Meldungen aus den unendlichen –

Juli 22, 2009

Beginnen wir mit der wichtigen Meldung für Dan-Brown-Fans: die deutsche Ausgabe von „The lost symbol“ erscheint am 14. Oktober bei Bastei-Lübbe als „Das verlorene Symbol“. Ein gekürztes Hörbuch wird’s auch geben.

Die ganz Ungeduldigen können bereits ab dem 15. September die Originalausgabe erwerben.

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„Warum sind skandinavische Krimis so erfolgreich?“ fragen sich inzwischen auch die Amis. Ein Antwortversuch von Larissa Kyzer im „The L Magazine“.

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Colin Cotterill schreibt über seinen Dagger-Abend.

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Barbara Nadel über die Recherche für ihre Krimis in Istanbul.

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Ali Karim unterhält sich mit Joseph Finder.

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Über-18-jährige dürfen die Blood Factory besuchen. Es ist ein Projekt von Danny DeVito und richtet sich mit Horrorkurzfilmen an Erwachsene. Ich habe mir jetzt einen Kurzfilm angesehen und der war verdammt gut.

Aber lassen wir den Mann hinter der Blood Factory selbst zu Wort kommen:


TV-Tipp für den 22. Juli: Nachts unterwegs

Juli 22, 2009

3sat, 00.50

Nachts unterwegs (USA 1940, R.: Raoul Walsh)

Drehbuch: Jerry Wald, Richard Macaulay

LV: A. I. Bezzerides: Long Haul, 1938

Montage: Don Siegel, Robert Burks

Mehr unterhaltsames Roadmovie und Melodrama als Krimi über zwei Brüder, die sich als LKW-Fahrer selbstständig machen wollen und plötzlich eine Mordanklage an der Backe haben.

Als Clips gibt es den Trailer und eine zehnminütige informative Doku von 2003 über den Film.

Mit George Raft, Humphrey Bogart, Ida Lupino, Ann Sheridan

Hinweise

Noir of the Week über „They drive by night“

Mordlust über „Nachts unterwegs“

Slant über „They drive by night“

Movie Classics über „They drive by night“


Cover der Woche

Juli 20, 2009

Huggins - Der kalte Schlaf


Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

Juli 20, 2009

Urlaubsbedingt etwas verspätet, aber dafür natürlich heißersehnt und, wie immer, schön bunt. Vollständig und ungekürzt nur bei den Alligatorpapieren. Die kurze Fassung (und schon einige Hinweise auf demnächst kommende TV-Tipps) gibt es hier:

Fans des guten alten Hollywood-Gangsterfilms werden in den kommenden Tagen gut bedient. Ich sage nur „Chicago – Engel mit schmutzigen Gesichtern“, „Nachts unterwegs“, „Wem gehört die Stadt?“, „Der öffentliche Feind“, „Die wilden Zwanziger“, „Asphalt-Dschungel“, „Rififi“ (es capert auch), „Vogelfrei“ (und westernd) und „Maschinenpistolen“. Schwarzweiß geht’s weiter mit Stanley Kubricks Humphrey-Cobb-Verfilmung „Wege zum Ruhm“ (Jim Thompson schrieb das Drehbuch), Herman Schumlins Lillian-Hellman-Verfilmung „Die Wacht am Rhein“ (Dashiell Hammett schrieb das Drebhuch), Robert Aldrichs Mickey-Spillane-Verfilmung „Rattennest“ und Carol Reeds Graham-Greene-Verfilmung „Der dritte Mann“. Farbig wird’s mit einigen Lino-Ventura-Filmen, wie José Giovannis John-Carrick-Verfilmung „Im Dreck verreckt“ und Claude Millers John-Wainwright-Verfilmung „Das Verhör“.
Außerdem sind Sidney Lumets Peter-Maas-Verfilmung „Serpico“, Clint Eastwoods Andrew-Klavan-Verfilmung „Ein wahres Verbrechen“ (Hey, es ist ein Eastwood-Film) und Franklin J. Schaffners Henri-Charrière-Verfilmung „Papillon“ (wer’s zur besten Sendezeit verpasst hat), Brian de Palmas Armitage-Trail-Verfilmung „Scarface“ und natürlich alle Columbo-Filme immer wieder sehenswert.
Absolut nicht sehenswert sind dagegen Mikael Häfströms James-Siegel-Verfilmung „Entgleist“ (wegen der idiotischen Story) und George Pan Cosmatos‘ Paula-Gosling-Verfilmung „Die City-Cobra“ (abgesehen von allen ideologischen Fragen wegen der massiven Kürzungen in den Action-Szenen).


TV-Tipp für den 21. Juli: Agenten der Nacht

Juli 20, 2009

3sat, 01.00

Agenten der Nacht (USA 1942, R.: Vincent Sherman)

Drehbuch: Leonard Spigelgass, Edwin Gilbert (nach einer Originalgeschichte von Leonard Q. Rosten [Leo Rosten] und Leonard Spigelgass)

„I recognize the face, but I don’t know where to put it.“ (Donahue als er ein Bild von Hitler sieht.)

