Als Angel Dare in Christa Fausts tollem Pulp-Krimi „Hardcore Angel“ ihren ersten Auftritt hatte, war sie sicher eine der ungewöhnlichsten Krimi-Heldinnen: denn sie verdiente ihr Geld als Pornostar und Inhaberin einer Agentur, die jüngere Frauen für Pornodrehs vermittelte. In dem Krimi legte sie sich mit einer Bande Menschenschmuggler an.
Am Ende von „Hardcore Angel“ hat sie bei ihnen blutig aufgeräumt und erhält im Zeugenschutzprogramm eine neue Identität.
Am Anfang von „Die Rachegöttin“ kellnert sie in einem Diner in der Nähe von Yuma, Arizona, und versucht an eine neue Identität, von der die Regierung, die sie auch im Zeugenschutzprogramm nicht vor ihren Verfolgern schützen konnte, nichts weiß, zu kommen. Da betritt Thick Vic Ventura das Restaurant. Er ist ihre alte Liebe aus den glücklichen Tagen als Pornodarstellerin und der Vater von Cody, einem jungen Mann, der unsterblich in Angel verliebt ist und unbedingt in der Realityshow „All American Fighter“ auftreten will.
Während sie noch überlegt, was diese Begegnung für ihr Leben bedeutet, betreten drei Mexikaner das Lokal und erschießen Thick Vic hinterrücks. Während des blutigen Schusswechsels kann Angel mit Cody flüchten.
Aber die Mexikaner verfolgen sie und Angel weiß nicht warum. Denn natürlich haben die Verbrecher aus „Hardcore Angel“ noch eine Rechnung mit ihr offen und Cody hat es sich mächtig mit einem lokalen Gangsterboss verscherzt.
„Die Rachegöttin“ hat natürlich nicht mehr das Überraschungspotential von „Hardcore Angel“. Denn ein Krimi, der im Pornomilieu spielt und dies nicht moralinsauer für Belehrungen über unterdrückte Frauen, sondern für eine zünftige (Saftige? Spritzige?) Geschichte mit einer selbstbewussten Heldin, der ihre Arbeit und Sex Spaß macht, benutzt, ist schon etwas besonderes. Entsprechend euphorisch wurde ihr schnörkellos geschriebener Roman in der Krimiszene abgefeiert.
In dem zweiten Angel-Dare-Abenteuer wiederholt Christa Faust aber nicht einfach die Erfolgsformel von „Hardcore Angel“. Das Pornofilmmilieu spielt erst gegen Ende des Romans, wenn Angel, Cody und sein Trainer Hank „The Hammer“ Hammond in Las Vegas sind, eine, eher austauschbare, Rolle. Bis dahin geht es durch das amerikanische Hinterland und über die Grenze nach Mexiko. Es geht um Drogenschmuggel und schmutzige Geschäfte im Kampfsport. Das ist für Hardboiled-Fans dann doch eher vertrautes Terrain.
Das ändert aber nichts daran, dass „Die Rachegöttin“ ein flott zu lesendes, pulpiges Roadmovie mit einer ordentlichen Portion Sex (eher wenig) und Gewalt (mehr) ist.
Drehbuch: Peter Märthesheimer, Pea Fröhlich, Rainer Werner Fassbinder (Dialoge)
1957 kommt ein neuer Baudezernent in eine nordbayerische Kleinstadt und stört zunächst das korrumptive Geflecht. Doch dann stimmt er den Plänen eines Baulöwen und heimlichen Herrschers des Ortes für den Bau einer Siedlung zu und heiratet die Kleinstadthure Lola.
„eine handfeste Kinogeschichte voller Ironie, vollgespickt mit Hinweisen auf andere Fassbinderfilme (…) Eleganter als Fassbinder kann man die fünfziger Jahre, die Zeit des Wirtschaftswunders, der Wahlparole ‚Keine Experimente‘, nicht abservieren. Lächerlichkeit tötet, das gilt allerdings nur für die Kunst. Im Leben tragen wir noch schwer am Erbe der fünfziger Jahre.“ (Wilhelm Roth: Lola, in Peter W. Jansen/Wolfram Schütte, Hrsg.): Rainer Werner Fassbinder – Reihe Film 2, 5. ergänzte und erweiterte Auflage, 1985)
3sat zeigt den Klassiker anlässlich des 30. Todestages von Rainer Werner Fassbinder (31. Mai 1945 – 10. Juni 1982).
mit Barbara Sukowa, Armin Mueller-Stahl, Mario Adorf, Matthias Fuchs, Helga Feddersen, Karin Baal, Ivan Desny, Karl-Heinz von Hassel, Elisabeth Volkmann, Hark Bohm, Rosel Zech, Christine Kaufmann, Udo Kier, Harry Bear, Günther Kaufmann
Beginnen wir mit dem Positiven: die Schauspieler in dem Kriegsfilm „Act of Valor“ wissen, wie sie ihre Waffen halten müssen.
Der Grund dafür ist ziemlich banal: sie sind echte U. S. Navy Seals und die in dem Film geschilderten Missionen beruhen, wie am Anfang des Films stolz verkündet wird, auf echten Einsätzen.
In Costa Rica rettet die Einheit von Lt. Rorke eine CIA-Agentin (Roselyn Sanchez) aus den Fängen des Drogenbarons Christo (Alex Veadov). Dabei stoßen sie auf die ersten Hinweise über einen Terroranschlag gegen die USA. Denn Christo macht Geschäfte mit dem Terroristen Abu Shabal (Jason Cottle), der über die mexikanische Grenze eine Gruppe Selbstmordattentäter in die USA einschleusen will.
