Neu im Kino/Filmkritik: Wolf „Biermann“ will nur singen

Oktober 29, 2026

Was für ein Leben! Geboren am 15. November 1936 in Hamburg. Der Vater wird als Jude und Kommunist nach Auschwitz deportiert und ermordet. 1953 siedelt Wolf Biermann in die DDR über, wird Liedermacher und schnell zum Staatsfeind mit Arbeits-, Auftritts-, Publikations- und Reiseverbot. Im November 1976 darf er für ein Konzert nach Westdeutschland/BRD/Bundesrepublik Deutschland/Deutschland (ich hoffe, ich habe keine Bezeichnung für die Bonner Republik vergessen) ausreisen. Er tritt in der Kölner Sporthalle auf. Der Saal ist brechend voll. Die Stimmung gut. Danach bürgerte das SED-Politbüro ihn aus und stieß eine ungeahnte und ungeplante Solidarisierungswelle mit Wolf Biermann an.

Seitdem trat Biermann regelmäßig auf (nach dem Mauerfall auch wieder in der DDR), veröffentlichte Musikalben und mischte sich immer wieder querulantisch in die Politik ein.

Dieses Leben des trotz seiner fast neunzig Jahren junggebliebenen und immer wieder selbstironischen Künstlers rekapituliert Jens Meurer in seinem konventionellem Biopic „Bierman“. Chronologisch führt er mit Statements von Wolf Biermann, Vertrauten und Bewunderern und Archivaufnahmen durch Biermanns Leben. Meurer gibt einen guten Einblick und Überblick über Biermans Leben und Denken, aber nicht, trotz zahlreicher angespielter Lieder, in sein Werk.

Dafür erfahren wir, wie er zu seinem Bart kam.

Das sehenswerte Biopic „Biermann“ ist ein Teil der großen Wolf-Biermann-Offensive zu seinem runden Geburtstag. Neben dem Film gibt es mehrere Bücher, Musikalben und eine kleine Konzerttour.

Biermann (Deutschland 2026)

Regie: Jens Meurer

Drehbuch: Jens Meurer, Pamela Biermann, Dirk Kämper

mit Wolf Biermann, Pamele Biermann, Ulrich Gumpert, Günter ‚Baby‘ Sommer, Campino, Barbara Honigmann, Armin Mueller-Stahl, Nora Buschmann, Joachim Gauck, Van Holzen, Wolfgang Niedecken, Lina Maly, Alligatoah, (und in Archivaufnahmen) Eva-Maria Hagen, Heinrich Böll, Romy Schneider, Nina Hagen, Manfred Krug

Länge: 120 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

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Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Biermann“

Moviepilot über „Biermann“

Wikipedia über Wolf Biermann (deutsch, englisch)

Homepage von Wolf Biermann


TV-Tipp für den 19. April: Wim Wenders, Desperado

April 18, 2023

BR, 22.45

Wim Wenders, Desperado (Deutschland 2020)

Regie: Eric Friedler, Andreas Frege (bekannter als Campino)

Drehbuch: Eric Friedler

Friedler und Frege porträtieren Wenders, zeigen bis dahin nicht gezeigtes Archivmaterial und unterhalten sich mit Wegbegleitern von Wenders. Dazu gehören Francis Ford Coppola, Willem Dafoe, Andie MacDowell, Hanns Zischler, Patti Smith, Ed Lachman, Rüdiger Vogler, Erika Pluhar, Bruno Ganz, Donata Wenders, Hark Bohm und Werner Herzog.

Danach, um 01.00 Uhr, zeigen die Bayern Wenders‘ „Am Ende der Gewalt“ (1997), eines seiner unbekannteren Werke.

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Wim Wenders, Desperado“

Moviepilot über „Wim Wenders, Desperado“

Wikipedia über Wim Wenders (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Eric Fiedlers „It must schwing – The Blue Note Story“ (Deutschland 2018)

Meine Besprechung von Wim Wenders’ “Hammett” (Hammett, USA 1982)

Meine Besprechung von Wim Wenders/Juliano Ribeiro Salgados “Das Salz der Erde” (The Salt of the Earth, Frankreich/Deutschland 2013)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Every thing will be fine“ (Deutschland/Kanada/Norwegen/Schweden 2015)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Die schönen Tage von Aranjuez“ (Les beaux jours d‘ Aranjuez, Deutschland/Frankreich 2016)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ (Pope Francis: A Man of his Word, Deutschland 2018)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Grenzenlos“ (Submergence, USA 2017)

Wim Wenders in der Kriminalakte

Homepage von Wim Wenders


TV-Tipp für den 14. August: Wim Wenders, Desperado

August 13, 2020

ARD, 23.50

Wim Wenders, Desperado (Deutschland 2020)

Regie: Eric Friedler, Andreas Frege (bekannter als Campino)

Drehbuch: Eric Friedler

Zum heutigen 75. Geburtstag von Wim Wenders (Herzlichen Glückwunsch!) gibt es eine Filmnacht, die wirklich eine Filmnacht ist (Kein Kommentar zu den mich doch etwas sprachlos machenden Uhrzeiten.).

Die Nacht beginnt ziemlich genau um Mitternacht mit der Premiere der neuen Doku „Wim Wenders, Desperado“, die vor wenigen Tagen auch in einigen Kinos lief. Friedler und Frege porträtieren Wenders, zeigen bis dahin nicht gezeigtes Archivmaterial und unterhalten sich mit Wegbegleitern von Wenders. Dazu gehören Francis Ford Coppola, Willem Dafoe, Andie MacDowell, Hanns Zischler, Patti Smith, Ed Lachman, Rüdiger Vogler, Erika Pluhar, Bruno Ganz, Donata Wenders, Hark Bohm und Werner Herzog.

Danach, um 01.55 Uhr, läuft die Musikdoku „Buene Vista Social Club“ (1999) und um 03.30 Uhr gibt es „Der Himmel büer Berlin“ (1986).

Wer danach ein Wim-Wenders-Wochenende genießen will, kann sich hier bis zum 14. September austoben.

Hinweise

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Filmportal über „Wim Wenders, Desperado“

Moviepilot über „Wim Wenders, Desperado“

Wikipedia über Wim Wenders (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Eric Fiedlers „It must schwing – The Blue Note Story“ (Deutschland 2018)

Meine Besprechung von Wim Wenders’ “Hammett” (Hammett, USA 1982)

Meine Besprechung von Wim Wenders/Juliano Ribeiro Salgados “Das Salz der Erde” (The Salt of the Earth, Frankreich/Deutschland 2013)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Every thing will be fine“ (Deutschland/Kanada/Norwegen/Schweden 2015)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Die schönen Tage von Aranjuez“ (Les beaux jours d‘ Aranjuez, Deutschland/Frankreich 2016)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ (Pope Francis: A Man of his Word, Deutschland 2018)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Grenzenlos“ (Submergence, USA 2017)

Wim Wenders in der Kriminalakte

Homepage von Wim Wenders