Interviews, Interviews, Interviews

Mai 13, 2008

Nach einer langen Pause meldet sich „In For Questioning“ mit mehreren Interviews zurück. Die Befragten sind

Charles Ardai (Der Herausgeber der Hard-Case-Crime-Reihe ist als Richard Aleas ein verdammt guter Privatdetektivkrimi-Autor. Sein „Little Girl Lost“ ist für Herbst auf Deutsch angekündigt. Natürlich beim deutschen Hard-Case-Crime-Ableger. – Bei NPR gibt es ein weiteres Interview mit Charles Ardai.)

David Morrell (Der Erfinder von Rambo kehrte mit „Creepers“ furios auf den deutschen Buchmarkt zurück. Vor wenigen Wochen erschien der „Creepers“-Nachfolger „Level 9“.)

Steve Mosby (Der junge, in England ziemlich abgefeierter Thriller-Autor schrieb den Serienkillerthriller „Der 50/50-Killer“.)

Bei Detectives Beyond Borders beantwortet Megan Abbott, die dieses Jahr für „Queenpin“ (keine Übersetzung angekündigt) den Edgar für den besten Taschenbuchkrimi erhielt, die Fragen von Blogger Peter Rozovsky. Der erste Teil ist online. Der zweite demnächst.

Allan Guthrie, dessen Hard-Case-Crime-Roman „Abschied ohne Küsse“ (Kiss her goodbye, 2005) gerade auf Deutsch erschien, promotet in England sein neuestes Buch „Savage Night“ bei Shots Ezine (dort sagt er, Rotbuch habe drei weitere Bücher von ihm gekauft) und Pulp Pusher.


Kurzmeldungen: Vester redet, „Ironman“ gekürzt, der neue Bond-Roman, Indiana Jones

Mai 9, 2008

Bei Planet Interview beantwortet Saskia Vester („KDD – Kriminaldauerdienst“ – heute um 21.15 im ZDF) einige Fragen.

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Der Blockbuster „Ironman“ läuft in einer um vier Minuten gekürzten Fassung in den deutschen Kinos. Tja, da habe ich jetzt wieder einige Euro gespart.

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Am 28. Mai feiert Ian Fleming seinen hundertsten Geburtstag. In England wird sich derzeit schon auf allen Kanälen auf das Ereignis eingestimmt. Dazu gehört auch die mit viel Medienwirbel begleitete Veröffentlichung des neuen Bond-Romans „Devil may care“ von Sebastian Faulks an Flemings Geburtstag. Im Wall Street Journal erschien ein lesenswerter Artikel über den Versuch der Verlage Doubleday und Penguin in Amerika und England den neuen Bond-Roman zu einem Verkaufsschlager zu machen. Dazu gehört neben einer gehörigen Portion Werbung auch, dass die Geschichte während des Kalten Krieges spielt. Die Post-Kalter-Krieg-Bond-Romane verkauften sich nicht mehr so gut. Außerdem sorgen die Dreharbeiten für den neuen Bond „A quantum of solace“ für regelmäßige Meldungen.

Die deutsche Übersetzung von „Devil may care“ erscheint als „Der Tod ist nur der Anfang“ am 28. Mai bei Heyne Hardcover. Davor werden auch wir mit einigen Anzeigen beglückt; danach mit Besprechungen des Buches.

Bis jetzt herrscht im deutschen Blätterwald allerdings noch Fleming/Bond-Ruhe.

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Dagegen ist hier schon alles auf den neuen Indiana-Jones-Film eingestellt – und es wird noch schlimmer kommen. Denn pünktlich zum Filmstart am 22. Mai erscheinen auch die Roman- und Comicversionen des neuen Indiana-Jones-Abenteuers und die Kritiker können den Film bepsrechen. Die Story ist bis jetzt Top Secret.

Aber das kann verraten werden: den Roman zum Film schrieb – Tata! – James Rollins. Er erscheint bei Blanvalet und wird sich in einigen Teilen vom Film unterscheiden. Denn so Rollins:

The studio gave me a fairly free hand to adjust, re-frame, and even add several scenes. Also as screenplays mostly communicate via visual action and dialog, I was able to explore the „inner“ Indiana Jones–his internal monologue, thoughts, and fears–which was a thrill. And by the time I was done with the book, I had created about a dozen entirely new scenes that aren’t in the script or movie.


Kleinkram: The Big Thrill Mai, Criminale-Nachlese, Noir of the Week, Zwei Drehbücher

Mai 5, 2008

Die Mai-Ausgabe von The Big Thrill (der „Zeitschrift“ der International Thriller Writers) ist online. Dieses Mal mit Hinweisen auf die neuen Bücher von Thomas Perry (Deutscher Verlag gesucht!), Linda Fairstein, Lisa Unger, Tom Piccirilli (dessen „Killzone“ gerade auf Deutsch erschienen ist; in seiner Heimat hat der Bram-Stoker-Preisträger bereits fünfzehn Romane veröffentlicht), Interviews mit Eric van Lustbader und James Rollins (über seinen Roman zum neuen Indiana-Jones-Film „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“) und vieles mehr.

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Wie war die Criminale? Hm, sehen wir mal nach. Da gibt es beim Echo Medienhaus fast 100 Bilder (leider ohne Bildunterschriften), Ingrid Schmitz enthüllte ihre Second-Life-Identität (multimedial zwischen Powerpoint und Video), bei Jokers berichten die Gewinner von ihrer Fahrt zur Criminale, Silvia Kaffke war da (und hat gut gegessen), Mischa Bach berichtet in mehreren Teilen (eins, zwei, drei: ABER: Was auf der Vollversammlung des Syndikats besprochen wurde, ist internes Zeug. Und die Gespräche an der Bar im Criminalehotel … Sie glauben doch nicht wirklich, dass ich so indiskret wäre?!) und das war’s.  Da präsentieren über zweihundert Schriftsteller ihre neuesten Werke auf  dem größten deutschsprachigen Krimifestival (so steht’s auf der Syndikat-Seite) und fast kein Autor will danach drüber schreiben. Schade. Schade.

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Der „Noir of the Week“ ist immer noch „They drive by night“. Ein Warner-Brothers-Film von 1940 mit Ida Lupino, George Raft, Ann Sheridan, Humphrey Bogart (tja, erst danach kam „High Sierra“ und „The Maltese Falcon“) und Gale Page. Regie führt Raoul Walsh und der Film basiert auf „Long Haul“ von A. I. Bezzerides.

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Bleiben wir in Hollywood: es gibt neue Drehbücher zu Krimis:

Einmal Peter Dowlings „Flightplan“ (Der Film, in dem Jodie Foster ihre Tochter in einem Flugzeug sucht.)

Einmal Adam Bonfantis „Last Time Forever“ (Ein anscheinend ziemlich schlechter, bei uns noch nicht aufgeführter Neo-Noir, über einen Detektiv, der mit der Ehefrau eines Millionärs diesen hereinlegen will.)


Edgar 2008 vergeben

Mai 2, 2008

Die Mystery Writers of America (MWA) haben ihre diesjährigen Edgars vergeben. Die glücklichen Gewinner sind:

Best Novel:

Down River, von John Hart (St. Martin’s Minotaur)

Nominiert:

Christine Falls, von Benjamin Black (Henry Holt)

Priest, von Ken Bruen (St. Martin’s Minotaur)

The Yiddish Policemen’s Union, von Michael Chabon (HarperCollins)

Soul Patch, von Reed Farrel Coleman (Bleak House Books)

Best First Novel by an American Author:

In the Woods, von Tana French (Viking)

Nominiert:

Missing Witness, von Gordon Campbell (Morrow)

Snitch Jacket, von Christopher Goffard (The Rookery Press)

Head Games, von Craig McDonald (Bleak House Books)

Pyres, von Derek Nikitas (St. Martin’s Minotaur)

Best Paperback Original:

Queenpin, von Megan Abbott (Simon & Schuster)

Nominiert:

Blood of Paradise, von David Corbett (Mortalis)

Cruel Poetry, von Vicki Hendricks (Serpent’s Tail)

Robbie’s Wife, von Russell Hill (Hard Case Crime)

Who Is Conrad Hirst?, von Kevin Wignall (Simon & Schuster)

Best Fact Crime:

Reclaiming History: The Assassination of President John F. Kennedy, von Vincent Bugliosi (Norton)

Nominiert:

The Birthday Party, von Stanley Alpert (Putnam)

Chasing Justice: My Story of Freeing Myself After Two Decades on Death Row for a Crime I Didn’t Commit, von Kerry Max Cook (Morrow)

