In einem Lagerhaus in Brooklyn will DJ Dre die große Party, von der die ganze Stadt sprechen wird, veranstalten. Aber kurz vor dem Beginn sagt der bestenfalls szenebekannte Hauptact ab. Ein Ersatz muss organisiert werden. Lust, Liebe und Künstler:innenegos knallen aufeinander. Hetero-Influencer wollen die angekündigte Drag-Show ansehen. Und dann tauchen auch noch Zombies auf.
“Queen of the Dead” ist das Spielfilmdebüt von Tina Romero. Ihr Filmdebüt hatte sie als Kind in George A. Romeros “Der Affe im Menschen” (Monkey Shines, 1988). Sie spielte ein spielendes Kind. Später studierte sie Film am Wellesley College und der NYU Tisch Graduate School of Film. Sie ist Vizepräsidentin der GARF Foundation, die das Werk ihres Vaters George A. Romero würdigt. Er beeinflusste auch unverkennbar ihr mit einem überschaubarem Budget inszeniertes Spielfilmdebüt.
Das Budget ist allerdings nicht das größte Problem von “Queens of the Dead”. Auch nicht, dass die Schauspieler keine zukünftigen Oscar-Kandidaten sind, sondern, auch rollenbedingt, zum Overacting tendieren. Beides akzeptiert man, wenn der Rest zumindest interessant ist.
Leider macht Tina Romero aus wenig noch weniger. Fast der gesamte Film spielt in der zur Partylocation umfunktionierten Lagerhalle. In ihr stehen die wenige Menschen, die zu der großen Party gekommen sind, verlorener als nötig herum. Als müssten die strengsten Corona-Regeln eingehalten werden. Auf die Angriffe der Zombies reagieren sie meistens vollkommen bescheuert. Die Angriffe sind rar und schnell vorbei. Die Witze erschöpfen sich weitgehend in einer Umkehr der Geschlechterrollen und Spott über die bekannten Klischees über Homosexuelle und Transvestiten. Das war vor vierzig Jahren, zehn Jahre nach der “Rocky Horror Picture Show”, vielleicht noch neu, ist aber heute, fast dreißig Jahre nach der „Bullyparade“, älter als die Tageszeitung vom letzten Halloween.
“Queens of the Dead” ist da einfach nur der nächste, verzichtbare, mit einem Minibudget gedrehte Zombiefilm. Dieses Mal in der queerbunten Version.
Aus US-amerikanscher Perspektive ist das vielleicht anders. Dort kann die 80er-Jahre-Zombiekomödie „Queens of the Dead“ als Selbstvergewisserung und Schlachtruf der LGBTQ+-Community gegen die sie offensiv bekämpfende Regierung und die reaktionäre Stimmung gesehen werden.

Queens of the Dead (Queens of the Dead, USA 2025)
Regie: Tina Romero
Drehbuch: Tina Romero, Erin Judge
mit Jaquel Spivey, Katy O’Brian, Nina West, Tomas Matos, Margaret Cho, Jack Haven, Quincy Dunn-Baker, Cheyenne Jackson, Tom Savini
Länge: 101 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
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Hinweise
Moviepilot über „Queens of the Dead“
Metacritic über „Queens of the Dead“