Neu im Kino/Filmkritik: Über Philipp Stölzls sich Freiheiten nehmende Stefan-Zweig-Verfilmung „Schachnovelle“

September 23, 2021

Sicher könnte ich darauf hinweisen, dass Stefan Zweigs „Schachnovelle“ Schullektüre und deshalb wichtig sei. Aber das mit der Schullektüre sagt man halt, wenn man sagen will, dass es sich um einen Klassiker handelt, den man dann doch nie liest. Auch wenn es sich, wie in diesem Fall, um ein gutes und sehr lesenswertes Buch handelt. Sinnvoller ist bei der „Schachnovelle“ deshalb der Hinweis auf die vielen aktuell erhältlichen Ausgaben der Geschichte. Das zeigt, wie oft die kurze Geschichte heute immer noch gekauft und sicher auch gelesen wird.

Stefan Zweig schrieb die „Schachnovelle“ im Exil. Er verschickte die Typoskripte für die verschiedenen Ausgaben der Geschichte einen Tag bevor er und seine Ehefrau Lotte Zweig am 22. Februar 1942 Suizid begingen.

In der Novelle geht um ein Schachspiel auf einem Passagierschief auf seiner Fahrt von New York nach Buenos Aires (im Film von Europa nach New York). Der eine Spieler ist Mirko Czentovic. Der amtierende Schachweltmeister ist ein primitiver, des Lesens, Schreibens und Redens kaum mächtiger, aus einem südslawischem Dorf kommender Mann, der nur spielen kann, wenn er das Schachbrett vor sich sieht. Er ist ein Barbar.

Der andere ist Dr. B. (im Film Dr. Josef Bartok), der das Schachbrett nicht sehen muss, um zu spielen. Während seiner Gefangenschaft in einem Hotelzimmer im Hotel Métropole und zwischen Gestapo-Verhören lernte er mit der Hilfe von einem Schachbuch heimlich Schach. Zuerst spielte er die Spiele aus dem Buch in seinem Kopf nach. Später erfand er neue Spiele, in denen er gegen sich spielte. Vor seiner Gefangenschaft wer er in Wien ein gut verdienender, Kultur genießender, hochnäsiger Anwalt. Er ist ein Bildungsbürger und Feingeist.

Philipp Stölzl („Der Medicus“) verfilmte jetzt diese kurze Geschichte. Je nach Ausgabe umfasst sie so fünfzig, sechzig Druckseiten. Für einen Film muss also einiges erfunden und, in diesem Fall, an der Struktur verändert werden. Denn Zweig beginnt seine Novelle mit der Abfahrt des Schiffes. Dr. B. taucht erst am Ende des ersten Drittels auf. Wenige Seiten später erzählt er einer langen Rückblende, wie er das Schachspielen lernte. Stölzl änderte dies. Dr. B., der, wie gesagt, im Film Dr. Josef Bartok heißt, ist von Anfang an präsent. Dafür erfolgt seine erste Begegnung mit dem Schachmeister Mirko Czentovic später. Im Film gibt es auch nicht eine, sondern mehrere Rückblenden zu Bartoks Leben in Wien. Außerdem erfand Stölzl neue Figuren, wie Bartoks Frau, und er schildert Bartoks Gefangenschaft im Luxushotel Métropole viel ausführlicher. Sie steht im Zentrum des Films. Auch über sein Leben vor seiner Gefangenschaft, und damit bevor die Nazis Österreich besetzten, erfahren wir mehr. Damals verwaltete er für Adlige Vermögen auf Geheimkonten. Auf diese Konten würden die Nazis gerne zugreifen. Stölzl stellt auch eine Vermutung darüber an, was mit Bartok nach seinem Spiel gegen Czentovic passiert. In der Novelle verlässt Dr. B. den Spieltisch und verschwindet im Schiff.

