Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

Januar 29, 2010

Bei den Alligatorpapieren sind, verziert mit vielen schönen Bildern, meine aktuellen TV-Krimi-Buch-Tipps online:

Ein Vorteil der kleinen ÖR-Sender ist, dass dort lange nicht mehr gezeigte Krimis auch zu einer für normal arbeitende Menschen angenehmen Zeit laufen. So zeigt ZDF neo die Tage „Jesse Stone – Totgeschwiegen“, den ersten, seit Ewigkeiten nicht mehr gezeigten „Der Preis des Verbrechens“-Zweiteiler und eine weitere Elizabeth-George-Verfilmung; der ZDF Theaterkanal einen weiteren „Anwalt Abel“-Film. Außerdem sehenswert sind Barry Sonnenfelds Elmore-Leonard-Verfilmung „Schnappt Shory“, Matti Geschonnecks Friedrich-Ani-Verfilmung „Hinter blinden Fenstern“, David Finschers Robert-Graysmith-Verfilmung „Zodiac“, Martin Scorseses Herbert-Asbury-Verfilmung „Gangs of New York“, Richard Eyres Zoe-Heller-Verfilmung „Tagebuch eines Skandals“, Doug Limans Robert-Ludlum-Verfilmung „Die Bourne Identität“, Billy Wilders Agatha-Christie-Verfilmung „Zeugin der Anklage“, Rob Reiners Stephen-King-Verfilmung „Misery“, Jean-Luc Godards Lemmy-Caution-Film „Alphaville“ und Mickey Spillane steht in einem Columbo-Film vor der Alternative „Schreib oder stirb“. Für die Monsterfans gibt es „King Kong und die weiße Frau“; für die Filmfans „Metropolis“ in der restaurierten Fassung und James Bond rettet einige Male die Welt.


TV-Tipp für den 29. Januar: Hellboy

Januar 29, 2010

Pro 7, 20.15

Hellboy (USA 2004, Guillermo del Toro)

Drehbuch: Guillermo del Toro (nach einer Geschichte von Guillermo del Toro und Peter Briggs

LV: Mike Mignola: Hellboy

Hellboy, ein zum Guten erzogener Dämon, verkloppt im Auftrag einer geheimen FBI-Einheit Dämonen. Jetzt kämpft er gegen den untoten Mönch Rasputin und den SS-Mann Kroenen, die ihr vor sechzig Jahren unterbrochenes Werk vollenden wollen.

Guillermo del Toro könnte ein Bruder von Robert Rodriguez sein. Auch seine Filme sehen teurer aus als sie sind und auch er liebt die Popkultur.

„Hellboy“ ist eine der wenigen gelungenen Comicverfilmungen. Kein Wunder. Schließlich hat hier ein Fan einen Film für andere Fans (alle mit einem kindischen Gemüt) gemacht.

Mit Ron Perlman, John Hurt, Selma Blair, Rupert Evans

Wiederholung: Samstag, 30. Januar, 22.10 Uhr

Hinweise:

Hellboy-Comic-Seite (oder Mike Mignolas Hellboy-Seite)

Amerikanische Hellboy-Film-Seite

Deutsche Hellboy-Film-Seite

Wikipedia über „Hellboy“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino: Sherlock Holmes

Januar 28, 2010

Sherlock Holmes (Sherlock Holmes, USA 2009)

Regie: Guy Ritchie

Drehbuch: Guy Ritchie, Mike Johnson

LV: Charakter von Arthur Conan Doyle

Guy Ritchies Version des britischen Meisterdetektivs. Auf den einschlägigen Seiten (wie Crimespree Cinema und The Rap Sheet) sind die Krimifans, die die Holmes-Geschichten gelesen haben, von dieser Version ziemlich begeistert.

Jon Jordan (Crimespree Cinema): I like the movie. I feel it treated the character with respect. The respect came from the screen writers who actually seem to have read some of the Conan Doyle works, Guy Ritchie who seemed to have done the same (…)

One of the factors in my love of this film is the fact that they portray Holmes as a genius. (…) The film also remembers that Holmes can fight, and is capable of action.

Ritchie arbeitet bereits an einem zweiten „Sherlock Holmes“-Film.

mit Robert Downey jr., Jude Law, Rachel McAdams, Mark Strong, Eddie Marsan, Geraldine James, James Fox

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

film-zeit über „Sherlock Holmes“

Drehbuch „Sherlock Holmes“ von Guy Ritchie und Mike Johnson

Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles “Sherlock Holmes Geschichten”, “Sherlock Holmes Kriminalgeschichten” und “The Adventures of Sherlock Holmes” (und hier eine Auflistung der in diesen Werken enthaltenen Geschichten)

Kriminalakte: Panel zu „Sherlock Holmes“ auf der Comic Con

Homepage von Sir Arthur Conan Doyle (Erben)

Krimi-Couch über Sir Arthur Conan Doyle

Kirjasto über Sir Arthur Conan Doyle

Wikipedia über Sir Arthur Conan Doyle (deutsch, englisch)

Sherlockian.net (Einstiegsseite mit vielen Links)

Thrilling Detective über Sherlock Holmes


TV-Tipp für den 28. Januar: Columbo: Mord in Pastell

Januar 28, 2010

SRTL, 22.15

Columbo: Mord in Pastell (USA 1971, R.: Hy Averbeck)

Drehbuch: Jackson Gillis

Erfinder: Richard Levinson, William Link

Ein Kunstkritiker erfährt, dass sein Onkel ihn aus dem Testament streichen will. Also bringt er ihn um und legt liebevoll eine falsche Fährte. Aber er hat nicht mit Lt. Columbo gerechnet.

