Hugo Awards verliehen

August 13, 2008

Die meisten Hugo-Preisträger sind für Krimifans böhmische Dörfer. Einerseits, weil es ein Science-Fiction-Preis ist. Andererseits, weil viele Autoren höchstens sporadisch ins Deutsche übersetzt werden. Aber als bester Science-Fiction-Roman des Jahres wurde ein Buch ausgezeichnet, das auch als Kriminalroman bezeichnet wird: Michael Chabons „Die Vereinigung jiddischer Polizisten“.

Der renommierte Publikumspreis Hugo wurde während der Denvention 3, der 66. World Science Fiction Convention, in Denver, Colorado, am 9. August verliehen.

Die Preisträger sind:

Best Novel: The Yiddish Policemen’s Union, von Michael Chabon (HarperCollins; Fourth Estate)

Best Novella: All Seated on the Ground, von Connie Willis (Asimov’s Dec. 2007; Subterranean Press)

Best Novelette: The Merchant and the Alchemist’s Gate, von Ted Chiang (Subterranean Press; F&SF Sept. 2007)

Best Short Story: Tideline, von Elizabeth Bear (Asimov’s June 2007)

Best Related Book: Brave New Words: The Oxford Dictionary of Science Fiction, von Jeff Prucher (Oxford University Press)

Best Dramatic Presentation, Long Form: Stardust (Der Sternwanderer, deutscher Kinostart: 18. Oktober 2007), Drehbuch von Jane Goldman und Matthew Vaughn, basierend auf der Geschichte von Neil Gaiman, inszeniert von Matthew Vaughn (Paramount Pictures)

Best Dramatic Presentation, Short Form: Doctor Who: Blink, Drehbuch von Steven Moffat, inszeniert von Hettie Macdonald (BBC)

Best Editor, Long Form: David G. Hartwell

Best Editor, Short Form: Gordon Van Gelder

Best Professional Artist: Stephan Martiniere

Best Semiprozine: Locus

Best Fanzine: File 770

Best Fan Writer: John Scalzi

Best Fan Artist: Brad Foster

Den John W. Campbell Award for Best New Writer erhielt Mary Robinette Kowal


Brilliante Weblog Premio 2008

August 12, 2008

Ist irgendwie im täglichen Chaos untergegangen. Jedenfalls sind die Regeln dafür:

1. Der Gewinner darf das Logo auf seinen Blog stellen.
2. Verlinke die Person, die dir den Award verliehen hat!
3. Nominiere mindestens 7 Blogs!
4. Stelle die Links zu diesen Blogs ein!
5. Hinterlasse den Nominierten Nachrichten auf deren Blogs!

Dann gehen wir jetzt mal zum Punkt 3 der Liste und nennen ohne besondere Reihenfolge sieben deutschsprachige (das ist jetzt eine selbstgestellte Schwierigkeit) Blogs:

Krimiblog

Krimilady

Krimileser

Krimitagebuch

Notizen und Texte

Watching the Detectives

Wortvogel

Und nun muss ich Nachrichten hinterlassen.


Kleinkram – und ein kostenloses Buch

August 12, 2008

Edition Köln macht ein Angebot, das Sie nicht ablehnen können: bis zum 29. August kann der zweite Kommissar-Kleefisch-Roman „Die Tango-Sängerin“, vor dem offiziellen Erscheinen, kostenlos heruntergeladen werden. Danach gibt es das Werk nur noch beim Buchhändler ihres Vertrauens.

Die Story?

Erst wanderten Kölner nach Argentinien aus, weil sie vor den Nazis flohen. Dann flohen Nazis hinterher.

Jetzt fliehen Argentinier vor der Diktatur von Videla & Co. nach Köln. Und der Kölner Kommissar Kleefisch versucht bei diesem Hin- und Her zu klären, wer es war.

In Buenos Aires handelt der Admiral mit den Kindern Gefangener. In Hamburg baut die Werft Fregatten für den Admiral. In Bonn zieht sich der Bundeskanzler eine Linie Schnupftabak und entdeckt, was ein tragisches Dilemma ist. Im Stadion Monumental unterliegen die Niederlande im Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft und ganz Argentinien feiert den Admiral.

Aber am Ende der Geschichte fehlen 30.000 Menschen. Eine Tango-Sängerin ist kahl. Ein Dichter hat keine Zähne mehr. Und der Kommissar Kleefisch steht auf dem Kölner Westfriedhof vor dem Grab seiner Mama und sagt: „Mal wieder ziemlich was los. Sei froh, dass du hier so friedlich liegen kannst.“

Ein Buch, das nach dem Prinzip der Puppe in der Puppe kon­struiert ist: eins steckt im anderen, im Kriminalroman der literarische Roman, und wer anfängt zu lesen, der ist auch schon drin und verloren.

Die August-Ausgaben von The Big Thrill (schon länger) und der Krimi-Couch (noch nicht so lange) sind online.

In The Big Thrill gibt es unter anderem kurze Vorstellungen der neuen Bücher von Kathy Reichs, Eric van Lustbader, Jeffery Deaver (ein neuer Lincoln Rhyme), Joe R. Lansdale („Leather Maiden“ heißt das Teil vielversprechend) und Linda Barnes (mit dem zwölften Carlotta-Carlyle-Krimi; die ersten Carlyle-Krimis gefielen mir sehr gut), und Interviews mit Marcus Sakey und Lisa Jackson.

Grandios finde ich den Titel von Jonathan Maberrys neuem Werk: „Zombie CSU“.

Die Krimi-Couch nimmt sich unter anderem „Grabesgrün“ von Tana French, „Die Todeskarte“ von Glenn Chandler, „Fragen Sie den Papagei“ von Richard Stark (gutes Buch), „Schlaf nicht so lange“ von John Harvey (gutes Buch), „Weiße Nächte“ von Rainer Gross (Schrott), „Fettsack“ von Rex Miller (Besprechung demnächst; aber mein erster Eindruck war: Schrott), „Der Fahrer“ von Andrew Vachss (vergnüglicher Pulp, also gutes Buch) und, als Klassiker, „Der große Schlaf“ von Raymond Chandler (Kein Kommentar) vor.

Bei Bookgasm unterhält sich Matt Adder mit Jason Starr über seine neuen Bücher und Projekte und, vor allem, seine dritte Zusammenarbeit mit Ken Bruen:

It’s been a total blast and I think that’s apparent in the books. It was just a great break from solo writing to write with Ken. We laughed till it hurt and now we’re planning another book. Pretty much since the day we met we were talking about writing together, then thank God Hard Case gave us the chance to do it. It just took off from there.

BOOKGASM: Does it force you to change your writing style or work process any?

STARR: I don’t change it, but I alter it. So does Ken. If we wrote like we normally wrote, readers would be able to tell who wrote what. So I write like him and he writes like me. Still, we’re always amazed when people tell us that they assume that we alternate chapters, or that Ken writes the Irish stuff and I do the Americans. We’re always working on the same chapters at the same time and I wish I could take credit for all of the American stuff in the books.

Bei Evil-E beantwortet Michael Connelly viele, viele Fragen – auch die von Jason Starr.

„Noir of the Week“ bespricht diese Woche die William-P.-McGivern-Verfilmung “Rogue Cop” (Heißes Pflaster) und letzte Woche als Zweiteiler Alfred Hitchcocks „Shadow of a Doubt“ (Im Schatten des Zweifels).

PDFscreenplays ist umgezogen (irgendwie lag es am Darabont-Drehbuch für „Indiana Jones 4“), nennt sich jetzt PDF Movie Scripts und ist jetzt nach einigen Problemen und einigem Hin und Her wieder problemlos online erreichbar. Neue Drehbücher dort sind, ich beschränke mich nur auf einige der bekannten Titel, eine frühe Version von „Hancock“, „The incredible Hulk“, „The Happening“, „Wanted“, „The Mummy 3“ und „Hellboy 2“.

Regisseur Alex Cox (Repo Man, Sid & Nancy, Walker) hat sehr umfangreiche, informative Seite (mit vielen, vielen Drehbüchern zum downloaden). Deshalb steht da auch „2.0“.

Und diese Krimiserie würde ich gerne wieder sehen.


Die Shamus-Nominierungen 2008

August 5, 2008

Die Private Eye Writers of America (PWA) haben die Nominierungen für den 27. Shamus Award bekanntgegeben. Nominiert wurden diese Werke (mit diesen PIs):

Best Hardcover

Head Games von Thomas B. Cavanagh, featuring Mike Garrity

Soul Patch von Reed Farrel Coleman, featuring Moe Prager

The Color of Blood von Declan Hughes, featuring Ed Loy

A Welcome Grave von Michael Koryta, featuring Lincoln Perry

A Killer’s Kiss von William Lashner, featuring Victor Carl

Best Paperback Original

Songs of Innocence von Richard Aleas, featuring John Blake

Exit Strategy von Kelley Armstrong, featuring Nadia Stafford

Stone Rain von Linwood Barclay, featuring Zack Walker

Deadly Beloved von Max Allan Collins, featuring Ms. Michael Tree

Blood of Paradise von David Corbett, featuring Jude McManus

Best First Novel

The Cleaner von Brett Battles, featuring Jonathan Quinn (Die deutsche Ausgabe “Der Profi“ erscheint im November bei Goldmann.)

Keep It Real von Bill Bryan, featuring Ted Collins

Big City, Bad Blood von Sean Chercover, featuring Ray Dudgeon

When One Man Dies von Dave White, featuring Jackson Donne

The Last Striptease von Michael Wiley, featuring Joe Kozmarski

Best Short Story

„Kill the Cat“ von Loren D. Estleman, in “Detroit Noir”, featuring Amos Walker

„Trust Me“ von Loren D. Estleman, in Alfred Hitchcock Mystery Magazine, Juni 2007, featuring Amos Walker

„Open Mike“ von James Nolan, in “New Orleans Noir”, featuring Vincent Panarello

“Hungry Enough“ von Cornelia Read, in “A Hell of a Woman”, featuring Philip

„Room for Improvement“ von Marilyn Todd, in Ellery Queen Mystery Magazine, Dezember 2007, featuring Lois Hepburn

Die Gewinner werden am 10. Oktober auf der Bouchercon World Mystery Convention verkündet.

Eine schöne Liste mit vielen bekannten Namen. Sean Chercovers „Big City, Bad Blood“ wurde bereits für zahlreiche Preise nominiert und erhielt einige, Dave White erhielt für „When One Man Dies“ gute Besprechungen, Max Allan Collins hat mit „Deadly Beloved“ einen hübschen kleinen komplex aufgebauten PI-Roman vorgelegt (es ist der erste Romanauftritt der von ihm erfundenen Comic-Strip-Figur Ms Michael Tree, der ersten Hardboiled-Privatdetektivin), Loren D. Estleman wird in seiner Heimat immer noch geschätzt (denn übersetzt wird er schon länger nicht mehr), Cornelia Reads Debüt erschien kürzlich auf Deutsch, der erste Auftritt von Richard Aleas’ John Blake erscheint demnächst – endlich – auf Deutsch und auch „Songs of Innocence“ wurde in den USA (besonders nachdem der Krimi wegen der neuen Regeln nicht auf die Edgar-Nominierungsliste kam) breit abgefeiert.

