Drehbuch: Walter Hill, William Fairchild (ungenannt)
LV: Desmond Bagley: The freedom trap, 1971 (Lebenslänglich mit Rückfahrkarte)
Geheimagent Rearden soll sich im Knast mit einem Sowjetagenten anfreunden. Sie werden von Freunden des Sowjetagenten befreit. Auf ihrer Flucht dämmert Rearden, dass er nur eine Marionette in einem viel größeren Spiel ist.
Spannender Agententhriller (wobei die Agenten-Sache eher nebensächlich ist)
mit Paul Newman, James Mason, Dominique Sanda, Ian Bannen
40 Jahre „Tatort“ ist für das Erste vor allem die Gelegenheit, uns mit einem munteren Rateabend zu beglücken, bei dem „Tatort“-Kommissare und Promis beweisen können, was sie über die Reihe wissen.
Der Fan fragt sich, warum das Erste nicht vielleicht einen besonderen „Tatort“ (zum Beispiel alle Kommissare lösen einen Fall oder ein aktueller Fall, der einen alten Fall weitererzählt) oder eine gute Dokumentation produzierte.
Stattdessen gibt es wohl so tolle Fragen, wie „Welcher ‚Tatort‘-Kommissar spielte in einem anderen ‚Tatort‘ einen Verbrecher?“.
LV: Emile Zola: La bete humaine, 1890 (Der Totschläger)
Lokführer Jacques Lantier verliebt sich in die Frau des Bahnhofvorstehers Roubaud. Sie überredet Lantier ihren Gatten umzubringen.
Beeindruckendes Drama und einer der besten Filme von Jean Renoir.
André Bazin, langjähriger Freund von Renoir und Herausgeber von „Cahiers du Cinéma“, schrieb zu „Bestie Mensch“: „Insgesamt lässt sich sagen, dass Renoir den Roman an fast allen Stellen verbessert hat. Die Darstellung des technischen Milieus bleibt im Film nicht hinter der des Romans zurück, ja übertrifft sie recht häufig. Die Motivierung der Charaktere ist bei Renoir viel besser. Denn er begründet sie nicht aus der Psychologie, sondern aus einer Metaphysik des Schauspielers. Was man auf der Leinwand sieht, ist nicht die Mordlust eines Lantier, sondern die von Gabin…Insgesamt hat Renoir die Geschichte fachgerecht nach den Regeln des Kinos dramatisiert und vereinfacht, und das Ergebnis ist besser als der Roman. Man könnte fast sagen: die wenigen Schwächen des Drehbuchs sind Überbleibsel aus dem Roman.“
Der Pate – Teil 1 (USA 1977, R.: Francis Ford Coppola)
Drehbuch: Mario Puzo, Francis Ford Coppola
LV: Mario Puzo: The godfather, 1969 (Der Pate)
Die Mafia als gepflegter Familienbetrieb. Ein immer wieder gern gesehener Klassiker.
Allerdings heute wieder in der vierteiligen, chronologisch-erzählten und ziemlich unbekannten TV-Version. Coppola schnitt die beiden ersten ersten „Der Pate“-Filme neu und integrierte auch Szenen, die nicht in den Kinofilmen enthalten sind.
Die nächsten Teile gibt’s an den kommenden Abenden.
Mit Marlon Brando, Al Pacino, James Caan, John Cazale, Robert Duvall, Diane Keaton, Sterling Hayden, Al Lettieri, Talia Shire
Leaving Las Vegas – Liebe bis in den Tod (USA 1995, R.: Mike Figgis)
Drehbuch: Mike Figgis
LV: John O’Brien: Leaving Las Vegas, 1990 (Leaving Las Vegas)
Ben ist Drehbuchautor und Trinker. Er macht sich auf den Weg nach Las Vegas, um sich dort zu Tode zu trinken. Da trifft er Sera, eine Hure, die seine Begleiterin auf seinem Trip in den Tod wird.
Beeindruckendes Trinkerdrama, das nach einem autobiographischem Roman entstand und für das Nicolas Cage unter anderem einen Oscar als bester Darsteller erhielt. Im Nachhinein beendete „Leaving Las Vegas“ die Phase in Cages Leben, in der er ein ernstzunehmender Schauspieler war. Danach trat er in „The Rock“, „Con Air“ und „Face/Off – Im Körper meines Feindes“ (der im Vergleich zu den beiden vorherigen Filmen ein tiefsinniges Drama ist) auf. Zuletzt trat er in „Duell der Magier“ auf.
mit Nicolas Cage, Elizabeth Shue, Julian Sands, Emily Procter, Valeria Golino, Mike Figgis, R. Lee Ermey, Mariska Hargitay, Danny Huston, Bob Rafelson, Xander Berkeley, Lou Rawls, Julian Lennon
LV: John Buchan: The Thirty-Nine Steps, 1915 (Die neundundreißig Stufen)
Richard Hannay wird verdächtigt einen Spion umgebracht zu haben. Die Suche nach dem Mörder führt ihn durch halb England zu einem mordlüsternem Spionagering.