Ein weiterer früher Columbo-Fall, der immer noch (und immer wieder) für einen vergnüglichen Abend sorgt.

SRTL zeigt in den kommenden Tagen weitere Columbo-Fälle: „Wein ist dicker als Blut“ (31. Januar), „Todessymphonie“ (1. Februar), „Zigarren für den Chef“ (2. Februar), „Mord mit der linken Hand“ (3. Februar), „Mord unter sechs Augen“ (4. Februar), „Mord in eigener Regie“ (7. Februar), „Wenn der Eismann kommt“ (8. Februar), „Zwei Leben an einem Faden“ (9. Februar), „Blumen des Bösen“ (10. Februar), „Schreib oder stirb“ (11. Februar).

mit Peter Falk, Ross Martin, Kim Hunter, Don Ameche

Hinweise

Wikipedia über „Columbo“ (deutsch, englisch)

The Museum of Broadcast Communications über „Columbo“

Fernsehlexikon über „Columbo“

„Columbo“-Fanseite

Deutsche „Columbo“-Fanseite

Noch eine deutsche „Columbo“-Fanseite

TV Time Machine: Audiointerview mit Peter Falk und Mark Dawidziak

Bonus



TV-Tipp für den 27. Januar: Hallam Foe

Januar 27, 2010

SWR, 23.00

Hallam Foe – Aus dem Leben eines Außenseiters (GB 2007, R.: David Mackenzie)

Drehbuch: David Mackenzie, Ed Whitmore

LV: Peter Jinks: Hallam Foe, 2001 (Über roten Dächern)

Der 17-jährige Außenseiter Hallam Foe glaubt, dass seine Stiefmutter seine Mutter ermordet hat. Da trifft er die Hotelpersonalchefin Kate. Sie ist das Ebenbild seiner Mutter.

„Einfach mitreisend ist dieser Abenteuertrip eines jungen Ausreißers, faszinierend mühelos changiert das freche Szenario zwischen Murder Mystery mit Gothic Touch und moderner Lovestory. Ein Film, der ganz tief im Zuschauer seinen Widerhall findet.“ (Programm Fantasy Filmfest 2007)

„A viewing delight.“ (Variety)

Mit Jamie Bell, Sophia Myles, Ciarán Hinds, Claire Forlani

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Hallam Foe“


TV-Tipp für den 26. Januar: Kafka

Januar 26, 2010

RBB, 22.45

Kafka (USA/F 1991, R.: Steven Soderbergh)

Drehbuch: Lem Dobbs

Buch zum Film: Francois Rivière: Kafka

Prag, 20er Jahre: Kafka untersucht den Tod eines Freundes. Dabei gerät er in ein kafkaeses Abenteuer.

Stilbewußte, vor Ort gedrehte Liebeserklärung an Franz Kafka und sein Werk, das hier mit seinem Leben verwoben wird. Am Ende – geht so in Richtung James Bond – lässt der zitatenreiche Film dann nach.

Damals wurde der Film von der Kritik nicht so freundlich aufgenommen. Wahrscheinlich, weil sie alle ein Remake von Soderberghs Erstling „Sex, Lies, and Videotape“ (Sex, Lügen und Video, USA 1989) erwarteten. Eine der positiven: „Ein besonders für Kafka-Kenner und Liebhaber sehr interessante Arbeit, die vor allem auch beweist, dass Soderbergh sich enorm weiterentwickelt hat.“ (Blickpunkt: Film, 20. 3. 1992)

Mit Jeremy Irons, Theresa Russel, Alec Guiness, Ian Holm, Jeroen Krabbé, Armin Müller-Stahl, Brian Glover, David Jansen


TV-Tipp für den 25. Januar: Ken Folletts Eisfieber

Januar 25, 2010

ZDF, 20.15

Ken Folletts Eisfieber – Teil 1 (D 2010, R.: Peter Keglevic)

Drehbuch: Beatrix Christian, Olaf Kraemer, Federica Pontremoli

LV: Ken Follett: Whiteout, 2005 (Eisfieber)

Edinburgh im Dezember: Aus einem Bio-Labor verschwindet ein supertödlicher Virus. Die Sicherheitsbeauftragte Antonia Gallo glaubt, dass der hochverschuldete Sohn des Laborleiters Stanley Oxenford hinter dem Einbruch steckt – und los geht die Hatz über Stock und Stein in das verschneite Landhaus der Oxenfords.

