
Gutes Buch, gut verfilmt von John Huston mit Albert Finney in der Hauptrolle.
Eine absolute Leseempfehlung.

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Eine absolute Leseempfehlung.

Philip Kerr (22. Februar 1956, Edinburgh, Schottland – 23. März 2018, London)
Produktiver, vielfach ausgezeichneter Krimi- und Thrillerautor, der vor allem für seine Serie um Bernie Gunther, Kommissar und Privatdetektiv, bekannt ist. Die ersten drei Gunther-Romane erschienen zwischen 1989 und 1991. Die ersten beiden spielen während der Nazi-Diktatur; der dritte kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die gelungene Verbindung aus historischen Fakten und Kriminalgeschichte war ein Erfolg bei der Kritik und dem Publikum. Die drei Krimis wurden später als „Berlin Noir“ oder „Berlin-Trilogie“ gelabelt. Ab 2006 schrieb Kerr dann weitere Gunter-Romane, die auch nach dem Zweiten Weltkrieg spielen.
„Die Adlon-Verschwörung“ (If the Dead Rise not, 2009) ist einer davon. 1934 arbeitet Gunther als Privatdetektiv im Hotel Adlon. Im Adlon wird in einem Bett die Leiche des Leiters einer großen Baufirma gefunden. Im Landwehrkanal treibt die Leiche eines jüdischen Boxers. Als Bernie Gunther mehr über die Toten herausfinden will, erfährt er von etlichen Scheinfirmen, die in den Bau des Olympiastadions involviert sind.
Kerrs sechster Gunther-Roman erhielt den Dagger Award als Bester historischer Kriminalroman, den Barry Award als Bester britischer Kriminalroman und den spanischen Krimipreis Premio Internacional de Novela Negra RBA. Die Preise verraten, dass der Roman ein guter Einstieg in die Welt von Philip Kerr ist.
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Hinweise
Wikipedia über Philip Kerr (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Philip Kerrs „Der Wintertransfer“ (January Window, 2014)
Meine Besprechung von Philip Kerrs „Die Hand Gottes“ (Hand of God, 2015)
Meine Besprechung von Philip Kerrs „Kalter Frieden“ (The other Side of Silence, 2016)

Ross Thomas (19. Februar 1926, Oklahoma City – 18. Dezember 1995, Santa Monica, Kalifornien)
Sein fulminanter, mit dem Edgar ausgezeichneter Debütroman.
Der Rest ist Kriminalgeschichte – und kann inzwischen beim Alexander Verlag vollständig in neuen und vollständigen Übersetzungen nachgelesen werden.
Hinweise
Alexander Verlag über Ross Thomas
Wikipedia über Ross Thomas (deutsch, englisch)
Alligatorpapiere: Gerd Schäfer über Ross Thomas (Reprint “Merkur”, November 2007)
Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Gottes vergessene Stadt” (The Fourth Durango, 1989)
Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Umweg zur Hölle“ (Chinaman’s Chance, 1978)
Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Teufels Küche“ (Missionary Stew, 1983)
Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Am Rand der Welt“ (Out on the Rim, 1986)
Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Voodoo, Ltd.“ (Voodoo, Ltd., 1992)
Meine Besprechung von Ross Thomas’ “Der Yellow-Dog-Kontrakt” (Yellow Dog Contract, 1976)
Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Gelbe Schatten“ (Cast a Yellow Shadow, 1967)
Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Der achte Zwerg“ (The Eight Dwarf, 1979)
Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Die Backup-Männer“ (The Backup Men, 1971)
Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Dämmerung in Mac’s Place“ (Twilight at Mac’s Place, 1990)
Kleine Ross-Thomas-Covergalerie in der Kriminalakte

Der erste Fall für Bernie Gunther und der Beginn einer beachtlichen Karriere.

Die Verfilmung „No Other Choice“ läuft am 5. Februar an.
Wer bis dahin den verdammt guten Noir lesen will, muss zum englischen Original greifen oder die Antiquariate durchstöbern. Denn eine Neuauflage der Übersetzung ist nicht geplant.

Diesen Thriller von 1991 über den Rachefeldzug einer jungen Frau an den Männern habe ich in guter Erinnerung. Damals war „Schmutziges Wochenende“ (Dirty Weekend) ein Skandalroman, über den kontrovers diskutiert wurde. Inzwischen wird er als Klassiker gelabelt.