Relentless Pursuit: A True Story of Family, Murder, and the Prosecutor Who Wouldn’t Quit, von Kevin Flynn (Putnam)

Sacco & Vanzetti: The Men, The Murders, and the Judgment of Mankind, von Bruce Watson (Viking)

Best Critical/Biographical:

Arthur Conan Doyle: A Life in Letters, von Jon Lellenberg, Daniel Stashower und Charles Foley (Penguin Press)

Nominiert:

The Triumph of the Thriller: How Cops, Crooks, and Cannibals Captured Popular Fiction, von Patrick Anderson (Random House)

A Counter-History of Crime Fiction: Supernatural, Gothic, Sensational, von Maurizio Ascari (Palgrave Macmillan)

Deviance in Contemporary Crime Fiction, von Christiana Gregoriou (Palgrave Macmillan)

Chester Gould: A Daughter’s Biography of the Creator of Dick Tracy, von Jean Gould O’Connell (McFarland & Company)

Best Short Story:

“The Golden Gopher,” von Susan Straight (aus “Los Angeles Noir”, herausgegeben von Denise Hamilton; Akashic Books)

Nominiert:

“The Catch,” von Mark Ammons (aus “Still Waters”, herausgegeben von Kate Flora, Ruth McCarty, und Susan Oleksiw; Level Best Books)

“Blue Note,” von Stuart M. Kaminsky (aus “Chicago Blues”, herausgegeben von Libby Fischer Hellmann; Bleak House Books)

“Hardly Knew Her,” von Laura Lippman (aus “Dead Man’s Hand”, herausgegeben von Otto Penzler; Harcourt)

“Uncle,” von Daniel Woodrell (aus “A Hell of a Woman”, herausgegeben von Megan Abbott; Busted Flush Press)

Best Juvenile:

The Night Tourist, von Katherine Marsh (Hyperion Books for Young Readers)

Nominiert:

The Name of This Book Is Secret, von Pseudonymous Bosch (Little, Brown Books for Young Readers)

Shadows on Society Hill, von Evelyn Coleman (American Girl Publications)

Deep and Dark and Dangerous, von Mary Downing Hahn (Clarion Books)

Sammy Keyes and the Wild Things, von Wendelin Van Draanen (Knopf)

Best Young Adult:

Rat Life, von Tedd Arnold (Dial Books for Young Readers)

Nominiert:

Diamonds in the Shadow, von Caroline B. Cooney (Random House Children’s Books)

Touching Snow, von M. Sindy Felin (Atheneum Books for Young Readers)

Blood Brothers, von S.A. Harazin (Random House Children’s Books)

Fragments, von Jeffry W. Johnston (Simon & Schuster Children’s Publishing)

Best Play:

Panic, von Joseph Goodrich (International Mystery Writers’ Festival)

Nominiert:

If/Then, von David Foley (International Mystery Writers’ Festival)

Books, von Stuart M. Kaminsky (International Mystery Writers’ Festival)

Best Television Episode Teleplay:

“Pilot,” Burn Notice, Drehbuch von Matt Nix (USA Network/Fox Television Studios)

Nominiert:

“It’s Alive,” Dexter, Drehbuch von Daniel Cerone (Showtime)

“Yahrzeit,” Waking the Dead, Drehbuch von Declan Croghan and Barbara Machin (BBC America)

“Pie-Lette,” Pushing Daisies, Drehbuch von Bryan Fuller (ABC/Warner Bros Television)

“Senseless,” Law & Order: Criminal Intent, Drehbuch von Julie Martin and Siobhan Byrne O’Connor (Wolf Films/NBC Universal)

Best Motion Picture Screenplay:

Michael Clayton, Drehbuch von Tony Gilroy (Warner Bros. Pictures)

Nominiert:

Eastern Promises, Drehbuch von Steven Knight (Focus Features)

The Lookout, Drehbuch von Scott Frank (Miramax)

No Country for Old Men, Drehbuch von Joel Coen and Ethan Coen, basierend auf dem Roman von Cormac McCarthy (Miramax)

Zodiac, Drehbuch von James Vanderbilt, basierend auf dem Buch von Robert Graysmith (Warner Bros. Pictures)

Der diesjährige Grandmaster ist Bill Pronzini.

Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner.

(Dank an The Rap Sheet – und jetzt geht’s zum MWA-Blog)


Die Nominierungen für den Arthur Ellis Award 2008

Mai 1, 2008

Die Crime Writers of Canada (CWC) haben die Nominierungen für den 25. Arthur Ellis Award bekannt gegeben. Die Gewinner werden am Donnerstag, den 5. Juni, in Toronto verkündet. Die Nominierten sind:

Best Novel:

• No Time for Goodbye, von Linwood Barclay (Bantam)

• Snow Candy, von Terry Carroll (Mercury Press)

• A Journeyman to Grief, von Maureen Jennings (McClelland & Stewart)

• The Cruellest Month, von Louise Penny (McArthur & Company)

• Trumpets Sound No More, von Jon Redfern (RendezVous Crime/Napoleon & Company)

Best First Novel:

• The Line Painter, von Claire Cameron (HarperCollins)

• Big City, Bad Blood, von Sean Chercover (Morrow/HarperCollins)

• García’s Heart, von Liam Durcan (McClelland & Stewart)

• Blood of Dreams, von Susan Parisi (Penguin Australia)

• The Silk Train Murder, von Sharon Rowse (Carroll & Graf)

• Sucker Punch, von Marc Strange (Castle Street Mysteries/Dundurn)

Best Non-fiction:

• Enter the Babylon System, von Rodrigo Bascunan and Christian Pearce (Random House Canada)

• The Last to Die: Ronald Turpin, Arthur Lucas, and the End of Capital Punishment in Canada, von Robert J. Hoshowsky (Hounslow/Dundurn)

• One Child at a Time: The Global Fight to Rescue Children from Online Predators, von Julian Sher (Random House Canada)

• The War on Women: Elly Armour, Jane Hurshman, and Criminal Violence in Canadian Homes, von Brian Vallée (Key Porter)

• Where War Lives, von Paul Watson (McClelland & Stewart)

Best Short Story:

• “Eight Lords A’Leaping,” von Vicki Cameron (in Locked Up, herausgegeben von Sue Pike; Deadlock Press)

• “Wreckwood,” von Maureen Jennings (in Blood on the Holly, herausgegeben von Caro Soles; Baskerville Books)

• “The Hounds of Winter,” von D.J. McIntosh (in Blood on the Holly)

• “As Long as We Both Shall Live,” von Rick Mofina (in Blood on the Holly)

• “Turner,” von Leslie Watts (Kingston Whig-Standard, July 7, 2007)

Best Juvenile:

• Racing for Diamonds, von Anita Daher (Orca)

• Spider’s Song, von Anita Daher (Puffin Canada/Penguin Canada)

• I.D., von Vicki Grant (Orca)

• Eye of the Crow, von Shane Peacock (Tundra)

• The Night Wanderer, von Drew Hayden Taylor (Annick Press)

Best Crime Writing in French:

• Tsiganes, von Mario Bolduc (Libre Expression)

• Le Cercle des Pénitents, von Johanne Seymour (Libre Expression)

• GHB: Grossier, Horrible et Bête, von Pierre H. Richard (Editions Pratiko)

• Epidermes, von Diane Vincent (Triptyque)

• Scènes de Crimes: Enquêtes sur le Roman Policier Contemporain, von Norbert Spehner (Alire)

Best Unpublished First Crime Novel (the Unhanged Arthur):

• Mummer’s the Word, von Patricia Flewwelling

• The Witch of Babylon, von D.J. McIntosh

• The Paris Letters, von Amy Tector

• Condemned, von Kevin Thornton

(Dank an The Rap Sheet)


Theakston-Nominierungen veröffentlicht

April 29, 2008

Die Longlist für den diesjährigen Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year Award bietet einen schönen Überblick über die derzeitige britische Krimiszene:

The Chemistry of Death, von Simon Beckett (Bantam)

Buried, von Mark Billingham (Sphere)

Christine Falls, von Benjamin Black (Picador)

A Tale Etched in Blood and Hard Black Pencil, von Christopher Brookmyre (Abacus)

Hurting Distance, von Sophie Hannah (Hodder & Stoughton)

Darkness and Light, von John Harvey (Arrow Books)

The Death of Dalziel, von Reginald Hill (Harper)

The Risk of Darkness, von Susan Hill (Vintage)

One Under, von Graham Hurley (Orion)

Not Dead Enough, von Peter James (Macmillan)

Relentless, von Simon Kernick (Corgi Books)

Corn Dolls, von Patrick Lennon (Hodder)

Dying Light (Die Stunde des Mörders), von Stuart MacBride (HarperCollins)

Blue Shoes and Happiness, von Alexander McCall Smith (Abacus)

The Grave Tattoo, von Val McDermid (HarperCollins)

The Savage Garden, von Mark Mills (Harper)

The Tenderness of Wolves, von Stef Penney (Quercus)

Piece of My Heart, von Peter Robinson (Hodder)

Sovereign, von C.J. Sansom (Pan)

Shifting Skin, von Chris Simms (Orion)

Etliche Autoren sind auch ins Deutsche übersetzt worden; im Moment bin ich allerdings zu faul, die deutschen Titel herauszusuchen.

