Manhattan Murder Mystery (USA 1992, R.: Woody Allen)
Drehbuch: Woody Allen, Marshall Brickman
Als eine Nachbarin in ihrem noblen New Yorker Mietshaus überraschend stirbt, glaubt Carol Lipton (Diane Keaton), dass sie ermordet wurde und sie beginnt, mit einem befreundeten Krimiautor, den Mörder zu suchen. Ihr Mann Larry (Woody Allen) ist davon überhaupt nicht begeistert.
Eine Krimikomödie von Woody Allen, bei der sich für die die Wortgefechte vom „Dünnen Mann“ inspirieren ließ und auch sonst lustvoll im Fundes des klassischen Hollywood-Krimis wühlte. Cineasten können also einiges entdecken.
„So unverhohlen publikumsfreundlich war Woody Allen lange nicht mehr.“ (Fischer Film Almanach 1995)
Sein nächster Film war „Bullets over Broadway“.
mit Woody Allen, Diane Keaton, Anjelica Huston, Alan Alda, Jerry Adler, Ron Rifkin, Zach Braff (sein erster Spielfilm), Frank Pellegrino (dito, später war er bei den „Sopranos“)
Das grandiose Team Ed Brubaker (Autor) und Sean Phillips (Zeichner) hat sich wieder zusammengetan. Nach „Sleeper“ (und der dazu gehörigen Geschichte „Point Blank“), einem ausgewachsenen Paranoia-Thriller im Geheimagenten-Milieu mit Superheldeneinschlag, und „Criminal“, einer Reihe von unregelmäßig erscheinenden Noir-Geschichten, haben sie mit „Incognito“ eine dritte tolle Serie erfunden; wobei nach „Incognito: Stunde der Wahrheit“ noch unklar war, ob ein zweiter „Incognito“-Band folgt oder es eine in sich abgeschlossene Geschichte ist.
Jetzt ist dieser mit „Schlechter Einfluss“ erschienen. In der Story muss Zack Anderson, der als Superschurke Zack Overkill allgemein gefürchtet, danach im Zeugenschutzprogramm (das ihm gar nicht gefiel) war und jetzt bei S. O. S. (so eine Art Superpolizei) quasi zwangsrekrutiert (wie wir aus dem ersten „Incognito“-Band „Stunde der Wahrheit“ wissen) ist, sich wieder in die Unterwelt begeben. Denn S.-O.-S.-Agent Simon Slaughter ist während eines Undercover-Einsatzes in der Terrororganisation Level 9 bis in die Spitze aufgestiegen und anscheinend übergelaufen. Anderson soll ihn zurückholen.
Aber niemand vertraut ihm. Weder die S. O. S., die glaubt, dass er wieder zum Gangster wird, noch seine alten Freunde, die natürlich sein spurloses Verschwinden und das damit zusammenhängende Fehlen von „Overkill“-Taten bemerkt haben. Wem Zack vertrauen kann, weiß er auch nicht. Aber im Zweifelsfall nur sich selbst.
Brubaker/Phillips-Fans werden hier selbstverständlich vertraute Themen entdecken. In „Sleeper“ ging es ebenfalls um einen Undercover-Einsatz, die Frage der Loyalität, der eigenen moralischen Maßstäbe und wem man vertrauen kann. In „Criminal“, immerhin sind es Noir- und Unterweltgeschichten, geht es auch um Loyalitäten, Vertrauen und Verrat. Trotzdem gewinnt Ed Brubaker in „Schlechter Einfluss“ dem Thema wieder neue Facetten ab und das Ende ist, wie immer bei dem Team Brubaker/Phillips so hammerhart und zwiespältig, dass ich schon sehnsüchtig auf den dritten „Incognito“-Band warte. Denn ich will unbedingt wissen, wie das weitere Schicksal von Zack Anderson aussieht.
– Ed Brubaker (Autor)/Sean Phillips (Zeichner): Incognito: Schlechter Einfluss (Band 2) (mit einem Vorwort von Joe Hill) (übersetzt von Claudia Fliege) Panini, 2011 132 Seiten
16,95 Euro
– Originalausgabe
Incognito: Bad Influences, Vol. 1 – 5
Basement Gang, Oktober 2010 – April 2011
–
ZDFneo, 23.20 The Prisoner (USA 2009, R.: Nick Hurran)
Drehbuch: Bill Gallagher
Sechsteiliges Remake (oder Update) der kultigen englischen Sixties-Serie, die, trotz eher lauwarmer Kritiken, sicher einen Blick wert ist.
Im Mittelpunkt steht ein Mann, der in der Wüste aufwacht, nicht weiß, wie er dorthin gekommen ist, in einer abgelegenen Stadt als Nummer 6 empfangen wird und den Ort möglichst schnell wieder verlassen möchte. Aber das geht nicht. Die DVD mit viel Bonusmaterial erscheint am 24. Februar.