Gangster Gloves Donahue ist stinkig. Irgendjemand hat seinen Bäcker umgebracht. Auf der Suche nach seinem Mörder findet er eine Bande von Nazis, die die USA erobern wollen.

„All through the night“ erlebte seine deutsche Premiere erst 1989 im TV. Es ist eine Mischung aus Gangsterfilm (mit einem Gangster, der irgendwie unter der Fuchtel seiner Mutter steht), Spionagethriller, lässiger Komödie und Propagandafilm. Dabei ist es nicht ohne Ironie, wenn der Gangster zum Kämpfer für das freie Amerika wird. Ein ziemlich schräger Bogart-Film, der natürlich glänzend unterhält.

„a super-duper action picture — mostly duper, when you stop to think.“ (New York Times, 24. Januar 1942)

„It is lightweight stuff, with fast-paced, Damon Runyon-style banter.“ (DVD Verdict)

mit Humphrey Bogart, Conrad Veidt, Kaaren Verne, Jane Darwell, Peter Lorre, Jackie Gleason

P. S.: Schöner Trailer!


Neuigkeiten von Hard Case Crime: 2010 gibt’s einen neuen Westlake-Roman

Juli 20, 2009

Hard-Case-Crime-Herausgeber Charles Ardai schreibt:

As you probably know, the great Donald E. Westlake, one of the finest crime writers ever to pound an Underwood (and one of the finest men any of us in the business had the privilege to know), died on New Year’s Eve this year.  At the time, we all thought that the last novel he’d turned in to his hardcover publisher was the last novel of his we’d ever get to read.  I certainly thought so — until I heard from Don’s friend of 50 years, Lawrence Block, saying that he had a manuscript in his hands of an unpublished Westlake novel that no editor had ever seen.

The book is called MEMORY, and it’s outstanding.  Don wrote it in the early 1960s but set it aside when his literary agent advised him that it was too literary and encouraged him to concentrate on more commercial sorts of crime fiction.  And despite Larry’s urging him to publish it over the decades that followed, Don never did.

He should have.  It’s a beautifully written, heartbreaking story about a man who suffers an assault (after being caught in bed with another man’s wife) and wakes up in a hospital bed suffering from a peculiar sort of brain damage that doesn’t make him unable to function but does make it hard for him to form new memories or retain old ones.  Stuck far from home (and struggling even to remember where home used to be), paranoid about the attentions of the police, and desperate to reconstruct his lost life, Paul Cole sets out on an extraordinary private investigation: a missing persons case in which he himself is the missing person.

As I mentioned in the last e-mail I sent out, Hard Case Crime will be taking a hiatus after publishing two novels (rather than just one) this December.  We won’t publish any books in January, February or March.  But when we come back in April 2010, it’ll be a big, big comeback, since that’s when we’ll be celebrating Donald Westlake’s MEMORY.

Außerdem sagt er, dass sie 2010 weniger Bücher veröffentlichen wollen, um die einzelnen Werke besser zu bewerben und mir (äh, nein, den vielen HCC-Fans) die Chance geben wollen, die noch nicht gelesenen HCC-Krimis zu lesen.

Jedenfalls: sieht das Cover von Donald E. Westlakes „Memory“ aus:

Westlake - Memory

Neben Hard Case Crime ist Charles Ardai auch mit dem Abenteurer Gabriel Hunt beschäftigt.


TV-Tipp für den 20. Juli: Die Reise zum Mond

Juli 20, 2009

Wer etwas über die echte Mondlandung erfahren will, wird derzeit auf allen Kanälen reichlich bedient, aber das hier ist ein wirkliches Schmankerl und wird deshalb auf dem Kultursender unseres Vertrauens präsentiert:


Arte, 23.55

Die Reise zum Mond (F 1902, R.: Georges Méliès)

Drehbuch: Georges Méliès

LV (Inspiration): Jules Verne: De la terre à la lune, 1865 (Von der Erde zum Mond/Die Reise zum Mond); H. G. Wells: The First Men in the Moon, 1901 (Die ersten Menschen im Mond)

Professor Barbenfoullis will den Mond erkunden. Nach dem Okay des Astronomischen Clubs baut er eine Rakete, fliegt zum Mond und erlebt dort einige Abenteuer.

„Das erste Epos der Science-Fiction und das Meisterwerk des Kinos bis zu diesem Zeitpunkt. Schon die epische Länge von 21 Minuten in einer Zeit, da ein Film selten länger als ein oder zwei Minuten dauerte, hätte es zu einem Meisterstück gemacht, selbst dann, wenn man den phantastischen Inhalt nicht berücksichtigen würde.“ (Phil Hardy, Hrsg.: Die Science Fiction Filmenzyklopädie, 1998)

„Es ist leicht, über Méliès Tanzhallenschilderung der Weltraumfahrt zu lachen, aber ‚Die Reise zum Mond‘ unterscheidet sich nur wenig von den aufgemotzten Produkten der heutigen SF-Film-Macher.“ (John Baxter: Science Fiction in the Cinema, zitiert nach Ronald M. Hahn/Volker Jansen: Lexikon des Science Fiction Films, 1997)

Aber „Die Reise zum Mond“ ist kürzer als „Transformers: Die Rache“.

