Die Macavity-Nominierungen

Juni 25, 2008

Mystery Readers International hat diese Werke für den Macavity Award 2008 nominiert:

Best Mystery Novel

Reed Farrel Coleman: Soul Patch

John Connolly: The Unquiet

David Corbett: Blood of Paradise

Deborah Crombie: Water like a Stone

Laura Lippman: What the Dead Know

Best First Mystery

Tana French: In the Woods

Joe Hill: Heart-Shaped Box

Lisa Lutz: The Spellman Files

Tim Maleeny: Stealing the Dragon

Matt Beynon Rees: The Collaborator of Bethlehem

Best Mystery Short Story

Donna Andrews: „A Rat’s Tale“ (EQMM, September-Oktober 2007)

Rhys Bowen: „Please Watch Your Step“ (The Strand Magazine, Frühling 2007)

Jon L. Breen: „The Missing Elevator Puzzle“ (EQMM, Februar 2007)

Beverle Graves Myers: „Brimstone P.I.“ (AHMM, Mai 2007)

Gillian Roberts: „The Old Wife’s Tale“ (EQMM, März-April 2007)

Best Mystery Non-Fiction

Barry Forshaw: Rough Guide to Crime Fiction

Jean Gould O’Connell: Chester Gould: A Daughter’s Biography of the Creator of Dick Tracy

Jon Lellenberg, Daniel Stashower, Charles Foley (Herausgeber): Arthur Conan Doyle: A Life in Letters

Lee Lofland: Police Procedure and Investigation: A Guide for Writers

Roger Sobin (Herausgeber): The Essential Mystery Lists: For Readers, Collectors, and Librarians

Sue Feder Memorial Historical Mystery

Rhys Bowen: Her Royal Spyness

Ariana Franklin: Mistress of the Art of Death

Jason Goodwin: The Snake Stone

Clare Langley-Hawthorne: Consequences of Sin

Joyce Carol Oates: The Gravedigger’s Daughter

Der Preis wird auf der Bouchercon verliehen.

(Dank an Sarah Weinman für die Info.)


Nominierungen für Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year Award und Nero Award

Juni 24, 2008

Ein kurzes Update der Nominierungslisten:

Auf die Longlist folgt die Shortlist Für den diesjährigen Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year Award liest diese sich so:

The Chemistry of Death, von Simon Beckett

Buried (Die Geliebte des Mörders), von Mark Billingham

A Tale Etched in Blood and Hard Black Pencil, von Christopher Brookmyre

The Death of Dalziel, von Reginald Hill

One Under, von Graham Hurley

Not Dead Enough, von Peter James

Relentless, von Simon Kernick

Dying Light (Die Stunde des Mörders), von Stuart MacBride

Blue Shoes and Happiness, von Alexander McCall Smith

The Tenderness of Wolves, von Stef Penney

Piece of My Heart, von Peter Robinson

Sovereign, von C.J. Sansom

Der Gewinner wird am Donnerstag, den 17. Juli, auf dem Harrogate Crime Writing Festival verkündet.

The Wolfe Pack hat die Liste der Nominierungen für den diesjährigen Nero Award veröffentlicht:

Glass Houses, von Jane Haddam

The Burnt House, von Faye Kellerman

In This Rain, von S.J. Rozan

Anatomy of Fear, von Jonathan Santlofer

In Secret Service, von Mitch Silver

Der Preis wird am Samstag, den 6. Dezember, auf dem Black Orchid Banquet in New York City vergeben.

Dank an The Rap Sheet für die Infos. Krimileser-Bernd hat sie bereits gepostet und bei Krimiblogger-Ludger finden sich die Preisträger des diesjährigen Lambda Award.


Die 100 besten Filmplakate

Juni 20, 2008

Anstatt fleißig vor dem Computer zu sitzen, habe ich heute (endlich) zwei neue Regale gekauft und musste natürlich sofort mit dem Einräumen beginnen. Gleichzeitig habe ich mit dem großen Frühjahrsputz begonnen. Ich weiß, ich bin da etwas spät dran, aber dafür sortiere ich jetzt leidenschaftslos ganz viel aus. Ganze Jahrgänge alter Zeitungen fliegen raus (es gibt ja das Internet). Aktenordner werden geleert (es gibt ja Bibliotheken – und wer will schon einen politikwissenschaftlichen Aufsatz von 1995 über die Internationalen Beziehungen lesen?). Nicht mehr benötigte Kataloge landen in der Papiertonne. Kleider und Computerzubehör (Braucht jemand eine alte Tastatur?) fliegen raus – und plötzlich ist die Wohnung wieder viel größer.

Bei dieser ganzen Arbeit hat ein Linktipp von Bill Crider meine müden Augen erfreut: TCCandler hat eine Liste mit den 100 besten Filmplakaten erstellt. Ein schönes Teil mit einer ungewöhnlichen Wahl für den ersten Platz. Denn:

A great poster should intrigue, shock, inspire & excite. It should be aesthetically beautiful or original. Above all, it should be so memorable that a single glance will be instantly recognizable.


R. i. P. Stan Winston, R. i. P. Esbjörn Svensson, Noir of the Week, Kurzgeschichten online, Doomsday zensiert

Juni 17, 2008

R. i. P. Stan Winston (7. April 1946 – 15. Juni 2008 )

Ihm verdanken wir die Spezialeffekte und das Make-Up in zahlreichen Horror- und Science-Fiction-Filmen, wie „Terminator“, „Aliens“, „Predator“, „Edward mit den Scherenhänden“, „Small Soldiers“, „Jurassic Park“, „A. I. – Künstliche Intelligenz“ und, zuletzt, „Iron Man“.

