Anfang und Ende einer Geschichte, Scott-Phillips-Interview, Noirs, Ned-Kelly-Preise

September 1, 2008

Bei Murderati hat Alexandra Sokoloff (von der ich noch keinen Roman gelesen habe) einen sehr interessanten Post über den ersten Akt einer Geschichte, also den ersten Seiten eines Buches oder den ersten Minuten eines Films, in der Held, seine Welt und der Gegner eingeführt werden. Insgesamt müssen nach ihrer Meinung

– Opening image
– Meet the hero or heroine
– Hero/ine’s inner and outer need.
– Hero/ine’s arc
– Meet the antagonist (and/or introduce a mystery, which is what you do when you’re going to keep your antagonist hidden to reveal at the end)
– State the theme/what’s the story about?
– Allies
– Mentor
– Love interest
– Plant/Reveal (or: Set ups and Payoffs)
– Hope/Fear (and Stakes)
– Time Clock (possibly. May not have one and may be revealed later in the story)
– Central Question
– Sequence One climax
– Act One climax

eingeführt werden. Das ist viel, aber ich denke, dass sie die wichtigen Punkte nennt (und höchstens in Serien oder bestimmten Genrevarianten Punkte weggelassen werden sollten). Denn wenn ich nicht nach ungefähr einem Viertel der Geschichte weiß, wer die Hauptperson ist; was sie in dieser Geschichte erreichen will; was geschieht, wenn sie ihr Ziel nicht erreicht und wer ihr Gegner ist, dann werde ich höchstwahrscheinlich das Buch gelangweilt zur Seite legen.

Sokoloff nennt als Beispiel immer wieder „Das Schweigen der Lämmer“. Mir fällt jetzt gerade der Anfang von „High Noon“ ein: nach wenigen Minuten kennen wir den für die Geschichte zentralen Konflikt. Robert B. Parker hat eine wahre Meisterschaft entwickelt, den zentralen Konflikt auf den ersten Seiten zu präsentieren. Am knappsten dürfte ihm das in dem Spenser-Roman „Die blonde Witwe“ gelungen sein. Hier sind die ersten Zeilen:

„Ich denke, sie war’s“, sagte Rita Fiore.

Wir saßen in ihrem Büro, weit oben, mit Blick über den Hafen.

„Und dabei bist du ihre Anwältin“, meinte ich.

„Da siehst du, wie’s um ihren Fall steht.“

Auf den folgenden Seiten versucht Spenser die Unschuld der titelgebenden blonden Witwe zu beweisen.  Denn wenn ihm das nicht gelingt, wird eine Unschuldige verurteilt. Aber auch ihre eigene Anwältin hält sie für schuldig.

Ebenfalls bei Murderati schreibt Toni McGee Causey über das Ende einer Geschichte. Ein ebenfalls sehr lesenswerter Beitrag, der so beginnt:

I’m going to admit to something.

I will often go read the end of a book waaaaaaaaaaaaaaaay before the middle. Sometimes I will read it after I’ve only read a couple of chapters. Many times I have stood in the store, read the opening, flipped to the end and read it, then bought the book.

Wenn Sie wissen wollen, warum diese Verrückte zuerst das Ende liest und dann das Buch kauft, dann müssen Sie einmal klicken.

Im NoirZine gibt es ein schönes Interview mit Scott Phillips. Er schrieb das auch verfilmte „The Ice Harvest“ (Alles in einer Nacht), „The Walkaway“ (Der Irrgänger) und „Cottonwood“.

Bei FilmNoir gibt es eine Liste von wichtigen Krimiautoren, deren Werke die Vorlage für Noir-Filme waren. Auf den ersten Blick ist das eine kleine, feine und ziemlich vollständige Liste.

Via the Rap Sheet erfahren wir die diesjährigen Gewinner des Ned-Kelly-Preises, der von der Crime Writers Association of Australia vergeben wird. Die Gewinner sind:

Best Crime Fiction

Shatter, von Michael Robotham

Best First Crime Novel

The Low Road, von Chris Womersley

Best Non-fiction

Red Centre, Dark Heart, von Evan McHugh

CWA’s Lifetime Achievement Award

Marele Day (The Disappearances of Madalena Grimaldi, Mrs. Cook: The Real and Imagined Life of the Captain’s Wife).


KrimiWelt-Bestenliste September 2008

August 30, 2008

Die Bestenliste der KrimiWelt-Jury für den September sieht so aus:

1 (7) Richard Stark: Fragen Sie den Papagei

2 (2) Jenny Siler: Portugiesische Eröffnung

3 (-) Heinrich Steinfest: Mariaschwarz

4 (-) Andrew Vachss: Der Fahrer

5 (9) Leonardo Padura: Der Nebel von gestern

6 (-) Deon Meyer: Weißer Schatten

7 (1) John Harvey: Schlaf nicht zu lange

8 (3) Tana French: Grabesgrün

9 (7) Rex Miller: Fettsack

10 (-) Håkan Nesser: Eine ganz andere Geschichte

In ( ) ist die Platzierung des Vormonats.

Als alter Donald-Westlake-Fan freue ich mich natürlich sehr über den ersten Platz für sein Alter Ego Richard Stark. Ebenso ist Andrew Vachss nach langer Übersetzungspause mit einem angenehm altmodischen Einzelwerk wieder zurück auf dem deutschen Buchmarkt. John Harvey hat mir ebenfalls gut gefallen. Rex Miller dagegen nicht. Die Großartigkeit von „Fettsack“ erschließt sich mir nicht.


Kleinkram: das ARD-Abendprogramm, Chelsea Cain und ein Zufall

August 29, 2008

Bei DWDL versucht Jürgen Knoop, Redakteur bei der ARD-Tochger Degeto und mitverantwortlich für das ARD-Programm, zu erklären, warum das Erste Spielfilme gerne zu recorderfreundlichen Zeiten ausstrahlt:

Spielfilme allerdings, die sich für den Hauptabend eignen, zeige man auch zur besten Sendezeit. „Es kommen allerdings nur wenige Filme aus unserem Portfolio hierfür in Frage – wenn man alte Klassiker wie ‚Die Feuerzangenbowle‘ außen vor lässt“, erklärt der Degeto-Redakteur.

Also eignen sich, wie ein Blick auf das Programm der kommenden zwei Wochen zeigt, „Broken Flowers“, „Paycheck – Die Abrechnung“, „Policy Python 357“ (mit Yves Montand), „Heaven“, „Scarface – Das Narbengesicht“ (Hm, gut, wegen FSK-18 schränkt das die Sendezeit ein. Aber Dienstagnacht?), „Die romantische Engländerin“ und „Der Arzt von Stalingrad“ nicht für die beste Sendezeit, aber zu später Stunde stimmt wenigstens die Quote und als Investition in die Zukunft ist es okay. Ich würde mir jedenfalls, bis auf den „Arzt von Stalingrad“ (der auch schon lange nicht mehr im TV lief), jeden dieser Filme gerne zur besten Sendezeit ansehen.

Interessant ist auch die Programmierung der TV-Version von Francis Ford Coppolas „Der Pate“ nach 01.00 Uhr nachts. Davor kommen die für das ARD-Publikum attraktiveren Filme „Hochwürdens Ärger mit dem Paradies“ (am 5. September) und „Utta Danella: Der Sommer der glücklichen Narren“ (am 12. September). Beide Filme sind, egal nach welcher Betrachtung, keine Höhepunkte der Filmkunst.

Bei The Rap Sheet redet Ali Karim mit Chelsea Cain.

Zufälle: Gestern entdeckte ich im Antiquariat den rororo thriller „Alice im Negerland“ (Black Alice, 1969) von Thomas M. Disch und John Sladek. Beides waren keine ausgewiesenen Krimi-, sondern S-F-Autoren, aber irgendwo hatte ich schon einmal von dem Buch gehört. Also gekauft und heute beim googeln habe ich diese, erst vor wenigen Tagen erschienene, sehr positive Besprechung von „Black Alice“ entdeckt.


