Kleinkram für den Sonntag

Juni 6, 2009

Schon seit einigen Tagen ist die Juni-Ausgabe von The Big Thrill online mit Interviews mit Gregg Hurwitz, James Rollins, Eric Van Lustbader (ein weiterer Bourne-Roman), Jeffrey J. Mariotte, Lisa Unger, Paul Kemprecos (Co-Autor von Clive Cussler), David Baldacci und einigen weiteren Autoren.

Joe R. Lansdale ist unter die Blogger gegangen.

Horst Eckert beantwortet auf der Krimi-Couch einige Fragen (und vertieft einige meiner Fragen).

Sarah Weinman redet mit Chuck Hogan (der „The Strain“ zusammen mit Guillermo del Toro geschrieben hat) und porträtiert Lawrence Block, nachdem sie zuerst sein neuestes Buch „Step by Step“ (irgendwie seine Memoiren) gelesen und mit ihm gesprochen hat.

Es sind wieder einige Drehbücher online, teils verfilmt, teils noch (?) nicht:

Neal Purvis/Robert Wade: Casino Royale (13. Dezember 2005, überarbeitet von Paul Haggis – Anmeldung bei Scribd erforderlich.)

Scott Smith: The Ruins (19. Januar 2007, Yep, die Verfilmung des gleichnamigen Romans „The Ruins“/“Dickicht“)

Joel & Ethan Coen: A serious man (4. Juni 2007)

Eine Fundgrube für „Columbo“-Fans.


Ist schon etwas älter, aber immer noch online und verdammt cool. Jedenfalls wenn Sie zu den wenigen Fans von „Dexter“ gehören. „Getting away with murder“ ist eine Reihe von Kurzfilmen, über den noch bei seiner Mutter lebenden Profikiller Seth Silver. Das ganze ist over the Top mit swingenden Latinklängen, Voiceover, alltäglich-absurden Dialogen und natürlich vollkommen unmoralisch.

Weil demnächst Ken Bruens erster Jack-Taylor-Roman „The Guard“ (übersetzt von Harry Rowohlt!!!) als „Jack Taylor fliegt raus“ (Ja, der Originaltitel ist besser, aber wenn wir es als Hommage an „Jack Carters Heimkehr“ akzeptieren, ist’s okay) erscheint, weil es anscheinend in jedem seiner Romane um die Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen durch die katholische Kirche geht, weil es auch in Deutschland eine Kommission gibt, die sich um das Unrecht gegenüber den Heiminsassen kümmert (amtlich „Runder Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“ mit Antje Vollmer als Vorsitzenden) und weil zwar über den Abschlussbericht der „Commission to Inquire into Child Abuse“ in den deutschen Medien berichtet wurde, aber mit permanenter Bosheit der Link zu dem Bericht fehlte, gibt es ihn hier.

Das Teil hat 2500 Seiten. Wenn Sie die Tage noch nichts vorhaben….

Fein recherchiert!

Überraschung!

Das sieht nach einer grandiosen Serie aus:

Leider hab ich nur das Spin-Off gesehen.


Die Dagger-Nominierungen 2009 – Teil 1

Juni 6, 2009

Die British Crime Writers’ Association hat die erste Shortlist für den diesjährigen Dagger veröffentlicht. Denn: “This year the Daggers are being announced in two stages, and the shortlists announced now are for the International, Short Story, Library, and Debut Daggers. The winners will be announced at a drinks reception held at the Tiger Tiger nightspot in London on the evening of July 15. At that event, the shortlists will also be announced for the Gold, John Creasey (New Blood) and Ian Fleming Steel Daggers. The winners in this second group will be announced in the autumn.”

Hier sind die ersten Nominierten

The CWA International Dagger

(“For crime, thriller, suspense or spy fiction novels which have been translated into English from their original language, for UK publication.”)

Shadow, von Karin Alvtegen

The Arctic Chill, von Arnaldur Indriðaso

The Girl Who Played with Fire, von Stieg Larsson

The Redeemer, von Jo Nesbø

Echoes from the Dead, von Johan Theorin

The Chalk Circle Man, von Fred Vargas

The CWA Short Story Dagger

Speaking of Lust, von Lawrence Block (aus „Speaking of Lust“)

One Serving of Bad Luck, von Sean Chercover (aus „Killer Year“, herausgegeben von Lee Child)

Cougar, von Laura Lippman (aus „Two of the Deadliest“, herausgegeben von Elizabeth George)

The Price of Love, von Peter Robinson (aus „The Blue Religion“, herausgegeben von Michael Connelly)

Served Cold, von Zoë Sharp (aus „The Mammoth Book of Best British Crime“, herausgegeben von Maxim Jakubowski)

Mother’s Milk, von Chris Simms (aus „The Mammoth Book of Best British Crime“, herausgegeben von Maxim Jakubowski)

The CWA Dagger in the Library

(Awarded for an author’s full body of work, not an individual book.)

Simon Beckett

Colin Cotterill

R.J. Ellory

Ariana Franklin

Peter James

Michael Robotham

The CWA Debut Dagger

A View from the Clock Tower, von Frank Burkett (Australia)

My First Big Book of Murder, von Aoife Clifford (Australia)

Backdrop, von C.J. Harper (USA)

The Land of Sun and Fun, von Madeleine Harris-Callway (Canada)

Sex, Death, and Chocolate, von Renata Hill (Canada)

The Sirius Patrol, von Mick Laing (UK)

Forgotten Treasures, von Susan Lindgren (USA)

The Pathologist, von Catherine O’Keefe (Canada)

Paterfamilias, von Danielle Ramsay (UK)

A Vine Time for Trouble, von Germaine Stafford (Italy)

Idiot Wind, von Martin Ungless (UK)

Murder at the Séance, von Alan Wright (UK)

(Dank an The Rap Sheet für die Infos.)

