Zitat des Tages: Privatsphäre

Juli 11, 2008

Horatio war immer der Ansicht gewesen, dass die schlimmste Verletzung der Privatsphäre, die im Zuge von Ermittlungen durchgeführt werden musste, darin bestand, das Haus eines Menschen vom Keller bis zum Dach unter die Lupe zu nehmen. Aber seit er sich durch ein paar Festplatten gearbeitet hatte, hatte er seine Meinung geändert. Früher einmal waren Computer nicht viel mehr als ein Aktenschrank gewesen, doch inzwischen hatten sie sich zu einer Art zweitem Hirn entwickelt, in dem immer größere Mengen an Informationen gespeichert wurden. Doch nicht die Menge der Informationen versetzte Horatio in Erstaunen, sondern ihre Qualität. Weil heutzutage ein paar Mausklicks ausreichten, um an die Daten zu fast jedem beliebigen Thema zu kommen, wurden selbst die trivialsten Details und die nebensächlichsten Kuriositäten gespeichert.

Donn Cortez: CSI: Miami – Im freien Fall

(CSI: Miami – Cut and run, 2007)


Mörderischer Herbst V – dtv

Juli 11, 2008

Weiter geht’s mit dem deutschen Verlag von John Harvey und einigen weniger bekannten Schreibern, wie Umberto Eco und Henning Mankell.

Oktober

Anne George: O du Mörderische (Die streitlustigen Southern Sisters jagen den Mörder einer Galeristin.)

Paulus Hochgatterer: Die Süße des Lebens (Taschenbuch-Ausgabe; Deutscher-Krimi-Preis 2007 – ERSCHEINT BEREITS IM SEPTEMBER)

Jorun Thorring: Glaspuppen (Ein samischer Kriminalpolizist und alleinerziehender Vater sucht den Mörder von Medizinstudentinnen. – In Norwegen wurden 50.000 Exemplare verkauft. – ERSCHEINT BEREITS IM SEPTEMBER)

November

Denis Lépée: Der Carthago-Code (Heutige Anschläge auf Regierungssitze scheinen mit architektonische Grundprinzipien, nach denen Karthago gebaut wurde, zusammenzuhängen. Unterwasserarchäologe Tommaso McDonnell deckt die Verschwörung auf.)

Zoran Zivkovic: Das letzte Buch („Spannender, postmoderner Thriller von einem Meister des schwarzen Humors…der seinen Eco gelesen hat“, schreibt der Verlag.)

Dezember

Joel Rose: Kein Rabe so schwarz (Edgar Allan Poe auf Mörderjagd)

Januar

Umberto Eco: Das Focaultsche Pendel (in neuer Ausstattung)

Frode Grytten: Die Raubmöwen besorgen den Rest (Riverton-Preis für den besten Krimi des Jahres 2005)

John Harvey: Verführung zum Tod (Charlie Resnick ist wieder da.)

Jorgen Jaeger: Blutschrift (Das nenne ich norwegische Eskalation: zuerst wird ein Zahnarzt erschossen, dann brennen drei Gebäude und kurz darauf gibt es eine Bombendrohung. Polizeichef Ole Vik und sein Team ermitteln in – abhängig von der Lesegeschwindigkeit – Echtzeit.)

Kevin Lewis: Jagd auf Frankie (Nachdem Frankie einen Kinderschänder umgebracht hat, wird sie von der Polizei und den Zuhälterfreunden des Toten gejagt. Als sie in den Besitz geheimer Daten gerät, heften sich noch einige weitere Verfolger an ihre Fersen.)

Februar

Charlaine Harris: Falsches Grab (Harper Connelly entdeckt auf einem Friedhof in Memphis, Tennessee, in einem Grab eine Leiche zu viel. Gut, dass sie die letzten Augenblicke der Toten nachempfinden kann. Dumm, dass dem Mörder das nicht gefällt.)

Cynthia Harrod-Eagles: Mord im Park (Dritter Fall für Detective Inspector Bill Slider: Der Parkmörder ersticht Joggerinnen. Doch sein jüngstes Opfer starb an einer Überdosis Beruhigungsmittel.)

Tom Kahn: Das Tibetprojekt (Historiker Decker soll das Geheimnis des tibetischen Buddhismus ergründen. Seine gefährlichen Recherchen führen ihn zurück in das Dritte Reich.)

Henning Mankell: Die flüsternden Seelen (Taschenbuch-Ausgabe eines Afrika-Romans)

Henning Mankell: Das Auge des Leoparden (Großdruck-Ausgabe eines Afrika-Romans)

Ilkka Remes: Hochzeitsflug (Gehirnforscher Christian Brück will herausfinden, warum das Flugzeug mit seiner künftigen Frau abstürzte. Eine Videokassette liefert ihm dabei den Hinweis auf ein ungeheuerliches Geschehen. – Remes überarbeitete und aktualisierte „Hochzeitsflug“ für die deutsche Ausgabe.)

März

Iain McDowall: Gefährliches Wiedersehen (Als dritter Roman erscheint der erste Fall von DCI Jacobson und DS Kerr. In ihm suchen sie den Mörder eines unauffälligen Geschichtsprofessors.)

Tomas Ross: Der Tod des Kandidaten (De zesde mei, 2003 – Der Autor ist ein Niederländer, der in Wirklichkeit H. P. Hogendoorn heißt, und mit dem Ami Ross Thomas nichts zu tun hat. Aber auch bei ihm geht es um Politik: eine gerade aus der Haft entlassene Tierschützerin soll ihre Freunde bespitzeln. Der Sicherheitsdienst glaubt, dass sie ein Attentat planen. Der Roman erhielt den niederländischen Krimipreis „Gouden Strop“.)

April

William Gibson: Neuromancer/Biochips/Mona Lisa Overdrive (die bahnbrechende Neuromancer-Trilogie vom Vater des Cyberpunk in einem Band)

Jutta Profijt: Kühlfach 4 (Krimikomödie: Autoschieber Pascha wird ermordet. Damit sein Tod gerächt wird, nimmt sein Geist Kontakt mit dem Rechtsmediziner Gänsewein auf und dieser muss unter Verbrechern ermitteln.)

Greg Rucka: Ein Job in Taschkent (Ex-SIS-Mitarbeiterin Tara Chace soll in Taschkent, Usbekistan, einen Mann und sein Kind retten. Das ist leichter gesagt, als getan.)

Qiu Xialong: Rote Ratten (Oberinspektor Chen soll den Roten Ratten – korrupte Beamte und Neokapitalisten – das Handwerk leben.)

Fett Kursiv sind die Titel, auf die ich mich besonders freue.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs


Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Juli 10, 2008

Weiter geht’s mit einigen Verlagen, die jedes Halbjahr eine überschaubare Zahl von Kriminalromanen veröffentlichen.

btb Hardcover

25. August

Hakan Nesser: Eine ganz andere Geschichte (Inspektor Gunnar Barbarotti ermittelt wieder.)

22. September

Henning Boetius: Berliner Lust (Der pensionierte Inspektor Piet Hieronymus sucht in Berlin den verschwundenen Informanten einer Immobilienfirma.)

Alexander Verlag

Herbst

Ross Thomas: Am Rand der Welt (Out on the rim, 1987 – Artie Wu und Quincy Durant versuchen 1986 ihr Glück auf den Philippinen in den Wirren nach dem Ende des Marco-Regimes. Ein Klassiker!)