Ein Western und viele Interviews

August 27, 2008

Anfang Oktober startet „Appaloosa„, die Verfilmung des gleichnamigen, hochgelobten, nicht übersetzten Westerns von Spenser-Erfinder Robert B. Parker in den US-Kinos. Der Trailer sieht klasse aus. Die Besetzung (Ed Harris [der auch Regie führte und zusammen mit Robert Knott das Drehbuch schrieb], Viggo Mortensen, Renée Zellweger, Jeremy Irons, Lance Henrickson, Rex Linn) ist ebenfalls erstklassig. Nur ein deutscher Starttermin steht noch nicht fest.

Hier also, bis es weitere Informationen gibt, der „Appalooso“-Trailer:

Der Noir of the Week ist „Where the sidewalk ends“ (Faustrecht der Großstadt, USA 1950) von Otto Preminger, nach einem Drehbuch von Ben Hecht, basierend auf dem Roman „Night Cry“ von William L. Stuart.

Marcus Sakey (Der Blutzeuge), Jason Pinter (72 Stunden) und Dave White (noch kein deutscher Verlag) reden über ihre brandneuen und daher selbstverständlich noch nicht übersetzten Bücher in Murder by the Book in Houston:

Bei Sons of Spade beantwortet Christoper G. Moore einige Fragen. „Haus der Geister“ (Spirit House, 1992), „Stunde null in Phnom Penh“ (Cut out, 1994) und „Nana Plaza“ (Cold Hit, 1999) mit seinem Privatdetektiv Vincent Calvino erschienen vor einigen Jahren in der metro-Reihe des Unionsverlages. Die restlichen sechs Calvino-Abenteuer wurden bislang nicht übersetzt (wäre aber nett); das zehnte erscheint 2009 und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Denn:

The Calvino series will end when I feel I no longer have anything original to contribute to the ongoing debate about the direction (and speed) of change in the political, cultural and social institutions found in South East Asia. So far it is a bumpy, unpaved road. One day, like everywhere else, it will be a modern expressway. Meanwhile, Calvino continues to take cases from those falling into the uncovered manholes.

Bei den Guten Mädchen beantwortet Harlan Coben einige Fragen und wie er seine Bestseller schreibt:

I have two writerly quirks. I write naked. Oh, and I only write at Starbucks.

(Die Sache mit Starbucks hat er mir auch gesagt. Aber nicht das andere.)

Und was tun die Übersetzer? Um ihr Geld kämpfen.


Duane Swierczynski antwortet – und zeigt sein Arbeitszimmer

August 20, 2008

Bei Bookgasm ist ein witziges Interview mit Duane Swierczynski (in Deutschland Duane Louis, Blondes Gift) erschienen. Über seine Ideen sagt er:

When I’m cooking up a new book, I think about situations that would be interesting to explore for 200, 300 pages — situations that won’t bore me to death. My filing cabinet is full of partial novels that didn’t make the cut.

Zum Tempo seiner Bücher und wie es entsteht, sagt er:

Actually, I don’t allow myself to urinate unless a finish a chapter. This is why … um, my chapters are very, very short.

It all goes back to my golden rule: If I’m bored with something, then any potential readers will certainly have taken the express train to snoozeville. So I try to keep things moving as much as possible.

In seinem Secret Dead Blog gibt es einen Blick auf seinen Schreibtisch und die gegenüberliegenden Ablenkungen.


Kurzes Ed-Brubaker-Hollywood-Update

August 20, 2008

Weil ich heute mit einem anderen Projekt beschäftigt war, gibt es nur eine kurze Ed-Brubaker-Meldung (deutsch und kürzer): Sam Raimi produziert als nächstes den Comic „Sleeper“ von Ed Brubaker und Sean Phillips. Tom Cruise ist irgendwie auch dabei. Ob ebenfalls nur als Produzent oder auch als Hauptdarsteller ist noch unklar. Und vielleicht übernimt Raimi auch die Regie. – Nun, warten wir’s ab.

In „Sleeper“, der ersten Zusammenarbeit des Teams Brubaker/Phillips, erzählen sie die Geschichte des Undercover-Agenten Holden Carver. Er soll die Organisation des verbrecherischen Masterminds Tao zerstören. Je weiter Carver in Taos Organisation aufsteigt, umso mehr muss er sein früheres Ich verleugnen, bis irgendwann nur noch die Gangster seine Freunde sind. „Sleeper“ ist natürlich ziemlich Noir.

Der erste Sleeper-Band „Das Schaf im Wolfspelz“ erschien auf Deutsch vor wenigen Tagen bei Cross Cult.

Nachtrag 1: Meine Besprechung von Sleeper.

Nachtrag 2: Comic Book Resources spricht mit Ed Brubaker über das Filmprojekt und ob er sich Tom Cruise in der Hauptrolle vorstellen kann.


Wiederaufführung wegen des großen Erfolges: Blogs als das Ende der Filmkritik

August 20, 2008

Vergangenen Donnerstag erschien in der Berliner Zeitung von Josef Schnelle der Artikel „Warum wir Filmkritik brauchen – Die Internet-Blogs zersetzen das informierte und unabhängige Urteil“. Ich ärgerte mich über den dummen Artikel, atmete tief durch und legte ihn zur Seite. Ekkehard Knörer schrieb eine Antwort, Thomas Groh schrieb ebenfalls eine lesenswerte Antwort, bei Rivva gibt’s noch mehr Kritik an Schnelles Text (Ah, heilige Selbstbeherrschung!) und heute schreibt Christina Nord in der taz darüber. Besonders die ersten Zeilen gefallen mir gut:

Das Kino war einmal ein neues Medium. Bei den einen rief es Verunsicherung, bei den anderen Begeisterung hervor. Weil es in seinen Anfängen dem Jahrmarkt und der Spelunke nahe war, begegnete ihm das bürgerliche Publikum mit Dünkel und kulturkritischen Vorbehalten. Wer sich für das Kino verwandte, hatte viele Gegner und das gute Gefühl, etwas gegen Widerstand durchzusetzen. Diese Zeiten sind vorbei; längst hat sich das Kino als Gegenstand der Akademien und des seriösen Feuilletons etabliert.

Wenn ich jetzt das Wort „Kino“ durch „Blog“ oder „Internet“ ersetze, dann beschreibt Nord die derzeitigen Kampflinien und die wahrscheinliche Zukunft sehr genau. Wenn sie später auf die Renditewünsche der Verleger hinweist (siehe den derzeitigen Sparkurs bei der „Berliner Zeitung“), dann thematisiert sie genau den Punkt, den Schnelle links liegen lässt. Denn aus Sicht eines Verlegers ist eine fundierte und intellektuell anspruchsvolle Filmkritik nicht unbedingt ein Verkaufsargument.

Außerdem, diesen Punkt erwähnen Knörer und Nord, werden im Internet auch DVD-Premieren und vergessene Filme (teilweise auch Klassiker) besprochen. Die Zeitungskritiker besprechen dagegen fast nur noch die Kinopremieren (schließlich gibt es alle paar Wochen eine Alibi-DVD-Kritik). Einmal und dann nie wieder. Dabei ändert sich – manchmal – beim wiederholten Sehen die Meinung zu einem Film.

Jetzt muss ich aber weiter an meiner Besprechung der neuen Bücher von Ed Brubaker arbeiten.


Kurzmeldungen

August 19, 2008

„Severance Package“, das vierte Buch von Duane Swierczynski (in Deutschland unter seinem Pseudonym Duane Louis als „Letzte Order“ für Februar angekündigt), wurde von Lionsgate für eine Verfilmung optioniert. Damit wäre nach „Blondes Gift“ (The Blonde) die zweite Swierczynski-Verfilmung in Arbeit. Ob das Buch letztendlich wirklich verfilmt wird, ist unklar. Aber Duane Swierczynski ist in die Entwicklung von „Severance Package“ stärker involviert (er soll zusammen mit Brett Simon das Drehbuch schreiben) und er will in seinem Secret Dead Blog darüber schreiben. Das könnte interessant werden.