Den zweiten Teil gibt’s am Mittwoch, den 27. Januar, um 20.15 Uhr.

Erstausstrahlung eines prominent besetzten Zweiteilers. Die ersten Kritiken sagen übereinstimmend, dass der erste Teil eher lahm, aber der zweite ziemlich gut ist. Warum also nicht einfach nur den zweiten Teil ansehen?

Das ZDF plant weitere Follett-Verfilmungen. Im Moment wird für Pro 7/Sat.1 als achtstündiges Epos „Die Säulen der Erde“ (The Pillars of the Earth, 1990) verfilmt.

mit Heiner Lauterbach, Isabella Ferrari, Tom Schilling, Matthias Brandt, Anneke Kim Sarnau, Bülent Sharif, Katharina Wackernagel, Sophie von Kessel

Hinweise

ZDF über „Ken Folletts Eisfieber“

Homepage von Ken Follett


TV-Tipp für den 24. Januar: Mann unter Feuer

Januar 24, 2010

Pro 7, 22.30

Mann unter Feuer (USA 2004, R.: Tony Scott)

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: A. J. Quinnell: Man on Fire, 1980 (Der Söldner, Mann unter Feuer)

Ex-CIA-Agent John Creasy ist in Mexiko City der Leibwächter einer siebenjährigen Millionärstochter. Als sie von Gangstern entführt wird, startet er einen blutigen Rachefeldzug.

Scotts formale Brillanz bei der Bild- und Tongestaltung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass „Mann unter Feuer“ ein viel zu lang geratenes, eindimensionales Rachedrama ist.

Mit Denzel Washington, Dakota Fanning, Christopher Walken, Giancarlo Giannini, Mickey Rourke

Wiederholung: Montag, 25. Januar, 03.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Mann unter Feuer“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „Mann unter Feuer“

UGO: Interview mit Tony Scott über „Man on Fire“

Drehbuch „Man on Fire“ von Brian Helgeland (Fassung vom 10. Februar 2003)

A.-J.-Quinnell-Fanseite


TV-Tipp für den 23. Januar: Mean Streets – Hexenkessel

Januar 23, 2010

Herzlichen Glückwunsch, Marty!

RBB, 23.40

Mean Streets – Hexenkessel (USA 1973, R.: Martin Scorsese)

Drehbuch: Martin Scorsese, Mardik Martin

New York, Lower East Side: Charlie versucht sich um seinen leicht durchgeknallten Kumpel Johnny Boy zu kümmern. Denn dieser verärgert mit seinen Eskapaden auch die Mafia.

Grandioses Frühwerk von Martin Scorsese und der Start von mehreren großen Karrieren.

„Mean Streets besteht vor allem aus einem Mosaik von Momentaufnahmen und Anekdoten; an Stelle einer kontinuierlichen Entwicklung herrscht die Kontinuität des Stillstands. Vielleicht ist das der Hauptgrund, warum Mean Streets so irritierend authentisch wirkt.“ (Hans Günther Pflaum in Peter W. Jansen/Wolfram Schütte [Hrsg.]: Martin Scorsese – Hanser Reihe Film 37, 1986)

Die größte Ironie bei dem Film ist, dass „Mean Streets“ untrennbar mit New York verbunden ist, obwohl, wegen des Geldes, die meisten Szenen nicht an Originalschauplätzen sondern in Los Angeles gedreht wurden

Mit Robert De Niro, Harvey Keitel, David Proval, Amy Robinson, Robert Carradine, David Carradine, Martin Scorsese (als Shorty, der Killer im Auto)

Hinweise

Wikipedia über Martin Scorsese (deutsch, englisch)

Martin-Scorsese-Fanseite


TV-Tipp für den 22. Januar: In der Hitze der Nacht

Januar 22, 2010

WDR, 23.15

In der Hitze der Nacht (USA 1967, R.: Norman Jewison)

Drehbuch: Sterling Siliphant

LV: John Ball: In the heat of the night, 1965 (In der Hitze der Nacht)

In einem Südstaatenkaff müssen ein weißer, reaktionärer Sheriff und ein afroamerikanischer Kollege einen Mord aufklären.

John Balls hochgelobter, erfolgreicher Roman war der erste Auftritt eines afroamerikanischen Polizisten als Sympathieträger. Ball wollte damit zur Verständigung zwischen den Rassen beitragen. Außerdem reflektierte er in seinem Krimi die damaligen politischen Kämpfe des Civil Rights Movements in den Südstaaten.

Die enorm erfolgreiche Verfilmung erhielt fünf Oscars, unter anderem als bester Film des Jahres. Aus heutiger Sicht ist „In der Hitze der Nacht“ ein extrem naives und einseitiges Bekenntnis zur Rassenversöhnung (etwas guter Wille und schon geht´s) und ein technisch gut gemachter Whodunit.