Das liest sich jetzt wie der Plot eines typischen B-Pictures,inszeniert im Michael-Bay-Look, bei dem nur die vielen Schauplätze rund um den Globus (es wurde an verschiedenen Orten in den USA, Puerto Rico, Mexiko, Kambodscha, den Philippinen und der Ukraine gedreht) und die militärische Ausstattung (natürlich hat die Armee bei diesem Promofilm gerne geholfen) erstaunen.
Aber bei einem B-Picture stehen dann Schauspieler vor der Kamera, die – und das fällt, wenn man die schauspielerischen Leistungen der Navy Seals erleiden muss, erschreckend deutlich auf – spielen können. Dabei sind Chuck Norris, Jean-Claude van Damme, Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone, deren Actionfilme „Act of Valor“ inspirierten, wahrlich keine guten Schauspieler.
In „Act of Valor“ wimmelt es dagegen von unerträglich schlechten Schauspielleistungen, die die Schwächen des Drehbuchs nur noch offensichtlicher machen. Die Geschichte ist eine Ansammlung altbekannter Actionfilmklischees, Unterabteilung Söldner/Militär/Spezialeinheiten, garniert mit papiernen Dialogen und pathosgetränkten Monologen.
Dazu kommen noch – immerhin sind diese Navy Seals fit genug, um die Action-Szenen wirklich durchzukämpfen – die erstaunlich schlecht inszenierten Action-Szenen, die teilweise aus der Ego-Shooter-Perspektive inszeniert sind und die von den Abläufen der Einsätze nichts verraten, was man nicht schon in anderen Filmen besser gesehen hätte.
Mein Tipp: Besser noch einmal „The Unit“ ansehen. In einer Folge der TV-Serie erfährt man mehr über die Arbeit eines Spezialkommandos und die seelischen Belastungen der Soldaten und ihrer Familien als in „Act of Valor“. Aber die Serienmacher hatten auch echte Schauspieler, David Mamet als Autor und Produzenten und, natürlich, militärische Berater.
Act of Valor (Act of Valor, USA 2012)
Regie: Mike McCoy, Scott Waugh
Drehbuch: Kurt Johnstad
mit Rorke, Michael, Dave, Ajay, Sonny, Ray, Duncan Smith, Van O, Weimy (echte U. S. Navy Seals, deren Nachnamen nicht verraten werden), Roselyn Sanchez, Alex Veadov, Jason Cottle, Nestor Serrano
Vertrag mit meinem Killer (Finnland/Schweden 1990, R.: Aki Kaurismäki)
Drehbuch: Aki Kaurismäki
Ein Franzose verliert in London seine Arbeit bei den privatisierten Wasserwerken und engagiert einen Killer, der ihn töten soll. Da verliebt er sich – und möchte den Mordauftrag gerne widerrufen. Aber er kennt seinen Killer nicht.
Selten gezeigter Film von Aki Kaurismäk, den er zwar nicht in seiner Heimat drehte, aber der unverkennbar ein Kaurismäki ist.
mit Jean-Pierre Léaud, Margi Clarke, Kenneth Colley, Trevor Brown, Imogen Clare, Serge Reggiani, Angela Walsh, Cyril Epstein, Joe Strummer, Aki Kaurismäki (als Sonnenbrillenverkäufer)
auch bekannt als „I hired a Contract Killer“ (Kinotitel)
Auf der fast acht Kilometer langen Öresundbrücke, die seit zwölf Jahren Schweden mit Dänemark verbindet, wird eine Frauenleiche gefunden. Weil die Tote genau auf der Grenze liegt, wird ein Ermittlungsteam, das aus schwedischen und dänischen Polizisten besteht, gebildet. Die Leitung übernehmen der dänische Polizist Martin Rohde (Kim Bodnia), ein eher gemütlicher Familienmensch, und seine schwedische Kollegin Saga Norén (Sofia Helin), eine beziehungsgehemmte Star-Ermittlerin.
Beim Abtransport der Leiche stellen sie fest, dass die Leiche in der Mitte durchtrennt wurde. In der Gerichtsmedizin erfahren sie, dass die obere Hälfte der Leiche eine schwedische Politikerin, die untere Hälfte eine vor über einem Jahr spurlos verschwundene dänische Prostituierte ist.
Kurz darauf geht ein anonymer Anruf, der mit weiteren Taten droht, ein. Der Mörder will, so sagt er, auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen.
Klingt spannend? Ist es auch. Jedenfalls solange man rätselt, wer der Täter ist.
Aber „Die Brücke – Transit in den Tod“ ist auch ein zunehmend abstruser Thriller, bei dem die gesellschaftlichen Missstände nur von dem wahren Motiv ablenken sollen. Denn das findet sich im Privaten und der Täter, ein einzelner Mann, will sich an einem der Ermittler rächen.