Die erste Meldung fand ich in „Film – Blogging The Reel World„. Weitere Meldungen/Nachrufe in der LA Times (Blog), Hollywood Reporter, Fox News (AP-Meldung),  und Filmjournalisten.

R. i. P. Esbjörn Svensson (16. April 1964 – 14. Juni 2008 )

Der Jazzpianist (e. s. t.) starb bei einem Tauchunfall.

Nachrufe gibt es bei Spiegel Online, Stern, Faz, Die Welt, Süddeutsche Zeitung, Titel-Magazin und bei All about Jazz (die Meldung und ein Video-Tribute).

Der Noir of the Week ist „Red Light“ (Rotes Licht, USA 1949).

Die Sommerausgabe von Spinetingler ist – unter anderem mit Geschichten von Steve Mosby und Allan Guthrie – online. Noch mehr Kurzgeschichten gibt es bei Demolition Magazine – New Pulp on the Web.

Und noch ein Film, den ich mir nicht im Kino ansehen werde: „Doomsday – Tag der Rache“ (GB 2008, Regie/Buch: Neil Marshall). In den harten Endzeitfilm dürfen nur Erwachsene gehen – aber auch die dürfen, wie Schnittberichte verrät, nicht alles sehen.


Zwei Hinweise

Juni 16, 2008

Bei The Rap Sheet fragt Patrick Lennon sich, wie das Verbrechen sich im Überwachungsstaat ändert. Oder anders formuliert: Wie wird in zwanzig, dreißig Jahren in Krimis über Verbrechen geschrieben werden? Er meint:

I’m not going to reflect in this post on whether these changes are right or wrong (though I do have strong views on these matters). I’m just saying, it’s happening. The result will be a situation where the investigation of crime and the policing of the public will move from being the traditional consensus-based process we are familiar with to an essentially automated system, focused on monitoring (to identify possible criminals before they act) and on the use of databases (to target them after they act).

The role of the state, and above all the police, will be truly revolutionized in Britain over the coming decade. No doubt our future law-enforcement officers will still have their personal crises and secrets, they’ll still drink, listen to music, and crack great one-liners. But they’ll be doing a fundamentally different job for a radically different employer. While we might mourn the inevitable extinction of the 20th-century British police detective, his or her replacement will be stacked with potential for writers of crime fiction.

Bei uns sieht es ähnlich aus und dieser Wandel wird bis jetzt kaum diskutiert.

Die letzten Tage habe ich „Damages“ (die gesamte Serie) und „Unschuldig (eine Folge, aber gefühlte zehn Folgen) gesehen. Während „Damages“ gut funktionierte, fragte ich mich bei der „Unschuldig“ immer wieder ‚Was soll das?‘. Ich hatte die letzte Folge „Chaostage“ gesehen. Die Story: Ein Mann hat seine lebenslange Haft für den Mord an einem Polizisten verbüßt. Jetzt will er, weil er nur noch wenige Wochen zu leben hat und sein Enkelkind kennenlernen will, seine Unschuld beweisen. Seine Tochter verweigert nämlich jeden Kontakt. Anwältin Dr. Anna Winter und ihr Team ermittelt. Dummerweise war mir die Motivation des Verurteilten vollkommen unklar. Warum hat er so lange geschwiegen? Warum will er jetzt, dass seine Unschuld bewiesen wird? Immerhin hat er seine Strafe verbüßt und seine Familie war ihm in den letzten Jahrzehnten herzlich egal. Warum will er jetzt seinen Enkel kennenlernen?

Und dann die Story. Ich fragte mich bei jedem Gespräch: Warum reden die Leute mit der Anwältin? Warum helfen sie der Anwältin Beweise für ihre Schuld zu finden (Ich sage nur: Demolieren der Hütte.)? Außerdem fehlten innerhalb der Ermittlungen die überraschenden Wendungen (Es ist nicht überraschend, wenn ein an Alzheimer erkrankter Mann sich an die Vergangenheit erinnert. Das ist das Normale. Überraschend wäre, wenn der Alzheimerkranke sich an sein letztes Essen erinnert.).

Lisa Kling schreibt zufällig über dieses Problem in „What it’s like“:

Your characters should always have a plan.  That plan can be changed or thwarted or abandoned in favor of a new plan, but they should never be directionless.

I wrestled with this very issue on a recent project.  My characters were investigating a crime.  They spent a while poking around, looking for clues, but it somehow felt flat.  Then I realized the problem – they didn’t have a theory.  So their investigation seemed random and flailing rather than purposeful.  I rewrote the sequence so that they were specifically investigating one suspect at a time.  They found exactly the same clues in exactly the same order, but their attitudes had changed.  Instead of “Aha, a clue, but what does it mean?”, they could say “Aha, this clue means it wasn’t Suspect A after all.  But it might point to Suspect B.”  Much stronger.  The same is true for medical investigations.  On any given episode of “House,” they’ll go through a dozen theories before hitting on the right answer.  But there’s always a working theory.

Uh, und nicht der Autor, sondern der Zuschauer muss diesen Plan (also das Ziel von jedem Charakters in einer Szene) kennen. In „Damages“ ist das den Drehbuchautoren sehr gut geglückt.


Das Buch, das Sie lesen müssen #7: Ross Thomas: Chinaman’s Chance

Juni 14, 2008

Bei The Rap Sheet empfiehlt Krimi-Autor Tim Maleeny in der Reihe „The Book you have to read“ „Chinaman’s Chance“ von Ross Thomas:

I’d tell you the real reason to read this novel is that it’s an absolute delight from the first page. The dialogue is laugh-out-loud funny, the plot as twisted as the characters. This book can be read more than once and never gets old.