Mit Ian McKellen, James Caviezel, Ruth Wilson, Jamie Campbell Bower, Hayley Atwell Hinweise
Wikipedia über „The Prisoner“ (deutsch,englisch)
Welche neuen Aspekte kann David Fincher Stieg Larssons Roman „Verblendung“ für das Kino abgewinnen? Immerhin wurde der Krimi bereits vor zwei Jahren von Niels Arden Oplev mit Michael Nyqvist als Mikael Blomkvist und Noomi Rapace als Lisbeth Salander verfilmt. Die Drehbuchautoren Nikolaj Arcel und Rasmus Heisterberg hatten die Geschichte für die 152-minütige Kino-Version (es gibt auch eine dreißig Minuten längere TV-Version) sinnvoll entschlackt und sich auf den Rätselplot konzentriert, in dem
Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist im Auftrag von Henrik Vanger herausfinden soll, wer vor vierzig Jahren seine Nichte Harriet Vanger auf einer einsam gelegenen Insel ermordete und ihm seitdem jedes Jahr eine getrocknete Blume schickt.
Blomkvist arbeitet sich tief in die Familiengeschichte der Vangers, einer schwedischen Großindustriellenfamilie, die auch gute Kontakte zu den Nazis hatte, ein. Denn Henrik Vanger vermutet, dass Harriet von einem Familienmitglied ermordet wurde.
Als Blomkvist mit seinen Ermittlungen nicht weiterkommt, nimmt er Kontakt zu Lisbeth Salander, einer begnadeten, aber auch ziemlich verhaltensgestörten jungen Hackerin mit einer problematischen Vergangenheit auf. Gemeinsam entdecken sie eine Mordserie, die anscheinend schon kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges begann.
An dem feinem schwedischen Film war nichts auszusetzen. Jedenfalls für uns Europäer und auch die Larsson-Fans, die im Zweifelsfall eine werkgetreue Umsetzung fordern, waren zufrieden.
Für das US-Remake nahm sich Steve Zaillian (Der Falke und der Schneemann, Schindlers Liste, Gangs of New York, Die Dolmetscherin, American Gangster) den Schmöker vor – und bis auf einige kleine Details, folgte er Larssons Roman und Arcels und Heisterbergs Drehbuch fast schon sklavisch.
So werden im Original die Recherchen von Mikael und Lisbeth ausführlicher gezeigt. Es gibt einige Rückblenden in Lisbeths Jugend, die erklären, warum sie entmündigt wurde. Bei Fincher erzählt Lisbeth das nur. Sowieso erhält Lisbeth, wenn man „Verdammnis“ und „Vergebung“, die nächsten beiden Romane von Stieg Larsson nicht kennt, erstaunlich viel Filmzeit. In „Verblendung“ ist sie ja noch eine Nebenfigur, die aber auch im Roman mit vielen Buchseiten bedacht wird.
Am Ende, wenn Mikael entdeckt, was mit Harriet geschah, änderten Fincher und Zaillian eine Kleinigkeit, die immerhin dazu führte, dass die Macher des Remakes sagen konnten: „Wir haben ein anderes Ende.“ Ja, nur bewegt sich diese Änderung auf dem Niveau von „anstatt des gelben Kleides ziehen wir das Grüne an“.
Und bei Fincher deuten einige Szenen bereits auf einen Director’s Cut hin. Am deutlichsten wird das, wenn Mikaels Tochter ihn bei den Vangers besucht, sie ihm wohl etwas wichtiges sagen will (was dann aber wohl geschnitten wurde) und sie ihm bei der Abfahrt sagt, dass die rätselhaften Buchstaben und Zahlen in Harriets Tagebuch auf Bibelstellen hinweisen. Diesen entscheidenden Hinweis, der in Oplevs Film von Lisbeth kommt, konnte Fincher nicht wegschneiden. Auch die Übernahme von Mikaels Zeitschrift „Millennium“ durch die Vangers und Lisbeths Überwachung von Wennersström (einem bösen Kapitalisten, der Mikael böse reinlegte) werden im Remake als Subplots zuerst groß eingeführt und dann so lieblos fallengelassen, dass ich den Verdacht nicht los wurde, dass Fincher hier für die Kinoauswertung einiges schneiden musste.
Dafür ist das Ende von Finchers Film, nachdem der Serienmörder enttarnt ist und bekannt ist, was mit Harriet geschah, gefühlt noch länger als in der Erstverfilmung und fast so zäh wie in Larssons Roman, der da noch einen halbgaren Wirtschaftskrimi samt enervierend langer Rehabilitation von Mikael auftischt.
Abgesehen von solchen Kleinigkeiten orientiert David Fincher sich fast schon peinlich genau, auch visuell, an dem schwedischen Film, nur mit einem höherem Budget und bekannteren Schauspielern, wie Daniel Craig (der inzwischen als James Bond einfach zu bekannt ist, um einen biederen Reporter zu spielen), Christopher Plummer, Stellan Skarsgård und Robin Wright.