Leonard Schrader: Der Yakuza (The Yakuza, 1975 – Und noch ein Klassiker. Wobei der gleichnamige Film von Sydney Pollack mit Robert Mitchum bekannter ist. Für die Neuausgabe wurde die alte Übersetzung überarbeitet.)

Heyne Hardcover

Juli

John Grisham: Berufung (The Appeal – Ein Chemiekonzern geht, nachdem er in erster Instanz zu 41 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt wird, in die Berufung. Außerdem verlässt sich Firmenboss Trudeau beim Kampf um den Erhalt seines Unternehmens gegen die junge Klägerin Jeannette Baker nicht nur auf findige Anwälte und die Mühlen der Justiz. – Das klingt doch nach einem echten Grisham.)

August

Meg Gardiner: Die Beichte (Dirty Secrets – Eine Suizidwelle unter Prominenten erschüttert San Francisco. Die forensische Psychiaterin Jo Beckett soll die Hintergründe hinter der Selbstmordwelle herausfinden und weitere Selbstmorde verhindern.)

September

Claude Cueni: Gehet hin und tötet (denkt sich ein Geheimbund, nachdem der Papst mit islamischen Gotteskriegern ein Abkommen zum Schutz des Weltfrieden schließen will. Gut, dass die Geheimbündler nicht mit Kardinal Albertini gerechnet haben. – Irgendwie scheint es für solche Verschwörungstheorien ein Publikum zu geben.)

Colin Forbes: Todeskette (The Main Chance – Spezialagent Tweed will herausfinden, wer die Inhaberin von Europas größter Privatbank ermordete. „Todeskette“ ist der vorletzte Roman des 2006 verstorbenen Colin Forbes.)

Mary Higgins Clark: Warte, bis du schläfst (Wher are you now – Zehn Jahre nach seinem Verschwinden will Marks Schwester herausfinden, warum er verschwand.)

Michael Morley: Viper (Sein 08/15-Serienkillerromandebüt „Spider“ mit dem in Italien lebenden Ex-FBI-Profiler Jack King gefiel mir zwar nicht so, aber „Viper“ hat eine gute Prämisse: Was wäre, wenn ein Mitglied der Camorra ein Serienkiller wäre? Ich werde also dem zweiten Jack-King-Roman eine Chance geben.)

Liebeskind

August

Pete Dexter: Paris Trout (Das mit dem National Book Award ausgezeichnete und erfolgreich verfilmte Werk erschien bereits in einer anderen Übersetzung als „Tollwütig“ bei Goldmann.)

James Sallis: Deine Augen hat der Tod (erschien bereits in der viel zu schnell eingestellten Dumont-Noir-Krimireihe. Schön, dass Liebeskind diese beiden Autoren in sein Programm aufgenommen hat.)

Manhattan

August

Sharon Bolton: Todesopfer (Neuankömmling Tora entdeckt auf ihrem Grundstück auf den Shetland-Inseln eine mit drei Runen gekennzeichnete Frauenleiche. Gemeinsam mit der Polizistin Dana will sie das Rätsel lösen.)

September

Ian Rankin: Ein Rest von Schuld (Exit Music – der letzte [?] Inspector-Rebus-Roman)

Page & Turner

September

John Sandford: Mordlust (Lucas Davenport soll herausfinden, ob ein Staatssenator eine Affäre mit einer Fünfzehnjährigen hatte. Außerdem muss er den Mord an einer achtzigjährigen Honoratiorin aufklären. Bei seinen Ermittlungen stößt DAvenport auf weitere Morde an älteren, reichen Kunstsammlern.)

Rotbuch

August

Jerome Charyn: Citizen Sidel (Ex-Cop Isaac Sidel ist der Kandidat der Demokraten für die Vizepräsidentschaft. Doch so einfach ist das nicht. Zehnter Sidel-Roman.)

Gunter Gerlach: Jäger des Alphabets (Großvater ist stinkreich und wird von allen Familienmitgliedern gehasst. Gordon beschließt. Großvater muss sterben! – Dass das bei Gunter Gerlach nicht ohne Nebenwirkungen abgeht, dürfte nach seinen vorherigen Krimis niemand überraschen.)

September

Allan Guthrie: Post Mortem (Auch sein Debüt „Two-Way Split“ ist ein düsterer Gangsterroman. Ian Rankin meinte „Seek him out and buy his book“.)

Hard Case Crime

Richard Aleas: Tod einer Stripperin (Little Girl Lost, 2004 – Der Krimi war zu Recht für den Edgar und den Shamus nominiert.)

Christa Faust: Hardcore Angel (Money Shot, 2008 – diese Frau ist härter als viele Männer)

Mickey Spillane: Das Ende der Straße (Dead Street, 2007 – aus dem Nachlass des Erfinders von Mike Hammer)

Donald E. Westlake: Mafiatod (361, 1962 – ein tolles Frühwerk, das bereits – wahrscheinlich unter einer anderen Übersetzung – als „Höllenfahrt“ auf Deutsch erschien)

vgs

August

Keith R. A. Decandido: CSI: NY – Ohne Ausweg (Dieses Mal müssen die New Yorker CSIler einen Doppelmord im Knast und den Mord an einem Polizisten aufklären. – Decandido schrieb auch einige Buffy-Romane.)

Oktober

Jerome Preisler: CSI: Crime Scence Investigation – Tod in der Wüste (In Las Vegas müssen die CSIler sich mit dem Mord an eine Sport-Groupie und einer unbekannten Leiche auf einem Golfplatz herumschlagen. – Preisler schrieb auch einige „Tom Clancy’s Power Play“-Romane.)

Fett Kursiv sind die Titel, auf die ich mich besonders freue.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons


R. i. P. Thomas M. Disch und Janwillem van de Wetering – und einige Kurzmeldungen

Juli 9, 2008

R. i. P. Thomas M. Disch (2. Februar 1940 – 4. Juli 2008 )

Disch erschoss sich am 4. Juli in seinem Apartment in New York. Er war nach mehreren Schicksalsschlägen depressiv und sprach öfters von Selbstmord. Er gehörte zu den Science-Fiction-Autoren, die sich scharfsichtig mit der Gesellschaft auseinandersetzten. In seinem bekanntesten Werk „Camp Concentration“ (1968 ) beschreibt er ein totalitäres Amerika, in dem an missliebigen Intellektuellen, Kriegsdienstverweigerern und Afroamerikanern medizinische Experimente durchgeführt werden. Er schrieb außerdem „The Brave Little Toaster: A Bedtime Story for Small Appliances“; die Vorlage zu dem Walt-Disney-Zeichentrickfilm „Der tapfere kleine Toaster“ (The Brave Little Toaster, USA 1987).

“The reason his science fiction is important is that he combined a kind of really dark Swiftian satire with a modernist, really postmodernist sensibility.” (Dana Gioia in NYT)

In Deutschland ist derzeit keines seiner Werke erhältlich. Im Original dagegen schon.

Nachrufe gibt es von Ellen Datlow, Edward Champion, Ed Gorman, Telegraph, LA Times und der New York Times.

R. i. P. Janwillem van de Wetering (12. Februar 1931 – 4. Juli 2008 )

Der Niederländer war Polizist der Reserve, Kaufmann, Weltenbummler (er lebte in Südafrika, Japan, England, Südamerika, Australien und den USA), las einen schlechten Kriminalroman, dachte, er könne es besser und schrieb einen besseren Roman.