Ross Thomas paved the way for many contemporary writers who bring velocity to their plots without losing a third dimension from their characters. If you love mysteries and thrillers and want the best of both in a single novel, pick up Chinaman’s Chance.

Dank des Alexander Verlages können wir auch die deutsche Übersetzung „Umweg zur Hölle“ genießen – und dann die weiteren Ross-Thomas-Romane lesen. Vor wenigen Wochen erschien „Teufels Küche“ (Missionary Stew, 1983).


Neu im Kino: You kill me

Juni 12, 2008

You kill me (You kill me, USA 2007, R.: John Dahl)

Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely

Nach „Brügge sehen…und sterben“ ist „You kill me“ innerhalb weniger Wochen die zweite schwarze Komödie über einen Killer in der Fremde. Dieses Mal wird Sir Ben Kingsley, der den Alki-Killer Frank Falenczyk spielt, von seinem Boss von Buffallo, New York, in das sonnige San Francisco geschickt. Dort soll er bei den Anonymen Alkoholikern den dringend nötigen Entzug machen. Überflüssig zu sagen, dass das zu einigen tödlichen Verwicklungen und einer Liebesgeschichte führt.

(Anmerkung: Vielleicht ist es nur Zufall, aber Krimiautor Lawrence Block wurde in Buffalo, New York geboren, er schreibt eine Serie über einen Alkoholiker und eine über einen Killer. Vielleicht auch nicht.)

Mit Sir Ben Kingsley, Téa Leoni, Luke Wilson, Philip Baker Hall, Dennis Farina, Bill Pullman, Al Corley

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „You kill me“

Eye for Film: Interview mit John Dahl

Underground Online: Interview mit John Dahl

Salon.com: Interview mit John Dahl (inclusive Podcast)

Moving Pictures: Interview mit John Dahl (Video)


Splitter – und der Last Laugh Award

Juni 11, 2008

Den Last Laugh Award 2008 für den besten witzigen 2007 in England veröffentlichten Kriminalroman erhielt

Murdering Americans, von Ruth Dudley Edwards

Nominiert waren

The Big O, von Declan Burke

The Good Thief’s Guide to Amsterdam, von Chris Ewan

Hard Man, von Allan Guthrie

Silent in the Grave, von Deanna Raybourn

Angel’s Share, von Mike Ripley

The Herring Seller’s Apprentice, von L.C. Tyler

What’s So Funny?, von Donald E. Westlake

Guthrie als witziger Autor? Unter dem Aspekt habe ich ihn bis jetzt nicht gelesen.

Die zweite Ausgabe von Plots with Guns ist online.

Bei PDFscreenplays sind diese Drehbücher neu online:

Gustin Nash: Charlie Bartlett (Komödie mit Robert Downey Jr., deutscher Kinostart ist am 26. Juni)

James Gray: We own the night (unterschätztes, gut besetztes Krimidrama – leiht euch die DVD aus!)

Ivan Goff/Ben Roberts: White Heat (Gangsterfilmklassiker mit James Cagney; deutsche Verleihtitel sind „Sprung in den Tod“ und „Maschinenpistolen“)

Frank Darabont: Indiana Jones and the City of the Gods (Yeah, jetzt kann die Frage beantwortet werden, ob George Lucas Recht hatte, als er dieses Buch nicht verfilmte.)

Am 27. Mai schreibt Watching-the-detectives-Dieter, er werde für einige Tage verschwinden und sich überlegen, wie es mit Wtd weitergehen soll. Doch anstatt der angekündigten Pause gibt es das.

Am Donnerstag läuft „The Happening“, der neue Film von „The Sixth Sense“-Regisseur M. Night Shyamalan gekürzt in den deutschen Kinos an. Tja, da hab ich wieder Geld gespart.

Auch heute Abend läuft bei Pro 7 wieder um 20.15 Uhr „Unschuldig – Für die Wahrheit ist es nie zu spät“, die neue, mehrfach ausgezeichnete Krimiserie mit Alexandra Neldel, vor einem durchaus überschaubaren Publikum (vor allem, wenn jetzt bei der Konkurrenz Fußballspiele gezeigt werden). Trotzdem wird die Serie fortgesetzt. Allerdings nicht im 45-minütigen Format, sondern als Spielfilmreihe.

Lee Goldberg war von dem neuen Indiana-Jones-Film nicht begeistert und der neue James-Bond-Roman hat ich auch nicht gefallen. (Ken Levine ist vom Indiana-Jones-Film auch nicht begeistert. John August ebenso.)

Bleiben wir noch eine Moment bei John August und seinen „Lessons for the summer, so far„:

I was often at a loss to say why Indy was doing what he was doing. (…) It’s this kind of granular motivation I’ve written about before. It’s not psychoanalysis. It’s making sure the audience understands what’s happening in any given moment, so they can anticipate what might happen next. Without this ability to anticipate, the audience is just flung around helplessly, wondering why the great Indiana Jones is just standing there watching special effects.The lesson: Every scene, every moment, ask the question: What is my hero doing, and why? If it’s not obvious, stop and rethink it.

Auf diese Seite wollte ich schon lange hinweise: Aktionsbündnis für faire Verlage. Das Bündnis wendet sich gegen Druckkostenzuschussverlage.


Hammett-Preis 2008 vergeben

Juni 8, 2008

Die nordamerikanische Sektion der International Association of Crime Writers hat ihren diesjährigen Hammett-Preis an

The Outlander, von Gil Adamson

vergeben.