So bleibt als größter Gewinn von Finchers Film gegenüber Oplevs Film, dass „Nine Inch Nails“-Mastermind Trent Reznor und Atticus Ross, die auch die Musik für Finchers „The Social Network“ schrieben, für den grandiosen Sound des Unwohlseins verantwortlich sind.
Insgesamt ist David Finchers „Verblendung“ kein schlechter Film. Die Zeit vergeht bei dem überlangen Film sogar ziemlich schnell, aber er kann nie beantworten, warum das Remake gemacht werden musste; – abgesehen natürlich von den blanken kommerziellen Erwägungen.
Und, für einen US-Film, der sich an ein breites Publikum richtet, gibt es ziemlich viel nackte Haut zu sehen (Daniel Craig und Rooney Mara gemeinsam im Bett) zu sehen, Vulgärsprache („Fuck“) zu hören und gefährliche Substanzen (Alkohol! Zigaretten!) werden in rauen Mengen genossen. Oh, und eine Katze überlebt den Film nicht. Insofern ist das R-Rating „for brutal violent content including rape and torture, strong sexuality, graphic nudity, and language“ wohlverdient und der Film wurde für eine kommerziellere Freigabe nicht verharmlost.
Doch das alles kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass „Verblendung“ ein Werk ist, auf das Kenner des ersten Films durchaus verzichten können und das einfach nur, wie schon die erste Verfilmung, den Roman mit all seinen Schwächen illustriert.
Wer allerdings die schwedische Verfilmung nicht kennt, dem wird Finchers Version gefallen. Verblendung (The Girl with the Dragon Tatoo, USA 2011)
Regie: David Fincher
Drehbuch: Steve Zaillian
LV: Stieg Larsson: Män son hatar kvinnor, 2005 (Verblendung)
mit Daniel Craig, Rooney Mara, Christopher Plummer, Stellan Skarsgård, Steven Berkoff, Robin Wright, Yorick van Wageningen, Joely Richardson, Geraldine James, Goran Visnjic, Julian Sands
Länge: 158 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
–
Zum Film wurde Larssons Roman mit einem neuen Cover veröffentlicht Stieg Larsson: Verblendung (übersetzt von Wibke Kuhn) Heyne, 2011 (Movie-Tie-In) 704 Seiten
9,99 Euro
– Originalausgabe
Män son hatar kvinnor
Norsteds Förlag, Stockholm 2005
– Deutsche Erstausgabe
Heyne, 2006
– Hinweise Amerikanische Homepage zum Film Deutsche Homepage zum Film Film-Zeit über „Verblendung“ Rotten Tomatoes über „Verblendung“
Wikipedia über „Verblendung“ (deutsch, englisch)
Jesse Stone – Totgeschwiegen (USA 2006, R.: Robert Harmon)
Drehbuch: J.T. Allen, Tom Selleck, Michael Brandman
LV: Robert B. Parker: Death in Paradise, 2001
Dritter Jesse-Stone-Film nach dem dritten Jesse-Stone-Roman. Dieses Mal muss Kleinstadtcop Jesse Stone den Mord an einer 14-jährigen aufklären. Seine Ermittlungen führen ihn in die besseren Kreise von Boston.
Ein weiterer feiner Polizeifilm.
Mit Tom Selleck, Edward Edwards, Viola Davis, John Diehl, William Devane
Die beiden in „Die Hard – Das erste Jahr“ gesammelten Geschichten mit New-York-Cop John McClane nehmen den von Bruce Willis bereits viermal in Action-Thrillern verkörperten Carakter und Autor Howard Chaykin und die Zeichner Stephen Thompson (Kapitel 1 – 4) und Gabriel Andrade jr. (Kapitel 5 – 8) erzählen, wie McClane in den siebziger Jahren in New York für Recht und Ordnung sorgte. Denn in der Buchvorlage „Nothing lasts forever“ von Roderick Thorp für den ersten „Die Hard“-Film ist McClane deutlich älter und er besucht nicht seine Frau, sondern seine Tochter, die in dem Hochhaus arbeitet, das von Terroristen an Weihnachten besetzt wird.
In „Die Hard – Das erste Jahr“ ist John McClanes erste Geiselnahme, während der 200-Jahr-Feier am 4. Juli 1976, deutlich kleiner geraten. Die Terroristen kapern nur ein Boot. Das gehört aber Walden Ford, dem drittreichsten Mann der Welt, führt die Bootsparade an und New Yorks High Society, wie der Bürgermeister von New York und der Polizeichef, sind auch auf dem umgebauten Minensuchboot. Aber die Geiselnehmer haben nicht mit McClane, der sich damals als Streifenpolizist seine ersten Sporen verdiente und der eher zufällig auf dem Boot ist, gerechnet.
In der zweiten Geschichte, die am 13. Juli 1977 (dem „Summer of Sam“) spielt, nimmt ein arbeitsloser Schauspieler, der mit bewaffneten Überfällen sein Einkommen bestreitet, die Frauen und Kunden in einem Massagesalon als Geisel. Die einzige Möglichkeit, sich unbemerkt dem Geiselnehmer zu nähern, ist, dass McClane, der inzwischen zum Detective befördert wurde, durch den Lüftungsschacht klettert. Dabei erinnert er sich an ein unangenehmes Jugenderlebnis und einen Einsatz in Vietnam.