Méliès war auch für die Ausstattung zuständig, fertigte Kostüme an und spielte die Hauptrolle. Oh, und vermarktet hat er der enorm produktive Theatermann Méliès seine Werke auch noch selbst.

Der Film kann zwar an verschiedenen Orten im Internet kostenlos angesehen werde, aber bei Arte dürfte die vollständigste und optisch perfekteste Version laufen.

Wiederholungen

Sonntag, 26. Juli, 15.45 Uhr

Sonntag 2. August, 09.50 Uhr

Freitag 7. August, 11.45 Uhr

Hinweise

Arte zu „Die Reise zum Mond“

Wikipedia über Georges Mèliès

Wikipedia über „Die Reise zum Mond“(deutsch, englisch)

Internet Archive: „Die Reise zum Mond“ (11.48 Minuten, Englisch overdubbed)


TV-Tipp für den 19. Juli: Chicago – Engel mit schmutzigen Gesichtern

Juli 19, 2009

3sat, 00.30

Chicago – Engel mit schmutzigen Gesichtern (USA 1938, R.: Michael Curtiz)

Drehbuch: John Wexley, Warren Duff (nach einem Stoff von Rowland Brown)

Zwei Jugendfreunde treffen sich nach Jahren wieder: der eine wurde Priester, der andere Gangster. Und beide versuchen die Jugendlichen für ihre Ziele zu gewinnen. Erst auf dem elektrischen Stuhl entscheidet sich der Kampf.

Ein weiterer der damals beliebten Gangsterfilme. „Das von Regisseur Curtiz temporeich inszenierte Gangster-Melodram wurde sehr aufwendig produziert, was zum damaligen Zeitpunkt bedeutete, dass Bogart nur einen kleinen Part übernehmen durfte.“ (Clifford McCarty: Humphrey Bogart und seine Filme)

Cagney, Curtiz und Brown (für das Drehbuch) waren jeweils für einen Oscar nominiert. Cagney erhielt – als Trost – den Preis des New York Film Critics Circle.

mit James Cagney, Pat O’Brien, Humphrey Bogart, Ann Sheridan, George Bancroft


Nicht gesucht, aber gefunden

Juli 18, 2009

Bei der Krimi-Couch wurde Horst Eckerts neuer Roman „Sprengkraft“ gemeinsam gelesen (was keine Meldung wäre) und der Autor hat sich an der Diskussion beteiligt (DAS ist eine Meldung). Ein lesenswerter Austausch.

–

Bei Galore gibt es ein Interview mit Diane Lane (es beginnt mit Elmore Leonards „Killshot“ und wendet sich dann anderen Themen zu) und eines mit Peter Biskind (der die seitenstarken Filmbuchklassiker „Easy Riders, Raging Bulls“ und „Sex, Lies & Pulp Fiction“ über Hollywood von 1970 bis 2000 schrieb).

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The Hollywood Interview redet mit Jean-Jacques Beneix (Diva, Betty Blue) und weist auf ein sehr altes Interview mit Rod Serling (es geht unter anderem um The Twilight Zone) hin.

–

Bei Evolver beantwortet Charlie Huston einige Fragen (Teil 1, Teil 2).

–

Zwei Listen:

Jeffery Deaver nennt seine zehn Lieblingsromane, in denen Computer eine wichtige Rolle haben.

Elmore Leonard empfiehlt einige Romane, die ihn früher beeinflußten und die er heute gerne liest (also so eine Art Buchempfehlungen für den Sommerurlaub).

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Und

Ken Bruen zum Ersten: Stephen Graham spielt bei „London Boulevard“ mit.

Ken Bruen zum Zweiten: Ken Bruen spielt (okay, nur eine kleine Rolle) bei „Blitz“ mit.


TV-Tipp für den 18. Juli: Wege zum Ruhm

Juli 17, 2009

Das Vierte, 18.30

Wege zum Ruhm (USA 1957, R.: Stanley Kubrik)

Drehbuch: Jim Thompson, Stanley Kubrik, Calder Willingham

LV: Humphrey Cobb: Paths of glory, 1935 (Wege zum Ruhm)

Erster Weltkrieg: Colonel Dax muss einen aussichtslosen Sturm auf einen unbedeutenden Hügel durchführen. Nachdem der Angriff scheitert, lässt Dax‘ Vorgesetzter drei Soldaten auswählen und will sie wegen „Feigheit vor dem Feind“ erschießen lassen. Colonel Dax versucht in einer Verhandlung deren Leben zu retten.

Krasser Antikriegsfilm mit Kirk Douglas und Ralph Meeker.

