TV-Tipp für den 17. September: LeseHorizonte: Québec

September 17, 2009

Arte, 22.35

LeseHorizonte: Québec (F 2009, R.: Anne Dörr)

Drehbuch: Anne Dörr

Heute besucht Patrick Poivre d’Arvor die größte kanadische Provinz und trifft die der dort lebenden Schriftsteller Neil Bissoondath, Dany Laferrière, Jacques Godbout, Nelly Arcan, Marie-Sissi Labrèche, Catherine Mavrikakis, Nicolas Dickner, Jean-François Beauchemin und Daniel Lavoie.

Wiederholung: Freitag, 25. September, 05.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweis

Arte über die Doku


Der kriminelle Buchherbst – Teil 8: Random Murders, Part Two

September 16, 2009

Goldmann

Oktober

Tom Bale: Amok (Debüt: In Sussex bringt sich ein Mann nach einem Amoklauf um. Eine Zeugin glaubt, einen zweiten Mann gesehen zu haben. Gemeinsam mit einem Journalisten sucht sie ihn.)

November

Truman Capote: Kaltblütig (Taschenbuch-Ausgabe der neuen „Kein & Aber“-Übersetzung)

Gianrico Carofiglio: Das Gesetz der Ehre (Taschenbuch-Ausgabe)

Patricia Cornwell: Totenbuch (Taschenbuch-Ausgabe eines Kay-Scarpetta-Krimis)

Deborah Crombie: Von fremder Hand/Der Rache kaltes Schwert (zwei Fälle für Superintendent Duncan Kincaid und Sergeant Gemma James)

Ruth Downie: Tod einer Sklavin (Medicus Russo ermittelt im Römische Reich; „SPQR meets CSI“ meint der Verlag)

Misha Glenny: McMafia – Die grenzenlose Welt des organisierten Verbrechens (Taschenbuch-Ausgabe des Sachbuchs aus dem Spiegel-Verlag)

Andrew Pyper: Die Stunde des Sandmanns (Journalist Patrick Rush sucht einen Serienkiller, der sich „Sandmann“ nennt. Einen ersten Hinweis auf seine Identität erhält er von einer Frau aus seinem Schreibkurs.)

Martin Cruz Smith: Stalins Geist (Taschenbuch-Ausgabe des sechsten Auftritts von Arkadi Renko)

Kim Wozencraft: Gehetzt (Zwei unschuldig im Knast sitzende Frauen flüchten aus dem Knast und die Verfolgungsjagd beginnt.)

Dezember

Stuart Archer Cohen: Der siebzehnte Engel (Taschenbuch-Ausgabe)

Janet Evanovich: Kalt erwischt (Taschenbuch-Ausgabe eines Stephanie-Plum-Krimis)

Nicci French: Bis zum bitteren Ende (Taschenbuch-Ausgabe)

Elizabeth George: Am Ende war die Tat (Taschenbuch-Ausgabe)

Caroline Graham: Ein böses Ende/Blutige Anfänger (Inspector Barnaby ermittelt)

John Twelve Hawks: Dark River – Das Duell der Traveler (Taschenbuch-Ausgabe des zweiten Traveler-Bandes)

Franco Limardi: Die dunkle Spur des Todes (Ein Ex-Soldat will bei einem Raubüberfall das große Geld machen. Aber der schöne Plan löst sich – siehe Titel – schnell in Luft auf. – Klingt nach einer Noir-Story für mich.)

Maria Masella: Wer sich ein Bildnis macht (In Genua sucht Commissario Mariani einen Serienmörder. Dabei scheint es eine Verbindung zu seiner Frau zu geben.)

Rainer Würth: Krötenwanderung (Kommissar Kolb sucht den Mörder des Leiters des Bauamtes.)

Januar

Brett Battles: Todesjagd (zweiter Auftritt des Cleaners Jonathan Quinn)

Sharon Bolton: Todesopfer (Taschenbuch-Ausgabe)

Colin Cotterill: Dr. Siri und seine Toten (Taschenbuch-Ausgabe)

Robert Ellis: Leichengift (Detective Lena Gamble soll den Mörder einer jungen, nicht identifizierten weiblichen Leiche finden. Die Medien verfolgen ihre Ermittlungen akribisch.)

Jonathan Kellerman: Jamey – Das Kind, das zuviel wusste/Exit (zwei Fälle für Alex Delaware)

Ian Rankin: Der Tod ist erst der Anfang (22 noch nicht übersetzte Kurzkrimis von Ian Rankin, acht mit Rebus)

John Sandford: Mordlust (Taschenbuch-Ausgabe)

Andreas Ulrich: Das Engelsgesicht (anscheinend eine Neuausgabe zum Kinostart der Verfilmung)

Lisa Unger: Der Fluch der Wahrheit (Taschenbuch-Ausgabe)

Februar

Jefferson Bass: Todesstarre (Ein Forensik-Thriller: Wer hat einen Physiker, der die Atombombe mitentwickelte, radioaktiv vergiftet? Bill Brockton ermittelt.)

Caroline Graham: Treu bis in den Tod/Ein sicheres Versteck (Inspector Barnaby fängt die bösen Buben)

Rainer Gross: Grafeneck (Neuausgabe eines beim Pendragon-Verlag erschienenen und mit dem Glauser ausgezeichneten Debüts)

James Patterson: Höllentrip (Catherine will während eines Segeltörns die gestörte Beziehung zu ihren drei Kindern wieder kitten. Als sie nach einem Unfall auf einer einsamen Insel stranden, müssen sie um ihr überleben kämpfen. Denn irgendjemand will, dass sie die Insel nicht wieder verlassen.)

Linus Reichlin: Die Sehnsucht der Atome (Taschenbuch-Ausgabe, Deutscher Krimi Preis 2009)

Tom Rob Smith: Kind 44 (Taschenbuch-Ausgabe des vielfach nominierten und ausgezeichneten Debüts.)

Andreas Winkelmann: Hänschen klein (heißt es nach „Tief im Wald und unter der Erde“. Eine Mutter will sich den Traum einer Familie erfüllen. Dummerweise ist der von ihr erwählte Anwalt Schneider von ihrem Anliegen überhaupt nicht begeistert.)

März

Harlan Coben: Keine zweite Chance/Kein böser Traum (zweimal Spannung von einem Meister)

Deborah Crombie: Alles wird gut (der zweite Fall von Superintendent Duncan Kincaid und Inspector Gemma James in aufwändiger Neuausstattung)

Thea Dorn: Mädchenmörder (Taschenbuch-Ausgabe)

Birgit Lautenbach/Johann Ebend: Engelstrompeten (der dritte Hiddensee-Krimi für die Inselpolizisten Kästner und Pieplow. Dieses Mal suchen sie den Mörder der alten Wanda.)

Chuck Palahniuk: Fratze (Deutsche Erstausgabe des Frühwerks von „Fight Club“-Palahniuk)

Ian Rankin: Ein Rest von Schuld (Taschenbuch-Ausgabe eines Rebus-Krimis)

Sarah Rayne: Todeskammer (Psychothriller: Georgina Grey wühlt in der Familiengeschichte herum. Gute sechshundert Seiten.)

Dan Waddell: Das Erbe des Blutes (Bei ihren aktuellen Mordermittlungen führt die Spur DCI Foster und Jenkins zurück in die Vergangenheit. Denn die Lösung hängt irgendwie mit dem Kensington Killer und seinen 1879 verübten Taten zusammen.)

April

Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex (Taschenbuch-Ausgabe der aktualisierten Ausgabe)

Rennie Airth: Orte der Finsternis (Surrey, Sommer 1932: ein Ex-Scotland-Yard-Inspector sucht den Mörder eines Mädchens. Er glaubt an einen Serienmörder.)