Schon seit Jahren nicht mehr gezeigter Hitchcock-Klassiker. Der “Anlass” für die derzeitigen Wiederholungen ist der 110. Geburtstag des Meisters der Suspense am 13. August.
“Was mir bei The 39 Steps gefiel, waren die jähen Umschwünge und das rapide Springen von einer Situation in die nächste. (…) Sollte ich The 39 Steps noch einmal drehen, dann würde ich wieder nach diesem Rezept vorgehen. Aber das kostet wirklich eine Menge Arbeit. Man muss einen Einfall auf den anderen folgen lassen, und das unheimlich schnell.” (Alfred Hitchcock zu Peter Bogdanovich)
Mit Madeleine Carroll, Robert Donat, Lucie Mannheim, Godfrey Tearle, Peggy Ashcroft, John Laurie
Vor fünf Jahren wurde die erste Staffel von „Einsatz in Manhattan“, wie „Kojak“ in Deutschland hieß, veröffentlicht und sie verkaufte sich wohl nicht so toll. Denn erst jetzt wurde die zweite Staffel der in den siebziger Jahren weltweit erfolgreichen Polizeiserie mit Lt. Theo Kojak von Revier Manhattan Süd als Helden (Kennzeichen: Glatze, Lolli, immer gut gekleidet, immer einen sarkastischen Spruch auf den Lippen) veröffentlicht.
Die dritte Staffel ist für Anfang Dezember angekündigt und man kann nur hoffen, dass dann einige Fehler der jetzt vorliegenden Veröffentlichung nicht wieder gemacht werden. Denn so hübsch das Cover auch ist, der Inhalt ist eine einzige Enttäuschung. Universum veröffentlichte nicht die Originalfolgen, sondern die deutschen Fassungen. Diese wurden, aufgrund des damaligen ARD-Sendeschemas, bei der Erstausstrahlung gnadenlos von knapp 50 Minuten auf unter 45 Minuten gekürzt. Damit ist die zweite Staffel für Filmfans mit filmhistorischen Ambitionen wertlos. Bei der ersten Staffelbox wurden dagegen die Originalversionen auf die DVDs gepresst und es kam dann bei den damals gekürzten Passagen zu einen Sprachwechsel vom Deutschen ins Englische (der mich, weil ich mir die Folgen im Original ansah, nicht störte).
Die Bildqualität der einzelnen Folgen der zweiten „Kojak“-Staffel schwankt von Folge zu Folge zwischen abgenudelt-matschigem VHS-Tape und halbwegs scharf, aber viel zu hell und immer wieder mit falschen Farben; wobei in den späteren Folgen das Bild besser wird (oder man sich einfach an die Qualität gewöhnt hat). Insgesamt ist das Bild, im Vergleich zu anderen TV-Serien, die ähnlich viele Jahre auf dem Buckel haben, durchgehend entsetzlich schlecht.
Da ist der Verzicht auf Untertitel und Bonusmaterial (abgesehen von drei Texttafeln zur Serie und einer auf der Innenseite des Covers abgedruckten Episodenguide) nur konsequent.
Neben der grottigen Umsetzung fällt, vor allem in den ersten Folgen der zweiten Staffel, auf, wie sehr „Kojak“ in den vergangenen fünf Jahren alterte. Denn 2005 war in Deutschland die Zeit vor „The Wire“, „The Shield“, „Criminal Minds“, „The Closer“, „Dexter“, „The Mentalist“ und „Castle“ (um nur einige Polizeiserien [großzügig definiert] zu nennen).
Es gab „CSI“, „Wolffs Revier“ (bis 2006), „SK Kölsch“ (ebenfalls bis 2006), „Im Namen des Gesetzes“ (damals zwischen Einstellung und Reboot schwankend, inzwischen eingestellt), einige glücklose Serienversuche der Privaten, wie „Der Elefant – Mord verjährt nie“, und einige immerhin quotentechnisch erfolgreiche Serienstarts der Öffentlich-Rechtlichen, wie „Kommissar Stollberg“ (ab Oktober 2006), „Der Kriminalist“ (ab Dezember 2006), „Soko Köln“ (ab Oktober 2003), „Soko Wismar“ (ab Oktober 2004), „Soko Wien“ (ab Oktober 2005) und „Der Alte“ wurde von dem 1924 geborenen Rolf Schimpf gespielt.