Damit ist die diesjährige Shamus-Nominierungsliste für mich wieder eine sehr interessante Liste, bei der einige Werke spätestens jetzt auf meiner Zu-lesen-Liste stehen; einige andere liegen schon etwas länger ungelesen bei mir herum und werden jetzt liebevoll abgestaubt.


Mörderischer Herbst XIII – KBV, Kindler, Knaur Hardcover, Ullstein Hardcover, Wunderlich Hardcover

Juli 30, 2008

KBV Krimi

September

Carola Clasen: Mord im Eifel-Express (Niklas will, angestiftet von seinem Onkel, seinen bankrotten Vater im titelgebenden Eifel-Express umbringen. Zum Glück ist auch Sonja Senger, Kriminalkommissarin a. D. und Privatdetektivin, im Zug.)

Robert Gordian: Tödliche Brautnacht (Auch zu Zeiten Karls des Großen regierte, wie die „Tödliche Brautnacht“ beweist, das Verbrechen die Welt.)

Klaus Stickelbroeck: Kalte Blicke (Privatdetektiv Hartmann muss einen Mordfall klären. Ihm helfen sein drogensüchtiger Kumpel Angie, der einarmige Wirt Krake, Regenrinnen-Rita, die einzige Prostituierte Düsseldorfs über zwei Meter und ein Taxi fahrender Medizinstudent aus Ghana. – Wenn es der Wahrheitsfindung dient.)

Klaus Wanninger: Schwabenengel (Kommissar Steffen Braig vom Stuttgarter LKA jagt einen Serienfrauenmörder.)

November

Wolfgang Kemmer (Hrsg.): In Kürze verstorben – Mörderische Stories (von Thomas Kastura, H. P. Karr, Jürgen Kehrer, Jürgen Ehlers, Christoph Güsken, Richard Lifka und anderen.)

Ralf Kramp: Stimmen im Wald (Nach Jahren kehrt Jo Frings in sein heimatliches Eifeldorf zurück. Er will seinen Bruder Michel beerdigen und den Hof verkaufen. Aber Michel wurde umgebracht und der Hof ist wertlos. Jo will die Wahrheit herausfinden.)

Monika Mirelli/Ralf Kramp/Carsten Sebastian Henn: Mords-Weihnacht („Ein Adventsbüchlein mit vierundzwanzig Kapiteln und eine Tafel köstlicher Weihnachtsschokolade im edlen Organzabeutelchen“)

Burkhard Ziebolz: Im tiefsten Dunkel (Liam Coubert tauchte auf der Flucht vor einem mehrfachen Frauenmörder in Mannheim unter. Da werden in seiner Nähe Frauen umgebracht. Coubert muss sich seiner Vergangenheit stellen – und herausfinden, was das Geheimnis des Kommentars zum „Grafen von Monte Christo“ ist.)

Josef Zierden: Eifel Krimi-Reiseführer – Auf den Spuren von Jacques Berndorf & Co. (mit einem Vorwort von Jacques Berndorf – Tja, besuchen Sie die Schauplätze der Eifelkrimis.)

Kindler

September

Liza Marklund: Lebenslänglich (Piratförlaget – ein neues Abenteuer mit der Journalistin Annika Bengtzon. Sie soll über die Polizistenmörderin Julia Lindholm schreiben. Schnell zweifelt sie an Lindholms Schuld.)

Januar

Leena Lehtolainen (Tammi – Der neunte Fall für Maria Kallio)

Knaur Hardcover

6. September

Susan Hill: Der Seele schwarzer Grund (The Risk of Darkness – Simon Serrailler und seine Jungs suchen einen Kidnapper.)

5. November

Lisa Jackson: Cry – Meine Rache ist der Tod (Absolute Fear – der Nachfolger von Shiver)

Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen (Der historische Krimi spielt 1671 in Amsterdam und Jeremias Katoen ermittelt wieder.)

16. Februar

Thomas Thiemeyer: Nebra (ein mystischer Wissenschaftsthriller)

Ullstein Hardcover

Oktober

Rita Mae Brown: Fette Beute (Full Cry – Jane Arnold jagt zusammen mit ihren schlauen Tieren einen Mörder, der bereits zwei Obdachlose umgebracht hat.)

Jo Nesbo: Schneemann (Snomannen – In seinem siebten Fall jagt Harry Hole einen Serienmörder. In Norwegen wurde der Roman als Bester Krimi und Bester Roman des Jahres ausgezeichnet.)

Januar

Michael Theurillat: Sechselläuten (Eine FIFA-Mitarbeiterin wird erstochen. Kommissar Eschenbach sucht den Täter.)

Wunderlich Hardcover

1. August

Petra Hammesfahr: Erinnerung an meinen Mörder (Charlotte Meller ist eine vom Ehrgeiz besessene Mutter. Ihr Mann sieht alles lockerer. Eines Tages wird ihr achtjähriger Sohn Felix mit einer Stichverletzung am Hals aufgegriffen. Was ist geschehen? – Nach gut 500 Seiten wissen wir es.)

6. Oktober

Lincoln Child: Wächter der Tiefe (Ex-Marinearzt Peter Crane wird auf eine Bohrinsel beordert. In einem unterseeischen Labor erkranken täglich Besatzungsmitglieder an mysteriösen Leiden. Crane fragt sich, ob die Krankheiten etwas mit der dort vermutlich entdeckten Stadt Atlantis zu tun haben.)

Silvia Kaffke: Das rote Licht des Mondes (ein 1854 in Ruhrort spielender Krimi)

16. Januar

Simon Beckett: Leichenblässe (Forensiker David Hunter hilft einem Kollegen bei der Jagd nach einem sadistischen Mörder.)

Philip Kerr: Das letzte Experiment (Buenos Aires, 1950: Privatdetektiv Bernie Gunther soll eine 15-jährige finden. Dabei stößt er auf zahlreiche Überlebende des Dritten Reiches.)

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch

Mörderischer Herbst XI – rororo Taschenbuch

Mörderischer Herbst XII – Heyne Taschenbuch


R. i. P. Pierre Emme

Juli 29, 2008

R. i. P. Pierre Emme, 11. Juli 1943 – 8. Juli 2008

Eine traurige Meldung erreichte mich vom Gmeiner-Verlag:

Völlig überraschend ist am 8. Juli 2008 unser Wiener Autor Pierre Emme im Alter von 64 Jahren verstorben. Die Beisetzung fand am 22. Juli auf dem Friedhof Neustift am Walde im engsten Familien- und Freundeskreis statt.

Mit Pierre Emme hat der Gmeiner-Verlag einen wunderbaren Menschen und hervorragenden Autor verloren.

Pierre Emme ist das Pseudonym von Dr. Peter Millwisch. Er wurde am 11.7.1943 in Wien geboren. Der promovierte Jurist konnte auf ein abwechslungsreiches Berufsleben in so unterschiedlichen Tätigkeiten wie Reiseleiter, Versicherungssachbearbeiter, Geschäftsführer in der Nahrungsmittelindustrie, Journalist, Unternehmensberater und Marktforscher zurückblicken und damit für seine schriftstellerische Arbeit aus einem aus den unterschiedlichsten Quellen gespeisten Fundus an Erfahrungen und Erlebnissen schöpfen.

Im Februar 2005 veröffentlichte Pierre Emme im Gmeiner-Verlag mit „Pastetenlust“ den ersten Band seiner erfolgreichen Krimiserie um Mario Palinski, den kultigen Wiener Kriminologen mit der Vorliebe für kulinarische Genüsse. Insgesamt sind bislang acht Palinski-Krimis erschienen, zuletzt der Roman „Florentinerpakt“ im Juli 2008. Die herrlich schrägen Kriminalromane mit originellen Themen und dem typischen Wiener Schmäh haben Pierre Emme eine große Fangemeinde im deutschsprachigen Raum beschert.

Im Februar 2009 wird der neunte Palinski-Fall mit dem Titel „Schneenockerleklat“ erscheinen. Der kurz vor dem Tod des Autors fertiggestellte zehnte Roman wird derzeit für die Veröffentlichung vorbereitet.

Weitere Informationen über Pierre Emme gibt es hier, hier und hier. Krimiblogger Ludger hat die Todesnachricht ebenfalls gepostet. Einen kurzen Nachruf gibt’s beim Syndikat.


Zweite Scribe Awards verliehen

Juli 28, 2008

Auf der Comic-Con in San Diego wurden am Samstag, den 26. Juli, die zweiten Scribe Awards der International Association of Media Tie-in Writers (IAMTW) verliehen. Die glücklichen Gewinner sind:

BEST GENERAL FICTION ORIGINAL

MR. MONK AND THE TWO ASSISTANTS (Mr. Monk und seine Assistentinnen) von Lee Goldberg

BEST GENERAL FICTION ADAPTED

AMERICAN GANGSTER von Max Allan Collins

BEST SPECULATIVE ORIGINAL

STARGATE ATLANTIS: CASUALTIES OF WAR von Elizabeth Christensen

BEST GAME-RELATED ORIGINAL (SPECIAL SCRIBE AWARD)

EBERRON: NIGHT OF THE LONG SHADOWS von Paul Crilley

BEST SPECULATIVE ADAPTED

30 DAYS OF NIGHT (30 Days of Night) von Tim Lebbon

BEST YOUNG ADULT ORIGINAL

NANCY DREW AND THE CLUE CREW #10: TICKET TROUBLE von Stacia Deutsch & Rhody Cohon

BEST YOUNG ADULT ADAPTED

THE 12 DOGS OF CHRISTMAS von Steven Paul Leiva

GRANDMASTER

Alan Dean Foster

Eine Liste der Nominierten gibt es hier.

Lee Goldberg hat bereits einen Bericht über die Comic-Con geschrieben – und erwähnt die Preisverleihung, bis auf die Liste der Gewinner, überhaupt nicht. Vielleicht ist er einfach noch zu glücklich.


Mörderischer Herbst XII – Heyne Taschenbuch

Juli 28, 2008

Auch der Heyne-Verlag hat einige Perlen und zwei Klassiker des New Journalism in seinem Herbstprogramm:

November

Ian Banks: Die Sphären (ist ein weiterer S-F-Roman des schottischen Auch-Thriller-Autors. Denn Banks wechselt ständig die Genres.)

