Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

Juli 3, 2009

Alligator-Alfred hat sich mal wieder alles geschnappt – und überlässt der Kriminalakte nur das:

In den kommenden beiden Wochen gibt es neben den TV-Premieren der Serien „Pieter Aspe – Mord in Brügge“ und „Irene Huss, Kripo Göteborg“ und einer Inspektor-Veigl-Tatort-Nacht auch Billy Wilders Agatha-Christie-Verfilmung „Zeugin der Anklage“, Claude Chabrols Dominique-Roulet-Verfilmung „Hühnchen in Essig“ und seine Francoise-Sagan-Verfilmung „Der Frauenmörder von Paris“, James B. Harris‘ James-Ellroy-Verfilmung „Der Cop“, Larry Clarks Eddie-Little-Verfilmung „Ein neuer Tag im Paradies“, Lars Beckers „Nachtschicht“ Der Ausbruch“, Henri Verneuils Auguste-le-Breton-Verfilmung „Der Clan der Sizilianer“, Martin Scorseses Nicholas-Pileggi-Verfilmung „GoodFellas“, George Cukors Patrick-Hamilton-Verfilmung „Das Haus der Lady Alquist“, Dominik Grafs Rolf-Basedow-Verfilmung „Polizeiruf 110: Er sollte tot“ und als TV-Premiere Atom Egoyans Rupert-Holmes-Verfilmung „Wahre Lügen“.


Kleinkram: The Big Thrill, Südafrika mit Nick Brownlee, Bookgasm mit Krimiverfilmungen und die Helene-Tursten-Verfilmungen im Ersten

Juli 3, 2009

Die Juli-Ausgabe von The Big Thrill ist online. Dieses Mal unter anderem mit Robert Gregory Browne, Mike Lawson, Brad Thor, David Liss, Karin Slaughter, Philip Margolin, Heather Graham, Jonathan Kellerman und Thriller-News aus Südafrika von Mike Nicol. Er schreibt:

I used to think that the lack of interest we were shown by our book buying public had something to do with the apartheid novel which very few local readers wanted to read because (a) it showed that you were living in a police state; (b) that if you were white, which generally you were if you were buying the book, you were guilty of racial exploitation; (c) that apathy wasn’t an appropriate response to the cruelty of the times; and that (d) the writer had the moral authority because of a, b, and c to castigate you.  Come the end of apartheid, how to persuade your fellow countrymen that the society was now a democracy and normalising and that part of that process of normalisation was that writers were going to write entertaining books that you could read on the beach or on a plane and that weren’t going to wrack you with shame.  A difficult prospect.

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Bleiben wir einen Augenblick in Südafrika. Vor wenigen Wochen erschien „Kap der Finsternis“ von Roger Smith. Demnächst erscheint bei btb „Schlaf ein, mein Kind“ (Coldsleep Lullaby, 2005) von Andrew Brown. Der Krimi erhielt den Sunday Times Fiction Prize.

Und Droemer Knaur spendiert Nick Brownlee und seinem Roman „Mord in Mombasa“ (Bait, 2008) einen Krimi Podcast.

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Bei Bookgasm bespricht Bruce Grossman drei Krimis, die verfilmt wurden: Bank Shot von Donald Westlake (Yeah, ein Dortmunder), Seven Days to a Killing von Clive Egleton (Donald Siegel verfilmte es als „Die schwarze Windmühle“ mit Michael Caine) und Death Wish von Brian Garfield (Yep, Charles Bronson, „Ein Mann sieht rot“).

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Hm, Verfilmungen: Im Ersten laufen demnächst die sechs Verfilmungen der Irene-Huss-Romane von Helene Tursten. Die Serie heißt „Irene Huss, Kripo Göteborg“ und das sind die Ermittlungszeiten:

Sonntag, 12. Juli, 21.45 Uhr: Der tätowierte Torso (Die Tätowierung)

Sonntag, 19. Juli, 21.45 Uhr: Novembermörder

Sonntag, 26. Juli, 21.45 Uhr: Feuertanz

Sonntag, 2. August, 21.45 Uhr: Der zweite Mord

Sonntag, 9. August, 21.45 Uhr: Tod im Pfarrhaus

Samstag, 15. August, 22.25 Uhr: Der erste Verdacht

Die Romane sind bei btb (Schwerpunktseite zu den Verfilmungen) erschienen und Ende September wird Helene Tursten einige deutsche Städte besuchen.