Die beiden Geschichten in „Die Hard – Das erste Jahr“ sind solala. In der ersten Geschichte dauert es viel zu lange, bis es zur Geiselnahme kommt. Dafür bekommen wir viele Impressionen von McClanes Arbeit als Streifenpolizist und eine Zeugin wird von zwei Polizisten gejagt, die von ihr bei einem Mord beobachtet wurden. Die beiden Polizisten gehören auch zu den Geiselnehmern. In der zweiten Geschichte wird mit der parallelen Geschichte von einigen Kleinstadtgangstern, die für einen Bruch einen Stromausfall inszenieren, immer wieder von der Geiselnahme abgelenkt.
Ziemlich gelungen ist dagegen das Zeitkolorit. Die selbstironischen Bemerkungen von „Cowboy“ McClane sind auch gut.
So als schnelles Action-Futter mit nostalgischem Touch und für die Die-Hard-“Die Hard“-Fans ist „Die Hard – Das erste Jahr“ okay, aber es bleibt der Eindruck, dass, weil man, vor allem in der ersten Geschichte, zu sehr an der „Die Hard“-Formel klebte, einiges an Potential verschenkte.
– Howard Chaykin (Autor)/Stephen Thompson/Gabriel Andrade jr. (Zeichner): Die Hard – Das erste Jahr (übersetzt von Joachim Körber) Panini, 2011 192 Seiten
19,95 Euro
– Originalausgabe
Die Hard: Year One 1 – 8
Boom Studios, 2009
–
ARD, 22.45 Tatort Hamburg (D 2012, R.: Ernst August Zurborn)
Drehbuch: Ernst August Zurborn 75-minütige Doku über die Arbeit einer Mordkommission. Zurborn durfte die Polizisten bei vier Mordfällen begleiten.
Und nach Mitternacht gibt es, als TV-Premiere (!), „Brothers Bloom“ (USA 2009, Regie: Rian Johnson, mit Adrian Brody, Mark Ruffalo und Rachel Weisz). Das Lexikon des internationalen Films meint: „Unterhaltsam zwischen Screwball-Komödie, Gauner- und Abenteuerfilm lavierender Genre-Mix mit exzellenten Darstellern und viel Gespür für komödiantisches Timing.“ Am Dienstag, den 17. Januar, läuft die Gaunerkomödie bereits um 23.15 Uhr im WDR – und wird dann vielleicht der Tagestipp.
Konditor Mauritz wird ermordet. Seine thailändische Katalog-Frau Sita schweigt und die Kommissare Batic und Leitmayr haben einen neuen Fall.
Dieser Tatort ist unbestritten einer der besten Batic/Leitmayr-Tatorte. Und sie hatten in den Neunzigern wirklich eine Reihe wirklich guter Fälle gehabt!
Mit Udo Wachtveitl, Miro Nemec, Michael Fitz, Barbara-Magdalena Ahrens,Ulrich Noethen, Petra Kleinert, Anna Villadolid
Nach der Inhaltsangabe und dem Trailer erwartete ich eine Action-haltige „Ein Mann sieht rot“-Variante mit Clive Owen als rot sehendem Papa. Immerhin hat er unter anderem in „Shoot ‚em up“ bewiesen, dass er Action kann und auch in „Duplicity“, „The International“, „Children of Men“, „Inside Man“, „Sin City“ und „Die Bourne Identität“ (vor allem seine Texte!) gefiel er mir.
Aber „Trust – Die Spur führt ins Netz“ ist kein Action-Thriller und für die „Ein Mann sieht rot“-Fraktion hat er auch nichts zu bieten. Es ist ein Drama in dem ein Pädophiler eine ganz gewöhnliche Mittelstandsfamilie, in der die liberalen Eltern eine vertrauensvolle Beziehung zu ihren Kindern haben, zerstört.
Dieser nähert sich der 14-jährigen Annie (Liana Liberato in ihrem Spielfilmdebüt) als Internet-Bekanntschaft. Sie chattet mit ihm. Er gibt ihr gute Hinweise und sie hält ihn für einen klugen Gleichaltrigen. Dann verrät er ihr, dass er bereits mit der Schule fertig ist und studiert. Sie akzeptiert das. Sie verabreden sich. Sie sieht schockiert, dass er auch das Studium schon lange hinter sich hat. Dass er ihr Vater sein könnte. Trotzdem, immerhin kennt sie ihn ja aus dem Netz, gehen sie auf ein Hotelzimmer und er kann sie zum Sex überreden, den er heimlich filmt.
Als ihre Eltern Will (Clive Owen) und Lynn (Catherine Keener) das herausfinden, gehen sie gleich zur Polizei. Ihre Tochter ist damit nicht einverstanden. Denn sie liebt Charlie (Chris Henry Coffey) und kann nichts böses in seinen Taten entdecken.