„Weterings Erzählungen sind Kabinettstückchen, nicht aufregend, nicht spektakulär, sie gleichen Parabeln und sind darum auch doppelbödig.“ (Rudi Kost/Thomas Klingenmaier: Steckbriefe)

Seine ersten Erfolge hatte er mit den in Amsterdam spielenden Polizeiromanen mit Adjutant Henk Grijpstra und Sergeant Rinus De Gier. Er schrieb auch Geschcihten mit dem japanischen Inspector Saito und autobiographische Werke über seine Zeit in einem Zen-Kloster in Kyoto, Japan.

Nachrufe gibt es bei Sarah Weinman, Ludger Menke, und Radio Netherland Worldwide.

Die Juli-Ausgabe der Krimi-Couch ist online. Dieses Mal werden unter anderem Friedhelm Werremeiers „Taxi nach Leipzig„, Allan Guthries „Abschied ohne Küsse„, Sebastian Faulks „Der Tod ist nur der Anfang“, Gianluca Morozzis „Panik“ und Ian Rankins „Eindeutig Mord“ besprochen.

Ebenfalls ist die Juli-Ausgabe von The Big Thrill, der Online-Zeitschrift der International Thriller Writers, online. In ihr finden sich neben Hinweisen auf Neuerscheinungen auch längere Artikel über und Interviews mit Brad Thor, David Hewson, P. J. Parrish und Ridley Pearson.

Nachdem Thomas Wörtche im Titel-Magazin vor allem die Hard-Case-Crime-Serie kräftig zusammenfaltet, erntete er bei Krimileser Bernd (Dort stehen die Fakten, die Wörtches Meinung als, hm, etwas seltsam erscheinen lassen.) und Krimiblogger Ludger, beide Male auch in den Kommentaren, den nötigen Gegenwind. Watching-the-Detectives dpr verteidigte Wörtche. Ebenso Gohlis.

Das ist eine erfreuliche Meldung: Crimespree Cinema schreibt, dass in den USA am 7. Oktober eine Doppel-DVD des Orson-Welles-Klassikers „Touch of Evil“ (Im Zeichen des Bösen, USA 1958 ) erscheint. Auf der DVD sind drei Versionen des Films, mehrere Audiokommentare und Features; – kurz: das ist genau die Fassung, auf die ich seit Jahren warte.

Wann (und ob) die Doppel-DVD in Deutschland erscheint, ist noch unklar.


Mörderischer Herbst III – Editon Köln, Emons

Juli 7, 2008

Und was bietet Köln?

Edition Köln

August

Peter Faecke: Die Tango-Sängerin („Ein Buch, das nach dem Prinzip der Puppe konstruiert ist: eins steckt im anderen, im Kriminalroman der literarische Roman, und wer anfängt zu lesen, der ist auch schon drin und verloren“, schreibt der Verlag über den zweiten Kommissar-Kleefisch-Roman)

Kriminelle Sittengeschichte Deutschland (Herausgegeben von Frank Göhre und Jürgen Alberts)

August

Michael Molsner: Rote Messe (1973)

Irene Rodrian: Schlaf, Bübchen, Schlaf (1980)

September

Helga Riedel: Einer muss tot (1983)

Peter Schmidt: Die Regeln der Gewalt (1984)

Oktober

Peter Zeindler: Feuerprobe (1991)

Robert Brack: Psychofieber (1993)

Criminalbibliothek 1850 – 1933

Dieter Paul Rudolph (aka Watching the Detectives und Alte Krimis) gibt eine zehnbändige Reihe, versehen mit kundigen Nachworten, mit verschollenen Krimis heraus. Die erste Lieferung:

November

Emilie Heinrichs: Leibrenten (1866)

Später

Benno Bronner: Herr von Syllabus (1872)

J. D. H. Temme: In einer Brautnacht (Erzählungen, ab 1862)

Adolf Streckfuß: Der tolle Hans (1871)

Ernst von Wildenbruch: Das wandernde Licht (1893)

Emons

Juli

Sybille Baecker: Irrwege (Kommissar Brandner von der Tübinger Kripo muss den Mord an einem Jogger aufklären. Dummerweise finden sie im persönlichen Umfeld des Toten keinen Tatverdächtigen.)

Walter G. Pfaus: Tödliche Machenschaften (Privatdetektiv Fetzer sitzt in der Patsche. Er soll einen Finanzmakler umgebracht haben.)

August

Peter Kersken: Tod an der Ruhr (Im 19. Jahrhundert spielender Krimi)

September

Marlene Bach: Ab in die Hölle (Maria Moosers dritter Mordfall: Wer schnitt einem Heidelberger Finanzberater die Kehle durch?)

Martin Conrath/Sabine Klewe: Das Vermächtnis der Schreiberin (Was haben ein 1308 und ein heute begangener Mord miteinander zu tun? Heinrich Morgen wird für uns diesen Fall klären.)

Ralf H. Dorweiler: Schwarzwälder Schinken (drittes Abenteuer mit Testdieb Schlaicher und seinem Basset Dr. Watson. Dieses Mal sucht er ein entführtes Mädchen.)

Christoph Ernst: Kein Tag für Helden (Detektiv Jacob Fabian soll herausfinden, wer den Bestsellerautor Weiden als Abschreiber diffamiert. Die Spur führt in die Vergangenheit.)

Hannsdieter Loy: Rosenschmerz (Im Rosenheimer Biohotel wird einer der Gäste in der Sauna ermordet. Kriminalrat Josef Ottakring und Chili Toledo ermitteln.)

Dietmar Lykk: Totenschlüssel (Die Provinz lebt: Kommissar Lüthje muss in Norden von Schleswig-Holstein drei Morde aufklären.)

Manfred Megerle: Seefeuer (Mehrere Brände und Morde am Bodensee halten Kommissar Leo Wolf auf Trapp. Seine Ermittlungen führen ihn zu einem Internat.)

Edgar Noske: Himmel über Köln (Der Nachfolger von „Nacht über Nippes“ spielt 1968: Leo Saalbach soll eine minderjährige Tochter aus Frankreich zurückholen.)

Hannes Nygaard: Tod am Kanal (Die Husumer Kripo sucht den Mörder einer Lehrerin.)

Oliver G. Wachlin: Wunderland (Berlin Krimi über den Fall der Mauer. – Als Berliner bin ich gespannt.)

Roswitha Wildgans: Chorale Criminale (Vierter Fall der Weinstubenwirtin und Chorsängerin Maja Kuckuck: ein Metzger, mit dem Kuckuck vor vierzig Jahren eine Affäre hatte, wird erschossen. – Prost!)

Oktober

Meinrad Braun: Fliegende Fische (Richie Salewski findet zwei Stinger-Raketen und will die große Kohle machen. Doch das ist nicht so einfach.)

Carsten Sebastian Henn: Vino Diavolo (Ein Drei-Sterne-Koch wird ermordet und der Tatverdächtige Julius Eichendorff versucht seine Unschuld zu beweisen.)

Stefan Valentin Müller: Schlachthofsymphonie (Kommissar Richard Rose soll in Aschaffenburg den Mord an einem Schlachthofdirektor aufklären. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf einen Kinderhändlerring.)

Reinhard Rohn: Falsche Herzen (Hey, das ist neu: ein Serienmörder in Köln. Sein nächstes Opfer: der ermittelnde Kommissar.)

Roland Stark: Tod im Klostergarten (Eine junge Frau wird ermordet. Ihre Freundin verschwindet. Kommissar Mayfeld ermittelt. Die Schwester der Toten und der Bruder der Verschwundenen wollen die Wahrheit herausfinden. Und die Spur führt – Überraschung! – in die Vergangenheit.)