TV-Tipp für den 3. Juli: Bis zum letzten Mann

Juli 3, 2009

WDR, 23.15

Bis zum letzten Mann (USA 1948, R.: John Ford)

Drehbuch: Frank S. Nugent

LV: James Warner Bellah: Massacre (Erzählung)

Der erste Film von John Fords bekannter Kavallerie-Trilogie („Der Teufelshauptmann“ und „Rio Grande“, beide mit John Wayne, folgten) wird heute wieder einmal in der um dreißig Minuten gekürzten deutschen Kinofassung gezeigt. „Bis zum letzten Mann“ ist eine freie Bearbeitung von Custers letzter Schlacht. Die New York Herald Tribune meinte nach der Premiere: „Eine optisch fesselnde Verherrlichung blutiger Taten.“

Nugents Drehbuch war von der WGA in der Kategorie bestes Drehbuch für einen Western nominiert.

mit John Wayne, Henry Fonda, John Agar, Ward Bond, Shirley Temple

Hinweise

Wikipedia über „Fort Apache“

OFDB: Schnittbericht Deutsche Kinoversion – Originalversion (bei Schnittberichte mit Bildern)

New York Times: Besprechung von „Fort Apache“ (25. Juni 1948)


R. i. P. Karl Malden

Juli 2, 2009

R. i. P. Karl Malden (22. März 1912 – 1. Juli 2009)

Der Mann mit der Knollennase ist tot. Seine bekannteste Rolle ist die als Detective Lt. Mike Stone in der erfolgreichen TV-Serie „Die Straßen von San Francisco“ (The Streets of San Francisco). Dabei war er bereits vorher als Schauspieler bekannt. Er erhielt einen Oscar für seine Rolle in der Tennessee-Williams-Verfilmung „Endstation Sehnsucht“ (A streetcar named Desire) und nominiert war er später für sein Spiel in „Die Faust im Nacken“ (On the waterfront). In beiden von Elia Kazan inszenierten Klassikern spielte Marlon Brando die Hauptrolle. Eine weitere Begegnung mit Brando hatte er in Brandos Regiedebüt, dem unterschätzten Western „Der Bessessene“ (One-eyed Jack), und ich kann nicht sagen, wer von beiden der bessere Schauspieler in diesen Filmen war.

Und in „Der Todeskuss“ (Kiss of death), „Scharfschütze Jimmy Ringo“ (The Gunfighter), „Ich beichte“/“Zum Schweigen verurteilt“ (I confess), „Baby Doll“, „Der Galgenbaum“ (The hanging tree), „Der Gefangene von Alcatraz“ (The Birdman of Alcatraz), „Cincinnati Kid“, „Das Milliarden Dollar Gehirn“ (Billion Dollar Brain) und „Patton“ hatte Karl Malden, um nur einige seiner Leinwandauftritte zu nennen, lange vor seinem Einsatz in den Straßen von San Francisco eindrucksvolle (Neben)rollen.

Nachrufe gibt es in Spiegel Online, L. A. Times, New York Times (ArtsBeat Blog mit einem Ausschnitt aus „A streetcar named Desire“) und The Rap Sheet.


TV-Tipp für den 2. Juli: Tagebuch eines Skandals

Juli 2, 2009

ARD, 23.30

Tagebuch eines Skandals (USA/GB 2006, R.: Richard Eyre)

Drehbuch: Patrick Marber

LV: Zoe Heller: What was she thinking: Notes on a Scandal, 2003 (später auch „Notes on a Scandal“, deutsch: Tagebuch einer Verführung; Tagebuch eines Skandals)

Musik: Philip Glass

Die Ausstrahlung ist eine Frechheit. Denn diese TV-Premiere wurde von der Kritik gelobt, ist prominent besetzt (Judi Dench! Cate Blanchett!!), wurde für zahlreiche renommierte Preise nominiert, erhielt auch einige (Hm, für uns Berliner wichtig: den Teddy Zuschauerpreis bei der Berlinale) und er ist definitiv anspruchsvolle Unterhaltung. Kurz: genau das, was zu einer normalen Zeit laufen sollte.

Stattdessen läuft um 20.15 Uhr „Die große Show der Naturwunder“.

Bei einer solchen Planung müssen die Verantwortlichen sich nicht wundern, wenn immer mehr Zuschauer ins Internet abwandern oder sich die DVDs kaufen. Denn als ich jung war, konnte ich mir ein solides Filmwissen zu normalen Zeiten (und ohne Videorekorder) aneignen (Ja, ich habe „Letztes Jahr in Marienbad“ um 20.00 Uhr gesehen. Heute unmöglich.). Aber welcher Nicht-Volljährige kann den Film sehen, wenn er am nächsten Tag in die Schule muss?

Und diese Scheißplanung wird nicht besser. Nächsten Donnerstag läuft „Little Miss Sunshine“ um 23.30 Uhr. In zwei Wochen „München“ (Yep, der 150-minütige Steven-Spielberg-Film.).

So, und jetzt zum Film: Als an einer Londoner Schule die junge Kunstlehrerin Sheba Hart eine Beziehung mit einem Schüler beginnt, wird sie von einer älteren Kollegin erpresst. Denn diese möchte nur von Sheba geliebt werden.