Poitier drehte noch zwei schwächere Fortsetzungen. Letztendlich wurde es ein normaler, bestenfalls durchschnittlicher Polizeikrimi. Am nächsten Freitag (29. Januar) zeigt der WDR um 23.15 Uhr die erste Fortsetzung „Zehn Stunden Zeit für Virgil Tibbs“ (They call me Mister Tibbs!, USA 1970, Regie: Gordon Douglas, Drehbuch: Alan R. Trustman, James R. Webb)

Mit Sidney Poitier, Rod Steiger, Warren Oates, Lee Grant

Hinweise

Wikipedia über „In der Hitze der Nacht“ (deutsch, englisch)

Nick’s Flick Picks review of „In the Heat of the Night“

Culture Cartel: Tony Pellum über „In the Heat of the Night (1. August 2002)

Slate: Mark Harris über „In the Heat of the Night“ (5. Februar 2008)

Drehbuch „In the Heat of the Night“ (Zweite Fassung vom 28. September 1966) von Stirling Silliphant

The Hollywood Interview befragt Norman Jewison (15. März 2008)


TV-Tipp für den 21. Januar: Satire Gipfel

Januar 21, 2010

ARD, 22.45

Satire Gipfel

Matthias Richling, Frank Lüdecke, Christoph Sieber und Axel Pätz (sein erster Auftritt in der Sendung) nehmen sich, live aus der Hauptstadt, die aktuelle Politik und den ganzen Rest vor.

Und wer’s verpasst, kann hier sein Glück versuchen.


TV-Tipp für den 20. Januar: Geld für alle!

Januar 20, 2010

ARD, 23.30

Geld für alle! (D 2010, R.: Ulrich Stein, Christian Gramstadt)

Drehbuch: Ulrich Stein, Christian Gramstadt

Gibt es Alternativen zum Kapitalismus? Und wie können die aussehen? Die ARD-Reporter machen sich auf die Suche und entdecken Sterntaler, Grundeinkommen und ethische Geldanlagen.

Wiederholung: Donnerstag, 21. Januar, 02.55 Uhr

Hinweis

ARD über die Doku


DVD-Kritik: „Sie nannten ihn Stick“

Januar 19, 2010

Als „Sie nannten ihn Stick“ in der ersten Hälfte der achtziger Jahre in die Kinos kam, wurde er von den Kritikern geschlachtet. Auch Elmore Leonard mag diese Verfilmung nicht. Das liegt bei diesem Krimi auch an der gar nicht so unüblichen Hollywood-Produktion. Zuerst wurde Elmore Leonard beauftragt ein Drehbuch zu schreiben. In den Siebzigern hatte er bereits die Drehbücher zu „The Moonshine War“ (Whisky brutal, mit Richard Widmark und Alan Alda), „Joe Kidd“ (Sinola, mit Clint Eastwood), „Mr. Majestik“ (Das Gesetz bin ich, mit Charles Bronson) geschrieben und auch einige seiner Romane (vor allem seine Western) waren verfilmt worden. Am bekanntesten aus dieser Zeit ist wahrscheinlich „Hombre“ (Man nannte ihn Hombre, mit Paul Newman).

Als er sein Drehbuch ablieferte, fehlte den Produzenten die nötige Action. Joseph Stinson schrieb die gewünschten Szenen. Er hatte damals das Drehbuch für den Dirty-Harry-Film „Sudden Impact“ (Dirty Harry kommt zurück) und das Burt-Reynolds/Clint-Eastwood-Vehikel „City Heat“ geschrieben. Die Dreharbeiten liefen anscheinend problemlos. Als der Film dann fertig war, gab es – auch das ist für Hollywood nicht ungewöhnlich – einen Nachdreh. Das Studio wollte noch mehr Action. Oh, und mehr Skorpione.

Das alles wussten die Kritiker beim Filmstart. Außerdem hatte Burt Reynolds für „City Heat“ eine Razzie-Nominierung erhalten und seine vorherigen Filme waren Flops (mal finanziell, mal künstlerisch, mal beides). Da schlugen die Kritiker gerne kräftig zu und auch an der Kasse war der Film kein Hit.

Dagegen hatte Elmore Leonard 1984 für „La Brava“ den Edgar erhalten und er hatte bereits viele loyale Fans.

Aber wenn man „Sie nannten ihn Stick“ heute, über 25 Jahre nach seiner Premiere wiedersieht, entdeckt man einen gar nicht so schlechten kleinen Florida-Unterweltkrimi.

Ernest ‚Stick‘ Stickley (den Leonard-Fans aus „Beute“/“Dies ist ein Überfall“ [Ryan’s Rules/Swag, 1976] kennen) hat gerade einige Jahre im Knast verbracht. Jetzt will er in Miami ein neues Leben beginnen und auch für seine Teenager-Tochter wieder ein Vater sein. Ein alter Kumpel nimmt ihn mit zu einer in den Sümpfen stattfindenden Geldübergabe. Diese geht schief. Ein Albino-Killer erschießt seinen Kumpel. Stick kann flüchten.

Über einen exzentrischen Millionär, der sich gerne mit Verbrechern umgibt, hofft Stick, an den Mörder seines Freundes und die für die Geldübergabe versprochene Bezahlung zu kommen.