Gegen diese, oft miesepetrig durchs Bild schlurfenden, Ermittler war Kojak (gespielt von dem 1922 geborenen Telly Savalas in der Rolle seines Lebens) ein Jungbrunnen, der wohlige Erinnerungen an die Vergangenheit weckte.
Gegen die neuen Helden ist Lt. Theo Kojak ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit. Einer Zeit als Computer und Handys noch Science-Fiction waren. Dafür wird vor allem in den ersten Folgen auffällig oft in Telefonzellen telefoniert und in Lokalen gibt es an der Theke Telefone. Die Kriminaltechnik spielt in den Ermittlungen eine viel unbedeutendere Rolle. Allerdings war sie auch nicht so unwichtig, wie vor allem in den ersten Folgen der zweiten Staffel von „Kojak“ immer getan wird. Dass niemand auf DNA-Spuren achtet, ist nachvollziehbar, aber dass Täter wie Ermittler lässig überall ihre Fingerabdrücke hinterlassen mutet schon seltsam an und stört sehr beim Ansehen. Besonders in der Folge „Kaufpreis für einen Richter“ ist es komplett unglaubwürdig, dass Profiverbrecher ohne Handschuhe einen durchaus komplizierten Selbstmord inszenieren.
In den späteren Folgen, so ab der zehnten Folge, wird sich dann immer stärker auf die psychologischen Aspekte konzentriert und damit ist die Arbeit der Spurensucher für den Fall unwichtig. Es gibt etliche Fälle, in denen es keinen Mord gibt oder der Mord nur eine Folge des eigentlich geplanten Verbrechens ist und es werden, vor allem in den letzten Folgen der zweiten Staffel, auch damals moderne Ermittlungsmethoden, wozu Tonbandgeräte und Videokameras gehören, benutzt.
Und diese Folgen sind bis heute von ihrer Story nicht gealtert. Aber dank zahlreicher Straßenaufnahmen, liebevoller Innenausstattungen und natürlich der Kleider stellt sich ein angenehmes Retro-Feeling ein. Außerdem wurde, was damals in Krimiserien durchaus üblich war, kein Geheimnis aus dem Täter gemacht. Normalerweise wird am Anfang sogar die Tat gezeigt und neben den Ermittlungen wird den Tätern, den Opfern und den von der Tat Betroffenen mehr oder weniger viel Zeit eingeräumt.
Insgesamt sind die 24 Fälle der zweiten „Kojak“-Staffel recht abwechslungsreich geraten. Neben psychopathischen Einzeltätern (ein in seine Nachbarin verliebter Junge in „Der Mörder wohnt neben“) und Zufallstätern (in „Verbrechen ohne Opfer“ geht eine Vergewaltigung schief), gibt es immer wieder Berufsverbrecher, für die Mord und auch die Verhaftung einfach zum Berufsrisiko gehören, Mafiosi (in der Auftaktfolge „Rivalen der Mafia“ und in „Warrens erster Fall“ versucht Kojak einen Gangsterkrieg zu verhindern), Terroristen (in „Souvenir aus Atlantic City“) und einige ehrliche Männer, die Selbstjustiz üben wollen (in „Wer hat Ruth Nelson getötet?“ und „Kugeln aus dem Hinterhalt“) oder die günstige Gelegenheit ergreifen.
Dazu gehört Ray Coughlin (Martin Balsam in der noirischen Episode „Die Sterne stehen auf Tod“), der als Ex-Polizist und Privatdetektiv den Selbstmord eines Klienten zum lukrativen Geschäft für sich machen will.
In „Der Mann mit der Bombe“ terrorisiert ein Bombenleger Manhattan. Die Polizei hat keine Spur und der Täter stellt auch keine Forderungen. Da hilft ein begnadeter, mehrfach verurteilter und inzwischen ehrlich gewordener Bombenbauer der Polizei beim Entschärfen einer Bombe. Bei der nächsten Bombe will er für seine Hilfe eine stattliche Entlohnung und Kojak hat einen Verdacht.
In „Der Verlierer zahlt alles“ spielt Leslie Nielsen einen brutalen Dieb, der eine Art Über-“Parker“ ist und in „Alte Träume werden wahr“ spielt Ruth Gordon („Harold & Maude“) ein Medium, das Morde vorhersieht. Was sie nicht weiß ist, dass der Täter einer ihrer Kunden ist.
Und, wie es sich für eine Polizeiserie gehört, spielen auch immer wieder die Probleme und moralischen Dilemma von Polizisten eine Rolle. In einigen Folgen rücken sie in den Mittelpunkt. In „Ein schlechter alter Freund“ wird Kojaks Untergebener Crocker mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Denn einer seiner alten Freunde wurde zum Berufsverbrecher mit Mafiakontakten, der als Schutzgelderpresser sein Geld verdient.