Wo wir gerade bei Swierczynski sind: bereits vor längerem hat er die im November 2010 in Philadelphia stattfindende zweite NoirCon angekündigt. Das könnte für Menschen mit einem großzügigen Reisebudget eine Gelegenheit sein, die USA zu besuchen.

Bereits im September 2009 gibt’s in Las Vegas die erste KillerCon. Joe R. Lansdale und Heather Graham werden, wie die Homepage verrät, dabei sein. Aber braucht wirklich jemand eine Konferenz, bei der sich Horror-, Thriller- und Paranormal Romance-Autoren treffen?

Dann doch lieber zur diesjährigen Bouchercon.

Oder ins Kino? Den neuen Batman ansehen? Wenn Sie entgegen aller Wahrscheinlichkeit an einem Ort sind, an dem „The dark knight“ nicht im örtlichen Kino gezeigt wird, können Sie das Drehbuch von Jonathan und Christopher Nolan (auch Regie) lesen.

Im Rap Sheet sind inzwischen die Berichte von Ali Karim über das Harrogate Crime Writing Festival online. Heute, als letzter Teil, ging ein Interview mit Robert Crais (Dringend deutscher Verlag gesucht!) online, im vorletzten Teil traf er Jeffery Deaver, und davor – ach, lesen Sie selbst.

Der Noir of the Week ist „The dark Corner“ (Der weiße Schatten, USA 1946, Regie: Henry Hathaway, Drehbuch:Jay Dratler, Bernard Schoenfeld, nach einer Kurzgeschichte von Leo Rosten, mit Mark Stevens, Lucille Ball, Clifton Webb, William Bendix). Der könnte mal wieder im TV laufen.

Bei Spiegel Online beantwortet unser Mann für Serienmörder, Stephan Harbort, einige Fragen. Der Anlass ist sein neues Buch „Begegnung mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer“. Sein Verhaltenstipp für eine Begegnung mit einem Serienmörder (meistens in der eigenen Wohnung oder am Arbeitsplatz, normalerweise und im Gegensatz zu den meisten Totschlagsdelikten ein Unbekannter):

Ich würde mich zunächst einmal abwartend verhalten und versuchen, eine persönliche Beziehung zwischen mir und dem Täter herzustellen. Ihm soll dadurch bewusst werden, dass er es mit einem Individuum zu tun hat. Aber noch einmal: Ich weiß auch nicht, ob ich mich damit in jedem Fall retten könnte. Es ist aber wahrscheinlicher, dass es auf diese Weise klappt. Mein Gegenüber müsste in mir einen Menschen sehen. Mich zu töten, würde ihm daher erheblich schwerer fallen.


TV-Krimi-Buch-Tipps online

August 15, 2008

Am Montag faulenzt der Alligator in der Sonne. Am Dienstag schnappt er sich die Texte und am Mittwoch die Illustrationen. Am Freitag spukt er das Ergebnis aus. Für die Kriminalakte konnte nur ein kleiner Teil archiviert werden:

Sommerzeit ist Wiederholungszeit. Aber dieses Mal haben die Programmmacher auch einige, nicht immer unbedingt sehenswerte, TV-Premieren eingeschmuggelt. Die sehenswerten Filme sind Lynda La Plantes „Der Preis des Verbrechens: Tödliches Geheimnis“, Ed Herzogs „Unter Verdacht: Brubeck“ (nach einem Drehbuch von Wolfgang Stauch), Richard Brooks Frank-O’Rourke-Verfilmung „Die gefürchteten Vier“ (dieses Mal ohne Werbepausen), Barry Levinsons Larry-Beinhart-Verfilmung „Wag the dog“, Theodor Kotullas Schimanski-Tatort „Einzelhaft“ (nach einem Drehbuch von Frank Göhre), die Martin-Scorsese-Nicholas-Pileggi-Filme „Casino“ und „GoodFellas“, David Lynchs Barry-Gifford-Verfilmung „Wild at Heart“, Alfred Hitchcocks David-Dodge-Verfilmung „Über den Dächern von Nizza“, Roy Ward Bakers Robert-Bloch-Verfilmung „Irrgarten des Schreckens“ und die schon seit Ewigkeiten nicht mehr (falls überhaupt jemals im TV) gezeigte Jean-Vautrin-Verfilmung „Dog Day“ (einer der letzten Auftritte von Lee Marvin).


Premiere von Sebastian Fitzeks „Der Seelenbrecher“ in Berlin

August 15, 2008

Während Sebastian Fitzek die letzten Korrekturen an seinem neuen Thriller „Der Seelbrecher“ bestätigt, plant der Verlag bereits die Buchpremiere am Donnerstag, den 18. September, um 20.00 Uhr in der Thalia-Buchhandlung „Das Schloss“ (Schlossstraße 34, Berlin-Steglitz).

Nach dem Schmöker „Das Kind“ bin ich auf Fitzeks neuen Roman gespannt. Denn die Prämisse klingt vielversprechend:

Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den ›Seelenbrecher‹ nennt, genügt: Als man die Frauen wieder aufgreift, sind sie verwahrlost, psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem eigenen Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Verzweifelt versuchen die Eingeschlossenen einander zu schützen – doch in der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt…

Wenn das die Beschreibung für einen Fantasy-Filmfest-Film wäre,…


Hugo Awards verliehen

August 13, 2008

Die meisten Hugo-Preisträger sind für Krimifans böhmische Dörfer. Einerseits, weil es ein Science-Fiction-Preis ist. Andererseits, weil viele Autoren höchstens sporadisch ins Deutsche übersetzt werden. Aber als bester Science-Fiction-Roman des Jahres wurde ein Buch ausgezeichnet, das auch als Kriminalroman bezeichnet wird: Michael Chabons „Die Vereinigung jiddischer Polizisten“.

Der renommierte Publikumspreis Hugo wurde während der Denvention 3, der 66. World Science Fiction Convention, in Denver, Colorado, am 9. August verliehen.

Die Preisträger sind:

Best Novel: The Yiddish Policemen’s Union, von Michael Chabon (HarperCollins; Fourth Estate)

Best Novella: All Seated on the Ground, von Connie Willis (Asimov’s Dec. 2007; Subterranean Press)

Best Novelette: The Merchant and the Alchemist’s Gate, von Ted Chiang (Subterranean Press; F&SF Sept. 2007)

Best Short Story: Tideline, von Elizabeth Bear (Asimov’s June 2007)

Best Related Book: Brave New Words: The Oxford Dictionary of Science Fiction, von Jeff Prucher (Oxford University Press)

Best Dramatic Presentation, Long Form: Stardust (Der Sternwanderer, deutscher Kinostart: 18. Oktober 2007), Drehbuch von Jane Goldman und Matthew Vaughn, basierend auf der Geschichte von Neil Gaiman, inszeniert von Matthew Vaughn (Paramount Pictures)

Best Dramatic Presentation, Short Form: Doctor Who: Blink, Drehbuch von Steven Moffat, inszeniert von Hettie Macdonald (BBC)

Best Editor, Long Form: David G. Hartwell

Best Editor, Short Form: Gordon Van Gelder

Best Professional Artist: Stephan Martiniere

Best Semiprozine: Locus

Best Fanzine: File 770

Best Fan Writer: John Scalzi

Best Fan Artist: Brad Foster

Den John W. Campbell Award for Best New Writer erhielt Mary Robinette Kowal


Brilliante Weblog Premio 2008

August 12, 2008

Ist irgendwie im täglichen Chaos untergegangen. Jedenfalls sind die Regeln dafür:

1. Der Gewinner darf das Logo auf seinen Blog stellen.
2. Verlinke die Person, die dir den Award verliehen hat!
3. Nominiere mindestens 7 Blogs!
4. Stelle die Links zu diesen Blogs ein!
5. Hinterlasse den Nominierten Nachrichten auf deren Blogs!

Dann gehen wir jetzt mal zum Punkt 3 der Liste und nennen ohne besondere Reihenfolge sieben deutschsprachige (das ist jetzt eine selbstgestellte Schwierigkeit) Blogs:

Krimiblog

Krimilady

Krimileser

Krimitagebuch

Notizen und Texte

Watching the Detectives

Wortvogel

Und nun muss ich Nachrichten hinterlassen.