Burt Reynolds zeichnete in seiner fünften Regiearbeit (wenn man die TV-Folge für die kurzlebige Krimiserie „Hawk“ mitzählt) ein unsentimentales Bild vom Gangster- und Jet-Set-Leben in Florida in den frühen Achtzigern; mit schönen Landschaftsaufnahmen und ohne den „Miami Vice“-Glamour. Stattdessen konzentriert er sich ungewöhnlich ausführlich auf die einzelnen Charaktere und ihre sich teilweise langsam entwickelnden Beziehungen zueinander. Stick scheint sogar phasenweise seinen Racheplan zu vergessen. Er freundet sich mit dem Diener und der Freundin des Millionärs an. Er trifft sich mit seiner Tochter. Aber dann schlagen die Konventionen des Gangsterfilms wieder zu und Stick muss gegen die Drogenhändler kämpfen. Dennoch ist die Action eher dünn gesät und konzentriert sich vor allem auf den Anfang (die gut gefilmte misslungene Geldübergabe in den Everglades) und das Ende (den legendären Sturz von Stuntman Dar Robinson, der auch den Albino-Killer spielte, und einen Schusswechsel).

Gerade dieses Hollywood-Action-Ende ist ärgerlich. Im Buch endet die Geschichte ziemlich unblutig (Keine Angst: es gibt Blut und Leichen). Im Film ist dieses Ende auch ähnlich enthalten. Dann wird der Wunsch der Produzenten nach „Action“ befriedigt und Stick nimmt zur Beseitigung von einigen Gangstern eine MG in die Hand. Aber der Stick, den wir bis dahin kennen gelernt haben, hätte die Verbrecher cool gegeneinander ausgespielt. Er war zwar im Knast, aber blöde ist er nicht.

Insofern ist Ernest Stickley ein Vorläufer von Jack Foley (gespielt von George Clooney in „Out of Sight“), Chili Palmer (gespielt von John Travolta in „Get Shorty“ und „Be Cool“) oder Jackie Brown (gespielt von Pam Grier in „Jackie Brown“) und damit natürlich ein typischer Leonard-Charakter.

Der Film selbst pendelt dagegen unentschlossen zwischen Gangsterdrama und witzigem (eher witzig gemeintem) Actionfilm. Dennoch, oder gerade wegen seiner Mängel, ist er als früher Vorläufer der heutigen Florida-Krimis, die zwischen Action, Comedy (manchmal auch Klamauk) und Noir pendeln, sehenswert.

Beim Ansehen der Bildergalerie der jetzt erschienenen, spartanisch ausgestatteten DVD-Weltpremiere von „Sie nannten ihn Stick“ sieht man etliche Bilder von Szenen und Schauspieler, die es nicht in den Film geschafft haben. Da wäre ein Director’s Cut – falls es die Szenen überhaupt noch und in einer akzeptablen Qualität gibt – sicher ein interessanter Film.

Sie nannten ihn Stick (Stick, USA 1983)

Regie: Burt Reynolds

Drehbuch: Elmore Leonard, Joseph C. Stinson

mit Burt Reynolds, Candice Bergen, George Segal, Charles Durning, José Perez, Gastulo Guerra

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DVD

MIG Filmgroup

Laufzeit: 110 Minuten

Bild: 1.85 (16:9 anamorph)

Ton: Deutsch, Englisch (2.0)

Untertitel: Deutsch

FSK: ab 16 Jahre

Extras: Bildergalerie, Wendecover

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Vorlage

Elmore Leonard: Stick

Arbor House, 1983

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Übersetzung

Elmore Leonard: Sie nannten ihn Stick

(übersetzt von Heidi Meller)

Heyne, 1985

(Neuauflage 1990 in der Blauen Reihe als „Stick“)

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Hinweise

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Elmore Leonard in der Kriminalakte

The Great Smokies Review: Ein Gespräch mit Joe Stinson (Fall 2009)


TV-Tipp für den 19. Januar: Nachtschicht – Amok!

Januar 19, 2010

ZDF neo, 21.00

Nachtschicht: Amok! (D 2003, R.: Lars Becker)

Drehbuch: Lars Becker

Überaus gelungener Einstand einer Gruppe Hamburger Polizisten, die die Nachtschicht haben und gleichzeitig mehrere Fälle lösen müssen. Der größte Fall ist dabei in einer Bank die Geiselnahme von Ex-Roadie Schlosser.

Becker: „Wir orientieren uns an der Popkultur.“ und der „Tip“ ist wirklich begeistert von diesem hochkarätig besetzten TV-Movie.

Mit Armin Rohde, Uwe Ochsenknecht, Katharina Böhm, Ken Duken, Cosma Shiva Hagen, Minh-Khai Phan-Thi

Wiederholung: Mittwoch, 20. Januar, 04.10 Uhr (Taggenau!)