In Frankreich wurde der Film erst 1975 gezeigt. Bis dahin hatte kein Verleiher den Mut gehabt „Wege zum Ruhm“ zu präsentieren.

„Die Intensität von Paths of Glory ist eine spezifische filmische Intensität: Sie resultiert aus dem Umgang mit der Kamera, dem genauen Timing, dem Blick für Details. (…) Paths of Glory ist eine Studie über die Macht. Kubrik zeigt eine Welt, in der die Mächtigen die Untergebenen zu Schachfiguren degradieren, in der aber auch jeder, der in der Hierarchie weiter oben steht, mit dem Wissen leben muss, selbst nur eine Schachfigur zu sein.“ (Christoph Haas in Andreas Kilb, Rainer Rother u. a.: Stanley Kubrik, film: 8, 1999)

Hinweise

Wikipedia über „Wege zum Ruhm“ (Paths of Glory)

Arte zum Film


TV-Tipp für den 17. Juli: Polizeiruf 110: Er sollte tot

Juli 17, 2009

ARD, 21.45

Polizeiruf 110: Er sollte tot (D 2006, R.: Dominik Graf)

Drehbuch: Rolf Basedow

Die junge Prostituierte Maria ermordet den Rentner Waller. In dem Verhör will Kommissar Tauber herausfinden, warum sie das tat.

Für sein Drehbuch stützte Rolf Basedow sich auf die Protokolle eines wahren Falles aus Schleswig-Holstein. Und Dominik Graf inszenierte das Zusammentreffen zwischen dem ruppigen, einarmigen Kommissar Tauber und der jungen Mörderin mit seiner gewohnten Meisterschaft.

Dominik Graf und Rolf Basedow sind nach „Sperling und das Loch in der Wand“, „Sperling und der brennende Arm“ und „Hotte im Paradies“ ein erprobtes Team für erstklassige Unterhaltung.

Mit Edgar Selge, Michaela Mey, Rosalie Thomas

Hinweise

ARD zum „Polizeiruf 110“

„Polizeiruf 110“-Fanseite

Wikipedia über „Polizeiruf 110“

Cargo: Gespräch mit Dominik Graf


Neu im Kino (und Hörbuch): Killshot

Juli 16, 2009

Killshot (Killshot, USA 2008)

Regie: John Madden

Drehbuch: Hossein Amini

LV: Elmore Leonard: Killshot, 1989 (Beruf: Killer; Killshot)

Nachdem „Killshot“ lange im Weinstein-Giftschrank eingesperrt war (der Hauptdreh war im Januar 2006 erledigt, dann gab’s Nachdrehs und endlose Umschnitte) und in den USA vor wenigen Wochen nur auf DVD erschien, habe ich mit einem deutschen Kinostart schon nicht mehr gerechnet.

Die Story ist typischer Leonard: Profikiller Armand „Blackbird“ Degas hinterlässt niemals Zeugen. Als er bei einem Verbrechen von einem Ehepaar beobachtet wird, hilft ihnen auch das Zeugenschutzprogramm der Polizei nicht weiter.

Die Kritiken sind durchwachsen, aber noch auf der positiven Seite. Denn irgendwo scheint in der Produktion ein guter Film verloren gegangen zu sein.

Elmore Leonard hat vor über zwei eine frühere Version von „Killshot“ gesehen und war begeistert:

I was thrilled to see my story adapted the way it was. John captured my characters and their tone, and I think has a winner in Killshot. Fans of my work will see and hear my book on the screen. (…) The secret to a good adaptation is you start with a good screenwriter, a guy who knows how to write, a guy who respects and understands the work. The combination of screenwriter Hossein Amini, and director John Madden was great, for Killshot because they both got my sound, and that’s what my writing is all about.

Vor wenigen Tagen erschien bei Bertz + Fischer das von Rider Strong gelesene Hörbuch. In knapp acht Stunden liest er den gesamten Roman im Original ohne große Effekthaschereien vor. „Killshot“. Das macht es auch für mich (der kein großer Freund von Hörbüchern ist) zu einem sehr anhörbarem Werk. Denn dass mir die Story, klassischer Leonard, der sich auf wenige Charaktere und einen Western-Showdown konzentriert, gefällt, ist klar.

mit Thomas Jane, Diane Lane, Mickey Rourke, Hal Holbrook, Joseph Gordon-Levitt

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film (derzeit nur DVD-Info und Trailer)

Film-Zeit über „Killshot“

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Leonard - Killshot - Hörbuch

Das Hörbuch

Elmore Leonard: Killshot

(gelesen von Rider Strong)

Bertz + Fischer Audiobooks, 2009

7:47 Stunden

19,90 Euro


Glauser 2009: Gisa Klönne – Nacht ohne Schatten

Juli 16, 2009

Klönne - Nacht ohne Schatten

Vor dem Lesen der ersten Zeilen sortierte ich Gisa Klönnes dritten Kriminalroman „Nacht ohne Schatten“ in die Kategorie „Für mich uninteressant“ ein, denn

– mir gefiel das Cover nicht

– mir gefiel der Titel nicht

– der Klappentext sprach mich nicht an

Trotzdem könnte mir „Nacht ohne Schatten“ gefallen.