Und jetzt zu den Nominierungen und Preisen: Der Roman war für den Booker-Preis nominiert. Blanchett und Dench unter anderem für den Oscar, Golden Globe und den Preis der Screen Actors Guild. Das Drehbuch ebenfalls für den Oscar, Golden Globe, BAFTA, British Independent Film Award und, der für uns Krimifans einzige relevante Preis, für den Edgar.

Zum Abschluss die Kritik: bei Rotten Tomatoes sind Kritiker und Zuschauer begeistert.

Mit Cate Blanchett, Judi Dench, Andrew Simpson, Bill Nighy

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Tagebuch eines Skandals“

taz: Interview mit Patrick Marber zum Drehbuch (24. Februar 2007)

Contemporary Writers über Zoe Heller

New York Times: Porträt von Zoe Heller (25. Februar 2009)


Kleinkram mit Joseph Finder, Ken Bruen, Robert Wilson, einer Podiumsdiskussion, Killer Covers, der „Nacht des Jägers“, rätselhaften politischen Zahlenspielen und dem „Last Lullaby“

Juli 1, 2009

Joseph Finders Thriller „Killer Instinct“ (der deutsche Titel ist „Masterplan“) soll verfilmt werden.

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Ken Bruen – – – Um das Warten auf  „Jack Taylor fliegt raus“ (Harry Rowohlt übersetzte „The Guards“ und es erscheint am 24. August im Atrium Verlag) zu verkürzen, kann, nein muss, dieses Interview mit Bruen gelesen werden:

The new Jack Taylor is finished and titled… The Devil. And it deals with, yup, the supernatural. Scared the hell outta me. Not going down that road again.

Zum Glück sitzt Harry bereits am zweiten Jack-Taylor-Roman.

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Bei Mysterious Musings (Julia Buckley) beantwortet Robert Wilson einige Fragen über seine vier Javier-Falcón-Romane, sein Leben, den ganzen Rest und seine liebsten amerikanischen Autoren:

In terms of crime writing I admire Raymond Chandler and Elmore Leonard. On the literary side of things one of my all time favorite books, as it is of many other readers, is The Great Gatsby.

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Bei Stichwort Drehbuch kann irgendwie (bei mir bleibt der Stream alle paar Sekunden hängen; sehr nervig) der erste Teil einer Podiumsdiskussion über Drehbuchautoren und das deutsche Fernsehen angehört werden:

Das Spannungsverhältnis zwischen Drehbuchautoren und Sendervertretern stand im Zentrum einer hitzigen Debatte, in der es darum ging, wie die kreative Freiheit durch Quotendruck und Formalisierung des Programms beschnitten wird. Auf dem Podium diskutierten der Drehbuchautor  Markus Stromiedel, Winka Wulff, Geschäftsführerin der Kölner Produktionsfirma Colonia Media, Gamedesigner Dr. Michael Bhatty, die Drehbuchautorin Ruth Toma und Reinhold Elschot, Leiter der Hauptredaktion Fernsehspiel und stellvertretender Programmdirektor beim ZDF. Moderatorin war Luzia Braun, Redakteurin bei der ZDF-Sendung „Aspekte“.

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Killer Covers meint „Summertime, and the Dying is easy“ und sieht verdammt gut aus.

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Der Noir of the Week ist ein echter Klassiker: „Die Nacht des Jägers“ (The Night of the Hunter, USA 1955). Es ist die einzige Regiearbeit von Charles Laughton. Das Drehbuch, nach dem Roman von Davis Grubb, schrieb James Agee. Robert Mitchum, Shelley Winters, Lilian Gish und Peter Graves spielten mit.

–

Das verstehe ich nicht:

Nur rund 160 Staaten hätten überhaupt eine Gesetzgebung gegen die Vergewaltigung von Kindern, die von den Tätern aufgenommen und übers Netz „massenhaft verbreitet wird“, monierte von der Leyen auf der Tagung; 95 Nationen hätten keine Gesetze gegen Kinderpornographie. International müssten sich alle vereinen, die gegen Kindesmissbrauch vorgehen,…

Es gibt 193 UN-Mitglieder (vulgo Staaten). D. h. eine deutliche Mehrheit der Staaten hat eine entsprechende Gesetzgebung. Bei nur denke ich an deutlich weniger als 25 Prozent.

Und ich denke, dass der erste Halbsatz dem zweiten Halbsatz wiederspricht.

Aber ich war in Mathe noch nie so gut, dass es für die hohe Politik gereicht hätte.

–

Deshalb zu etwas Handfestem: Jeffrey Goodman erzählt, wie er seine Max-Allan-Collins-Verfilmung „The Last Lullaby“ (Die Bilder und Trailer sehen verdammt gut aus. Hoffentlich findet sich ein deutscher Verleih.) promotet.