Ab jetzt zeigt Regisseur David Schwimmer, der vor allem durch seine langjährige Rolle in der TV-Serie „Friends“ bekannt ist, in bedrückenden Szenen und beeindruckend konsequent, wie der Missbrauch von Vertrauen eine Familie zerstört und wie die Eltern, vor allem der Vater, versuchen damit umzugehen, dass sie ihre Tochter nicht beschützen konnten.
Regisseur David Schwimmer, die treibende Kraft hinter dem Projekt, wurde für den Film durch seine jahrelange Arbeit für das Rape Treatment Center in Santa Monica, wo er viele Opfer, Therapeuten und Polizisten kennenlernte, inspiriert. Im Bonusmaterial erwähnt Schwimmer vor allem die ihn sehr beeindruckende Schilderung eines Vaters, dessen Tochter vergewaltigt wurde, und wie er versuchte damit umzugehen.
Clive Owen, selbst Vater von zwei Kindern, die ungefähr in Annies Alter sind, war, wie man im „Making of“ und den Interviews erfährt, sofort begeistert von dem Drehbuch, das ihm eher eine Nebenrolle gibt und, ohne zu predigen, die verschiedenen Facetten einer solchen Tat zeigt. Dazu gehört neben der Arbeit von Polizisten und Therapeuten, auch die Hilflosigkeit der Eltern und des Opfers.
Dank des guten Drehbuchs, der guten Schauspieler und der zurückhaltenden Regie zeigt „Trust – Die Spur führt ins Netz“ eindrucksvoll und nachhaltig, was ein Missbrauch für die Betroffenen bedeutet, wie hilflos sie sind und man hört die „Es war Liebe“-Bekundungen von älteren Männern mit Minderjährigen mit anderen Ohren.
Ich hatte WamBam-Action erwartet und etwas viel besseres bekommen: ein zum Nachdenken anregendes Drama. Trust – Die Spur führt ins Netz (Trust, USA 2010)
Regie: David Schwimmer
Drehbuch: Andy Bellin, Robert Festinger
mit Clive Owen, Catherine Keener, Liana Liberato, Jason Clarke, Noah Emmerich, Viola Davis
– DVD
Koch Media
Bild: 2,35:1 (16:9)
Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1; DTS), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial: Making of (17 Minuten), Interviews (13 Minuten), Behind the Scenes (3 Minuten), Outtakes/Geschnittene Szenen (6 Minuten), Deutscher und englischer Trailer, Wendecover
Länge: 101 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
– Hinweise
Wikipedia über „Trust“ (deutsch, englisch) Rotten Tomatoes über „Trust“ Collider Interview mit David Schwimmer über „Trust“ (30. März 2011)
Los Angeles, 1937: Evelyn Mulwray beauftragt Privatdetektiv Jake Gittes, das Verschwinden ihres Mannes, dem Chef der Wasserwerke, aufzuklären. Schnell gerät der kleine Detektiv in ein Komplott, das er nie ganz durchschaut.
Sozusagen die Essenz der Schwarzen Serie. Georg Seeßlen hält „Chinatown“ für den definitiven private eye-Film der siebziger Jahre.
Mit Jack Nicholson, Faye Dunaway, John Huston, Perry Lopez, John Hillerman, Diane Ladd, Roman Polanski, Bruce Glover, James Hong, Burt Young,
Arte, 20.15 Der Pate (USA 1972, R.: Francis Ford Coppola)
Drehbuch: Mario Puzo, Francis Ford Coppola
LV: Mario Puzo: The godfather, 1969 (Der Pate)
Die Mafia als gepflegter Familienbetrieb. Ein immer wieder gern gesehener Klassiker, der in den vergangenen Jahren fast nur in der von Coppola für das Fernsehen bearbeiteten Fassung im TV lief. Arte zeigt jetzt alle drei „Der Pate“-Filme zu einer angenehmen Uhrzeit.
„Der Pate – Teil II“ läuft am kommenden Sonntag, den 15. Januar, um 20.15 Uhr.
„Der Pate – Teil III“ läuft am Sonntag, den 22. Januar, um 20.15 Uhr und am Dienstag, den 24. Januar um 01.50 Uhr (Taggenau!)
Mit Marlon Brando, Al Pacino, James Caan, John Cazale, Robert Duvall, Diane Keaton, Sterling Hayden, Al Lettieri, Talia Shire
Michael Clayton ist der Troubleshooter für eine große New Yorker Kanzlei. Als einer ihrer Anwälte ausrastet und damit den Prozess gegen das multinationale Chemieunternehmen U/North gefährdet, ist Clayton gefordert. Doch dieser steckt gerade selbst in einer Midlife-Crises.
