Neu im Kino/Filmkritik: „Jim Queen“ und die Panik vor der Heterose

September 25, 2026

Jim Parfait, Star der „Gym Queens“, ist wirklich prächtig gebaut (das sehen wir), überaus potent (das sagt er), überaus beliebt als Bodybuilding-Fitness-Influencer (das sagen die Zahlen) und körperfixierter Egozentriker (das zeigt sein Verhalten). Aber jetzt verändert sich sein Körper. Er hat die Heterose. Das ist ein Virus, der schwule Männer zu langweiligen Hetero-Männern macht.

Jim will seine und die Potenz seiner schwulen Freunde retten. Der einzige Mann, der ihm dabei helfen könnte ist der ebenfalls schwule Lucien. Er ist, kurz gesagt, das komplette Gegenteil von Jim.

Gemeinsam macht sich das gegensätzliche Paar quer durch Paris auf die Suche nach dem Gegenmittel gegen die Heterose.

Und ab diesem Moment folgt der Animationsfilm für Erwachsene den Regeln des Buddy-Movies. Ein gegensätzliches Duo kämpft gegen einen durchgeknallten Wissenschaftler, der die Heterose im Labor zusammenpanschte. Auf ihrer Suche nach dem Erfinder des Virus bewegen sie sich durch die vielen zur LGBTQIA+-Szene gehörenden Gruppen und sie treffen auf die Gaystapo, die von Heterose betroffene Männer mit einer Konversionstherapie heilen will.

Sicher, die Witze in „Jim Queen“ sind etwas anders als in anderen Buddy-Komödien. Aber letztendlich vertauschen die Regisseure Nicolas Athané und Marco Ngyuyen nur die Geschlechter. Auf Spielfilmlänge ist das dann, nach der Schule von Ralf König, doch etwas wenig.

Jim Queen (Jim Queen, Belgien/Frankreich 2026)

Regie: Nicolas Athané, Marco Nguyen

Drehbuch: Nicolas Athané, Marco Nguyen, Brice Chefillard, Simon Balteaux

Länge: 86 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

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Hinweise

AlloCiné über „Jim Queen“

Moviepilot über „Jim Queen“

Metacritic über „Jim Queen“

Rotten Tomatoes über „Jim Queen“

Wikipedia über „Jim Queen“ (deutsch, englisch, französisch)