Stölzl und sein Drehbuchautor Eldar Grigorian haben also einiges geändert. Wobei ihre Änderungen vor allem darin bestehen, die Welt in der die Geschichte spielt, genauer zu zeichnen und zu ergänzen. Mal um wichtige Figuren, wie Bartoks schon erwähnte Frau, mal um Nebenfiguren, wie Mitglieder der Wiener Oberschicht oder Gefängniswärter, die vor allem das Bild vervollständigen. Auch der historische Hintergrund, der bei seiner Veröffentlichung 1942 als bekannt vorausgesetzt werden konnte, wird ausführlicher gezeigt. Stölzl schildert auch ausführlicher, wie Bartok in seiner Zelle das Schachspielen lernt und später dort gegen sich selbst spielt. Nachdem er die Spielfiguren in mühsamer Handarbeit hergestellt hat und sie immer wieder vor seinen Wärtern versteckt. Bei all diesen Veränderungen bleibt er in seiner überzeugenden Interpretation dem Geist der Vorlage treu.

Formal ist Stölzls „Schachnovelle“ eine konventionelle Buchverfilmung, die so ähnlich auch vor sechzig Jahren hätte inszeniert werden können und die sich auf die Schauspieler konzentriert. Und die sind gut. Oliver Masucci spielt Dr. Bartok, Albrecht Schuch (der aktuell in ungefähr jedem Film mitspielt und im November in „Lieber Thomas“ Thomas Brasch spielt) den Bartok verhörenden Gestapo-Leiter Franz-Josef Böhm und den Schachweltmeister Czentovic, Birgit Minichmayr spielt Bartoks Frau Anna, Joel Basmann (aktuell ebenfalls in ungefähr jedem Film dabei und ebenfalls in „Lieber Thomas“ dabei), Rolf Lassgård und Samuel Finzi übernahmen kleinere Rollen.

Schachnovelle (Deutschland 2021)

Regie: Philipp Stölzl

Drehbuch: Eldar Grigorian, Philipp Stölzl

LV: Stefan Zweig: Schachnovelle, 1942

mit Oliver Masucci, Albrecht Schuch, Birgit Minichmayr, Rolf Lassgård, Andreas Lust, Samuel Finzi, Lukas Miko, Joel Basmann, Johannes Zeiler, Maresi Riegner, Luisa-Céline Gaffron, Moritz von Treuenfels

Länge: 112 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Filmportal über „Schachnovelle“

Moviepilot über „Schachnovelle“

Wikipedia über „Schachnovelle“

Meine Besprechung von Philipp Stölzls „Der Medicus“ (Deutschland 2013)

Meine Besprechung von Philipp Stölzls „Ich war noch niemals in New York“ (Deutschland 2019)


DVD-Kritik: Über das Antifa-Drama „Und morgen die ganze Welt“

März 16, 2021

In Mannheim an der Uni studiert Luisa im ersten Semester Jura. In ihrer Freizeit hält sich die Tochter aus einem bürgerlichem Haus in einem alternativen Wohnprojekt auf, bewirbt sich dort auch um einem Schlafplatz und sie kämpft gegen Nazis. Das hat sie schon in der Schule gemacht mit Batte, ihrer besten Freundin, die jetzt im Projekt ihre Fürsprecherin ist. Gleich bei der ersten Aktion des Hauses, bei der Luisa dabei ist, einem farbigen Protest gegen eine Wahlkampfveranstaltung einer rechten Partei, kann sie das Handy eines Nazis einstecken. Mit dieser Aktion und weil auf dem Handy wichtige Informationen sind, verdient sie sich den Respekt von Alfa, einem charismatischem Jungen mit Outlaw-Attitüde, und Lenor, seinem sich lieber planend im Hintergrund aufhaltendem Kumpel. Durch das Handy erfahren sie, wo eine alte Größe der Nazi-Szene, die sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, aber im Hintergrund immer noch aktiv ist, wohnt.

Das Polit-Drama „Und morgen die ganze Welt“, der neue Film von Julia von Heinz („Hanas Reise“, „Ich bin dann mal weg“), hatte bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig seine Weltpremiere und lief Ende Oktober wenige Tage in den Kinos, bevor sie pandemiebedingt in den immer noch andauernden Winterschlaf geschickt wurden. Er war die erfolglose deutsche Einreichung für die diesjährigen Oscars und erschien jetzt auf DVD und Blu-ray.