Dann gab es einige Besprechungen, die meine Meinung, dass „Nacht ohne Schatten“ mir nicht gefallen würde, bestätigten.

Trotzdem könnte mir „Nacht ohne Schatten“ gefallen.

In einem Interview sagte Gisa Klönne, dass es um Frauenhass und –verachtung gehe. Dabei schien sie zu viele Dinge einfach in einen Topf zu werfen und mehr am Beweisen einer These als am Erzählen einer spannenden Geschichte interessiert zu sein.

Trotzdem könnte mir „Nacht ohne Schatten“ gefallen, aber andere Bücher interessierten mich mehr.

Aber dann erhielt „Nacht ohne Schatten“ den Glauser als bester Kriminalroman des Jahres und ich dachte mir: „Dann muss ich es doch mal lesen. Denn Cover, Titel, Klappentext und Besprechungen können ja die falschen Signale aussenden. Manchmal sind Autoren einfach nicht gut darin, ihre Geschichte in wenigen Worten zu verkaufen und ich verpasse einen guten Krimi.“

Nach den ersten Zeilen hätte ich das Werk am liebsten in die Ecke gefeuert. Nicht wegen des Themas „Frauenverachtung“, sondern wegen der Sprache. Es gibt eine missglückte Formulierung nach der nächsten. Einige Beispiele gefällig?

„Nur der Reporter Sanders schnürt zum Podium.“

„Der Tag schwimmt bleigrau auf die Windschutzscheibe zu, während Judith den Dienstwagen auf die Zoobrücke lenkt.“

„Ein hämmerndes Geräusch am Fenster der Beifahrertür reißt ihn aus seinen Gedanken, der Wagen würgt und macht einen Satz vorwärts, weil Mannis Fuß vor Schreck von der Kupplung rutscht.“

Schnürende Reporter? Schwimmende Tage? Würgende Wagen?

Das ist kein falsch verstandener Chandler. Das ist kein poetisches Spiel mit der Sprache. Das ist Murks; – und eine kleine, von mir unter Autoren gestartete Umfrage bestätigte das. Alle fanden die Sätze schlecht formuliert. Über die Erzählzeit gab’s geteilte Ansichten.

Aber in einem Kriminalroman kommt es ja nicht nur auf die Sprache an (dennoch sollte sie nicht ständig von der Lektüre ablenken) und wenn eine Krimijury das Buch eines Kollegen auszeichnet, dann muss es nach Adam Riese als Genrewerk irgendwie besser als die anderen innerhalb des Jahres erschienenen Werke sein und, auch wenn ich eine Jury-Entscheidung nicht unbedingt teile, kann ich normalerweise erahnen, warum ein Werk ausgezeichnet wurde.

„Nacht ohne Schatten“ beginnt ohne lange Vorrede (aber mit einem vollkommen überflüssigem Prolog) mit dem ersten Mord. Auf den ersten vierzig Seiten liefert Klönne einen erstochenen S-Bahn-Fahrer, einen verbrannten Pizzeria-Wirt und eine in der Pizzeria in einem verschlossenen Raum gefundene jungen Frau (die während des gesamten Romans im Koma liegt). Kommissarin Judith Krieger weiß sofort, dass die Taten miteinander zusammenhängen, dass es um Frauenhass geht und dass ein in Steinwurfweite der beiden Tatorte liegendes Künstlerhaus etwas mit den Straftaten zu tun hat.

Aus dieser Prämisse, immerhin sind wir erst auf Seite fünfzig, könnte man etwas machen. Aber Gisa Klönne lässt ihre Charaktere bis wenige Seiten vor Schluss nur sinnlos herumhängen. Es wird vermutet, räsoniert und über Gott und die Welt sinniert. Ab und zu stolpern die Polizisten über einen Beweis. Dann wird wieder vermutet, aber nichts getan, um die Vermutungen mit Fakten zu untermauern. Falls dann doch mal Ermittlungen stattfinden, finden sie meisten außerhalb der Geschichte statt und wir erfahren nur die Ergebnisse. Über den toten Pizzabäcker und seine Geschäfte, immerhin soll er ein ganz schlimmer Frauenhändler sein, erfahren wir überhaupt nichts. Über den S-Bahn-Fahrer nicht viel mehr.

Stattdessen wird einem die Botschaft „Männer sind Schweine“ wie das heilige Evangelium um die Ohren gehauen. Es geht um Frauenhass und Frauenverachtung. Es geht um Gewalt in der Ehe, um Prostitution, um Sexsklavinnen. Es geht um (zu viele) wichtige Themen, die Gisa Klönne dem Leser ohne einen erzählerischen Fokus, nennt und mit einer feministischen Botschaft verkleistert, die höchstens von den bereits Überzeugten geglaubt wird.