Tony Gilroy, der als Autor der actionhaltigen Jason-Bourne-Trilogie bekannt wurde, hat mit seinem Regiedebüt einen Paranoia-Thriller inszeniert, bei dem die Bedrohung nicht mehr vom Staat sondern von der Wirtschaft ausgeht. Trotzdem haben Action-Fans bei „Michael Clayton“ schlechte Karten. Fans des guten, im positiven Sinn altmodischen Schauspielerkinos haben dagegen gute Karten.
Tony Gilroy war als bester Autor und Regisseur für einen Oscar nominiert, George Clooney als bester Darsteller, Tom Wilkinson als bester Nebendarsteller und Tilda Swinton erhielt einen Oscar einen BAFTA-Awards als beste Nebendarstellerin.
Gilroys Buch erhielt auch den Edgar-Allan-Poe-Preis.
Mit George Clooney, Tom Wilkinson, Tilda Swinton, Sydney Pollack, Michael O’Keefe
Mit dem ganz schwachen Abschiedsfall „Bienzle und sein schwerster Fall“ löste Ernst Bienzle am 25. Februar 2007 seinen letzten „Tatort“-Fall. Sowieso scheint Bienzle-Erfinder Felix Huby ab etwa der Jahrtausendwende die Bienzle-“Tatorte“ einfach so herausgehauen zu haben. Die zuletzt erschienenen Bienzle-Romane, wie „Bienzle und das ewige Kind“, obwohl es die Romanfassung des Bienzle-“Tatorts“ „Bienzle und der Tod in der Markthalle“ war, und jetzt „Adieu, Bienzle“, sind besser und erinnern mich an die ganz frühen Bienzle-Romane aus den siebziger und achtziger Jahren.
In „Adieu, Bienzle“ steht Kommissar Ernst Bienzle kurz vor seiner Pensionierung. Die Kollegen bereiten schon die Abschiedsfeier vor. Bienzle ist davon nicht sonderlich begeistert und was er im Ruhestand tun soll, weiß er auch noch nicht. Vielleicht deshalb stürzt er sich in dem Ort Felsenbronn in einen Mordfall.
Wenige Stunden vor ihrem Tod rief ihn seine 85-jährige Tante Gerlinde, bei der er als Jugendlicher viele Sommer verbrachte, an und sprach ihm auf die Mailbox: „Ernst, ich brauch dich. Ich hab Angst. Vielleicht hab ich was Dumm’s g’macht! Bitte, ruf mich so schnell wie möglich an.“
Kurz darauf starb sie. Ihr Hausarzt hält es, angesichts ihres Alters und der Umstände, für einen natürlichen Tod. Bienzle glaubt, nach dem Anruf, an einen Mord. Er ordnet eine Obduktion an und beginnt mit seinen Ermittlungen, die ihn tief in die Vergangenheit führen. Er glaubt, vor allem nachdem er einen alten Brief entdeckt, dass das Motiv für den Mord in den ersten Nachkriegsjahren liegt. Aber warum sollte sie jetzt dafür umgebracht werden?
„Adieu, Bienzle“ ist, bis auf das schwache Ende, ein rundum geglückter Bienzle, der sich flott lesen lässt, ein stimmiges, leicht sentimentales Bild vom dörflichen Leben in den vierziger und fünfziger Jahren (als Bienzle seine Tante in den Sommerferien besuchte) und den Erinnerungen der damals Jungen und Erwachsenen an ihre Jugend und ersten Erwachsenenjahre zeichnet. Dabei schwingt, vor allem wenn Bienzle eine Jugendfreundin wieder trifft, auch das Gefühl von falsch getroffenen Entscheidungen und verpassten Chancen mit.
Auf dem Cover steht „Kommissar Bienzles letzter Fall“, aber das muss noch lange nicht heißen, dass „Adieu, Bienzle“ der letzte Bienzle-Roman ist. Denn als Pensionär kann er ja auch noch den ein oder anderen Fall lösen – oder Felix Huby geht in der Vergangenheit zurück und erzählt ältere Bienzle-Fälle. Zum Beispiel seinen ersten Mordfall.
– Felix Huby: Adieu, Bienzle Fischer Verlag, 2011 224 Seiten
8,99 Euro
–
Der letzte Scharfschütze (USA 1976, R.: Don Siegel)
Drehbuch: Scott Hale, Miles Hood Swarthout
LV: Glendon Swarthout: The Shootist, 1975 (Der Superschütze)
Revolverheld Books will seine letzten vom Krebs gekennzeichneten Tage in Ruhe verbringen. Aber so einfach ist das nicht.
Einer der besten Spätwestern – und John Waynes letzter Film.
„Don Siegel unterzog in ‚The Shootist – Der Scharfschütze’ den Mythos einer distanzierten Würdigung, die noch einmal dem Western zurückgab, was ihm in den letzten Jahren abhanden gekommen war: Ruhe. Und vielleicht exakt diese Botschaft ist es, die endgültig dem Genre ein friedvolles Ende bescheren hätte können: nämlich, die, dass der Western tot, die Grenze erschlossen, die Gesellschaft korrupt ist und dass man sich darüber nicht besonders aufregen muss.“ (Georg Seesslen: Western)
Die Western Writers of America verliehen Swarthouts Buch den Spur-Award als bester Western-Roman des Jahres 1975. Später nahmen sie „The Shootist“ in die Liste der 21 besten Western, Swarthout in die Liste der besten Western-Autoren und die Verfilmung in die Liste der zehn besten Western des zwanzigsten Jahrhunderts auf.