Ausgehend von der Leichenablage auf der Brücke Tat entfaltet „Die Brücke – Transit in den Tod“ in den ersten Folgen (die Miniserie besteht aus fünf spielfilmlangen Episoden) mit zahlreichen Subplots ein Panorama der dänischen und schwedischen Gesellschaft. Man fragt sich nicht nur, wer der Täter ist, sondern man rätselt auch, wie die verschiedenen Geschichten miteinander zusammen hängen. Es gibt eine reiche Unternehmerin, die alles tut, um ihren schwer kranken Mann zu retten. Es gibt einen halbseidenen Sozialarbeiter, der einer Frau gegen ihren gewalttätigen Mann hilft und der seine obdachlose Schwester sucht. Es gibt einen Boulevard-Journalisten, der, nachdem der Terrorist eine Bombe in seinem Auto platzierte, als sein Sprachrohr fungiert. Und Martin Rohde hat zu Hause, vor allem nach einem Seitensprung, Probleme mit seiner Frau und seinem Sohn aus einer früheren Ehe, der seine Zeit chattend und spielend vor dem Computer verbringt.
Aber etliche dieser und weiterer Nebengeschichten werden entweder irgendwann erschreckend schnöde, als ob die Macher plötzlich das Interesse an diesen Charakteren verloren hätten, fallen gelassen oder sie enden so abrupt, dass man deren Ende leicht verpassen kann. Im Rückblick entpuppen sich die meisten dieser Nebengeschichten als Füllmaterial, das nur die Geschichte streckt.
Auch die Agenda des Terroristen, der auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen will, ist höchst zwiespältig. Immerhin haben die Macher sie nicht benutzt, um larmoyant-oberlehrerhafte Belehrungen, wie wir es aus jedem zweiten „Tatort“ kennen, über die Schlechtigkeit der Welt abzusondern. Die Missstände sind den Machern herzlich egal. Wie auch dem Täter, der sie als höchst pompöses Ablenkungsmanöver für seine private Vendetta benutzt.
Und wenn dann die Kommissare Saga Norén und Martin Rohde die Identität des Täters und sein Motiv erfahren, kann sich die gesamte letzte Folge der Jagd nach dem nun auch der Polizei bekannten Täter widmen. Dummerweise ist in diesem Moment die Luft aus der Geschichte raus und die Wendungen bis zur Verhaftung des Wahrheitsterroristen in der letzten Minute langweilen zunehmend.
Das klingt jetzt furchtbar negativ. Dabei ist „Die Brücke“ deutlich unterhaltsamer als die meisten „Tatorte“. Die gut zehnstündige Miniserie ist halt nur ein formelhafter, weitgehend spannender Krimi mit einem sehr sympathischen Ermittlerduo. Besonders Sofia Helin als autistische Ermittlerin mit Asperger-Syndrom hat ihre Rolle sichtlich gefallen. Wie ein kleines Kind versucht sie die Konventionen des Zusammenlebens, der Höflichkeit, zu lernen und dabei fragt sie sich, warum sie ihre Mitarbeiter für ihre gute Arbeit loben soll. Denn dafür werden sie doch bezahlt. Oder warum sie einer Mutter nicht sagen soll, dass ihre verschwundene Tochter wahrscheinlich tot ist. Das bringt dann sogar etwas Humor in den düsteren Krimi.
Die Ausstattung der DVD-Box ist, Edel-typisch, dürftig. Immerhin gibt es einige arg kurze, untertitelte Interviewschnipsel mit den Schauspielern Kim Bodnia, Sofia Helin, Sarah Boberg und Dag Malmberg, den Produzenten (deren Namen nicht gesagt werden), Kameramann Olof Johnson und den Regisseuren Charlotte Sieling, Lisa Siwe und Henrik Georgsson und einen Blick hinter die Kulissen. Nach 21 Minuten ist man damit fertig.
Untertitel gibt es keine und das Bild ist, anscheinend eine nicht überzeugende künstlerische Entscheidung der Macher, extrem blass und versackt in Braun- und Grautönen.
Die Brücke – Transit in den Tod (Bron; Broen, Schweden/Dänemark/Deutschland 2011)
Regie: Charlotte Sieling (Episode 1, 2), Lisa Siwe (Episode 3), Henrik Georgsson (Episode 4, 5)
Drehbuch: Hans Rosenfeldt, Måns Mårlind (Episode 1), Hans Rosenfeldt, Morten Dragsted, Nicolaj Scherfig (Episode 2), Hans Rosenfeldt, Nicolay Scherfig (Episode 3), Hans Rosenfeldt, Måns Mårlind (Episode 4), Hans Rosenfeldt (Episode 5) (nach einer Idee von Måns Mårlind, Hans Rosenfeldt und Björn Stein)
mit Sofia Helin (Saga Norén), Kim Bodnia (Martin Rohde), Dag Malmberg (Hans Petterson), Puk Scharbau (Mette Rohde), Emil Birk Hartmann (August Rohde), Rafael Pettersson (John), Anette Lindbäck (Gry), Said Legue (Navid), Kristina Brändén (Anne),
Sarah Boberg (Lillian), Christian Hillborg (Daniel Ferbé), Magnus Krepper (Stefan Lindberg), Kristian Lima de Faria (Åke), Maria Sundbom (Sonja Lindberg), Magnus Schmitz (Anton Cederlund), Ellen Hillingsø (Charlotte Söringer)
Der erste Trailer (einmal mit englischem, einmal mit deutschem Ton) für den neuen James-Bond-Film „Skyfall“ ist draußen. Er verrät zwar noch nichts über den Film, sieht aber vielversprechend aus:
April 1992: Während Los Angeles sich in den letzten Tagen vor dem Urteil im Rodney-King-Prozess langsam zu einem Pulverfass entwickelt, muss der korrupte Polizist Eldon Perry mit seinem jungen Partner Bobby Keough einen Vierfach-Mord in einem koreanischen Geschäft aufklären.