Nur; in einem Roman muss diese Botschaft in eine Geschichte transformiert werden, in der der Leser selbst zu dieser Erkenntnis gelangen kann. Anderen Autoren, zuletzt Jason Starr in „Stalking“, gelingt das, woran Gisa Klönne komplett scheitert: eine Geschichte über verschiedene Formen von (falscher) Liebe in einer angemessenen Sprache zu erzählen.

Gisa Klönne: Nacht ohne Schatten

Ullstein, 2009

384 Seiten

8,95 Euro

–

Erstausgabe

Ullstein, 2008

–

Hinweise

Homepage von Gisa Klönne

Das Syndikat: Pressemitteilung, Laudatio


Die Dagger-Preisträger 2009

Juli 16, 2009

Die British Crime Writers’ Association (CWA) hat die diesjährigen Daggers verliehen:

The CWA International Dagger

The Chalk Circle Man, von Fred Vargas; übersetzt von Siân Reynolds (Harvill Secker)

Highly recommended: Echoes from the Dead, von Johan Theorin; übersetzt von Marlaine Delargy (Doubleday)

The CWA Short Story Dagger

One Serving of Bad Luck, von Sean Chercover (aus Lee Child, Hrsg.: Killer Year; Mira)

The CWA Dagger in the Library (awarded for an author’s full body of work, not an individual book)

Colin Cotterill

The CWA Debut Dagger

The Pathologist, von Catherine O’Keefe (Canada)

Highly recommended: Backdrop, von C.J. Harper (USA)

–

Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner! – Und lesen Sie unbedingt Chercovers PI-Story.

Die Liste der nominierten Werke finden Sie hier.

(Dank an The Rap Sheet für die Infos.)


TV-Tipp für den 16. Juli: Shaft – Liebesgrüße aus Pistolen

Juli 16, 2009

HR, 23.50

Shaft – Liebesgrüße aus Pistolen (USA 1972, R.: Gordon Parks)

Drehbuch: Ernest Tidyman

LV: Ernest Tidyman: Shaft´s Big Score, 1972 (Shaft beim Kongress der Totengräber)

Musik: Isaac Hayes, Gordon Parks

Shaft jagt den Mörder eines Freundes.

Erfolgreiche Fortsetzung von „Shaft“, die an dem Erfolgsrezept nichts Wesentliches änderte: rasante Action, schöne Frauen, gemeine Schurken, zahlreiche Außenaufnahmen, coole Musik.

Aber im Gegensatz zum ersten „Shaft“-Film wurde die Fortsetzung in den vergangenen Jahren im TV kaum gezeigt.

Mit Richard Roundtree, Moses Gunn, Drew Bundini Brown, Joseph Mascolo, Joe Santos


Interviews, Interviews, Interviews, Abschweifungen und „Laura“

Juli 15, 2009

Detectives beyond Borders hat mit Bill James gesprochen (Teil 1, Teil 2):

Most crime fiction deals with police at low or middling rank. I aimed to show two very highly placed officers who are committed to fighting crime, unbribable, but very fallible morally and socially. The books aim to shock and amuse by featuring two men who virtually run a police force but also conduct personal relationships in very unconventional, even dubious, ways.

I’ve said it boringly often, but the one book that influenced me above all was The Friends Of Eddie Coyle, by George V. Higgins, for its dialogue and its subtle treatment of the fink situation.

Einige Krimis von Bill James wurden übersetzt und befinden sich inzwischen im Antiquariat ihres Vertrauens. Den großen Rest gibt’s nur im Original.

–

Financial Times hat mit Chuck Palahniuk (Fight Club) anläßlich seines neuen Buches „Pygmy“ ein kurzes Gespräch geführt.

–

Und ab nach Deutschland: Das Interviewmagazin „Galore“ gibt es nicht mehr im Kiosk um die Ecke, aber dafür im Internet und natürlich gibt es auch für Krimijunkies einige Interviews, zum Beispiel

Ingrid Noll

Gay Talese (einer der wichtigen Vertreter des New Journalism)

T. C. Boyle

Kinky Friedman

Thea Dorn

Ian Rankin (ist schon vom Dezember 2007)

Franco Nero

Orkun Ertener (der Erfinder vom „KDD“)

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Serienjunkies hat mit Hermann Joha über seine neue Serie „Lasko“ („Ein schön erzähltes Märchen.“),  „Alarm für Cobra 11“, Märkte und verschiedene Projekte gesprochen (Teil 1, Teil 2):

Wir werden sicherlich von den Büchern her „Lasko“ noch mal auf ein anderes Level heben. Schauen Sie sich die ersten 50 Cobra-Folgen an. Und schauen Sie sich im Vergleich dazu an, was wir jetzt produzieren. Das ist wie die Entwicklung von einem Porsche aus den 80ern zu einem Porsche von heute. Da haben wir uns auf allen Ebenen weiterentwickelt. Und „Lasko“ ist mehr oder weniger gerade erst geboren. Wir hatten ganz gute Folgen dabei. Wir hatten aber auch Folgen, wo wir sagen: Na gut, das kriegen wir beim nächsten Mal auch noch ein kleines bißchen besser hin.