Maxime Chattam: Die Gaia-Hypothese (Thriller über geheimnisvolle Experimente auf abgelegenen Inseln, Laboren in den Pyrenäen und Serienkillern. Naja, Chattam hat 500 Seiten, um das alles miteinander zu verknüpfen.)

J. F. Englert: Kaltschnäuzig – Ein Fall für den Schnüffler (Wuff!)

Joy Fielding: Die Katze (Taschenbuch-Ausgabe)

Nicola Förg: Kuhhandel („Taschenbuch“-Ausgabe eines Emons-Krimis)

Jonathan Kellerman: Knochensplitter (ein Alex-Delaware-Krimi)

Michael Koglin: Bluttaufe (Thriller über einen Serienmörder, der in Norddeutschland Ted Bundy nachahmt.)

Peter Temple: Shooting Star (Taschenbuch-Ausgabe)

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Hinweis

Der kriminelle Buchherbst – Teil 1: Ein Halleluja für Hollywood (Alexander Verlag, Belleville, Bertz + Fischer, Henschel)

Der kriminelle Buchherbst – Teil 2: Zurück in die Provinz (Emons, Gmeiner)

Der kriminelle Buchherbst – Teil 3: Regionale Küche, teils mit ausländischem Einschlag (Edition Nautilus, Grafit, Pendragon)

Der kriminelle Buchherbst – Teil 4: Gemischte Küche, hauptsächlich aus fremden Gefilden (Edition Phantasia, Liebeskind, Rotbuch, Tropen, Unionsverlag)

Der kriminelle Buchherbst – Teil 5: Nochmal gemischte Küche (Fischer Verlag)

Der kriminelle Buchherbst – Teil 6: Hauptsächlich regional, aber mit südamerikanischem Einschlag (Edition Köln, Matthes & Seitz, Verbrecher Verlag)

Der kriminelle Buchherbst – Teil 7: Random Murders, Part One (Blanvalet)


Kurz gemeldet: Dan Brown, Bruen/Coleman, Heavy Metal Pulp

September 16, 2009

Der neue Dan Brown „The Lost Symbol“ ist draußen. Oline Cogdill schreibt über Dan Brown, seine vorherigen Bestseller, die Verfilmungen und den bereits jetzt erreichten Bestsellerstatus von „The Lost Symbol“.

Sarah Weinman schreibt ebenfalls über das Buch.

Die deutsche Übersetzung erscheint am 14. Oktober bei Bastei-Lübbe.

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Ken Bruen und Reed Farrel Coleman haben die Filmrechte ihres gemeinsamen Krimis „Tower“ nach Hollywood verkauft. Mal abwarten, wie’s weitergeht.

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(via BSC) Tor macht jetzt auch „Heavy Metal Pulp“.

Der erste Band der neuen Reihe, „Pleasure Model“ von Christopher Rowley, erscheint erst im Februar 2010, aber der Trailer dafür sieht ziemlich geil aus:


TV-Tipp für den 16. September: Die verfilmten Kriminalromane

September 16, 2009

Arte, 14.45

Kommissar Maigret stellt eine Falle (Fr/I 1957, R.: Jean Delannoy)

Drehbuch: Rodolphe-Marie Arlaud, Michel Audiard, Jean Delannoy

LV: Georges Simenon: Maigret tend un piège, 1955 (Maigret stellt eine Falle)

Maigret sucht einen fünffachen Frauenmörder.

Erster von drei Maigret-Filmen, in denen Jean Gabin den Kommissar spielte. Netter psychologischer Rätselkrimi, der auch eine gelungene kleine Sozialstudie ist.

“Delannoy inszenierte diese klassische Kriminalkonstruktion sehr spannend und mit viel Einfühlungsgabe für atmosphärische Details, filmisch beinahe ebenso sorgfältig wie Maigret bei der Arbeit.” (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm)

“Intelligenter, gut gespielter, atmosphärisch dichter Kriminalfilm.” (Katholischer Film-Dienst)

Der Film gewann den Edgar-Allan-Poe-Preis in der Kategorie “bester ausländischer Film”.

mit Jean Gabin, Annie Girardot, Jean Desailly, Lino Ventura

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Tele 5, 20.15

Mordmotiv: Rache (USA/Can 2004, R.: Christopher Leitch)

Drehbuch: Nancey Silvers

LV: Lisa Gardner: The Survivors Clug, 2002 (Unter Mordverdacht)

Drei Frauen wurden alle von einem Maskierten vergewaltigt. Als er erschossen wird, sind sie die Hauptverdächtigen.

Das CBS Movie of the Week ist wohl ein okayer Krimi, der einem nicht gerade den Schlaf raubt.

Mit Roma Downey, Jacqueline Bisset, James Remar

Wiederholung: Donnerstag, 17. September, 01.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweis

Homepage von Lisa Gardner

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RBB, 22.35

Das unbekannte Gesicht (USA 1947, R.: Delmer Daves)

Drehbuch: Delmer Daves

LV: David Goodis: Dark passage, 1946 (Dark Passage – Die schwarze Natter)

Ein unschuldig Verurteilter (Bogart) flieht aus dem Gefängnis, unterzieht sich einer Gesichtsoperation und versucht seine Unschuld zu beweisen.

Ein unterschätzter Bogart-Film – was auch daran liegt, dass Humphrey Bogart und Lauren Bacall davor in „To have and have not“ (Haben und Nichthaben) und „The big sleep“ (Tote schlafen fest) aufeinander trafen. Danach ist ein spannender Film Noir einfach ein Abstieg; besonders wenn Bogart und Bacall kaum zusammen zu sehen sind. Aufgrund der Story ist Bogart im ersten Drittel des Films nicht zu sehen und danach, bis zum letzten Drittel, nur mit Verband. Das erste Drittel wurde ausschließlich aus Bogarts Perspektive gedreht.

Delmer Daves erzählte zu den Schwierigkeiten der subjektiven Perspektive: „Ich war der erste, der in den Vereinigten Staaten die Arriflex einsetzte. Wir bekamen sie von der US-Regierung. Es war eine Beutekamera von den Nazis. Ich hatte ein Schulterstativ machen lassen, um sie in Augenhöhe zu halten…und dann ging der Kameraoperateur so, wie der Mann ging. Zuerst dachte ich, wie einfach, man braucht nur einen Mann, der dasteht und alles macht. Als ich meinen Test machte, sah es so aus, als seien die Schultern viel zu breit, und so nahmen wir schließlich in dem Film zwei Männer für die zwei Arme: Ein Mann war der rechte Arm, und ein Mann war der linke, und sie waren unmittelbar gleich neben der Kamera. Ich hatte sogar drei Operateure bei einer Einstellung, um den Fluss der Kontinuität zu bewahren. Ich hatte nämlich herausgefunden, dass wir mit unseren Augen nicht so schneiden, wie man in einem normalen Film schneidet. Jede Einstellung war ein Probleme, und anstelle von Schnitten machte ich Reißschwenks.“

Mit Humphrey Bogart, Lauren Bacall, Bruce Bennett, Agnes Moorehead

auch: „Die schwarze Natter“


R. i. P. Patrick Swayze

September 15, 2009

R. i. P.: Patrick Swayze (18. August 1952 – 14. September 2009)

Bekannt wurde der Schauspieler Patrick Swayze durch „Fackeln im Sturm“, ein Star durch „Dirty Dancing“ und mit „Ghost“ hatte er einen weiteren Hit. Obwohl ihm die romantischen Rollen und Komödien mehr lagen, trat er auch in einigen Krimis, wie „Gefährliche Brandung“ (Breaking Point) und der schwarzen Ensemblekomödie „11.14 – Elevenfourteen“, auf. Zuletzt spielte er in der Krimiserie „The Beast“ einen FBI-Agenten.