In „Die Erpressung“ wird die Frau von Kojaks Chef McNeill entführt. Die Entführer verlangen von Kojak, dass er Beweise verschwinden lässt.
In „Spiel mit gezinkten Karten“ behauptet ein Spitzel (der Sänger Paul Anka) gegenüber Gangstern, dass ein Polizist ihn mit Informationen versorge. Das Gerücht macht die Runde und plötzlich steht die Karriere des Polizisten auf dem Spiel.
Sowieso haben in „Kojak“ in den einzelnen Fällen auffallend oft, vor allem im Vergleich zu zeitgenössischen Krimiserien, Berufsverbrecher eine zentrale Rolle. In „Raubzug in Raten“ planen einige Diebe in einer Nacht einen großen Diebstahl. Kojak weiß, dass das Verbrechen vor seinen Augen stattfindet. Aber er weiß nicht wo.
In „Die Nacht von Piräus“ dreht sich alles um einige wertvolle Briefmarken, für die verschiedene Sammler über Leichen gehen. Anscheinend hat „Der Malteser-Falke“ für diese Folge Pate gestanden.
In diesen Folgen zeigt sich das Verbrechen als integraler Bestandteil der Gesellschaft. Die Polizei kann nur noch Schadensbegrenzung leisten. Insofern bereitet „Kojak“ späteren Krimiserien wie „Miami Vice“ vor.
Kojak – Einsatz in Manhatten – Staffel 2 (Kojak, USA 1974/1975)
Erfinder: Abby Mann
mit Telly Savalas (Lt. Theo Kojak), Dan Frazer (Capt. Frank McNeil), Kevin Dobson (Det. Bobby Crocker), George Demosthenes Savalas (Det. Stavros [Bruder von Telly Savalas und, um Verwirrungen zu vermeiden, im Vorspann nur „Demosthenes“ genannt]), Mark Russell (Det. Saperstein), Vince Conti (Det. Rizzo)
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DVD
Bild:1,33:1 (4:3)
Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0 – Mono)
Untertitel: –
Bonusmaterial: 3 Texttafeln zur Serie, Episodenguide auf der Coverinnenseite
Laufzeit: 1125 Minuten (5 DVD)
FSK: ab 16 Jahre (wobei fast alle Folgen FSK-12 sind)
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Lt. Kojak löst im zweiten Jahr seines TV-Serienlebens folgende Fälle
Rivalen der Mafia – Teil 1 (The Chinatown Murders, Part 1)
Regie: Jeannot Szwarc
Drehbuch: Jack Laird
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Rivalen der Mafia – Teil 2 (The Chinatown Murders, Part 2)
Regie: Jeannot Szwarc
Drehbuch: Jack Laird
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Verbrechen ohne Opfer (Hush now, or you die)
Regie: Charles S. Dubin
Drehbuch: Robert W. Lenski
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Kojak spielt riskant (A very deadly game)
Regie: Seymour Robbie
Drehbuch: Seam Baine
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Das 20-Millionen-Ding (Wall Street Gunslinger)
Regie: Richard Donner
Drehbuch: Halsted Wells
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Wer hat Ruth Nelson getötet? (Slay ride)
Regie: Russ Mayberry
Drehbuch: Morton S. Fine
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Zeugin wider Willen (Nursemaid)
Regie: Jerry London
Drehbuch: Joel Oliansky
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Mord im Krankenhaus (You can’t tell a hurt man how to holler)
Regie: Seymour Robbie
Drehbuch: Albert Ruben
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Kaufpreis für einen Richter (The best judge money can buy)
Regie: Leo Penn
Drehbuch: Gene Kearney
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Souvenir aus Atlantic City (A souvenir from Atlantic City)
Regie: Daniel Haller
Drehbuch: Charles Sailor, Eric Kaldor
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Die Sterne stehen auf Todesfahrt (A killing in the second house)
Regie: Christian Nyby
Drehbuch: Gene Kearney
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Warrens erster Fall (The best war in town)
Regie: Richard Donner
Drehbuch: Burton Armus
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Der Mörder wohnt nebenan (Cross your heart and hope to die)
Regie: David Friedkin
Drehbuch: Gene Kearney
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Spiel mit gezinkten Karten (The betrayal)
Regie: Telly Savalas
Drehbuch: Joseph Polizzi
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Der Verlierer zahlt alles (Loser takes all)
Regie: Allen Reisner
Drehbuch: Robert C. Dennis (nach einer Geschichte von William P. McGivern und Robert C. Dennis)
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Ein Feuer auf Bestellung (Close cover before killing)
Regie: Sigmund Neufeld jr.