Mit John Wayne, Lauren Bacall, James Stewart, Ron Howard, Richard Boone, John Carradine
Neues Jahr, fast neues Spiel bei der KrimiZeit-Bestenliste. Denn es stehen auch einige altbekannte Werke drauf:
1 (-) Mike Nicol: Payback
2 (6) Ulrich Ritzel: Schlangenkopf
3 (3) Don Winslow: Zeit des Zorns
4 (-) Rob Alef: Kleine Biester
5 (5) Matthias Wittekindt: Scheeschwestern
6 (9) Jo Nesbø: Die Larve 7 (-) Lee Child: Outlaw
8 (1) Deon Meyer: Rote Spur
9 (10) Rainer Gross: Kettenacker
10 (4) Joe R. Lansdale: Gauklersommer
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In Klammern ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
–
Keine weiteren Kommentare.
Fast pünktlich zu seinem Geburtstag (4. Januar 1932) zeigt 3sat einen Klassiker von Carlos Saura:
3sat, 22.25 Garten der Lüste (Spanien 1970, R.: Carlos Saura)
Drehbuch: Rafael Azcona, Carlos Saura
Die Familie des nach einem Autounfalls an einer Amnesie leidenden Industriellen versucht alles, um an die Nummer für ein Bankkonto zu kommen. Dafür stellt sie Stationen seines Lebens nach.
Selten gezeigte Farce über die Bourgeoisie während der Franco-Diktatur, inszeniert von einem der Großen des spanischen Kinos.
„einer der besten Filme Sauras“ (Gertrud Koch in „Carlos Saura“, Hanser Reihe Film Band 26, 1981)
mit José Luis López Vázquez, Luchy Soto, Francisco Pierrá, Charo Soriano Hinweise
Wikipedia über Carlos Saura (deutsch, englisch)
Dass sich mein Stieg-Larsson-Fantum in sehr überschaubaren Grenzen bewegt, ist bekannt. Deshalb tendierte mein Interesse an Dan Bursteins „Die Welt der Lisbeth Salander – Die Millennium-Trilogie entschlüsselt“ gegen Null. Burstein veröffentlichte in den vergangenen Jahren etliche Bücher, in denen er die Bücher von Dan Brown entschlüsselte und die mich noch weniger als der in China umfallende Sack Reis interessierten.
Daher war mir auch „Die Welt der Lisbeth Salander“ herzlich egal, bis, tja, bis das Buch in meinem Briefkasten landete, ich das Inhaltsverzeichnis überflog, anfing zu lesen (Christopher Hitchens! „Nordic Noir“!) und, upps, kurz darauf, das ganze Buch gelesen hatte.
Denn Burstein beschäftigt sich nicht nur mit Stieg Larssons drei Romanen, sondern auch mit seinem Leben, seinen literarischen Vorbildern, den Verfilmungen und dem skandinavischem Krimi, teils in Überblickartikeln, teils in Interviews. Für den US-amerikanischen Buchmarkt liefern Burstein und seine Ko-Autoren Arne de Keijzer (der bereits mehrere Bücher mit Burstein veröffentlichte) und John-Henri Holmberg (der mit Larsson seit 1972 befreundet war) so auch einige Hintergrundinformationen über den „Schwedenkrimi“ und die dortige Gesellschaft, die für viele Amerikaner wahrscheinlich neu sind. Für uns natürlich weniger, weil die schwedische Gesellschaft doch der deutschen ähnelt und wir in den vergangenen Jahren wahrlich genug Schwedenkrimis lesen konnten. Daher erstaunte mich auch, dass Burstein, de Keijzer und Holmberg noch mehrere Krimiautoren interviewen konnten, die bislang nicht ins Deutsche übersetzt wurden.
Im Zentrum des sechshundertseitigen Sammelbandes steht natürlich Stieg Larsson, seine „Millennium“-Trilogie, mit Spekulationen über den vierten Band, und immer wieder Lisbeth Salander. Mikael Blomkvist kommt eigentlich überhaupt nicht vor. Das kann an den englischen Titeln „The Girl with the Dragon Tattoo“, „The Girl who played with Fire“ und „The Girl who kicked the Hornets Nest“ liegen, die eindeutig den Fokus auf Salander, die junge, verhaltensgestörte, entmündigte Computerspezialistin, legen, das kann auch daran liegen, dass Blomkvist, der unsportliche Enthüllungsjournalist mit dem immensen Kaffeekonsum und Sexualleben das sogar James Bond neidisch macht, einfach der langweiligere Charakter ist. Wobei mir ein Artikel „Warum ich gerne Mikael Blomkvist wäre“ gefallen hätte.
