Neu im Kino/Filmkritik: „Tomb Raider“ Alicia Vikander begibt sich auf Schatzsuche

März 15, 2018

Lara Croft, zweiter Kinoversuch; – wenn wir die beiden Auftritte von Angelina Jolie 2001 und 2003 als einen Versuch werten. Dieses Mal, den aktuellen Entwicklungen in dem Computerspiel folgend, mit deutlich reduzierter Oberweite. Aber immer noch spärlich bekleidet.

Alicia Vikander spielt jetzt die Grabräuberin Lara Croft, die erst im Film zur Grabräuberin wird. Vor sieben Jahre verschwand ihr von ihr über alles verehrter und geliebter Vater Richard Croft (Dominic West) irgendwo im Pazifik vor der japanischen Küste spurlos. Croft ist der Inhaber eines weit verzweigten Firmenkonglomerats und ebenfalls ein, uh, Schatzsucher, der auf der ganzen Welt nach historischen Artefakten sucht.

Heute lebt Lara in London als Fahrradkurierin am unteren Ende der ökonomischen Futterleiter. Die Einundzwanzigjährige will das Familienerbe nicht antreten und auch nicht von dem unermesslichen Vermögen ihres Vaters profitieren. Trotzdem kann ihre Quasi-Mutter Ana Miller (Kristin Scott Thomas), die während Crofts Abwesenheit die Geschäfte der Croft Holding führt, sie überzeugen, endlich die Todeserklärung für ihren Vater zu unterschreiben. Lara tut es bei einem dafür anberauntem Treffen dann doch nicht. Aber sie erhält in dem Moment einen Schlüsel, der ihr auf dem Croft-Landsitz die Tür zu einem versteckten Arbeitszimmer ihres Vaters öffnet. Dort sind Dokumente über seine letzte Reise und eine an sie gerichtete Videobotschaft. Sie soll alle Informationen über Himiko vernichten. Sie tut es nicht. Stattdessen macht sie sich, immer noch das Erbe verschmähend, ohne Geld auf den Weg nach Hongkong und von dort nach Yamatai. Auf der Insel will sie herauszufinden, was mit ihrem Vater geschah.

Dort trifft sie zuerst auf Mathias Vogel (Walton Goggins) (allein schon der deutsche Name prädestiniert ihn zum Bösewicht) und seine bewaffneten Männer. Sie suchen dort im Auftrag des Ordens der Dreieinigkeit seit sieben Jahren das Grab der Königin Himiko. Sie ist auch als die Mutter des Todes bekannt und das, was in ihrem Grab ist, kann die Welt vernichten. Jedenfalls glauben das Matthias Vogel, der die teuflischen Kräfte der Königin auf die Welt loslassen will, und der spurlos verschwundene und wahrscheinlich schon seit Jahren verstorbene Richard Croft, der das Schlimmste verhindern will.

Lara, deren Schatzsucher-Gene auf der Insel erwachen, will ebenfalls das Grab der Königin Himiko entdecken. Aber sie will auch, wie ihr Vater, verhindern, dass das Erbe der Königin in die falschen Hände fällt.

Davor trifft sie, zwischen etlichen Action-Einladen, auf der Insel einen Einsiedler, der ihr vielleicht helfen kann.