Bei Swayze wurde 2008 Bauchspeichelkrebs diagnostiziert. Wie Farrah Fawcett sprach er offen über seine Krankheit. Er starb am Montagabend im Kreis seiner Familie.

Im Netz sind bereits jetzt zahlreiche Nachrufe zu finden: Spiegel Online, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, Die Welt, Die Fünf Filmfreunde,  Los Angeles Times und New York Times.


Cover der Woche

September 15, 2009

Garfield - Der bessere Indianer


TV-Tipp für den 15. September: Die verfilmten Kriminalromane

September 15, 2009

Arte, 14.45

16 Uhr 50 ab Paddington (GB 1961, R.: George Pollock)

Drehbuch: David Pursall, Jack Seddon

LV: Agatha Christie: 4.50 from Paddington, 1957 (16 Uhr 50 ab Paddington)

Miss Marple beobachtet in einem vorüberfahrenden Zug einen Mord. Die Polizei glaubt der schrulligen alten Frau nicht. Deshalb klärt sie den Fall alleine auf.

Erster Miss Marple-Film, der den Plot mit reichlich britischem Humor würzte.

Mit Margaret Rutherford, Arthur Kennedy, Stringer Davis

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Kabel 1, 20.15

Wehrlos – Die Tochter des Generals (USA 1999, R.: Simon West)

Drehbuch: Christopher Bertolini, William Goldman, Scott Rosenberg (ungenannt)

LV: Nelson De Mille: The General´s Daughter, 1992 (Wehrlos – Die Tochter des Generals)

Auf dem Militärstützpunkt Fort MacCallum wird eine nackte Frauenleiche gefunden. Sie ist eine junge Offizierin und die Tochter des Basiskommandanten Campbell. Den Militärermittlern Brenner und Sunhill bleiben nur 36 Stunden, bis das FBI den Fall übernimmt.

Die deutsche Kritik war von diesem optisch überzeugendem 08/15-Whodunit nicht begeistert: „Politisch korrekter Schund über die Not der Frau in der Männerdomäne Armee, effekthascherisch inszeniert und von John Travolta und James Woods (zu) gut gespielt.“ (Film 11/99) oder „Einer jener Filme, die Unbehagen hinterlassen: ehrlich in Handwerk und Gesinnung, indifferent für den Zuschauer.“ (AZ, 18. 11. 1999)

Auf der Haben-Seite sind neben der Optik die Schauspieler, die teilweise wirklich gute Szenen haben. Aber die Story erreicht kaum das Niveau einer „Criminal Intent“-Folge.

Der deutsche Titel „Wehrlos“ ist, im Gegensatz zum Originaltitel, mal wieder vollkommener Quatsch. Denn „Wehrlos“ ist in „The General’s Daughter“ niemand.

Der Film ist FSK-16 und für die 20.15-Uhr-Ausstrahlung wird normalerweise auf eine sinnentstellend beschnittene Version (im Wesentlichen wurde das Motiv herausgeschnitten) zurückgegriffen.

Und was sagt der Autor zur Verfilmung? „In the case of The General’s Daughter, the final drafts stayed true and close to the substance and intent of my novel. (…) What I can say is that the essence of my novel was captured and conveyed on the screen through excellent acting, sharp and funny dialoge, and through the use of visual settings that even the best novelist can’t convey on paper.”

Mit John Travolta, Madeleine Stowe, Timothy Hutton, James Woods, James Cromwell, Clarence Williams III

Hinweise

Homepage von Nelson De Mille

Schnittberichte über die Kürzungen

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ARD, 01.05

Haben und Nichthaben (USA 1944, R.: Howard Hawks)

Drehbuch: Jules Furthman, William Faulkner

LV: Ernest Hemingway: To have and have not, 1937 (Haben und Nichthaben)

Kutterkapitän Morgan kümmert sich um seine Geschäfte und den regelmäßigen Zufluss von Alkohol. Da lernt er Marie kennen und lieben. Sie kämpft gegen die Vichy-Regierung und reißt ihn aus seiner Passivität.

Hawks Abenteuerfilm hat mit dem Buch nichts mehr zu tun. Ist trotzdem die bekannteste Verfilmung des Romans – wegen Bogart und Bacall, die sich während der Dreharbeiten ineinander verliebten und zu einem von Hollywoods Traumpaaren wurden.

Mit Humphrey Bogart, Lauren Bacall, Walter Brennan

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ARD, 02.45

Jagd im Nebel (USA 1945, R.: Herman Shumlin)

Drehbuch: Robert Buckner

LV: Graham Greene: The confidential agent, 1939 (Jagd im Nebel)

1937: Ein Agent soll die englischen Minenbesitzer überzeugen, ihre Kohle nach Spanien zu liefern.

Agentenkrimi

Mit Charles Boyer, Lauren Bacall, Peter Lorre


Gedankensplitter und Fundstücke

September 14, 2009

Im TV-Programm entdeckt:

Montag, 21. September, ZDF, 20.15 Uhr

Mein Mann, seine Geliebte und ich (D 2009)

Story: Nach 25 glücklichen Ehejahren entdeckt Rike, dass ihr Mann sie betrügt. Sie stellt ihren Mann nicht zur Rede, sondern sie will die Nebenbuhlerin kennenlernen – und findet sie ganz sympathisch.

Mittwoch, 23. September, ARD, 20.15 Uhr

Die Freundin der Tochter (D 2009)

Story: Nach einer langjährigen glücklichen Ehe entdeckt Hannah, dass ihr Mann sie betrügt. Sie stellt ihren Mann nicht zur Rede, sondern sie nähert sich unter falschem Namen der Freundin ihres Mannes (einer Studienfreundin ihrer Tochter) – und findet sie ganz sympathisch.

Mein erster Verdacht war, dass Doris Heinze ( Ja, genau die Doris) nicht nur für „Die Freundin der Tochter“, sondern auch für „Mein Mann, seine Geliebte und ich“ das Drehbuch schrieb.

Aber das ist von Laila Stieler, die auch für „Die Polizistin“, „Willenbrock“ und „Wolke 9“ (alles Andreas-Dresen-Filme) die Bücher schrieb.

Also scheint die Story, die ich vor allem in „Die Freundin der Tochter“ für ziemlich gekünstelt halte (ohne den Film gesehen zu haben), irgendwie in der Luft zu liegen.

Oder gab’s vor einiger Zeit einen Hollywood-Film mit dieser Story?

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Die Demo „Freiheit statt Angst“ war erfolgreich; dieser Polizeieinsatz nicht:

(und hier würde ich gerne auf das You-Tube-Video verlinken, aber inzwischen muss man sich meistens anmelden. Deshalb einmal zum „SpiegelOnline“-Artikel und zur rbb-Reportage)

Die Berliner Polizei erklärt das Gesehene in einer Pressemitteilung so:

Trotz wiederholter Aufforderungen, den Ort zu verlassen, störte insbesondere ein 37-Jähriger weiter. Die Beamten erteilten ihm schließlich einen Platzverweis. Nachdem auch dieser wiederholt ausgesprochen worden war und der Mann keine Anstalten machte, dem nachzukommen, nahmen ihn die Polizisten fest. Hierbei griff ein Unbekannter in das Geschehen ein und versuchte, den Festgenommenen zu befreien, was die Beamten mittels einfacher körperlicher Gewalt verhinderten. Der Unbekannte entfernte sich anschließend vom Tatort. Der 37-Jährige erlitt bei seiner Festnahme Verletzungen im Gesicht und kam zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Die Vorgehensweise der an der Festnahme beteiligten Beamten einer Einsatzhundertschaft, die auch in einer im Internet verbreiteten Videosequenz erkennbar ist, hat die Polizei veranlasst, ein Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt einzuleiten. Das Ermittlungsverfahren wird durch das zuständige Fachdezernat beim Landeskriminalamt mit Vorrang geführt.