Nominiert waren außerdem

The Yiddish Policemen’s Union: A Novel (Die Vereinigung jiddischer Polizisten), von Michael Chabon

End Games: An Aurelio Zen Mystery (Sterben auf Italienisch), von Michael Dibdin

Dahlia’s Gone: A Novel, von Katie Estill

Stalin’s Ghost: An Arkady Renko Novel (Stalins Geist), von Martin Cruz Smith

Der Hammett wird an einen literarisch außergewöhnlichen Kriminalroman vergeben. Die diesjährigen Juroren waren Gary Giddins, Michael Posner, Luanne Rice.

Weitere Infos zu den Büchern finden sich bei Krimileser Bernd. Die Pressemitteilung zur Preisverleihung bei The Gumshoe Site (Jiro Kimura).


Arthur-Ellis-Preis 2008 vergeben

Juni 6, 2008

Die Crime Writers of Canada haben zum fünfundzwangzigsten Mal den Arthur-Ellis-Preis vergeben. Die glücklichen Gewinner sind:

Best Novel:

Trumpets Sound No More, von Jon Redfern

Nominiert

No Time for Goodbye, von Linwood Barclay

Snow Candy, von Terry Carroll

A Journeyman to Grief, von Maureen Jennings

The Cruellest Month, von Louise Penny

Best First Novel:

García’s Heart, von Liam Durcan

Nominiert

The Line Painter, von Claire Cameron

Big City, Bad Blood, von Sean Chercover

Blood of Dreams, von Susan Parisi

The Silk Train Murder, von Sharon Rowse

Sucker Punch, von Marc Strange

Best Non-fiction

One Child at a Time: The Global Fight to Rescue Children from Online Predators, von Julian Sher

Nominiert

Enter the Babylon System, von Rodrigo Bascunan/Christian Pearce

The Last to Die: Ronald Turpin, Arthur Lucas, and the End of Capital Punishment in Canada, von Robert J. Hoshowsky

The War on Women: Elly Armour, Jane Hurshman, and Criminal Violence in Canadian Homes, von Brian Vallée

Where War Lives, von Paul Watson

Best Short Story

Turners, von Leslie Watts (Kingston Whig-Standard, July 7, 2007)

Nominiert

Eight Lords A’Leaping, von Vicki Cameron (in Sue Pike, Hrsg.: Locked Up)

Wreckwood, von Maureen Jennings (in Caro Soles, Hrsg.: Blood on the Holly)

The Hounds of Winter, von D.J. McIntosh (in Blood on the Holly)

As Long as We Both Shall Live, von Rick Mofina (in Blood on the Holly)

Best Juvenile

Eye of the Crow, von Shane Peacock

Nominiert

Racing for Diamonds, von Anita Daher

Spider’s Song, von Anita Daher

I.D., von Vicki Grant

The Night Wanderer, von Drew Hayden Taylor

Best Crime Writing in French

Tsiganes, von Mario Bolduc

Nominiert

Le Cercle des Pénitents, von Johanne Seymour

GHB: Grossier, Horrible et Bête, von Pierre H. Richard

Epidermes, von Diane Vincent

Scènes de Crimes: Enquêtes sur le Roman Policier Contemporain, von Norbert Spehner

Best Unpublished First Crime Novel (the Unhanged Arthur)

The Witch of Babylon, von D.J. McIntosh

Nominiert

Mummer’s the Word, von Patricia Flewwelling

The Paris Letters, von Amy Tector

Condemned, von Kevin Thornton

(Dank an The Rap Sheet für die Infos)


Einige sachdienliche Hinweise

Juni 5, 2008

Noir of the Week nimmt sich diese Woche „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“ von Alfred Hitchcock (Drehbuch: Alec Coppel, Samuel Taylor, nach dem gleichnamigen Roman von Pierre Boileau und Thomas Narcejac) in zwei Teilen vor.

Die Juni-Ausgabe von The Big Thrill, dem Magazin der International Thriller Writers (ITW) ist online. Unter anderem mit Hinweisen auf die neuen Werke von James Patterson/Howard Roughan, Clive Cussler, Raymond Benson, Meg Gardiner, Heather Graham, Phillip Margolin und Mike Lawson (dessen Debüt demnächst auf Deutsch erscheint) und längeren Artikeln über Lee Child, Janet Evanovich, Jon Land und Kathy Reichs.

Die Juni-Ausgabe der Krimi-Couch ist ebenfalls online. Dieses Mal werden unter anderen die neuen Werke von Ross Thomas, David Ellis, Ilkka Remes, Friedrich Ani (der zweite Seher-Roman), Egon Eis,  Matti Rönkä, Patricia Cornwell, Donn Cortez (ein CSI-Miami-Roman) und Cornelia Read besprochen.

Alan Furst redet mit der LA Times (Scott Timberg) über seinen neuen Roman „The Spies of Warsaw“. Er spielt wieder in den Dreißigern.

F. Paul Wilson (zuletzt „Das Höllenwrack„) hat in den USA einen neuen Roman mit Repairman Jack (aka Handyman Jack) veröffentlicht. Allerdings widmet er sich jetzt der Jugend (oder der Zeit als Repairman Jack noch nicht Repairman Jack war) und es ist für eine jüngere Leserschaft. „Jack: Secret Histories“ heißt das Werk und F. Paul Wilson schreibt dazu:

It’s 1983. The Atari 5200 is the hot videogame console and Star Wars Death Star Battle is the hot game; the Apple ][+ with a whole 48K of RAM is state of the art in home computing; everyone’s twisting a Rubik’s cube.