Nachtrag: Falls ich es noch nicht erwähnt habe:

der diesjährige CWA Cartier Diamond Dagger geht an Andrew Taylor.


Arthur-Ellis-Preis 2009 vergeben

Juni 6, 2009

Die Crime Writers of Canada haben den diesjährigen Arthur-Ellis-Preis vergeben:

Best Novel

Too Close to Home, von Linwood Barclay

Nominiert

The K Handshape, von Maureen Jennings

Transgression, von James W. Nichol

The Murder Stone, von Louise Penny

The Tsunami File, von Michael E. Rose

Best First Novel

Buffalo Jump, von Howard Shrier

Nominiert

Iced Under, von Nadine Doolittle

Talking to Wendigo, von John C. Goodman

Headline: Murder, von April Lindgren

Margarita Nights, von Phyllis Smallman

Best Juvenile Novel

War Brothers, von Sharon E. McKay

Nominiert

Res Judicata, von Vicki Grant

Getting the Girl, von Susan Juby

Royal Murder, von Elizabeth MacLeod

Dead Silence, von Norah McClintock

Best Crime Writing in French

Le Chemin des brumes, von Jacques Côté

Nominiert

Le Poids des illusions, von Maxime Houde

La Tendresse du serpent, von Andre Jacques

L’Homme qui détestait le golf, von Sylvain Meunier

Meurtre au Soleil, von Antoine Yaccarini

Best Short Story

Filmsong, von Pasha Malla (aus „Toronto Noir“, herausgegeben von Janine Armin und Nathaniel G. Moore)

Nominiert

Clay Pillows, von James Powell (aus „Ellery Queen Mystery Magazine“ [EQMM], Juni 2008)

Walking the Dog, von Peter Robinson (aus „Toronto Noir“)

An Ill Wind, von Amelia Symington (aus EQMM, September/Oktober 2008)

Thinking Inside the Box, von Kris Wood (aus „Going Out with a Bang“, herausgegeben von Linda Wiken)

Best Non-fiction

Mafiaboy: How I Cracked the Internet and Why It’s Still Broken, von Michael Calce and Craig Silverman

Nominiert

The Secret Lives of Saints: Child Brides and Lost Boys in Canada’s Polygamous Mormon Sect, von Daphne Bramham

The Girl in Saskatoon: A Meditation on Friendship, Memory, and Murder, von Sharon Butala

Befriend and Betray: Infiltrating the Hells Angels, Bandidos, and Other Criminal Brotherhoods, von Alex Caine

Dark Days: The Story of Four Canadians Tortured in the Name of Fighting Terror, von Kerry Pither

Best Unpublished Novel

Louder, von Douglas A. Moles

Nominiert

This Cage of Bones, von Pam Barnsley

Cheat the Hangman, von Gloria Ferris

Salvage, von Stephen Maher

Condemned, von Kevin Thornton

(Dank an The Rap Sheet für die Infos.)


R. i. P. Koko Taylor, David Carradine

Juni 5, 2009

Was für ein Tag

R. i. P. Koko Taylor (28. September 1928 – 3. Juni 2009)


Die „Königin des Chicago Blues“ ist tot.

Nachrufe gibt es bei Spiegel Online, Telegraph, Rolling Stone, Los Angeles Times, Chicago Tribune und New York Time.

R. i. P. David Carradine (8. September 1936 – 3. Juni 2009)

Der vor allem für seine Action-Rollen bekannte Schauspieler (mal als Guter, aber öfter als Böser) wurde tot in einem Hotelzimmer in Bangkok gefunden. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die TV-Serien „Kung Fu“ und „Fackeln im Sturm“ und die Spielfilme „Frankensteins Todesrennen/Death Race 2000“, „Cannonball“ (mein gestriger Tagestipp), „Dieses Land ist mein Land“ (als Woody Guthrie), „Long Riders“, „Ein Vogel auf dem Drahtseil“ und zuletzt natürlich „Kill Bill“.

Nachrufe gibt es bei Spiegel Online, Süddeutsche Zeitung, Die Welt, TelegraphLos Angeles Times und New York Times.


Kleinkram: Lesungen, Filme und T-Shirts

Mai 31, 2009

Sebastian Fitzek stellt am kommenden Donnerstag, den 4. Juni, um 20.00 Uhr in der Klinik Oskar-Helene-Heim, Hörsaal (ist ausgeschildert, Clayallee 229, Berlin), seinen neuen Thriller „Splitter“ vor.

Eintritt ist null Euro, aber bei Fitzek muss man danach mit allem rechnen.

In „Splitter“ hat Marc Lucas einen Autounfall verschuldet. Seine schwangere Frau starb dabei und er macht sich Vorwürfe. Da erfährt er von einem psychiatrischen Experiment, das ihn von seinen quälenden Erinnerungen befreien könnte. Er nimmt daran teil – und jetzt wird sein Leben zu einem wirklichen Alptraum.

(Hoffentlich entpuppt sich die Geschichte am Ende nicht als Traum.)