TV-Tipp für den 18. Januar: Nachtschicht – Wir sind die Polizei

Januar 18, 2010

ZDF, 20.15

Nachtschicht: Wir sind die Polizei (D 2010, R.: Lars Becker)

Drehbuch: Lars Becker

In Hamburg geht’s auch in der neuen „Nachtschicht“-Folge rund: die Schicht beginnt mit einem Krokodil. Dann gibt es schlagende Männer, Männer, die in Frauenkleidern einen Juwelierladen überfallen und falsche Polizisten (Kennen wir die nicht schon von der vorherigen Folge?).

mit Armin Rohde, Barbara Auer, Minh-Khai Phan-Thi, Roeland Wiesnekker, Peter Kremer, Cosma Shiva Hagen, Ralph Herforth, Oliver Stokowski


TV-Tipp für den 17. Januar: Razzia in Paris

Januar 17, 2010

Arte, 20.15

Razzia in Paris (F 1955, R.: Henri Decoin)

Drehbuch: Henri Decoin, Maurice Griffe

LV: Auguste le Breton: Razzia sur la chnouf

Ein Polizist erkundet undercover eine Bande von Rauschgifthändlern.

Dies ist wahrscheinlich Decoins bester Film: ein halbdokumentarischer, eher unbekannter, trotzdem wichtiger film policier, der ein genaues Bild des Drogenhandels in Paris in den Fünfzigern liefert. Außerdem verschwimmen, wie später bei Melville, die Grenzen zwischen Gut und Böse.

Mit Jean Gabin, Lino Ventura, Albert Remy

Wiederholungen

Donnerstag, 28. Januar, 14.45 Uhr

Dienstag, 2. Februar, 14.45 Uhr

Hinweis

Arte über „Razzia in Paris“


Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

Januar 16, 2010

Bei den Alligatorpapieren sind meine neuen TV-Krimi-Buch-Tipps (Seht euch diese Bilder an!):

Das Wochenende beginnt mit der „Anatomie eines Mordes“, einem „Köder für die Bestie“ und dem „Tod im Spiegel“ (Wolfgang Petersens schon seit Ewigkeiten nicht mehr gezeigte Richard-Neely-Verfilmung). Weiter geht’s mit Henri Decoins ebenfalls lange nicht mehr gezeigter Auguste-le-Breton-Verfilmung „Razzia in Paris“ (mit Jean Gabin und Lino Ventura), Delmer Daves‘ David-Goodis-Verfilmung „Das unbekannte Gesicht“, Lars Beckers neuestem und seinem ersten „Nachtschicht“-Film („Wir sind die Polizei“ und „Amok!“), Sydney Pollacks James-Grady-Verfilmung „Die drei Tage des Condor“, David Mackenzies Alexander-Trocchi-Verfilmung „Young Adam – Dunkle Leidenschaft“ und seiner Peter-Jinks-Verfilmung „Hallam Foe – Aus dem Leben eines Außenseiters“, Norman-Jewisons John-Ball-Verfilmung „In der Hitze der Nacht“, Steven Soderberghs lange nicht mehr gezeigtem zweiten Film „Kafka“ und als TV-Premiere gibt es den Zweiteiler „Ken Folletts Eisfieber“.


TV-Tipp für den 16. Januar: Tod im Spiegel

Januar 16, 2010

Weil der Film schon seit Ewigkeiten nicht mehr im Fernsehen lief und er deshalb wahrscheinlich sein unbekanntester Film ist. Danach drehte er „In the Line of Fire“.


ARD, 00.55

Tod im Spiegel (USA 1991, R.: Wolfgang Petersen)

Drehbuch: Wolfgang Petersen

LV: Richard Neely: The plastic nightmare, 1969 (später auch „Shattered“, Tod im Spiegel)

Dan verliert bei einem Autounfall sein Gedächtnis. Jetzt will er herausbekommen, was er vergessen hat.

Petersens Hollywood-Debüt ist ein solider, niemals wirklich berührender Psychothriller mit Noir-Touch.

Zuletzt lief „Tod im Spiegel“ vor sieben Jahren im TV.

mit Tom Berenger, Bob Hoskins, Greta Scacchi, Joanne Whalley-Kilmer

Hinweise

Wikipedia über „Tod im Spiegel“ (deutsch, englisch)

Variety über „Shattered“

Roger Ebert über „Shattered“

New York Times: Janes Maslin über „Shattered“ (11. Oktober 1991)

„Die besten Horrorfilme“ über „Tod im Spiegel“

Fantastic Fiction über Richard Neely

Ed Gorman über Richard Neely



Buchkritik/TV-Tipp für den 15. Januar: Gier

Januar 15, 2010

Arte, 20.15

Gier (D 2010, R.: Dieter Wedel)