Äh? Sehen wir die gleichen Bilder? Ein wiederholter Platzverweis wird ausgesprochen? Der Mann im blauen T-Shirt macht keine Anstalten sich zu entfernen?

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Im Titel-Magazin gibt es ein lesenswertes Interview mit Filip Kolek vom Comicverlag „Cross Cult“ (u. a. „Sin City“, „M“, „Sleeper““, „Whiteout“ und „Star Treck“).

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Ebenfalls im Verhörzimmer sind:

John Banville (aka Benjamin Black)

Brent Ghelfi (Volk’s Game, Volk’s Shadow – sind beide auf Deutsch bei Heyne Hardcore erschienen)

Steven M. Thomas (noch nichts übersetzt, aber er wird ziemlich abgefeiert und er beschreibt seinen neuen Roman „Criminal Paradise“ als „Ross MacDonald meets John MacDonald with some Elmore Leonard thrown in“ und das klingt verdammt interessant.)

Val MacDermid

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Und nun die obligatorischen Bruen-News: in der Verfilmung seines Krimis „Blitz“ spielt er eine  kleine Rolle als Priester. Bei Crimespree Cinema gibt es ein Bild von Bruen in Priesterkluft mit Hauptdarsteller Jason Statham und Regisseur Elliott Lester.


TV-Tipp für den 14. September: Die verfilmten Kriminalromane

September 14, 2009

Eins Festival, 12.30

Die Spielerin (D/A 2005, R.: Erhard Riedlsperger)

Drehbuch: Fred Breinersdorfer

Die gut situierte Mittfünfzigerin Polina wird durch die Zufallsbekanntschaft Friedrich zur Spielerin. Als er in Untersuchungshaft kommt, spielt Polina, um ihm zu helfen. Aber sie hat kein Glück.

Fred Breinersdorfer schrieb das Drehbuch über einen Fall von selbstzerstörerischer Spielsucht und Hannelore Elsner kann wieder einmal zeigen, wie gut sie ist.

Mit Hannelore Elsner, Erwin Steinhauer, Nina Petri, Frank Giering

Hinweise

Homepage von Fred Breinersdorfer

Meine Besprechung von Fred und Léonie Breinersdorfers „Das Hurenspiel – Ein Fall für Abel“ (2006)

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Arte, 14.45

Rendezvous mit einer Leiche (USA 1988, R.: Michael Winner)

Drehbuch: Anthony Shaffer, Peer Buckman, Michael Winner

LV: Agatha Christie: Appointment with death, 1938 (Der Tod wartet)

Hercule Poirot klärt während einer Urlaubsreise in Israel den Mord an einer reichen Amerikanerin auf.

Trotz der guten Besetzung ein Langweiler.

Mit Pter Ustinov, Lauren Bacall, John Gielguld, Carrie Fisher, Piper Laurie, David Soul, Nicholas Guest

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Pro 7, 20.15

Der Bibelcode (F/A/D 2008, R.: Christoph Schrewe)

Drehbuch: Timo Berndt, Georg Lemppenau

LV: Michael Drosnin: Bible Code, 1997 (Der Bibelcode)

So ist das mit Familienzusammenführungen in Thrillern: kaum kann Ex-Polizistin Johanna (!) ihren Vater erstmals umarmen, da wird er auch schon hinterrücks gemeuchelt. Doch bevor der Bibelforscher seinem Forschungsobjekt gegenübertritt, kann er noch “Der Papst…Du musst es verhindern” sagen und Töchterchen macht, was getan werden muss, um die Sendezeit zu füllen.

Naja, immerhin ist “Der Bibelcode” (das Buch ist in der Sachbuch-Abteilung zu finden) als der “Da Vinci Code”. Denn heute läuft die extra hergestellte zweistündige Version des Event-Zweiteiler (Im deutschen TV ist inzwischen ja jeder Einzelfilm ein Event, vor allem wenn er auf drei Stunden gestreckt wird.) und diese Heiligkeiten geben sich die Ehre:

Cosma Shiva Hagen, Olivier Struck, Joachim Fuchsberger, Steffen Wink, James Faulkner

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Kabel 1, 20.15

Das Kartell (USA 1994, R.: Phillip Noyce)

Drehbuch: Donald Stewart, Steven Zaillian, John Milius

LV: Tom Clancy: Clear and present danger, 1989 (Der Schattenkrieg, Das Kartell)

Nachdem das Cali-Kartell den Industriellen Harding brutal ermordete, will der Präsident der Vereinigten Staaten nur noch Rache. Jack Ryan, inzwischen stellvertretender Direktor der CIA, schwört vor dem Kongress keine Militärschläge durchzuführen. Dummerweise hat Sicherheitsberater Cutter bereits eine Guerilla-Truppe nach Kolumbien geschickt. Und Ryan muß wieder seinen Schreibtisch verlassen.

Besser als das 600-Seiten Buch, weil schneller überstandener militaristisch-patriotisch-chauvinistischer, langweilig-langatmiger Quark. Autor Clancy war der Film zu liberal.

Mit Harrison Ford, Willem Dafoe, Anne Archer, Harris Yulin, James Earl Jones

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Arte, 21.00

16 Uhr 50 ab Paddington (GB 1961, R.: George Pollock)

Drehbuch: David Pursall, Jack Seddon

LV: Agatha Christie: 4.50 from Paddington, 1957 (16 Uhr 50 ab Paddington)

Miss Marple beobachtet in einem vorüberfahrenden Zug einen Mord. Die Polizei glaubt der schrulligen alten Frau nicht. Deshalb klärt sie den Fall alleine auf.

Erster Miss Marple-Film, der den Plot mit reichlich britischem Humor würzte.

Mit Margaret Rutherford, Arthur Kennedy, Stringer Davis


TV-Tipp für den 13. September: Die verfilmten Kriminalromane

September 12, 2009

Arte, 20.15

Kommissar Maigret stellt eine Falle (Fr/I 1957, R.: Jean Delannoy)

Drehbuch: Rodolphe-Marie Arlaud, Michel Audiard, Jean Delannoy

LV: Georges Simenon: Maigret tend un piège, 1955 (Maigret stellt eine Falle)

Maigret sucht einen fünffachen Frauenmörder.

Erster von drei Maigret-Filmen, in denen Jean Gabin den Kommissar spielte. Netter psychologischer Rätselkrimi, der auch eine gelungene kleine Sozialstudie ist.

“Delannoy inszenierte diese klassische Kriminalkonstruktion sehr spannend und mit viel Einfühlungsgabe für atmosphärische Details, filmisch beinahe ebenso sorgfältig wie Maigret bei der Arbeit.” (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm)

“Intelligenter, gut gespielter, atmosphärisch dichter Kriminalfilm.” (Katholischer Film-Dienst)

Der Film gewann den Edgar-Allan-Poe-Preis in der Kategorie “bester ausländischer Film”.

mit Jean Gabin, Annie Girardot, Jean Desailly, Lino Ventura

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Eins Festival, 20.15

Am Rande der Nacht (F 1983, R.: Claude Berri)

Drehbuch: Claude Berry, Alain Page

LV: Alain Page: Tchao Pantin, 1983

Ex-Polizist Lambert verdient seine normalerweise flüssigen Brötchen als Tankwart. Als sein Freund, ein arabischer Kleindealer, umgebracht wird, beginnt Lambert einen Rachefeldzug.