Tomb Raider“ ist nicht die befüchrtete Vollkatastrophe. Für den Actionfilm spricht die immer nachvollziehbare Geschichte, die engagierten Schauspieler (die angesichts des dünnen Ausgangsmaterial nicht in Richtung Overacting, sondern vor allem in Richtung unprätentiöses Spiel der alten ’no acting required“-Schule schlendern), die ruhige Kamera, das gemäßigte Schnitttempo (die Zeiten von wackeliger Wackelkamera und Zehntelsekundenschnitten sind vorbei) und die erfreulichen Actionszenen, die weitgehend vollkommen unglaubwürdige Over-the-Top-Action vermeiden. Allerdings können sie, wenn Lara Croft über einen Baumstamm oder einer Leiter läuft, die eine Schlucht oder eine Grube überbrücken, oder wenn sie ohne Schwimmweste und Halteseil mitten im Sturm auf einem Schiff herumturnt, oder wenn sie sich aus einem reißenden Fluss in ein schon seit dem Zweiten Weltkrieg über einem Wasserfall hängendes Flugzeugwrack rettet, das dann bei jeder Gewichtsverlagerung langsam zerbricht, nie verhehlen, dass sie in der sicheren Umgebung eines Studios und mit viel CGI entstanden sind. Das macht sie zu nett anzusehenden, letztendlich unspektakulären Actionszenen. Spannender sind da eine Fahrradverfolgungsjagd durch London oder diverse Faustkämpfe, in die Lara Croft involviert ist. Auch ja: und springen und laufen kann sie verdammt gut. Vor allem vor tödlichen Gefahren kann sie unglaublich schnell davon laufen.

Regisseur Roar Uthaugs „Tomb Raider“ gehört als naive Abenteuergeschichte sogar zu den besseren Spieleverfilmungen. Aber es ist kein guter Film und es ist auch kein erinnerungswürdiger Film. Dafür ist die Geschichte viel zu vorherhsehbar.

Tomb Raider“ ist als humorlose, in die Gegenwart verlegte Indiana-Jones-Variante oder als spielfilmlange Episode von „Relic Hunter – Die Schatzjägerin“ vor allem ein altmodischer Abenteuerfilm, der sich nicht sonderlich um Logik oder Wahrscheinlichkeit schert und besser in der Vergangenheit, zum Beispiel den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts spielen sollte.

Tomb Raider (Tomb Raider, USA 2018)

Regie: Roar Uthaug

Drehbuch: Geneva Robertson-Dworet, Alastair Siddons (nach einer Geschichte von Evan Daugherty und Geneva Robertson-Dworet)

mit Alicia Vikander, Dominic West, Walton Goggins, Daniel Wu, Kristin Scott Thomas, Derek Jacobi, Alexandre Willaume

Länge: 118 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Tomb Raider“

Metacritic über „Tomb Raider“

Rotten Tomatoes über „Tomb Raider“

Wikipedia über „Tomb Raider“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: „The Huntsman & The Ice Queen“ und seine große Liebe

April 7, 2016

Am Ende der neuesten Schneewittchen-Verfilmung „Snow White and the Huntsman“ war die böse Königin vernichtet und alle lebten glücklich bis an ihr Lebensende. Aber der Film war an der Kinokasse so erfolgreich, dass Hollywood über ein weiteres Abenteuer, das in dieser Welt spielt, nachdachte. Immerhin war da noch der Huntsman. Eigentlich eine Nebenfigur, aber von Chris Hemsworth sympathisch zupackend gespielt als unerschrockener Abenteurer, Fährtensucher und Jäger, der immer noch seiner großen Liebe hinterhertrauert. So eine Art Indiana Jones aus der Märchenwelt. Also wurde eine Geschichte um ihn herum geschrieben. Charlize Theron, die die böse Königin Ravenna spielte, ist auch wieder dabei und deshalb spielt „The Huntsman & The Ice Queen“ (der Originaltitel ist „The Huntsman: Winter’s War“) bournesk vor und auch nach „Snow White and the Huntsman“.

Es beginnt mit den Schwestern Ravenna (Charlize Theron) und Freya (Emily Blunt). Freya verliebt sich. Ravenna duldet das nicht und zerstört diese Beziehung. Freya zieht sich hasserfüllt in den Norden zurück und wird zur titelgebenden Eiskönigin (Ice Queen). Sie errichtet ein Schreckensregime, in dem sie Kinder zu unerschrockenen Soldaten, oder im Filmduktus Huntsmen, ausbildet. Liebe ist in ihrem Reich verboten. Denn warum sollen ihre Untertanen etwas haben, was sie nicht hat? Trotzdem verlieben sich Eric (Chris Hemsworth) und Sara (Jessica Chastain), ihre beiden besten Huntsmen, ineinander.