Drehbuch: Dieter Wedel

Dieter Wedel hat wieder zugeschlagen. Mit dem Dreiteiler „Einmal im Leben – Geschichte eines Eigenheims“ (1972) begründete er seinen Ruf. Später folgten einige Folgen für die Wirtschaftskrimiserie „Schwarz Rot Gold“, „Der große Bellheim“ (1993), „Der Schattenmann“ (1996), „Der König von St. Pauli“ (1998), „Die Affäre Semmeling“ (2002) und jetzt der Zweiteiler „Gier“. Wieder einmal beschäftigt Wedel sich mit der Wirtschaft. Dieses Mal am Beispiel eines Finanzjongleurs, der seine Anleger hemmungslos betrügt. Aber irgendwie ist dieses Mal alles schief gegangen. Denn genau wie der Hochstapler Dieter Glanz seinen Anlegern nur leere Versprechungen gibt, verspricht Wedel seinen Zuschauern – Tja, was eigentlich? Für eine Gesellschaftssatire ist „Gier“ zu harmlos. Für eine Aufklärung über Hochstapler und ihre Methoden zu unkonkret und als spannendes Stück Unterhaltung bietet es außer einer beeindruckenden Liste bekannter Schauspieler und schöner Bilder aus Südafrika (wegen der Drehbedingungen) nichts.

Denn der dreistündige Zweiteiler hat grundsätzliche Storyprobleme. Das beginnt schon mit der Frage, wer der Protagonist und wer der Antagonist ist. Mit dem Ziel des Protagonisten soll ich als Zuschauer mich identifizieren. Der Antagonist versucht alles, damit der Protagonist sein Ziel nicht erreicht. Es gibt einen Konflikt um etwas, das beide unbedingt haben wollen. Das gilt für einen Krimi, wenn der Kommissar (Protagonist) den Mörder (Antagonist) jagt. Das gilt für einen Liebesfilm, wenn zwei Männer sich um die gleiche Frau streiten. Dabei verkörpern die beiden Männer verschiedene Lebensprinzipien: der abenteuerlustige Naturbursche gegen den braven Familienvater. Je nachdem, was der Autor aussagen will, ist der Naturbursche entweder der richtige oder der falsche Mann. Und natürlich muss dieser Konflikt eskalieren. Es muss für den Protagonisten immer schwieriger werden, sein Ziel zu erreichen (Erinnern Sie sich an die Szene in dem Liebesfilm, in der die Braut fünf Minuten vor Filmende den falschen Mann heiraten will?).

Aber davon gibt es in „Gier“ nichts.

Es gibt keinen dynamischen Konflikt zwischen Glanz und seinen Anlegern. Während des gesamten Films geschieht nichts, außer dass Schroth und die anderen Anleger sich immer wieder mit hohlen Phrasen abspeisen lassen. Spätestens nach der zweiten Wiederholung langweilt sich auch der dümmste Zuschauer dabei. Denn dieser Konflikt zwischen Glanz, der bald eine Auszahlung verspricht, der Euphorie der Anleger, der Verzögerung der Auszahlung und, oft, dem Nachschieben Geld mit der Aussicht auf größere Gewinne, ist statisch.

Außerdem sind uns die Anleger egal. Denn es ist ziemlich egal, ob ein reicher Mann eine oder zwei Millionen von seinem Spielgeld investiert und es ist egal, ob er dafür fünf, zehn, oder fünfzehn Millionen erhalten soll. Bei Schroth ist das zwar etwas anders, aber auch er lässt sich immer wieder viel zu einfach vertrösten. Er ist viel zu naiv, um als Immobilienmakler glaubhaft zu sein. Er ist uns egal, weil wir seine Motive nicht verstehen und wir als Zuschauer vielleicht Mitleid mit einem Trottel haben, aber ihm nicht die Daumen drücken. Vor allem wenn dieser Trottel nur Geld will und er, außer sein Geld abwartend in fremde Hände zu legen, nichts tut, um sein Ziel zu erreichen.

Dieser abwesende Konflikt zwischen den beiden Hauptcharakteren setzt sich bei den blassen Nebencharakteren fort. Das ist vor allem die Clique der Großanleger, die alle bei Dieter Glanz ihr Geld angelegt haben, um ihr (wahrscheinliches) Millionenvermögen um einige Millionen zu vergrößern und sich von Glanz auf Partys verwöhnen lassen.

Wer vor dem Filmstart nicht das Presseheft oder das Buch zum Film gelesen hat, wird aber über weite Strecken nicht verstehen, warum Glanz‘ Anleger sich so und nicht anders verhalten. So erfährt der Zuschauer nicht, dass Leon Grünlich (ein kaum wiederzuerkennender Uwe Ochsenkneckt als zweitklassiger Lude mit einem unglaublichen Akzent) in eine Unternehmerfamilie einheiratete, das Geld für seine Investition bei Glanz aus der Firmenkasse entwendete und mit dem ersehnten Gewinn endlich auf eigenen Füßen stehen will. Aber gerade das erklärt sein Verhalten. Mit einer halben Drehbuchseite hätte das erklärt werden können und, gerade weil Grünlich im zweiten Teil eine die Geschichte (soweit davon gesprochen werden kann) antreibende Kraft ist, hätte das sehr früh erklärt werden müssen. So ist Grünlich nur ein geldgieriges, skrupelloses Arschloch.

