Neu im Kino/Filmkritik: „Die außergewöhnliche Reise der Celeste García“ könnte zu einem fremden Planeten führen

September 24, 2021

Warum sollen Außerirdische immer in Kalifornien landen? Warum nicht auch einmal auf Kuba? Immerhin ist das eine schöne Insel in der Nähe des Bermuda-Dreiecks, das ja für seine spurlos verschwundenen Schiffe und Flugzeuge bekannt ist. Und warum sollen die Aliens nicht ganz freundliche Gesellen sein? Jedenfalls scheinen die Außerirdischen in „Die außergewöhnliche Reise der Celeste Garcia“ freundliche Gesellen zu sein. Sie bieten nämlich, als Austausch für bereits gewährte Gastfreundschaft, einer begrenzten Zahl von Menschen einen Besuch auf ihrem Heimatplaneten Gryok an. Der Ansturm auf diese Tickets ist groß.

Celeste Garcia, eine ehemalige, sechzigjährige Lehrerin, die jetzt als Teilzeitführerin im Planetarium Kinder für das Weltall begeistert, beteiligt sich nicht an dem Run auf die Tickets. Sie hat nämlich von ihrer Nachbarin, einer seltsamen, jetzt spurlos verschwundenen Russin, eine persönliche Einladung erhalten. Celeste vermutet, dass sie zu den Außerirdischen gehört und mit einer Tarnidentität in Havanna lebte.

Vor dem Abflug nach Groyk muss Celeste in ein Vorbereitungslager, das wie eine Mischung aus Jugendfreizeitlager und lasch geführtem Gefängnis mit Mehrbettzimmern aussieht. Celeste wird bei einem älterem Musiker und zwei Frauen einquartiert. Eine der Frauen ist hochschwanger. Sie glaubt, dass der Vater einer der Außerirdischen ist.

Unter den anderen Ausreisewilligen ist auch ein Nachbar von Celeste, der offensichtlich in die ungefähr gleichaltrige Celeste verliebt ist. Aber Celeste hat kein Interesse. Denn welcher vernünftige Mann würde sich in sie verlieben?

Arturo Infantes Spielfilmdebüt „Die außergewöhnliche Reise der Celeste Garcia“ ist eine sehr sympathische Low-Key-Komödie, die wegen ihres gemächlichen Tempos, dem unverbrauchtem Handlungsort, ihrer grundsympathischen Figuren, die gemeinsam in dem Camp abhängen und ihre kleinen Fluchten genießen, und dem allumfassendem Retro-Feeling gefällt.

Die außergewöhnliche Reise der Celeste García (El viaje extraordinario de Celeste García, Kuba/Deutschland 2018)

Regie: Arturo Infante

Drehbuch: Arturo Infante

mit Maria Isabel Díaz, Omar Franco. Néstor Jiménez, Yerlin Pérez, Tamara Castellanos, Verónica Díaz Viera, Roberto Espinosa, Daysi Quintana

Länge: 92 Minuten

FSK: ?

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Die außergewöhnliche Reise der Celeste García“

Moviepilot über „Die außergewöhnliche Reise der Celeste García“

Wikipedia über „Die außergewöhnliche Reise der Celeste García“


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