Kleinkram – und ein kostenloses Buch

August 12, 2008

Edition Köln macht ein Angebot, das Sie nicht ablehnen können: bis zum 29. August kann der zweite Kommissar-Kleefisch-Roman „Die Tango-Sängerin“, vor dem offiziellen Erscheinen, kostenlos heruntergeladen werden. Danach gibt es das Werk nur noch beim Buchhändler ihres Vertrauens.

Die Story?

Erst wanderten Kölner nach Argentinien aus, weil sie vor den Nazis flohen. Dann flohen Nazis hinterher.

Jetzt fliehen Argentinier vor der Diktatur von Videla & Co. nach Köln. Und der Kölner Kommissar Kleefisch versucht bei diesem Hin- und Her zu klären, wer es war.

In Buenos Aires handelt der Admiral mit den Kindern Gefangener. In Hamburg baut die Werft Fregatten für den Admiral. In Bonn zieht sich der Bundeskanzler eine Linie Schnupftabak und entdeckt, was ein tragisches Dilemma ist. Im Stadion Monumental unterliegen die Niederlande im Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft und ganz Argentinien feiert den Admiral.

Aber am Ende der Geschichte fehlen 30.000 Menschen. Eine Tango-Sängerin ist kahl. Ein Dichter hat keine Zähne mehr. Und der Kommissar Kleefisch steht auf dem Kölner Westfriedhof vor dem Grab seiner Mama und sagt: „Mal wieder ziemlich was los. Sei froh, dass du hier so friedlich liegen kannst.“

Ein Buch, das nach dem Prinzip der Puppe in der Puppe kon­struiert ist: eins steckt im anderen, im Kriminalroman der literarische Roman, und wer anfängt zu lesen, der ist auch schon drin und verloren.

Die August-Ausgaben von The Big Thrill (schon länger) und der Krimi-Couch (noch nicht so lange) sind online.

In The Big Thrill gibt es unter anderem kurze Vorstellungen der neuen Bücher von Kathy Reichs, Eric van Lustbader, Jeffery Deaver (ein neuer Lincoln Rhyme), Joe R. Lansdale („Leather Maiden“ heißt das Teil vielversprechend) und Linda Barnes (mit dem zwölften Carlotta-Carlyle-Krimi; die ersten Carlyle-Krimis gefielen mir sehr gut), und Interviews mit Marcus Sakey und Lisa Jackson.

Grandios finde ich den Titel von Jonathan Maberrys neuem Werk: „Zombie CSU“.

Die Krimi-Couch nimmt sich unter anderem „Grabesgrün“ von Tana French, „Die Todeskarte“ von Glenn Chandler, „Fragen Sie den Papagei“ von Richard Stark (gutes Buch), „Schlaf nicht so lange“ von John Harvey (gutes Buch), „Weiße Nächte“ von Rainer Gross (Schrott), „Fettsack“ von Rex Miller (Besprechung demnächst; aber mein erster Eindruck war: Schrott), „Der Fahrer“ von Andrew Vachss (vergnüglicher Pulp, also gutes Buch) und, als Klassiker, „Der große Schlaf“ von Raymond Chandler (Kein Kommentar) vor.

Bei Bookgasm unterhält sich Matt Adder mit Jason Starr über seine neuen Bücher und Projekte und, vor allem, seine dritte Zusammenarbeit mit Ken Bruen:

It’s been a total blast and I think that’s apparent in the books. It was just a great break from solo writing to write with Ken. We laughed till it hurt and now we’re planning another book. Pretty much since the day we met we were talking about writing together, then thank God Hard Case gave us the chance to do it. It just took off from there.

BOOKGASM: Does it force you to change your writing style or work process any?

STARR: I don’t change it, but I alter it. So does Ken. If we wrote like we normally wrote, readers would be able to tell who wrote what. So I write like him and he writes like me. Still, we’re always amazed when people tell us that they assume that we alternate chapters, or that Ken writes the Irish stuff and I do the Americans. We’re always working on the same chapters at the same time and I wish I could take credit for all of the American stuff in the books.

Bei Evil-E beantwortet Michael Connelly viele, viele Fragen – auch die von Jason Starr.

„Noir of the Week“ bespricht diese Woche die William-P.-McGivern-Verfilmung “Rogue Cop” (Heißes Pflaster) und letzte Woche als Zweiteiler Alfred Hitchcocks „Shadow of a Doubt“ (Im Schatten des Zweifels).

PDFscreenplays ist umgezogen (irgendwie lag es am Darabont-Drehbuch für „Indiana Jones 4“), nennt sich jetzt PDF Movie Scripts und ist jetzt nach einigen Problemen und einigem Hin und Her wieder problemlos online erreichbar. Neue Drehbücher dort sind, ich beschränke mich nur auf einige der bekannten Titel, eine frühe Version von „Hancock“, „The incredible Hulk“, „The Happening“, „Wanted“, „The Mummy 3“ und „Hellboy 2“.

Regisseur Alex Cox (Repo Man, Sid & Nancy, Walker) hat sehr umfangreiche, informative Seite (mit vielen, vielen Drehbüchern zum downloaden). Deshalb steht da auch „2.0“.

Und diese Krimiserie würde ich gerne wieder sehen.


Die Shamus-Nominierungen 2008

August 5, 2008

Die Private Eye Writers of America (PWA) haben die Nominierungen für den 27. Shamus Award bekanntgegeben. Nominiert wurden diese Werke (mit diesen PIs):

Best Hardcover

Head Games von Thomas B. Cavanagh, featuring Mike Garrity

Soul Patch von Reed Farrel Coleman, featuring Moe Prager

The Color of Blood von Declan Hughes, featuring Ed Loy

A Welcome Grave von Michael Koryta, featuring Lincoln Perry

A Killer’s Kiss von William Lashner, featuring Victor Carl

Best Paperback Original

Songs of Innocence von Richard Aleas, featuring John Blake

Exit Strategy von Kelley Armstrong, featuring Nadia Stafford

Stone Rain von Linwood Barclay, featuring Zack Walker

Deadly Beloved von Max Allan Collins, featuring Ms. Michael Tree

Blood of Paradise von David Corbett, featuring Jude McManus

Best First Novel

The Cleaner von Brett Battles, featuring Jonathan Quinn (Die deutsche Ausgabe “Der Profi“ erscheint im November bei Goldmann.)

Keep It Real von Bill Bryan, featuring Ted Collins

Big City, Bad Blood von Sean Chercover, featuring Ray Dudgeon

When One Man Dies von Dave White, featuring Jackson Donne

The Last Striptease von Michael Wiley, featuring Joe Kozmarski

Best Short Story

„Kill the Cat“ von Loren D. Estleman, in “Detroit Noir”, featuring Amos Walker

„Trust Me“ von Loren D. Estleman, in Alfred Hitchcock Mystery Magazine, Juni 2007, featuring Amos Walker

„Open Mike“ von James Nolan, in “New Orleans Noir”, featuring Vincent Panarello

“Hungry Enough“ von Cornelia Read, in “A Hell of a Woman”, featuring Philip

„Room for Improvement“ von Marilyn Todd, in Ellery Queen Mystery Magazine, Dezember 2007, featuring Lois Hepburn

Die Gewinner werden am 10. Oktober auf der Bouchercon World Mystery Convention verkündet.

Eine schöne Liste mit vielen bekannten Namen. Sean Chercovers „Big City, Bad Blood“ wurde bereits für zahlreiche Preise nominiert und erhielt einige, Dave White erhielt für „When One Man Dies“ gute Besprechungen, Max Allan Collins hat mit „Deadly Beloved“ einen hübschen kleinen komplex aufgebauten PI-Roman vorgelegt (es ist der erste Romanauftritt der von ihm erfundenen Comic-Strip-Figur Ms Michael Tree, der ersten Hardboiled-Privatdetektivin), Loren D. Estleman wird in seiner Heimat immer noch geschätzt (denn übersetzt wird er schon länger nicht mehr), Cornelia Reads Debüt erschien kürzlich auf Deutsch, der erste Auftritt von Richard Aleas’ John Blake erscheint demnächst – endlich – auf Deutsch und auch „Songs of Innocence“ wurde in den USA (besonders nachdem der Krimi wegen der neuen Regeln nicht auf die Edgar-Nominierungsliste kam) breit abgefeiert.