Mary Higgins Clark: Stille Nacht (ein modernes Weihnachtsmärchen)

Meg Gardiner: Gottesdienst (Der Bruder von Anwältin Evan Delaney wird beschuldigt, den Anführer einer fundamentalistisch-christlichen Sekte umgebracht zu haben. Delaney will die Wahrheit herausfinden.)

John Grisham: Das Fest (Das Weihnachtsbuch von Grisham in neuer Ausstattung.)

Charlie Huston: Killing Game (The Shotgun Rule – In seinem ersten Einzelwerk erzählt Charlie Huston von vier Teenagern, die nach etwas Aufregung suchen und, als sie auf ein Drogenlabor stoßen, mehr Ärger bekommen, als sie verdauen können.)

Dean Koontz: Todeszeit (Der mittellose Gärtner Mitch muss innerhalb weniger Tage zwei Millionen Dollar beschaffen. Sonst bringen die Entführer seine Frau um.)

Scott Sigler: Infiziert (Ein unbekannter Erreger verwandelt normale Menschen in mordgierige Psychopathen. CIA-Epidemologin Margaret Montoya will den Erreger finden. – Für das Buch ist eine große Werbekampagne geplant. Mal sehen, ob der Inhalt dann hält, was die Verpackung verspricht.)

Hunter S. Thompson: Angst und Schrecken im Wahlkampf (oder die einzig wahre Wahrheit über den US-amerikanischen Präsidentenwahlkampf 1972. Deutsche Erstausgabe.)

Dezember

Jürgen Alberts/Eckard Mordhorst: Leiche über Bord (Tatsachenroman in dem der heutige Polizeipräsident von Bremen Mordhorst erzählt, wie er in Afrika den Mord an einem Offizier eines Bremer Frachtschiffes aufklärte. Denn das Schiff gehörte zum deutschen Hoheitsgebiet.)

Catherine Coulter: Hass (Julia wird bei einem nächtlichen Spaziergang ins Meer gestoßen. FBI-Agent Cheney Stone glaubt an einen Mordanschlag.)

Colin Forbes: Komplott (Taschenbuch-Ausgabe eines Thrillers mit Spezialagend Tweed.)

Robert Harris: Ghost (oder der beste Thriller des Jahres; – sagt jedenfalls die ITW)

Corine Hartman: Der letzte Atem (Eine Läuferin wird mit einem Golfschläger erschlagen. Nelleke de Winter ermittelt in einem Roman, der wohl in erster Linie die Fans von Elizabeth George anspricht.)

Jack Ketchum: Blutrot (erscheint in der Hardcore-Reihe: einige reiche Bengel erschießen im Wald den Hund eines alten Mannes. Dieser sieht rot.)

Manfred H. Krämer: Tod im Saukopftunnel (Taschenbuch-Ausgabe: Erster Band der Bergstraßen-Trilogie mit den Ermittlern Solo und Tarzan.)

Joe R. Lansdale: Der Gott der Klinge („Die Wiederentdeckung eines Klassikers – komplett überarbeit und mit sechs unveröffentlichten Geschichten, Vorwort von Dean Koontz“ schreibt der Verlag zur Neuveröffentlichung von „The Nightrunners“. Und ich sage nur: Danke!)

Kyle Mills: Global Warning (Mark Beamon, Leiter der Energieabteilung gegen Ökoterrorismus, jagt Terroristen, die mit einer Rohölfressenden Bakterie die weltweiten Ölreserven vernichten wollen. – Da stellt sich eine Frage: Noch nie etwas von alternativen Energiequellen gehört?)

George D. Shuman: Die Hand des Totes („Die Fortsetzung des Bestsellers 18 Sekunden“ schreibt der Verlag – und schließt damit alle Menschen, die den ersten Teil nicht gelesen haben, von der Lektüre aus. Aus meiner Sicht ist das nicht gerade die beste Werbestrategie.)

Rebecca Stott: Und Blut soll dich verfolgen (Taschenbuch-Ausgabe)

Januar

Gary Braver: Die Maske (In Boston wütet ein Serienkiller unter den schönen Frauen der Stadt. Detective Steve Markarian jagt ihn. Der Killer – Überraschung! – will Markarians Frau umbringen.)

Mary Higgins Clark: Und hinter Dir die Finsternis (Taschenbuch-Ausgabe)

William Landay: Strangler (Der Boston Strangler hat bereits dreizehn Frauen umgebracht. Da entschließen sich die verfeindeten Daley-Brüder dem Treiben ein Ende zu setzen. Denn der Boston Strangler hat schon zu viele ihrer Frauen umgebracht.)

Alexander McCall Smith: Gute Nachbarn in der 44 Scotland Street (ist wohl nicht gerade ein Krimi.)

Michael Morley: Spider (Taschenbuch-Ausgabe)

Alexandra von Grote: Mord in der Rue St. Lazare (Kommissar Maurice LaBréa sucht den Mörder eines bekannten Filmproduzenten.)

Alexandra von Grote: Tod an der Bastille (Kommissar Maurice LaBréa jagt einen Serienmörder. – Pünktlich zur Publikation strahlt das Erste die Verfilmungen aus.)

Februar

Jacques Berndorf: Bruderdienst (Taschenbuch-Ausgabe)

Andreas Brandhort: Äon (Journalist Vogler soll eine Reportage über einen Jungen, der Wunderheilungen vollbringt, schreiben. Als Vogler die Hintergründe recherchiert, stößt er auf eine Verschwörung, die – na, den Rest kennen wir.)

Andrew Britton: Der Agent (CIA-Agent Ryan Kealey muss mal wieder die Kohlen aus dem Feuer holen. Denn einer der gefährlichsten Terroristen der Welt hat in Pakistan die amerikanische Außenministerin entführt.)

Brent Ghelfi: Im Schatten des Kreml (Volkow soll im Auftrag des ‚General’ in Tschetschenien ein belastendes Video beschaffen. Weil das Buch in der Hardcore-Reihe erscheint, dürfte es für zartbesaitete Gemüter nichts sein.)

Duane Louis (Swierczynski): Letzte Order (Außerplanmäßige Dienstbesprechung. Der Chef sagt: „Wir sind eine Tarnfirma des CI-6, eines Geheimdienstes der Regierung. Und der Laden hier wird heute dichtgemacht. Ich werde euch nicht feuern. Ich werde euch töten.“ Tja, und dann geht’s in dem neuen Thriller des Autors von „Blondes Gift“ rund.)

Robert Ludlum: Die Bancroft-Strategie (Taschenbuch-Ausgabe)

Tom Wolfe: The Electric Kool-Aid Acid Test (hieß früher „Unter Strom“ und schildert den Ausflug von Tom Wolfe in die Welt der Hippies. Zusammen mit Ken Kesey und der Band „Merry Prankster“ reisten sie durch die USA und andere Sphären. Der aktuelle Anlass für die Wiederveröffentlichung dieses Klassikers des New Journalism ist die geplante Verfilmung des Buches von Gus Van Sant.)

März

Gilbert Adair: Ein stilvoller Mord in Elstree (Taschenbuch-Ausgabe)

Michael Connelly: Der Mandant (Taschenbuch-Ausgabe)

Vince Flynn: Die Bedrohung (Terroristen entführen die CIA-Chefin. Antiterror-Agent Mitch Rapp muss sie befreien.)

Daniel Kalla: Blutlüge (Die Polizei glaubt, dass der junge Arzt Ben Dafoe seine ehemalige Verlobte umgebracht hat. Dafoe muss den wahren Täter finden. Er glaubt, dass es sein tot geglaubter Zwillingsbruder ist.)

Stephen King (schreibt als Richard Bachman): Qual (Taschenbuch-Ausgabe)

Richard Laymon: Die Jagd (erzählt von der sechzehnjährigen Jody, die von einer Bande jugendlicher Killer gejagt wird.)

Zdral: Tartufo (Taschenbuch-Ausgabe)

April

Alex Berenson: Netzwerk des Todes (Zweites Werk des Edgar-Preisträgers: CIA-Agent Wells soll in Afghanistan herausfinden, wer die Taliban von außen unterstützt. Er entdeckt das titelgebende Netzwerk des Todes.)

Tom Clancy/Steve Pieczenik: Tom Clancys Net Force – Die Attacke (Terroristen besetzen hoch gesicherte Militärbasen. Die Net Force muss ran.)

John Grisham: Touchdown (Taschenbuch-Ausgabe)

James Sallis: Driver (Taschenbuch-Ausgabe)

Fett Kursiv: auf diese Werke freue ich mich am Meisten.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch

Mörderischer Herbst XI – rororo Taschenbuch


KrimiWelt-Bestenliste August 2008

Juli 26, 2008

Wie schon die Juli-Liste der KrimiWelt-Bestenliste ist auch die August-Liste von Neueinsteigern dominiert:

1 (6) John Harvey: Schlaf nicht zu lange

2 (4) Jenny Siler: Portugiesische Eröffnung

3 (-) Tana French: Grabesgrün

4 (5) Colin Cotterill: Dr. Siri und seine Toten

5 (-) Garry Disher: Niederschlag

6 (1) Matti Rönkä: Bruderland

7 (9) Rex Miller: Fettsack

7 (-) Richard Stark: Fragen Sie den Papagei

8 (-) Wolfgang Schorlau: Brennende Kälte

9 (-) Leonardo Padura: Der Nebel von gestern

In Klammern ist die Vormonatsplatzierung.


Mörderischer Herbst XI – rororo Taschenbuch

Juli 25, 2008

Gut, die rororo-Thriller-Reihe gibt es nicht mehr und seitdem die Krimis in das Mainstream-Programm ausgewandert sind, ist es auch bei Rowohlt mühsamer, die Krimiperlen zu finden (Joe R. Lansdale hatte ich im Mainstram-Programm vollkommen übersehen.).  Deshalb gibt es hier den Überblick über das Herbstprogramm:

August

Simon Beckett: Kalte Asche (Written in bone – Taschenbuch-Ausgabe)

Beat Glogger: Lauf um dein Leben (Science-Thriller über Gendoping im Profisport. Im Buch geht’s ums Laufen und die Olympiade, aber die täglichen Doping-Meldungen der Tour de France sind auch okay.)

Leena Lehtolainen: Wer sich nicht fügen will (Rivo Satakieli – Taschenbuch-Ausgabe des achten Falles von Kommissarin Maria Kallio)

Boris Meyn: Die Schattenflotte (Ein historischer Kriminalroman)

Joseph Thornborn: Das vierte Geheimnis (Il quartro segreto – und noch ein Vatikan-Thriller. Dieses Mal geht’s um das vierte Geheimnis von Fatima.)

Andrew Vachss: Der Fahrer (The getaway man – Ich hatte gedacht, Andrew Vachss wäre für den deutschen Buchmarkt gestorben. Und jetzt kehrt er nach einer vierjährigen Pause mit einer düsteren Gangstergeschichte zurück.)