Bei seinem Verlag Droemer gibt es auch einen Podcast mit Ausschnitten aus dem Roman und einem kurzen Interview mit Sebasitan Fitzek.

Jürgen Schreiber stellt am Mittwoch, den 3. Juni, um 19.30 Uhr zusammen mit Marianne Birthler sein Buch „Die Stasi lebt“ im Informationszentrum der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Mauerstraße 38, Berlin vor.

Schreiber erhielt zweimal den Wächter-Preis der deutschen Presse. In „Die Stasi lebt“ (Knaur) sind einige seiner Zeitungsreportagen über die Stasi damals und heute versammelt.

Der Verlag schreibt zum Buch:

In „Die Stasi lebt“ berichtet der Experte Jürgen Schreiber von den perfiden Aktionen des Ministeriums für Staatssicherheit. Mielkes Schattenarmee umfasste zuletzt 91000 hauptamtliche Mitarbeiter, der geheimpolizeilich und nachrichtendienstlich die innere und äußere Sicherheit der DDR garantieren sollte. Das wichtigste Instrument waren dabei die Inoffiziellen Mitarbeiter, von denen es zuletzt in der DDR 174.000 und in der Bundesrepublik 3.000 gab. Mit dem Fall der Mauer ist das Kapitel Stasi noch lange nicht abgeschlossen. Die Täter von einst leben noch immer unter uns. Frühere Stasi-Leute organisieren sich in Vereinen, betreiben höchst selbstgerecht Internetseiten, schmähen öffentlich ihre Opfer und wollen sich „ihre“ DDR nicht nehmen lassen.

Nachdem jetzt bekannt wurde, dass Karl-Heinz Kurras, der 1967 Benno Ohnesorg erschoss, jahrelang für die Stasi arbeitete und damit die Debatte über den Einfluss der Stasi auf die Bundesrepublik begann, dürften viele sich für die Lesung interessieren.

Keine Lust mehr auf einfarbige T-Shirts? Wie wär’s damit?

Bei Collider gibt es einige Ausschnitte aus Tony Scotts John-Godey-Verfilmung „The Taking of Pelham 123“. Sieht vielversprechend aus. Bei uns startet der Film am 23. Juli.

Brain Helgeland (L. A. Confidential, Mystic River) schrieb das Drehbuch.

Dort wird auch gemeldet, dass es einen weiteren „Alien“-Film geben soll. Ganz im Trend der Zeit ist es natürlich ein Prequel. Erfahren wir jetzt also, wie der „Alien“ zum Alien wurde?


KrimiWelt-Bestenliste Juni 2009

Mai 30, 2009

Die Bestenliste der KrimiWelt für den Sommermonat Juni sieht so aus:

1          (-)        Fred Vargas: Der verbotene Ort

2          (-)        Leif GW Persson: Sühne

3          (-)        Don Winslow: Pacific Private

4          (-)        Nick Stone: Der Totenmeister

5          (1)       Roger Smith: Kap der Finsternis

6          (-)        Thomas Ross: Der Tod des Kandidaten

7          (9)       Robert Hültner: Inspektor Kajetan kehrt zurück

8          (-)        Stefan Slupetzky: Lemmings Zorn

9          (-)        William Gay: Nächtliche Vorkommnisse

10       (5)       Oliver Bottini: Jäger in der Nacht

Ja, richtig. Nur drei Krimis von der Mai-Liste haben’s in den Juni geschafft und, nachdem die letzte Bestenliste mit sechs deutschen Krimis doch übertrieben deutschlastig war, sind jetzt nur noch drei Deutsche dabei und, bis auf Fred Vargas, ist es eine reine Jungenliste. Ob das die Rache der Kritiker für den Glauser ist?

Hmhm.

Jedenfalls bin ich gerade beim Roger-Smith-Lesen. Ist bis jetzt ganz okay. Don Winslow, Nick Stone (Über 600 Seiten!), Thomas Ross und Robert Hültner liegen auf meinem Zu-Lesen-Stapel, neben Jack Ketchum, Garry Disher (Uh, warum ist der noch nicht auf der Liste?), Greg Rucka, Alex Berenson C. J. Box und Jason Starr, um nur einige zu nennen.

Rausgeflogen sind Jörg Juretzka (Alles total groovy hier), John Farrow (Eishauch), Monika Geier (Die Herzen aller Mädchen), Gianrico Carofiglio (Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land), Uta-Maria Heim (Wespennest), Richard Stark (Keiner rennt für immer) und Jan Costin Wagner (Im Winter der Löwe).


Fundstücke

Mai 29, 2009

Nicht immer sind die Autoren mit den Verfilmungen ihrer Romane zufrieden. Der A. V. Club hat 13 Beispiele aufgeschrieben. Einige der aufgeführten, hm, Fälle kannte ich schon. Stephen King und „Shining“. Brian Garfield und „Death Wish“.  Clive Cussler und „Sahara“. Und natürlich den krönenden Abschluss der Liste.

Lawrence Block, Elmore Leonard und Donald Westlake fehlen.

Bei Barry Eisler gibt es die Mitschrift eines Gespräches zwischen zwei, in Afghanistan in einer Höhle sitzenden Terroristen.

J. D. Rhoades schreibt über seine Tätigkeit als Juror für den diesjährigen Edgar und gibt Verlegern (und Autoren) einige Hinweise für die erfolgreiche Teilnahme bei Wettbewerben.

Sean Chercover denkt über „Elmore Leonard and Anthony Neil Smith and Adverbs“ nach.