And a fourteen-year-old boy is beginning to explore the talents that will lead him to become a man known as Repairman Jack.

Never saw myself writing for kids, especially since I already have a fair number of teen readers, mostly sixteen and up. But a motley array of forces converged to goose me into writing a novel geared toward the under-fifteen crowd – a so-called Young-Adult novel.

I say “so-called” because the writing process wasn’t much different from my adult work and the style is virtually identical. I’ve striven over the years for a clean, lean style, tailored to the pace of the thrillers I write. Now, to my delight, I find it fits a younger audience equally well. At least that’s what a focus group showed: Kids who often took up to a month to finish a book were polishing off Jack: Secret Histories over a weekend and looking for more.

But what surprised me most was how much fun I had. I delighted in peeking into Jack’s past and populating it with people who would play parts in his later life, or arranging cameos of characters from other novels. The books practically wrote themselves. I’d agreed to write three and I had drafts of the second and third done before the first’s pub date. Like taking dictation.

Best of all was looking at the world again through fourteen-year-old eyes. I remember my own last summer before high school as a turning point in my life, so that was where I chose to begin Jack’s story. Since I’d already established his birth year as 1969, I pretty much had to set the story in 1983. Not a bad year – lots of new technology, disco was dead, and MTV was on the rise.

As luck would have it, I’d already placed Jack’s hometown in Burlington County, which juts into the mysterious and fabled Jersey Pine Barrens. Perfect. It all came together in a glorious crash. I could work all sorts of magic in a million acres of wilderness with places no human eyes have ever seen, where strange lights jump from tree to tree and the Jersey Devil supposedly roams. I peopled his town with weird characters and places – like an old woman (with a dog) who’s supposedly a witch, and the town drunk who’s rumored to be able to heal with a touch but always wears gloves, and USED, the store that sells old…stuff.

From his start many years ago in The Tomb, I made of point of giving the adult Jack an Everyman background. He’s not an ex Navy SEAL or former CIA black-ops agent, just a guy from New Jersey who dropped off the radar and taught himself a few tricks. But he has an innate knack for manipulating people and situations to his advantage. (Of course, if that doesn’t work, he has his trusty Glock.) Here was a chance to show him discovering his talents.

As I said: Like taking dictation.

If comments on repairmanjack.com are any indication, adult Repairman Jack fans are lined up, waiting to dive in. As for the rest of you, no matter what your age, if you enjoy reading Jack: Secret Histories half as much as I enjoyed writing it, you’re in for a treat.

Noch nicht genug? Hm, wie wäre es mit einigen Drehbüchern von pdfScreenplays aus der Abteilung „Exclusives!“:

Billy Wilder/I. A. L. Diamond: The Apartment (Undated Draft)

Dan Akroyd/John Landis: The Blues Brothers (Unspecified Draft)

Ernest Tidyman/William Friedkin:  The French Connection (Revised Draft, 26. April 1971)

H. Seitz: Insomnia (Unspecified Draft, 2. Mai 2000)

Fritz Lang/Thea von Harbou: M (Undated, unspecified Draft – ist auf Englisch)

Andrew Kevin Walker: Se7en (Production Draft, 8. August 1994)

Graham Greene: The third man (Undated, unspecified Draft)


Die Dagger-Nominierungen 2008

Juni 4, 2008

Am Wochenende wurden bereits einige der Nominierten genannt. Aber ich wollte abwarten, bis die CWA (Crime Writers‘ Association) die vollständige Liste veröffentlicht – und sie sieht so aus:

The Duncan Lawrie Dagger 2008

James Lee Burke: The Tin Roof Blowdown

Colin Cotterill: Coroner’s Lunch

Frances Fyfield: Blood from Stone

Steve Hamilton: Night Work

Laura Lippman: What the Dead Know

RN Morris: A Vengeful Longing

The Duncan Lawrie International Dagger 2008

Andrea Camilleri (Italien): The Patience of the Spider (übersetzt von Stephen Sartarelli)

Stieg Larsson (Schweden): The Girl with the Dragon Tattoo (übersetzt von Reg Keeland)

Dominique Manotti (Frankreich): Lorraine Connection (übersetzt von Amanda Hopkinson und Ros Schwartz)

Martin Suter (Deutschland): A Deal with the Devil (übersetzt von Peter Millar)

Fred Vargas (Frankreich): This Night’s Foul Work (übersetzt von Sîan Reynolds)

Ian Fleming Steel Dagger

Mo Hayder: Ritual

Gregg Hurwitz: I See You

Michael Robotham: Shatter

Tom Rob Smith: Child 44

David Stone: The Echelon Vendetta

Gold Dagger for Non-Fiction

Kester Aspden: Nationality: Wog – The Hounding of David Oluwale

Francisco Goldman: The Art of Political Murder: Who Killed Bishop Gerardi

David Rose: Violation

Duncan Staff: The Lost Boy

Kate Summerscale: The Suspicions of Mr Whicher

Peter Zimonjic: Into the Darkness

John Creasey (New Blood) Dagger

Zoë Ferraris: The Night of the the Mi’raj

Elena Forbes: Die With Me

Caro Ramsey: Absolution

Matt Rees: The Bethlehem Murders

Tom Rob Smith: Child 44

Dagger in the Library

Elizabeth Corley

Andrew Martin

Denise Mina

Craig Russell

CJ Sansom

Chris Simms

Short Story Dagger

Robert Barnard: Provenance (aus Maxim Jakubowski, Hrsg.: The Mammoth Book of Best British Mysteries)