September

Chris Mooney: Secret (The secret friend – Polizistin Darby McCormick sucht den Entführer und Mörder von zwei Harvard-Studentinnen. Da verschwindet die dritte Studentin.)

Roman Rausch: Das Mordkreuz (In seinem sechsten Fall beschäftigt sich der Würzburger Kommissar Killian mit dem geheimnisvollen Erscheinen einer Weißen Frau, die die Botin des Todes sein soll.)

Catherine Sampson: Furchtlos (Out of mind – Taschenbuch-Ausgabe)

Tatjana Ustinowa: Stirb, Brüderchen, stirb (Podruga osobogonaznachenija – Taschenbuch-Ausgabe)

Jacqueline Winspear: Maisie Dobbs – Das Haus zur letzten Ruhe (Maisie Dobbs – Taschenbuch-Ausgabe eines 1929 in London spielenden Krimis, der wahrscheinlich etwas falsch mit „Englands erste Detektivin ermittelt“ untertitelt ist.)

Oktober

Declan Hughes: Blutrivalen (The price of blood – In seinem dritten Fall soll Privatdetektiv Ed Loy einen verschwundenen Rennpferdetrainer finden.)

Liza Marklund: Nobels Testament (Nobels Testament – Taschenbuch-Ausgabe eines Abenteuers mit der Journalistin Annika Bengtzon)

Petra Oelker: Die Schwestern vom Roten Rathaus (Ein 1773 in Hamburg spielender Krimi.)

Norman Partridge: Die dunkle Saat (Dark Harvest – erhielt 2006 den Bram-Stoker-Preis und war für den World-Fantasy-Preis nominiert.)

Thomas Raab: Der Metzger muss nachsitzen (Taschenbuch-Ausgabe)

Maj Sjöwall/Per Wahlöö: Die Martin-Beck-Romane (Alle Sjöwall/Wahlöö-Romane erscheinen in neuer Übersetzung und mit Vorworten von bekannten Krimiautoren.)

November

Benjamin Black: Nicht frei von Sünde (Christine Falls – Taschenbuch-Ausgabe)

Petra Hammesfahr (Hrsg.): Zum Sterben schön (Weihnachtskrimis von Ingrid Noll, Jan Costin Wagner, Sandra Lüpkes, Leen Lehtolainen, Philip Kerr – Taschenbuch-Ausgabe)

Jilliane Hoffman: Vater unser (Plea of Insanity – Taschenbuch-Ausgabe)

Mons Kallentoft: Mittwinterblut (Midtvinterblot – Taschenbuch-Ausgabe)

Jan Seghers (Hrsg.): Der Tod hat 24 Türchen – Ein mörderischer Adventskalender (mit Geschichten von Friedrich Ani, Oliver Bottini, Gila Klönne, Jan Costin Wagner und anderen.)

Dezember

Gregory & Tintori: Das Auge Gottes (The Illumination – Reporterin Dana Landau entdeckt im Irak einen scheinbar wertlosen Talisman. Als deswegen Menschen sterben, will sie das Geheimnis des Steines herausfinden.)

Jilliane Hoffman: Cupido/Morpheus (Retribution/Last Witness – Zwei Krimis in einem Band)

Katherine John: Wehrlos (Midnight Murders – Zweiter Fall für Inspector Trevor Joseph. In einem alten Gebäude werden mehrere lebendig begrabene Frauenleichen gefunden und Trevor Joseph wird als Täter verdächtigt.)

Cormac McCarthy: Die Border Trilogie (fasst „All die schönen Pferde“, „Grenzgänger“ und „Land der Freien“ in einem Buch zusammen)

George Pelecanos: Der Totengarten (The Night Gardener – Ob Pelecanos bei seinem dritten Verlag [hoffentlich hab ich mich nicht verzählt] mehr Glück hat? Zu gönnen wäre es ihm und die von Rowohlt geplante Werbekampagne ist sicher hilfreich.)

Valerio Varesi: Die Schatten von Montelupo – Commissario Soneri kommt ins Grübeln (Le ombre di Montelupo – Taschenbuch-Ausgabe)

Janwillem van de Wetering: Der Freund, der keiner war (Beyond the Infinite – Kriminalnovelle)

Mila Wolf: Schandfleck (Ja, so sind die Dörfler. Statt friedlichem Landleben gibt es den Missbrauch von Minderjährigen und den Mord an einer Sechzehnjährigen. Da kann ich doch gleich in der bösen Großstadt bleiben.)

Januar

Jay Bonansinga: Todesschatten (Dark) (Perfect Victim – Vierter Thriller mit FBI-Profiler Ulysses Grove. Dieses Mal erfahren wir, dass Grove bestimmt ist, die Menschheit vor dem Verderben zu retten.)

David Hewson: Das zweite Leben (The promised land – Nach zwanzig Jahren wird David Bierce als unschuldig Verurteilter aus dem Gefängnis entlassen. Da geschieht ein weiterer Mord und wieder scheint David der Täter zu sein. Doch dieses Mal will er den wahren Täter finden. – Achten Sie auch auf den im Dezember bei Ullstein Taschenbuch erscheinenden, älteren Roman „Epiphanias“ von David Hewson.)

Alexander Köhl: Wundmale (Kommissar Basler wird wegen des Selbstmords einer jungen Frau in einer Spessartdorf geschickt. Bei seinen Ermittlungen stößt er neben Familiengeheimnissen auf religiösen Fanatismus und Aberglauben.)

Kate Pepper: Nur 15 Sekunden (Names of the Dead – Reporterin Darcy recherchiert eine Mafia-Story. Gleichzeitig wird sie von einem Stalker belästigt. Als er ein Video von einem Treffen von ihr mit einem Informanten ins Netz stellt, ist ihr Leben in Gefahr.)

Nana Rademacher: Seelenruh (In einem südbadischen Winzerdorf werden drei Frauen ermordet. Goldschmiedin Sina ermittelt „mit weiblicher Raffinesse und unkonventionellen Methoden“)

Karin Slaughter: Dreh dich nicht um/Schattenblume (A faint cold fear/Indelible – Zwei Krimis in einem Band)

Februar

J. M. Calder: Ich töte, was du liebst (And hope to die – Eine Serie von Kindesentführungen hält die Stadt in Atem. Lieutenant Solomon Glass steht vor einem Rätsel.)

Leena Lehtolainen: Du dachtest, du hättest vergessen (Kun luulit unohtaneesi – Taschenbuch-Ausgabe)

Chris Mooney: Missing (Remembering Sarah – Vor fünf Jahren verschwand Mike Sullivans Tochter spurlos. Als er versucht, einen sterbenden Ex-Priester zum Reden zu bringen, verschwindet ein weiteres Mädchen.)

Saskia Noort: Und hüte dich vor dem Bösen (De Eetclub – Taschenbuch-Ausgabe)

Thierry Serfaty: Phobie (Peur – Paris: Seltsame Selbstmorde beschäftigen Kommissar Flammand Erick. Er glaubt, dass ein Angsttherapeut sie in den Tod getrieben hat. – Allein die angekündigte Länge von 688 Seiten finde ich schon ziemlich abschreckend.)

März

Martha Grimes: Inspektor Jury küsst die Muse/Inspektor Jury bricht das Eis (The dirty duck/Jerusalem Inn – Zwei Krimis in einem Band)

Tom Harper: Der vergessene Tempel (Lost Temple – Kreta 1947: Glücksritter Sam Grant hat von einem sterbenden Archäologen ein Notizbuch erhalten. Als Grant plötzlich von britischen, amerikanischen und sowjetischen Agenten verfolgt wird, weiß er, dass er etwas Wertvolles in den Händen hat.)

Brad Kelln: Die Bibel der Toten (In tongues of the dead – Und noch ein Sakral-Thriller mit der katholischen Kirche als Bösewicht. Gut, dass Pater Benicio Valori berechtigte Zweifel hat.)

Philip Kerr: Das Janusprojekt (The one from the other – Taschenbuch-Ausgabe eines 1949 in München spielenden Krimis mit Bernie Gunther. Mitte Januar 2009 erscheint bei Wunderlich Hardcover der fünfte Bernie-Gunther-Roman „A quiet flame“ als „Das letzte Experiment“.)

Stefan Maelck: Tödliche Zugabe – Hank Meyer ermittelt (Taschenbuch-Ausgabe)

Jenniver Mc Mahon: Die Insel der verlorenen Kinder (Island of the lost girls – Ernestine fragt sich, ob ihr Freund Peter Kinder entführt.)

Gregg Olsen: Suspect – Tödlicher Verdacht (A cold dark place – Seltsame Sitte bei Rowohlt. Das mit den englischen Titeln bei den deutschen Ausgaben von englischen Werken, die in ihrer Heimat einen ganz anderen Titel haben. Oh, die Story: Detective Emily Kenyon jagt einen Serienkiller, der anscheinend ihre Tochter in seiner Gewalt hat.)

April

Kenneth Abel: Die Flut (Floaters – Mit „Köder am Haken“ und „Die Mauer des Schweigens“ hatte Kenneth Abel vor über zehn Jahren einen guten Start in Deutschland. Dann war lange Pause. In seinem neuesten Werk erzählt er eine Mafiageschichte, die während des Hurrikans Kathrina spielt.)

Simon Beckett: Obsession (Owning Jacob – Ben hat’s nicht leicht. Zuerst stirbt seine Frau Sarah. Dann muss er erfahren, dass sein autistischer Sohn Jacob nicht Sarahs Sohn ist. Sie hat ihn als Baby entführt. Ben beginnt – ganz schlechte Idee – die leiblichen Eltern von Jacob zu suchen.)

Anke Cibach: Der Tote vom Leuchtturm – Ein Fall für Tilde Janssen („Für alle, die skurille Kriminalromane lieben“, sagt der Verlag.)

Kevin O’Brien: Blutzeugen (One last scream – Die psychisch labile Amelia tötet in ihren Alpträumen ihre Familie. Da werden ihre Alpträume wahr und sie fragt sich, ob sie oder jemand anderes die Morde begangen hat.)

Mario Puzo: Der Sizilianer (The Sicilian – Neuausgabe)

Stefan Slupetzky: Lemmings Zorn – Lemmings vierter Fall (Babysitterin Angela ist tot. Lemming sucht ihren Mörder.)

P. J. Tracy: Spiel unter Freunden/Der Köder (Monkeywrench/Live Bait – Zwei Krimis in einem Band)

Fett Kursiv: Na, Sie wissen schon.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch


Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch

Juli 24, 2008

Ein neuer Roman von Val McDermid, weitere bekannte Namen und einige Debüts bestimmen das Programm von Knaur Taschenbuch. Das vollständige Krimiprogramm sieht so aus:

Oktober

Giles Blunt: Eisiges Herz (Taschenbuch-Ausgabe)

November

Peter Abrahams: Gerissen (Eine junge, idealistische Schriftstellerin glaubt, dass ein Mann unschuldig als Raubmörder verurteilt wurde. Wenn sie sich da mal nicht irrt. – Neuer Thriller eines mehrfach für den Edgar nominierten Autors.)