Drehbuch: Peter S. Fischer
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Kugeln aus dem Hinterhalt (Acts of desperate men)
Regie: Jeannot Szwarc
Drehbuch: Gene Kearney
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Die Königin der Zigeuner (Queen of the gypsies)
Regie: Jeannot Szwarc
Drehbuch: Gene Kearney (nach einer Geschichte von Gene Kearney und Arthur E. McLaird)
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Die Nacht von Piräus (Night of the Piraeus)
Regie: Jerry London
Drehbuch: Don Rene Patterson, George Bacos
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Der goldene Schlüssel (Elegy in an asphalt graveyard)
Regie: Christian Nyby
Drehbuch: Jack Laird
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Der Mann mit der Bombe (The good luck bomber)
Regie: Sigmund Neufeld Jr.
Drehbuch: Ray Brenner
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Ein schlechter alter Freund (Unwanted partners)
Regie: Sigmund Neufeld Jr.
Drehbuch: Burton Armus
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Raubzug in Raten (Two-four-six for two hundred)
Regie: Russ Mayberry
Drehbuch: James M. Miller
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Die Erpressung (The trade-off)
Regie: David Friedkin
Drehbuch: Robert E. Swanson
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Alle Träume werden wahr (I want to report a dream)
Bei den Alligatorpapieren sind meine neuen, wunderschön bebilderten TV-Krimi-Buch-Tipps (also die ultimative, ,kritische Auflistung der demnächst im TV laufenden Krimiverfilmungen) online. Fans dürfen sich unter anderem darauf freuen:
Ein herzliches Willkomnen, liebe Krimifreunde, zu zwei sehr ruhigen Wochen. Denn im Ersten und den dritten Programmen wird das vierzigjährige Jubiläum vom „Tatort“, hauptsächlich mit neuen Folgen und dem „Taxi nach Leipzig“, gefeiert. Wilsberg darf einen neuen Fall lösen und das „Nachtschicht“-Team hat „Das tote Mädchen“ vor sich liegen. Außerdem gibt es Richard Fleischers Elmore-Leonard-Verfilmung „Das Gesetz bin ich“, Alfred Hitchcocks John-Buchan-Verfilmung „Die 39 Stufen“ und seine Ethel-Lina-White-Verfilmung „Eine Dame verschwindet“, Jean Renoirs Emile-Zola-Verfilmung „Bestie Mensch“, John Hustons Desmond-Bagley-Verfilmung „Der Mackintosh-Mann“, Jack Smights Ross-MacDonald-Verfilmung „Ein Fall für Harper“ (beide mit Paul Newman), Roger Donaldsons Kenneth-Fearing-Update „No way out – Es gibt kein zurück“ und Francis Ford Coppolas TV-Version seiner ersten beiden „Der Pate“-Filme.
Oklahoma 1873: Jed Cooper lässt sich zum Deputy Marshal ernennen. So kann er sich auf der Seite des Rechts an den Männern rächen, die ihn hängen wollten.
Nachdem Clint Eastwood mit den Sergio-Leone-Western „Für eine Handvoll Dollar“, „Für ein paar Dollar mehr“ und „zwei glorreiche Halunken“ erfolgreich der Sprung vom Fernsehen ins Kino gelang, kehrte er mit „Hängt ihn höher“ zurück nach Hollywoood und setzte seinen Aufstieg fort. Der Regisseur seines nächsten Films „Coogans großer Bluff“ hieß Don Siegel und der Rest ist Geschichte.
„Hängt ihn höher“ ist ein Rachewestern, der einige unangenehme Fragen stellt.
Richard Schickel nennt in seiner Clint-Eastwood-Biographie von 1996 den Film „einen intelligenten Western, der sich zwar an die Konventionen des Genres hielt, aber dennoch komplex und originell war.“
mit Clint Eastwood, Inger Stevens, Ed Begley, Pat Hingle, Arlene Golonka, Ben Johnson, Bruce Dern, Dennis Hopper, L. Q. Jones
Nachtschicht: Das tote Mädchen (D 2010, R.: Lars Becker)
Drehbuch: Lars Becker
Ein russisches Callgirl wird ermordet und in der Elbe versenkt. Das Nachtschicht-Team sucht den Mörder und landet schnell bei einem Privatbankier, der behauptet die Tote nicht zu kennen.
Nix neues von der “Nachtschicht”: Dutzende bekannter Gesichter, die endlich (?) mal wieder (?) zeigen, was sie können, gutes Buch, gute Regie, gute Unterhaltung.
mit Armin Rohde, Barbara Auer, Minh-Khai Phan-Thi, Pierre Semmler, Dietmar Bär, Kai Wiesinger, Jürgen Prochnow, Lisa Maia Potthoff
Nur die Sonne war Zeuge (F/I 1960, R.: René Clément)
Drehbuch: René Clément, Paul Gégauff
LV: Patricia Highsmith: The talented Mr. Ripley, 1955 (Nur die Sonne war Zeuge, Der talentierte Mr. Ripley)
Tom Ripley soll im Auftrag von Philippes Vater den Sohn nach Amerika zurückbringen. Aber Tom und Philippe verstehen sich gut und Tom gefällt das müßige Millionärsleben. Warum also nicht einfach Philippe Greenleaf umbringen und dessen Stelle einnehmen?