Und hier sind die Schreibregeln von Anthony Neil Smith:

I’m trying to get lost in the story, in the voice, and not distracted by the writer trying to show me what a hot shit genius writer he or she is.  When the voice hooks me, the story can be about anything and I’ll follow right along.


Kleinkram mit/von/über Michael Connelly, Tom Piccirilli, Ken Bruen, John Harvey – und die Schweiz

Mai 27, 2009

Anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Romans „The Scarecrow“ hat Michael Connelly den dreiteiligen Film „Conflict of Interest“ gemacht:

Michael Connelly has always tried to give his readers bonus material with each new novel. Short stories, lost chapters, and visual adaptations. This time we have something new. A short film called „Conflict of Interest,“ which features the exploits of FBI Agent Rachel Walling leading up to the point she enters the story of THE SCARECROW. Don’t worry, there are no spoilers here. The story runs parallel to THE SCARECROW. The case Rachel is working comes very close to the story Jack McEvoy is chasing. Written by Michael Connelly, the film will be available in three parts.


Tom Piccirilli schreibt über die George-V.-Higgins-Verfilmung „The Friends of Eddie Coyle:

In what may be the finest performances of his long and acclaimed career, Robert Mitchum plays small-fish gunrunner Eddie “Fingers” Coyle in director Peter Yates’s film version of George V. Higgins’s brilliant and highly influential crime novel. (…)

Paul Monash’s faithfully adapted script is compelling, convincing, and razor-wire taut. The dialogue is pitch-perfect poetry of the gutters. The location shooting in Boston and environs along with the semi-documentary style to the film lends an already dark and realistic movie even more gritty authenticity. The deceptively simple story shrugs forward step by step in the finest film noir fashion, advancing to an inevitable, gut-wrenching, yet subdued finale. A true cinematic gem, this is one of the best American crime films of the 70s.

Der Anlass? Die DVD-Veröffentlichung in den USA (was natürlich auf eine deutsche Veröffentlichung in naher Zukunft hoffen lässt. Denn im TV ist er schon seit Ewigkeiten nicht mehr gelaufen.).

Darüber dürfte Ken Bruen sich freuen.

John Harvey (er hat gerade seinen hundertsten Roman veröffentlicht) möchte kürzer treten. Nur noch alle zwei Jahre ein Buch und stattdessen…

Die neue Ausgabe von CrimeScene beschäftigt sich mit der Schweiz. Die Ausgaben zu Frankreich und Niederland gibt es hier.


Die Nominierungen für den Anthony Award 2009

Mai 20, 2009

Heute wurden diese Werke für den diesjährigen Anthony Award nominiert:

BEST NOVEL
Trigger City by Sean Chercover [William Morrow]
The Brass Verdict by Michael Connelly [Little, Brown and Company]
Red Knife by William Kent Krueger [Atria]
The Girl With the Dragon Tattoo by Stieg Larsson [Knopf]
The Cruelest Month by Louise Penny [Minotaur]

BEST FIRST NOVEL
Pushing Up Daisies by Rosemary Harris [Minotaur]
Stalking Susan by Julie Kramer [Doubleday]
The Girl With the Dragon Tattoo by Stieg Larsson [Knopf]
Death of a Cozy Writer by G.M. Malliet [Midnight Ink]
Child 44 by Tom Rob Smith [Grand Central]

BEST PAPERBACK ORIGINAL
The First Quarry by Max Allan Collins [Hard Case Crime]
Money Shot by Christa Faust [Hard Case Crime]
State of the Onion by Julie Hyzy [Berkley]
In a Dark Season by Vicki Lane [Dell]
South of Hell by P.J. Parrish [Pocket Star]

BEST SHORT STORY
„The Night Things Changed“ by Dana Cameron from Wolfsbane and  Mistletoe [Ace]
„A Sleep Not Unlike Death“ by Sean Chercover from Hardcore Hardboiled [Kensington]
„Killing Time“ by Jane K. Cleland from Alfred Hitchcock’s Mystery Magazine (November)
„Skull and Cross Examination“ by Toni L. P. Kelner from Ellery Queen’s Mystery Magazine (February)
„Scratch a Woman“ by Laura Lippman from Hardly Knew Her [William Morrow]
„The Secret Lives of Cats“ by Kristine Kathryn Rusch from Ellery Queen’s Mystery Magazine (July)

BEST CRITICAL NONFICTION WORK
African American Mystery Writers: A Historical and Thematic Study by Frankie Y. Bailey [McFarland]
How to Write Killer Historical Mysteries by Kathy Lynn Emerson [Perseverance Press]
Anthony Boucher: A Biobibliography by Jeffrey Marks [McFarland]
The Suspicions of Mr. Whicher: A Shocking Murder and the Undoing of a Great Victorian Detective by Kate Summerscale [Walker & Company]

BEST CHILDREN’S/YA NOVEL
The Crossroads by Chris Grabenstein [Random House]
Paper Towns by John Green [Dutton Juvenile]
Kiss Me, Kill Me by Lauren Henderson [Delacorte]
The Mysterious Benedict Society and the Perilous Journey by Trenton Lee Stewart [Little, Brown]
Sammy Keyes and the Cold Hard Cash by Wendelin Van Draanen [Knopf]

BEST COVER ART
Death Was the Other Woman designed by David Rotstein and written by Linda L. Richards [Minotaur]
Death Will Get You Sober designed by David Rotstein and written by Elizabeth Zelvin [Minotaur]
The Fault Tree designed by David Rotstein and written by Louise Ure [Minotaur]
The Girl With the Dragon Tattoo designed by Peter Mendelsund and written by Stieg Larsson [Knopf]
Money Shot designed by Steve Cooley and written by Christa Faust [Hard Case Crime]

SPECIAL SERVICE AWARD
Jon and Ruth Jordan
Ali Karim
David Montgomery
Gary Warren Niebuhr
Sarah Weinman

Die Gewinner werden am Samstag, den 17. Oktober 2009, auf der Bouchercon in Indianapolis bekannt gegeben.