„Dark Blue“ ist einer der besten Cop-Thriller der vergangenen Jahre. Das Buch stellt Fragen nach Schuld und Sühne, individueller Verantwortung und wie Verbrechen bekämpft werden sollen. Die Schauspieler agieren fantastisch. Die Kamera ist immer bei ihnen. Gedreht wurde an Originalschauplätzen.
James Ellroys Anteil war dabei relativ klein. Er schrieb in den frühen Neunzigern das Drehbuch „The Plague Season“, das vor dem Hintergrund der 1965er Watts-Unruhen spielte. In den folgenden Jahren wurde es entwickelt (So nennen Filmproduzenten ein ständiges Herumschreiben an einem Buch. Nicht immer unbedingt zum Vorteil des Buches.) und letztendlich von „Training Day“-Autor David Ayer umgeschrieben. Anscheinend überlebte wenig bis nichts von Ellroys ursprünglichem, nicht veröffentlichtem Skript. Trotzdem enthält „Dark Blue“ etliche Ellroy-Themen und der Polizeithriller ist ein extrem düsterer Spielfilm.
Das Los Angeles Police Department hat eine lange Geschichte von Polizeiskandalen. Nach dem Rodney King-Skandal kam es in den späten Neunzigern zum Rampart-Skandal. Im Bezirk Rampart wurden Polizisten der Elite-Einheit CRASH, um Drogenhändler zu bekämpfen, selbst zu Verbrechern. Der Rampart-Skandal löste eine große Umgestaltung des LAPD aus.
Filmischen Widerhall fand Rampart unter anderem in „Training Day“ und der grandiosen Polizeiserie „The Shield“ (bei uns vor allem grandios gefloppt).
Mit Kurt Russell, Scott Speedman, Ving Rhames, Brendan Gleeson, Lolita Davidovich
Wiederholung: Donnerstag, 24. Mai, 04.00 Uhr (Taggenau!)
Kommissar Bellamy – Mord als Souvenir (Fr 2009, R.: Claude Chabrol)
Drehbuch: Odile Baski, Claude Chabrol
Kommissar Bellamy (gespielt von Gérard Depardieu) macht Urlaub. Als ihm ein Unbekannter einen Mord gesteht, beginnt er dennoch zu ermitteln und stößt auf einen geplanten Versicherungsbetrug.
Chabrols letzter Spielfilm. Sicher nicht sein bestes Werk, aber auch ein typischer später Chabrol.
Mit Gérard Depardieu, Clovis Cornilla, Jacques Gamblin, Marie Bunel
Der Überfall in den ersten Minuten des französischen Thrillers „Sleepless Night – Nacht der Vergeltung“ geht schief. Es gibt einige Tote, aber die beiden Täter können mit der Beute, einer Tasche voll Kokain, entkommen.
Die Polizei beginnt mit ihren Ermittlungen und auch die beiden Täter, Vincent (Tomer Sisley [„Largo Winch“]) und Manuel (Laurent Stocker [zuletzt „Die Kunst zu lieben“]) hören sich um. Sie sind Polizisten, die den Überfall auf eigene Rechnungen machten und jetzt versuchen, ihre Spuren zu verwischen. Das geht ziemlich schief und Vincents Sohn wird von dem Gangsterboss, dessen Kokain sie geklaut haben, entführt. Wenn Vincent das geklaute Kokain herausrückt, kann er seinen Sohn wieder sehen.
In der riesigen Disco des Erpresser soll es zum Austausch kommen. Vor dem Treffen versteckt Vincent das Kokain auf der Männertoilette. Aber er wird dabei von einer Kollegin beobachtet und sie nimmt es, mit ihrem höchst zwiespältigen Vorgesetzten (naja, eigentlich gibt es in „Sleepless Night“ nur Verbrecher und korrupte Polizisten), aus dem Versteck.
Als Vincent feststellt, dass das Kokain verschwunden ist, versucht er seinen Sohn zu befreien. Da entdeckt er die Kollegen, die ihn in die Disco gefolgt sind.
„Sleepless Night – Nacht der Vergeltung“ ist ein feines Stück Hochspannungskino, bei dem man fast vergisst, sich über die riesige Discothek mit den unzähligen Räumen (nur der Swimmingpool wurde ausgelassen) zwischen Tanzflächen, Billard-Halle, schummerigem Bordell, Küche (immer gut für einen exzessiven Kampf), Hinterzimmern und Büros zu wundern. Und irgendwie laufen sich die die Polizisten und Verbrecher in dem kafkaesken Gebäude immer wieder über den Weg. Es wird geschossen, gekämpft und gemordet. Das ist in der proppenvollen Disco zwar nicht besonders plausibel, aber spannend. Vor allem, weil Vincent fast immer, gleichzeitig mit mehreren Problemen und Gegnern zu kämpfen hat.
Clint-Eastwood-Kameramann Tom Stern inszenierte Vincents atemlose Versuche, seinen Sohn aus den Händen der Verbrecher zu retten, fiebernd, immer nah am Geschehen, mit nimmermüder, pseudodokumentarischer Handkamera. Da hätte etwas weniger Gewackel auch seinen Dienst getan.
Und demnächst gibt es dann das Hollywood-Remake.