Michael Böckler: Tödlicher Tartufo (Der zweite Fall für Hippolyt Hermanus – Taschenbuch-Ausgabe)

Vena Cork: Augen in der Nacht (Taschenbuch-Ausgabe)

Tim Green: Kesseltreiben (Immobilienmakler Thane Coder wird durch den Mord an einem Freund reich. Da verdächtigt ihn der Sohn des Opfers als Täter und das hoffentlich spannende Psychoduell beginnt. -Zurückgezogen)

Douglas Preston/Lincoln Child: Maniac – Der Fluch der Vergangenheit (Ein neuer Fall für Special Agent Pendergast – Taschenbuch-Ausgabe)

Maurice Philip Remy: Mogadischu Welcome – Das Entführungsdrama der Landshut (der Tatsachen-Thriller zum gleichnamigen ARD-TV-Film. Ob das Buch jetzt ein Sachbuch oder der Roman zum Film ist, wird in der Werbung nicht richtig deutlich.)

Dezember

Thomas Kastura: Der vierte Mörder (Klemens Raupachs erster Fall – Taschenbuch-Ausgabe)

Damien Lewis: Cobra Gold (Libanon 1979: britische Elitesoldaten rauben in Beirut den Goldvorrat einer großen Bank. Zwanzig Jahre später wollen sie das versteckte Gold abholen. Doch sie sind nicht die einzigen. – Beruht teilweise auf Tatsachen.)

Val McDermid: Schleichends Gift (Tony Hill und Carol Jordan ermitteln.)

Michael White: Der Orden der schwarzen Sphinx (Mysterythriller: ein Polizeifotograf stößt bei seinen Ermittlungen in einer aktuellen Mordserie auf eine ähnliche Mordserie, die vor 150 Jahren geschah. Der Orden der schwarzen Spinx scheint etwas damit zu tun zu haben.)

Januar

Karin Alvtegen: Schatten (Taschenbuch-Ausgabe)

Beverly Barton: Killing Beauties (Polizistin Lindsay McAllister jagt zwei Serienkiller, die ehemalige Schönheitsköniginnen umbringen.)

John Farrow: Eishauch (Montreal: Detective Emil Cinq-Mars findet am Heiligabend die bestialisch ermordete Leiche seines besten Informanten. Er glaubt, dass er von einem Polizisten ermordet wurde. Aber es gibt auch Spuren zu rivalisierenden Motorradgangs, der russischen Mafia, der Cosa Nostra und der CIA. – Genug Stoff für über 500 Seiten.)

Reginald Hill: Der Wald des Vergessens (Taschenbuch-Ausgabe)

Jean-Michel Sakka: Horus – Das Jenseits ist nur einen Schritt entfernt (In diesem Mysterythriller will eine religiöse Sekte verhindern, dass Genforscher Joel Costes den Schlüssel zur Unsterblichkeit findet.)

Chris Simms: Totenhaut (In seinem zweiter Fall jagt Detective Inspector Jon Spicer in Manchester einen Serienkiller, der seinen Opfern die Haut abzieht.)

Februar

Simon Brett: Ein Toter kommt selten allein (Die Amateurdetektivinnen Carole und Jude suchen erstens eine verschwundene Leiche und zweitens den Mörder.)

Andreas Franz: Mörderische Tage – Julia Durants schwerster Fall (Ein Unbekannter entführt Frauen. Sein neuestes Opfer: Julia Durant.)

Gay Longworth: Am Anfang war die Täuschung (Taschenbuch-Ausgabe)

Judy Mercer: Frau ohne Vergangenheit (TV-Journalistin Ariel Gold fragt sich, ob der charismatische Angeklagte Jack Spurling schuldig ist. – Das klingt doch nach einem ausgewachsenen Romantic Thriller.)

Kate Morgenroth: Die Schlangengrube (Ein Mitglied eines Krimi-Lesezirkels wird ermordet. Buchhändlerin Sofie sucht den Mörder. „Britischer kann es in Amerika nicht werden“, verspricht der Verlag.)

Chris Tvedt: Frei von Schuld (Noch ein Debüt eines Norwegers. Rechtsanwalt Mikael Brenne gerät in die kriminellen Machenschaften eines ausländischen Mandanten und wird zum Mörder.)

März

Roderick Anscombe: Verschwunden (Boston im Sommer: Ein achtjähriges Mädchen wird entführt. In ihrem Versteck wird sie nur 24 Stunden überleben. Der Verdächtige schweigt und Gerichtspsychiater Paul Lucas sieht sich vor eine schwere Entscheidung gestellt. – Ähnlichkeiten mit einem wahren Fall sind rein zufällig.)

Rebecca Drake: Still sollst du sterben… (In der Nähe einer idyllisch gelegenen Mädchenschule wird eine Mädchenleiche entdeckt. Die junge Lehrerin Lauren sucht den Mörder und stößt in der Schule auf einen geheimen Mädchenclub und ihre fanatische Anführerin.)

Dianne Emley: Kreuzstich (Der zweite Fall für Detective Nan Vining vom Pasadena Police Department. Sie muss einen Doppelmord, bei dem ein stadtbekannter Lebemann starb, aufklären.)

Jeff Lindsay: Komm zurück, mein dunkler Bruder (Drittes Buch mit Dexter Morgan, Serienkiller und Spezialist für Blutanalysen bei der Polizei von Miami. – Bin gespannt, ob die nach Lindsays Büchern entstandene TV-Serie „Dexter“ auch in Deutschland ein Erfolg wird. RTL II will sie im Herbst ausstrahlen.)

Steven Sidor: Stadt der Knochen (Sein Debüt „Skin River“ gefiel mir ganz gut. Mal sehen, ob er nach seinem Gangsterkrimi eine guten Polizeikrimi über die Jagd nach dem Mörder eines polizeibekannten Transsexuellen schreibt.)

April

Carla Cassidy: Vergiss nie deine Sünden (Ein Unbekannter bringt Menschen, denen Marissa zufällig begegnet, um. Der Täter hinterlässt auf ihnen eine Karte, in der er Marissa seine Liebe gesteht.)

Scott Frost: Fear – Angst hat einen Namen (Nach „Risk“ der zweite Fall für Detective Alex DeLillo. Dieses Mal soll sie den Mord an ihrem ihr bis zu seinem Ableben unkannten Halbbruder aufklären.)

Lawrence Goldstone: Anatomie der Täuschung (Ein 1889 in Philadelphia spielender Forensiker-Krimi.)

Steve Mosby: Der 50/50-Killer (Taschenbuch-Ausgabe)

Fett Kursiv: Na, Sie wissen schon.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch


Ian Rankin redet, Theakstons Crime Novel of the Year, Dennis Lehanes neues Buch

Juli 23, 2008

Bei „In For Questining“ ist ein Interview mit Ian Rankin online. Schon etwas älter sind die Gespräche mit Stuart MacBride und dem noch nicht ins Deutsche übersetzten Ray Banks (noch ein Schotte).

Es hat einige Tage gedauert, aber jetzt steht die Gewinnerin des diesjährigen Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year auch auf der offiziellen Homepage. Es ist Stef Penny mit The Tenderness of Wolves. Dort finden Sie auch die Shortlist; die Longlist gibt es hier.

In den USA erscheint am 23. September das lange angekündigte historische Epos „The given day“ (720 Seiten!) über den Streik der Polizei von Boston 1919 von Krimi-Autor Dennis Lehane (unter anderem „Gone, Baby, Gone“, „Mystic River“ und „Shutter Island“). In der Seattle Times erschien jetzt ein informativer Artikel über Lehane und sein neuestes Buch. Eine deutsche Veröffentlichung ist noch nicht angekündigt.


Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Juli 22, 2008

Beginnen wir mit der schlechten Nachricht: Auch im Herbstprogramm veröffentlicht Ullstein keinen Roman von T. Jefferson Parker. Die gute finden Sie weiter unten.

September

Jo Nesbo: Der Erlöser (Weihnachten in Oslo: Harry Hole liefert sich ein atemloses Duell mit einem kroatischen Auftragskiller)

Oktober

Linwood Barclay: Dem Tode nah (Die kleinen Sünden bestraft der Herrgott sofort: der 17-jährige Derek will sich im leeren Haus der Nachbarn mit seiner Freundin treffen. Doch die Hausbesitzer kehren überraschend zurück, werden von einem Killer ermordet und Derek schwebt als Zeuge in Lebensgefahr.)

Carol Higgins Clark: Alptraum in Weiß (Achtes Abenteuer mit Privatdetektivin Regan Reilly: Ihr Brautkleid wird aus einer Boutique gestohlen und ihr Künftiger will vor der Hochzeit noch einen Bankräuber stellen.)

Sidney Sheldon: Blutspur (Neuauflage des Thrillers)

November

R. R. Heller: Der 13. Jünger (Eine Verschwörung biblischen Ausmaßes – angerichtet von einem schreibenden Ehepaar)

Gisa Klönne: Leise rieselt der Schnee… – Der Krimi-Adventskalender

Dezember

D. H. Dublin: Body Code (Auftakt einer neuen Thrillerserie im CSI-Milieu mit einer charmanten Ermittlerin. – Brauchen wir das wirklich? Können wir uns nicht einfach wieder „Crossing Jordan“ ansehen?)

David Hewson: Epiphanias (Zwanzig Jahre nach einem furchtbarem Mord will eine mysteriöse Frau Genugtuung für die damalige Tat. – Im Januar erscheint bei rororo Taschenbuch mit „Das zweite Leben“ ein neueres Werk von Hewson.)

Iris Johansen: Netz des Todes (Für einen Drogenbaron soll Eve Duncan ein Gesicht rekonstruieren. Als Bezahlung soll sie erfahren, was mit ihrer verschwundenen Tochter geschah.)

Dan Kavanagh: Duffy (Ja, wieder erhältlich. Und der Verlag hat spendiert sogar eine neue Übersetzung von Willi Winkler.)

Januar

Anna Blundy: Wodka Pur (Journalistin Faith Zanetti kann nicht lange das mondäne Leben in Moskau genießen. Denn sie soll einen Mord begangen haben.)

Rita Mae Brown: Auf heißer Fährte (Ein neuer Fall für Sister Jane und ihre tierischen Freunde.)

Peter Robinson: Eine seltsame Affäre (Inspektor Alan Banks ermittelt wieder: eine junge Frau wird ermordet und alle Spuren führen zu Banks.)

