Die ersten Ballrooms entstanden in den USA als Reaktion auf die Ausgrenzung queerer Communities. In Harlem gab es ab den sechziger Jahren eine eigenständige Szene für queere People of Colour. Die Ballrooms sind Wahlfamilie, soziales Netzwerk und kreatives Kollektiv. Sie organisieren sich in ‚Houses‘, die von einer ‚Mother‘ und einem ‚Father‘ geführt werden. Und sie treten in Tanzwettbewerben gegeneinander an.
Seit 2016 gibt es auch in Südostasien solche Ballrooms. Auch dort sind sie Schutz- und Kreativraum. Über mehrere Jahre beobachtete Chan Sze-Wei, selbst Teil der Szene, die dortige Ballroom-Szene. Er konzentriert sich in seinem Dokumentarfilm „The Beauty of Ballroom“ auf Teddy Ong aus Malaysia, Xyza Ragunjan/Mother Xyza Mizrahi, International Mother des Iconic House of Mizrahi aus den Philippinen und Aurora Sun Labeija, Asian Father des Royal House of Labeija, aus Thailand. Er begleitet sie, redet mit ihnen und ihrem Umfeld und zeigt ausführlich die Veranstaltungen der Häuser.
Das Ergebnis ist ein konventionell gefilmter und mit äußerst unkonventionellen Protagonisten erzählter, faszinierender Einblick in eine fremde Gemeinschaft.

The Beauty of Ballroom (10s across the Borders, Philippinen/Singapur/Deutschland 2025)
Regie: Chan Sze-Wei
Drehbuch: Chan Sze-Wei
mit Teddy Ong, Xyza Ragunjan, Aurora Sun Labeija
Länge: 100 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
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Hinweise
Filmportal über „The Beauty of Ballroom“
Moviepilot über „The Beauty of Ballroom“
Rotten Tomatoes über „The Beauty of Ballroom“
Veröffentlicht von AxelB