Freya trennt das Liebespaar. Zuerst durch eine Eiswand, durch die Eric sehen muss, wie Sara getötet wird. Er selbst wird zum Sterben in einen reißenden Fluss geworfen.

Eric überlebt das kalte Gewässer und schlägt sich fortan in wärmeren Gefilden, trauernd um den Verlust seiner großen Liebe, als Trunkenbold durch.

Einige Jahre später und nach den Ereignissen von „Snow White and the Huntsman“ lebt Eric friedlich in einer Hütte am See.

Als Snow White (nur Off Screen) den gefährlichen Zauberspiegel an einen sicheren Ort bringen will, verschwindet dieser. Eric soll ihn finden. Bei seiner Suche trifft er seine totgeglaubte große Liebe Sara wieder (Ihr habt doch nicht ernsthaft geglaubt, dass sich Jessica Chastain nach zehn Minuten aus dem Film verabschiedet?) und beide müssen erkennen, dass Freya sie durch die Eiswand eine Lüge sehen ließ. Während sie versuchen, sich über ihre Gefühle klar zu werden, suchen sie gemeinsam mit einigen kleinwüchsigen Gefährten, die auf der Reise zu ihnen stoßen, den Spiegel, der eine Spur der Verwüstung nach sich zieht.

Zur gleichen Zeit fällt Freya mit ihren Soldaten auf ihrem Eroberungsfeldzug in das Land ein.

Während „Snow White and the Huntsman“ eine durchaus unterhaltsame, aber auch etwas lang geratene Neuinterpretation des bekannten Märchens war, erzählt „The Huntsman & The Ice Queen“ eine vollkommen neue Geschichte, die in der bekannten Fantasy-Welt spielt. Mit etlichen bekannten Charakteren. Trotzdem ist Cedric Nicolas-Troyans Regiedebüt (er war für die visuellen Effekte bei „Snow White and the Huntsman“ verantwortlich) immer dann am gelungensten, wenn er sich nicht auf die Geschichte des Vorgängers und die ebenso verworrenen wie nebensächlichen Palastintrigen (die uns auch in anderen Fantasy- und Ritterfilmen langweilen), sondern auf die Abenteuergeschichte konzentriert. Also die gefährliche Suche nach dem Spiegel, die turbulente Beziehung zwischen Eric und Sara und den Zwergen, die für den nötigen Humor sorgen. Das Ganze spielt, wie schon der Vorgänger, in einer märchenhaft Welt, die zu großen Teilen, durchaus beeindruckend, von Mister PC erschaffen wurde.

The Huntsman and the Ice Queen - Plakat

The Huntsman & The Ice Queen (The Huntsman: Winter’s War, USA 2016)

Regie: Cedric Nicolas-Troyan

Drehbuch: Evan Spiliotopoulos, Craig Mazin (nach Figuren von Evan Daugherty)

mit Chris Hemsworth, Charlize Theron, Emily Blunt, Jessica Chastain, Nick Frost, Sam Claflin, Rob Brydon, Sheridan Smith, Alexandra Roach

Länge: 114 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The Huntsman & The Ice Queen“

Metacritic über „The Huntsman & The Ice Queen“

Rotten Tomatoes über „The Huntsman & The Ice Queen“

Wikipedia über „The Huntsman & The Ice Queen“


Neu im Kino/Filmkritik: WammBammBumms, die „Teenage Mutant Ninja Turtles“ sind da