Grandiose Verfilmung des ersten Ripley-Romanes; obwohl der Film moralisch korrekter endet.
Neben dem ausgefeilten Drehbuch trug besonders Henri Decaes superbe Farbfotografie zum Erfolg des Films bei. Erstmals schuf Farbe jene beklemmende Atmosphäre, die bis dahin nur aus den Schwarzweiß-Filmen der Schwarzen Serie bekannt war.
Patricia Highsmith schrieb danach vier weitere Bücher mit Tom Ripley, dem ersten sympathischen Psychopathen der Kriminalgeschichte.
Nach dem lockeren Mantel-und-Degen-Film „Die schwarze Tulpe“ (um 00.50 Uhr) gibt es für die Fans von Agentenfilmen
ARD, 02.45
Scorpio, der Killer (USA 1972, R.: Michael Winner)
Drehbuch: David W. Rintels, Gerald Wilson (nach einer Geschichte von David W. Rintels)
Zehn Jahre nach „Der Leopard“ traten Burt Lancaster und Alain Delon wieder gemeinsam in einem Film auf. Und wieder spielten sie zwei Männer, die ein Vater-Sohn-Verhältnis haben und sich gegenseitig schätzen. Aber in „Scorpio, der Killer“ soll Delon, der einen CIA-Killer spielt, seinen ehemaligen Ausbilder Cross (Burt Lancaster) umbringen. Aber Cross hat noch mehr als ein Ass im Ärmel.
„Der Film bemüht sich um Glaubwürdigkeit, ist solide inszeniert und hervorragend besetzt.“ (Lexikon des internationalen Films)
„‚Scorpio‘ steht in der Tradition von ‚Der Spion, der aus der Kälte kam‘: kein Gut und Böse mehr, sondern nur noch amoralische Charaktere, die sich gegenseitig das Leben schwer machen.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)
mit Alain Delon, Burt Lancaster, Paul Scofield, John Colicus, James Sikking
Stilsicherer, an das Kino der Siebziger erinnernder, 1988 in New York spielender Polizeithriller über zwei Brüder: der eine folgt der Familientradition und wird Polizist; der andere Discobesitzer und Verbrecher. Jetzt steht der Discobesitzer vor der Frage, ob er vollständig mit seiner Familie brechen soll.
„Helden der Nacht hat alle Ingredienzien eines Genrethrillers. Mehr noch, Gray scheint einigen dieser Klassiker seine Reverenz erweisen wollen. In seinen besten Momenten ruft Helden der Nacht Erinnerungen an die Korruptionsthriller Sidney Lumets oder die dreckigen kleinen Nachtfilme Scorseses wach.“ (epd Film 2/2008)
Mit Joaquin Phoenix, Mark Wahlberg, Eva Mendes, Robert Duvall, Tony Musante
Auf den ersten Blick hat Alain Delon, der vor allem für seine Verbrecherrollen bekannt ist, in Luchino Viscontis dreistündigem Epos „Der Leopard“ eine untypische Rolle. Er spielt Tancredi Falconeri, den Neffen von Don Fabrizio Salina (Burt Lancaster). Don Fabrizio ist ein sizilianischer Adliger und Großgrundbesitzer, der sich um 1860 mit der neuen Zeit arrangieren muss und dem es, auch weil er ein kluger Machtpolitiker ist, auch gelingt.
Tancredi ist der junge Filou, für den der Krieg ein tolles Abenteuer ist; wobei er strategisch klug die Seite der Antiroyalisten wählt, weil sie so nach dem erwartbarem Sieg der Garibaldi-Revolutionäre den Fuß in der Tür des neuen Systems haben. Gegenüber seinem Onkel begründet er seine Entscheidung mit dem inzwischen berühmtem Satz: „Wenn wir wollen, dass alles bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass alles sich verändert.“ (in der deutschen Synchronisation: „Wenn wir wünschen, dass die Verhältnisse so bleiben wie sie sind, müssen gewisse Dinge verändert werden.“)
Nach der Revolution (die für die Don Fabrizio nur eine Revolte war) soll Tancredi dessen Tochter Concetta Salina (Lucilla Morlacchi) heiraten, aber er verliebt sich in Angelica Sedara (Claudia Cardinale), die Tochter eines Emporkömmlings, der jetzt Bürgermeister ist. Don Fabrizio Salina unterstützt diese Heirat. Denn so können sie auch in der neuen Zeit an der Macht bleiben.