Jedenfalls können Sie hier ihren Favoriten wählen. Der Gewinner wird während des Harrogate Crime Writing Festival am Donnerstag, den 17. Juli, bekannt gegeben.

(Dank an The Rap Sheet)


Agatha 2008 vergeben

April 29, 2008

Die in Malice Domestic organisierten Fans des traditionellen Krimis (aka Cozy oder Häkelkrimi) hat ihre diesjährigen Agatha-Preise vergeben. Die glücklichen Gewinner sind:

Best Novel

A Fatal Grace, von Louise Penny (St. Martin’ Minotaur)

Nominiert:

The Penguin Who Knew Too Much, von Donna Andrews (St. Martin’s Minotaur)

Her Royal Spyness, von Rhys Bowen (Penguin)

Hard Row, von Margaret Maron (Grand Central Publishing)

Murder With Reservations, von Elaine Viets (NAL)

Best First Novel

Prime Time, von Hank Phillipi Ryan (Harlequin)

Nominiert:

A Beautiful Blue Death, von Charles Finch (St. Martin’s Minotaur)

A Real Basket Case, von Beth Groundwater (Five Star)

Silent in the Grave, von Deanna Raybourn (Mira)

Best Non-fiction

Arthur Conan Doyle: A Life in Letters, von Charles Foley, Jon Lellenberg, and Daniel Stashower (Penguin)

Nominiert:

The Official Nancy Drew Handbook, von Penny Warner (Quirck Productions)

Best Short Story

“A Rat’s Tale,” von Donna Andrews (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], September/October 2007)

Nominiert:

“Please Watch Your Step,” von Rhys Bowen (The Strand Magazine, Spring 2007)

“Casino Gamble,” von Nan Higginson (Murder New York Style, edited von Randy Kendel; L&L Dreamspell)

“Popping Round to the Post,” von Peter Lovesey (EQMM, November 2007)

“Death Will Clean Your Closet,” von Elizabeth Zelvin (Murder New York Style)

Best Children’s/Young Adult

A Light in the Cellar, von Sarah Masters Buckey (American Girl)

Nominiert:

Bravo Zulu, Samantha!, von Kathleen Benner Duble (Peachtree Publishers)

Cover-Up: Mystery at the Super Bowl, von John Feinstein (Knopf)

The Falconer’s Knot, von Mary Hoffman (Bloomsbury USA)

Theodosia and the Serpents of Chaos, von R.L. LaFevers (Houghton Mifflin)

Malice Domestic’s Lifetime Achievement Award

Peter Lovesey

Poirot Awards (honoring “individuals other than writers who have made outstanding contributions to the Malice Domestic genre”)

Linda Landrigan, editor of Alfred Hitchcock Mystery Magazine

Janet Hutchings, editor of Ellery Queen Mystery Magazine

Für einige dürfte das eine ziemlich interessante Liste sein. Für mich ist es eher eine Liste von Büchern, die mir höchstwahrscheinlich nicht gefallen. Obwohl Peter Lovesey unbestritten zu den Guten gehört.

(Dank an The Rap Sheet)


KrimiWelt-Bestenliste Mai 2008

April 26, 2008

Die KrimiWelt-Juroren empfehlen in ihrer aktuellen KrimiWelt-Bestenliste diese Romane

1 (1) Robert Littell: Die Söhne Abrahams

2 (7) Lee Child: Sniper

3 (3) Linus Reichlin: Die Sehnsucht der Atome

4 (8 ) Lawrence Block: Verluste

5 (4) David Peace: 1983

6 (2) Peter Temple: Shooting Star

7 (-) Marek Krajewski: Festung Breslau

8 (-) Matt Beynon Rees: Der Verräter von Bethlehem

9 (6) Andrew McGahan: Last Drinks

10 (-) Stuart MacBride: Der erste Tropfen Blut

Littell mit dem schwachen „Die Söhne Abrahams“ ist immer noch auf dem ersten Platz. Der spannende Jack-Reacher-Roman „Sniper“ ist auf den zweiten Platz vorgerückt. Lawrence Blocks Matt-Scudder-Roman „Verluste“ ist auch nach vorne gerückt. David Peace beendet mit „1983“ sein Red-Riding-Quartett gewohnt düster. Peter Temples ziemlich traditioneller Privatdetektivroman „Shooting Star“ geht in den Sinkflug über – und die anderen fünf Bücher kenne ich nicht. Aber Suart MacBrides „Der erste Tropfen Blut“ liegt auf meinem „Zu lesen“-Stapel.

Martin Cruz Smiths ist wegen der Krimiwelt-Regeln rausgefallen; Allan Guthries „Abschied ohne Küsse“ wegen einer nicht ausreichenden Zahl von für ihn stimmenden Juroren. Pfui!

Oh, und wo bleiben Ken Bruen/Jason Starr mit „Flop“? Frank Göhre mit „Mo“? Dass Lawrence Blocks nicht zweimal in der Liste auftaucht, kann ich verschmerzen. Obwohl auch „Abzocker“ ein guter Krimi ist.


Frank Weiss spricht über seine Serie „Unschuldig“

April 23, 2008

Mit „Unschuldig – Für die Wahrheit ist es nie zu spät“ geht um 20.15 Uhr bei Pro 7 eine neue deutsche Krimiserie an den Start. In ihr kämpft eine Anwältin für die Freiheit von unschuldig Verurteilten. Der Sender ist ziemlich begeistert, hat sogar einen durchaus ansprechenden Webauftrtt kreiert (für Privat-TV-Verhältnisse), die Bücher für die zweite Staffel sind wohl auch schon geschrieben (Warum dann allerdings nach dem Dreh im Sommer bis zum Frühjahr 2009 mit der Aussstrahlung gewartet werden soll, verstehe ich nicht. Immerhin ist ein Vorzug US-amerikanischer Serien das unverzügliche Reagieren auf Fanwünsche und, je nach Format, Schlagzeilen und Skandalen.), die Kritiken wohlwollend-verhalten (die meisten loben den Look, die Schnitte, die Musik und monieren die Drehbücher).

So komme ich jetzt elegant zum Ende. Denn neben den vielen „Hauptdarstellerin Alexandra Neldel erzählt wie toll die Serie ist“-Clips (bei Pro 7 und You Tube) gibt es bei „Stichwort Drehbuch“ ein informatives Interview mit „Unschuldig“-Erfinder und Headwriter Frank Weiss.


Gumshoe 2008 verliehen

April 22, 2008

Mystery Ink hat die siebten Gumshoe Awards verliehen. Nominiert werden Romane, die vergangenes Jahr erstmals in den USA publiziert wurden.

Best Mystery

James Lee Burke – The Tin Roof Blowdown (Simon & Schuster)

Nominiert

John Connolly – The Unquiet (Atria)

Ariana Franklin – Mistress of the Art of Death (Putnam)

Charlie Huston – The Shotgun Rule (Ballantine)

Laura Lippman – What the Dead Know (William Morrow)

Best Thriller

Robert Crais – The Watchman (Simon & Schuster)

Nominier:

Joseph Finder – Power Play (St. Martin’s Press)

Michael Gruber – The Book of Air and Shadows (William Morrow)

Richard K. Morgan – Thirteen (Del Rey)

Lee Child – Bad Luck and Trouble (Delacorte)

Best First Novel

Sean Chercover – Big City, Bad Blood (William Morrow)

Nominiert

Philip Hawley, Jr. – Stigma (Harper)

Lisa Lutz – The Spellman Files (Simon & Schuster)

Craig McDonald – Head Games (Bleak House Books)

Nick Stone – Mr. Clarinet (HarperCollins)

Lifetime Achievement

Donald E. Westlake

Best Crime Fiction Website:

The Thrilling Detective Web Site (edited by Kevin Burton Smith)

Zu Donald E. Westlake muss ich wirklich nichts sagen (während ich auf meinen Postboten, der mir den neuen Richard-Stark-Roman bringt, warte, lese ich schnell das tribute essay). Thrilling Detective ist die sehr, sehr empfehlenswerte, umfangreiche Seite zu Privatdetektiven in Buch und Film, teilweise auch mit Porträts ihrer Schöpfer.