Michael Connelly: One Dollar Jackpot (aus Otto Penzler, Hrsg.: Dead Man’s Hand)

Martin Edwards: The Bookbinders Apprentice (aus Maxim Jakubowski, Hrsg.: The Mammoth Book of Best British Mysteries)

Laura Lippman: One true love (aus Otto Penzler/Carl Hiaasen, Hrsg.: Best American Mystery Stories 2007)

Danuta Reah: Glazed (aus Mitzi Szereto, Hrsg.: Getting Even: Revenge Stories)

Debut Dagger

(Noch nicht veröffentlicht, aber vielleicht demnächst)

Amer Anwar: Western Fringes

Belinda Bauer: Blacklands

Russell Colman: Desert Storm

Peter Dewar: The Eclipse of Lilith

Bill Harrison: Nite Lite

Alison Marlow: The Stench of Lilies

James Oswald: The Book of Souls

Susan Schaab: Wearing the Spider

Ian Simpson: Devils and Disciples

PJ Watson: All the Wrong People

Diamond Dagger

Sue Grafton

Die Preisverleihung ist am Donnerstag, den 10. Juli, im Londoner Four Seasons Hotel (Park Lane).


Die Anthony Nominierungen 2008

Juni 2, 2008

Die Nominierungen für den diesjährigen Anthony sind draußen. Er wird auf der Bouchercon von Bouchercon-Besuchern gewählt und am 12. Oktober im Sheraton Center City in Baltimore von Mark Billingham verliehen.

Und wer kann gewinnen?

Best Novel

Tin Roof Blowdown, von James Lee Burke

Bad Luck and Trouble, von Lee Child

The Watchman, von Robert Crais

Thunder Bay, von William Kent Krueger

What the Dead Know, von Laura Lippman

.-

Best First Novel

Big City, Bad Blood, von Sean Chercover

In the Woods, von Tana French

The Spellman Files, von Lisa Lutz

Head Games, von Craig MacDonald

The Blade Itself (Der Blutzeuge), von Marcus Sakey

Best Paperback Original

Queenpin, von Megan Abbott

Slide, von Ken Bruen and Jason Starr

Blood of Paradise, von David Corbett

Bavon Shark’s Beaumont Blues, von Robert Fate

A Thousand Bones, von P.J. Parrish

Best Short Story

Please Watch Your Step, von Rhys Bowen (The Strand Magazine, Spring 2007)

Dear Dr. Watson, von Steve Hockensmith (Ellery Queen Mystery Magazine, February 2007)

How Stella Got her Grave Back, von Toni L.P. Kelner (aus Many Bloody Returns, herausgegeben von Charlaine Harris and Toni L.P. Kelner)

Hardly Knew Her, von Laura Lippman (aus Dead Man’s Hand, herausgegeben von Otto Penzler)

Uncle, von Daniel Woodrell (aus A Hell of A Woman: An Anthology of Female Noir, herausgegeben von Megan Abbott)

Best Critical Non-fiction

Arthur Conan Doyle: A Life in Letters, von Jon Lellenberg, Daniel Stashower, Charles Foley

The Essential Mystery Lists, zusammengestellt von Roger Sobin

The Triumph of the Thriller: How Cops, Crooks, and Cannibals Captured Popular Fiction, von Patrick Anderson

Deviance in Contemporary Crime Fiction, von Christiana Gregoriou

Special Services Award

Jon and Ruth Jordan, Crimespree Magazine

Ali Karim, Shots

Maddy Van Hertbruggen, 4 Mystery Addicts

Sarah Weinman, Confessions of an Idiosyncratic Mind

Judy Bobalik, “for being one of the best friends and supporters of mystery writers anywhere.”

Best Web Site

Confessions of an Idiosyncratic Mind, von Sarah Weinman

The Rap Sheet/January Magazine, herausgegeben von J. Kingston Pierce

Murderati, a writers’ blog

Stop, You’re Killing Me!, herausgegeben von Stan Ulrich und Lucinda Surber

Crime Fiction Dossier, von David Montgomery

Lifetime Achievement Award

Robert Rosenwald und Barbara Peters: The Poisoned Pen bookstore in Phoenix, Arizona, und Poisoned Pen Press

(Dank an The Rap Sheet für die Infos)


Die Barry-Nominierungen 2008

Juni 2, 2008

Deadly Pleasures Mystery Magazine hat die Nominierungen für den diesjährigen Barry veröffentlicht. Die Gewinner werden auf der Bouchercon in Baltimore (9. – 12. Oktober) verkündet.

Best Novel (published in the U.S. in 2007)

Soul Patch, von Reed Farrel Coleman

The Unquiet, von John Connolly

Down River, von John Hart

Dirty Martini, von J.A. Konrath

What the Dead Know, von Laura Lippman

Red Cat, von Peter Spiegelman

Best First Novel (published in the U.S. in 2007)

Missing Witness, von Gordon Campbell

Big City, Bad Blood, von Sean Chercover

In the Woods, von Tana French

The Spellman Files, von Lisa Lutz

The Collaborator of Bethlehem, von Matt Beynon Rees

The Blade Itself (Der Blutzeuge), von Marcus Sakey

Best British Crime Novel (published in the U.K. in 2007, not necessarily written von a British writer nor set in the U.K.)

