Neu im Kino/Filmkritik: Dieser Komödie fehlt „Das gewisse Etwas“

ist das deutsche Remake von

Es geht um zwei ziemlich doofe Juwelenräuber, die auf ihrer Flucht notgedrungen (ihr auf einem Behindertenparkplatz abgestelltes Fluchtauto wurde abgeschleppt und die Polizei riegelt das Viertel ab) und zufällig (ein abfahrbereiter Reisebus wartet noch auf einen weiteren Mitreisenden) in einer Behinderten-Reisegruppe untertauchen. Mit ihnen fahren sie für einige Tage in die Berge.

Marc Rothemund erzählt in seinem Remake der französischen Erfolgskomödie „Was ist schon normal?“ (Un p’tit truc en plus, Frankreich 2024, Regie: Artus) die Geschichte mit minimalen Veränderungen, die zu massiven Verschlechterungen führen, nach.

Während das Original, auch kein Meisterwerk feinsinniger Komödie, sondern eher in Richtung Klamauk gehend, gut für einige herzhafte Lacher ist und der inclusive Cast mit der Lust an Grenzüberschreitungen dem Affen ordentlich Zucker gibt, ist davon im Remake nichts mehr übrig. Marc Rothemund („Wochenendrebellen“, „Ein fast perfekter Antrag“) wiederholt die Witze aus dem Original ohne irgendein Gefühl für Timing oder Pointenaufbau. Die bereits aus anderen Filmen bekannten Schauspielern mit Beeinträchtigungen langweilen. Sie scheinen nur noch ein aus vorherigen Filmen erprobtes Programm abzuspulen. Verantwortlich dafür sind nicht sie, sondern das alle unterfordernde Drehbuch und die Inszenierung.

Anstatt sich dieses durchgehend langweilige, witzlose, gut gemeinte und vollkommen überflüssige Remake anzusehen, sollte man sich das in jeder Beziehung deutlich bessere Original „Was ist schon normal?“ ansehen.

Das gewisse Etwas (Deutschland 2026)

Regie: Marc Rothemund

Drehbuch: Murmel Clausen (basierend auf „Un p’tit truc en plus“ von Artus, Clément Marchand und Milan Mauger)

mit Max von der Groeben, Mala Emde, Florian Lukas, Jasmin Schwiers, Lorenzo Germeno, Frangiskos Kakoulakis, Antonia Riët, Simon Rupp, Natalie Kim Lehmann, Jan Bobke, Ferdinand Kuner, Linn Bade, Timon Heinzl, Luca Davidhaimann, Paul Kögler, Dieter Landuris, Bettina Mittendorfer, Johannes Berzl

Länge: 105 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Das gewisse Etwas“

Moviepilot über „Das gewisse Etwas“

Wikipedia über „Das gewisse Etwas“

Meine Besprechung von Marc Rothemunds „Wochenendrebellen“ (Deutschland 2023)

Meine Besprechung von Artus‘ „Was ist schon normal?“ (Un p’tit truc en plus, Frankreich 2024)

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