Bei RTLNow kann die aktuelle Folge kostenlos angesehen werden.

–

Wolfgang Menge (die Kressin-Tatorte, „Das Millionenspiel“, „Smog“) redet im Tagesspiegel über Willy Brandt, Todesfälle, Trauerreden, Preisverleihungen und das Fernsehen:

Ich verfolge häufig die Unfallmeldungen im RBB. Haben Sie das mal gesehen? Das ist toll. Zu hören, dass es wieder ein paar Idioten von der Straße gefegt hat. Da tut es mir dann auch gar nicht mehr leid, selbst nicht mehr Auto fahren zu können.

–

Im Tagesspiegel gibt es auch ein schönes Interview mit Harun Farocki über 1968 und die Folgen:

Die Position des opponierenden oder selbstständigen Autors wird geschwächt dadurch, dass der sogenannte Mainstream so stark ist. Das fängt schon damit an, dass der Alltag nicht doof ist: In jedem Milchladen, oder sagen wir Schnapsladen, werden Ideen zur Krise geäußert, da kommt man sich zu Recht als Autor nicht klüger vor. Es ist nicht so wie 1967, als wir dachten: Die anderen blicken alle nicht durch, die sind von Springer verblödet (lacht).

Farocki (falls ihn jemand nicht kennt)  ist einer der bedeutendsten Essayfilmer Deutschlands, arbeitet oft mit seinem Schüler Christian Petzold („Die innere Sicherheit“, „Jerichow“) zusammen und demnächst erscheint eine DVD-Box mit zwanzig seiner in den vergangenen vierzig Jahren entstandenen Filme.

–

In der Washington Post schreibt Ann Hornaday anläßlich der beiden Actionfilme „Transformers“ von Michael Bay und „The hurt locker“ von Kathryn Bigelow (Yeah, sie sist wieder zurück.) über die Bedeutung eines guten Drehbuchs für einen gelungenen Film:

But to call a movie well written is far more than a question of dialogue — in fact, most filmmakers agree that dialogue is the least of it. Instead, good movie writing comes down to what defines good writing in general: a command of structure, voice and momentum, all in the service of a story that grabs spectators by their throats, then leads them along a path they simply must follow or they won’t be able to eat, sleep or lead a happy life.

Even the tiniest visual details in a film — choices viewers might assume a director or editor made — were written in the screenplay. The pink underwear Scarlett Johansson wore in the opening shot of „Lost in Translation“? Specified in the script. The hamburger phone in Juno’s retro-tastic bedroom? Written into the script. The cut from a lit match to a sunrise in „Lawrence of Arabia“? Credited to editor Anne Coates, but originally written by screenwriter Robert Bolt.

In short, it’s the screenplay that, when it’s well written, makes a world come to life with plenty of vivid detail and, in creating characters with just as much singularity, makes the audience care. And it’s precisely that emotional investment that, by way of enlightened direction and superb performances, creates an indelible cinematic experience.

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Im Rap Sheet verteidigt Rafe McGregor (er schreibt historische Krimis) den gegen Jahresende startenden Sherlock-Holmes-Film von Guy Ritchie gegen seine Kritiker. Denn, wer die Holmes-Geschichten noch einmal liest, wird feststellen, dass sie eine Menge Action enthalten.

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Und der Noir of the Week ist der Klassiker „Laura“. Otto Preminger war der Regisseur. Jay Dratler, Samuel Hoffenstein und Betty Reinhardt schrieben, nach einer Geschichte von Vera Caspary, das Drehbuch und Dana Andrews, Gene Tierney, Vincent Price und Clifton Webb spielten die Hauptrollen.

Toller Film!


Internetsperre, mal wieder

Juli 14, 2009

Nachdem die indische Botschaft heute gesagt hat, dass bei ihnen Kinderpornographie verboten sei und das auch mit Hinweisen auf die entsprechenden Gesetze belegt, muss unsere oberste Kinderpornographiebekämpferin Ursula von der Leyen ein neues Land suchen.

Ich erspar mir jetzt Überlegungen zum Beleidigen von Kontinenten, Staaten und Kulturen. Zum Glück werden heute deshalb keine Kriege mehr geführt (aber so ein Duell im Morgennebel wär schon was). Ich sag auch nicht, dass unsere Familienministerin gelogen hat. Dann würde ich ja behaupten, dass sie bewusst nicht die Wahrheit sagt.

Viel interessanter fand ich in einem Gespräch mit Radio Sputnik (Ja, da liefert sie bei Minute 1:45 auch die Falschinformation zu Indien) ihre Ausführungen zur täglichen Zahl der neuen Seiten und warum es keine richterliche Kontrolle geben könne. Sie meinte, es wäre für den Richter zu viel Arbeit.