TV-Tipp für den 1. Juli: Im Jahr des Drachen

Juli 1, 2009

HR, 23.00 (VPS 22.59)

Im Jahr des Drachen (USA 1985, R.: Michael Cimino)

Drehbuch: Oliver Stone, Michael Cimino

LV: Robert Daley: Year of the dragon, 1981 (Im Jahr des Drachen)

Äußerst gewalttätiger, realistischer Krimi über einen Polizisten, der gegen die Drogenmafia kämpft und, als ehemaliger Vietnam-Veteran, den Vietnam-Krieg in den Straßen von New Yorks Chinatown gewinnen will. Damals gab es Proteste von chinesischen Gemeinden (wegen Rassismus) und Robert Daley (wegen Gewalt); – trotzdem einer der besten Cop-Thriller der Achtziger.

Mit Mickey Rourke, John Lone, Ariane, Leonard Termo, Ray Barry

Auch bekannt unter den eher nichtssagenden Titeln „Manhattan-Massaker“ und „Chinatown-Mafia“

Hinweise

City on Fire (Ziemlich umfangreiche Fanseite zum Film)

Wikipedia über Robert Daley

DVD Times (Mike Sutton) über „Year of the Dragon“


Cover der Woche

Juni 30, 2009

Keene - Willkommen zu Hause


TV-Tipp für den 30. Juni: Zwischen Wahn und Wirklichkeit

Juni 30, 2009

ARD, 22.45

Zwischen Wahn und Wirklichkeit (D 2009, R.: Victor Grandits)

Drehbuch: Victor Grandits

Seit „Einer flog übers Kuckucksnest“ wissen wir, wie es in der Irrenanstalt aussieht. Jedenfalls vor Jahrzehnten.

Die 75-minütige Doku gibt einen Einblick in die aktuelle Arbeit des St.-Hedwig-Krankenhauses. In der Psychiatrischen Universitätsklinik der berliner Charité versuchen die Psychiater und Pfleger eine manisch-depressive Studentin, einen schwer depressiven IT-Spezialisten, einen obdachlosen Drogensüchtigen, der an einer Psychose mit Wahnvorstellungen leidet und eine Transsexuelle, die früher selbst als Krankenpfleger in der Psychiatrie gearbeitet hat, einen Journalisten und Grafikdesigner, der unter Zählzwang leidet und eine 26-jährige, die bereits zum 27. Mal in der Psychiatrie ist, zu heilen.

Hinweis

ARD über die Doku (u. U. auch in der Mediathek)


Alter Scheiß? John Godey: Abfahrt Pelham 1 Uhr 23

Juni 29, 2009

Godey - Abfahrt Pelham 1 Uhr 23Godey - The Taking of Pelham 123

In wenigen Tagen startet Tony Scotts Remake von John Godeys 1973 erschienenem Bestseller „The Taking of Pelham 123“ und wenn Hollywood glaubt, dass die alte Geschichte gut genug für ein Remake (schließlich wurde der Roman bereits 1974 verfilmt) ist, könnte der Roman auch nach 35 Jahren immer noch lesenswert sein. Denn im Gegensatz zu anderen Remakes, wie „Der Schakal“ (nicht nach Frederick Forsyths Roman) oder „Shaft“ (nicht nach Ernest Tidymans Roman), wurde sich dieses Mal anscheinend an Godeys Geschichte gehalten.

Sie ist so einfach, wie effizient: Während der Rush Hour kapern vier Gangster eine U-Bahn. Sie fordern eine Million Dollar (Uh, im Film wegen der Inflation zehn Millionen). Wenn sie nicht innerhalb einer Stunde das Geld haben, stirbt die erste Geisel. Lieutenant Clive Prescott beginnt ziemlich erfolglos mit den Verhandlungen. Denn diese Gangster verhandeln nicht, aber sie haben anscheinend mit allem gerechnet. Naja, fast. Denn in der U-Bahn sitzt ein wie ein Hippie aussehender Zivilpolizist und die New Yorker Polizisten halten überhaupt nichts von Verhandlungen. Sie würden das Problem gerne wie früher lösen: stürmen, die Gangster abknallen und den Tod der Geisel in Kauf nehmen. Der Fahrdienstleiter würde die Typen, die seine U-Bahn gekapert haben und den ganzen Fahrplan durcheinander bringen, am liebsten auf den Mond schießen.

John Godey erzählt diese, dank genauer Recherche, mit vielen Fakten angereicherte Geschichte aus über zwei Dutzend verschiedener Perspektiven: aus der der Geiselnehmer, der Geisel, der Verhandler, dem Bürgermeister, den Medien, undundund. So entsteht neben der Geschichte der Geiselnahme auch ein Porträt von New York in den frühen Siebzigern: die Menschen stürmen neugierig zur U-Bahnstation Grand Central, sie sind wegen der Verspätungen verärgert, sie sind wütend auf die Polizei und den Bürgermeister und fast jede Handlung hat, in der Hochzeit der verschiedenen linken Bewegungen, eine politische Bedeutung.