Einige der prämierten Romane dürften in den kommenden Jahren übersetzt werden. Lee Child so in zwei Jahren. Nur bei den Preisträgern sehe ich – leider – schwarz.

(Dank an Crime Fiction Dossier)


Kleinkram: Interviews, Listen und Raymond Chandler

April 22, 2008

Bei Planet Interview ist ein lesenswertes Interview mit Ken Follett erschienen. Er spricht viel über sein neues Buch „Die Tore der Welt“, aber auch über das Schreiben:

Meiner Meinung nach sollte jeder so klar wie möglich schreiben. Das hat nichts mit dem Schreiben von Bestsellern zu tun. Im Grunde ist Schreiben eine Form der Kommunikation. Man will, dass der Leser versteht. Also sollte die Struktur der Sätze so beschaffen sein, dass die Bedeutung sich sofort offenbart. Das scheint mir eine grundlegende Regel zu sein. Ich würde nie wollen, dass jemand einen meiner Sätze zwei Mal lesen müsste. (…) Ich denke nicht, dass übermäßig komplexe Satzstrukturen irgendetwas zur Kunstform beitragen. (…) Wobei es mir jetzt gar nicht um kurze Sätze geht – die kann jeder schreiben, das ist einfach. Es gibt Beispiele von langen Sätzen, die komplizierte Gedanken ausdrücken, aber dabei immer noch sehr klar sind. Das beste Beispiel für mich ist der Essay am Anfang des 20-bändigen Oxford English Dictionary. Darin findet man diese langen majestätischen Sätze. Doch sie sind sehr klar geschrieben und man kann sie sofort verstehen. Viele Schriftsteller entwerfen Sätze, die es einem wirklich schwer machen, sie zu verstehen. Und manche von ihnen denken sicher, sie seien sehr schlaue Schriftsteller, weil sie so schwer zu verstehen sind. (lacht) (…) Ich denke, selbst meinen intelligentesten Lesern sollte ich den Gefallen tun, dass meine Sprache sehr einfach zu verstehen ist.

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Bei „Poets & Writers“ beantwortet Literaturagent Nat Sobel Fragen und erzählt auch über seine Arbeit mit James Ellroy. Ein langes Teil. (Dank an Crime Fiction Dossier für den Hinweis.)

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Die London Times hat eine Liste der fünfzig wichtigsten Krimiautoren veröffentlicht. Die Liste wird von mehreren Artikeln begleitet. Zum Beispiel schreibt Ian Rankin über die Probleme von Listen.

Uh, und die Liste? Viele gute, bekannte Namen (Chandler, Christie, Doyle, Hammett, Highsmith, Simenon, undsoweiter). Einige nicht ganz offensichtliche Namen  (Coben, Dibdin, Hiaasen, Mosley, Pelecanos. Okay. Leon? Also bitte!). Und einige Autoren, wie Lawrence Block, Ken Bruen, Michael Connelly, Erle Stanley Gardner (die Perry-Mason-Serie), Robert B. Parker (die Spenser-Serie), Mickey Spillane, Rex Stout, Ross Thomas, Donald Westlake (aka Richard Stark) fehlen.

(Dank an Sarah Weinman für den Hinweis.)

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Bleiben wir kurz bei den Klassikern: das „Outfit“ beschäftigt sich diese Woche mit Raymond Chandler und seinem Roman „The long goodbye“. Sean Chercover, Libby Hellmann, Sam Reaves, Kevin Guilfoile, Sara Paretsky, Barbara D’Amato haben bereits ihre Texte abgeliefert.

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Und der „Noir of the Week“ ist Alfred Hitchcocks „Strangers on a train“ (nach dem Roman von Patricia Highsmith, am Drehbuch schrieb auch Raymond Chandler mit). Teil 1 hier,  Teil 2 hier.

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Zum Abschluss ein Satz von Science-Fiction-Autor Ben Bova: In writing fiction, the more fantastic the tale, the plainer the prose should be. Don’t ask your readers to admire your words when you want them to believe your story.

(Dank an The Weekly Script für das Zitat.)



Glauser 2008 vergeben

April 20, 2008

Das Syndikat, die Vereinigung deutschsprachiger Krimautoren, hat auf ihrer diesjährigen Criminale in Wien ihren Krimipreis, den Glauser, vergeben. Die Gewinner sind:

Roman

Lilian Faschinger: Stadt der Verlierer (Hanser Verlag).

Debüt

Rainer Gross: Grafeneck (Pendragon)

Kurzkrimi

Bernhard Jaumann: „Schnee an der Blutkuppe“ aus „Zum Sterben schön“ (Wunderlich).

Hansjörg-Martin-Preis (Kinder- und Jugendkrimipreis)

Boris Koch: Feuer im Blut (Beltz und Gelberg).

Friedrich-Glauser-Ehrenpreis

Sabine Deitmer

Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner.

Die Begründungen können beim Syndikat als .pdf nachgelesen werden.


Ausgewählte Frühjahrsmorde 2008: dtv

April 15, 2008

Ohne große Worte: die demnächst im Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv) erscheinenden Krimis:

Mai

Friedrich Ani: Wer tötet, handelt (der zweite Fall des Sehers: der blinde Kommissar Jonas Vogel bietet sich als Geisel an. Der erste Fall, „Wer lebt, stirbt“, hat mir nicht gefallen.)

T. C. Boyle: Talk Talk (Der Thriller von T. C. Boyle als Taschenbuch: Ein Betrüger hat gefälschte Schecks auf ihren Namen ausgestellt und ihre Identität geklaut. Jetzt schlägt sie zurück.)

Jonathan Harr: Der verschollene Caravaggio (The lost painting, 2005 – Zwei Studentinnen suchen das seit Jahrhunderten verschwundenes Caravaggio-Gemälde „Gefangennahme Christi“. Harr schrieb auch das erfolgreiche, mit John Travolta verfilmte Sachbuch „Zivilprozess“ und „Der verschollene Caravaggio“ erzählt ebenfalls eine wahre Geschichte.)

Gabriela Jaskulla: Die Geliebte des Trompeters (kein Krimi, sondern eine im Nachkriegsberlin spielende Liebesgeschichte zwischen einem Berliner Mädchen und einem amerikanischen Soldaten. Er heißt Chet Baker und wurde später als Jazzmusiker weltberühmt. – Die ersten Seiten haben mir nicht so gefallen, aber als Jazzfan gebe ich dem Buch eine zweite Chance. Oh, auch als Berliner.)

Cornelia Read: Schneeweißchen und Rosentot (A field of darkness, 2006 – Das Debüt war unter anderem für den Edgar, Gumshoe, Macavity und Barry nominiert. Also nicht von dem etwas nichtssagenden Titel und Cover irritieren lassen. – Besprechung demnächst.)

Ilka Remes: Das Erbe des Bösen (Pahan Perimä, 2007 – Als Biotechniker Erik Narva sich auf die Suche nach seinem verschwundenen Vater macht, findet er heraus, dass dieser als Physiker für die Nazis arbeitete. Bei seiner Suche bringt er auch das Leben seiner Familie in Gefahr. – Thriller über die Verantwortung von Wissenschaftlern für ihre Handlungen.)

Juni

John Harvey: Schlaf nicht zu lange (Darkness and Light, 2006 – Der dritte Frank-Elder-Roman: eine Freundin von Elders Exfrau ist verschwunden. – dtv wird danach die Resnick-Krimis veröffentlichen. Schön, dass Harvey endlich wieder einen deutschen Verlag gefunden hat. Und schön, dass jetzt auch hier die Leser John Harvey entdecken.)

Peter Oberdorfer: Kreuzigers Tod (Ein Debüt: eine mörderische Groteske aus einem österreichischen Bergdorf.)

Juli

Klaus Luttringer: Der Skorpion (Debüt: Tsilihin soll in Arkadien ein Verbrechen der Wehrmacht aufdecken.)

Henning Mankell: Das Auge des Leoparden (einer von Mankells Afrika-Romane)

Iain McDowall: Der perfekte Mord (das müsste „Percetly Dead“, 2003, der dritte Jacobson/Kerr-Roman sein. Dieses Mal müssen die beiden Polizisten den Mörder eines Dealers suchen. Kurz darauf bringt ein Mann in einem gediegenen Vorort seine Familie und dann sich um. – In jedem Fall spannende Krimiunterhaltung von der Insel.)