Dennis Vlaminck: Reliquiem (Ein Krimi aus dem Mittelalter)

November

Nicola Förg: Hundsleben (Kommissar Weinzirl will herausfinden, wer eine Künstlerin und Tierschützerin erschlagen hat. Verdächtig sind die bäuerlichen Nachbarn, andere Tierschützer und Verwandte von Spendern.)

Marianne Enzweiler Hill: Blinde Zeit (Kommissar Karter auf dem Selbstfindungstrip; allerdings ohne Drogen, aber dafür mit einigen anderen Verbrechen, wie einem gefälschten Familienstammbuch und einem verschwundenen Jungen.)

Fett Kursiv sind die Titel, auf die ich mich besonders freue.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Juli 6, 2008

Bei den Alligatorpapieren sind die neuen „TV-Krimi-Buch-Tipps“ erschienen. Wer den vollständigen Überblick über die demnächst im Fernsehen laufenden Verfilmungen von Krimanalfilmen studieren will, muss klicken. Ohne Klicken gibt’s nur die Erwähnung der Höhepunkte:

Hallo liebe Krimifreunde,

zu zwei Wochen, in denen Wiederholungen die Höhe- und auch Tiefpunkte des TV-Programms bilden. Zu den Tiefpunkten zählen, wenn da nicht die Musik von Peter Thomas wäre, die beiden Jerry-Cotton-Filme und der Alain-Delon-Film „Der Panther II – Eiskalt wie Feuer“ (nach einem Roman Frédéric H. Fajardie). Zu den Höhepunkten zählen Clint Eastwoods Dennis-Lehane-Verfilmung „Mystic River“, J. Lee Thompsons John-D.-MacDonald-Verfilmung „Ein Köder für die Bestie“, Orson Welles‘ Whit-Masterson-Verfilmung „Im Zeichen des Bösen“, Peter Godfreys lange nicht mehr gezeigte Wilkie-Collins-Verfilmung „Das Geheimnis der Frau in Weiß“, Jean-Luc Godards Dolores-Hitchens-Verfilmung „Die Außenseiterbande“, Wolfgang Murnbergers Wolf-Haas-Verfilmung „Komm, süßer Tod“, Barry Sonnenfelds Elmore-Leonard-Verfilmung „Schnappt Shorty“ und Alfred Hitchcocks Robert-Bloch-Verfilmung „Psycho“ (die eine „Psycho“-Nacht eröffnet).


Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Juli 4, 2008

Weiter geht’s mit zwei Krimiverlagen, die sich vor allem dem deutschsprachigen Krimi widmen:

Gmeiner

Seit zehn Jahren gibt es die ausschließlich mit deutschsprachigen Autoren bestrittene Krimireihe im Gmeiner-Verlag. Deshalb: Herzlichen Glückwunsch! (Oh, und auf der Verlags-Homepage gibt es ein Gewinnspiel.)

Juli

Beate Baum: Häuserkampf (Journalistin Kirsten Bertram ermittelt wieder: der Bruder ihres Freundes kommt nach Dresden. Er will das Hechtviertel sanieren. Bertram ist misstrauisch und befindet sich schnell zwischen den Fronten eines mörderischen Kampfes um das Sanierungsgebiet.)

Susanne Bonn: Der Jahrmarkt zu Jakobi (Historischer Kriminalroman: Lindenfels in der Pfalz, 14. Jahrhundert)

Klaus Erfmeyer: Geldmarie (Justizkrimi: Die Polizei glaubt, dass Knobels Freundin ihren Germanistikprofessor umgebracht hat. Anwalt Knobel will ihre Unschuld beweisen.)

B. Erwin/U. Buchhorn: Die Herren von Buchhorn (Historischer Kriminalroman: St. Gallen, 10. Jahrhundert)

Matthias P. Gibert: Kammerflimmern (Der Tod eines Justiziars bringt Kommissar Lenz auf die Spur der Wirtschaftsmafia.)

Edi Graf: Leopardenjagd (Der Leopard will die Tübinger Journalistin Roloff umbringen. Ihre einzige Hoffnung ist ein seit Wochen verschwundener kenianischer Safariführer.)

Sigrid Hunold-Reime: Frühstückspension („ein frecher Beziehungskrimi“ sagt der Verlag)

Marcus Imbsweiler: Schlussakt (Privatdetektiv Max Koller soll den Mörder einer Operngarderobiere finden.)

Fritjof Karnani: Notlandung (Wirtschaftsthriller: Pilotenausbilderin Beryl Kirchbach will herausfinden, warum einer ihrer Schüler sich umbrachte.)

Gabriele Keiser: Gartenschläfer (Kommissarin Franca Mazzari sucht den Mörder des bestialisch erstochenen 18-jährigen Mario Reschkamp. Eine Spur führt ins Drogenmilieu, eine andere in okkulte Kreise und eine dritte zu einer Freundin des Toten.)

Uwe Klausner: Die Kiliansverschwörung (Historischer Kriminalroman: Würzburg: 15. Jahrhundert)

Sabine Klewe: Blutsonne (Eine Mordserie erschüttert Düsseldorf. Die „MK Henker“ und Amateurdetektivin Katrin Sandmann suchen den Täter.)

Matthias Klösel: Tourneekoller (Debüt: Kommissar Beckmann kommt der Selbstmord eines Schweizer Geschäftsmanns nicht koscher vor.)

Norbert Klugmann: Die Nacht des Narren (Historischer Krimi: Lübeck, 17. Jahrhundert)

Paul Lascaux: Wursthimmel (Nach dem Käse geht’s für die Privatdetektive Heinrich Müller und Nicole Himmel um die Wurst.)

Kurt Lehmkuhl: Raffgier (Erster Band der Serie mit dem pensionierten Kommissar Rudolf-Günther Böhnke. Er sucht den Mörder eines angesehenen Immobilienmaklers.)

Raimund A. Mader: Glasberg (Debüt: Kommissar Bichlmaier muss den Mord an einem Politiker und seiner Tochter aufklären. Eine Spur führt in die Vergangenheit zum „Prager Frühling“.)

Hardy Pundt: Deichbruch (Debüt: Wurde beim Deichbau gepfuscht? Wiard Lüpkes will’s wissen.)

Friederike Schmöe: Spinnefeind (Privatdetektivin Katinka Palfy soll herausfinden, wer dem Mathematiklehrer Falk wichtige Unterlagen gestohlen hat und warum einer seiner Schüler bei einer Exkursion verschwand. Da wird Falks Ex-Verlobte umgebracht, Falk wird als Mörder verdächtigt, und Palfy erhält das Angebot, an einer dreimonatigen Ausgrabung in Libyen teilzunehmen. – Klingt verwirrend? Ist es wahrscheinlich auch.)

Hans-Peter Vertacnik: Ultimo (ein Politthriller aus Österreich)

18. September

Bernd Franzinger: Kindspech (achter Fall für Kommissar Tannenberg: die kleine Emma Tannenberg wird entführt. Der Kommissar sucht die Entführer.)

Grafit

Ohne große Vorrede

Bereits erschienen

Matti Rönkä: Der Grenzgänger (Taschenbuch-Ausgabe)

Juli

Christoph Güsken: Sensemann lacht (Comedy-Krimi: Bestsellerautor Dankmar G. Rolling beauftragt Privatdetektiv Henk Voss das Lösegeld für ein gestohlenes Manuskript zu überbringen. Voss erledigt den Auftrag. Doch als er sein Honorar abholen will, ist Rolling tot. Todesursache: zu Tode gelacht.)