Damit ist die diesjährige Shamus-Nominierungsliste für mich wieder eine sehr interessante Liste, bei der einige Werke spätestens jetzt auf meiner Zu-lesen-Liste stehen; einige andere liegen schon etwas länger ungelesen bei mir herum und werden jetzt liebevoll abgestaubt.


Mörderischer Herbst XIII – KBV, Kindler, Knaur Hardcover, Ullstein Hardcover, Wunderlich Hardcover

Juli 30, 2008

KBV Krimi

September

Carola Clasen: Mord im Eifel-Express (Niklas will, angestiftet von seinem Onkel, seinen bankrotten Vater im titelgebenden Eifel-Express umbringen. Zum Glück ist auch Sonja Senger, Kriminalkommissarin a. D. und Privatdetektivin, im Zug.)

Robert Gordian: Tödliche Brautnacht (Auch zu Zeiten Karls des Großen regierte, wie die „Tödliche Brautnacht“ beweist, das Verbrechen die Welt.)

Klaus Stickelbroeck: Kalte Blicke (Privatdetektiv Hartmann muss einen Mordfall klären. Ihm helfen sein drogensüchtiger Kumpel Angie, der einarmige Wirt Krake, Regenrinnen-Rita, die einzige Prostituierte Düsseldorfs über zwei Meter und ein Taxi fahrender Medizinstudent aus Ghana. – Wenn es der Wahrheitsfindung dient.)

Klaus Wanninger: Schwabenengel (Kommissar Steffen Braig vom Stuttgarter LKA jagt einen Serienfrauenmörder.)

November

Wolfgang Kemmer (Hrsg.): In Kürze verstorben – Mörderische Stories (von Thomas Kastura, H. P. Karr, Jürgen Kehrer, Jürgen Ehlers, Christoph Güsken, Richard Lifka und anderen.)

Ralf Kramp: Stimmen im Wald (Nach Jahren kehrt Jo Frings in sein heimatliches Eifeldorf zurück. Er will seinen Bruder Michel beerdigen und den Hof verkaufen. Aber Michel wurde umgebracht und der Hof ist wertlos. Jo will die Wahrheit herausfinden.)

Monika Mirelli/Ralf Kramp/Carsten Sebastian Henn: Mords-Weihnacht („Ein Adventsbüchlein mit vierundzwanzig Kapiteln und eine Tafel köstlicher Weihnachtsschokolade im edlen Organzabeutelchen“)

Burkhard Ziebolz: Im tiefsten Dunkel (Liam Coubert tauchte auf der Flucht vor einem mehrfachen Frauenmörder in Mannheim unter. Da werden in seiner Nähe Frauen umgebracht. Coubert muss sich seiner Vergangenheit stellen – und herausfinden, was das Geheimnis des Kommentars zum „Grafen von Monte Christo“ ist.)

Josef Zierden: Eifel Krimi-Reiseführer – Auf den Spuren von Jacques Berndorf & Co. (mit einem Vorwort von Jacques Berndorf – Tja, besuchen Sie die Schauplätze der Eifelkrimis.)

Kindler

September

Liza Marklund: Lebenslänglich (Piratförlaget – ein neues Abenteuer mit der Journalistin Annika Bengtzon. Sie soll über die Polizistenmörderin Julia Lindholm schreiben. Schnell zweifelt sie an Lindholms Schuld.)

Januar

Leena Lehtolainen (Tammi – Der neunte Fall für Maria Kallio)

Knaur Hardcover

6. September

Susan Hill: Der Seele schwarzer Grund (The Risk of Darkness – Simon Serrailler und seine Jungs suchen einen Kidnapper.)

5. November

Lisa Jackson: Cry – Meine Rache ist der Tod (Absolute Fear – der Nachfolger von Shiver)

Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen (Der historische Krimi spielt 1671 in Amsterdam und Jeremias Katoen ermittelt wieder.)

16. Februar

Thomas Thiemeyer: Nebra (ein mystischer Wissenschaftsthriller)

Ullstein Hardcover

Oktober

Rita Mae Brown: Fette Beute (Full Cry – Jane Arnold jagt zusammen mit ihren schlauen Tieren einen Mörder, der bereits zwei Obdachlose umgebracht hat.)

Jo Nesbo: Schneemann (Snomannen – In seinem siebten Fall jagt Harry Hole einen Serienmörder. In Norwegen wurde der Roman als Bester Krimi und Bester Roman des Jahres ausgezeichnet.)

Januar

Michael Theurillat: Sechselläuten (Eine FIFA-Mitarbeiterin wird erstochen. Kommissar Eschenbach sucht den Täter.)

Wunderlich Hardcover

1. August

Petra Hammesfahr: Erinnerung an meinen Mörder (Charlotte Meller ist eine vom Ehrgeiz besessene Mutter. Ihr Mann sieht alles lockerer. Eines Tages wird ihr achtjähriger Sohn Felix mit einer Stichverletzung am Hals aufgegriffen. Was ist geschehen? – Nach gut 500 Seiten wissen wir es.)

6. Oktober

Lincoln Child: Wächter der Tiefe (Ex-Marinearzt Peter Crane wird auf eine Bohrinsel beordert. In einem unterseeischen Labor erkranken täglich Besatzungsmitglieder an mysteriösen Leiden. Crane fragt sich, ob die Krankheiten etwas mit der dort vermutlich entdeckten Stadt Atlantis zu tun haben.)

Silvia Kaffke: Das rote Licht des Mondes (ein 1854 in Ruhrort spielender Krimi)

16. Januar

Simon Beckett: Leichenblässe (Forensiker David Hunter hilft einem Kollegen bei der Jagd nach einem sadistischen Mörder.)

Philip Kerr: Das letzte Experiment (Buenos Aires, 1950: Privatdetektiv Bernie Gunther soll eine 15-jährige finden. Dabei stößt er auf zahlreiche Überlebende des Dritten Reiches.)

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch

Mörderischer Herbst XI – rororo Taschenbuch

Mörderischer Herbst XII – Heyne Taschenbuch


R. i. P. Pierre Emme

Juli 29, 2008

R. i. P. Pierre Emme, 11. Juli 1943 – 8. Juli 2008

Eine traurige Meldung erreichte mich vom Gmeiner-Verlag:

Völlig überraschend ist am 8. Juli 2008 unser Wiener Autor Pierre Emme im Alter von 64 Jahren verstorben. Die Beisetzung fand am 22. Juli auf dem Friedhof Neustift am Walde im engsten Familien- und Freundeskreis statt.

Mit Pierre Emme hat der Gmeiner-Verlag einen wunderbaren Menschen und hervorragenden Autor verloren.

Pierre Emme ist das Pseudonym von Dr. Peter Millwisch. Er wurde am 11.7.1943 in Wien geboren. Der promovierte Jurist konnte auf ein abwechslungsreiches Berufsleben in so unterschiedlichen Tätigkeiten wie Reiseleiter, Versicherungssachbearbeiter, Geschäftsführer in der Nahrungsmittelindustrie, Journalist, Unternehmensberater und Marktforscher zurückblicken und damit für seine schriftstellerische Arbeit aus einem aus den unterschiedlichsten Quellen gespeisten Fundus an Erfahrungen und Erlebnissen schöpfen.

Im Februar 2005 veröffentlichte Pierre Emme im Gmeiner-Verlag mit „Pastetenlust“ den ersten Band seiner erfolgreichen Krimiserie um Mario Palinski, den kultigen Wiener Kriminologen mit der Vorliebe für kulinarische Genüsse. Insgesamt sind bislang acht Palinski-Krimis erschienen, zuletzt der Roman „Florentinerpakt“ im Juli 2008. Die herrlich schrägen Kriminalromane mit originellen Themen und dem typischen Wiener Schmäh haben Pierre Emme eine große Fangemeinde im deutschsprachigen Raum beschert.