Julia von Heinz inszenierte den Film nach einem von ihr und ihrem Mann John Quester geschriebenem Drehbuch. Für sie ist der Film ein langgehegtes persönliches Projekt. Von Heinz und Quester lernten sich in ihren Zwanzigern kennen, als sie sich in politisch linken Kreisen und der Antifa engagierten. Die ersten Ideen für den Film entstanden. In den vergangenen zwanzig Jahren veränderte sich das Projekt immer wieder. Einmal sollte die Geschichte in den Neunzigern spielen. Später sollte es ein Dokumentarfilm mit Antifa-Veteranen, die auf ihre aktive Zeit zurückblicken, werden. Der Kern der Geschichte habe sich dabei nicht verändert. Es gehe, so von Heinz, damals und heute um „eine junge Frau, die in die linke Szene eintaucht und dort vor die Frage gestellt wird, ob Gewalt ein politisches Mittel sein kann oder sogar muss in bestimmten zugespitzten gesellschaftlichen Zuständen“.

Gerahmt wird die Filmgeschichte durch den prominent platzierten Hinweis am Filmanfang und -ende auf den Widerstandsparagraphen des Grundgesetzes. Im Film, in einem Jura-Seminar, wird er ebenfalls angesprochen. Der Paragraph gibt allen Deutschen das Recht zum Widerstand gegen Bestrebungen, die freiheitlich-demokratische Ordnung der Bundesrepublik abzuschaffen. Dieses Recht kann angewandt werden, wenn es keine andere Möglichkeit zum Schutz unseres Staates mehr gibt und es richtet sich selbstverständlich primär gegen eine Regierung, die die Verfassung abschaffen will.

Luisa und ihre Freunde kämpfen im Film allerdings nicht gegen den Staat, sondern gegen Nazis, die die parlamentarische Demokratie abschaffen wollen. Dabei verstoßen sie zunehmend gegen Gesetze. Zuerst sind es Ordnungswidrigkeiten, dann Schlägereien, Einbrüche und Diebstähle. Und Luisa radikalisiert sich. Allerdings, und das ist die große Schwäche, des Films bleibt der Grund für ihre Radikalisierung rätselhaft. Sie macht im Lauf des Films keine Wandlung durch, die eine Abkehr vom friedlichen zum gewaltbereiten Protest erklären könnte. Sie steht vor keinem Konflikt, der sie zu einer Entscheidung zwingt. Sie muss auch nicht gegen Widerstände kämpfen. Sie könnte das Eintauchen in die Antifa-Szene jederzeit als Lifestyle-Experiment abtun. Sie bleibt ein selbstgerechtes Enigma und eine Leerstelle in dem Film.

Die anderen Figuren des Films – Alfa, Lenor, ihre beste Freundin Batte und der Ex-Terrorist Dietmar – haben dagegen alle einen erzählerischen Bogen. Sie haben erkennbare Gewissenskonflikte und müssen sich entscheiden. Sie machen eine Wandlung durch. Sie entwickeln sich. Ein bisschen.

Die Filmgeschichte selbst geht nicht weiter auf die links- und rechtsextreme Ideologie ein, sondern setzt sie, in der Tradition der unsinnigen Hufeisentheorie, gleich. Beide Gruppen stehen sich als Gegner gebenüber. Warum und für welche Ziele sie kämpfen ist egal. Gewalt wenden beide Gruppen an.

Die Gewalt, die wir im Film sehen, geht immer von den Antifaschisten aus. Sogar als, am Filmanfang, ein Nazi Luisa verfolgt, überwältigt und brutal mit eindeutigen Handgriffen durchsucht, sind die Handlungen des Nazis eine Reaktion auf Luisas Diebstahl von seinem Telefon. Diese Szene, die man heranziehen könnte für Luisas Radikalisierung, wird später im Film nicht mehr erwähnt. Entsprechend unwichtig ist sie als Erklärung für ihre Radikalisierung. Sie ist allerdings wichtig für die Filmgeschichte. Sie markiert den Beginn ihrer Freundschaft zu Alfa, der sie vor dem Nazi rettet, indem er ihn mit einer Eisenstange zusammenschlägt, und Lenor.