Sleepless Night – Nacht der Vergeltung (Nuit Blanche, Frankreich 2011)
Regie: Frédéric Jardin
Drehbuch: Frédéric Jardin (Adaption und Dialoge), Olivier Douyère (Adaption und Dialoge) (nach einem Szenario von Frédéric Jardin und Nicolas Saada)
Das Netz der 1000 Augen (Le Secret, F/I 1974, R.: Robert Enrico)
Drehbuch: Robert Enrico, Pascal Jardin (Dialoge)
LV: Francis Ryck: Le Compagnon indésirable, 1973 (Flieh nicht mit Fremden)
Musik: Ennio Morricone (Wer sonst?)
David flüchtet aus einer Irrenanstalt und findet Unterschlupf bei einem Schriftsteller-Ehepaar. Er sagt ihnen, dass er, weil er etwas Wichtiges weiß, verfolgt und aus dem Weg geschafft werden soll. Das Ehepaar beschließt, ihm zu helfen. Aber wird David wirklich verfolgt?
Extrem selten gezeigter französischer Paranoia-Thriller, der extrem spannend unterhält.
„Obwohl es bis auf die Szenen am Anfang und am Ende des Films keinerlei Gewalt, Verfolgungsjagden oder sonstige der üblicherweise spannungssteigernden Elemente zu sehen gibt, versteht es Enrico geschickt, eine konstante Atmosphäre der Bedrohung zu schaffen.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)
Von Francis Ryck wurden in den Siebzigern und Achtzigern etliche Krimis erfolgreich verfilmt.
Im Anschluss läuft, um 21.55 Uhr, eine spielfilmlange Doku über den Hauptdarsteller „Jean-Louis Trintignant“ (Frankreich 2012, R.: Serge Korber).
mit Jean-Louis Trintignant, Marlène Jobert, Philippe Noiret
LV: Joseph D. Pistone, Richard Woodley: Donnie Brasco: My Undercover Life in the Mafia, 1990
FBI-Agent Joe Pistone arbeitete von 1975 bis 1981 als Undercover-Agent in New York gegen den Bonanno Clan. Dabei befreundete er sich mit dem Kleingangster Lefty Ruggiero.
Intensives Porträt über Mafiosi am unteren Ende der Futterleiter, den persönlichen Folgen gefährlicher Einsätze, über Beziehungen, Freundschaft und Verrat.
Mit Al Pacino, Johnny Depp, Michael Madsen, James Russo, Anne Heche
„Liebe oder Freundschaft? Oder beides“ steht auf dem Plakat und wenn ein französischer Film versucht, diese Frage zu beantworten, dann erwartet man doch einige überraschende Einsichten in einem kurzweiligen, vielleicht sogar frivolen Werk. Gut, das sind jetzt Klischees und Vorurteile über die französische Lebensart, die dennoch in Filmen ziemlich oft und gern zelebriert werden.
Emmanuel Mouret („Tapetenwechsel“, „Küss mich bitte!“) hat sich in seinem neuesten Film „Die Kunst zu lieben“ dafür entschieden, zunächst vollkommen unverbunden und mit verschiedenen Charakteren einen Kurzfilm an den nächsten zu reihen. In jedem Film geht es im heutigen Paris des Bildungsbürgertums um Fragen von Liebe und Freundschaft, von Begehren und amourösen Abenteuern. Mal mehr, mal weniger in der Fantasie der Charaktere und der Zuschauer. Aber vor allem wird viel geredet. Fast wie in einem Film von Eric Rohmer.
Weil es Kurzfilme sind, sind die Einsichten dann auch eher banal und plakativ. Erst mit der Zeit tauchen einige Charaktere, die immer theaterhaft-künstlich in ebenso künstlichen Räumen spielen, öfters auf und diese Kurzfilme hängen dann auch etwas mehr miteinander zusammen. Trotzdem überwiegt immer das episodenhafte und man wird nie das Gefühl los, dass die Reihenfolge der einzelnen Geschichten weitgehend austauschbar ist.
„Die Kunst zu lieben“ ist eine Sammlung von Notizen und Gedanken zu Liebe und Freundschaft, die nur eine zunehmend enttäuschende Kurzfilmrolle ist.
Die Kunst zu lieben (L’art d’aimer, Frankreich 2011)
Regie: Emmanuel Mouret
Drehbuch: Emmanuel Mouret
mit François Cluzet, Frédérique Bel, Julie Depardieu, Emmanuel Mouret, Laurent Stocker, Gaspard Ulliel, Pascale Arbillot, Ariane Ascaride, Judith Godrèche, Louis-Do de Lencquesaing, Philippe Magnan, Stanislas Merhar, Élodie Navarre
LV: Robert Ludlum: The Bourne Identity, 1980 (Der Borowski-Betrug, Die Bourne-Identität)
CIA-Agent und Killer Jason Bourne hat sein Gedächtnis verloren. Schlimme Sache. Aber schlimmer ist, dass seine ehemaligen Arbeitgeber ihn umbringen wollen.
Die eher werkferne, kommerziell erfolgreiche Verfilmung des ersten Borowski-Buches. Für die Verfilmung des damals über zwanzig Jahre alten Buches wurde nur das Skelett der Handlung übernommen, der Rest aktualisiert und ein unterhaltsamer Action-Thriller gedreht, der sogar angenehm altmodisch ist. Nur Matt Damon wirkt einfach fünf Jahre zu jung für den eiskalten Profikiller. Aber das Problem hatte er in den spannenden Fortsetzungen nicht mehr.