August

Umberto Eco: Der Namen der Rose (Vor über zwanzig Jahren hat mir das Buch gerade wegen der langen Diskurse über Gott, die Welt, die Ketzer und das Lachen viel besser als der Film gefallen.)

Cynthia Harrod-Eagles: Der Tote auf der Schaukel (ein neuer Fall für DI Bill Slider: auf einem Spielplatz bei einer Sozialwohnungssiedlung wird die Leiche eines muskulösen, gut gekleideten Mannes gefunden.)

September

Horst Bosetzky: Quetschkartoffeln und Karriere (der Abschluss der großen Familiensage von –ky lässt die siebziger Jahre wieder aufleben)

Kjell Eriksson: Nachtschwalbe (In einer Buchhandlung wird die Leiche eines jungen Schweden gefunden. Kommissarin Ann Lindell sucht den Mörder. Die Presse hält Einwanderer für die Täter. – Wird als „erstklassiger schwedischer Kriminalroman in bester Mankell-Tradition“ beworben.)

Paul Grote: Der Pottwein-Erbe (Zielgebiet der weinseligen Ermittlungen: Portugal. Auf den Erben eines Weingutes werden Anschläge verübt. Dieser sucht die Täter und erfährt dabei einiges über den portugiesischen Wein.)

Oktober

Leif Davidsen: Der Feind im Spiegel (Taschenbuch-Ausgabe eines Thrillers über die Jagd nach einem Dschihad-Kämpfer. Seine Jäger: ein ehemaliger serbischer Auftragskiller und ein dänischer Polizist.)

Anne George: Mörderische Aussichten (George erhielt für ihre Southern-Sisters-Serie nicht umsonst den Debüt-Agatha-Award, der Krimis im Stil von Agatha Christie auszeichnet. Dieses Mal wird die Hochzeit von Mary Alices Sohn durch einen Mord gestört. Gut, dass Patricia Anne ihr bei der Mördersuche helfen kann.)

Henning Mankell: Der Mann am Strand (Zwei Geschichten aus „Wallanders erster Fall“.)

Agustín Sánchez Vidal: Krytum (noch eine Dan-Brown-Variation. Dieses Mal ist ein geheimnisvolles Pergament der Auslöser für Mord und Totschlag.)

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Fett Kursiv sind die Titel gedruckt, auf die ich mich besonders freue.

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Und hier geht’s zu den vorherigen Teilen:

Knaur Taschenbuch, Droemer Hardcover, List Taschenbuch, Ullstein Taschenbuch

Heyne Taschenbuch

Blanvalet Hardcover, Heyne Hardcover, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch

Blanvalet, Goldmann Taschenbuch

Alexander Verlag, Edition Nautilus, Pendragon, Unionsverlag, Pulp Master, vgs

Emons, Gmeiner, Grafit


„Bloody Cover“ gewählt

April 14, 2008

Das ist also das beste Cover eines deutschen Krimis.  Die Plätze zwei und drei sind auch ziemlich schwarz geraten. Keines der drei Covers löst bei mir einen Zugreifimpuls aus.

Das aus dem Hause Hard case Crime dagegen schon:


Sachdienliche Hinweise: Tatort, Taverniers James-Lee-Burke-Verfilmung, Friedkins Georges-Arnaud-Verfilmug und Ken Bruen

April 14, 2008

Der Spiegel hat die Tatort-Autoren Thorsten Wettcke, Jan Hinter und Stefan Cantz, Peter Probst, Pim Richter, Andreas Pflüger, Felix Huby, Mario Giordano, Fred Breinersdorfer, Jobst Oetzmann und Thomas Bohn nach ihrem Tatort-Ritual, ihrem liebsten nicht-geschriebenen Dialog, woher sie ihre Ideen bekommen (Aus der Zeitung. Hm.), ihrer Arbeit und der Bedeutung vom Tatort gefragt.

Ganz nett.

Mein Favorit ist dieser Dialog von Jan Hinter und Stefan Cantz:

Ballauf: „Wie heißt die Frau noch mal? Bauknecht?“

Schenk: „Nee. Bosch. Mercedes Bosch. Ne Redakteurin vom WDR.“

Ballauf: „Und die lag tot in ihrem Opel?“

Schenk: „Ja. Auf dem Parkplatz in der Nähe von McDonald’s.“

Ballauf: „Hilf mir auf die Sprünge. Bei der Aral-Tankstelle?“

Schenk: „Genau. Gleich neben Blaupunkt. Zwischen dem Aldi und Saturn Hansa.“

Ballauf (niest): „Haste mal nen Tempo?“

Schenk: „Du hast dir ja ne richtige Erkältung eingefangen. Nimm lieber ne Aspirin. Und steck mich nicht an.“

Den werde ich niemals in einem Tatort hören!

Und Fred Breinersdorfer antwortet schön knurrig.

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Dank Crimespree Cinema bin ich auf diesen Guardian-Artikel aufmerksam geworden: Bertrand Tavernier spricht über die Dreharbeiten zur James-Lee-Burke-Verfilmung „In the electric mist“ (der Robicheaux-Roman heißt „In the electric mist with confederate dead“/“Im Schatten der Mangroven“). Die waren wohl nicht so erfreulich und der endgültige Schnitt wurde ihm auch aus der Hand genommen. Trotzdem sei er mit der jetzigen Version, die im Lauf des Jahres in den US-Kinos starten soll, nicht unzufrieden.

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Ebenfalls via Crimespree Cinema: es kann sein, dass Ken Bruens „London Boulevard“ verfilmt wird.

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Als Das Vierte die Georges-Arnaud-Verfilmung „Atemlos vor Angst“ von William Friedkin zeigte, kürte ich den Film zum „Tipp des Tages“. Jetzt gibt es bei Schnittberichte einen Vergleich der US-Fassung mit der deutschen Fassung und der deutschen Fassung mit der US-Fassung (hier sind die geschnittenen langen Einführungen der Charaktere enthalten). Denn nachdem der Film in den USA floppte, wurde der Film ohne Friedkins Wissen für den europäischen Markt radikal gekürzt und umgeschnitten.

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Gut, wenn junge Menschen unterschiedliche Professionen ausprobieren. – Nur: warum nicht mit der Dienstwaffe?

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Außerdem: die April-Ausgabe der Krimi-Couch ist online und das „Krimijahrbuch 2008“ ist draußen. Unter anderem mit einem Text von mir über „The Shield“.


Charlton Heston tot; Scribe-Nominierungen, The big Thrill, Diskussion über Buchbesprechungen, Schnittberichte und Drehbücher online

April 7, 2008

R. i. P.: Charlton Heston (4. Oktober 1923 – 5. April 2008 )

Zuletzt war er nur noch als seltsamer Waffennarr und Republikaner bekannt. Früher spielte er in einigen verdammt guten Filmen mit. Nicht die Bibelfilme, wie „Die größte Geschichte aller Zeiten“ und „Die zehn Gebote“ (als Moses), oder Monumentalfilme, wie „Ben Hur“ und „El Cid“, oder Katastrophenfilme, wie „Erdbeben“, oder die zahlreichen Kriegs- und Militärfilme, wie „U-Boot in Not“, „Schlacht um Midway“ und „Khartoum – Aufstand am Nil“ oder „55 Tage in Peking“ (die je nach Perspektive auch als Monumentalfilme durchgehen), oder den damals erfolgreichen, heute eher vergessenen Zirkusfilm „Die größte Show der Welt“ (die ihn damals als Hauptdarsteller in Hollywood etablierte) meine ich. Nein, bei allen Mängeln gehören die negativen Utopien, wie „Planet der Affen“, „Der Omega-Mann“ oder „Jahr 2022…die überleben wollen“ (alle drei Filme basieren auf bekannten Science-Fiction-Romanen), Western, wie „Der letzte der harten Männer“, „Der Verwegene“ (sein Lieblingsfilm), „Sierra Charriba“ und „Weites Land“, und natürlich der Noir „Im Zeichen des Bösen“ zu seinen besten Werken.

Nachrufe gibt es bei Spiegel Online, Netzeitung, taz, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Los Angeles Times und New York Times.