Dadurch geschehen die Aktionen der Antifa in einem seltsam luftleeren Raum. Es gibt keine im Film erkennbare Ursache und Rechtfertigung; außer der Selbstermächtigung, auf der Seite der Guten zu stehen. Schließlich bedrohen die Faschisten den Staat und der Staat tut nichts gegen sie.

Diese Gleichsetzung von Links- und Rechtsextremismus und dass nur die Linken gewalttätig sind, raubt dem Film viel von seiner Kraft. Sie sind auch erstaunlich. Denn im Pressematerial betonen alle, wie links sie sind, ihre Antifa-Vergangenheit und wie sehr sie vor dem Rechtsextremismus warnen wollen. Auf den ersten Blick, immerhin liegen unsere Sympathien sofort bei der Protagonistin und ihren Freunden, erzählt „Und morgen die ganze Welt“ das. Es ist an der Oberfläche ein kraftvolles und mitreisendes Drama, das auf der Seite der Antifa steht und für sie und ihr gerechtfertigtes Anliegen Partei ergreift.

Auf den zweiten Blick, wenn man sich die Filmgeschichte genauer ansieht, ist es dann anders. Aus dem Aufruf zum Kampf gegen Nazis wird ein Film, der eben diesen Kampf delegitimiert.

Unklar ist allerdings der Grund dafür. Ich befürchte fast, dass Julia von Heinz dies nicht auffiel, weil sie einen authentischen Blick in eine Gruppe wirft, die sie aus eigener Erfahrung kennt und mit der sie sympathisiert. Sie bleibt immer dicht bei ihren Figuren. Die unruhige Handkamera begleitet Luisa ständig. Alles wird wird aus ihrer Sicht erzählt. Sie ist nur mit Gleichgesinnten zusammen. Sie sind sich in ihrer Weltsicht einig. Nur bei den Methoden, um ihre Ziele durchzusetzen, unterscheiden sie sich etwas. Auf die üblichen Erklärungen und platten Psychologisierungen wird verzichtet.

So ist „Und morgen die ganze Welt“ ein Film, der bei all seinen Mängeln und der störenden Kamera (für meinen Geschmack wird zu viel mit der Handkamera gearbeitet, die Kamera ist immer etwas zu nah an den Gesichtern und die Farben sind zu blass) zum Diskutieren einlädt. Vor allem natürlich über die Frage, welche Mittel gegen politische Gegner erlaubt sind. Demonstrationen und Flugblätter? Spaß-Aktionen, wie ins Gesicht geworfene Torten? Gewalt gegen Sachen? Einbrüche? Oder sogar ein hinterhältiger Mord?

Die DVD enthält als Bonusmaterial eine Hörfilmfassung und jeweils fünfminütige Interviews mit Julia von Heinz und Hauptdarstellerin Mala Emde.

Und morgen die ganze Welt (Deutschland 2020)

Regie: Julia von Heinz

Drehbuch: Julia von Heinz, John Quester

mit Mala Emde, Noah Saavedra, Tonio Schneider, Luisa Céline-Gaffron, Andreas Lust

DVD

Alamode Film

Bild: 2.35:1 (16:9)

Ton: Deutsch (DD 5.1) (Hörfilmfassung DD 2.0)

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bonusmaterial: Interviews mit Julia von Heinz und Mala Emde, Trailer, Wendecover

Länge: 107 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Und morgen die ganze Welt“

Moviepilot über „Und morgen die ganze Welt“

Rotten Tomatoes über „Und morgen die ganze Welt“

Wikipedia über „Und morgen die ganze Welt“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Julia von Heinz‘ „Hannas Reise“ (Deutschland/Israel 2013)


Neu im Kino/Filmkritik: „Persischstunden“ für einen SS-Hauptsturmführer

Oktober 1, 2020

Als Gilles (Nahuel Pérez Biscayart) 1942 auf der Fahrt zu einem Durchgangslager ein halbes Baguette gegen ein in persisch geschriebenes Buch tauscht, sieht das nach einem schlechten Tauschgeschäft aus. Gilles kann kein Farsi und das, zugegeben teuer aussehende, Buch ist im Zweiten Weltkrieg nichts wert. Aber kurz darauf rettet es Gilles das Leben.

