TV-Tipp für den 3. Juni: Der Panther wird gehetzt

Juni 2, 2024

Arte, 20.15

Der Panther wird gehetzt (Classe tous risques, Frankreich/Italien 1960)

Regie: Claude Sautet

Drehbuch: José Giovanni, Claude Sautet, Pascal Jardin

LV: José Giovanni: Classe tous risques, 1958 (Das Ende vor Augen)

Gangster Abel Davos kehrt aus seinem italienischen Versteck nach Frankreich zurück. Seine alten Freunde wollen nichts mehr von ihm wissen. Nur der Einzelgänger Eric Stark hält zu ihm.

Tolles Unterweltdrama über die letzten Tage eines Gangsters. Jean-Pierre Melville war begeistert. „Für mich bedeutete dieser Film einen Wendepunkt in meiner Karriere, rein gefühlsmäßig zählt er sehr viel. Er gehört zu jenen Filmen, die ich liebe. Aber das ist ganz persönlich.“ (Lino Ventura)

Damals fand die kirchliche Filmkritik keine lobenden Worte: „Was soll eigentlich der Film? Eine spannende Handlung hat er nicht zu bieten…Dann wird zu unserer berechtigten Empörung das Leben eines Verbrechers ganz unverfroren als Beruf hingestellt. In der gleichen Weise wird die Freundestreue hier so erstaunlich gewürdigt, dass man beinahe vergisst, dass hier Menschen durch Gewaltverbrechen aneinander gebunden sind. Die Kinder des Panthers sind schließlich noch der Gipfel der Unverfrorenheit, denn sie dienen nur dem Zweck, den eiskalten Mörder außerberuflich zum rührenden Familienvater zu verklären.“ (Evangelischer Filmbeobachter)

Mit Lino Ventura, Jean-Paul Belmondo, Sandra Milo

Wiederholung: Mittwoch, 5. Juni, 16.10 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Panther wird gehetzt“

Wikipedia über „Der Panther wird gehetzt“ (deutsch, englisch, französisch)

 


TV-Tipp für den 29. April: Der Sträfling und die Witwe

April 28, 2024

Arte, 20.15

Der Sträfling und die Witwe (La Veuve Couderc, Frankreich/Italien 1971)

Regie: Pierre Granier-Deferre

Drehbuch: Pierre Granier-Deferre, Pascal Jardin

LV: Georges Simenon: La Veuve Couderc, 1940 (Die Witwe Couderc)

1934 auf einem abgelegenen Hof spielende Liebesgeschichte zwischen einem entflohenen Sträfling (Alain Delon) und einer deutlich älteren Witwe (Simone Signoret).

Krimidrama mit zwei Ikonen des französischen Kinos in den Hauptrollen.

„Trotz der guten Darsteller eine langweilige Romanverfilmung mit aufgesetzt werkenden politischen Bezügen.“ (Lexikon des internationalen Films)

Anschließend einfach dranbleiben: um 21.40 Uhr zeigt Arte die Doku „Brainwashed – Sexismus in Kino“ (USA 2022) und um 23.25 Uhr, als TV-Premiere, den Stummfilmkrimi „Filibus“ (Italien 1915).

mit Alain Delon, Simone Signoret, Ottavia Piccolo, Jean Tissier, Monique Chaumette

Hinweise

AlloCiné über „Der Sträfling und die Witwe“

Rotten Tomatoes über „Der Sträfling und die Witwe“

Wikipedia über „Der Sträfling und die Witwe“ (englisch, französisch)


TV-Tipp für den 31. Oktober: Le Train – Nur ein Hauch von Glück

Oktober 30, 2021

Arte, 20.15

Le Train – Nur ein Hauch von Glück (Le train, Frankreich/Italien 1973)

Regie: Pierre Granier-Deferre

Drehbuch: Pierre Granier-Deferre, Pascal Jardin

LV: Georges Simenon: Le train, 1961 (Der Zug)

1940 in Frankreich verbringen Julien und Anna auf der Flucht vor den Nazis in einem Zug einige gemeinsame Stunden. Zwei Jahre später hat diese Begegnung ein Nachspiel.

Hervorragend gespieltes, menschlich anrührendes Liebesdrama mit Jean-Louis Trintignant und Romy Schneider

Danach, um 21.50 Uhr, zeigt Arte die brandneue, gut einstündige Doku „Trintignant über Trintignant“ (Frankreich 2020).

Wiederholung: Mittwoch, 3. November, 14.15 Uhr

Hinweise

AlloCiné über „Le Train – Nur ein Hauch von Glück“

Rotten Tomatoes über „Le Train – Nur ein Hauch von Glück“

Wikipedia über „Le Train – Nur ein Hauch von Glück“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 5. April: Der Sträfling und die Witwe

April 4, 2020

Arte, 20.15

Der Sträfling und die Witwe (La Veuve Couderc, Frankreich/Italien 1971)

Regie: Pierre Granier-Deferre

Drehbuch: Pierre Granier-Deferre, Pascal Jardin

LV: Georges Simenon: La Veuve Couderc, 1940 (Die Witwe Couderc)

1934 auf einem abgelegenen Hof spielende Liebesgeschichte zwischen einem entflohenen Sträfling (Alain Delon) und einer deutlich älteren Witwe (Simone Signoret).

Krimidramamit zwei Ikonen des französischen Kinos in den Hauptrollen.