Nur, und das macht Godeys Thriller, neben der glänzenden Recherche und dem atemlosen Wechseln zwischen den verschiedenen Handlungsfäden und Perspektiven, auch heute noch so lesenswert: den Gangstern ist die Politik (die Befreiung vom weißen Unterdrücker und vom Kapitalismus) herzlich egal. Sie wollen nur das Geld. Sie haben ihren Plan von dem großen Ding perfekt ausgearbeitet – bis dann Zufälle und menschliche Schwächen die Planungen über den Haufen werfen.

Derzeit ist die deutsche Ausgabe nur antiquarisch erhältlich. Die Originalausgabe ist mit dem Plakatmotiv des Remakes überall erhältlich.

John Godey: Abfahrt Pelham 1 Uhr 23

(übersetzt von Wulf Bergner)

rororo, 1975

208 Seiten

–

Originalausgabe

The Taking of Pelham One Two Three

G. P. Putnam’s Son, 1973

–

Deutsche Erstausgabe

Scherz Verlag

–

Verfilmungen

Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3 (The Taking of Pelham 123, USA 1974)

Regie: Joseph Sargent

Drehbuch: Peter Stone

mit Walter Matthau, Robert Shaw, Martin Balsam, Hector Elizondo, Earl Hindman, James Broderick

–

The Taking of Pelham One Two Three (USA 1998, TV-FilmI

Regie: Félix Enríquez Alcalá

Drehbuch: April Smith

mit Edward James Olmos, Vincent D’Onofrio, Donnie Wahlberg, Richard Schiff, Lorraine Bracco

–

Die Entführung der U-Bahn 123 (The Taking of Pelham 123, USA 2009)

Regie: Tony Scott

Drehbuch: Brian Helgeland

mit Denzel Washington, John Travolta, Luis Guzmán, John Turturro, James Gandolfini


TV-Tipp für den 29. Juni: Columbo: Etude in Schwarz

Juni 29, 2009

SRTL, 22.05

Columbo: Etude in Schwarz (USA 1972, R.: Nicholas Colasanto, Peter Falk [ungenannt], John Cassavetes [ungenannt])

Drehbuch: Steven Bochco

Erfinder: Richard Levinson , William Link

Dirigent Alex Benedict will nicht auf die unverschämten Forderungen seiner Geliebten eingehen. Also bringt er sie um und tarnt es als Selbstmord. Aber Lt. Columbo mag Selbstmorde, vor allem Selbstmorde von jungen Frauen nicht, und sucht ihren Mörder.

Bochcos Drehbuch war für einen Emmy nominiert.

Und die Besetzung ist auch nicht schlecht.

SRTL zeigt in den kommenden Wochen fast täglich nach 22.00 Uhr eine „Columbo“-Episode. Dabei mischt der Sender bunt alte und neue Fälle. Aber wenn Lt. Columbo am Ende eines Gesprächs sich an der Tür umdreht und sagt „Eine Frage hätte ich noch.“ dann ist die Welt in Ordnung.

mit Peter Falk, John Cassavetes, Blythe Danner, James Olson, Myrna Loy, Pat Morita


TV-Tipp für den 28. Juni: Papillon

Juni 28, 2009

Arte, 20.15

Papillon (USA 1973, R.: Franklin J. Schaffner)

Drehbuch: Dalton Trumbo, Lorenzo Semple jr.

LV: Henri Charrière: Papillon, 1969 (Papillon)

Henri Charrière, genannt Papillon, wird 1931 zu lebenslanger Strafarbeit in der Strafkolonie Bagno auf der Teufelsinsel Cayenne in Französisch-Guayana verurteilt. Er soll einen Zuhälter ermordet haben. Kaum angekommen, denkt Papillon nur an eine scheinbar unmögliche Flucht.

Tolle Verfilmung der beeindruckenden und höchst erfolgreichen Autobiographie von Charrière. Das Nachfolgewerk „Banco“ war dann mehr episodisch.

Anschließend gibt es die spielfilmlange Doku „Steve McQueen – Leidenschaftlich cool!“ (USA 2005)

Mit Steve McQueen, Dustin Hoffmann, Dalton Trumbo (Nebenrolle)

Wiederholung: Dienstag, 7. Juli, 00.05 (VPS 00.10 Uhr, Taggenau!)


KrimiWelt-Bestenliste Juli 2009

Juni 27, 2009

Die Kritiker der KrimiWelt haben für den Sommermonat Juli diese Liste von Krimis, denen sie viele, viele Leser wünschen, ermittelt:

1 (1) Fred Vargas: Der verbotene Ort

2 (2) Leif GW Persson: Sühne

3 (3) Don Winslow: Pacific Private

4 (5) Roger Smith: Kap der Finsternis

5 (-) P.D. James: Ein makelloser Tod

6 (4*) Monika Geier: Die Herzen aller Mädchen

6 (4) Nick Stone: Der Totenmeister

7 (-) Michael Robotham: Dein Wille geschehe

8 (8) Stefan Slupetzky: Lemmings Zorn

9 (-) Garry Disher: Beweiskette

–

In den Klammern ist jeweils die Platzierung des Vormonats. Geier war im Mai auf Platz 4 und ist ein Wiedereinstieg.