Schon vor einigen Tagen hat die International Association of Media Tie-in Writers ihre Nominierungen für den diesjährigen Scribe Award bekannt gegeben:

Best General Fiction Original:

CSI NY: DELUGE (CSI: NY – Sintflut), von Stuart M. Kaminsky

MR. MONK AND THE TWO ASSISTANTS, von Lee Goldberg

MURDER SHE WROTE: PANNING FOR MURDER, von Jessica Fletcher & Donald Bain

CRIMINAL MINDS: JUMP CUT, von Max Allan Collins

Best General Fiction Adapted:

AMERICAN GANGSTER, von Max Allan Collins (nominee & winner)

Best Speculative Original:

LAST DAYS OF KRYPTON, von Kevin J. Anderson

STARGATE ATLANTIS CASUALTIES OF WAR, von Elizabeth Christiansen

STAR TREK: Q&A, von Keith R.A. DeCandido

Best Game-related Original (Special Scribe Award):

HITMAN, von William Dietz

FORGE OF THE MINDSLAYERS, von Tim Waggoner

NIGHT OF THE LONG SHADOWS, von Paul Crilley

Best Speculative Adapted

RESIDENT EVIL: EXTINCTION, von Keith R.A. DeCandido

52: THE NOVEL, von Greg Cox

30 DAYS OF NIGHT, von Tim Lebbon

Best Young Adult Original:

BUFFY THE VAMPIRE SLAYER: THE DEATHLESS, von Keith R.A. DeCandido

GOODLUND TRILOGY: VOLUME THREE: WARRIORS BONES, von Stephen D. Sullivan

Clue_crew NANCY DREW AND THE CLUE CREW #10: TICKET TROUBLE, von Stacia Deutsch & Rudy Cohon

Best Young Adult Adapted:

TWELVE DOGS OF CHRISTMAS, von Steven Paul Leiva (nominee & winner)

Der zweite Grandmaster der IAMTW ist Alan Dean Foster. Der Science-Fiction-Autor schrieb in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche erfolgreiche „Romane zum Film“. Am bekanntesten dürften seine Star-Trek-Romane, seine Alien-Romane, „Outland“, „Pale Rider, und „Krieg der Sterne“ (das er unter dem Pseudonym George Lucas schrieb) sein.

Die Scribe Awards werden im Juli auf der Comic-Con Convention in San Diego verliehen.

Die International Thriller Writers hat die April-Ausgabe von “The big Thrill” veröffentlicht. Wie immer sind viele, mangels Übersetzung, in Deutschland unbekannte Thriller-Autoren vertreten. Zu den auch hier bekannten Namen gehören Mary Higgins Clark, Raymond Benson, David Baldacci und Alex Klava.

Krimileser Bernd hat bereits auf die Serie von lesenswerten Posts von David J. Montgomery in seinem Crime Fiction Dossier, und die ebenso lesenswerten Kommentare dazu, über die Arbeit eines Rezensenten hingewiesen. Wann werden Bücher besprochen? Wann nicht? Soll ein Rezensent auch negative Besprechungen schreiben? Wenn ja: wie soll ein Verriss sein? Welche Fehler machen Verlage? Wann liest ein Rezensent ein Buch nicht? Zum Beispiel wenn der Prolog kursiv gedruckt ist. Davor schrieb Montgomery, wann ein Manuskript veröffentlicht wird.

Bei Schnittberichte gibt es einen Vergleich zwischen dem „Grindhouse“-Double-Feature und den bei uns im Kino gelaufenen Einzelfilmen „Death Proof“ von Quentin Tarantino und „Planet Terror“ von Robert Rodriguez. Dort gibt es auch weitere Schnittberichte zu den gekürzten deutschen Fassungen von „Miami Vice“ (damit die Trottel, die die gekürzten deutschen „Miami Vice“-Boxen kaufen, auch wissen, was ihnen entgeht. In England gibt es inzwischen schon eine Box mit allen „Miami Vice“-Staffeln.).

Und dann gibt es diese krimiaffinen Drehbücher online:

Lawrence D. Cohen: Carrie (basierend auf dem Roman von Stephen King für den Klassiker von Brian de Palma)

George Goldsmith: Children of the Corn (“Kinder des Korn” basiert auf einer Stephen-King-Kurzgeschichte und war erfolgreich genug für etliche Fortsetzungen, die noch schlechter als das Original sein sollen.)

Steve Niles (überarbeitet von Stuart Beattie und Adi Hasak): 30 Days of Night (basierend auf der Graphic Novel von Niles und Templesmith)

Skip Woods: Hitman (eine bleihaltige Comicspielverfilmung. Gibt es auch andere?)

Von „Verlockende Falle“ (die nette Caperkomödie mit Sean Connery, Catherine Zeta-Jones und Ving Rhames) gibt es gleich mehrere Fassungen:

Ron Bass: Entrapment – Erste Fassung

Ron Bass: Entrapment – Achte Fassung

Ron Bass: Entrapment – Zehnte Fassung (beide Überarbeitungen sind von Don Macpherson und William Broyles Jr.)

Die verschiedenen Fassungen dürften vor allem für die wirklichen Fans und Wissenschaftler interessant sein. Donovan meint: “The Tenth Draft is a surprisingly good read.”


R. i. P. Jules Dassin

April 2, 2008

R. i. P. Jules Dassin (18. Dezember 1911 – 31. März 2008 )

Selbst wenn er nur „Rififi“ und „Topkapi“ gedreht hätte, wäre ihm ein Platz in der Filmgeschichte sicher. Aber er drehte auch „Naked City“, „Die Ratte von Soho“, „Sonntags nie“ und natürlich „Das Gespenst von Canterville“. Außerdem war er ein wirklicher Weltbürger: 1911 wurde er als Sohn russisch-jüdischer Emigranten in Middletown, Connecticut (USA), geboren. Er war einige Jahre Mitglied der Kommunistischen Partei. In der McCarthy-Ära erhielt er wie viele Hollywood-Künstler ein Berufsverbot. Dassin wanderte nach Europa aus. Er lebte lange in Frankreich und zog 1974 mit seiner Frau, der Schauspielerin und Kulturministerin Melina Mercouri nach Griechenland.

Nachrufe gibt es bei der Spiegel online, Welt, Süddeutsche, Tageszeitung (Schweiz), BBC News, USA Today (von AP), LA Times und die New YorkTimes.


Ausgewählte Frühjahrsmorde 2008: Knaur, Droemer, List und Ullstein

April 2, 2008

Was bieten Droemer Hardcover, Knaur Taschenbuch, List Taschenbuch und Ullstein Taschenbuch dem hungrigen Krimifan in den kommenden Monaten? Das:

 

Knaur Taschenbuch

April

Ariana Franklin: Die Totenleserin (Eine Pathologin ermittelt im Mittelalter in Cambridge)

Thomas Thiemeyer: Magma (ein Wissenschaftsthriller mit etwas Mystik)

 

Mai

Beverly Barton: Killing time (erhielt 2006 den Romance Writers of America Award)

Stefanie Baumm: Unsterblich wie der Tod (oder ein Serienmörder mordet sich durch die norddeutsche Population junger Mädchen)

Walt Becker: Missing Link (Heftige Kloppereien um einen archäologischen Fund, der das Geheimnis um die Entstehung der Menschheit verraten kann.)

Luc Deflo: Totenspur (Zweiter Krimi des belgischen Bestsellerautors)

Elizabeth Eyre: Das Geständnis des Dogen (Historischer Krimi: im 15. Jahrhundert wird in Venedig ein reicher Edelmann ermordet und der Sohn des Dogen gesteht die Tat. Aber ist er auch der Mörder?)

Bernd Harder: Der Bond-Appeal (und noch ein Buch über James Bond. Aktueller Anlass ist der hundertste Geburtstag von Ian Fleming am 28. Mai.)

Patrícia Melo: Schwarzer Walzer (Psychothriller: ein krankhaft eifersüchtiger Dirigent verliebt sich in eine junge Violinistin.)

Craig Smith: Das Jesusporträt (Mysterythriller)

 

Juni

Michael Marschall: Engel des Todes (oder Die Jagd nach dem „zweiten Schöpfer“ geht weiter)

Iain Pears: Das Porträt (Ein berühmter Maler und ein scharfzüngiger Kunstkritiker haben ein dunkles Geheimnis.)

Markus Stromiedel: Zwillingsspiel (Stromiedel schrieb einige gute Krimidrehbücher. Sein Debütroman klingt allerdings sehr nach der Vorlage für den „TV-Film der Woche“, gekreuzt mit den depressiven, skandinavischen Bestsellern. In diesem Fall bin ich trotzdem gespannt.)