In diesen letzten Minuten des Films, am Ende einer unendlich langen und wahrscheinlich unglaublich teuren Ballsequenz, wird deutlich, dass Tancredi nicht nur ein anpasserischer Filou ist, der seinem Herzen folgte, sondern immer auch seinen Aufstieg im Sinn hatte. Und dafür war die Heirat mit Angelica Sedara geeigneter als die mit Concetta Salina.
Deshalb unterscheidet sich auf den zweiten Blick Tancredi gar nicht so sehr von Delons bekannten bekannten Verbrecherrollen, in denen er Männer spielt, die egoistisch ihre Ziele verfolgen, nicht zu festen Bindungen fähig sind und in erster Linie Geld und Macht wollen. Denn dass Angelica gut aussieht hat ihm seine Entscheidung sicher erleichtert, aber letztendlich hat er genau wie Don Fabrizio die Frau geheiratet, die seinen Zielen am besten dient. Und die wenigen Szenen zwischen Don Fabrizio und seiner Frau geben einen illusionslosen Blick auf das Ende einer Zweckehe.
Neben diesem machtpolitischem Zynismus, der den Film wohltuend von anderen Kostümdramen unterscheidet, wird in „Der Leopard“ vor allem, auf verschiedenen Ebenen (Achten Sie auf die Gebäude!) die Geschichte eines Verfalls erzählt. Denn die Hauptrolle hat nicht Alain Delon (der sogar erstaunlich selten im Bild ist) sondern Burt Lancaster. Er ist der alternde Herrscher eines Hauses, das versucht, sich mit den neuen Gegebenheiten zu arrangieren. Dabei kämpft er nicht gegen die sich verändernde Gesellschaft an, sondern er bemüht sich immer, möglichst langfristig seine Macht und damit verbunden die Macht seiner Familie zu sichern. Gleichzeitig ist er sich, wie ein schöner Dialog am Anfang des Films zwischen ihm und dem Geistlichen zeigt, seiner eigenen Vergänglichkeit und Machtlosigkeit bewusst. Er weiß, dass seine Macht nur weltlich und damit endlich ist, während die Kirche ewig lebt.
Auch deshalb unterstützt er Tancredi bedingungslos. Mal offen, indem er ihm Geld für die Aufständischen zusteckt. Mal weniger offen, indem er einen Sitz im Parlament ablehnt und stattdessen, durch die Blume, Tancredi als einen Mann der neuen Zeit empfiehlt.
Gleichzeitig sieht Don Fabrizio auf die neuen Machthaber herab. Luchino Visconti (selbst ein Adliger) zeigt das immer wieder, wenn die Kamera unangenehm lang auf dem angewiderten Blick von Don Fabrizio verharrt. Für ihn sind die Gewinner der Revolution nur kulturlose Kriegsgewinnler, die man wie Schmeißfliegen erträgt. Denn kaum sind sie an der Macht, machen sie ihm in seinem Haus betont devote Aufwartungen, wechseln flugs die Kleider und verleihen sich Adelstitel.
Luchino Visconti zelebriert, mit schwelgerischem Pomp, in seinem ersten Spielfilm nach seinen neorealistischen Werken (der letzte war „Rocco und seine Brüder“, ebenfalls mit Alain Delon) das Ende einer Ära, die für Don Fabrizio auch ein Sittenverfall ist. Denn die Umwelt mit all ihren niederen Trieben dringt immer tiefer in das Haus Salina ein. Auch hier stehen sich Anfang und Ende des Film spiegelbildlich gegenüber. In den ersten Minuten beten die Salinas in ihrem Haus. Von außen dringt Lärm herein. Aber das Ritual des Gebetes ist wichtiger.
Am Ende ist diese Welt in das Haus der Salinas eingedrungen. Denn auf dem Ball, der im Film sagenhafte 45 Minuten dauert, mischen sich die Adligen mit den Aufsteigern und der gesittete Ball nimmt immer wieder die Züge einer Orgie an.
Dabei verdeckt die äußere Pracht nur mühsam die bittere Botschaft des vielschichtigen Films, der gerade aus seinen Widersprüchen und damit verbundenen Interpretationsangebote auch für heutige Zuschauer seine Kraft zieht.
Die DVD
Das Bild ist fantastisch. Die dreistündige Version (weltweit die längste) wurde jetzt durchgehend synchronisiert. Schade ist, dass dafür am Bonusmaterial gespart wurde: es gibt nur den italienischen Trailer und eine Bildergalerie.