Michael Schomers: Todsichere Geschäfte (Taschenbuch-Ausgabe)

Februar

Peter Brendt: Seawolf (Captain Robert DiAngelo soll ein im Persischen Golf gestrandetes Seawolf-Atom-U-Boot wieder seetüchtig machen. Wenn es ihm nicht gelingt, droht eine internationale Krise)

Jens Johler: Kritik der mörderischen Vernunft (klingt bedeutungsschwer, und dass der Mörder sich Kant nennt, klingt nicht minder bedeutungsschwer. Da ist es beruhigend, dass der Wissenschaftsjournalist Troller die Spur des Mannes, der Wissenschaftler umbringt, um so den freien Willen zu schützen, aufgenommen hat. – Naja, Menschen haben schon aus dümmeren Motiven Morde begangen.)

März

Ronald Cutler: Eternitas (Ein Archäologe entdeckt eine von Jesus beschriebene Schriftrolle. Noch bevor er sie entschlüsselt hat, werden seine Mitarbeiter von einer fanatischen Gruppe umgebracht.)

Elizabeth Peters: Das Königsgrab (Amelia Peabody ermittelt am Grab des Tutenchamun.)

Fett Kursiv: Na, Sie wissen schon.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch


Fundsachen, nicht sortiert

Juli 21, 2008

Beginnen wir mit einer traurigen Nachricht:

Ernst Solèr ist tot. Er starb am bereits am Mittwoch, den 16. Juli, 48-jährig an Krebs. Er schrieb die in Zürich spielenden Krimis mit Polizeihauptmann Fred Staub.

Der Grafit-Verlag schreibt über den Erfinder des sympathischen Ermittlers Staub:

Der Verlag trauert um seinen Autor Ernst Solèr, der an diesem Mittwoch im 49. Lebensjahr an den Folgen einer tückischen Krankheit verstorben ist.
Die Arbeit an seiner Krimiserie um den sympathischen Zürcher Polizeihauptmann Fred Staub gab ihm in den letzten Lebensjahren Motivation und Lebensmut. Doch die Krankheit konnte er nicht besiegen.
Wir haben mit Ernst Solèr einen wunderbaren Menschen und vortrefflichen Autor verloren.

Peter Sennhauser schrieb einen persönlichen Nachruf.

Erfreulich ist dagegen diese Meldung: Mit „Fragen Sie den Papagei“ (Ask the Parrot, 2006) kehrt Richard Stark (auch bekannt als Donald E. Westlake) zurück auf den deutschen Buchmarkt. Der Paul Zsolnay Verlag hat dafür sogar eine informative Webseite erstellt.

David J. Montgomery hat inzwischen in seinem Crime Fiction Dossier weitere informative Texte über das Thrillerfest der ITW online gestellt: Fazit, Writer-Publisher-Partnership, Plots with a twist, Ratschläge und ein Foto.

(Zwischen den ganzen Nachberichten empfiehlt er innerhalb der „Friday’s Forgotten Books“-(Klassiker?)-Reihe „Chinaman’s Chance“ von Ross Thomas. Der Alexander Verlag hat den Roman kürzlich als „Umweg zur Hölle“ wiederveröffentlicht.)

Die einen sagen, dass das Überarbeiten einer Geschichte, diese verbessert. Die anderen sagen, dass – gerade in Hollywood – das ständige Umschreiben einer Geschichte über viele Jahre (was dort nicht Umschreiben, sondern Entwickeln heißt) zu einer schlechteren Geschichte führt. Auch das Drehbuch für „Hancock“ wurde in Hollywood viele Jahre herumgereicht (äh, entwickelt), jetzt mit Will Smith verfilmt und die Leute stürmen ins Kino. Doch hätte nicht das ursprüngliche Script von „Hancock“, das damals noch „Tonight he comes“ von Vincent Ngo, einen besseren Film ergeben? Lesen Sie selbst.

Zum Streit zwischen Bloggern und Zeitungskritikern hat Wortvogel Torsten Dewi einen lesenswerten Beitrag geschrieben. Zwar ging es ihm um Filmkritiker, deren Arbeit im Wandel der Zeit, das Verhalten der Verleihe gegenüber den verschiedenen Kritikern und die immer kürzere Zeit zwischen Pressevorführung und Filmstart (Dewi nennt als aktuelles Beispiel den neuen „Akte X“-Film. Die Pressevorführung ist drei Tage vor dem Kinostart. Für Tageszeitungen und das Internet ist das okay. Er selbst hat seinen „Akte X“-Artikel, wie alle Journalisten, die für Wochen- und Monatszeitschriften schreiben, bereits vor langem geschrieben.). Doch Dewi stellt diese Konflikte in einen größeren Zusammenhang und er schlägt – skeptisch – als künftige Arbeitsteilung vor: das Internet für die einzelnen Filmkritikern, die Zeitschriften für die längeren, mehr in die Tiefe gehenden Essays über Filme, Entwicklungen und Tendenzen:

Man kann dem Internet nicht vorwerfen, schneller zu sein als die Druckerpresse. Und vielleicht ist die aktuelle Orientierungshilfe in Sachen Film tatsächlich etwas, das die Online-Schreiber besser handhaben können. Und vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn sich Printjournalisten wieder mehr auf die größeren Zusammenhänge konzentrieren, als verkrampft Filme kurz vorzustellen. Ein Comeback des Film-Essays wäre in manchen Bereichen durchaus wünschenswert.

Wie sich die Zeiten ändern. Bei Schnittberichte ist ein Schnittbericht über „Man-Eater“ online. Die Älteren werden sich noch an diesen Skandalfilm von Joe D’Amato erinnern, der in Deutschland schnell verboten wurde und dann, nach dem Motto ‚Wenn’s verboten ist, muss es gut sein’, auf jeder zweiten Party angesehen wurde.

Die sich an den Schnittbericht anschließende Diskussion zeigt, wie sehr sich in den vergangenen knapp dreißig Jahren die Grenzen im Horrorfilm verschoben. Die meisten sagen, dass der Film langweilig und die Tricks schlecht seien. Nur einige murmeln, es handele sich um einen Klassiker (und schränken es dann auch gleich ein: für das Genre. Wichtig wegen der Diskussionen, die er damals auslöste. Man müsse ihn damals gesehen haben.)

„Noir of the Week“ stellt gewohnt ausführlich die in Deutschland nicht gelaufene Cornell-Woolrich-Verfilmung „The Guilty“ von 1947 vor.  Regie führte der Östereicher John Reinhardt. Sein letzter Spielfilm war 1953 „Briefträger Müller“ mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle.


Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Juli 17, 2008

Und gleich noch ein Verlag, der Werke von James Patterson und Jeffery Deaver veröffentlicht.

November

Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher (Taschenbuch-Ausgabe – Verhörspezialistin Kathryn Dance, die mit „Die Menschenleserin“ ihre eigene Serie erhielt, trat erstmals in diesem Lincoln-Rhyme-Amelia-Sachs-Roman auf. Gemeinsam jagen sie den Uhrmacher; einen Serienmörder, der seine Morde mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks begeht.)

Linda Howard: Gefahr (Unternehmer Bailey Wingate und seine Pilotin Cam Justice kämpfen nach einem Flugzeugabsturz über den Rocky Mountains ums Überleben. Denn Wingates Kinder wollen ihren Vater tot sehen. – Ein Ladythriller.)

Jim Kelly: Einer bleibt zurück (Bei einem Militärmanöver wird ein Skelett entdeckt. Journalist Philip Dryden sucht den Mörder.)

Hilmar Klute: Herz Kammer Jäger (Privatdetektiv Josef Celle soll im Auftrag eines Siebzigjährigen dessen Mutter suchen. Als Celle über die erste Leiche stolpert, weiß er, dass das kein Routineauftrag ist. – Krimidebüt eines Redakteurs der Süddeutschen Zeitung.)

Lisa Scott: Stummer Verrat (Eine Juraprofessorin beobachtet während eines Gefangenenaufstandes den Mord an einem Wärter. Die Mörder wollen anschließend auch die Zeugin töten.)

Colleen Thompson: Geliebter Mörder (Ist Claires Mann, der Polizist Spence, ein Mörder? Und will er sie umbringen? – Thompson ist in den USA der neue Star des romantischen Thrillers, sagt der Verlag)

Dezember

Robin Cook: Der Experte (Der mittellose Taxifahrer Davydov will sich rächen und als Ex-Biochemiker weiß er auch wie.)

Gonzalo Giner: Die letzte Reliquie (Auch in Spanien können alte Schmuckstücke die Welt in den Untergang stürzen und nur ein einzelner kann die Katastrophe aufhalten.)

Matthew Scott Hansen: Schwarzes Dickicht (Ty Greenwood sucht in den Wäldern des US-Staates Washington nach einer menschenfressenden Bestie. – Wird als Horrorthriller beworben.)

Januar

Dale Brown: Feuerstoss (ein weiterer Hich-Tech-Thriller: Jason Richter und seine Jungs von TALON jagen die Hintermänner von Ökoterroristen, die mit einer Nuklearbombe eine Ölraffinerie vernichteten.)

Clive Cussler: Höllenjagd (The Chase – Kopfgeldjäger Isaac Bell jagt einen brutalen Bankräuber.)

Tess Gerritsen: Blutmale (Taschenbuch-Ausgabe)

Tami Hoag: In aller Unschuld (Richterin Moore glaubt nicht, dass ein mehrfach verurteilter Sexualstraftäter eine Mutter und ihre beiden Töchter umgebracht hat. Doch wie lange kann sie ihm ein faires Verfahren garantieren?)

Mike Lawson: Das Poseidon-Komplott (Joe DeMarco jagt eine nordkoreanische Agentin. – Lawson erhält viele Vorschusslorbeeren. Sein Debüt „Der Luchs“ liegt auf meinem Zu-Lesen-Stapel.)

Debra Webb: Wie ein dunkler Fluch (FBI-Jungagentin Grace und Ex-Agent McBride suchen einen Entführer. Dummerweise kennt er ihre dunklen Geheimnisse.)

Februar

James Becker: Unheilig (Und wieder einmal kennt der Vatikan, wenn er seine Geheimnisse schützt, keine Skrupel.)

Andrea C. Busch (Hrsg.): Mord zwischen Messer & Gabel – 54 Krimis – 99 Rezepte (Die Erstausgabe der Sammlung aus Kurzkrimis und Kochrezepten war bei Gerstenberg.)

Linda Fairstein: Leichenfund (Killer Heat – Die New Yorker Staatsanwältin Alex Cooper jagt in der Augusthitze einen sadistischen, willkürlich zuschlagenden Serienmörder.)

J. D. Robb: Tödliche Unschuld ( Strangers in Death – ein neues Abenteuer mit Eve Dallas. Dieses Mal scheint der Tod online zu kommen.)