Mit Matt Damon, Franka Potente, Chris Cooper, Clive Owen, Brian Cox, Walton Goggins
Wiederholung: Samstag, 19. Mai, 00.50 Uhr (Taggenau!)
Es gibt einen terroristischen Anschlag und einige Tote, aber „Lachsfischen im Jemen“ ist kein Krimi und auch kein Thriller, sondern eine Romantic Comedy mit einem ordentlich Schuss politischer Satire. Vor allem Kristin Scott Thomas darf hier als absolut ich- und problemzentrierte Pressesprecherin des englischen Premierministers brillieren („Sie ist verbal aggressiv und im Grunde einfach unangenehm. Sie besitzt keinerlei ausgleichende, versöhnliche Qualitäten“, sagt Kristin Scott Thomas, der die Rolle sichtbar gefiel.) und sie würde, wenn sie öfters im Bild wäre, Ewan McGregor locker den Film stehlen. Denn Ewan McGregor spielt den im Fischereiministerium angestellten Wissenschaftler und internationalen Lachsexperten Dr. Alfred Jones, dessen höchstes Glück im Angeln besteht. Nicht das gefährliche Hochseeangeln, sondern das Angeln in ruhig vor sich hin plätschernden englischen Bächen und, seltener, Flüssen.
Als Harriet Chetwode-Talbot (Emily Blunt) ihm vorschlägt, dass er auf Wunsch von Scheich Muhammed ibn Zaidi bani Tihama (Amr Waked) im Jemen das Fischen von Lachs ermöglichen soll, hält er es, aus streng wissenschaftlicher Sicht, für eine vollkommen hirnverbrannte Idee und erklärt Mrs. Chetwode-Talbot mit einer schnell hingekritzelten Skizze, dass der an kalte Gewässer gewöhnte nordeuropäische Lachs niemals im heißen Jemen überleben kann. Für sie ist die Skizze allerdings eine Machbarkeitsstudie. Denn der Scheich hat genug Geld, um es in dieses Projekt zu stecken.
Mit sanfter Gewalt, wozu der nimmermüde Optimismus von Miss Chetwode-Talbot, das gewinnende Charisma des Scheichs und, vor allem, die Pressesprecherin Patricia Maxwell, die das Projekt fördert, weil sie eine positiven Schlagzeile aus dem arabischen Raum will und dies in der Verwaltung mit dem nötigen Druck rücksichtslos durchsetzt, wird Dr. Alfred Jones zuerst in das Projekt gedrängt und dann, als er es schließlich durchführen will, wegen der geänderten politischen Großwetterlage, aus seinem Job gedrängt. Aber das geschieht erst viel später.
Lasse Hallström („Gilbert Grape“, „Gottes Werk und Teufels Beitrag“, „Chocolat“) erzählt diese Geschichte nach einem Drehbuch von Simon Beaufoy („Ganz oder gar nicht“, „Slumdog Millionär“, „127 Hours“) als herzige RomCom, die nie überbordend schmalzig wird, einige herrliche politische Spitzen hat und gut unterhält.
Das „Lachsfischen im Jemen“ wird die Welt nicht verändern, aber es ist ein schönes, kurzweiliges Feelgood-Movie, das, gut besetzt, bestes englisches Unterhaltungskino der gehobenen Klasse ist.
Lachsfischen im Jemen (Salmon Fishing in the Yemen, Großbritannien 2011)
Regie: Lasse Hallström
Drehbuch: Simon Beaufoy
LV: Paul Torday: Salmon Fishing in the Yemen, 2006 (Lachsfischen im Jemen)
mit Ewan McGregor, Emily Blunt, Kristin Scott Thomas, Amr Waked, Catherine Steadman, Tom Mison, Rachael Stirling, Tom Beard
Sherlock: Ein Skandal in Belgravia (GB 2011, R.: Paul McGuigan)
Drehbuch: Steven Moffat
Erfinder: Mark Gattiss, Steven Moffat
LV: Charakter und die Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle
Sherlock Holmes soll wichtige Informationen von Irene Adlers (die einzige Frau, die Holmes jemals liebte) Smartphone sicher stellen.
Furioser Auftakt der zweiten, wieder aus drei spielfilmlangen Episoden bestehenden Staffel von „Sherlock“, in der Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch, Grandios!) und Dr. John Watson (Martin Freeman, Grandios!) in der Gegenwart ermitteln. Dieses Mal haben die beiden Serienerfinder Mark Gattiss und Moffat für ihre Geschichten sogar originale Holmes-Geschichten als Vorlage genommen. Jedenfalls teilweise.
Am Pfingstsonntag, den 27. Mai, läuft um 21.45 Uhr „Die Hunde von Baskerville“ und am Pfingstmontag, den 28. Mai, läuft ebenfalls um 21.45 Uhr „Der Reichenbachfall“. Damit wäre dann die grandiose zweite Staffel von „Sherlock“ gezeigt und das warten auf die nächsten Fälle von Sherlock Holmes und Dr. Watson beginnt.
mit Benedict Cumberbatch, Martin Freeman, Una Stubbs, Rupert Graves, Mark Gattiss, Lara Pulver
Wiederholung: Samstag, 19. Mai, 01.20 Uhr (Taggenau!)