Beate Sauer: Der Geschmack der Tollkirsche (Taschenbuch-Ausgabe)

September

Wilfried Eggers: Paragraf 301 (Rechtsanwalt Peter Schlüter soll in einem Fall die Auslieferung eines zu einer zwanzigjährigen Strafe verurteilten Türken in seine Heimat verhindern, in einem anderen Fall soll er einen illegal in Deutschland lebenden Türken in einem Mordprozess verteidigen. – Der Verlag meint „provokant“)

H. P. Karr/Herbert Knorr (Hrsg.): Mord am Hellweg IV (und wieder schreiben deutsche und einige ausländische Krimiautoren Kurzgeschichten. Dieses Mal wird beim Hellweg-Krimifestival auch erstmals der europäische Krimipreis „Ripper-Award“ verliehen.)

Charles den Tex: Die Macht des Mr. Miller (Taschenbuch-Ausgabe)

Oktober

Horst Eckert: Königsallee (Taschenbuch-Ausgabe)

Reinhard Junge: Achsenbruch (PEGASUS ermittelt wieder: eine Autobombe tötet Rechtsanwalt Beißner. Aber wem galt der Anschlag? Ihm oder der Bochumer Oberbürgermeisterin Sonnenschein?)

Pentti Kirstilä: Den Göttern trotzt man nicht (Ein Fall für Lauri Hanhivaara)

Gabriella Wollenhaupt: Es muss nicht immer Grappa sein (ein neuer Comedy-Krimi mit der Journalistin Grappa. – Ich fand den ersten Grappa-Krimi so schlecht, dass ich auf weitere Versuche keine Lust habe.)

Fett Kursiv sind die Titel, auf die ich mich besonders freue.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag


Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Juli 3, 2008

Was bringt der Herbst? Natürlich krimitechnisch betrachtet. Den Aufschlag – weil sie den Herbst bereits im Hochsommer beginnen lassen – machen drei Verlage, die auch Kriminalromane veröffentlichen und dabei oft ein glückliches Händchen haben:

Pendragon

Oder: der Verlag, der viele zu Unrecht vergessene Autoren wieder verlegt, teils mit neuen Büchern, teils in Überarbeitungen und teils in Neuauflagen . Ich sage nur Robert B. Parker (In Amerika ein Bestsellerautor), Ernest Tidyman („Shaft“), D. B. Blettenberg (Hey, wann kommt der neue Roman?), Fred Breinersdorfer (dito: Wo bleibt der neue Roman?), Frank Göhre (Schon „Mo“ gelesen?), Roger Graf und Wolfgang Schweiger. Sam Jaun stößt jetzt dazu.

Juni

Pieke Biermann: Der Asphalt unter Berlin (Kriminalreportagen aus der Metropole)

Sam Jaun: Die Brandnacht (Endlich wieder erhältlich!)

Roland Voggenauer: Übersee (Die Bachlers haben eine dunkle Vergangenheit und das Ehepaar Staudacher wird sie aufdecken.)

Juli

Rainer Gross: Weiße Nächte (Sein mit dem Glauser ausgezeichnetes Debüt „Grafeneck“ war die Überraschung des letzten Jahres. Kann er mit dem Folgewerk die Erwartungen befriedigen?)

Michael Koglin: Der du bist dem Vater gleich (Der Obdachlose Omen, die Journalistin Juli und der Ex-Standesbeamte Harley suchen den Mörder einer Pferdepflegerin. Hm, ist wohl mehr Comedy als Krimi.)

August

Sabine Ernst: Kaltes Nest (Debüt: Ein Unbekannter überfällt Frauen. Die Polizei steht vor einem Rätsel.)

Roger Graf: Der Mann am Gartenzaun (Zweiter Fall für Damian Stauffer von der Kripo Zürich: in einer stillgelegten Fabrik wird ein Skelett entdeckt.)

Heinrich-Stefan Noelke: Das Kind im Glas (Bentsen fühlt sich für den Pechvogel Nesto verantwortlich. Als Nesto einen Unternehmer entführt, muss Bentsen etwas tun.)

Robert B. Parker: Der gute Terrorist – Ein Auftrag für Spenser (Nach „Kopfpreis für neun Mörder“ [The Judas Goat, 1978] muss Spenser sich wieder mit Terroristen herumschlagen.)

September

Jutta Motz: Späte Seilschaften (Nach dem Ende des Kalten Krieges stehen ein Oxford-Professor und ein Stasi-Mann unter Mordverdacht. Nur gemeinsam können sie ihre Unschuld beweisen. „Ein tiefgründiger Plot vor dem Hintergrund der neueren deutschen Geschichte“, sagt der Verlag.)

Roger Strub: Hand angelegt (Nach den Tod einer Studentin stößt die Polizei auf erotische Chatrooms und ungeklärte Morde in verschiedenen europäischen Ländern.)

Edition Nautilus

Oder, seit dem Überraschungserfolg „Tannöd“, der Andrea-Maria-Schenkel-Verlag

30. Juni

Robert Brack: Und das Meer gab seine Toten wieder (ist bereits erschienen; spielt in den Dreißigern und liegt auf meinem „unbedingt zu lesen“-Stapel. Denn sein vorheriger Krimi „Schneewittchens Sarg“ gefiel mir sehr gut. Doch jetzt habe ich mir endlich den schon lange überfälligen neuen Harlan-Coben-Roman „Das Grab im Wald“ geschnappt.)

27. August

Kaliber .64

Marita und Jürgen Alberts: Tod in der Quizshow (Ein Filmproduzent bringt vor laufender Kamera einen Quizmoderator um. Der Sender will allerdings, bevor der Mord publik wird, die noch nicht ausgestrahlten Folgen senden. – Das klingt ziemlich durchgeknallt.)

Wolfgang Schorlau: Ein perfekter Mord (Ein Krimiautor soll den perfekten Mord erfinden. Als dieser in die Tat umgesetzt wird, hat der Autor ein Problem.)

Manfred Wieninger: Die Rückseite des Mondes („Eine bösartige Geschichte aus der österreichischen Provinz“, schreibt der Verlag über diese Geschichte ohne Wieningers Serienhelden Marek Miert.)

Unionsverlag

Bekannte Namen bestimmen das Herbst-Programm:

25. Juli

Hannelore Cayre: Das Meisterstück (zweiter Auftritt von Lumpenadvokat Leibowitz: einer seiner Stammkunden ist angeklagt, einen aufsehenerregenden Kunstraub begangen zu haben. Leibowitz schnüffelt ein wenig herum und befindet sich in einer Raubkunst-Affäre wieder.)

Friedrich Glauser: Das erzählerische Werk in vier Bänden (nun, die vier einzeln erhältlichen Bücher in einer Kassette)

Bruno Morchio: Wölfe in Genua (In seinem zweiten Fall soll Privatdetektiv Bacci Pagano im Auftrag der Versicherung den Tod eines Rentners aufklären. Denn der mit einer jungen, bildhübschen Frau Verheiratete schloss kurz vor seinem Tod eine millionenschwere Lebensversicherung ab.)

Leonardo Padura: Der Nebel von gestern (Mario Conde verliebt sich in das Bild einer auf rätselhafte Weise verstorbenen Bolero-Sängerin aus den Fünfzigern. Er will mehr herausfinden.)

Nury Vittachi: Shanghai Dinner (Taschenbuch-Ausgabe)

Fett kursiv: auf diese Bücher freue ich mich besonders.