–

Mit Winslow, Smith, Stone und Disher sind auch einige Krimis für meinen Geschmack dabei. Der Eintritt von Garry Dishers neuem Hal-Challis-Roman war schon lange überfällig.


TV-Tipp für den 27. Juni: Shaft

Juni 26, 2009

RBB, 23.35

Shaft (USA 1971, R.: Gordon Parks)

Drehbuch: Ernest Tidyman, John D. F. Black

LV: Ernest Tidyman: Shaft, 1970 (Shaft, Shaft und das Drogenkartell)

Musik: Isaac Hayes

Privatdetektiv Shaft sorgt in seinem Revier für Gerechtigkeit – und erfreut nebenbei mit seinen Körpersäften die Herzen der Frauen.

Damals war der Film ein Kassenknüller, heute ist er Kult. Dazu trug nicht unerheblich Isaac Hayes‘ cooler Soundtrack bei, der Shaft bei seinen Streifzügen durch das urbane New York begleitete. Politisch ist er nicht. Gordon Parks sagt: „Es ist ein Filmvergnügen für den Samstagabend, das Leute besuchen, die den schwarzen Helden gewinnen sehen wollen.“

Mit Richard Roundtree, Moses Gunn, Charles Cioffi

Wiederholung

HR: Donnerstag, 9. Juli, 23.50 Uhr

Hinweise

Pendragon: Deutsche Shaft-Seite

Mordlust über Ernest Tidyman

Wikipedia über Shaft (Film)

Thrilling Detective über Shaft (Charakter)

Bonus (in mauer Optik)



Frank Göhre porträtiert Kollegen

Juni 26, 2009

Göhre - Seelenlandschaften

Frank Göhre schrieb neben seinen Kriminalromanen immer auch über Kollegen. Die meisten dieser Texte erschienen in den vergangenen Jahrzehnten verstreut als Vor- und Nachworte bei verschiedenen Verlagen, sind oft nicht mehr erhältlich und jetzt, endlich gesammelt, in „Seelenlandschaften – Annäherungen, Rückblicke“ erschienen.

Die ältesten Texte des Sammelbandes sind fast dreißig Jahren alt. Damals betreute Göhre für den schweizer Arche-Verlag eine Werkausgabe der Kriminalromane von Friedrich Glauser und schrieb dafür kurze Einleitungen.

Später schrieb er zusammen mit Jürgen Alberts über zehn Ahnherren und -frauen des deutschen Kriminalromans. Die Porträts wurden, mit vorzüglichen Fotografien von Rainer Griese, als „Kreuzverhöre“ veröffentlicht (Wenn Sie es in einem Antiquariat finden, kaufen Sie es. Es lohnt sich).

Vergangenes Jahr brachte Göhre dann bei der Edition Köln die zehnbändige „Kriminelle Sittengeschichte Deutschlands“ heraus. Jedes der Bücher hat ein informatives Nachwort; etliche davon (auch wenn es nur Überarbeitungen der „Kreuzverhöre“-Texte waren) schrieb Frank Göhre und seine Porträts von Hansjörg Martin, Irene Rodrian, Helga Riedel, Peter Schmidt und Peter Zeindler sind jetzt in „Seelenlandschaften“ nachgedruckt.

Außerdem porträtiert Göhre „Trimmel“-Erfinder Friedhelm Werremeier, Hans Herbst, Ed Sander, Edward Bunker und Tony Hillerman. Es gibt den Text „Albernheiten, Alltagsgeschwätz – Zufällig aufgefundene Notizen eines ehrenwerten ‚Syndikat‘-Mitglieds“ aus dem aktuellen Krimijahrbuch (muss nicht sein) und die alte „Zeit“-Reportage „Jeden Abend Miami Vice“ über Charles Willeford, Hoke Moseley und Miami (muss sein). Ebenfalls aufgenommen wurden die sehr informativen Nachworte zu den neuen Ausgaben von seinen Romanen „Abwärts“ und „St. Pauli Nacht“. In beiden Texten plaudert Göhre etwas aus dem Nähkästchen der Filmproduktion. Bei „Abwärts“ schrieb er zusammen mit Carl Schenkel das Drehbuch, war beim Dreh dabei und schrieb später das Buch zum Film. Bei „St. Pauli Nacht“ war es umgekehrt. Er schrieb zuerst den Roman als Abschluss seiner Kiez-Trilogie (die bei Pendragon wiederveröffentlicht wird), dann etliche Drehbuchfassungen, Sönke Wortmann verfilmte es mit vielen bekannten Schauspielern und für die Neuausgabe überarbeitete Göhre den Roman stark.