FBI-Agentin Audrey Parker wird von ihrem Chef in die idyllische, am Meer gelegene Maine-Kleinstadt Haven geschickt. Dort entdeckt sie ein Bild von einem fast dreißig Jahre zurückliegendem Vorfall mit dem „Colorado Kid“. Auf dem Bild ist eine Frau zu sehen, die ihr wie eine Zwillingsschwester gleicht. Die Waise Audrey will herausfinden, wer diese Frau ist. Außerdem glaubt sie, dass sie aus einem bestimmten Grund nach Haven geschickt wurde.
Am Ende der ersten Staffel steht sie einer Frau gegenüber, die behauptet, die echte FBI-Agentin Audrey Parker zu sein und unsere etwa dreißigjährige Heldin erfährt, dass sie Lucy Ripley, die Frau auf dem „Colorado Kid“-Zeitungsfoto ist und die letzten Jahre verschwunden war. Aber anscheinend kann sich niemand, der damals bei dem Ereignis dabei war, daran erinnern. Die beiden „Haven“-Journalisten, die anscheinend jedes Dorfgeheimnis kennen, schweigen eisern. Und das ist nicht das einzige Geheimnis, das Haven vor Fremden verbirgt.
Denn Haven ist keine normale Kleinstadt. In ihr haben viele Leute Probleme, die sich bei ihnen in übernatürlichen Fähigkeiten manifestieren.
Zusammen mit dem Kleinstadtpolizisten Nathan Wournos, der keine Schmerzen empfindet, und Duke Crocker, einem Schmuggler und Restaurantbesitzer mit einer Easy-Going-Lebenseinstellung, bis er erfährt, dass er von einer Person mit einer Tätowierung ermordet wird, versucht Audrey das Geheimnis ihre Vergangenheit zu ergründen und den Menschen in „Haven“ zu helfen.
Denn „die Probleme“ sind wieder zurück in Haven.
„Haven“ ist eine Syfy-Serie, die sehr lose auf dem Kurzroman „The Colorado Kid“ von Stephen King basiert. Eigentlich haben die Macher von Kings Buch nur die beiden hinterfotzigen Kleinstadtjournalisten und die Stimmung des Ortes übernommen. Die von King erzählte Geschichte des Colorado Kids, einer Leiche, die in den frühen achtziger Jahren aus immer noch ungeklärten Gründen und physikalisch nicht nachvollziehbaren Wegen nach Moose-Lookit Island, Maine, kam, diente den Serienerfindern Sam Ernst und Jim Dunn nur als Startpunkt für ihre grandiose Serie. Denn in den ersten beiden „Haven“-Staffeln verraten sie, außer einigen sehr kryptischen Andeutungen, nichts über das „Colorado Kid“ und die damaligen Ereignisse. Das ist Insider-Wissen für die Leser des Romans; – falls Sam Ernst und Jim Dunn sich am Ende überhaupt auf diese Geschichte beziehen. Stattdessen haben sie in den bisherigen „Haven“-Folgen ihre eigene Mythologie von Haven und den Problemen entworfen. Eine Mythologie, die tief im Werk von Stephen King verwurzelt ist.
So wird „Haven“ schnell zu der archetypischen Stephen-King-Stadt, voller Stephen-King-Charaktere und Anspielungen und Querverweise auf sein Werk. Und, wie bei einem Stephen-King-Roman, ist man schnell von der liebevoll-heimelig-vertrauten Stimmung der Stadt und ihren Bewohnern, mit denen man gerne einige Stunden verbring, gefangen.
Vor allem weil man die Stadt und ihre Bewohner immer besser kennen lernt und schnell von ihren seltsamen, aber sympathischen Bewohnern verführt wird. Auch wenn sie, in der letzten Folge der zweiten Staffel, Weihnachten im Sommer feiern, nur Audrey auf ein traditionelles Weihnachtsfest besteht und immer mehr Bewohner spurlos aus Haven verschwinden.
Die DVDs platzen vor Bonusmaterial. Für beide Staffeln wurden mehrere hochinteressante Featurettes und Making-ofs produziert, die vor allem einen Blick hinter die Kulissen werfen. Auf der DVD-Box mit der zweiten Staffel gibt es auch das nicht so informative „Haven“-Panel von der New York Comic Con 2011. Und dann gibt es noch, verteilt auf beide Staffeln, 22 Audiokommentare; also, statistisch gesehen, zu fast jeder Folge ein Audiokommentar.