Die SS-Leute halten den Wagen an und erschießen auf einer Waldlichtung die Passagiere, die sie für Juden halten. Gilles hält das Buch hoch und behauptet, kein Jude, sondern ein Perser zu sein. Weil ihr Lagerkommandant, SS-Hauptsturmführer Klaus Koch, unbedingt Farsi lernen will, nehmen sie Gilles mit. Immerhin hat er zehn Dosen Fleisch als Belohnung ausgesetzt. Und den Juden können sie auch später umbringen.

Im Lager kann Gilles den herrischen Lagerkommandanten Koch (Lars Eidinger), der selbstverständlich überzeugt ist, Lügner sofort enttarnen zu können, mit einigen Worten überzeugen, dass er ein Perser ist. Koch zwingt ihn, ihm die fremde Sprache beizubringen. Nach dem Krieg will er in Teheran mit seinem dort lebendem Bruder ein Restaurant eröffnen.

Also bringt Gilles Koch Farsi bei. Weil Gilles kein Farsi spricht, muss er eine orientalisch klingende Sprache erfinden.

Im Lager ist seine Situation einerseits privilegiert, immerhin erhält er als Kochs Lehrer einige Vergünstigungen, und andererseits hochgradig gefährdet. Bei der ersten falschen Vokabel wird Koch ihn umbringen. Und Kochs Untergebene wollen den Betrüger Gilles enttarnen und so in der SS-Hierarchie aufsteigen.

Persischstunden“, der neue Film von Vadim Perelman („Haus aus Sand und Nebel“) basiert auf der Kurzgeschichte „Die Erfindung einer Sprache“ von Wolfgang Kohlhaase und erzählt eine schöne Köpenickiade oder Schwejkiade. Immerhin schlawinert Gilles sich bauernschlau durch das Lager, während die Filmgeschichte die Nazis und ihre Ränkespiele bloßstellt. Denn hier intrigieren die Nazis munter gegeneinander. In jeder Szene geht es auch um den Widerspruch von Schein und Sein und um sich stetig verändernde Machtverhältnisse. Perelman erzählt das ohne jeglichen satirischen Furor ziemlich brav und bieder als Drama mit differenziert gezeichneten Figuren und didaktischer Absicht.

Dagegen sind dann ein immer nett verhuscht in die Kamera blickender Nahuel Pérez Biscayart und ein grandios aufspielender Lars Eidinger machtlos. Eidingers Rolle lebt, zugegeben, von dem für uns offensichtlichen Widerspruch zwischen den tiefen Gefühlen, die Koch in seine auf Farsi gesprochenen Sätze legt, und unserem Wissen, dass es sich um vollkommen sinnloses Gebrabbel handelt. Dass er betrogen wird.

Persichstunden“ ist ein gut gemachter, aber auch etwas dröger Film.

Persischstunden (Deutschland/Russland 2020)

Regie: Vadim Perelman

Drehbuch: Ilya Zofin

LV: Wolfgang Kohlhaase: Die Erfindung einer Sprache (Kurzgeschichte)

mit Nahuel Pérez Biscayart, Lars Eidinger, Jonas Nay, Leonie Benesch, Alexander Beyer, David Schütter, Luisa-Céline Gaffron, Giuseppe Schillaci, Antonin Chalon, Mehdi Rahim-Silvioli

Länge: 127 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Facebook-Seite zum Film

Filmportal über „Persischstunden“

Moviepilot über „Persischstunden“

Rotten Tomatoes über „Persischstunden“

Wikipedia über „Persischstunden“


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