(Dank an Sarah Weinman für die Infos.)


Kleinkram: „Sherlock Holmes“-Trailer online – und viele Buchempfehlungen

Mai 20, 2009

SHERLOCK HOLMES: Der erste Trailer zur Sherlock-Holmes-Neuinterpretation von Guy Ritchie ist online:

Die-hard-Holmes-Fans dürften an diesem Actionspektakel wenig Freude haben. Für sie erschien vor einigen Tagen das neunstündige Hörbuch „The Adventures of Sherlock Holmes“ (Bertz + Fischer). David Ian Davies liest die erste Sammlung von Holmes-Abenteuern vor. Im Original.

Wer’s lieber übersetzt hat kann sich „Sherlock Holmes Geschichten“ (Diogenes, Neuauflage) oder „Sherlock Holmes Kriminalgeschichten“ (dtv, anscheinend neue Übersetzungen)  schnappen. In beiden Büchern sind mehrere Geschichten mit dem Meisterdetektiv versammelt.

Ich werd mir jetzt den Trailer noch mal ansehen. Nach dem Trailer könnte der Film als Action-Comedy funktionieren.

James Reasoner feiert „The Midnight Room“ von Ed Gorman ab und versteckt in seiner Besprechung diese interessante Betrachtung:

In too many contemporary thrillers, the reader never learns much about the characters beyond what they need to know for the plot. In too much literary fiction, the author provides such an abundance of information about the characters that nothing ever happens; there’s no room for anything else.

John Harvey nennt zwanzig Krimis, die er immer wieder liest. Eine feine Liste.

Der Nerd of Noir ist von Ken Bruens neuem Jack-Taylor-Roman „Sacntuary“ begeistert.


Kleinkram: Interviews mit Andreas Steinhöfel, Elmore Leonard und Harlan Coben, Neuigkeiten zu „Killshot“, Filmbesprechungen von „Das Fenster zum Hof“ und „Gewagtes Alibi“

Mai 18, 2009

Bei Planet Interview beantwortet Jugendkrimibuchautor Andreas Steinhöfel viele Fragen:

Nur aus Konflikten entsteht eine Bewegung, sowohl im Kopf als auch nach außen. Entwicklung findet immer unter Gegensätzen, die aufeinander prallen, statt. Nichts passiert von allein.

Warum er Krimis schreibt:

Mit Kriminalgeschichten hält man Kinder mit am besten bei der Stange. Es ist ein probates Mittel, um Inhalte zu transportieren, sozusagen die ideale Art, Unterhaltung mit Anspruch zu paaren. (…) Wenn am Schluss nur die Unterhaltung für den kindlichen Leser übrig bleibt, ist das in Ordnung für mich. Wenn die sagen: Das war eine spannende Abenteuergeschichte, ein cooler Krimi, super. Aber es sind dann immer welche da, die tiefer sehen, die erkennen, dass Rico nicht der gängige Held aus dem Kinderbuch ist.

Und was er selbst liest:

Wenn ich dann wirklich Zeit zu lesen habe, dann sind es letztendlich immer die Engländer oder Amerikaner, die ich lese. Ich mag, wie sie Unterhaltung mit Anspruch kombinieren. Deutsche Literatur ist mir fast immer zu kopflastig.

Ach, lest das ganze Interview.

In den USA ist Elmore Leonards neuer Roman „Road Dogs“ erschienen.  Bei Amazon.com gibt’s ein Interview. Duane Swierczynski hat ihn getroffen und er hat auch gleich noch ein schon etwas älteres Interview gepostet:

I’m always making it up as I go along. The first 100 pages seem to work, because I’m introducing characters, and we find out what their angle is. But then from 100–and I always think of it that way, in three parts—but from 100 to 200 is when I have to do a little plotting. And I don’t want the plot to be obvious. I want the reader to wonder what’s going to happen and be surprised at what develops. Because now in that second act some of the secondary characters will get into action. And then, of course, the third act, in the past my manuscripts all run around 350-360 pages, around in there. So once I approach page 300, I have to start thinking of the ending. And there are always several different ways you can end it. I choose one that I like and just go for it.

Bleiben wir bei Elmore Leonard. In den USA erscheint die, nach den Kritiken durchaus gelungene, hochkarätig besetzte Leonard-Verfilmung „Killshot“ jetzt Ende Mai direkt auf DVD. Hier eine DVD-Kritik, hier die Besprechung der New York Times:

‘Killshot’’ is a tough, uncompromising picture that has much more in common with the no-hope noirs of the ‘40s and ‘50s than with the test-marketed pap no one is ashamed to release today. Hossein Amini’s screenplay misses Mr. Leonard’s dark humor, but that’s a small price to pay for preserving his hardnosed tone. Caleb Deschanel’s photography puts a wintry sheen on the frozen industrial Midwest. And Mr. Madden, whose career has stumbled since ‘‘Shakespeare in Love,’’ directs with tight control and an obvious love for actors.