Nina Wright: Ein Ganove auf vier Pfoten (Das Krimidebüt scheint etwas für die Fans von Janet Evanovich zu sein.)

März

Jordan Dane: Shadowkiller (Detective Rebecca Montgomery sucht einen Frauenmörder. Bei ihren Ermittlungen trifft sie immer wieder den attraktiven Diego Galvan. Da ist dann die Frage „Ist mein Geliebter ein Mörder?“ nicht weit.)

Gina French: Aus Notwehr! – Ich tötete meinen Mann, um mein Kind zu retten (Taschenbuch-Ausgabe des englischen Sachbuchs)

Derek Meister: Todfracht (Historischer Kriminalroman: Lübeck, 1393: Patrizier Rungholts vierter Fall.)

Mark Nykanen: Der Fallensteller (Taschenbuch-Ausgabe)

Inger Ash Wolfe: Todesgebet (Inspector Hazel Micalleffs erster Fall: die kurz vor der Pensionierung stehende Polizeichefin sucht, zusammen mit ihrer achtzigjährigen Mutter nach einem Mörder, der mit seinen Taten ein Todesgebet quer durch Kanada inszeniert. – Hm.)

April

Clive Cussler/Dirk Cussler: Geheimcode Makaze – Ein Dirk-Pitt-Roman (Taschenbuch-Ausgabe des Dirk-Pitt-Thrillers.)

Olivier Descosse: Verflucht sei dein Name (Luc Vernon will herausbekommen, welches tödliche Geheimnis eine Zeichnung aus dem 16. Jahrhundert enthält. Seine Reise führt ihn über New York nach Amazonas.)

Margie Orford: Blutrose (Profilerin Clare Hart soll in Namibia eine in der Nähe einer Kaserne stattfindende Mordserie an Jungen aufklären.)

Bill Vidal: Der Clayton-Deal (Debüt: Investmentbanker Clayton erfährt von einem Millionenvermögen, das sein Großvater vor einem halben Jahrhundert in einer Schweizer Bank bunkerte. Als Clayton das Geld umbucht, gerät er in Teufels Küche. – Irgendwie klingt das nach Robert Ludlums „The Holcroft Convenant“/“Der Holcroft-Vertrag“.)

Christine Westendorf: Und jeder tötet, was er liebt (Kommissarin Greves erster Fall und erst nach drei Toten zeichnet sich eine erste Spur ab, die dann auch prompt zum Mann der ersten Leiche führt. – Taschenbuch-Ausgabe des ursprünglich bei Fredebold und Fischer erschienenen Romans.)

Mai

James Patterson: Dead (Double Cross – Im dreizehnten Alex-Cross-Roman ist der Profiler im Fadenkreuz von zwei Psychopathen.)

Fett Kursiv bedeutet „große Vorfreude“ (wenn ich den Roman noch nicht kenne) und/oder „diesem Werk wünsche ich viele Leser“ (wenn ich —).

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch


Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Juli 16, 2008

Viel Stoff, deshalb ohne große Vorrede:

August

Gianrico Carofiglio: In freiem Fall (Taschenbuch-Ausgabe)

September

James Patterson: Totenmesse (Terroristen nehmen während einer Trauerfeier die hochrangigen Gäste als Geisel. Der New Yorker Deeskalationsspezialist Mike Bennett soll das Schlimmste verhindern.)

November

Brett Battles: Der Profi (The Cleaner – Jonathan Quinn ist ein freiberuflicher Cleaner [aka Putzfrau] für einen amerikanischen Geheimdienst. Als er bei einem Putzauftrag über die nicht angemeldete Leiche eines bekannten Virologen stolpert, gerät er in Teufels Küche.)

Michael Crichton: Enthüllung (ist wieder lieferbar.)

Janet Evanovich/Leanne Banks: Cheers, Baby! (Romantische Komödie)

Martha Grimes: Die Trauer trägt Schwarz (Sonderausgabe eines Inspektor-Jury-Krimis zum Aktionspreis)

Mo Hayder: Die Sekte (Taschenbuch-Ausgabe des von der CWA für den Steel Dagger nominierten Werkes.)

Henning Klüver: Der Pate – Letzter Akt: Die sizilianische Mafia (Taschenbuch-Ausgabe des Sachbuchs)

Birgit Lautenbach/Johann Ebend: Totenseelen – Ein Hiddensee-Krimi (Es mag ungerecht sein, aber wenn bei einem Roman vor allem mit der Provinz, in der er spielt, geworben wird, habe ich schon keine Lust mehr zum Lesen. Und wenn dann – wieder einmal – ein siebzig Jahre zurückliegender Mord aufgeklärt wird, greife ich lieber zu etwas anderem.)

Ruth Rendell: Die Liebe eines Mörders (Taschenbuch-Ausgabe)

Francesca Weisman: Kalte Schatten (Anwalt Callum Scott kann nach einem Überfall keine Gesichter mehr unterscheiden. Dumme Sache. Noch dummer ist, dass jemand ihn umbringen will.)

Dezember

Lin Anderson: Das rote Band des Todes (Ein sechsjähriger Junge verschwindet; seine Mutter und Großmutter werden grausam ermordet. Gerichtsmedizinerin Rhonda Macleods einzige Spur ist ein afrikanischer Talisman.)

Richard A. Clarke: Break Point (Taschenbuch-Ausgabe)

Nicola Förg: Schussfahrt – Ein Allgäu-Krimi (Emons darf sich über einen weiteren Reprint eines seiner Bücher bei Goldmann freuen.)

Nicci French: Acht Stunden Angst (Taschenbuch-Ausgabe)

Elizabeth George: Wo kein Zeuge ist (Taschenbuch-Ausgabe)

Carl Hiaasen: Striptease (Neuauflage des verfilmten Comic-Crime-Bestsellers. Sehr empfehlenswert!)

Peter Temple: Spur ins Nichts (nach „Vergessene Schuld“ der zweite Krimi mit Jack Irish)

David Wolstencroft: Contact Zero (sein Debüt hat mir nicht so gefallen, aber dieses Buch wurde für den Steel Dagger nominiert.)

Januar

Patricia Cornwell: Defekt – Ein Kay-Scarpetta-Roman (Taschenbuch-Ausgabe)

Jeffery Deaver: Lautloses Duell (Neuauflage seines 2001 erstmals erschienenen „Blue Nowhere“, der von einem Duell zwischen zwei Hackern erzählt.)

Janet Evanovich: Die Chaos Queen (Die Taschenbuch-Ausgabe des elften Stephanie-Plum-Krimis)

Jack Harvey (aka Ian Rankin): Bis aufs Blut (ein weiteres Frühwerk des Erfinders von Inspector Rebus)

David Hosp: Die Tote im Wasser (Taschenbuch-Ausgabe)

John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators (Ein Krimi aus dem alten Rom)

Peter Schaar: Das Ende der Privatsphäre – Der Weg in die Überwachungsgesellschaft (Taschenbuch-Ausgabe des Sachbuchs des Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.)

Daniel Twardowski: Tod auf der Northumberland – Ein Fall für John Gowers (Erster Auftritt von Privatdetektiv Gowers. 1865 soll er in New York und auf einem Schiff den Tod eines Mannes untersuchen.)

Minette Walters: Die Schandmaske/Dunkle Kammern (Zwei Schmöker in einem Band.)

Michelle Wan: In tödlicher Absicht – Ein Krimi aus der Dordogne (Dritter Auftritt von Mara Dunn und Julian Wood.)

Februar

Laurent Botti: Totendämmerung (Türstopperdicker HorrorThriller über eine Familie, die drei Jahre nach dem Tod eines Kindes, in eine Kleinstadt zieht, in der sich bestialische Verbrechen ereignen und der Bruder des toten Jungen erfahren muss, dass die dunklen Mächte es auf ihn abgesehen habe.)

Jonathan Kellerman: Mordgier – Ein Alex-Delaware-Roman (Deutsche Erstveröffentlichung von „Compulsion“: Delaware und Sturgis fragen sich, wie der Mord an einem Partygirl und einer verwitweten alten Frau zusammenhängen. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf weitere Morde.)

Charlotte Link: Das Echo der Schuld (Taschenbuch-Ausgabe)

Maria Masella: Blumen für die Toten – Ein Fall für Commissario Mariani (In seinem ersten Fall jagt er einen Serienmörder und einen Mann, der ihm seltsame Päckchen zuschickt.)

Robert Mrazek: Die Stunde der Verräter (London 1944: Lisa und ihre Spezialeinheit sollen die Informationen zu einer streng geheimen Mission der Alliierten unter Verschluss halten. Da sterben ihre Kolleginnen unter mysteriösen Umständen.)

John Sandford: Blinder Hass (Erster Auftritt von Virgil Flowers von der Kriminalpolizei von Minnesota.)

März

Stephen Booth: Todesacker (Die beiden Polizisten Diane Fry und Ben Cooper wollen das Geheimnis der Pity Wood Farm lösen.)

Deborah Crombie: Wen die Erinnerung trügt (Superintendent Duncan Kincaid und Inspector Gemma Jansen suchen auf Bitten der im Krieg aus Berlin geflohenen Erika Rosenthal die Käuferin einer lange verschollenen Brosche.)

Ruth Downie: Der Fluch des Hirschgottes – Ein Fall für Medicus Ruso (Auch der zweite Roman mit dem Medicus spielt im alten Rom.)

Martha Grimes: Inspektor Jury spielt Katz und Maus (Wiederveröffentlichung eines Inspektor-Jury-Krimis.)

Sara Paretsky: Feuereifer (Taschenbuch-Ausgabe)

Lisa Unger: Das Gift der Lüge (Taschenbuch-Ausgabe)

April

Tom Egeland: Der Pakt der Wächter (die Fortsetzung von „Frevel“)

Zoe Ferraris: Die letzte Sure (Taschenbuch-Ausgabe eines in Saudi-Arabien spielenden Krimis, mit einem strenggläubigen Wüstenführer und einer fortschrittlichen Rechtsmedizinerin als Ermittlerteam. Sie sollen den Mord an einer schwangeren Tochter aus gutem Hause aufklären.)

Carl Hiaasen: Sumpfblüten (Taschenbuch-Ausgabe)

Jonathan Kellerman: Sharon: Die Frau, die zweimal starb – Ein Alex-Delaware-Krimi (Die deutsche Erstausgabe von „Silent Partner“ erschien bei Bastei-Lübbe.)

Adele Marini: Denn nichts ist je vergessen (Die junge, als Waise aufgewachsene Marcella will wissen, wer ihre Eltern sind. Ihre erste Spur führt in die frühen Siebziger nach Catania. Dort wurde damals eine Familie grausam ermordet. Die vierjährige Tochter überlebte.)