Splitter aus der Welt der bewegten Bilder

Juli 2, 2008

Erfreulich, aber auch enttäuschend ist diese Meldung: Die Verfilmung von Harlan Cobens Roman „Kein Sterbenswort“ (Tell no one, 2001) erscheint auf DVD. Der gleichnamige Spielfilm von Guillaume Canet ist ab dem 9. Juli im Verleih; ab Anfang August kann er auch gekauft werden. Die Extras scheinen sich in einem sehr überschaubaren Rahmen zu halten.

Dabei hätte ich den Film gerne im Kino gesehen.

„John Rambo“ oder „Rambo IV“ kann dagegen schon in drei verschiedenen Fassungen gekauft werden. Dabei wird der Film von Fassung zu Fassung immer kürzer. Die FSK-16-Fassung scheint als Torso sogar einen gewissen Unterhaltungswert zu besitzen. Die Schnitte sind detailliert bei Schnittberichte erfasst:

FSK 16 – SPIO/JK

Keine Jugendfreigabe – SPIO/JK

Noir of the Week bespricht diese Woche „Sorry, Wrong Number“ (Du lebst noch 105 Minuten, USA 1948). Letzte Woche war’s „L’Ascenseur pour l´Échafaud“ (Fahrstuhl zum Schafott, Fr 1957). Zwei sehenswerte Filme.

In der New York Times spricht George Lucas über seinen neuen Film „Star Wars: The Clone Wars“. Der Trailer für den am 14. August startenden Zeichentrickfilm aus dem Krieg-der-Sterne-Universum sieht ziemlich – – – abschreckend aus.


KrimiWelt-Bestenliste Juli 2008

Juni 28, 2008

Was flattert immer am letzten Wochenende des Monats in den Briefkasten? Die Bestenliste der KrimiWelt. Für den Monat Juli haben sich folgenden Werke platziert:

1 (1) Matti Rönkä: Bruderland

2 (3) Allan Guthrie: Abschied ohne Küsse

3 (9) Magdalen Nabb: Vita Nuova

4 (-) Jenny Siler: Portugiesische Eröffnung

5 (-) Colin Cotterill: Dr. Siri und seine Toten

6 (-) John Harvey: Schlaf nicht zu lange

7 (4) Matt Beynon Rees: Der Verräter von Bethlehem

8 (10) Stuart MacBride: Der erste Tropfen Blut

9 (-) Michael Chabon: Die Vereinigung jiddischer Polizisten

9 (-) Rex Miller: Fettsack


Die Macavity-Nominierungen

Juni 25, 2008

Mystery Readers International hat diese Werke für den Macavity Award 2008 nominiert:

Best Mystery Novel

Reed Farrel Coleman: Soul Patch

John Connolly: The Unquiet

David Corbett: Blood of Paradise

Deborah Crombie: Water like a Stone

Laura Lippman: What the Dead Know

Best First Mystery

Tana French: In the Woods

Joe Hill: Heart-Shaped Box

Lisa Lutz: The Spellman Files

Tim Maleeny: Stealing the Dragon

Matt Beynon Rees: The Collaborator of Bethlehem

Best Mystery Short Story

Donna Andrews: „A Rat’s Tale“ (EQMM, September-Oktober 2007)

Rhys Bowen: „Please Watch Your Step“ (The Strand Magazine, Frühling 2007)

Jon L. Breen: „The Missing Elevator Puzzle“ (EQMM, Februar 2007)

Beverle Graves Myers: „Brimstone P.I.“ (AHMM, Mai 2007)

Gillian Roberts: „The Old Wife’s Tale“ (EQMM, März-April 2007)

Best Mystery Non-Fiction

Barry Forshaw: Rough Guide to Crime Fiction

Jean Gould O’Connell: Chester Gould: A Daughter’s Biography of the Creator of Dick Tracy

Jon Lellenberg, Daniel Stashower, Charles Foley (Herausgeber): Arthur Conan Doyle: A Life in Letters

Lee Lofland: Police Procedure and Investigation: A Guide for Writers

Roger Sobin (Herausgeber): The Essential Mystery Lists: For Readers, Collectors, and Librarians

Sue Feder Memorial Historical Mystery

Rhys Bowen: Her Royal Spyness

Ariana Franklin: Mistress of the Art of Death

Jason Goodwin: The Snake Stone

Clare Langley-Hawthorne: Consequences of Sin

Joyce Carol Oates: The Gravedigger’s Daughter

Der Preis wird auf der Bouchercon verliehen.

(Dank an Sarah Weinman für die Info.)


Nominierungen für Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year Award und Nero Award

Juni 24, 2008

Ein kurzes Update der Nominierungslisten:

Auf die Longlist folgt die Shortlist Für den diesjährigen Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year Award liest diese sich so:

The Chemistry of Death, von Simon Beckett

Buried (Die Geliebte des Mörders), von Mark Billingham

A Tale Etched in Blood and Hard Black Pencil, von Christopher Brookmyre

The Death of Dalziel, von Reginald Hill

One Under, von Graham Hurley

Not Dead Enough, von Peter James

Relentless, von Simon Kernick

Dying Light (Die Stunde des Mörders), von Stuart MacBride

Blue Shoes and Happiness, von Alexander McCall Smith

The Tenderness of Wolves, von Stef Penney

Piece of My Heart, von Peter Robinson

Sovereign, von C.J. Sansom

Der Gewinner wird am Donnerstag, den 17. Juli, auf dem Harrogate Crime Writing Festival verkündet.

The Wolfe Pack hat die Liste der Nominierungen für den diesjährigen Nero Award veröffentlicht:

Glass Houses, von Jane Haddam

The Burnt House, von Faye Kellerman

In This Rain, von S.J. Rozan

Anatomy of Fear, von Jonathan Santlofer

In Secret Service, von Mitch Silver

Der Preis wird am Samstag, den 6. Dezember, auf dem Black Orchid Banquet in New York City vergeben.

Dank an The Rap Sheet für die Infos. Krimileser-Bernd hat sie bereits gepostet und bei Krimiblogger-Ludger finden sich die Preisträger des diesjährigen Lambda Award.


Die 100 besten Filmplakate

Juni 20, 2008

Anstatt fleißig vor dem Computer zu sitzen, habe ich heute (endlich) zwei neue Regale gekauft und musste natürlich sofort mit dem Einräumen beginnen. Gleichzeitig habe ich mit dem großen Frühjahrsputz begonnen. Ich weiß, ich bin da etwas spät dran, aber dafür sortiere ich jetzt leidenschaftslos ganz viel aus. Ganze Jahrgänge alter Zeitungen fliegen raus (es gibt ja das Internet). Aktenordner werden geleert (es gibt ja Bibliotheken – und wer will schon einen politikwissenschaftlichen Aufsatz von 1995 über die Internationalen Beziehungen lesen?). Nicht mehr benötigte Kataloge landen in der Papiertonne. Kleider und Computerzubehör (Braucht jemand eine alte Tastatur?) fliegen raus – und plötzlich ist die Wohnung wieder viel größer.

Bei dieser ganzen Arbeit hat ein Linktipp von Bill Crider meine müden Augen erfreut: TCCandler hat eine Liste mit den 100 besten Filmplakaten erstellt. Ein schönes Teil mit einer ungewöhnlichen Wahl für den ersten Platz. Denn:

A great poster should intrigue, shock, inspire & excite. It should be aesthetically beautiful or original. Above all, it should be so memorable that a single glance will be instantly recognizable.