Im Februar 2009 wird der neunte Palinski-Fall mit dem Titel „Schneenockerleklat“ erscheinen. Der kurz vor dem Tod des Autors fertiggestellte zehnte Roman wird derzeit für die Veröffentlichung vorbereitet.

Weitere Informationen über Pierre Emme gibt es hier, hier und hier. Krimiblogger Ludger hat die Todesnachricht ebenfalls gepostet. Einen kurzen Nachruf gibt’s beim Syndikat.


Zweite Scribe Awards verliehen

Juli 28, 2008

Auf der Comic-Con in San Diego wurden am Samstag, den 26. Juli, die zweiten Scribe Awards der International Association of Media Tie-in Writers (IAMTW) verliehen. Die glücklichen Gewinner sind:

BEST GENERAL FICTION ORIGINAL

MR. MONK AND THE TWO ASSISTANTS (Mr. Monk und seine Assistentinnen) von Lee Goldberg

BEST GENERAL FICTION ADAPTED

AMERICAN GANGSTER von Max Allan Collins

BEST SPECULATIVE ORIGINAL

STARGATE ATLANTIS: CASUALTIES OF WAR von Elizabeth Christensen

BEST GAME-RELATED ORIGINAL (SPECIAL SCRIBE AWARD)

EBERRON: NIGHT OF THE LONG SHADOWS von Paul Crilley

BEST SPECULATIVE ADAPTED

30 DAYS OF NIGHT (30 Days of Night) von Tim Lebbon

BEST YOUNG ADULT ORIGINAL

NANCY DREW AND THE CLUE CREW #10: TICKET TROUBLE von Stacia Deutsch & Rhody Cohon

BEST YOUNG ADULT ADAPTED

THE 12 DOGS OF CHRISTMAS von Steven Paul Leiva

GRANDMASTER

Alan Dean Foster

Eine Liste der Nominierten gibt es hier.

Lee Goldberg hat bereits einen Bericht über die Comic-Con geschrieben – und erwähnt die Preisverleihung, bis auf die Liste der Gewinner, überhaupt nicht. Vielleicht ist er einfach noch zu glücklich.


Mörderischer Herbst XII – Heyne Taschenbuch

Juli 28, 2008

Auch der Heyne-Verlag hat einige Perlen und zwei Klassiker des New Journalism in seinem Herbstprogramm:

November

Ian Banks: Die Sphären (ist ein weiterer S-F-Roman des schottischen Auch-Thriller-Autors. Denn Banks wechselt ständig die Genres.)

Mary Higgins Clark: Stille Nacht (ein modernes Weihnachtsmärchen)

Meg Gardiner: Gottesdienst (Der Bruder von Anwältin Evan Delaney wird beschuldigt, den Anführer einer fundamentalistisch-christlichen Sekte umgebracht zu haben. Delaney will die Wahrheit herausfinden.)

John Grisham: Das Fest (Das Weihnachtsbuch von Grisham in neuer Ausstattung.)

Charlie Huston: Killing Game (The Shotgun Rule – In seinem ersten Einzelwerk erzählt Charlie Huston von vier Teenagern, die nach etwas Aufregung suchen und, als sie auf ein Drogenlabor stoßen, mehr Ärger bekommen, als sie verdauen können.)

Dean Koontz: Todeszeit (Der mittellose Gärtner Mitch muss innerhalb weniger Tage zwei Millionen Dollar beschaffen. Sonst bringen die Entführer seine Frau um.)

Scott Sigler: Infiziert (Ein unbekannter Erreger verwandelt normale Menschen in mordgierige Psychopathen. CIA-Epidemologin Margaret Montoya will den Erreger finden. – Für das Buch ist eine große Werbekampagne geplant. Mal sehen, ob der Inhalt dann hält, was die Verpackung verspricht.)

Hunter S. Thompson: Angst und Schrecken im Wahlkampf (oder die einzig wahre Wahrheit über den US-amerikanischen Präsidentenwahlkampf 1972. Deutsche Erstausgabe.)

Dezember

Jürgen Alberts/Eckard Mordhorst: Leiche über Bord (Tatsachenroman in dem der heutige Polizeipräsident von Bremen Mordhorst erzählt, wie er in Afrika den Mord an einem Offizier eines Bremer Frachtschiffes aufklärte. Denn das Schiff gehörte zum deutschen Hoheitsgebiet.)

Catherine Coulter: Hass (Julia wird bei einem nächtlichen Spaziergang ins Meer gestoßen. FBI-Agent Cheney Stone glaubt an einen Mordanschlag.)

Colin Forbes: Komplott (Taschenbuch-Ausgabe eines Thrillers mit Spezialagend Tweed.)

Robert Harris: Ghost (oder der beste Thriller des Jahres; – sagt jedenfalls die ITW)

Corine Hartman: Der letzte Atem (Eine Läuferin wird mit einem Golfschläger erschlagen. Nelleke de Winter ermittelt in einem Roman, der wohl in erster Linie die Fans von Elizabeth George anspricht.)

Jack Ketchum: Blutrot (erscheint in der Hardcore-Reihe: einige reiche Bengel erschießen im Wald den Hund eines alten Mannes. Dieser sieht rot.)

Manfred H. Krämer: Tod im Saukopftunnel (Taschenbuch-Ausgabe: Erster Band der Bergstraßen-Trilogie mit den Ermittlern Solo und Tarzan.)

Joe R. Lansdale: Der Gott der Klinge („Die Wiederentdeckung eines Klassikers – komplett überarbeit und mit sechs unveröffentlichten Geschichten, Vorwort von Dean Koontz“ schreibt der Verlag zur Neuveröffentlichung von „The Nightrunners“. Und ich sage nur: Danke!)

Kyle Mills: Global Warning (Mark Beamon, Leiter der Energieabteilung gegen Ökoterrorismus, jagt Terroristen, die mit einer Rohölfressenden Bakterie die weltweiten Ölreserven vernichten wollen. – Da stellt sich eine Frage: Noch nie etwas von alternativen Energiequellen gehört?)

George D. Shuman: Die Hand des Totes („Die Fortsetzung des Bestsellers 18 Sekunden“ schreibt der Verlag – und schließt damit alle Menschen, die den ersten Teil nicht gelesen haben, von der Lektüre aus. Aus meiner Sicht ist das nicht gerade die beste Werbestrategie.)

Rebecca Stott: Und Blut soll dich verfolgen (Taschenbuch-Ausgabe)

Januar

Gary Braver: Die Maske (In Boston wütet ein Serienkiller unter den schönen Frauen der Stadt. Detective Steve Markarian jagt ihn. Der Killer – Überraschung! – will Markarians Frau umbringen.)

Mary Higgins Clark: Und hinter Dir die Finsternis (Taschenbuch-Ausgabe)

William Landay: Strangler (Der Boston Strangler hat bereits dreizehn Frauen umgebracht. Da entschließen sich die verfeindeten Daley-Brüder dem Treiben ein Ende zu setzen. Denn der Boston Strangler hat schon zu viele ihrer Frauen umgebracht.)

Alexander McCall Smith: Gute Nachbarn in der 44 Scotland Street (ist wohl nicht gerade ein Krimi.)

Michael Morley: Spider (Taschenbuch-Ausgabe)

Alexandra von Grote: Mord in der Rue St. Lazare (Kommissar Maurice LaBréa sucht den Mörder eines bekannten Filmproduzenten.)

Alexandra von Grote: Tod an der Bastille (Kommissar Maurice LaBréa jagt einen Serienmörder. – Pünktlich zur Publikation strahlt das Erste die Verfilmungen aus.)

Februar

Jacques Berndorf: Bruderdienst (Taschenbuch-Ausgabe)

Andreas Brandhort: Äon (Journalist Vogler soll eine Reportage über einen Jungen, der Wunderheilungen vollbringt, schreiben. Als Vogler die Hintergründe recherchiert, stößt er auf eine Verschwörung, die – na, den Rest kennen wir.)