James Patterson: Todesahnung (Im Original „You’ve been warned“ von James Patterson und Howard Roughan. – Warum verschweigt Goldmann bei Patterson so hartnäckig die Co-Autoren?)

Nick Stone: Der Totenmeister (Der zweite Krimi mit Max Mingus spielt vor „Voodoo“ im Florida der Achtziger und erzählt die Vorgeschichte von Mingus und Boukman.)

Fett Kursiv: auf diese Werke freue ich mich am meisten.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch


ITW vergibt Preise für die besten Thriller 2008

Juli 14, 2008

Zum Abschluss des diesjährigen ThrillerFest vergab die International Thriller Writers (ITW) die Preise für die besten Thriller. Die glücklichen Gewinner sind:

Best Novel

The Ghost (Ghost), von Robert Harris

Best First Novel

Heart-Shaped Box (Blind), von Joe Hill

Best Paperback Original

The Midnight Road, von Tom Piccirilli

ThrillerMaster Award

Sandra Brown

Nominiert waren diese Schreibtischtäter. Die Kategorie „Bestes Drehbuch“ entfiel, ganz gegen den Trend, immer mehr Preise zu vergeben, dieses Jahr.


Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Juli 14, 2008

Wer die Skandinavier liebt, sollte einen genaueren Blick auf diese Neuerscheinungen werfen:

November

Henning Boetius: Der Strandläufer (Schriftsteller Boysen nimmt Abschied von seinem Vater. – Ein psychologischer Roman vom Erfinder von Inspektor Piet Hieronymus.)

Davide Longo: Der Steingänger (Taschenbuch-Ausgabe eines zuerst bei Wagenbach erschienenen kurzen Romans: Cesare soll seinen Freund Fausto, mit dem er jahrelang Flüchtlinge von Italien nach Frankreich gebracht hat, getötet haben. War er’s?)

Hakan Nesser: Aus Doktor Klimkes Perspektive (Taschenbuch-Ausgabe der Sammlung von Kurzgeschichten)

Helen Tursten: Tod im Pfarrhaus/Die Tätowierung (Kriminalinspektorin Iren Huss aus Göteborg muss in zwei Fällen ermitteln.)

Dezember

Barbara Becker Jáckli: Mord im Biedermeier (Ein historischer Kriminalroman, der seine Premiere bei Emons erlebte.)

Thomas Kanger: Der tote Winkel (Ein Liebespaar wird mit einer Axt erschlagen. Noch bevor Kommissarin Elina Wiik mit ihren Ermittlungen beginnt, mischt sich der schwedische Geheimdienst ein. Denn Jamal Al-Sharif soll ein Sympathisant einer Terrorgruppe gewesen sein. Wiik glaubt nicht an diese Version und ermittelt weiter.)

Januar

Asa Larsson: Der schwarze Steg (Anwältin Rebecka Martinsson will wissen, warum die leitende Angestellte einer Grubengesellschaft ermordet wurde.)

Sergio Pitol: Defilee der Liebe (Taschenbuch-Ausgabe eines mit dem Premio Cervantes ausgezeichneten Buches: Miguel will herausfinden, warum 1942 in Mexiko-Stadt der Exilant Erich Maria Pistauer erschossen wurde und die Künstlermuse Delfina Uribe behauptete, den Toten nicht zu kennen.)

Gunnar Steinbach: Mord mit Meerblick (Ex-Kommissar Kugelmeyer verbringt an der westdänischen Küste Weihnachten unter redseligen Rentnern. Als ein Rentner umgebracht und Kugelmeyer verdächtigt wird, ihn umgebracht zu haben, beginnt er den wahren Täter zu suchen. – Klingt nach einem Geschenk für meinen Vater, der sonst nie Krimis liest.)

Sarah Stewart Taylor: Ein listiger Tod/Der Totenschmuck (Kunsthistorikerin Sweeney St. George muss zweimal böse Buben jagen.)

Februar

Stefan Brijs: Der Engelmacher (Der jetzt als Taschenbuch erscheinende Thriller erhielt von der Königlichen Akademie der Niederlande die „Goldene Eule“ als bestes Buch des Jahres.)

Aevar Örn Jósepsson: Blutberg (Kommissar Árni aus Reykjavik fragt sich, ob der Tod von sieben Bauarbeitern beim Bau eines abgelegenen Staudamms ein Unfall oder Mord war.)

März

Michael Collins: Nicht totzukriegen (USA, Mittlerer Westen, siebziger Jahre: Frank Cassidy will wissen, wer seinen Onkel erschossen hat. Die Mördersuche wird zu einer Reise in die Vergangenheit.)

Hakan Nesser: Der Tode vom Strand/Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod (Van Veeteren zweimal auf Mörderjagd)

April

Stella Blómkvist: Das letzte Treffen – Ein Island-Krimi (Anwältin Stella Blómkvist sucht den Mörder eines ermordeten und verstümmelten Mannes. Da erfährt sie von einem Kinderpornoring, zu dem der Tote Kontakt hatte.)

Klaus Hagerup/Nils Nordberg: Letzter Akt (Fernsehkommissar Niklas Faber muss, als bei einer Shakespeare-Inszenierung in Oslo einige Morde geschehen, seine kleinen grauen Zellen anstrengen.)

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv


Fehler, die sogar ein Bestsellerautor macht

Juli 12, 2008

Joseph Finder sprach auf dem CraftFest des diesjährigen ThrillerFest der ITW (Sie entdecken den kleinen Unterschied zur Criminale? Hier viele Lesungen, dort viele Informationen und Diskussionen.) über „Die sechs größten Fehler, die sogar ein Bestsellerautor macht“ (The Six Biggest Mistakes Even Bestselling Writers Make).

David J. Montgomery (Crime Fiction Dossier) war vor Ort und schrieb eifrig mit. Hier sind seine Notizen:

MISTAKE #1: The Passive Hero

Too many thrillers have heroes who don’t act; they remain passive while events take place around them.

– The hero must advance the plot; s/he must take action.

– The hero can’t simply investigate what’s going on — he must do something about it.

MISTAKE #2: The Long Setup

– The story takes too long to get moving.

– Authors shouldn’t just dump story on the reader; they should reveal it through action.

– Too many books start with a good opening, but then slow down to a crawl.

– One way to avoid this is to start the story as late as possible. If necessary, you can then go back and fill in details later on.

MISTAKE #3: The Weak Second Act

– Too many books bog down in the middle, degenerating into repetitive conflict and simply regurgitating the same plot points over and over. The characters aren’t progressing and changing.

– The conflict of a plot must progress and escalate; the plot points must change and vary throughout the narrative.

– This escalation of conflict, as well as variance of conflict, will not only keep the reader’s interest, but help to develop and reveal character as well.

– The introduction of subplots will also help keep the second act moving.

– Whenever things start to get dull, remember: REVERSE, REVEAL, SURPRISE.

– Every scene must advance the plot.

MISTAKE #4: Predictability

– Authors should never underestimate their readers, most of whom have read a lot of books and seen even more movies and TV shows.

– Readers know the tropes and cliches of the genre. If the story is predictable, they’ll see where it’s going a long way off and get bored.

– The key is to surprise them. Veer off from the expected course.

– If the obvious development is to take the plot in a certain direction, consider taking it in a different direction instead.

– One way to avoid this trap is not to over-outline. Be spontaneous in your writing. Allow the characters and the plot to surprise you.

MISTAKE #5: The Lousy Ending

– Too many books send the reader off on a sour note by finishing with a lousy ending.

– A great ending is second only to a great beginning in importance.

– The ending should not consist of explaining everything that happened before or tying up all the loose ends.

– You should explain as little as possible; let the reader figure out the smaller details on his/her own.

– Great endings off have symmetry to the beginning.

– Twists can be good, but they must be earned. They must be set up earlier in the book and prepared for.

– When you finish the book, get out of there ASAP. Don’t draw things out.

MISTAKE #6: Showing Off

– Too many writers make the mistake of: „I’ve done the research; I’m going to cram it all in there.“

– You should tell the reader the minimum they need in order to understand the plot; just the tip of the iceberg.

– Pare it down, leaving only the juiciest nuggets behind.

– Too much info will only slow down the story.

BONUS MISTAKE #1: Overly Explicit Dialogue

– People don’t narrate a story when they speak; they don’t dump details and information.

– People speak elliptically. Watch out for expository dialogue.

BONUS MISTAKE #2: All Plot, No People

– The story won’t matter if we don’t care about the characters.

– On its own, the plot is abstract; it requires the characters to make it real and make it matter to the reader.

– Also, the stakes of the plot must matter to the characters in order for us to care as readers.

BONUS MISTAKE #3: Action Is Boring

– Unlike in film where action scenes can be exciting, in books they too often are boring.

– What is interesting to the reader is how the characters react to the action and how they interact with each other.

– There should also be variety in your scenes; don’t follow an action scene with another action scene and another action scene. Vary the pace, vary the types of scenes, slow down and speed up in order to give the reader a break and keep them interested.

BONUS MISTAKE #4: Backstory Dump

– Don’t make the mistake of dumping the characters‘ backstory on the reader all at once. It will bring your plot to a halt and bore the reader.

– Reveal the backstory slowly, in pieces, as necessary.

– Drop references in here and there; include mentions in dialogue; intersperse little details throughout the plot.

– There is always a trade-off of CHARACTER vs. PACE.

– It’s importance to find the balance of revealing enough about the characters in order to make them interesting and make the reader care about them, versus the need to keep the plot moving.

Ich kann jedem der von Finder erwähnten Punkte nur zustimmen.

Deshalb: Danke, David, für die Mitschrift!


And the Dagger goes to…

Juli 12, 2008

Die Gewinner der diesjährigen Daggers der CWA sind:

Duncan Lawrie Dagger Award

Blood from Stone, von Frances Fyfield (Little, Brown)

Duncan Lawrie International Dagger

Lorraine Connection, von Dominique Manotti, übersetzt von Amanda Hopkinson und Ros Schwartz

CWA Ian Fleming Steel Dagger

Child 44, von Tom Rob Smith

CWA Gold Dagger for Non-fiction

Nationality: Wog–The Hounding of David Oluwale, von Kester Aspden

CWA John Creasey (New Blood) Dagger

The Bethlehem Murders (US-Titel: The Collaborator of Bethlehem), von Matt (Beynon) Rees

CWA Dagger in the Library (awarded each year to “the author of crime fiction whose work is currently giving the greatest enjoyment to library users”)

Craig Russell

CWA Short Story Dagger

“The Bookbinder’s Apprentice” von Martin Edwards (in Maxim Jakubowski, Constable Robinson, Hrsg.: The Mammoth Book of Best British Mysteries)

CWA Debut Dagger (for unpublished work)

Western Fringes, by Amer Anwar (UK)

Die vollständige Nominierungsliste gibt’s hier.