Oktober 16, 2014

Als die Turtles 1990 zum ersten Mal die deutschen Kinos eroberten, begeisterten sie vor allem Kinder irgendwo zwischen Kindergarten und erster Klasse. Die waren auch begeistert von den Turtles-Gummibärchen, die sie an die nächste Wand werfen konnten, wo sie, bis sie gegessen wurden, kleben blieben.
Jetzt dürfte es ähnlich sein. Denn „Teenage Mutant Ninja Turtles“ ist vor allem kindisch auf eine uncharmant-nervtötende Weise. Außerdem beweist „Zorn der Titanen“-Regisseur Jonathan Liebesman in seinem neuesten Film, dass man für einen waschechten Michael-Bay-Film nicht unbedingt Michael Bay als Regisseur braucht. Produktion reicht auch. Denn „Teenage Mutant Ninja Turtles“ ist „Transformers“ mit mutierten Schildkröten. Sogar Megan Fox darf wieder mitspielen. Also mit einem möglichst intelligentem Gesichtsausdruck durch das Bild laufen, ihren Kollegenfreund Will Arnett becircen (wegen Fahrgelegenheit und Filmkamera) und sich von Whoopi Goldberg die Leviten lesen lassen. Die Story ist eine lieblose Aneinanderreihung von Szenen, die man kaum Story nennen kann und die die Origin-Story der mutierten Schildkröten „erzählt“.
Also: New York leidet unter einer Kriminalitätswelle für die Shredder und seine Leute verantwortlich sind. Der Unternehmer Eric Sacks (William Fichtner) erklärt sich bereit, die Polizei finanziell und mit seinen Produkten zu unterstützen. Gleichzeitig entdeckt die junge, ambitionierte TV-Reporterin April O’Neil (Megan Fox) bei einem ihrer nächtlichen Ausflüge eine Gruppe Maskierter, die einige Bösewichter verkloppen. Irgendwie sehen sie wie Schildkröten aus und sie hinterlassen rätselhafte Zeichen. Boulevard-Journalistin April weiß, dass sie gerade ihre große Story entdeckt hat.
Als sie ihrer cholerisch-scharfzüngige Chefredakteurin (Whoopi Goldberg) diese Gaga-Story über Krimininalitätsbekämpfer in Schildkrötenkostümen erzählt, wird sie von ihr vor versammelter Mannschaft abgebügelt. Natürlich sucht April weiter nach den Schildkröten, die sie auch schnell entdeckt: es sind mutierte Tiere, die seit Jahren zusammen mit ihrem Lehrer Master Splinter, einer mutierten Ratte,  in der Kanalisation überleben, nachdem das Forschungslabor, in dem sie gezüchtet wurden, abbrannte. Es war – Überraschung! – ein Labor, das von Sacks und Aprils Vater betrieben wurde und in dem April als Kind die Tiere pflegte, wofür die Turtles ihr noch heute dankbar sind. Bei dem Feuer starb Aprils Vater. Oh, und das Feuer wurde von Sacks gelegt. Denn, das ist jetzt aber keine Überraschung, Sacks ist der Bösewicht, der mit Shredder auch hinter der Verbrechenswelle steckt. Sein Angebot, der Polizei zu helfen, ist dabei nur der perfide Plan, um die Herrschaft über die Stadt zu erlangen.
Und den Rest könnt ihr euch jetzt wahrscheinlich denken. Jedenfalls rumpelt die Story lärmig in lieblos zusammengepappten Szenen zum finalen Showdown. Es gibt infantile Sprüche der vier titelgebenden „Teenage Mutant Ninja Turtles“. Es gibt hoffnungslos konfuse, schnell vergessene Action-Szenen und irgendwann zwischen zwei Bildern verschwindet dann auch die oberste Gehilfin des Bösewichts (Minae Noji). Früher hatten wichtige Bösewichter noch einen eindrucksvollen Abgang.
Sowieso wirkt „Teenage Mutant Ninja Turtles“ wie eine lieblose Aneinanderreihung von nicht erinnerungswürdigen Set Pieces, die ohne ein Drehbuch aneinandergereiht wurden. Liebesmans Werk markiert, neben Michael Bays „Transformers: Ära des Untergangs“, den absoluten Tiefpunkt des diesjährigen, weitgehend gelungenen Blockbuster-Sommers.