R. i. P. Daniel Woodrell (4. März 1953, Springfield, Missouri – 28. November 2025, West Plains, Missouri)
„In Almas Augen“ (The Maid’s Version, 2013) ist sein letzter Roman. Seine bekanntesten Werke sind, wegen der Verfilmungen, „ Zum Leben verdammt“ (Woe to Live on, 1987) und „Winters Knochen“ (Winter’s Bone, 2006).
Seine anderen Ozark-Noirs sind die drei Rene-Shade-‚Polizeiromane‘, die inzwischen in einem Buch erhältlich sind als „Im Süden – Die Bayou-Trilogie“ (The Bayou Trilogy) und die Einzelromane „Stoff ohne Ende“ (Give us a Kiss, 1996), „Tomato Red“/“Tomatenrot“ (Tomato Red, 1998) und „Der Tod von Sweet Mister“ (The Death of Sweet Mister, 2001). Es sind kurze Hardboiled-Geschichten über Menschen, die zur Familienfeier eine Schusswaffe einstecken. Sie sind alle lesenswert und in gut sortierten Antiquariaten zu finden.
Zuletzt erschienen die deutschen Übersetzungen seiner Romane bei Liebeskind.
Hinweise
Kaliber.38 über Daniel Woodrell
Wikipedia über Daniel Woodrell (deutsch, englisch)
Daniel Woodrell bei Liebeskind
Daniel Woodrell bei Hachette Books
Meine Besprechung von Daniel Woodrells „Winters Knochen“ (Winter’s Bone, 2006)
Meine Besprechung von Daniel Woodrells “Der Tod von Sweet Mister” (The Death of Sweet Mister, 2001)
Meine Besprechung von Daniel Woodrells “Im Süden – Die Bayou-Trilogie” (The Bayou Trilogy, 2011)
Meine Besprechung von Daniel Woodrells “In Almas Augen” (The Maid’s Version, 2013)

Damals, in den späten neunziger Jahren, ein ziemlicher Aufreger.
Mehr dazu beim Verlag und Wikipedia.

Am 19. November läuft „Wicked: Teil 2“, der zweite und letzte Teil der Vorgeschichte von „Der Zauberer von Oz“ an. Er konzentriert auf die beiden Hexen Glinda und Elphaba, ihre Beziehung zueinander und wie Elphaba zur Bösen Hexe des Westens wird. Jon M. Chus Zweiteiler ist eine um neue Songs erweiterte Verfilmung des erfolgreichen Musicals.
Das Musical basiert auf dem Roman von Gregory Maguire – entschärft diesen und nimmt sich Freiheiten. Wer also „Die wahre Geschichte der Bösen Hexe des Westens“ kennen lernen will, muss lesen.
Gregory Maguire: Wicked – Die Hexen von Oz
(übersetzt von Hans-Ulrich Möhring)
Hobbit Presse/Klett-Cotta 2024 (Filmausgabe)
544 Seiten
16 Euro
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Deutsche Erstausgabe
Hobbit Presse/Klett-Cotta 2008
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Originalausgabe
Wicked – The Life and Times of the Wicked Witch of the West
Regan Books, 1995
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Hinweise
Wikipdia über „Wicked“ (Film deutsch, englisch; Musical deutsch, englisch; Roman deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Jon M. Chus „Die Unfassbaren 2 – Now you see me“ (Now you see me 2, USA 2016) und der DVD
Meine Besprechung von Jon M. Chus „In the Heights: Rhythm of New York“ (In the Heights, USA 2021)
Meine Besprechung von John M. Chus „Wicked“ (Wicked, USA 2024)

Vor wenigen Tagen erschien der dritte Kriminalroman mit Samson Koletschko von der Miliz. Wie „Samson und Nadjeschda“ (2022) und „Samson und das gestohlene Herz“ (2023) spielt „Samson und das Galizische Bad“ 1919 in Kiew.
Dieses Mal muss der herzensgute Polizist herausfinden, was mit einem Trupp spurlos verschwundener Rotarmisten geschah. Die 28 Rotarmisten besuchten das Galizische Banja und lösten sich in dem Badehaus „wie Seife im Wasser“ (Kurkow) auf. Zurück blieben ihre Uniformen. Kurz darauf findet Samson im Ofen des Badehauses einen menschlichen Knochen.
Als er erfährt, dass es sich um einen Frauenknochen handelt, weiß Samson, dass er einen weiteren Fall aufklären muss.
Der Diogenes-Verlag schreibt über den Kriminalroman: „Auch im dritten Band um den herzensguten Samson und die kluge Nadjeschda lässt der ukrainische Meister absurder Erzählkunst das Kiew der frühen Zwanzigerjahre lebendig werden. Voller politischer Turbulenzen und schräger Charaktere und spielerischer Parallelen zum Heute.“
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Andrej Kurkow: Samson und das Galizische Bad
(übersetzt von Johanna Marx und Claudia Zecher, mit Illustrationen von Juri Nikitin)
Diogenes, 2025
480 Seiten
25 Euro
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Originalausgabe
Lasnewa sprawa
Folio-Verlag, Charkiw, 2025
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Hinweise