Außerdem: „Tödliches Vergnügen“ (9 Krimis mit neuem Umschlag für jeweils 6 Euro):

Michael Böckler: Vino Criminale

Simon Brett: Mord im Museum

Peter James: Ein guter Sohn

P. D. James: Im Saal der Mörder

Sabine Kornbichler: Nur ein Gerücht

Alexandra Kui: Tod an der Schleuse

Val McDermid: Ein Ort für die Ewigkeit

Zane Radcliffe: Todesgruß

Julia Spencer-Fleming: Die rote Spur des Zorns

 

Juli

Friedrich Ani: Süden und das Geheimnis der Königin

Friedrich Ani: Süden und der Luftgitarrist (pünktlich zur geplanten Ausstrahlung der Süden-Krimis als ZDF-Samstagkrimi werden zwei der Süden-Krimis wieder aufgelegt)

Kate Atkinson: Liebesdienste (Privatdetektiv Jackson Brodie sucht den Mörder einer während des Edinburgher Theaterfestivals ermordeten Frau.)

Beverly Connor: Das Gesetz der Knochen (Dritter Fall der Pathologin Diane Fallon, die dieses Mal eine Leiche in einer teilweise unerforschten Höhle entdeckt.)

John Katzenbach: Das Opfer (Für sie ist es ein One-Night-Stand. Für ihn die große Liebe. Er beginnt sie und ihre Familie zu verfolgen.)

Michael Prescott: Mörderisches Spiel (Tess McCallum und Abby Sinclair, zwei aus früheren Prescott-Romanen bekannte Charaktere, jagen einen Mörder, der Frauen entführt und in der Kanalisation von Los Angeles angekettet ertrinken lässt.)

Joel Ross: Der Überläufer (Während des zweiten Weltkriegs spielender Spionagethriller)

Martyn Waites. Der Gnadenthron (der Auftakt der Joe-Donovan-Serie war für den Gold Dagger nominiert)

 

August

Glenn Chandler: Die Todeskarte (in England ist Chandler als Erfinder und Autor der langlebigen, nie in Deutschland ausgestrahlten Taggard-Polizeiserie bekannt. Dies ist sein erster von bislang zwei Krimis mit DI Steve Madden.)

Jonathan Hayes: Martyrium (Tja: ein Pathologe, ein Serienkiller, gekreuzigte Frauen, ein religiöser Spleen, die Freundin des Pathologen als nächstes Opfer des Killers. Das klingt alles nach Standard-Thriller. Oh, halt, der Held hat – das gab’s vor zehn Jahren noch nicht – ein 9/11-Trauma.)

Reginald Hill: Ins Leben zurückgerufen (DSI Andrew Dalziel auf Mörderjagd.)

Brenda Joyce: Fallen der Liebe (ein 1902 in New York spielender Ladythriller)

Kate Morgenroth: Töte mich zuerst (Neuauflage: ein Terrorist bringt in einem Sanatorium die Patienten vor laufender Kamera um. Eine Patientin wird seine Komplizin.)

Mary Stanley: Vermisst (Dublin in den 70er Jahren: ein Mädchen verschwindet. Ihre jüngere Schwester sucht sie.)

 

September

Pamela Clare: Kalt wie der Tod (ein Ladythriller)

Donn Cortez: Closer (Cortez schrieb auch einige „CSI Miami“-Romane. In „Closer“ bringt der Held Mörder um. Eines Tages stößt er auf eine Serienmörder-Community im Internet und den Mörder seiner Familie.)

Nicole Drawer: Das Messer in der Hand (Polizeipsychologin Johanna Jensen glaubt nicht, dass die blutüberströmte Frau mit dem Messer in der Hand ihren Mann umgebracht hat.)

Susan Hill: Des Abends eisige Stille (Ein Junge verschwindet in dem beschaulichen Lafferton. DCI Simon Serrailler sucht ihn.)

Lisa Jackson: Shiver – Meine Rache wird euch treffen (jetzt im Taschenbuch)

David Lawrence: Tödliches Dunkel (Detective Stella Mooney jagt einen Frauenmörder, der auf den Leichen geheimnisvolle Botschaften hinterlässt.)

Matthew Pearl: Die Stunde des Raben (oder Wie war das noch mal mit dem Tod von Edgar Allan Poe?)

David Skibbins: Der Tod ist eine Frau („Ein charmantes Schlitzohr, ein verzwickter Fall und ein ungewöhnliches Geheimnis“ dichtet der Verlag.)

 

Oktober

Christian von Ditfurth: Das Luxemburg-Komplott (Historischer Thriller über einen Mordanschlag auf Rosa Luxemburg.)

Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher (In seinem vierten Thriller treibt ein Psychopath unerkannt in einer von der Außenwelt abgeschnittenen Luxuspsychiatrie sein Unwesen.)

Colin Harrison: Afterburn – Tödliche Verstrickung (Ein Millionär verknallt sich in eine junge Schönheit, die gerade der Mafia fünf Millionen Dollar stibitzt hat. Selbstverständlich will die Mafia ihr Geld zurückhaben.)

Shaun Hutson: Scharfe Klauen („Spannend wie ein Thriller, blutig wie ein Steak“ textet der Verlag über diesen Horrorthriller, in dem ein geheimnisvoller Mörder am liebsten Literaturkritiker und Verlagsmitarbeiter zerfetzt. Der knallharte Inspector Birch zieht seinen Trenchcoat an. Könnte ein unterhaltsamer Schmöker sein.)

Chris Kuzneski: Arcanum – Im Zeichen des Kreuzes (finden Kuzneskis Helden die Spuren von Dan Brown. Allerdings scheint die Angelegenheit, immerhin geht es um das größte Geheimnis des Christentums, hier etwas weniger jugendfrei zu sein.)

Julia Spencer-Fleming: Das dunkle Netz der Rache (Vierter Krimi mit Pastorin Clare Fergusson und Sheriff Russ Van Alstyne. Dieses Mal wird die Erbin eines Großgrundbesitzers entführt.)

Marcos M. Villatoro: Mania (FBI-Agentin Romilia Chacón jagt die Mörder eines Kollegen. Die Spur führt zu einem südamerikanischen Drogenkartell.)

 

 

Droemer – Hardcover

12. April

Simone Buchholz: Revolverherz (Staatsanwältin Chastity Riley jagt den Mörder der St.-Pauli-Tänzerinnen. – Irgendwie klingt die ganze Beschreibung nach einem dieser superhippen, superwitzigen Bücher, die absolut nicht mein Geschmack sind.)

14. Juni

Douglas Preston: Credo – Das letzte Geheimnis (Blasphemy, 2008 – In einem abgelegenen Labor erforschen Wissenschaftler eine neue Energiequelle. Da behauptet eine Stimme, sie sei der Schöpfer des Universums. Ihre Forderung: die Naturwissenschaften als einzige Religion anerkennen. – Puh.)

8. August

Kate Atkinson: Lebenslügen (When will there be good news, 2008 – Privatdetektiv Jackson Brodie versucht einen lange zurückliegenden Mord aufzuklären.)

 

 

List Taschenbücher

April

William Brodrick: Die Gärten der Toten (Pater Anselm will den Mord an einer früheren Strafverteidiger-Kollegin aufklären. Seine Ermittlungen führen ihn zu einem alten Prostitutionsfall.)

Ake Edwardson: Das vertauschte Gesicht/In alle Ewigkeit (Zwei Erik-Winter-Krimis für zehn Euro)

Mai

Leif Davidsen: Der Augenblick der Wahrheit (Fotograf Peter Lime verliert bei einem Anschlag seine Familie. Blind vor Hass beginnt er die Täter zu jagen. – Neuauflage)

Juni

Ronnith Neuman: Tod auf Korfu (Ein Polizist versucht auf Korfu eine Mordserie aufzuklären. Seine Ermittlungen führen ihn zu einer lange zurückliegenden deutsch-griechischen Tragödie.)

Barbar Pope: Im hellen Licht des Todes (Aix-en-Provence, 1885: Ein Richter fragt sich, ob Paul Cézanne eine Frau ermordet hat.)

Juli

Mila Lippke: Der Puppensammler (Mörderjagd im Berlin der Jahrhundertwende)

Dominique Sylvain: Letzte Show (Das Stardouble von Britney Spears stürzt aus dem 34. Stock. Eine Ex-Kommissarin und eine Stripperin beginnen mit der Mördersuche. – Das könnte mir gefallen.)