A Quiet Belief in Angels, von R.J. Ellory

Pig Island, von Mo Hayder

One Under, von Graham Hurley

The Death List, von Paul Johnston

The 50/50 Killer (Der 50/50 Killer), von Steve Mosby

Damnation Falls, von Edward Wright

Best Paperback Original

Queenpin, von Megan Abbott

Black Widow Agency, von Felicia Donovan

Choke Point, von Jay MacLarty

The Mark, von Jason Pinter

Wash This Blood Clean from My Hand, von Fred Vargas

Who Is Conrad Hirst?, von Kevin Wignall

Best Thriller

No Time for Goodvone, von Linwood Barclay

The Cleaner, von Brett Battles

The Watchman, von Robert Crais

Volk’s Game, von Brent Ghelfi

Silence, von Thomas Perry

Midnight Rambler, von Jim Swain

(Dank an The Rap Sheet für die Infos)


KrimiWelt-Bestenliste Juni 2008

Mai 31, 2008

Was gibt’s am letzten Wochenende im Monat? – Richtig, die Bestenliste der KrimiWelt. Für den Juni haben die Kritiker diese internationale Liste erstellt:

1 (-) Matti Rönkä: Bruderland

2 (1) Robert Littell: Die Söhne Abrahams

3 (-) Allan Guthrie: Abschied ohne Küsse

4 (8 ) Matt Beynon Rees: Der Verräter von Bethlehem

5 (5) David Peace: 1983

6 (4) Lawrence Block: Verluste

7 (2) Lee Child: Sniper

8 (7) Marek Krajewski: Festung Breslau

9 (-) Magdalen Nabb: Vita Nuova

10 (10) Stuart MacBride: Der erste Tropfen Blut

Allan Guthrie ist ein Wiedereinstieg; in der Klammer ist immer die Platzierung vom Vormonat.

Der Stuart MacBride liegt immer noch ungelesen bei mir herum. Andere Bücher, wie der neue John Harvey „Schlaf nicht zu lange“ (empfehlenswert) oder Sebastian Faulks Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (erster Eindruck: naja bis mau; nach einem guten Anfang wird’s zunehmend zäh), waren wichtiger.

Den Littell finde ich etwas überbewertet. Beim Rönkä reißt es letztendlich die Sprache heraus. Child und Block liefern die gewohnte Qualität. Peace schließt sein Red Riding Quartet gewohnt brachial ab. Guthrie ist eine spannende neue Stimme für die Freunde des Gangsterromans. Wenn Sie Ted Lewis mögen, sollten sie unbedingt Guthrie anlesen.

Meine Besprechung der hier erwähnten Bücher von Lawrence Block und Allan Guthrie gibt es demnächst in der Juni-Spurensuche bei den Alligatorpapieren.


Ian Fleming hat Geburtstag, Neuer Bond-Roman veröffentlicht

Mai 28, 2008

In England sind die Medien schon seit Wochen im Ian-Fleming-Fieber (The Rap Sheet bietet einen guten Überblick). Höhepunkt war heute mit dem hundertsten Geburtstag von Bond-Schöpfer Ian Fleming und der weltweiten Veröffentlichung des neuen (und ersten) James-Bond-Romans „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care) von Sebastian Faulks. Die ersten Seiten lesen sich ganz gut (das heißt: es gibt demnächst eine Besprechung).

Davor stelle ich die heute erschienenen Geburtstagsartikel zusammen: Frankfurter Rundschau, Morgenpost, Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel, Die Welt, Thüringer Allgemeine, Focus, Berliner Literaturkritik und 3sat. Bereits am Wochenende erschien in der NZZ eine Würdigung.

Spiegel Online über die Vorstellung von Faulks Roman in London (Wie der Spiegel darauf kommt, dass „Der Tod ist nur der Anfang“ der 15. Bond-Roman ist, kann ich mir nur mit einem vollständigen Ignorieren von allen nicht von Ian Fleming geschriebenen Bond-Romanen erklären). Über das gleiche Ereignis, aber informativer ist der Focus.

Die Welt hält den Roman (Woher haben die ihr Vorabexemplar erhalten?) für nicht gut: Der Geheimagent such den Anschluss an unsere Gegenwart – und wirkt doch ziemlich altmodisch.

Sarah Weinman hat einige Kritiken gesammelt.


R. i. P. Sydney Pollack

Mai 27, 2008

(1. Juli 1934 – 26. Mai 2008 )

Gestern starb Regisseur Sydney Pollack nach langer Krankheit im Kreis seiner Familie. Er lernte sein Handwerk beim Fernsehen und war als Spielfilmregisseur bekannt für gute Mainstream-Filme, in denen die Geschichte und die Schauspieler im Mittelpunkt stehen. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuß“ (They shoot horses, don’t they?), „Jeremiah Johnson“, „Yakuza“ (The Yakuza), „Die drei Tage des Condors“ (Three days of the Condor), „Tootsie“, „Jenseits von Afrika“ (Out of Africa), „Die Firma“ (The Firm) und „Die Dolmetscherin“ (The Interpreter).

In den Neunzigern trat er auch eine Male in prägnanten Nebenrollen auf. In Stanley Kubricks letztem Film „Eyes Wide Shut“ spielte er Victor Ziegler. In Tony Gilroys Debüt „Michael Clayton“ Marty Bach.

Nachrufe gibt es bei Spiegel Online (und jetzt auch ein längerer Nachruf von Christian Buß), NZZ (AP-Meldung), Süddeutsche Zeitung, FAZ, New York Times (Michael Cieply) und weitere werden folgen.

Nachtrag: BR hat sein Programm geändert. Statt dem angekündigten Mankell-Film läuft um 23.25 Uhr die Romanze „Cherie Bitter – So wie wir waren“ (The Way we were, USA 1973) mit Barbara Streisand und Robert Redford (James Woods hat eine Nebenrolle). Das Drehbuch ist von Arthur Laurents (nach seinem Roman) und Regie führte natürlich Sydney Pollack.