Bei den anderen Charakteren ist es ähnlich. Sie sind einfach nur eine tumbe, um Swimming-Pools herumtanzende Masse. Auch hier fragt man sich, warum Wedel sich nicht zwei Minuten Zeit nimmt und die Großinvestoren uns Zuschauern vorstellt. Das hätte sogar in einer vollkommen banalen Dialogszene, in der Dieter Glanz dem Junginvestor Andy Schroth die Großinvestoren vorstellt, geschehen können.

Auch später in Südafrika führt Wedel neue Charaktere auf die denkbar ungeschickteste Art ein. So trällert die Gastwirtin Barbara Ewert (Anouschka Renzi) mehrere banale Schlager, aber Wedel versäumt es, uns zu verraten, dass sie früher ein Schlagerstar war und jetzt bei Glanz ihr gesamtes Vermögen investiert. Das erfahren wir erst, als sie auf der Straße sitzt.

Vor dem Dreh hätte Wedel diese Probleme seines Drehbuchs beheben müssen. Er hätte klären müssen, wer der Protagonist ist, wer der Antagonist ist, was der Konflikt zwischen ihnen ist, wie dieser Konflikt sich entwickelt und was der Protagonist am Ende gelernt hat. Er hätte das auch für seine Nebencharaktere tun müssen und das ins Drehbuch schreiben müssen. Dann hätten die Schauspieler auch wirklich spielen können. Jetzt bleibt es beim meist beim Overacting. Und die Charaktere wären uns nicht so herzlich egal.

Dafür gäbe es vielleicht weniger redundante Landschafts- und Partybilder. Aber das wäre ein verschmerzbarer Verlust.

Jörg Mehrwald glättet in seinem Roman zum Film einige der Drehbuchprobleme, indem er etwas über die Motive der verschiedenen Charaktere verrät. Aber auch bei ihm bleiben die Charaktere vollkommen austauschbar, die Geschichte entwickelt sich sprunghaft fort und über die Methoden von Wirtschaftsverbrechern erfahren wir auch in dem Buch nichts.

Die einzige Gier, die Wedel mit seiner Geschichte erfolgreich befriedigt, ist die Gier unsere Zeit zu stehlen.

mit Ulrich Tukur, Jeanette Hain, Devid Striesow, Katharina Wackernagel, Heinz Hoenig, Cordula Trantow, Uwe Ochsenknecht, Marion Mitterhammer, Sibel Kekilli, Harald Krassnitzer, Isa Haller, Kai Wiesinger, Regina Fritsch, Sabine Orléans, Alexander Held, Mariella Ahrens, Dieter Laser, Bibiana Beglau, Anouschka Renzi

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Wiederholungen

Gier – Teil 1: Mit Glanz und Gloria

ARD, Mittwoch, 20. Januar, 20.15 Uhr

ARD, Donnerstag, 21. Januar, 10.30 Uhr

Arte, Samstag, 30. Januar, 14.30 Uhr

Gier – Teil 2: Das Duell

ARD, Donnerstag, 21. Januar, 20.15 Uhr

ARD, Montag, 25. Januar, 10.30 Uhr

Arte, Samstag, 30. Januar, 16.00 Uhr

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außerdem

ARD, Samstag, 16. Januar, 15.03 Uhr: höchstpersönlich – Dieter Wedel

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Buch zum Film

Dieter Wedel/Jörg Mehrwald: Gier

Heyne, 2010

320 Seiten

8,95 Euro

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Hinweise

ARD über „Gier“


TV-Tipp für den 14. Januar: A History of Violence

Januar 14, 2010

ZDF, 00.35

A History of Violence (USA/Can 2005, R.: David Cronenberg)

Drehbuch: Josh Olson

LV: John Wagner/Vince Locke: A History of Violence, 1997 (Graphic Novel)

Tom Stall ist ein gewöhnlicher Schnellrestaurantbesitzer irgendwo in Indiana. Als zwei Killer sein Restaurant ausrauben wollen, tötet er sie im Affekt. Danach ist er der Held des Tages und zwei Mafiosi aus Philadelphia tauchen auf. Sie behaupten, Tom von früher zu kennen. Damals war er ein Mafiakiller und der Philly-Mob habe noch eine Rechnung mit ihm offen.

Ein eiskaltes, klar strukturiertes Drama von Cronenberg, das im TV wahrscheinlich in einer leicht gekürzten Fassung läuft. Immerhin erhielt der Film von der FSK „keine Jugendfreigabe“; – obwohl: nach Mitternacht ist alles möglich. Auch die Ausstrahlung von nicht jugendfreien Filmen.

Cronenberg erzählt eine Genregeschichte und gleichzeitig viel mehr.

Das Drehbuch von Josh Olson war für den Edgar-Allan-Poe-Preis als bestes Drehbuch nominiert. „Syriana“ erhielt die Trophäe.

Mit Viggo Mortensen, Maria Bello, Ed Harris, William Hurt

Hinweise

Wikipedia über „A History of Violence“ (deutsch, englisch)

Film-Zeit über „A History of Violence“

About.com: Interview mit David Cronenberg über „A History of Violence“