August

Marcello Fois: Sardische Vendetta (die Gesichte des sardischen Banditen Samuele Stocchino erhielt den Premio Grinzane Cavour)

September

Marianne Macdonald: Tod zwischen den Zeilen (Buchhändlerin Dido Hoare freut sich über ein billig erstandenes Pergament. Da wird der Verkäufer ermordet und Dido fragt sich, ob das Pergament der Grund für den Mord war.)

Jo Nesbo: Rotkehlchen (Neuausgabe zum Sonderpreis)

Michael Theurillat: Eistod (der zweite Fall für Kommissar Eschenbach jetzt als Taschenbuch)

 

 

Ullstein – Taschenbuch

April

Lori Andrews: Bis auf die Knochen (Haben ein lange zurückliegendes Massaker und der Mord eines Händlers etwas miteinander zu tun? Molekularbiologin Blake fliegt nach Saigon.)

Peter Brendt: Deep Hunters (ein U-Boot-Thriller)

John Connolly: Die weiße Straße (Privatdetektiv Charlie Parker will die Unschuld eines Afroamerikaners, der für den Mord an der Tochter eines Millionärs in der Todeszelle sitzt, beweisen.)

Oliver Pötzsch: Die Tochter des Henkers (sucht kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg einen Mörder)

 

Mai

Bernard Cornwell: Schnee in der Karibik (Ein Skipper gerät in einen Drogenkrieg.)

Esteban Martin/Andreu Carranza: Die dritte Pforte (Ein in Spanien spielender Mystery-Thriller über eine angeblich auserwählte junge Frau, verschlüsselte Hinweise in alten Bauwerken und einer satanischen Sekte.)

Matthew Reilly: Auf Crashkurs („Es scheppert herrlich“, meint BamS [nicht Bumms] über diesen Action-Thriller über lebensgefährliche Hovercar-Rennen in der nahen Zukunft.)

Inger Wolf: Spätsommermord (2007 als bestes dänisches Krimidebüt ausgezeichnet)

 

Juni

Marc Van Allen: Arcanum (Der Ordo Invisibilium will die totale Kontrolle über die Menschheit erlangen. Aber einige Menschen wehren sich.)

Rita Mae Brown: Die Sandburg (eine Sommergeschichte, kein Krimi)

Julie Garwood: Mord nach Liste (Die als therapeutische Übung aufgeschriebene Todesliste einer Hotelerbin gerät in die Hände eines Killers, der sie abarbeitet.)

 

Juli

Blake Crouch: Bruderherz (Neuauflage: Ein Krimiautor wird in ein mörderisches Spiel verwickelt)

Christian Moerk: Eminenza (Ein Wissenschaftler findet einen Weg, den Hunger in der Welt zu beenden. Damit gerät er in das Visier einer alten venezianischen Loge.)

Peter Robinson: Eine respektable Leiche (der zweite Inspector-Banks-Krimi)

 

August

Carol Higgins Clark: Nacht in Las Vegas (Siebter Einsatz für Privatdetektivn Regan Reilly: Sie soll herausfinden, wer die Dreharbeiten für eine Show sabotiert.)

John S. Marr/John Baldwin: Die elfte Plage (Ein Psychopath erfreut die Amerikaner mit an die zehn biblischen Plagen angelehnten Viruserkrankungen. Ein Virologe jagt ihn.)

Franck Thilliez: Im Zeichen des Blutes (Und wieder wird ein Serienmörder gejagt)

 

September

Rita Mae Brown/Sneaky Pie Brown: Die kluge Katze baut vor (Miau. Ein Fall für Mrs. Murphy.)

Iris Johansen: Gnadenlose Jagd (Jemand will die Talente einer ehemaligen CIA-Agentin für seine Zwecke nutzen. Er entführt ihre Tochter.)

Inge Löhning: Der Sünde Sold (In einem bayerischen Dorf wütet ein sadistischer Mörder. Kommissar Konstantin Dühnfort jagt ihn.)

Aline Templeton: Wenn es ans Sterben geht (Wer ermordete drei ehrenamtliche Helfer? Die Polizeichefin von Galloway ermittelt.)

 

Fett Kursiv sind die Titel gedruckt, auf die ich mich besonders freue. Neuausgaben und Taschenbuchausgaben natürlich ausgenommen.

 

Und hier geht’s zu den vorherigen Teilen:

Heyne Taschenbuch

Blanvalet Hardcover, Heyne Hardcover, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch

Blanvalet, Goldmann Taschenbuch

Alexander Verlag, Edition Nautilus, Pendragon, Unionsverlag, Pulp Master, vgs

Emons, Gmeiner, Grafit


KrimiWelt-Bestenliste April 2008

März 30, 2008

Die KrimiWelt-Bestenliste für den April sieht so aus:

1          (2)       Robert Littell: Die Söhne Abrahams

2          (3)       Peter Temple: Shooting Star

3          (9)       Linus Reichlin: Die Sehnsucht der Atome

4          (-)        David Peace: 1983

5          (1)       Martin Cruz Smith: Stalins Geist

6          (-)        Andrew McGahan: Last Drinks

7          (-)        Lee Child: Sniper

8          (-)        Lawrence Block: Verluste

9          (-)        Michael Collins: Der Bestseller-Mord

10       (-)        Allan Guthrie: Abschied ohne Küsse

 

Die vielen Neueinsteiger wirbeln die Liste so richtig auf. Trotzdem kenne ich, bis auf drei, alle empfohlenen Krimis.

Robert Littells „Die Söhne Abrahams“ ist ein gutes Buch über den Israel-Palästina-Konflikt, das aber nicht die Qualität von „Die kalte Legende“ erreicht. Dafür ist die Geschichte dann doch zu bekannt und die beiden religiösen Fanatiker hauen sich ihre Thesen und Interpretationen der heiligen Schriften zu spannungslos um die Ohren. Peter Temples „Shooting Star“ ist ein traditioneller Privatdetektivroman, bei dem das Porträt der verkommenen Familie schwärzer als gewohnt ausfällt. David Peace schließt mit „1983“ sein Red-Riding-Quartett mit einem vielstimmigen Chor ab. „Stalins Geist“ von Martin Cruz Smith ist der neueste Renko-Roman und ein Porträt des heutigen Russland. Lee Child setzt mit „Sniper“ seine Jack-Reacher-Serie überaus spannend fort. Ein guter Thriller für eine schlaflose Nacht. Allan Guthries „Abschied ohne Küsse“ ist eines von drei auf Deutsch erschienenen Hard-Case-Crime-Büchern, bei denen Rotbuch zum Glück auch die Covergestaltung der Originale übernommen hat. Guthrie erzählt eine grimmige, schwarzhumorige Gangstergeschichte, in der ein des Mordes verdächtiger Geldeintreiber den Mörder seiner Tochter sucht (Noch witziger ist das Hard-Case-Crime-Buch „Flop“ von Ken Bruen und Jason Starr.). Lawrence Block erlebt derzeit in Deutschland eine gelungene Rückkehr mit dem Frühwerk „Abzocker“ (ebenfalls in der Hard-Case-Crime-Reihe) und dem blutigen Matthew-Scudder-Roman „Verluste“. In „Verluste“ hilft Scudder seinem Freund Mick Ballou und das geht nicht ohne ein gehöriges Maß an Gewalt und Toten ab.

 

In den Klammern ist die Platzierung vom Vormonat.


Die Crimespree-Preisträger 2008

März 28, 2008

Das Crimespree Magazine hat die diesjährigen Preisträger des Crimespree Preises bekannt gegeben:

Favorite book of 2007

The Unquiet – John Connolly

Nominiert:

What The Dead Know – Laura Lippman

The Watchman – Robert Crais

Priest – Ken Bruen

Thunder Bay – William Kent Krueger

 

 

Best On-Going Series

Peter Robinson’s Inspector Banks

Nominiert:

Lee Child’s Jack Reacher

Ken Bruen’s Jack Taylor

John Connolly’s Charlie „Bird“ Parker

Barry Eisler’s John Rain

 

 

Favorite Anthology of 2007

Expletive Deleted – Jen Jordan, Editor

Nominiert:

A Hell of a Woman – Megan Abbott, Editor

Chicago Blues – Libby Hellman, Editor

 

 

Favorite Comics Writer of 2007

Brian Azzarello

Nominiert:

Ed Brubaker

Jason Aaron

Greg Rucka

Garth Ennis

 

 

Best first book of 2007

Sean Chercover-Big City Bad Blood

Nominiert:

Marcus Sakey – The Blade Itself (Der Blutzeuge)

Craig McDonald – Head Games

Stealing The Dragon – Tim Maleeny

Tom Schreck – On The Ropes

 

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!