Obwohl ich viele der Texte bereits kannte, waren doch noch einige auch für mich neu und gerade die Vorstellungen der deutschen Krimiautoren, die zu ihrer Zeit sehr erfolgreich waren und heute fast nur noch antiquarisch erhältlich sind, zeigt, dass es vor dem Regiokrimi einen deutschen Kriminalroman gab, der sich bemühte, literarischen und gesellschaftspolitischen Anspruch (was sie heute teilweise schwer lesbar macht) mit populären Erzählformen zu vereinen. Mit diesen Texten (immerhin ist „Kreuzverhöre“ nicht mehr erhältlich, bei der sich schlecht verkaufenden „Kriminellen Sittengeschichte Deutschlands“ wage ich keine Prognose) trägt Frank Göhre seinen Teil zur bitter notwendigen Geschichtsschreibung für den deutschsprachigen Kriminalroman bei. Denn diese Soziokrimis aus den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts schneiden im Vergleich zur aktuellen einheimischen Krimiproduktion gar nicht so schlecht ab.

Wer also einige gute Texte über Krimi-Autoren lesen will, sollte zuschlagen. Denn „Seelenlandschaften – Annäherungen, Rückblicke“ ist eine feine Sammlung.

Frank Göhre: Seelenlandschaften – Annäherungen, Rückblicke

Pendragon, 2009

224 Seiten

9,90 Euro

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Hinweise

Homepage von Frank Göhre

Meine Besprechung von Frank Göhres „Der letzte Freier“ (2006)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Zappas letzter Hit“ (2006)

Meine Besprechung von Frank Göhres „St. Pauli Nacht“ (2007, überarbeitete Neuausgabe)

Meine Besprechung von Frank Göhres „MO – Der Lebensroman des Friedrich Glauser“ (2008)

Meine Besprechung von Frank Göhres „An einem heißen Sommertag“ (2008)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Abwärts“ (2009, Neuausgabe)


R. i. P. Farrah Fawcett

Juni 26, 2009

R. i. P. Farrah Fawcett (2. Februar 1947 – 25. Juni 2009)

Eine wirkliche Überraschung ist der Tod von Farrah Fawcett nicht. Denn in den vergangenen Jahren kämpfte sie gegen den Krebs und sie machte ihren Kampf auch öffentlich. Zuletzt wurde gemeldet, dass sie ihren langjährigen Freund Ryan O’Neal heiraten wollte. Dieser letzte Wunsch blieb ihr verwehrt.

Am bekanntesten ist sie immer noch als Jill Munroe aus der Serie „Drei Engel für Charlie“ (Charlie’s Angels). Später überzeugte sie in der Theaterverfilmung „Extremities“, Robert Duvalls „Apostel!“  (The Apostel) und, zuletzt in Robert Altmans „Dr. T and the Women“ .

Ihre Filmografie gibt’s in der IMDB, eine Biographie bei Wikipedia (D, E) und Nachrufe gibt’s bei The Rap Sheet,Spiegel, Netzeitung, Zeit, Die Welt, Stern, Süddeutsche Zeitung, FAZ und der New York Times.


TV-Tipp für den 26. Juni: An einem Freitag um halb zwölf

Juni 26, 2009

RBB, 01.00

An einem Freitag um halb zwölf (D 1960, R.: Alvin Rakoff)

Drehbuch: Frank Harvey

LV: James Hadley Chase: The world in my pocket, 1959 (An einem Freitag um halb zwölf)

Der Geldtransporter mit den Lohngeldern ist nicht zu knacken. Also plant Frank Morgan gleich den Diebstahl des Transporters.

Selten gezeigtes, aber sehenswertes Caper-Movie. „Herkömmlich, aber so spannend wie möglich inszenierter Kriminalfilm.“ (Lexikon des internationalen Films)

„While this effective film may ostensibly be a thriller about the robbery of an armored vehicle, considerable black comedy ensnares the action in many places.” (All Movie Guide)

Mit Nadja Tiller, Rod Steiger, Peter van Eyck, Jean Servais, Ian Bannen, Marisa Merlini

Hinweise

Wikipedia über James Hadley Chase

Mordlust über James Hadley Chase

Kirjasto über James Hadley Chase

Crimetime über James Hadley Chase


„Die Strafverteidigerin“ online

Juni 25, 2009

Gottschalk-Solger - Die Strafverteidigerin

In der Berliner Literaturkritik ist meine Besprechung von Leonore Gottschalk-Solgers zusammen mit Anke Gebert (naja, eher von Gebert geschriebene, aber lesen Sie selbst) geschriebene Memoiren „Die Strafverteidigerin – Erinnerungen“ (Kindler, 2009) erschienen.

Ich war jedenfalls absolut nicht begeistert.