Dafür gibt es ja irgendwann ein fünfköpfiges Gremien beim Datenschutzbeauftragten (der diese Aufgabe als fachfremd ablehnt), das sich mindestens viermal im Jahr trifft und die Listen stichprobenartig überprüfen soll. Von der Leyen spricht mal von täglich 200 neuen Seiten (bei Minute 3:55); später von täglich weltweit 1000 zu sperrenden Seiten. Die BKA-Liste soll täglich erneuert werden.

Also, dann machen wir jetzt mal ein bisschen Mathe: Bei 360 Tagen würde sich das Gremium alle 90 Tage treffen. In dieser Zeit hätte das BKA 18.000 Seiten (ich gehe mal von 200 Seiten pro Tag aus) auf die Liste genommen.

Wenn das Treffen des Gremiums zwölf Stunden dauert und jeder der fünf Experten sich allein zehn Stunden durch die Listen klickt und er nicht länger als zwei Minuten auf einer Seite bleibt, könnte ein Mann in einer Stunde 30 Seiten kontrollieren. In zehn Stunden 300 Seiten und zu fünft könnten sie 1.500 Seiten kontrollieren. Also weniger als 10 Prozent.

Naja, ist ja nur eine Stichprobe.

Unsicher bin ich mir, was sie meint, wenn sie sagt, die volle finanzielle Haftung für Fehler liege beim BKA (Minute 4:30). Meint sie, dass der Betreiber einer zu unrecht gesperrten Seite klagt, sich mit seiner Schadensersatzforderung an das BKA wenden muss? Das kann wegen der damit verbundenen Rufschädigung ziemlich teuer werden.

Unverschämt, aber rhetorisch nicht ungeschickt ist ihr Kleinreden der Petition: Ja, es haben über 130.000 Internetnutzer unterzeichnet. Aber die anderen 40 Millionen nicht und durch die Nichtunterzeichnung befürworten sie ihr Gesetz.

Da seh ich mir doch mal das Ergebnis der letzten Bundestagswahl an. 62 Millionen Wahlberechtigte. 13 Millionen haben die CDU (Zweitstimme), 3,5 Millionen die CSU, gewählt. Also hat eine deutliche Mehrheit der Deutschen die CDU/CSU nicht gewählt und lehnt daher die Politik von CDU/CSU ab. Hm.

Und wie ist das noch mal mit den Mitläufern im Dritten Reich und in der DDR? Hm. Hm. Hm.

Je länger ich über das Argument nachdenke, umso mehr denke ich, dass von der Leyen das Argument nicht auf andere Bereiche übertragen möchte.


TV-Tipp für den 15. Juli: Hochglanz hochpolitisch

Juli 14, 2009

ARD, 23.15

Hochglanz hochpolitisch (Can 2007, R.: Abbey Neidik, Irene Angelico)

Drehbuch: Abbey Neidik, Irene Angelico

Spielfilmlange Doku über Zeitschriften und Magazine und wie sie die öffentliche Meinung beeinflussen.

Wiederholungen

Montag, 20. Juli, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Donnerstag, 23. Juli, 09.55 Uhr

Hinweis

Arte zur Doku


Cover der Woche: Lino-Ventura-Tribute

Juli 14, 2009

Sciascia - Die Macht und ihr Preis

Giovanni - Der Rammbock

Lino Ventura (14. Juli 1919 – 22. Oktober 1987)


TV-Tipp für den 14. Juli: Stop Making Sense

Juli 14, 2009

Arte, 00.10

Stop making sense (USA 1984, R.: Jonathan Demme)

Demmes Musikfilmklassiker über ein Konzert der Talking Heads (zusammengeschnitten aus drei Auftritten) läuft endlich mal im Fernsehen und weil „Stop making sense“ nie so richtig auf DVD veröffentlicht wurde, sollte heute der Recorder angeworfen werden.

Jonathan Demme „hat mit sieben Kameras gearbeitet, mit dem Ziel, den Filmzuschauer das Konzert so erleben zu lassen, als säße er im Publikum und könne von dort die tolle Show miterleben, die mit dem Soloauftritt David Byrnes beginnt und die Entwicklung der Gruppe nachvollzieht, indem nach jedem Song weitere Musiker dazukommen – dadurch auch eine ungewöhnliche musikalische Bandbreite bietend, die Spaß macht und mitreißt.“ (Fischer Film Almanach 1985)

mit David Byrne, Chris Frantz, Jerry Harrison, Tina Weymouth, Ednah Holt, Lynn Mabry, Steve Scales, Alex Weir, Bernie Worrell

Hinweise

Homepage von David Byrne

Wikipedia über die Talking Heads (deutsch, englisch)

Dareland: Michael Dare redet mit Jonathan Demme über „Stop making sense“ (Erstveröffentlichung: L. A. Weekly, 9. November 1984)

Talking-Heads-Fanseite