Trotz der guten Darsteller eine langweilige Romanverfilmung mit aufgesetzt werkenden politischen Bezügen.“ (Lexikon des internationalen Films)

Anschließend, um 21.40 Uhr, zeigt Arte die einstündige Doku „Filmstar mit Charakter – Simone Signoret“ (Frankreich 2019).

mit Alain Delon, Simone Signoret, Ottavia Piccolo, Jean Tissier, Monique Chaumette

Hinweise

AlloCiné über „Der Sträfling und die Witwe“

Rotten Tomatoes über „Der Sträfling und die Witwe“

Wikipedia über „Der Sträfling und die Witwe“ (englisch, französisch)


TV-Tipp für den 3. Dezember: Borsalino & Co.

Dezember 3, 2018

Arte, 22.30

Borsalino & Co. (Borsalino & Co., Deutschland/Frankreich/Italien 1974)

Regie: Jacques Deray

Drehbuch: Jacques Deray, Pascal Jardin

Vier Jahre nach dem Kassenhit „Borsalino“ kam die ebenfalls erfolgreiche Fortsetzung „Borsalino & Co.“ in die Kinos und weil Siffredi am Ende des vorherigen Films seinen Gangsterfreund Capella verloren hat, muss Alain Delon sich jetzt mit niemand mehr die Bühne teilen. Jetzt will Siffredi im Marseille der dreißiger Jahre den Mord an seinem Freund rächen und die kriminelle Herrschaft über die Stadt haben. Wenn da nicht konkurrierende Gangster wären.

Gangsterthriller, der nicht so gut und erfolgreich wie „Borsalino“ ist. Aber das sollte Genrejunkies nicht davon abhalten, sich diesen selten gezeigten Film anzusehen.

Arte dürfte die ungekürzte 106-minütige Fassung zeigen.

Mit Alain Delon, Ricardo Cucciolla, Reinhad Kolldehoff, Daniel Ivernel, Catherine Rouvel

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Borsalino & Co.“

Wikipedia über „Borsalino & Co.“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 22. März: Der Panther wird gehetzt

März 22, 2015

Arte, 20.15

Der Panther wird gehetzt (Frankreich/Italien 1960, Regie: Claude Sautet)

Drehbuch: José Giovanni, Claude Sautet, Pascal Jardin

LV: José Giovanni: Classe tous risques, 1958 (Das Ende vor Augen)

Gangster Abel Davos kehrt aus seinem italienischen Versteck nach Frankreich zurück. Seine alten Freunde wollen nichts mehr von ihm wissen. Nur der Einzelgänger Eric Stark hält zu ihm.

Tolles Unterweltdrama über die letzten Tage eines Gangsters. Jean-Pierre Melville war begeistert. „Für mich bedeutete dieser Film einen Wendepunkt in meiner Karriere, rein gefühlsmäßig zählt er sehr viel. Er gehört zu jenen Filmen, die ich liebe. Aber das ist ganz persönlich.“ (Lino Ventura)

Damals fand die kirchliche Filmkritik keine lobenden Worte: „Was soll eigentlich der Film? Eine spannende Handlung hat er nicht zu bieten…Dann wird zu unserer berechtigten Empörung das Leben eines Verbrechers ganz unverfroren als Beruf hingestellt. In der gleichen Weise wird die Freundestreue hier so erstaunlich gewürdigt, dass man beinahe vergisst, dass hier Menschen durch Gewaltverbrechen aneinander gebunden sind. Die Kinder des Panthers sind schließlich noch der Gipfel der Unverfrorenheit, denn sie dienen nur dem Zweck, den eiskalten Mörder außerberuflich zum rührenden Familienvater zu verklären.“ (Evangelischer Filmbeobachter)

Arte zeigt heute – erstmals – eine rekonstruierte Fassung, in der die bislang in der deutschen Fassung fehlenden Minuten enthalten sind. Sie wurden sogar nachsynchronisiert.

Mit Lino Ventura, Jean-Paul Belmondo, Sandra Milo

Wiederholung: Dienstag, 24. März, 14.05 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Panther wird gehetzt“

Wikipedia über „Der Panther wird gehetzt“ (deutsch, englisch, französisch)

Noir of the Week über „Der Panther wird gehetzt“


TV-Tipp für den 14. Oktober: Die Katze

Oktober 14, 2013

 

Arte, 20.15

Die Katze (F/I 1971, R.: Pierre Granier-Deferre)

Drehbuch: Pierre Granier-Deferre, Pascal Jardin

LV: Georges Simenon: Le chat, 1966 (Der Kater; Die Katze)

Clémence Bouin will ihren gleichgültigen Mann Julien an sich binden. Der Versuch endet in einer Tragödie.

Schonungslose, Mitleid erweckende Eheträgodie; ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären.

Im Anschluss läuft „Erinnerungen an Simone“ (Frankreich 1986) von Chris Marker.

Mit Jean Gabin, Simone Signoret

Wiederholungen

Montag, 21. Oktober, 13.55 Uhr

Dienstag, 5. November, 00.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über „Die Katze“

Wikipedia über „Die Katze“ (deutsch, englisch, französisch)

Deutsche Georges-Simenon-Fanseite

Meine Besprechung von Bertrand Taverniers Georges-Simenon-Verfilmung „Der Uhrmacher von St. Paul“ (L’horloger de Saint-Paul, Frankreich 1974)