Äußerst gelungener Film noir – gemacht von zwei Männern, die damals für leichte Unterhaltung und Komödien bekannt waren. Der in Frankreich sehr populäre Komiker Coluche brachte sich damals als Präsidentschaftskanditat ins Gespräch. Er starb überraschend 1986 mit 41 Jahren.

Mit Coluche, Richard Anconina, Agnès Soral, Philippe Léotard

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Arte, 22.15

Die Akte Maigret (F 2009, R.: Alain Ferrari)

Drehbuch: Alain Ferrari

Knapp einstündige Doku über Kommissar Maigret.

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BR, 23.45

Der dritte Mann (GB 1949, R.: Carol Reed)

Drehbuch: Graham Greene

LV/Buch zum Film: Graham Greene: The third man, 1950 (Der dritte Mann)

Wien, kurz nach dem Krieg: Holly Martins kann es nicht glauben. Sein toter Freund Harry Lime soll ein skrupelloser Geschäftemacher sein. Holly will Harrys Unschuld beweisen.

Na, den Film kennen wir – das kaputte Wien, die grandiosen Leistungen der Schauspieler, die Verfolgung durch die Wiener Kanalisation, die Zither-Melodie von Anton Karas – und sehen ihn immer wieder gern.

Mit Joseph Cotten, Orson Welles, Alida Valli, Trevor Howard, Bernard Lee, Erich Ponto, Paul Hörbiger

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RTL, 00.45

Mordshunger (D 2007, R.: Robert-Adrian Pejo)

Drehbuch: Dorothee Schön

LV: Frank Schätzing: Mordshunger, 1996

Konzernchefin Inka von Barneck wird ermordet. Als erstes verdächtigt Kommissar Cüpper natürlich ihren finanziell von ihr abhängigen Ehemann. Doch dieser hat nicht nur ein Alibi, sondern zwei.

Die „Tatort“-erprobte Dorothee Schön schrieb das Drehbuch zu dieser Schätzing-Verfilmung. Und der Film scheint sich (so mein Eindruck bis zur ersten Werbepause) auch auf dem üblichen mäßig spannendem „Tatort“-Niveau zu bewegen.

„Es geht schlicht, nett und in traditioneller Miss-Marple-Ausschließlichkeit um die Frage, wer denn nun der Mörder sei. (…) am Ende gibt es gar einen Mörder ohne glaubhaftes Motiv. Dem Spaß an der gutgelaunten Fernsehkomödie tut das keinen Abbruch. Ihr Vorzug ist immerhin, dass man sie bedenkenlos auch Kindern zumuten kann: Freigegeben, sagen wir, ab zehn.“ (Jochen Hieber, FAZ, 15. Mai 2008)

„nur wenig überzeugende (Fernseh-)Verfilmung eines Krimis von Frank Schätzing“ (Lexikon des internationalen Films)

Mit Hans-Werner Meyer, Henry Hübchen, Bettina Zimmermann, Johannes Zirner


TV-Tipp für den 12. September: Die verfilmten Kriminalromane

September 12, 2009

Weil der Alligator in wärmeren Gefilden nach Beute sucht, gibt’s hier die tägliche Auflistung der im TV laufenden Krimi-Verfilmungen:

ZDF, 20.15

Der Kommissar und das Meer: Schwarzer Engel (S/D 2009, R.: Marcus Weiler

Drehbuch: Kathrin Richter, Jürgen Schlagenhof

LV: Charakter von Mari Jungstedt

Architekt Algard wird kurz nach der Eröffnung einer von ihm geplanten Kongresshalle ermordet. Kommissar Robert Anders ermittelt.

Sechster Einsatz von Walter Sittler als Kommissar Anders, der in Jungstedts Romanen Anders Knutas heißt. Mindestens zwei weitere TV-Fälle folgen.

mit Walter Sittler, Andy Gätjen, Papriak Steen, Inger Nilsson

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Eins Festival, 22.00

Gorky Park (USA 1983, R.: Michael Apted)

Drehbuch: Dennis Potter

LV: Martin Cruz Smith: Gorky-Park, 1981 (Gorki Park)

Im Moskauer Gorki Park werden drei verstümmelte Leichen gefunden. Inspektor Renko kommt bei seinen Ermittlungen einer Staatsaffäre auf die Spur.

Martin Cruz Smith schuf mit dem sowjetischen Ermittler Arkadij Renko eine enorm erfolgreiche Serienfigur. Für „Gorky-Park“ erhielt er den Gold Dagger.

Die Verfilmung missfiel der damaligen Filmkritik: „voller naiver Klischees, in der Charakterzeichnung oberflächlich, ohne Stimmung und Atmosphäre. Auch als Genre-Film spröde und spannungslos.“ (Lexikon des internationalen Films). Oder „Nun sind Klischees…nichts schlimmes, wenn nur alles andere stimmt: eine komplexe, nachvollziehbare Story, spannende Atmosphäre, interessante Charaktere und physische Aktion. Das alles aber hat Gorky Park in zu geringem Maße.“ (Fischer Film Almanach 1985).

Wie so oft wurde aus einem guten Buch ein mittelmässiger Film.

Mit William Hurt, Lee Marvin, Brian Dennehy, Joanna Pacula, Ian Bannen

Hinweis

Meine Besprechung von Martin Cruz Smiths „Stalins Geist“ (Stalin’s Ghost, 2007)

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ARD, 23.02

Mankells Wallander: Bilderrätsel (S/D 2005, R.: Jonas Grimås)

Drehbuch: Ola Saltin

LV: Henning Mankell (Treatment)

Eine Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation wird ermordet. Kommissar Wallander und seine Kollegen werden in Ystad mit den Problemen der Welt konfrontiert. Denn die Tote stritt sich vor ihrem Tod mit einem Kriegsfotografen über ein Bild und in Afghanistan gestohlene antike Siegel tauchen auf.

Obwohl hier alles sehr rätselhaft ist, hat dieses Bilderätsel nichts mit “Zimmer Frei” zu tun.

Achter Film der dreizehnteiligen Wallander-Serie mit dem neuen Wallander.

Mit Krister Henriksson, Johanna Sällström

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ZDF, 23.15 (Teil 1)

ZDF, 00.45 (Teil 2)

Messias: Stadt der Schmerzen/Die neun Kreise der Hölle (GB/USA 2005, R.: Paul Unwin)

Drehbuch: Terry Cafolla

LV: Charakter von Boris Starling

Vierter und bislang letzter Auftritt von Ken Stott als DCI Red Metcalfe. Dieses Mal jagt er einen Serienmörder, der Dantes Inferno nachinszeniert.

Das Drehbuch war für einen Edgar nominiert.

mit Ken Stott, Neil Dudgeon

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NDR, 01.20

Im Kopf des Mörders (F 2004, R.: Claude-Michel Rome)

Drehbuch: Didier Decoin, Claude-Michel Rome

LV: Jean-François Abgrall: Dans la tête du tueur – sur les traces de Francis Heaulme, 2002

Am 14. Mai 1991 wird am Strand von Brest eine Frauenleiche gefunden. Kommissar Jean-Francois Abgrall glaubt, dass ein Landstreicher für diesen und weitere Morde verantwortlich ist.

Auf einem wahren Fall beruhendes Thrillerdrama. Im Mittelpunkt stehen die alltägliche Polizeiarbeit und die Konfrontation zwischen dem Kommissar und dem Verdächtigen. Thierry Frémont erhielt für seine Darstellung des Landstreichers einen Emmy als bester Schauspieler.

Mit Bernard Giraudeau, Thierry Frémont

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Kabel 1, 01.45

French Connection (USA 1971, R.: William Friedkin)

Drehbuch: Ernest Tidyman

LV: Robin Moore: The French Connection, 1969 (Heroin Cif New York)

Die beiden Polizisten Popeye Doyle und Buddy Russo sind auf der Spur einer großen, aus Frankreich kommenden, Lieferung Rauschgift.

