Nachdem Cole Reeds Chef Tibu Campallo, ein vermögender Reeder, der gerade sein Imperium verkauft, in einem Hinterhalt erschossen wird, folgt Reed der einzigen Spur die er hat. Einer der von ihm erschossenen Angreifer hatte einen amerikanischen Pass und er war auf dem Weg zu dem zu Campallos Firma gehörendem Frachtschiff Artemis, das in wenigen Stunden den Hafen von Bangkok verlässt. Reed hofft, auf dem Schiff mehr über den Hinterhalt und die Hintermänner zu erfahren.
Wenige Stunden später entdeckt Reed in einem Container Flüchtlinge. Er will sie retten. Dummerweise besteht die gesamte, von Kapitän Marko Madsen angeführte Besatzung aus kampflustigen und schießwütigen Soldnern.
Aber Reed ist nicht irgendein Bodyguard. Er ist aus dem Stoff, aus dem Action-Filmhelden sind. Zusammen mit Angie Ellis, die erst kurz vor der Abfahrt als Vertretung für ein abwesendes Crewmitglied auf das Schiff geschickt wurde, kämpft er gegen die Menschenschmuggler.
„Mutiny“ ist der neue Jason-Statham-Film und „Public Enemy No. 1“-Regisseur Jean-François Richet liefert genau das, was man von einem Jason-Statham-Film erwartet. Mit kleinen Variationen. In seinem letzten Film „Shelter“ rettete Statham ein Mädchen. Jetzt eine ebenso wehrhafte Frau und Flüchtlinge, die als nur als Banal-Motivation für Reeds Handlungen wichtig sind.
Die Bösewichter sind böse und das Frachtschiff ein großer, verwinkelter Abenteuerspielplatz mit vielen Verstecken. Die Hintermänner und das Mordkomplott, das Genrejunkies mühelos durchschauen, spielen beim Nahkampf auf dem Schiff keine Rolle. Es wird geschossen, geprügelt und alles, was gerade da ist, wird als Waffe eingesetzt.
Die sich innerhalb weniger Stunden abspielende Geschichte erfüllt, ohne weitere Ambitionen und furchtlos vor Logiklücken, ihren Zweck. Lindsay Michel, sein Debüt, und J. P. Davis, der auch die Bücher für Richets vorherigen Film „Plane“ (mit Gerard Butler) und Tarik Salehs „The Contractor“ (mit Chris Pine) schrieb, füllen, mit etwas Humor, die bekannte Actionthriller-Formel, ohne störende Subplots und nervige Liebesgeschichten, gelungen aus.
Das Ergebnis ist, dank der kompetenten Regie, dem Dreh auf einem Schiff und dem straffen Erzähltempo, etwas besser als man es von solchen B-Movies erwarten kann.

Mutiny (Mutiny, Großbritannien/USA 2026)
Regie: Jean-François Richet
Drehbuch: Lindsay Michel, J.P. Davis
mit Jason Statham, Annabelle Wallis, Roland Møller, Adrian Lester, Ramon Tikaram
Länge: 96 Minuten
FSK: ab 18 Jahre
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Hinweise
Homepage zum Film
Wikipedia über „Mutiny“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Jean-François Richets „Plane“ (Plane, USA/Großbritannien 2023)