Drehbuch: Jean-Emmanuel Conil (Pseudonym von Alain Page), Jean-Claude Carrière (Adaption und Dialoge), Jacques Deray (Adaption und Dialoge)
Viel Story hat „Der Swimmingpool“ nicht, aber darum ging es auch nicht. Denn das High Concept hieß: Das ehemalige Liebespaar „Alain Delon und Romy Schneider am Swimmingpool. Und Jane Birkin ist auch dabei.“
Denn der Filmplot ist eine (wenn man mehr als Delon und Schneider leicht bekleidet am Swimmingpool sehen will) arg zähe Dreiecksgeschichte mit Sex und Mord unter der südfranzösischen Sonne.
mit Alain Delon, Romy Schneider, Maurice Ronet, Jane Birkin
Bruce ist nach einem gescheiterten Banküberfall auf der Flucht. Da entdeckt er das Tagebuch einer Frau.
Ösi-Hommage an den Film Noir. Fillei und Krenn haben zwölf Jahre an dem Film gearbeitet und auf Festivals auch einiges an Lob für ihren No-Budget-Film (Low wäre wohl schon etwas zu hoch gegriffen) erhalten.
„Talentprobe“ (Bert Rebhandl, Berliner Zeitung 11. November 2010)
mit Matthew Mark Meyer, Sal Giorno, Brian Hanna, Tim Kirkpatrick
Unstoppable – Außer Kontrolle (Unstoppable, USA 2010)
Regie: Tony Scott
Drehbuch: Mark Bomback
Zugfahren mit „Last Boy Scout“ Tony Scott: nach „Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“ lässt Tony Scott jetzt den feuchten Traum jedes Trassenküssers wahr werden: ein Zug mit sehr gefährlicher Ladung donnert im Affentempo auf sein Ziel zu. Nur zwei Männer wissen, wie man die Superduperkatastrophe verhindern kann. Sie besteigen den fahrenden Zug.
„Unstoppable“ basiert auf wahren Ereignissen. Aber die Macher haben sich einige spannungsfördernde Freiheiten genommen.
Delonmania auf allen Kanälen (ARD, RBB, MDR, Eins Festival mit eins, zwei, drei Filmen), aber nur einer darf Tagestipp werden
MDR, 23.45
Der Clan der Sizilianer (F 1969, R.: Henri Verneuil)
Drehbuch: Henri Verneuil, José Giovanni, Pierre Pelegri
LV: Auguste Le Breton: Le Clan des Siciliens, 1967
Kamera: Henri Decae
Musik: Ennio Morricone
Ein entflohener Sträfling entführt mit einer Gangsterbande ein mit Juwelen beladenes Flugzeug. Während der Planung beginnt er ein Verhältnis mit der Schwiegertochter des Bosses.
Allein schon die Besetzung mit Jean Gabin, Alain Delon und Lino Ventura verspricht einen vergnüglichen Abend und einen Kassenknüller. Bei der Kritik war der Film dagegen ziemlich unbeliebt: „Gut fotografierte und musikalisch intelligent akzentuierte Gaunergeschichte, die jedoch eine psychologische Darstellung und ausreichende Charakterisierung der Personen vermissen läßt.“ (Film-Dienst) oder „larmoyante Opernhandlung um sizilianische Gangsterehre“ (Der Spiegel)
Killer stellen sich nicht vor (F 1980, R.: Jacques Deray)
Drehbuch: Jacques Deray, Christopher Frank
LV: Jean-Patrick Manchette: Trois hommes à abattre, 1976 (Killer stellen sich nicht vor/Westküstenblues)
Monsieur Emmerich läßt einige seiner Angestellten, die mit seiner Geschäftspolitik nicht einverstanden sind, aus dem Weg räumen. Als Spieler Gerfaut einen der schwer verletzten Angestellten an einer Straße entdeckt, bringt er ihn in ein Krankenhaus und setzt sich selbst – ohne sein Wissen – auf Emmerichs Todesliste. Gerfaut nimmt den Kampf auf.
Der Film mit hat nichts mit dem Buch zu tun. Naja, bis auf den Autounfall am Anfang.
Davon abgesehen: französischer Politthriller, der die Genreerwartungen gut bedient.
Mit Alain Delon, Dalila Di Lazzaro, Michel Auclair
–
ARD, 03.00
Der Sträfling und die Witwe (F/I 1971, R.: Pierre Granier-Deferre)
Drehbuch: Pierr Granier-Deferre, Pascal Jardin
LV: Georges Simenon: La Veuve Couderc, 1940 (Die Witwe Couderc)
1934 auf einem abgelegenen Hof spielende Liebesgeschichte zwischen einem entflohenen Sträfling und einer Witwe.
Starkes Krimidrama über einen Ex-Sträfling, der ein ehrliches Leben führen will, von einem Sozialhelfer unterstützt und einem Polizisten verfolgt wird.
Mit Alain Delon, Jean Gabin, Mimsy Farmer, Michel Bouquet, Bernard Giraudeau, Gérard Depardieu (in einer Nebenrolle als junger Gangster)