Zeitloser, hochspannender, vor Ort gedrehter Genre-Klassiker, der auf einem wahren Fall beruht.

Mit Gene Hackman, Roy Scheider, Fernando Rey, Tony LoBianco, Marcel Bozzufi

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ARD, 02.35

Im Dunkel der Nacht (USA 1956, R.: Maxwell Shane)

Drehbuch: Maxwell Shane

LV: Cornell Woolrich: And so to death/Nightmare (Kurzgeschichte)

Jazzmusiker Stan hat die Hosen voll: hat er in Hypnose einen Mann umgebracht?

Spannender Noir-Thriller mit Edward G. Robinson

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Kabel 1, 03.30

French Connection II (USA 1975, R.: John Frankenheimer)

Drehbuch: Alexander Jacobs, Robert Dillon, Lauri Dillon

LV: Charakter von Robin Moore

Buch zum Film: Robin Moore/Milt Machlin: French Connection II, 1975

Der New Yorker Cop Popeye Doyle soll seinen französischen Kollegen helfen, den Drogenbaron Alan Charnier zu verhaften. Doch die Franzosen wollen Doyles Hilfe nicht. Also beginnt Doyle auf eigene Faust in der für ihn fremden Stadt Marseille Charnier zu jagen.

„French Connection“ war ein auf Tatsachen basierender Polizeithriller. „French Connection II“ ist die vollkommen erfundene Fortsetzung, die auch vollkommen andere Akzente setzt. Frankenheimer konzentrierte sich auf die Hafenstadt Marseille und Popeye Doyle. Doyle ist das Bild des hässlichen Amerikaners. Er spricht kein Wort Französisch. Er prescht mit der Feinfühligkeit einer Dampframme in die Ermittlungen der französischen Polizei. Und er wird von seinem Intimfeind Alain Charnier zum Junkie gemacht. Gene Hackman zeigt hier wieder einmal sein Können (dazu gehört auch der legendäre Kalte Entzug in der Mitte des Films).

Mit Gene Hackman, Fernando Rey, Bernard Fresson, Jean-Pierre Castaldi, Philippe Léotard, Charles Millot, Cathleen Nesbitt


Kleinkram: My PDF Scripts, „Whiteout“, Hans-Christian Schmid, Walter Hill, James Patterson

September 12, 2009

Mit „My PDF Scripts“ gibt es eine neue Seite mit vielen, vielen Drehbüchern und zusätzlichen Informationen.

Erster Eindruck: Sehr gut!

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„Whiteout“ ist in den USA angelaufen; keine Ahnung, wann der Film in Deutschland anläuft. Denn die Kritiken sind verheerend. Bei Metacritic 33/100. Bei Rotten Tomatoes 6/100.

Bei „Comics worth reading“/“DVDs worth watching“ gibt es ein kurzes Interview mit Steve Lieber, dem Zeichner von „Whiteout“:

Since I haven’t seen a final cut, that’s hard to say definitively, but I adore the look of the movie. The environments that Graham “Grace” Walker created are incredible. His envisioning of Amundsen-Scott South Pole station and the Russian base have to be seen to be believed. And what I’ve seen of the relationship between Carrie and the Doc has been perfect. Everything about them I tried to draw in the graphic novel was up there on the screen.

Bei Collider gibt es Videointerviews mit den „Whiteout“-Schauspielern Kate Beckinsale, Alex O’Loughlin und Gabriel Macht.

Und hier gibt’s auch einige Worte von „Whiteout“-Autor Greg Rucka zum Film (nach dem Auftritt von Kate Beckinsale auf dem roten Premierenteppich):

Like I said, they made a movie out of something I wrote. How can I not be?

Dort gibt’s noch weitere Roter-Teppich-Gespräche mit weiteren am Film Beteiligten.

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Bei „Galore“ gibt es ein Interview mit Hans-Christian Schmid über seinen neuen Film „Sturm“.

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„Hollywood Interview“ redet mit Walter Hill:

Somebody once asked me why I never did horror films, just action, and what was the difference? I said horror movies terrorize women, and action movies terrorize guys. For some reason, several people found that definition objectionable. (chuckling) I thought it was brutally accurate… I didn’t answer that too well, did I?

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James Patterson wird bis 2012 siebzehn (!)  neue Bücher veröffentlichen.


TV-Tipp für den 11. September: Mogadischu

September 10, 2009

SWR, 20.15

Mogadischu (D 2008, R.: Roland Suso Richter)

Drehbuch: Maurice Philip Remy

Buch zum Film: Timo Kortner: Mogadischu – Das Entführungsdrama der Landshut, 2008

Nach Heinrich Breloers hochgelobtem Zweiteiler „Todesspiel“ (auch schon über zehn Jahre alt) über den Deutschen Herbst 1977, diversen Dokumentationen (zum Beispiel letztes Jahr ein Zweiteiler) über die RAF, dem noch im Kino laufendem „Baader Meinhof Komplex“ mutet „Mogadischu“ etwas akademisch an. Denn die Fakten sind bekannt. Am 13. Oktober 1977 entführt ein palästinensisches Kommando die Lufthansa-Maschine Landshut. Nach einem mehrtägigen Irrflug landet das Flugzeug in Mogadischu und die GSG 9 beendet die Geiselnahme.

Neue Erkenntnisse, wie die Beteiligung des KGB an der Entführung und was Lufthansa-Pilot Jürgen Schumann machte, als er nach einer Notlandung in Aden zwanzig Minuten verschwand, ändern nichts an dem großen Bild.

Aber Autor Remy und Regisseur Richter verarbeiteten diese Geschichte jetzt zu einem die damaligen Ereignisse konzentriert nacherzählendem TV-Spielfilm, der auch im Kino überzeugt hätte. Einziger Kritikpunkt ist die derzeit angesagte Wackelkamera

„Es ist ein ernsthafter Versuch der Annäherung (an die Wahrheit, A. d. V.). Wir bemühen uns, mit Verantwortung an ein Thema heranzugehen. Die Menschen, die das erlebt haben, sollen nicht davor sitzen und sagen: Was machen die denn da? Was erzählen die da?“ (Remy in der FAZ)

Das gleichnamige „Begleitbuch zum Film ‚Mogadischu’“ von Timo Kortner nimmt eine seltsame Zwischenstellung zwischen einem traditionellem Buch zum Film, also einer höchstens sparsam erweiterten Romanfassung des Drehbuchs, und einem Sachbuch über die Entführung ein. Denn Kortner führt relativ ausführlich in das gesellschaftliche Klima während der Schleyer-Entführung ein und er fügt immer wieder erklärende Passagen ein. Dabei gibt es im Buch und im Film eine Verschiebung der Perspektive von den Tätern zu den Opfern. Der Tatsachenroman „Mogadischu“ erzählt von Menschen in einer Ausnahmesituation und wie sie versuchen, diese zu überleben. Die Entführer bleiben dagegen, bis auf den durchgeknallten Captain Martyr Mahmud, blass. Und die Ideologie der Terroristen wird höchstens in einem Nebensatz gestreift; – was sie als Bösewichter noch bedrohlicher macht.

Kortners „Mogadischu“ ist ein packendes Drama, das auch eine gehörige Portion historisches Wissen vermittelt. Ein feines Buch.