Überraschung

Mai 21, 2008

Das Hohe Gericht hat entschieden: Andrea Maria Schenkels „Tannöd“ ist kein Plagiat.

Wir gratulierem dem erfolglosen Kläger für diese Posse.


Hinweise: Boll, Lehtolainen und Schätzing

Mai 19, 2008

Uwe Boll ist in der New York Times. Schöner Artikel über das Lieblingshassobjekt der Gamer-Szene. Die sind sich nur beim Boll-Bashing einig. Dabei sind seine Filme nicht so schlecht, obwohl sie natürlich auch nicht gut sind. Trash eben.

Leena Lehtolainen ist in der taz.

Und RTL hat die Frank-Schätzing-Verfilmung „Die dunkle Seite“ online gestellt. Kann sein, dass der Link, wegen dem gewalttätigen Inhalt, nur zu bestimmten Uhrzeiten (hab was von ab 20.00 Uhr gelesen) funktioniert. Die ersten Minuten fand ich wegen der Kameramätzchen, den Dialogen und dem loftartigen Büro der Privatdetektivin (Die Tage, dass der Privatdetektiv in einem schmuddeligen kleinen Büro sitzt, sind im deutschen Fernsehen vorbei. Hier hat sie ein Büro vom Ausmaß einer Lagerhalle und Designermöbel bis zum Abwinken.) nicht überzeugend.

RTL zeigt am Donnerstag, den 22. Mai, um 20.15 Uhr die nächste Schätzing-Verfilmung „Mordshunger“ – und die Kritiker sagen einhellig, dass sie schlechter als „Die dunkle Seite“ ist. Hm, dann kann ich mir in aller Ruhe die ersten DVDs der „Film Noir“-Reihe von Koch Media ansehen. Raymond Chandlers „Die blaue Dahlie“ (mit Veronika Lake) ist dabei.


Dutzende neuer Drehbücher online

Mai 14, 2008

PDFscreenplay ist eine neue, schnell wachsende Seite von einem Filmstudenten, der Drehbücher im pdf-Format online stellt. In diesem Format kann dann die Struktur eines Films analysiert werden. Sie finden dort unter anderem die Drehbücher, teils frühe Versionen, teils die Drehversion, von – Ach, dank Copy&Paste gibt es die gesamte Liste der zuletzt online gestellten Werke:

Screenplays
3:10 To Yuma September 15, 2004 Draft (as Contention). Thanks to JBM. (Außerdem gibt es die 2007-Fassung)
Adventureland Thanks to David J.
Atonement
Avengers Thanks to David J.
Bank Job, The Thanks to Anonymous.
Beowulf
Black Rain Thanks to David J.
Bourne Ultimatum, The
Brothers Bloom, The Thanks to weneedahobby.com
Burn After Reading Thanks to Doc McPhearson.
Comebacks, The Thanks to N2x.
Crimson Tide Thanks to David J.
Days of Thunder Thanks to David J.
Dogma Thanks to David J.
Gladiator Thanks to David J.
Happening, The (aka The Green Effect) Thanks to David J.
How to Lose Friends and Alienate People Thanks to Sean.
I Am Legend Thanks to JBM.
Idiocracy (aka 3001) Thanks to David J.
Iron Man Thanks to JBM.
Jennifer’s Body Thanks to David J.
Lions for Lambs Thanks to JBM.
Lust, Caution Thanks to David J.
Meet the Parents Thanks to David J.
Miracle at St. Anna Thanks to David J.
Mist, The December 5, 2006 Second Revised Draft. Thanks to Anonymous.
National Treasure: Book of Secrets Thanks to JBM.
New World, The Thanks to David J.
Nottingham Thanks to David J.
Rocket Science Thanks to David J.
Savages, The Thanks to David J.
Speed Racer Thanks to JBM.
Starting Out in the Evening Thanks to David J.
Strangers, The Thanks to N2x.
Sweeny Todd Thanks to David J.
Synecdoche, New York Thanks to David J.
Talk to Me Thanks to David J.
Things We Lost in the Fire Thanks to David J.
Unborn, The Thanks to ToddyWoddy.
Valkyrie Thanks to David J.
Wackness, The Thanks to David J.
Watchmen
– David Hayter Third Draft.
– Alex Tse draft.
Wrestler, The Thanks to David J.
Yes Man Thanks to David J.
Zodiac (aka Chronicles) Thanks to David J.

Treatments
Alien II (aka Aliens) Thanks to David J.

TV Shows
Pushing Daisies Pilot. Thanks to miken.
Twin Peaks Pilot. Thanks to David J.

Unproduced
Brigands of Rattleborge, The Thanks to N2x.
Cortes
Crowded Room, A Thanks to David J.
Halo Thanks to David J.
Manhattan Ghost Story Thanks to Jonny Atlas.
Revenge of the Nerds (2005 Version) Thanks to N2x.
Sgt. Rock Thanks to David J.

Von „Jumper“ sind zwei Versionen online, von „Master und Commander“ und „The Mist“ jeweils eine und, auf der „TV Shows“-Seite, die volle Ladung „Twin Peaks“.

Herz, was begehrst du mehr? – Außer einer entsprechenden deutschen Seite. Also, wenn Ihr mir Drehbücher von produzierten Filmen zuschickt, werde ich sie gerne online stellen. Ebenso Hinweise auf online verfügbare Drehbücher. Denn diese Seite wurde nach einem gelungenen Start seit gefühlten Jahrhunderten nicht mehr aktualisiert.