Die da wären: Diane Lane, Mickey Rourke, Thomas Jane, Hal Holbrook, Rosario Dawson, Joseph Gordon-Levitt.

Eigentlich sollte „Killshot“ bereits 2007 starten und es war auch ein deutscher Kinostart geplant. In der IMDB steht, dass „Killshot“ am 16. Juli in Deutschland starten soll. Dann hoffe ich mal, dass das stimmt. Ansonsten wird sich die DVD besorgt.

Vor einigen Tagen erschien bei Bertz + Fischer das knapp achtstündige Hörbuch „Killshot“. Rider Strong (Das Leben und ich, Cbin Fever) liest das gesamte Buch ungekürzt vor.

Die Übersetzung von „Killshot“ erschien vor Jahren bei Heyne als „Beruf: Killer“ und wenn Sie es in einem Antiquariat finden, schlagen sie zu.

Harlan Coben hat einen neuen Myron-Bolitar-Roman veröffentlicht. The Rap Sheet fragt ihn zu „Long Lost„, der Verfilmung von „Tell no one“ (Kein Sterbenswort), seiner Beziehung zu Frankreich und dem ganzen Rest:

I’m not a big researcher; most of the stuff I already knew about, or I made up. One of the things I’ve always said is that “Hey, I don’t need to do much research, as I don’t write the big international thrillers, with big conspiracies.” But now I’ve done it! Again, it’s about trying to do new things. You see, for Long Lost I had this idea: a small-scale tragedy with one of Myron’s old girlfriends, Terese Collins, whose story I never finished anyway; and then [in Long Lost] I watched it blossom into something much bigger.

Drehbuchautor William Martell schreibt über seinen Lieblingsfilm „Rear Window“ (Das Fenster zum Hof, USA 1954, Regie: Alfred Hitchcock, Drehbuch: John Michael Hayes, nach einer Kurzgeschichte von Cornell Woolrich) eine ausführlich, kundige Analyse.

Ach, da krieg ich doch glatt  Lust, den Film wieder zu sehen.

Und der Noir of the Week ist „Criss Cross“ (Gewagtes Alibi, USA 1948). Regie führte Robert Siodmak. Das Drehbuch ist von Daniel Fuchs und basiert auf dem Roman von Don Tracy. Burt Lancaster, Yvonne De Carlo und Dan Duryea spielen mit.

Auch ein sehr sehenswerter Film (ich habe ihn erst vor kurzem gesehen), der seit Ewigkeiten nicht mehr im Fernsehen lief. Aber die DVD ist günstig erhältich.


Zwischenbemerkung zu Suhrkamp Krimi und Unionsverlag Metro

Mai 16, 2009

Nachdem Ulrich Deurer im Titel-Magazin, wie viele andere, die Metro-Reihe des Unionsverlages lobt und sie positiv gegen die demnächst startende Krimireihe des Suhrkamp-Verlages absetzt, sollten wir einen Blick auf die ersten Metro-Bücher werfen:

Jean-Claude Izzo: Total Cheops (Frankreich)

Helen Zahavi: Donna und der Fettsack (England)

Walter Mosley: Socrates in Watts (USA – ein damals bereits bekannter Name)

Stan Jones: Weißer Himmel, schwarzes Eis (USA – Fraglich, ob seine neuesten Bücher übersetzt werden)

Christopher G. Moore: Haus der Geister  (in Bangkok lebender Kanadier – es wurden nur drei von zehn Calvino-PI-Krimis übersetzt)

Rebecca Bradley, Stewart Sloan: Temutma (als Mix aus Krimi und Horror etwas neues)

Chester Himes: Plan B (Wiederveröffentlichung)

Jon Ewo: Torpedo (Skandinavien; allerdings Hardboiled-Gangsterkrimi und der dritte Band der Trilogie wurde nicht mehr übersetzt)

Mongo Beti: Sonne, Liebe, Tod (Afrika)

Jerry Raine: Frankie Bosser kommt heim (England, Gangsterkrimi – keine weiteren Übersetzungen)

Ein durchaus durchwachsener Start mit bekannten Gegenden, bekannten Genrevarianten und bekannten Autoren. Letztendlich hat sich, als Neuentdeckung, nur Izzo bei uns durchgesetzt.

Denn von Zahavi, Mosley und Himes erschienen bereits bei anderen Verlagen Übersetzungen.


Kleinkram

Mai 15, 2009

Vor über einem halben Jahr habe ich geschrieben, dass die „Neues vom Wixxer“-Macher auch Jerry Cotton verfilmen wollen. Jetzt sind sie beim Drehen und die Berichte vom Pressetreffen beim Dreh (natürlich hier in Berlin) lassen schlimmes erahnen. Der eine verwechselt Jerry Cotton mit Perry Rhodan (HaHa!), der andere findet die Hefte langweilig und der Produzent meint:

Wir drehen drei Viertel in Berlin und ein Viertel in Hamburg. Ganz am Ende drehen wir zwei oder drei Tage in New York. 90 Prozent der Zuschauer werden nicht merken, dass fast alles hier gedreht wurde.

Oh, und das ganze soll keine Parodie, sondern eine Action-Komödie sein. 2010 im Kino ihres Vertrauens.