TV-Tipp für den 25. Juni: Nacht über Manhattan

Juni 25, 2009

3sat, 22.25

Nacht über Manhattan (USA 1997, R.: Sidney Lumet)

Drehbuch: Sidney Lumet

LV: Robert Daley: Tainted Evidence, 1993 (Nacht über Manhattan)

Der junge Staatsanwalt Casey möchte seinen Vater verteidigen. Nur ist der Vater nicht so unschuldig, wie sein Sohn annimmt.

Lumet inszenierte eine makellose Mischung aus Polizeifilm, Gerichtsdrama und Thriller.

Der Fischer Film Almanach schrieb zutreffend: „Großes Kino alter Schule: Perfekte Inszenierung, psychologisch ausgefeilte Szenen, die das Ringen der Personen transparent machen, eine adäquat karge Ausstattung, exzellente Darsteller und die Musik von Mark Isham fesseln bis zur letzten Minute.“

Mit Andy Garcia, Richard Dreyfuss, Lena Olin, Ian Holm, Ron Leibman, James Gandolfini

Hinweise

Wikipedia über „Night Falls on Manhattan“

Trailerseite: Deutscher Filmtrailer (bessere Qualität, anders geschnitten)

The Hollywood Interview: Alex Simon interviewt Sidney Lumet über „Night Falls on Manhattan“ (Erstveröffentlichung: Venice Magazine, Mai 1997)


Kleinkram mit Lee Goldberg/Monk, Leigh Brackett, Lee Marvin, „Whiteout“, Paul Schrader, Alfred Hitchcock und Humphrey Bogart

Juni 24, 2009

Beginnen wir mit Adrian Monk. Bei „Talking with Tim“ beantwortet Lee Goldberg, der Autor der grandiosen Monk-Romane, einige Fragen:

O’Shea: When writing a Monk-related plot, how hard is it to come up with a story that has a unique twist and that does not cover ground already addressed in a previous episode?

Goldberg: It’s very hard. So I try to do things I know aren’t going to be possible creatively or financially for the show. But now that the show is nearly over, that’s going to be a lot easier for me…assuming the post-finale books continue to be successful.

O’Shea: What’s the biggest challenge of being a media tie-in writer?

Goldberg: Creatively, it’s capturing the characters, style and feel of the TV series, game or movie while also providing a deeper, richer experience. Professionally, it’s turning in a tight, clean manuscript on time, since the deadlines are brutal…you often have as little as four to six weeks to write the book.

Dort sagt Goldberg auch, dass es nach „Bonjour, Mr Monk“ (Mr. Monk is miserable, 2008)  noch mindestens vier weitere Monk-Romane geben wird.

Der erste davon, „Mr. Monk and the dirty cop“, ist in den USA gerade erschienen und wird schon von Bill Crider abgefeiert:

Lee Goldberg’s books about Monk never let me down. They’re always good for a some smiles and laughs, but that’s the least of it. I’ve talked before about the themes of loyalty and friendship in books by other writers (…) and Robert B. Parker couldn’t fill up ten pages without writing about them. People take the themes seriously in other books because, well, the books are serious. Goldberg has a lighter touch, but if you don’t think those themes are treated just as seriously in his work, then you should read Mr. Monk and the Dirty Cop.

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Filmkritiker Tony Macklin hat undatierte, aber schon ältere Interviews mit Leigh Brackett (Rio Bravo, El Dorado, Rio Lobo, The long goodbye, Star Wars: The Empire strikes back) und Lee Marvin (zuletzt auf DVD veröffentlicht: „Der Tod eines Killers“) gepostet.

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Bei Evolver feiert Thomas Fröhlich die beiden „Whiteout„-Comics von Greg Rucka und Steve Liebert ab.

Inzwischen ist auch der erste Trailer für die, wegen der scheinbar endlosen Postproduktion, langerwartete Verfilmung von „Whiteout“ (Regie: Dominic Sena, Drehbuch: Jan Hoeber, Erich Hoeber, Chad Hayes, Carey Hayes, mit Kate Beckinsale, Gabriel Macht, Tom Skerritt) online. In den USA soll der Film am 11. September starten.

Ich bin etwas enttäuscht von dem Trailer. Denn er sieht mir zu sehr nach einem Zeichentrickfilm aus.

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Im Guardian denkt Drehbuchautor Paul Schrader über „Beyond the Silver Screen“ nach:

Movies were the artform of the 20th century. The traditional concept of movies, a projected image in a dark room of viewers, feels increasingly old. I don’t know what the future of audio-visual entertainment will be, but I don’t think it will be what we used to call movies. Narrative will mutate and endure. Audio-visual entertainment is changing and narrative will change with it.

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Sex in a Submarine schreibt über Alfred Hitchcocks „Ich beichte“ (I confess, USA 1953).

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Und der Noir of the Week ist „Späte Sühne“ (Dead Reckoning, USA 1946). Regie führte John Cromwell. Das Drehbuch schrieben Oliver H. P. Garrett, Steve Fisher und Allen Rivkin. Die Hauptrolle spielte Humphrey Bogart.