Haven (Haven, USA 2010 [Staffel 1]/2011 [Staffel 2])
mit Emily Rose (Audrey Parker), Lucas Bryant (Nathan Wuornos), Eric Balfour (Duke Crocker), Richard Donat (Vince Teagues), John Dunsworth (Dave Teagues), Nicholas Campbell (Chief of Police Wuornos), Stephen McHattie (Reverend Ed Driscoll), Vinessa Antoine (Evidence ‚Evi‘ Ryan), Mary-Colin Chisholm (Eleanor Carr), Glen Lefchak (Stan the Cop), Michelle Monteith (Julia Carr)
Haven – Staffel 1
DVD
Entertainment One
Bild: 16:9
Ton: Deutsch, Englisch, Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch
Bonusmaterial: Making-of Featurettes (Welcome to Haven, VFX of Heaven, Mythology of Haven), Behind-the-Scenes Video Blogs (What is Haven to You?, Let the Good Times Roll…, Locaction, Location, Location, Emily Rose Q & A, Stephen King References in Spira, SCI FI Wire Interview with Emily Rose), Cast Interviews (Emily Rose, Lucas Bryant, Eric Balfour), Season Two Sneak Peek: Inside the Writers‘ Room, Audiokommentare von Schauspielern und Produzenten (so das halbe Team) (Willkommen in Haven), Adam Kane (Willkommen in Haven), Sam Ernst (Executive Producer) und Jim Dunn (Executive Producer) (Schmetterlinge), Sam Ernst (Executive Producer), Jim Dunn (Executive Producer) und Jose Molina (Co-Executive Producer) (Einklang), Sam Ernst (Executive Producer/Writer) und Jose Molina (Co-Executive Producer (Verdorben), Schauspielern und Produzenten (Eine Frage des Alters), Sam Ernst (Executive Producer) und Jim Dunn (Executive Producer) (Eine Frage des Alters), Jim Dunn (Executive Producer/Writer) (Jäger und Gejagte), Sam Ernst (Executive Producer/Writer) und Jim Dunn (Executive Producer) (Tödlicher Schatten), Schauspielern und Produzenten (SOS), Charles Ardai (Consulting Producer/Writer) (So nah und doch so fern), Schauspielern und Produzenten (Zerrissen)
FSK: ab 16 Jahre
Länge: 535 Minuten (4 DVDs)
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Die Probleme sind zurück in „Haven“
Willkommen in Haven (Welcome to Haven)
Regie: Adam Kane
Drehbuch: Sam Ernst, Jim Dunn
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Schmetterlinge (Butterfly)
Regie: Tim Southam
Drehbuch: Ann Hamilton
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Einklang (Harmony)
Regie: Rachel Talalay
Drehbuch: Matt McGuiness
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Verdorben (Consumed)
Regie: Rachel Talalay
Drehbuch: Ann Hamilton
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Eine Frage des Alters (Ball and Chain)
Regie: Tim Southam
Drehbuch: Nikki Toscano
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Jäger und Gejagte (Fur)
Regie: Keith Samples
Drehbuch: Jim Dunn
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Die Zeichnung (Sketchy)
Regie: T. W. Peacocke
Drehbuch: Matt McGuiness
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Tödlicher Schatten (Ain’t no Sunshine)
Regie: Ken Girotti
Drehbuch: Sam Ernst
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Das Chamäleon (As you were)
Regie: Rob Lieberman
Drehbuch: Jose Molina
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Der Feuerteufel (The hand you dealt)
Regie: Rick Rosenthal
Drehbuch: Jim Dunn
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SOS (The Trial of Audrey Parker)
Regie: Lee Rose
Drehbuch: Sam Ernst, Jose Molina (nach einer Geschichte von Charles Ardai)
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So nah und doch so fern (Resurfacing)
Regie: Mike Rohl
Drehbuch: Charles Ardai
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Zerrissen (Spiral)
Regie: Fred Gerber
Drehbuch: Sam Ernst, Jim Dunn
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Haven – Staffel 2
DVD
Entertainment One
Bild: 16:9
Ton: Deutsch (DD 2.0), Englisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch, Französisch
Bonusmaterial: Hinter den Kulissen: Drehbuch; Produktions-Design; Kostüme; Locations; Produktions-Meeting; Regie, Kamera & Schauspieler, Interview mit Gast-Star Adam Copeland (WWE-Superstar „Edge“), Frage und Antwort: das Haven-Team auf der New York Comic Con 2011, Audiokommentare von Sam Ernst und Jim Dunn (Die doppelte Audrey), Emily Rose und Lloyd Segan (Déjà-vu), Lilla und Nora Zuckerman (Déjà-vu), Lilla und Nora Zuckerman (Abgeriegelt), Jonathan Abrahams und Brian Millikin (Die Wendigo-Schwestern), Shawn Piller und Brian Millikin (Enthüllungen), Lloyd Segan und Adam Copeland (Enthüllungen), Sam Ernst und Jim Dunn (Offene Rechnungen), Emily Rose, Lucas Bryant und Eric Balfour (Offene Rechnungen)
Länge: 526 Minuten & 94 Minuten Bonus (4 DVDs)
FSK: ab 16 Jahre
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Die Probleme bleiben in „Haven“
Die doppelte Audrey (A Tale of two Audreys)
Regie: T. W. Peacocke
Drehbuch: Sam Ernst, Jim Dunn
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Das Puzzle (Fear & Loathing)
Regie: Rob Lieberman
Drehbuch: Gabrielle Stanton
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Mensch gegen Maschine (Love Machine)
Regie: T. W. Peacocke
Drehbuch: Matt McGuiness, Nora Zuckerman, Lilla Zuckerman (nach einer Geschichte von Matt McGuiness)
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Unter Strom (Sparks and Recreation)
Regie: Lynne Stopkewich
Drehbuch: Jonathan Abrahams (Nora Zuckerman, Annmarie Morais, Story Editor)
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Zurück zu den Wurzeln (Roots)
Regie: Tim Southam
Drehbuch: Jim Dunn
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Déjà-vu (Audrey Parker’s Day Off)
Regie: Fred Gerber
Drehbuch: Nora Zuckerman, Lilla Zuckerman
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Blut und Wasser (The Tides that bind)
Regie: Paolo Barzman
Drehbuch: Gabrille Stanton
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Die Kopie (Friend or Faux)
Regie: Stephen Reynolds
Drehbuch: Sam Ernst
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Abgeriegelt (Lockdown)
Regie: Jason Priestley
Drehbuch: Nora Zuckerman, Lilla Zuckerman
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Die Wendigo-Schwestern (Who, What, Where, Wendigo?)