend in Berlin: Thrillerautor Don Winslow liest im gut gefüllten Maschinenhaus der Kulturbrauerei aus seinem neuen Roman „City on Fire“ und spricht über das Buch und seine Entstehung. Eine schöne, kurzweilige und informative Lesung, bei der Dietmar Wunder sehr gelungen den deutschen Teil der Lesung bestritt.
Danach durfte ich ihn fotografieren. (Es gibt noch weitere Fotobeweise.)
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Don Winslow: City on Fire
(übersetzt von Conny Lösch)
HarperCollins, 2022
400 Seiten
22 Euro
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Originalausgabe
City on Fire
William Morrow, New York, 2022
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Hinweise
Don Winslow twittert ziemlich oft
Meine Besprechung von Don Winslows “London Undercover” (A cool Breeze on the Underground, 1991)
Meine Besprechung von Don Winslows “China Girl” (The Trail to Buddha’s Mirror, 1992)
Meine Besprechung von Don Winslows „Palm Desert“ (While Drowning in the Desert, 1996)
Meine Besprechung von Don Winslows „Pacific Private“ (The Dawn Patrol, 2008)
Meine Besprechung von Don Winslows „Bobby Z“ (The Death and Life of Bobby Z, 1997)
Meine Besprechung von Don Winslows „Satori“ (Satori, 2011)
Mein Interview mit Don Winslow zu “Satori” (Satori, 2011)
Meine Besprechung von Don Winslows “Savages – Zeit des Zorns” (Savages, 2010)
Meine Besprechung von Don Winslows “Kings of Cool” (The Kings of Cool, 2012)
Meine Besprechung von Don Winslows „Vergeltung“ (Vengeance, noch nicht erschienen)
Meine Besprechung von Don Winslows „Missing. New York“ (Missing. New York, noch nicht erschienen)
Meine Besprechung von Oliver Stones Don-Winslow-Verfilmung „Savages“ (Savages, USA 2012)
Meine Besprechung von Don Winslows „Das Kartell“ (The Cartel, 2015)
Meine Besprechung von Don Winslows „Germany“ (Germany, 2016 – noch nicht erschienen)
Meine Besprechung von Don Winslows „Broken – Sechs Geschichten“ (Broken, 2020)
Mein Hinweis auf Don Winslows „Jahre des Jägers“ (The Border, 2019)

Und weiter geht’s mit Nordmännern, einer Romantic-Adventure-Autorin, einem Katzenzeichner und einer Nachtschicht in einem Krankenhaus.