R. i. P. Stan Winston, R. i. P. Esbjörn Svensson, Noir of the Week, Kurzgeschichten online, Doomsday zensiert

Juni 17, 2008

R. i. P. Stan Winston (7. April 1946 – 15. Juni 2008 )

Ihm verdanken wir die Spezialeffekte und das Make-Up in zahlreichen Horror- und Science-Fiction-Filmen, wie „Terminator“, „Aliens“, „Predator“, „Edward mit den Scherenhänden“, „Small Soldiers“, „Jurassic Park“, „A. I. – Künstliche Intelligenz“ und, zuletzt, „Iron Man“.

Die erste Meldung fand ich in „Film – Blogging The Reel World„. Weitere Meldungen/Nachrufe in der LA Times (Blog), Hollywood Reporter, Fox News (AP-Meldung),  und Filmjournalisten.

R. i. P. Esbjörn Svensson (16. April 1964 – 14. Juni 2008 )

Der Jazzpianist (e. s. t.) starb bei einem Tauchunfall.

Nachrufe gibt es bei Spiegel Online, Stern, Faz, Die Welt, Süddeutsche Zeitung, Titel-Magazin und bei All about Jazz (die Meldung und ein Video-Tribute).

Der Noir of the Week ist „Red Light“ (Rotes Licht, USA 1949).

Die Sommerausgabe von Spinetingler ist – unter anderem mit Geschichten von Steve Mosby und Allan Guthrie – online. Noch mehr Kurzgeschichten gibt es bei Demolition Magazine – New Pulp on the Web.

Und noch ein Film, den ich mir nicht im Kino ansehen werde: „Doomsday – Tag der Rache“ (GB 2008, Regie/Buch: Neil Marshall). In den harten Endzeitfilm dürfen nur Erwachsene gehen – aber auch die dürfen, wie Schnittberichte verrät, nicht alles sehen.


Zwei Hinweise

Juni 16, 2008

Bei The Rap Sheet fragt Patrick Lennon sich, wie das Verbrechen sich im Überwachungsstaat ändert. Oder anders formuliert: Wie wird in zwanzig, dreißig Jahren in Krimis über Verbrechen geschrieben werden? Er meint:

I’m not going to reflect in this post on whether these changes are right or wrong (though I do have strong views on these matters). I’m just saying, it’s happening. The result will be a situation where the investigation of crime and the policing of the public will move from being the traditional consensus-based process we are familiar with to an essentially automated system, focused on monitoring (to identify possible criminals before they act) and on the use of databases (to target them after they act).

The role of the state, and above all the police, will be truly revolutionized in Britain over the coming decade. No doubt our future law-enforcement officers will still have their personal crises and secrets, they’ll still drink, listen to music, and crack great one-liners. But they’ll be doing a fundamentally different job for a radically different employer. While we might mourn the inevitable extinction of the 20th-century British police detective, his or her replacement will be stacked with potential for writers of crime fiction.

Bei uns sieht es ähnlich aus und dieser Wandel wird bis jetzt kaum diskutiert.

Die letzten Tage habe ich „Damages“ (die gesamte Serie) und „Unschuldig (eine Folge, aber gefühlte zehn Folgen) gesehen. Während „Damages“ gut funktionierte, fragte ich mich bei der „Unschuldig“ immer wieder ‚Was soll das?‘. Ich hatte die letzte Folge „Chaostage“ gesehen. Die Story: Ein Mann hat seine lebenslange Haft für den Mord an einem Polizisten verbüßt. Jetzt will er, weil er nur noch wenige Wochen zu leben hat und sein Enkelkind kennenlernen will, seine Unschuld beweisen. Seine Tochter verweigert nämlich jeden Kontakt. Anwältin Dr. Anna Winter und ihr Team ermittelt. Dummerweise war mir die Motivation des Verurteilten vollkommen unklar. Warum hat er so lange geschwiegen? Warum will er jetzt, dass seine Unschuld bewiesen wird? Immerhin hat er seine Strafe verbüßt und seine Familie war ihm in den letzten Jahrzehnten herzlich egal. Warum will er jetzt seinen Enkel kennenlernen?

Und dann die Story. Ich fragte mich bei jedem Gespräch: Warum reden die Leute mit der Anwältin? Warum helfen sie der Anwältin Beweise für ihre Schuld zu finden (Ich sage nur: Demolieren der Hütte.)? Außerdem fehlten innerhalb der Ermittlungen die überraschenden Wendungen (Es ist nicht überraschend, wenn ein an Alzheimer erkrankter Mann sich an die Vergangenheit erinnert. Das ist das Normale. Überraschend wäre, wenn der Alzheimerkranke sich an sein letztes Essen erinnert.).

Lisa Kling schreibt zufällig über dieses Problem in „What it’s like“:

Your characters should always have a plan.  That plan can be changed or thwarted or abandoned in favor of a new plan, but they should never be directionless.

I wrestled with this very issue on a recent project.  My characters were investigating a crime.  They spent a while poking around, looking for clues, but it somehow felt flat.  Then I realized the problem – they didn’t have a theory.  So their investigation seemed random and flailing rather than purposeful.  I rewrote the sequence so that they were specifically investigating one suspect at a time.  They found exactly the same clues in exactly the same order, but their attitudes had changed.  Instead of “Aha, a clue, but what does it mean?”, they could say “Aha, this clue means it wasn’t Suspect A after all.  But it might point to Suspect B.”  Much stronger.  The same is true for medical investigations.  On any given episode of “House,” they’ll go through a dozen theories before hitting on the right answer.  But there’s always a working theory.

Uh, und nicht der Autor, sondern der Zuschauer muss diesen Plan (also das Ziel von jedem Charakters in einer Szene) kennen. In „Damages“ ist das den Drehbuchautoren sehr gut geglückt.


Das Buch, das Sie lesen müssen #7: Ross Thomas: Chinaman’s Chance

Juni 14, 2008

Bei The Rap Sheet empfiehlt Krimi-Autor Tim Maleeny in der Reihe „The Book you have to read“ „Chinaman’s Chance“ von Ross Thomas:

I’d tell you the real reason to read this novel is that it’s an absolute delight from the first page. The dialogue is laugh-out-loud funny, the plot as twisted as the characters. This book can be read more than once and never gets old.

Ross Thomas paved the way for many contemporary writers who bring velocity to their plots without losing a third dimension from their characters. If you love mysteries and thrillers and want the best of both in a single novel, pick up Chinaman’s Chance.

Dank des Alexander Verlages können wir auch die deutsche Übersetzung „Umweg zur Hölle“ genießen – und dann die weiteren Ross-Thomas-Romane lesen. Vor wenigen Wochen erschien „Teufels Küche“ (Missionary Stew, 1983).


Neu im Kino: You kill me

Juni 12, 2008

You kill me (You kill me, USA 2007, R.: John Dahl)

Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely

Nach „Brügge sehen…und sterben“ ist „You kill me“ innerhalb weniger Wochen die zweite schwarze Komödie über einen Killer in der Fremde. Dieses Mal wird Sir Ben Kingsley, der den Alki-Killer Frank Falenczyk spielt, von seinem Boss von Buffallo, New York, in das sonnige San Francisco geschickt. Dort soll er bei den Anonymen Alkoholikern den dringend nötigen Entzug machen. Überflüssig zu sagen, dass das zu einigen tödlichen Verwicklungen und einer Liebesgeschichte führt.

(Anmerkung: Vielleicht ist es nur Zufall, aber Krimiautor Lawrence Block wurde in Buffalo, New York geboren, er schreibt eine Serie über einen Alkoholiker und eine über einen Killer. Vielleicht auch nicht.)