Andrew Britton: Der Agent (CIA-Agent Ryan Kealey muss mal wieder die Kohlen aus dem Feuer holen. Denn einer der gefährlichsten Terroristen der Welt hat in Pakistan die amerikanische Außenministerin entführt.)

Brent Ghelfi: Im Schatten des Kreml (Volkow soll im Auftrag des ‚General’ in Tschetschenien ein belastendes Video beschaffen. Weil das Buch in der Hardcore-Reihe erscheint, dürfte es für zartbesaitete Gemüter nichts sein.)

Duane Louis (Swierczynski): Letzte Order (Außerplanmäßige Dienstbesprechung. Der Chef sagt: „Wir sind eine Tarnfirma des CI-6, eines Geheimdienstes der Regierung. Und der Laden hier wird heute dichtgemacht. Ich werde euch nicht feuern. Ich werde euch töten.“ Tja, und dann geht’s in dem neuen Thriller des Autors von „Blondes Gift“ rund.)

Robert Ludlum: Die Bancroft-Strategie (Taschenbuch-Ausgabe)

Tom Wolfe: The Electric Kool-Aid Acid Test (hieß früher „Unter Strom“ und schildert den Ausflug von Tom Wolfe in die Welt der Hippies. Zusammen mit Ken Kesey und der Band „Merry Prankster“ reisten sie durch die USA und andere Sphären. Der aktuelle Anlass für die Wiederveröffentlichung dieses Klassikers des New Journalism ist die geplante Verfilmung des Buches von Gus Van Sant.)

März

Gilbert Adair: Ein stilvoller Mord in Elstree (Taschenbuch-Ausgabe)

Michael Connelly: Der Mandant (Taschenbuch-Ausgabe)

Vince Flynn: Die Bedrohung (Terroristen entführen die CIA-Chefin. Antiterror-Agent Mitch Rapp muss sie befreien.)

Daniel Kalla: Blutlüge (Die Polizei glaubt, dass der junge Arzt Ben Dafoe seine ehemalige Verlobte umgebracht hat. Dafoe muss den wahren Täter finden. Er glaubt, dass es sein tot geglaubter Zwillingsbruder ist.)

Stephen King (schreibt als Richard Bachman): Qual (Taschenbuch-Ausgabe)

Richard Laymon: Die Jagd (erzählt von der sechzehnjährigen Jody, die von einer Bande jugendlicher Killer gejagt wird.)

Zdral: Tartufo (Taschenbuch-Ausgabe)

April

Alex Berenson: Netzwerk des Todes (Zweites Werk des Edgar-Preisträgers: CIA-Agent Wells soll in Afghanistan herausfinden, wer die Taliban von außen unterstützt. Er entdeckt das titelgebende Netzwerk des Todes.)

Tom Clancy/Steve Pieczenik: Tom Clancys Net Force – Die Attacke (Terroristen besetzen hoch gesicherte Militärbasen. Die Net Force muss ran.)

John Grisham: Touchdown (Taschenbuch-Ausgabe)

James Sallis: Driver (Taschenbuch-Ausgabe)

Fett Kursiv: auf diese Werke freue ich mich am Meisten.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch

Mörderischer Herbst XI – rororo Taschenbuch


KrimiWelt-Bestenliste August 2008

Juli 26, 2008

Wie schon die Juli-Liste der KrimiWelt-Bestenliste ist auch die August-Liste von Neueinsteigern dominiert:

1 (6) John Harvey: Schlaf nicht zu lange

2 (4) Jenny Siler: Portugiesische Eröffnung

3 (-) Tana French: Grabesgrün

4 (5) Colin Cotterill: Dr. Siri und seine Toten

5 (-) Garry Disher: Niederschlag

6 (1) Matti Rönkä: Bruderland

7 (9) Rex Miller: Fettsack

7 (-) Richard Stark: Fragen Sie den Papagei

8 (-) Wolfgang Schorlau: Brennende Kälte

9 (-) Leonardo Padura: Der Nebel von gestern

In Klammern ist die Vormonatsplatzierung.


Mörderischer Herbst XI – rororo Taschenbuch

Juli 25, 2008

Gut, die rororo-Thriller-Reihe gibt es nicht mehr und seitdem die Krimis in das Mainstream-Programm ausgewandert sind, ist es auch bei Rowohlt mühsamer, die Krimiperlen zu finden (Joe R. Lansdale hatte ich im Mainstram-Programm vollkommen übersehen.).  Deshalb gibt es hier den Überblick über das Herbstprogramm:

August

Simon Beckett: Kalte Asche (Written in bone – Taschenbuch-Ausgabe)

Beat Glogger: Lauf um dein Leben (Science-Thriller über Gendoping im Profisport. Im Buch geht’s ums Laufen und die Olympiade, aber die täglichen Doping-Meldungen der Tour de France sind auch okay.)

Leena Lehtolainen: Wer sich nicht fügen will (Rivo Satakieli – Taschenbuch-Ausgabe des achten Falles von Kommissarin Maria Kallio)

Boris Meyn: Die Schattenflotte (Ein historischer Kriminalroman)

Joseph Thornborn: Das vierte Geheimnis (Il quartro segreto – und noch ein Vatikan-Thriller. Dieses Mal geht’s um das vierte Geheimnis von Fatima.)

Andrew Vachss: Der Fahrer (The getaway man – Ich hatte gedacht, Andrew Vachss wäre für den deutschen Buchmarkt gestorben. Und jetzt kehrt er nach einer vierjährigen Pause mit einer düsteren Gangstergeschichte zurück.)

September

Chris Mooney: Secret (The secret friend – Polizistin Darby McCormick sucht den Entführer und Mörder von zwei Harvard-Studentinnen. Da verschwindet die dritte Studentin.)

Roman Rausch: Das Mordkreuz (In seinem sechsten Fall beschäftigt sich der Würzburger Kommissar Killian mit dem geheimnisvollen Erscheinen einer Weißen Frau, die die Botin des Todes sein soll.)

Catherine Sampson: Furchtlos (Out of mind – Taschenbuch-Ausgabe)

Tatjana Ustinowa: Stirb, Brüderchen, stirb (Podruga osobogonaznachenija – Taschenbuch-Ausgabe)

Jacqueline Winspear: Maisie Dobbs – Das Haus zur letzten Ruhe (Maisie Dobbs – Taschenbuch-Ausgabe eines 1929 in London spielenden Krimis, der wahrscheinlich etwas falsch mit „Englands erste Detektivin ermittelt“ untertitelt ist.)

Oktober

Declan Hughes: Blutrivalen (The price of blood – In seinem dritten Fall soll Privatdetektiv Ed Loy einen verschwundenen Rennpferdetrainer finden.)

Liza Marklund: Nobels Testament (Nobels Testament – Taschenbuch-Ausgabe eines Abenteuers mit der Journalistin Annika Bengtzon)

Petra Oelker: Die Schwestern vom Roten Rathaus (Ein 1773 in Hamburg spielender Krimi.)

Norman Partridge: Die dunkle Saat (Dark Harvest – erhielt 2006 den Bram-Stoker-Preis und war für den World-Fantasy-Preis nominiert.)

Thomas Raab: Der Metzger muss nachsitzen (Taschenbuch-Ausgabe)

Maj Sjöwall/Per Wahlöö: Die Martin-Beck-Romane (Alle Sjöwall/Wahlöö-Romane erscheinen in neuer Übersetzung und mit Vorworten von bekannten Krimiautoren.)

November

Benjamin Black: Nicht frei von Sünde (Christine Falls – Taschenbuch-Ausgabe)

Petra Hammesfahr (Hrsg.): Zum Sterben schön (Weihnachtskrimis von Ingrid Noll, Jan Costin Wagner, Sandra Lüpkes, Leen Lehtolainen, Philip Kerr – Taschenbuch-Ausgabe)

Jilliane Hoffman: Vater unser (Plea of Insanity – Taschenbuch-Ausgabe)

Mons Kallentoft: Mittwinterblut (Midtvinterblot – Taschenbuch-Ausgabe)

Jan Seghers (Hrsg.): Der Tod hat 24 Türchen – Ein mörderischer Adventskalender (mit Geschichten von Friedrich Ani, Oliver Bottini, Gila Klönne, Jan Costin Wagner und anderen.)