Sehr interessant sind die Interviews mit Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen von Stieg Larsson, dessen Zeitschrift „Expo“ das Vorbild für „Millenium“ (die Zeitschrift, für die Blomkvist arbeitete) war. Auch die 120-seitige Stieg-Larsson-Biographie von Holmberg gibt, ergänzt um die 50 Seiten zu Larssons Fantum zum Science Fiction und zum Krimi, einen Einblick in die schwedische Gesellschaft der vergangenen vierzig Jahre, den linken Bewegungen (in denen Larsson sich engagierte) und dem Siebziger-Jahre-Science-Fiction-Fantum, mitsamt den internen Streitigkeiten.
Ziemlich uninteressant wird es dagegen, wenn in Larssons drei Romane „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“ alles möglich hineininterpretiert wird und Laura Gordon Kutnick schön verschwörungstheoretisch Larssons Leben mit seinen Romanen vergleicht und sich fragt, ob Larsson ermordet wurde oder, wie viele seine Charaktere, untergetaucht ist. Abgesehen davon, dass etliche Elemente von Larssons Romanen zum festen Inventar eines Polit-Thrillers gehören (ein Artikel, der einen solchen Vergleich anstellt, fehlt leider), entbehren die Fragen jeder Grundlage. Denn wenn Larsson noch Leben würde und die Aussagen seiner Freunde über ihn stimmen, hätte oder würde er sicher dafür sorgen, dass seine Freundin und nicht seine Familie, zu der er eigentlich keinen Kontakt mehr hatte, die Einnahmen aus seinen Büchern bekommt.
Bei all der Lisbeth-Salander-Verklärung fällt auch auf, dass neben dem augenfälligen und schon von Larsson gebrachten Pippi-Langstrumpf-Vergleich kaum auf literarische, filmische und popkulturelle Vorläufer eingegangen wird, die auch Larsson, der ein eifriger Krimi- und SF-Leser war, kannte. Das wären neben der von Peter O’Donnell bereits in den Sechzigern erfundenen Modesty Blaise (wird erwähnt), die vielen, nur sehr knapp erwähnten, Privatdetektiv-Krimis seit den Achtzigern (beginnend mit den Romanen von Sara Paretsky, Sue Grafton und Linda Barnes), Science-Fiction-Geschichten (neben den Buch erwähnten wären es vor allem Cyberpunk-Autoren, wie William Gibson, Bruce Sterling und Neal Stephenson), diversen Hongkong-Krimis (wie „The Heroic Trio“ mit Michelle Yeoh und Maggie Cheung) und Filmen mit starken Frauen (wie „Strange Days“ und „Matrix“), auch die seit Robert B. Parker im Privatdektivkrimi fest etablierte Teilung von skrupelbehaftetem Detektiv und skrupellosem Freund. Ich sage nur Spenser und Hawk.
„Die Welt der Lisbeth Salander“ ist, wenn man die Lobhuddelei auf Larsson überliest, auch für Nicht-Larsson-Fans eine gewinnbringende Lektüre, die durch ein, zwei ordentliche Verrisse noch besser geworden wäre.
Wer noch mehr über Krimis aus Skandinavien erfahren, sollte sich unbedingt „Fjorde, Elche, Mörder – Der skandinavische Kriminalroman“ von Jost Hindersmann besorgen.
– Dan Burstein/Arne de Keijzer/John-Henri Holmberg (Hrsg.): Die Welt der Lisbeth Salander – Die Millennium-Trilogie entschlüsselt (übersetzt von Thomas Pfeiffer, Friedrich Pflüger und Ursel Schäfer) Heyne, 2012 628 Seiten
9,99 Euro
– Originalausgabe
The Tattooed Girl
St. Martin’s, New York 2011
–
Tödliche Versprechen – Eastern Promises (GB/USA/Can 2007, Regie: David Cronenberg)
Drehbuch: Steven Knight
Eine Hebamme gerät zwischen die Fronten der Russenmafia. Denn sie besitzt ein Tagebuch, das einige Verbrecher belastet. Ein Killer soll sie umbringen.
Hartes, in London spielendes, top besetztes Gangsterdrama von David Cronenberg.
Steven Knight schrieb unter anderem das Oscar- und BAFTA-nominierte und mit dem Edgar Allan Poe-Preis ausgezeichnete Drehbuch zum Stephen Frears-Film „Kleine schmutzige Tricks“ (Dirty Pretty Things, GB 2002).
„Eastern Promises“, wurde, oft in den Kategorien, bester Film, beste Regie, beste Hauptrolle und bestes Drehbuch, für zahlreiche Preise nominiert und erhielt auch einige. Knights Drehbuch war für den Edgar nominiert.
Im Moment arbeiten Steven Knight, David Cronenberg und Viggo Mortensen an einer Fortsetzung von „Eastern Promises“.
mit Viggo Mortensen, Naomi Watts, Armin Müller-Stahl, Vincent Cassel