Mit Nadja Uhl, Thomas Kretschmann, Christian Berkel, Said Tagmaqoui, Herbert Knaup, Simon Verhoeven, Jürgen Tarrach

Hinweise

ARD zum Film

FAZ: Interview mit Maurice Philip Remy über “Mogadischu” (24. November 2008)

FAZ (Michael Hahnfeld), Die Welt (Eckhard Fuhr), Spiegel Online (Christian Buß), Süddeutsche Zeitung (Christopher Keil), taz (René Martens), Die Zeit (Margit Gerste) über den Film „Mogadischu“

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Kortner - Mogadischu

Das Buch zum Film

Timo Kortner: Mogadischu – Das Entführungsdrama der ‚Landshut’

Knaur, 2008

272 Seiten

9,95 Euro


Neu im Kino: Sturm

September 10, 2009

Sturm (Storm, D/Dk/Nl 2009)

Regie: Hans-Christian Schmid

Drehbuch: Bernd Lange, Hans-Christian Schmid

Den Haag, Internationaler Gerichtshof: Als die Anklage gegen einen serbischen Kriegsverbrecher auf der Kippe steht, beginnt Anklägerin Hannah Maynard eigenmächtig in Bosnien-Herzegowina und Berlin nach Zeugen zu suchen.

Hochgelobter Politthriller und Gerichtsdrama, der den Pessimus der 70er-Jahre-Politthriller zeitgemäß erneuert (und den Berlin-Bonus hat).

„Hans-Christian Schmid ist ein radikal humanitärer Regisseur. Dass es ihm um Zwänge und Erfahrungen geht, hat er schon mit Filmen wie ‚Requiem‘ und ‚Lichter‘ kundgetan. ‚Storm‘ ist nun ein Film, der ein wenig zu viel will. Aber in welcher Hinsicht er zu viel will – das spricht schon wieder für ihn.“ (Anke Westphal, Berliner Zeitung, 9. Februar 2009)

mit Kerry Fox, Anamaria Marinca, Stephen Dillane, Rolf Lassgård

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Sturm“


TV-Tipp für den 10. September: Das Geheimnis des gelben Zimmers

September 10, 2009

Arte, 21.00

Das Geheimnis des gelben Zimmers (F/B 2003, R.: Bruno Podalydès)

Drehbuch: Bruno Podalydès

LV: Gaston Leroux: Le mystère de la chambre jaune, 1907 (Das Geheimnis des gelben Zimmers)

Journalist Joseph Rouletabille will herausfinden, wer die Tochter von Professor Stangerson in einem verschlossenen Zimmer umgebracht hat.

Bislang letzte Verfilmung des ersten Romans mit Hobbydetektiv Rouletabille. Leroux schrieb insgesamt acht Abenteuer mit ihm, aber das Geheimnis des gelben Zimmers ist ein „absoluter Klassiker“ (Galerie der Detektive)

Und der Film ist anscheinend eine nett upgedatete Version.

mit Denis Podalydès, Jean-Noël Brouté, Claude Rich, Scali Delpeyrat, Sabine Azéma, Michael Lonsdale

Wiederholung: Freitag, 11. September, 14.45 Uhr

Hinweise

Wikipedia über Gaston Leroux (deutsch, englisch, französisch)

Arte über den Film

Homepage zum Film


Veranstaltungshinweis für Kurzentschlossene

September 9, 2009

Gute Veranstaltung (jaja, hab’s irgendwie mitorganisiert und daher stehe ich in der Begeisterungspflicht. Aber der Film ist wirklich gut und die Diskussion; – naja, da liegt’s an euch. Außerdem ist die Sache gut mit der U-Bahn erreichbar. Denn die S-Bahn hat Probleme mit ihren Schrauben.):

„Jung, weiblich, türkisch, chancenlos – Kann das Gleichbehandlungsgesetz helfen?“, Blockaden, Chancen, Perspektiven

Film und Podiumsdiskussion

am Donnerstag, den 10. September 2009

in der Alten Feuerwache (Axel-Springer-Straße 40/41, 10969 Berlin)

um 18.00 Uhr: „Damla = Tropfen, Derya = Ozean“ (Film von Elisabeth Pricken, mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin)

um 19.00 Uhr: Podiumsdiskussion

mit

– Wolfgang Wieland, Mitglied des deutschen Bundestages

– Monika Herrmann, Stadträtin für Jugend in Kreuzberg

– Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Direktorin des Wissenschaftszentrums Berlin (angefragt)

– Nuran Yigit, Antidiskriminierungs-Netzwerk Berlin

– Alexander Klose, Lehrbeauftragter der Freien Universität Berlin

Moderation: Dr. Susanna Kahlefeld (LAG Migration Bündnis 90/Die Grünen Berlin)


Fast 20 % der ausländischen Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss. Mehr als 35 % der ausländischen Jugendlichen verfügen über keine abgeschlossene Ausbildung. Die Arbeitslosenquote von Ausländerinnen und Ausländern liegt mit mehr als 20% doppelt so hoch wie die der Gesamtbevölkerung. Faulheit? „Bildungsferne“?

Wohl kaum! Stattdessen ein deutliches Indiz für fehlende Chancengleichheit in einem Land, das sich mit Gleichbehandlung noch immer schwer tut. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen starke, emotional getragene Vorbehalte gegenüber Ausländer/innen und Migrant/innen in weiten Teilen der Gesellschaft, die sich nicht selten in Benachteiligungen niederschlagen. Hinzu kommen strukturelle Diskriminierungen beim Zugang zu Bildung und Beruf. So hat ca. nur 1 % der fast 750.000 Lehrerinnen und Lehrer selbst einen Migrationshintergrund.

Das nicht zuletzt auf Initiative von Bündnis 90/Die Grünen vor 3 Jahren beschossene Allge-meine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), bietet Opfern von Diskriminierungen erstmals die Möglichkeit, sich gegen Benachteiligungen gerichtlich zur Wehr zu setzen.

Wir wollen diskutieren, welche Möglichkeiten und Perspektiven das AGG im Kampf für eine Antidiskriminierungs-Kultur enthält, welche Verbesserungen notwendig sind und wie bestehende Blockaden auch mit anderen Mitteln aufgelöst werden können.

Vor der Diskussion zeigen wir den 2009 entstandenen Film „Damla = Tropfen, Derya = Ozean“ der Regisseurin Elisabeth Pricken.

Der in Neukölln gedrehte Film dokumentiert den steinigen Alltag junger Frauen mit Migrationshintergrund. In der Öffentlichkeit vornehmlich als „Risikogruppe“ wahrgenommen, kämpfen sie sich ihren Weg durch den Bildungsdschungel – ganz unter dem Motto:

Du hast keine Chance, aber nutze sie! Der Film von Elizabeth Pricken enstand in Zusammenarbeit mit S.U.S.I. und der Beratungsstelle für Frauen „Uğrak“ in Neukölln.

Der Eintritt ist frei.



Veranstalterinnen: LAG Migration und LAG Demokratische Rechte von Bündnis 90/Die Grünen (Berlin)


Kleinkram: Bürgerrechte wählen – Überwachung abwählen, Elkins über Verfilmungen, „Whiteout“

September 9, 2009

„Bürgerrechte wählen – Überwachung abwählen“ heißt eine sehr informative vom AK Vorrat gemachte Seite, die sehr detailliert die einzelnen Überwachungsgesetze, welche Parteien zugestimmt haben und die entsprechenden Forderungen der Parteien auflistet.

Hier ist die Originalseite. Im Moment hakt sie noch öfters. Aber hier kann sie auch studiert werden.