Schnittberichte meldet, dass die Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ dieses Jahr auf DVD erscheinen soll. Das ist aus zwei Gründen bemerkenswert: es ist weltweit die erste DVD-Veröffentlichung des Burt-Reynolds-Films und es wird die ungekürzte Version veröffentlicht. In unseren Kinos und im TV lief bislang immer eine gekürzte Version.

Beim Rap Sheet gibt’s ein Interview mit Lee Child.

Bei Irresistible Targets eines mit Michael Connelly – und Crimespree Cinema weist auf die Videos zu seinem neuen Roman hin.


Kleinkram: Klönne über ihren Glauser-Roman, Compart über Verschiedenes, Weinman über Pelecanos, D’Amato über Preise – und Killer Covers

Mai 13, 2009

Gisa Klönne spricht über ihren mit dem Glauser ausgezeichneten Roman „Nacht ohne Schatten“, sagt aber nichts zum Preis. Verdächtig oft kommt dabei das Wort „Hass“ vor. Bei Morden ist es Frauenhass und, wenn’s um Prostitution geht, ist es Frauenverachtung. Hmhm; – mehr nach der Lektüre.

Martin Compart haut auf unschuldige Politiker ein und hat Neuigkeiten zu seinem Roman  „Die Lucifer Connection“:

Wie mir Peter Hiess mitteilte, laufen die Vorbereitungen für den LUCIFER CONNECTION–Vorabdruck bei EVOLVER. Über die anschließende Veröffentlichung bei Book on Demand werde ich im Blog detailliert berichten.

Sarah Weinman schreibt über den neuen Roman „The Way Home“ von George Pelecanos und verbindet das mit einem Rückblick auf seine vorherigen Bücher:

„The Way Home“ remains true to its titular purpose; as a result, the structure is perhaps less weighted toward a classic narrative arc and more toward the journey itself. As with his last two novels, Pelecanos demonstrates that redemption, if it comes at all, is hard-won.

Barbara D’Amato vom The Outfit erzählt ein wenig über die Tätigkeit als Jurymitglied bei verschiedenen Buchpreisen und warum Preise so wichtig sind:

they all do one thing—give recognition to authors who might otherwise receive none. I don’t agree with the people who wish awards didn’t exist.

Deshalb poste ich hier auch so ausführlich so viele Nominierungslisten. Sie weisen auf Bücher und Autoren hin, die ich sonst vielleicht nicht kennen würde.

Und es gibt Killer Covers aus den Suburbs.


Kleinkram: Jeffery Deaver redet, Killer Covers, Bloody Cover – und viel „Noir“

Mai 11, 2009

Gerade habe ich Jeffery Deavers neuen Roman „Der Täuscher“ (The broken window) verschlungen (ich werde ihn die Tage gebührend abfeiern), da entdecke ich diesen sehr informativen Blick in Deavers Schreibstube:

Schon seit einigen Tagen gibt es das von J. Kingston Pierce als Nebenprojekt zum Rap Sheet betriebene Blog „Killer Covers“. Der Name ist selbstverständlich Programm.

Tom Piccirilli versucht für einen Freund, mit zahlreichen Beispielen, die Frage „Was ist Noir?“ zu beantworten:

More than anything, I think that noir can be defined as a „date with doom.“ Characters know that they’re making mistakes, missteps, tempting fate, but for whatever reason they’re drawn to doing so anyway. Usually by a woman but not always. They step out of the average life and step into another life that they seem to have been destined for, a kind of surreal or hyper-real existence. (…)

That sense of fate, inevitability, highly romanticized-energized living before tragedy, the flame burning brighter before it burns out is the essence of noir, I think.

„Noir of the Week“ widmet sich dem zeitgenössischeren Noir mit Arthur Penns Klassiker „Night Moves“ (Die heiße Spur, USA 1975) und John Baileys „China Moon“ (China Moon; Eine heiße Affäre, USA 1994).  Über diese fast unbekannte Videopremiere mit Ed Harris und Madeleine Stowe schreibt der Fischer Film Almanach: „Psychothriller à la ‚Bodyheat – die heißkalte Frau‘, der ein interessantes Wechselspiel zwischen prickelndem Liebesdrama und Thriller treibt.“

Oh, und das „Bloody Cover“ (für das beste Titelbild für den Krimi eines deutschsprachigen Autors) ging an Renate Kampmanns „Fremder Schmerz“.


Glauser-Preis 2009 vergeben

Mai 10, 2009

Das Syndikat hat auf der Criminale den diesjährigen Friedrich-Glauser-Preis 2009 an diese Werke vergeben:

Bester Roman

„Nacht ohne Schatten“, von Gisa Klönne

Bestes Debüt

„Der 13. Brief“, von Lucie Klassen

Bester Kurzkrimi

„Monopoly“, von Judith Merchant (aus „Money – Geschichten von schönen Scheinen“)

Hansjörg-Martin-Preis (bester Jugendkrimi)

„Blichtlichtgewitter“ von Christian Linker

Friedrich-Glauser-Ehrenpreis

Hans Werner Kettenbach

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!

Die Nominierten finden Sie hier; die Begründung der Jury hier.

Schon witzig, die Preisvergabe. Da gab’s auf der Criminale eine sicher als Jammerveranstaltung geplante Diskussion, dass Frauen keine Preise erhielten und dann das: Frau gewinnt, Frau gewinnt, Frau gewinnt.