Teenage Mutant NinjaTurtles - Plakat

Teenage Mutant Ninja Turtles (Teenage Mutant Ninja Turtles, USA 2014)
Regie: Jonathan Liebesman
Drehbuch: Josh Applebaum, André Nemec, Evan Daugherty
LV: Charaktere von Kevin Eastman und Peter Laird
mit Megan Fox, Will Arnett, William Fichtner, Alan Ritchson, Noel Fisher, Pee Ploszek, Jeremy Howard, Abby Elliott, Minae Noji, Whoopi Goldberg, Tohoru Masamune
Länge: 102 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Teenage Mutant Ninja Turtles“
Moviepilot über „Teenage Mutant NinjaTurtles“
Metacritic über „Teenage Mutant Ninja Turtles“
Rotten Tomatoes über „Teenage Mutant Ninja Turtles“
Wikipedia über „Teenage Mutant Ninja Turtles“ (deutsch, englisch)


DVD-Kritik: Männlichkeitsrituale in der „Killing Season“

November 29, 2013

 

Ein Duell zwischen zwei Männern in der Wildnis mit Robert De Niro und John Travolta in den Hauptrollen. Das klingt doch ziemlich vielversprechend. Aber „Killing Season“ gehört dann doch eher in die Kategorie „auch für Genrejunkies verzichtbar“ und „nur für Komplettisten“. Denn auch die schönen Landschaftsaufnahmen, die in ihrer epischen Länge dem Werk wahrscheinlich eine tiefsinnige Bedeutung verleihen sollen, aber so tiefsinnig wie Kalenderbilder sind, strecken die dünne Geschichte um mehrere Minuten auf dreiundneunzig Minuten. Ohne Abspann.

John Travolta spielt Emil Kovac, einen Serben mit höchst seltsamer Bartrasur. Yeah, das erinnert an die seeligen Hollywood-Zeiten, als der Deutsche Peter Lorre einen Asiaten spielen musste.

Kovac will sich an Benjamin Ford (Robert De Niro) rächen. Der Soldat gehörte vor achtzehn Jahren zu einer Nato-Einheit, die nach irgendeinem Massaker mehrere ganz böse Serben erschoss. Kovac überlebte allerdings und jetzt, nachdem er weiß, wer ihn damals umbringen wollte, will er ihn umbringen.

Und dann kloppen und jagen die beiden sich durch die Appalachen, schießen mit Pfeil und Bogen und Gewehr aufeinander, benutzen Messer und Fäuste, zerstören auch ein Auto und forcieren ein Pseudo-Macho- und Krieg-ist-doof-Bild, das nie glaubhaft ist. Auch die Gegenüberstellung der beiden Charaktere, der eine hasserfüllt bis zum Gehtnichtmehr, der andere nach seinen Kriegserlebnissen friedfertig fotografierend im selbstgewählten Exil lebend, ist nur verquer. Ebenso die Botschaft des Films, die bestenfalls gut gemeint ist. Aber gut gemeint ist mal wieder das Gegenteil von gut gemacht.

Und dabei hätte „Killing Season“ – was sicher so geplant war – ein in der Gegenwart spielender Western werden können. Aber dafür hätte man ein besseres Drehbuch und einen besseren Regisseur gebraucht.

Sam Peckinpah, Walter Hill und William Friedkin (in dem ungleich gelungenerem „Die Stunde des Jägers“) haben ähnliche Geschichten inszeniert. Besser. Viel besser. Auch John McTiernan („Predator“, „Stirb langsam“, „Last Action Hero“), der ursprünglich als Regisseur im Gespräch war, wäre sogar im Wachkoma ein besserer Regisseur als Mark Steven Johnson gewesen. Seine bekanntesten Filme sind „Daredevil“ und „Ghost Rider“.

Killing Season - DVD-Cover - 4

Killing Season (Killing Season, USA 2013)

Regie: Mark Steven Johnson

Drehbuch: Evan Daugherty

mit Robert De Niro, John Travolta, Milo Ventimiglia, Elizabeth Olin, Diana Lyubenova, Kalin Sarmenov

DVD

Splendid

Bild: 2,40:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bonusmaterial (angekündigt): Interviews, B-Roll

Länge: 103 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Metacritic über „Killing Season“

Rotten Tomatoes über „Killing Season“

Wikipedia über „Killing Season“

Mehr Horror gefälig?

Deutscher Kinostart von „Zwei vom alten Schlag“ (Grudge Match) ist am 9. Januar.