Mit Sir Ben Kingsley, Téa Leoni, Luke Wilson, Philip Baker Hall, Dennis Farina, Bill Pullman, Al Corley

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „You kill me“

Eye for Film: Interview mit John Dahl

Underground Online: Interview mit John Dahl

Salon.com: Interview mit John Dahl (inclusive Podcast)

Moving Pictures: Interview mit John Dahl (Video)


Splitter – und der Last Laugh Award

Juni 11, 2008

Den Last Laugh Award 2008 für den besten witzigen 2007 in England veröffentlichten Kriminalroman erhielt

Murdering Americans, von Ruth Dudley Edwards

Nominiert waren

The Big O, von Declan Burke

The Good Thief’s Guide to Amsterdam, von Chris Ewan

Hard Man, von Allan Guthrie

Silent in the Grave, von Deanna Raybourn

Angel’s Share, von Mike Ripley

The Herring Seller’s Apprentice, von L.C. Tyler

What’s So Funny?, von Donald E. Westlake

Guthrie als witziger Autor? Unter dem Aspekt habe ich ihn bis jetzt nicht gelesen.

Die zweite Ausgabe von Plots with Guns ist online.

Bei PDFscreenplays sind diese Drehbücher neu online:

Gustin Nash: Charlie Bartlett (Komödie mit Robert Downey Jr., deutscher Kinostart ist am 26. Juni)

James Gray: We own the night (unterschätztes, gut besetztes Krimidrama – leiht euch die DVD aus!)

Ivan Goff/Ben Roberts: White Heat (Gangsterfilmklassiker mit James Cagney; deutsche Verleihtitel sind „Sprung in den Tod“ und „Maschinenpistolen“)

Frank Darabont: Indiana Jones and the City of the Gods (Yeah, jetzt kann die Frage beantwortet werden, ob George Lucas Recht hatte, als er dieses Buch nicht verfilmte.)

Am 27. Mai schreibt Watching-the-detectives-Dieter, er werde für einige Tage verschwinden und sich überlegen, wie es mit Wtd weitergehen soll. Doch anstatt der angekündigten Pause gibt es das.

Am Donnerstag läuft „The Happening“, der neue Film von „The Sixth Sense“-Regisseur M. Night Shyamalan gekürzt in den deutschen Kinos an. Tja, da hab ich wieder Geld gespart.

Auch heute Abend läuft bei Pro 7 wieder um 20.15 Uhr „Unschuldig – Für die Wahrheit ist es nie zu spät“, die neue, mehrfach ausgezeichnete Krimiserie mit Alexandra Neldel, vor einem durchaus überschaubaren Publikum (vor allem, wenn jetzt bei der Konkurrenz Fußballspiele gezeigt werden). Trotzdem wird die Serie fortgesetzt. Allerdings nicht im 45-minütigen Format, sondern als Spielfilmreihe.

Lee Goldberg war von dem neuen Indiana-Jones-Film nicht begeistert und der neue James-Bond-Roman hat ich auch nicht gefallen. (Ken Levine ist vom Indiana-Jones-Film auch nicht begeistert. John August ebenso.)

Bleiben wir noch eine Moment bei John August und seinen „Lessons for the summer, so far„:

I was often at a loss to say why Indy was doing what he was doing. (…) It’s this kind of granular motivation I’ve written about before. It’s not psychoanalysis. It’s making sure the audience understands what’s happening in any given moment, so they can anticipate what might happen next. Without this ability to anticipate, the audience is just flung around helplessly, wondering why the great Indiana Jones is just standing there watching special effects.The lesson: Every scene, every moment, ask the question: What is my hero doing, and why? If it’s not obvious, stop and rethink it.

Auf diese Seite wollte ich schon lange hinweise: Aktionsbündnis für faire Verlage. Das Bündnis wendet sich gegen Druckkostenzuschussverlage.


Hammett-Preis 2008 vergeben

Juni 8, 2008

Die nordamerikanische Sektion der International Association of Crime Writers hat ihren diesjährigen Hammett-Preis an

The Outlander, von Gil Adamson

vergeben.

Nominiert waren außerdem

The Yiddish Policemen’s Union: A Novel (Die Vereinigung jiddischer Polizisten), von Michael Chabon

End Games: An Aurelio Zen Mystery (Sterben auf Italienisch), von Michael Dibdin

Dahlia’s Gone: A Novel, von Katie Estill

Stalin’s Ghost: An Arkady Renko Novel (Stalins Geist), von Martin Cruz Smith

Der Hammett wird an einen literarisch außergewöhnlichen Kriminalroman vergeben. Die diesjährigen Juroren waren Gary Giddins, Michael Posner, Luanne Rice.

Weitere Infos zu den Büchern finden sich bei Krimileser Bernd. Die Pressemitteilung zur Preisverleihung bei The Gumshoe Site (Jiro Kimura).


Arthur-Ellis-Preis 2008 vergeben

Juni 6, 2008

Die Crime Writers of Canada haben zum fünfundzwangzigsten Mal den Arthur-Ellis-Preis vergeben. Die glücklichen Gewinner sind:

Best Novel:

Trumpets Sound No More, von Jon Redfern

Nominiert

No Time for Goodbye, von Linwood Barclay

Snow Candy, von Terry Carroll

A Journeyman to Grief, von Maureen Jennings

The Cruellest Month, von Louise Penny

Best First Novel:

García’s Heart, von Liam Durcan

Nominiert

The Line Painter, von Claire Cameron

Big City, Bad Blood, von Sean Chercover

Blood of Dreams, von Susan Parisi

The Silk Train Murder, von Sharon Rowse

Sucker Punch, von Marc Strange

Best Non-fiction

One Child at a Time: The Global Fight to Rescue Children from Online Predators, von Julian Sher

Nominiert

Enter the Babylon System, von Rodrigo Bascunan/Christian Pearce

The Last to Die: Ronald Turpin, Arthur Lucas, and the End of Capital Punishment in Canada, von Robert J. Hoshowsky

The War on Women: Elly Armour, Jane Hurshman, and Criminal Violence in Canadian Homes, von Brian Vallée

Where War Lives, von Paul Watson

Best Short Story

Turners, von Leslie Watts (Kingston Whig-Standard, July 7, 2007)

Nominiert

Eight Lords A’Leaping, von Vicki Cameron (in Sue Pike, Hrsg.: Locked Up)

Wreckwood, von Maureen Jennings (in Caro Soles, Hrsg.: Blood on the Holly)

The Hounds of Winter, von D.J. McIntosh (in Blood on the Holly)

As Long as We Both Shall Live, von Rick Mofina (in Blood on the Holly)

Best Juvenile

Eye of the Crow, von Shane Peacock

Nominiert

Racing for Diamonds, von Anita Daher

Spider’s Song, von Anita Daher

I.D., von Vicki Grant

The Night Wanderer, von Drew Hayden Taylor

Best Crime Writing in French

Tsiganes, von Mario Bolduc

Nominiert

Le Cercle des Pénitents, von Johanne Seymour

GHB: Grossier, Horrible et Bête, von Pierre H. Richard

Epidermes, von Diane Vincent

Scènes de Crimes: Enquêtes sur le Roman Policier Contemporain, von Norbert Spehner

Best Unpublished First Crime Novel (the Unhanged Arthur)

The Witch of Babylon, von D.J. McIntosh

Nominiert

Mummer’s the Word, von Patricia Flewwelling

The Paris Letters, von Amy Tector

Condemned, von Kevin Thornton

(Dank an The Rap Sheet für die Infos)