Kleinkram: Martin Compart, Robert B. Parker, Michael Connelly, Online-Petition gegen Internetsperre

Mai 9, 2009

Martin Compart hat die Fortsetzung seines Debüt „Der Sodom-Kontrakt“ geschrieben und was er über „Die Lucifer Connection“ verrät, klingt verdammt gut.  Außerdem schreibt er schon an seinem dritten Roman. Weil es Ärger mit dem Verlag gab, überlegt Martin Compart jetzt, wie er die Geschichte veröffentlicht.

Spenser-Erfinder Robert B. Parker bringt uns mal wieder auf den neuesten Stand mit seinen Veröffentlichungen (wie immer: viele in den kommenden Monaten), den Jesse-Stone-Verfilmungen und er hat auch eine erfreuliche Neuigkeit:

we are in negotiation for a remake of the SPENSER: FOR HIRE series to be produced by SONY/DREAMWORKS, and shown on TNT

Yeah, bei den ganzen CSI- und Polizeiserien („Monk“, „Psych“ und „The Mentalist“ sind alle Polizeiberater) vermisse ich schon seit langem eine richtige Privatdetektivserie.

Michael Connelly verrät einiges über sein neues Buch „The Scarecrow“:

Unser Wirtschaftsminister hat Probleme, seine Gedanken über die Internetsperre und die Unterzeichner der Petition in verständlichen Sätzen auszudrücken und macht stattdessen auf Dadaismus.

Und jetzt ab zum Bundestag und die Online-Petition gegen die Internetsperre unterzeichnen. Die für eine Beratung notwendigen 50.000 sind schon geknackt. Das nächste Ziel ist 100.000 Unterzeichner.

Der Text:

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die „Sperrlisten“ weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung

Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Spinetingler 2009 vergeben

Mai 8, 2009

Der diesjährige Spinetingler Preis wurde vergeben:

New Voice

Toby Barlow: Sharp teeth

Rising Star

Christa Faust: Money Shot (Hardcore Angel)

Legend

Lawrence Block: Hit and run

Graphic Novel

Christopher Mills and Joe Staton: Femme Noir

Best Editor

Charles Ardai – Hard Case Crime

Best Reviewer

Lesa Holstine

Best Publisher

Hard Case Crime

Special Services to the Industry

J. Kingston Pierce: The Rap Sheet

Peter Rozovsky: Detectives Beyond Borders

Best Cover

Toby Barlow: Sharp teeth (Cover Design von Christine Van Bree, illustriert von Natasha Michaels)

Best Short Story on the Web

Anonymous-9: Hard Bite (Originally published at Beat to a Pulp)

Die  Liste mit allen Nominierungen finden Sie hier.

Tja, Hard Case Crime hat’s mal wieder in drei Kategorien geschafft. Denn Christa Fausts „Money Shot“ ist ein Hard-Case-Crime-Buch.  Das vielleicht letzte Keller-Abenteuer „Hit and run“ von Lawrence Block (eines meiner Lieblingsbücher 2008) hat sich gegen eine starke Konkurrenz durchgesetzt.


Und der Gewinner ist…

Mai 7, 2009

red

Der Einsendeschluss der Verlosung von einer DVD der gelungenen Jack-Ketchum-Verfilmung  „Red“ ist vorbei und

Christine S. aus Frankfurt

hat die „Red“-DVD gewonnen.

Herzlichen Glückwunsch und Viel Vergnügen beim Film!

Die DVD geht noch heute in die Post.


Hinweise: The Big Thrill, Stichwort Drehbuch, Interview mit Horst Eckert, Joe-Gores-Porträt, Sean Chervover über seine Edgar-Jurorenarbeit

Mai 6, 2009

Die neue Ausgabe von The Big Thrill ist online mit Interviews und Porträts zu den neuen Werken von Jon Land (sein 28. Roman),  Douglas Preston & Lincoln Child, James Rollins, Steve Martini und viele weitere Autoren.

Douglas Preston sagt:

„Generally we start with a plot. These are thrillers, which are plot-driven books. And then we populate it with characters, old and new. But we often find a character hijacking the story, seizing it and taking it off in a different direction while we chase after him hollering for him to come back. So in that sense the characters can also be fundamental. I would say the plot is more elemental in a building block sort of way. Without plot, you have no story. But a story without characters can still be a story… especially if you have aliens or robots in it!“

James Rollins sagt zum Unterschied zwischen seinen Erwachsenenbüchern und seinem ersten Buch für jüngere Leser:

The story here is more linear, but is otherwise not much different. I don’t think it serves to write down to kids. I think a well-told tale will appeal to any age.

Stichwort Drehbuch empfiehlt einige Podcasts und Internetseiten. Hörenswert, aber leider ohne Verlinkung.  Also mach ich es:

Creative Screenwriting Magazine (zuletzt gab es Interviews mit den Autoren von Atonement, Rachel Getting Married, Eastern Promises, The Last House On The Left, Watchmen, Gomorrah und The International)

Martini Shot (oder TV-Autor Rob Long über das Geschäft)

The Treatment (zuletzt gab es Interviews mit James Toback, Steve McQueen, Tony Gilroy, Diablo Cody, James Gray, Danny Boyle, David Fincher, Ed Zwick)

Filmspotting (hauptsächlich Filmkritiken)

Horst Eckert hat (endlich!) ein neues Buch geschrieben. „Sprengkraft“ erscheint am 20. Mai. Bis dahin kann hier ein kurzes Interview mit ihm gelesen werden.

Außerdem lesenswert: ein Porträt von Joe Gores im Stanford Magazine.

Und Sean Chercover schreibt über seine Arbeit als Edgar-Juror.