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Einen sehr launischen launigen Text hat Aaron J. Elkins für „My Book, The Movie“ über seine Idealbesetzung für eine Verfilmung eines seiner Gideon-Oliver-Krimis geschrieben. Denn seine Bücher wurden bereits verfilmt:

Actually, my books have been made into movies–five big-production TV movies–back a few years. I think the reason so few people remember them is the same reason people supposedly forget the real pain of childbirth or dental procedures: they are too wretched to bear remembering. (…)

In my case, they changed the protagonist from white to black; they moved him from the University of Washington to Columbia University; they converted him from a physical anthropologist to a cultural anthropologist; they changed him from a joyfully married man to a widower, but gave him a nineteen-year-old daughter to compensate; and they awarded him a black belt in kick-boxing or karate–I forget which.

Other than that, of course, they stuck quite closely to my character.

They took a few interesting liberties with the tenor of my stories too. Those of you who have read my books would know that there are certain kinds of things, ugly things, I’m highly unlikely to write about, e.g., animal mutilation, satanic cults, child pornography, torture, etc. I figure if people want to read about them, all they need to do is open the newspaper. Mystery fiction, as I see it, is a way of getting away from those awful things. Well, every one of those topics turned up in the first half-hour of the first show. After that, I don’t know; I quit watching. It wasn’t my kind of show. (…)

Am I bitter about it all? No way. I knew ahead of time how it would work, and I just left it to them; anything else would have been pointless and frustrating. They paid good money, and they paid on time. (What they paid me for is hard to understand, since they used so little of it, but I was happy to take it.) And most important, they couldn’t really hurt the books. TV is TV and books are books, and readers know the difference.

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Bei Shock till you drop gibt es ein Featurette zur Greg-Rucka/Steve-Lieber-Verfilmung „Whiteout“ mit Kate Beckinsale, Gabriel Macht und Alex O’Loughlin.

In den USA startet die langerwartete Verfilmung am 11. September.


TV-Tipp für den 9. September: Die Katze

September 9, 2009

3sat, 22.25

Die Katze (D 1988, R.: Dominik Graf)

Drehbuch: Uwe Erichsen, Christoph Fromm

LV: Uwe Erichsen: Das Leben einer Katze, 1984 (später “Die Katze”)

In der Düsseldorfer Innenstadt endet ein Bankraub in einer Geiselnahme. Die Polizei umstellt die Filiale und ein nervenzerfetzendes Duell beginnt. Aber die Polizisten wissen nicht, dass sie von Probek beobachtet werden und dieser alles geplant hat.

Grandioser deutscher Action-Thriller, der sich nicht vor amerikanischen Vorbildern verstecken muss.

“Für einen bundesdeutschen Spielfilm zeigt ‚Die Katze‘ eine erstaunliche Professionalität: präzise Kamera- und Schauspielerführung, eine funktionelle Dramaturgie, eine funktionierende Geschichte.” (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms – Völlig überarbeitete Neuausgabe)

Beim Cognac Festival du Film Policier gab’s dafür den “Grand Prix” und den “FR3 Grand Prix” (Unwichtige Bonus-Information: Guy Hamilton war der Juryvorsitzende).

mit Götz George, Gudrun Landgrebe, Heinz Hoenig, Ralf Richter

Hinweise

Lexikon der deutschen Krimiautoren über Uwe Erichson

Vierundzwanzig über „Die Katze“ (Interview mit Christoph Fromm)


Cover der Woche

September 8, 2009

Haas - Wie die Tiere

Wolf Haas in Berlin


Die Dagger-Nominierungen 2009 – Teil 2

September 8, 2009

Sodele, jetzt ist die zweite Lieferung von Shortlists der CWA für die diesjährigen Daggers draußen. Die Gewinner werden am 21. Oktober bekannt gegeben. Dieses Jahr werden sie auch für Kriminalfilme verliehen.
Nominiert sind:
CWA GOLD DAGGER 2009 – for the best crime novel of the year
When Will There Be Good News? by Kate Atkinson (Black Swan)
In the Dark by Mark Billingham (Little, Brown)
Hit and Run by Lawrence Block (Orion)
A Whispered Name by William Brodrick (Little, Brown)
The Coroner by M R Hall (Pan Macmilan)
Dark Times In The City by Gene Kerrigan (Harvill Secker)
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CWA JOHN CREASEY (NEW BLOOD) DAGGER 2009 – for first books by previously unpublished writers, awarded in memory of CWA founder John Creasey

Sweetsmoke by David Fuller (Abacus)
Bad Catholics by James Green (Luath Press)
No Way To Say Goodbye by Rod Madocks (Five Leaves)
Old City Hall by Robert Rotenberg (John Murray)
Echoes from The Dead by Johan Theorin (Doubleday)
The Blood Detective by Dan Waddell (Penguin)
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THE CWA IAN FLEMING STEEL DAGGER 2009 – for the year’s best thriller
The Brass Verdict by Michael Connelly (Orion)
Dark Places by Gillian Flynn (Weidenfeld & Nicolson)
The Last Child by John Hart (John Murray)
Calumet City by Charlie Newton (Bantam)
Moscow Rules by Daniel Silva (Michael Joseph)
The Tourist by Olen Steinhauer (HarperCollins)
The Interrogator by Andrew Williams (John Murray)
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ITV3 Bestseller Dagger
Dick Francis
Alexander McCall Smith
Nicci French
Harlan Coben
Martina Cole
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THE FILM DAGGER 2009 – for the best big-screen crime thriller story
„Gran Torino“ (Warner Bros)
„Quantum of Solace“ (Sony)
„Changeling“ (Der fremde Sohn) (Universal)
„Public Enemies“ (Universal)
„State of Play“ (Universal)
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The TV DAGGER 2009 – for the best small-screen crime thriller drama
„Wallander“ Left Bank Pictures (BBC ONE)
„Red Riding“ Channel 4 Films (CHANNEL 4)
„Spooks“ Kudos (BBC ONE)
„Place of Execution“ Coastal Productions (ITV1)
„Ashes to Ashes“ Kudos (BBC ONE)
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THE INTERNATIONAL TV DAGGER – for the best TV crime thriller drama from around the world

„The Wire“ HBO (BBC TWO)
„Dexter“ Clyde Phillips Production (FX)
„Wallander“ (Swedish) Yellow Bird Films (BBC FOUR)
„The Mentalist“ Warner Bros (FIVE)
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THE BEST ACTRESS DAGGER
Juliet Stevenson for „Place of Execution“ Coastal Productions (ITV1)
Keeley Hawes for „Ashes to Ashes“ Kudos (BBC ONE)
Hermione Norris for „Spooks“ Kudos (BBC ONE)
Emilia Fox for „Silent Witness“ BBC (BBC ONE)
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THE BEST ACTOR DAGGER
Dominic West for „The Wire“ HBO (BBC TWO)
Kenneth Branagh for „Wallander“ Left Bank Pictures (BBC ONE)
Tom Hardy for „The Take“ Company (SKY1)
Philip Glenister for „Ashes to Ashes“ Kudos (BBC ONE)
Paddy Considine for „Red Riding“ Channel 4 Films (CHANNEL 4)
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Einen herzlichen Glückwunsch an alle Nominierten!
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Was soll ich sagen? Mark Billingham, Lawrence Block (nachdem die CWA ihn schon für sein Lebenswerk geehrt hat), Michael Connelly, Harlan Coben; bei den Filmen zweimal Clint Eastwood, ein okayer Michael-Mann, ein okayes Remake einer britischen Serie (aber nur weil ich die Serie kenne) und ein gruseliger Bond-Film (aber weil’s ein britischer Preis ist; – jedenfalls würde ich den Preis Clint Eastwood für „Der fremde Sohn“ geben); die David-Peace-Verfilmung „Red Riding“ würde ich verdammt gerne sehen; „Ashes to Ashes“ (Remember „Life on Mars“?) könnte mir gefallen und „The Wire“, „Dexter“ und „The Mentalist“ sind natürlich eine ebenfalls sehr gute Wahl.