Eine Rondalla ist in Spanien, vor allem in Galicien, Aragón und Valencia, eine populäre, seit Jahrhunderten existierende musikalische Darbietungsform, in der Musiker sich durch einen Raum bewegen. Heute wird sie auf Dorffesten und religiösen Prozessionen von Amateurmusikern gespielt. Sie ist ein sich immer wieder erneuernder Teil der dörflichen Kultur der dortigen Gemeinschaften.
Aber in dem galicischem Fischerdorf A Guarda wurde seit zwei Jahren keine Rondalla mehr gespielt. Damals starb bei einem Schiffsunglück sieben der neun Besatzungsmitglieder.
Jetzt hat Luis, einer der Überlebenden, die Idee, dass sie sich wieder an einem Rondalla-Wettbewerb beteiligen. Es geht dabei nicht um das Gewinnen des Wettbewerbs, sondern um Trauerbewältigung und der seelischen Regeneration des Dorfes. Dafür muss er das gesamte Dorf mobilisieren. Die Instrumente und Flaggen müssen auf Vordermann gebracht werden. Stücke und Abläufe einstudiert werden.
Daniel Sánchez Arévalos „So klingt das Leben“ ist ein unter seinen Möglichkeiten bleibendes Feelgood-Movie.
Sicher, das Milieu und die Dorfbewohner werden, wie man es in der englischen Arbeiterklasse spielenden Feelgood-Filmen kennt, liebevoll und pointiert gezeichnet. Es ist ein Ensemblefilm mit vielen unterschiedlichen Figuren. In witzigen und herzigen Episoden werden sie charakteresiert. Als sie wieder eine Rondalla für einen lokalen Wettbewerb einstudieren, wachsen sie als Ensemble zusammen.
Aber die Charakterzeichnungen und Konflikte bleiben zu sehr an der Oberfläche und im Vorhersehbarem. Die Rondalla als zentrales Element bleibt nur Lärm mit obskurer Choreographie. Die finale Rondalla unterscheidet sich kaum von den ersten chaotischen Proben. Weil man die Abläufe, außer dass das Ensemble in der Wettbewerbshalle nach einer bestimmten Zeit an einem bestimmtem Ort sein muss, nicht kennt, ist man nicht involviert in die Wettbewerbe. Dabei sind sie ein wichtiger Teil der Geschichte dieses durchgehend sympathischen Films.

So klingt das Leben (Rondallas, Spanien 2025)
Regie: Daniel Sánchez Arévalo
Drehbuch: Daniel Sánchez Arévalo
mit Javier Gutiérez, María Vázquez, Judith Fernández, Tamar Novas, Carlos Blanco, Fer Fraga
Länge: 113 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
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Hinweise
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