Dezember

Gregory & Tintori: Das Auge Gottes (The Illumination – Reporterin Dana Landau entdeckt im Irak einen scheinbar wertlosen Talisman. Als deswegen Menschen sterben, will sie das Geheimnis des Steines herausfinden.)

Jilliane Hoffman: Cupido/Morpheus (Retribution/Last Witness – Zwei Krimis in einem Band)

Katherine John: Wehrlos (Midnight Murders – Zweiter Fall für Inspector Trevor Joseph. In einem alten Gebäude werden mehrere lebendig begrabene Frauenleichen gefunden und Trevor Joseph wird als Täter verdächtigt.)

Cormac McCarthy: Die Border Trilogie (fasst „All die schönen Pferde“, „Grenzgänger“ und „Land der Freien“ in einem Buch zusammen)

George Pelecanos: Der Totengarten (The Night Gardener – Ob Pelecanos bei seinem dritten Verlag [hoffentlich hab ich mich nicht verzählt] mehr Glück hat? Zu gönnen wäre es ihm und die von Rowohlt geplante Werbekampagne ist sicher hilfreich.)

Valerio Varesi: Die Schatten von Montelupo – Commissario Soneri kommt ins Grübeln (Le ombre di Montelupo – Taschenbuch-Ausgabe)

Janwillem van de Wetering: Der Freund, der keiner war (Beyond the Infinite – Kriminalnovelle)

Mila Wolf: Schandfleck (Ja, so sind die Dörfler. Statt friedlichem Landleben gibt es den Missbrauch von Minderjährigen und den Mord an einer Sechzehnjährigen. Da kann ich doch gleich in der bösen Großstadt bleiben.)

Januar

Jay Bonansinga: Todesschatten (Dark) (Perfect Victim – Vierter Thriller mit FBI-Profiler Ulysses Grove. Dieses Mal erfahren wir, dass Grove bestimmt ist, die Menschheit vor dem Verderben zu retten.)

David Hewson: Das zweite Leben (The promised land – Nach zwanzig Jahren wird David Bierce als unschuldig Verurteilter aus dem Gefängnis entlassen. Da geschieht ein weiterer Mord und wieder scheint David der Täter zu sein. Doch dieses Mal will er den wahren Täter finden. – Achten Sie auch auf den im Dezember bei Ullstein Taschenbuch erscheinenden, älteren Roman „Epiphanias“ von David Hewson.)

Alexander Köhl: Wundmale (Kommissar Basler wird wegen des Selbstmords einer jungen Frau in einer Spessartdorf geschickt. Bei seinen Ermittlungen stößt er neben Familiengeheimnissen auf religiösen Fanatismus und Aberglauben.)

Kate Pepper: Nur 15 Sekunden (Names of the Dead – Reporterin Darcy recherchiert eine Mafia-Story. Gleichzeitig wird sie von einem Stalker belästigt. Als er ein Video von einem Treffen von ihr mit einem Informanten ins Netz stellt, ist ihr Leben in Gefahr.)

Nana Rademacher: Seelenruh (In einem südbadischen Winzerdorf werden drei Frauen ermordet. Goldschmiedin Sina ermittelt „mit weiblicher Raffinesse und unkonventionellen Methoden“)

Karin Slaughter: Dreh dich nicht um/Schattenblume (A faint cold fear/Indelible – Zwei Krimis in einem Band)

Februar

J. M. Calder: Ich töte, was du liebst (And hope to die – Eine Serie von Kindesentführungen hält die Stadt in Atem. Lieutenant Solomon Glass steht vor einem Rätsel.)

Leena Lehtolainen: Du dachtest, du hättest vergessen (Kun luulit unohtaneesi – Taschenbuch-Ausgabe)

Chris Mooney: Missing (Remembering Sarah – Vor fünf Jahren verschwand Mike Sullivans Tochter spurlos. Als er versucht, einen sterbenden Ex-Priester zum Reden zu bringen, verschwindet ein weiteres Mädchen.)

Saskia Noort: Und hüte dich vor dem Bösen (De Eetclub – Taschenbuch-Ausgabe)

Thierry Serfaty: Phobie (Peur – Paris: Seltsame Selbstmorde beschäftigen Kommissar Flammand Erick. Er glaubt, dass ein Angsttherapeut sie in den Tod getrieben hat. – Allein die angekündigte Länge von 688 Seiten finde ich schon ziemlich abschreckend.)

März

Martha Grimes: Inspektor Jury küsst die Muse/Inspektor Jury bricht das Eis (The dirty duck/Jerusalem Inn – Zwei Krimis in einem Band)

Tom Harper: Der vergessene Tempel (Lost Temple – Kreta 1947: Glücksritter Sam Grant hat von einem sterbenden Archäologen ein Notizbuch erhalten. Als Grant plötzlich von britischen, amerikanischen und sowjetischen Agenten verfolgt wird, weiß er, dass er etwas Wertvolles in den Händen hat.)

Brad Kelln: Die Bibel der Toten (In tongues of the dead – Und noch ein Sakral-Thriller mit der katholischen Kirche als Bösewicht. Gut, dass Pater Benicio Valori berechtigte Zweifel hat.)

Philip Kerr: Das Janusprojekt (The one from the other – Taschenbuch-Ausgabe eines 1949 in München spielenden Krimis mit Bernie Gunther. Mitte Januar 2009 erscheint bei Wunderlich Hardcover der fünfte Bernie-Gunther-Roman „A quiet flame“ als „Das letzte Experiment“.)

Stefan Maelck: Tödliche Zugabe – Hank Meyer ermittelt (Taschenbuch-Ausgabe)

Jenniver Mc Mahon: Die Insel der verlorenen Kinder (Island of the lost girls – Ernestine fragt sich, ob ihr Freund Peter Kinder entführt.)

Gregg Olsen: Suspect – Tödlicher Verdacht (A cold dark place – Seltsame Sitte bei Rowohlt. Das mit den englischen Titeln bei den deutschen Ausgaben von englischen Werken, die in ihrer Heimat einen ganz anderen Titel haben. Oh, die Story: Detective Emily Kenyon jagt einen Serienkiller, der anscheinend ihre Tochter in seiner Gewalt hat.)

April

Kenneth Abel: Die Flut (Floaters – Mit „Köder am Haken“ und „Die Mauer des Schweigens“ hatte Kenneth Abel vor über zehn Jahren einen guten Start in Deutschland. Dann war lange Pause. In seinem neuesten Werk erzählt er eine Mafiageschichte, die während des Hurrikans Kathrina spielt.)

Simon Beckett: Obsession (Owning Jacob – Ben hat’s nicht leicht. Zuerst stirbt seine Frau Sarah. Dann muss er erfahren, dass sein autistischer Sohn Jacob nicht Sarahs Sohn ist. Sie hat ihn als Baby entführt. Ben beginnt – ganz schlechte Idee – die leiblichen Eltern von Jacob zu suchen.)

Anke Cibach: Der Tote vom Leuchtturm – Ein Fall für Tilde Janssen („Für alle, die skurille Kriminalromane lieben“, sagt der Verlag.)

Kevin O’Brien: Blutzeugen (One last scream – Die psychisch labile Amelia tötet in ihren Alpträumen ihre Familie. Da werden ihre Alpträume wahr und sie fragt sich, ob sie oder jemand anderes die Morde begangen hat.)

Mario Puzo: Der Sizilianer (The Sicilian – Neuausgabe)

Stefan Slupetzky: Lemmings Zorn – Lemmings vierter Fall (Babysitterin Angela ist tot. Lemming sucht ihren Mörder.)

P. J. Tracy: Spiel unter Freunden/Der Köder (Monkeywrench/Live Bait – Zwei Krimis in einem Band)

Fett Kursiv: Na, Sie wissen schon.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch