TV-Tipp für den 13. Juni

Juni 13, 2008

ARD, 02.00

An einem Freitag um halb zwölf (D 1960, R.: Alvin Rakoff)

Drehbuch: Frank Harvey

LV: James Hadley Chase: The world in my pocket, 1959 (An einem Freitag um halb zwölf)

Der Geldtransporter mit den Lohngeldern ist nicht zu knacken. Also plant Frank Morgan gleich den Diebstahl des Transporters.

Selten gezeigtes Caper-Movie. „While this effective film may ostensibly be a thriller about the robbery of an armored vehicle, considerable black comedy ensnares the action in many places.” (All Movie Guide)

Mit Nadja Tiller, Rod Steiger, Peter van Eyck, Jean Servais, Ian Bannen, Marisa Merlini

Hinweise

Krimi-Couch über James Hadley Chase

Mordlust über James Hadley Chase

Crimetime über James Hadley Chase

Kirjasto über James Hadley Chase

John Fraser über James Hadley Chase und „No Orchids for Miss Blandish“ (sein bekanntestes Buch)


Neu im Kino: You kill me

Juni 12, 2008

You kill me (You kill me, USA 2007, R.: John Dahl)

Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely

Nach „Brügge sehen…und sterben“ ist „You kill me“ innerhalb weniger Wochen die zweite schwarze Komödie über einen Killer in der Fremde. Dieses Mal wird Sir Ben Kingsley, der den Alki-Killer Frank Falenczyk spielt, von seinem Boss von Buffallo, New York, in das sonnige San Francisco geschickt. Dort soll er bei den Anonymen Alkoholikern den dringend nötigen Entzug machen. Überflüssig zu sagen, dass das zu einigen tödlichen Verwicklungen und einer Liebesgeschichte führt.

(Anmerkung: Vielleicht ist es nur Zufall, aber Krimiautor Lawrence Block wurde in Buffalo, New York geboren, er schreibt eine Serie über einen Alkoholiker und eine über einen Killer. Vielleicht auch nicht.)

Mit Sir Ben Kingsley, Téa Leoni, Luke Wilson, Philip Baker Hall, Dennis Farina, Bill Pullman, Al Corley

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „You kill me“

Eye for Film: Interview mit John Dahl

Underground Online: Interview mit John Dahl

Salon.com: Interview mit John Dahl (inclusive Podcast)

Moving Pictures: Interview mit John Dahl (Video)


TV-Tipp für den 12. Juni

Juni 12, 2008

3sat, 21.00

scobel

Quellcode des Lebens: Gert Scobel im Gespräch mit William Gibson – na, dieser Titel verrät doch schon alles: eine Stunde mit dem Vater des Cyberpunks. Das ist doch eine echte Alternative zu dem Fußballspiel.

Wiederholung: Freitag, 13. Juni, 06.30 Uhr

Hinweise

3sat über William Gibson

Homepage von William Gibson

Deutsche Homepage von William Gibson

Rolling Stone interviewt William Gibson (2007)

De:Bug Magazin redet mit William Gibson (2008 )

Intor redet auch mit William Gibson (2008 )

The Boston Globe macht „Q&A“ mit William Gibson (2007)

Powells telefoniert mit William Gibson (2007)


Splitter – und der Last Laugh Award

Juni 11, 2008

Den Last Laugh Award 2008 für den besten witzigen 2007 in England veröffentlichten Kriminalroman erhielt

Murdering Americans, von Ruth Dudley Edwards

Nominiert waren

The Big O, von Declan Burke

The Good Thief’s Guide to Amsterdam, von Chris Ewan

Hard Man, von Allan Guthrie

Silent in the Grave, von Deanna Raybourn

Angel’s Share, von Mike Ripley

The Herring Seller’s Apprentice, von L.C. Tyler

What’s So Funny?, von Donald E. Westlake

Guthrie als witziger Autor? Unter dem Aspekt habe ich ihn bis jetzt nicht gelesen.

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Die zweite Ausgabe von Plots with Guns ist online.

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Bei PDFscreenplays sind diese Drehbücher neu online:

Gustin Nash: Charlie Bartlett (Komödie mit Robert Downey Jr., deutscher Kinostart ist am 26. Juni)

James Gray: We own the night (unterschätztes, gut besetztes Krimidrama – leiht euch die DVD aus!)

Ivan Goff/Ben Roberts: White Heat (Gangsterfilmklassiker mit James Cagney; deutsche Verleihtitel sind „Sprung in den Tod“ und „Maschinenpistolen“)

Frank Darabont: Indiana Jones and the City of the Gods (Yeah, jetzt kann die Frage beantwortet werden, ob George Lucas Recht hatte, als er dieses Buch nicht verfilmte.)

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Am 27. Mai schreibt Watching-the-detectives-Dieter, er werde für einige Tage verschwinden und sich überlegen, wie es mit Wtd weitergehen soll. Doch anstatt der angekündigten Pause gibt es das.

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Am Donnerstag läuft „The Happening“, der neue Film von „The Sixth Sense“-Regisseur M. Night Shyamalan gekürzt in den deutschen Kinos an. Tja, da hab ich wieder Geld gespart.

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Auch heute Abend läuft bei Pro 7 wieder um 20.15 Uhr „Unschuldig – Für die Wahrheit ist es nie zu spät“, die neue, mehrfach ausgezeichnete Krimiserie mit Alexandra Neldel, vor einem durchaus überschaubaren Publikum (vor allem, wenn jetzt bei der Konkurrenz Fußballspiele gezeigt werden). Trotzdem wird die Serie fortgesetzt. Allerdings nicht im 45-minütigen Format, sondern als Spielfilmreihe.

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Lee Goldberg war von dem neuen Indiana-Jones-Film nicht begeistert und der neue James-Bond-Roman hat ich auch nicht gefallen. (Ken Levine ist vom Indiana-Jones-Film auch nicht begeistert. John August ebenso.)

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Bleiben wir noch eine Moment bei John August und seinen „Lessons for the summer, so far„:

I was often at a loss to say why Indy was doing what he was doing. (…) It’s this kind of granular motivation I’ve written about before. It’s not psychoanalysis. It’s making sure the audience understands what’s happening in any given moment, so they can anticipate what might happen next. Without this ability to anticipate, the audience is just flung around helplessly, wondering why the great Indiana Jones is just standing there watching special effects.The lesson: Every scene, every moment, ask the question: What is my hero doing, and why? If it’s not obvious, stop and rethink it.

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Auf diese Seite wollte ich schon lange hinweise: Aktionsbündnis für faire Verlage. Das Bündnis wendet sich gegen Druckkostenzuschussverlage.


TV-Tipp für den 11. Juni

Juni 11, 2008

RBB, 22.35

The Minus Man – Der nette Mörder von nebenan (USA 1999, R.: Hampton Fancher)

Drehbuch: Hampton Fancher

LV: Lew McCreary: The Minus Man, 1991 (Der Schrecken des letzten Lächelns; The Minus Man)

Der neue Nachbar Vann hat ein Geheimnis. Er ist ein Serienkiller. Als er sich in Ferrin verliebt, hat er die Chance auf ein neues Leben – oder sein nächstes Opfer.

Langsam erzähltes Regiedebüt von Blade-Runner-Drehbuchautor Hampton Fancher.

„Aus dem Widerspruch zwischen Kleinstadtidylle und dem leisen Grauen zieht der Film seine Spannung. Der Serienkiller ist nun auch im letzten heimeligen Ort angekommen.“ (Martin Schwarz, Zitty 20/2000)

Mit Owen Wilson, Brian Cox, Mercedes Ruehl, Janeane Garofalo, Dwight Yoakam, Dennis Haysbert, Sheryl Crow, Lew McCreary (Cameo als Mann Wendy’s Place Diner)

Hinweis

New England Film: Artikel über die Zusammenarbeit zwischen McCreary und Fancher


Cover der Woche

Juni 10, 2008


TV-Tipp für den 10. Juni

Juni 10, 2008

NDR, 23.15

Der dritte Mann (GB 1949, R.: Carol Reed)

Drehbuch: Graham Greene

LV/Buch zum Film: Graham Greene: The third man, 1950 (Der dritte Mann)

Wien, kurz nach dem Krieg: Holly kann es nicht glauben. Sein toter Freund Harry Lime soll ein skrupelloser Geschäftemacher sein. Holly will Harrys Unschuld beweisen.

Na, den Film kennen wir – das kaputte Wien, die grandiosen Leistungen der Schauspieler, die Verfolgung durch die Wiener Kanalisation, die Zither-Melodie von Anton Karas – und sehen ihn immer wieder gern.

Mit Joseph Cotten, Orson Welles, Alida Valli, Trevor Howard, Bernard Lee, Erich Ponto, Paul Hörbiger

Hinweise

Drehbuch „The third man“ von Graham Greene

Kirjasto über Graham Greene

Greeneland – The World of Graham Greene (Fanseite)

Stadtbibliothek Wien über „Der dritte Mann“


Peitsche, Degen, Kamm – und ein Kristallkopf

Juni 8, 2008

Fast zeitgleich mit James Bond kehrte ein zweiter Held der Popkultur, nachdem in Hollywood jahrelang Drehbücher geschrieben, verworfen, neu geschrieben und Harrison Ford sagte, wenn der Film nicht bald gedreht würde, wäre er zu alt, zurück. Nach „Jäger des verlorenen Schatzes“, „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ feierte „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ in Cannes Weltpremiere und kurz darauf startete der Film in den Kinos. Die Kritiken waren solala bis gut und das Einspielergebnis der ersten Wochen ist, wenig überraschend, überzeugend.

Neben dem Film rollte auch die bei Blockbustern fast normale Merchandising-Welle (besonders wenn der Film aus dem Hause George Lucas stammt) mit DVDs, CDs und Büchern los. Den Auftrag für das Buch zum Film erhielt der bekannte Thriller-Autor James Rollins.

Der Film…

Bevor ich mir „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ ansah, beging ich im Nachhinein einen großen Fehler. Ich sah mir wieder die ersten drei Indiana-Jones-Filme an. Ich war wieder begeistert von den Filmen. Die Story ist zwar immer nur eine Abfolge von Cliffhangern und Verfolgungsjagden (Indiana Jones gibt vor allem als Gejagter ein prächtiges Bild ab). Dieses Mal fiel mir bei den drei ersten Indiana-Jones-Filmen vor allem auf, wie genau und liebevoll das Team Lucas/Spielberg in ihren Hommagen die Welt der Serials rekonstruierte. Überrascht war ich teilweise, besonders bei „Jäger des verlorenen Schatzes“, von der Brutalität der Filme.

Entsprechend erwartungsvoll ging ich ins Kino – und erlitt einen vollgequasselten Actionfilm mit einem lahmen Mittelteil und nervigem Außerirdischengedöns.

Denn der neue Indiana-Jones-Film spielt 1957 (Was war 1957? Aliens, Aliens, Aliens, Atomtests in der Wüste, Rock’n’Roll, und Außerirdische.). Außerdem haben die Russen die Nazis in der Wirklichkeit und im Film als Bösewichte abgelöst. Aber auch sie wollen historische Artefakte mit denen sie die Welt beherrschen können haben. Ihr neuestes Ziel ist eine Gruppe von dreizehn Kristallschädeln, die, so sagt eine Legende, wenn sie zusammengebracht werden, überirdische Macht verleihen. Eine andere Legende sagt, dass vor Jahrhunderten ein Kristallschädel aus Akator, auch bekannt als El Dorado, gestohlen wurde und die Person, die den Schädel in den dortigen Tempel zurückbringt, die Kontrolle über seine Kräfte erhält.

Dr. Irina Spalko sucht für die Russen diese Kristallschädel. Sie hat bereits Indys alten Freund, Professor „Ox“ Oxley, der sein Leben der Suche nach Akator gewidmet und kürzlich einen Schädel gefunden hat, entführt und aus einem Militärlager in der Wüste von Nevada einen Kristallschädel entwendet. Zusammen mit Oxs Adoptivsohn Mutt Williams macht Indiana Jones sich auf den Weg in den südamerikanischen Dschungel.

Das klingt jetzt nach genug Story für einen Indiana-Jones-Film, der vor allem unterhaltsames Popcorn-Kino mit viel Action und flotten Sprüchen ist.

Doch schon der Anfang des Films ist lahm. Vor der ersten Action wird – im Gegensatz zu den anderen Filmen – minutenlang gequasselt. Auch später werden wir bis zum Gehtnichtmehr mit archäologischem Wissen gefüttert. In den ersten Indiana-Jones-Filmen erzählte das Team Lucas/Spielberg in diesen Szenen oft noch eine zweite Geschichte. Denken Sie nur an das vergiftete Essen im ersten Indiana-Jones-Film. Während Jones und ein Freund Archäologengespräche führten, essen sie. Wir wissen, dass die Früchte vergiftet sind und hoffen, dass Indiana Jones keine davon isst. Oder das Dinner in „Indiana Jones und der Tempel des Todes“. Während Indy mit den Gastgebern über irgendwelche untergegangenen Kulte redet, werden verschiedene Köstlichkeiten (Schlangen, Affenhirn, undsoweiter) aufgetischt. Sängerin Willie Scott arbeitet sich von einem Schreikrampf über den nächsten bis zur finalen Ohnmacht vor. Im Kino war von den Dialogen kein Wort mehr zu verstehen – und niemanden hat’s gestört.

Aber jetzt muss bei dem Gerede zugehört werden. Denn dieses Mal haben Lucas/Spielberg und ihr Drehbuchautor David Koepp in diesen Momenten Indiana Jones bevorzugt mit einer zweiten Person in einen Raum gesetzt. Das ist dann mehr TV als Kino.

Wenn dann irgendwann gekämpft wird, ist es teils schnell vorbei (Friedhof), oder die Computereffekte sind deutlich zu sehen (Urwald).

Die Witze sind, im Gegensatz zu den ersten drei Filmen, dialoglastig – und Indys jugendlicher Begleiter Mutt Williams hat die besseren Szenen. Während Indiana Jones nur einige halbgare Einzeiler zwischen „Fahr zur Hölle, Genosse“, „Halbtags“ und „Oh, das hat nichts Gutes zu bedeuten“ murmelt, hat Mutt Williams mehr gute Sprüche, etliche Actionszenen und einen echten Lacher, wenn ihm Dr. Spalko ihr Schwert an die Kehle hält, er sie um eine Sekunde bittet, sich die Haare kämmt und dann sagt: „Okay, jetzt können Sie weitermachen.“

Doch in den früheren Filmen gab es unter anderem den Schuss auf den Schwertkämpfer, die Flucht vor der Armada von Schwertkämpfern und den ein-Schuss-drei-Tote-Moment. Im Neuen ist kein ähnlich überraschender Moment enthalten.

Tiefpunkt der Peinlichkeiten ist die Szene, in der Indiana Jones und Marion Ravenhurst in einer Trockensandgrube versinken. Mutt holt eine riesige Erdnatter aus dem Dschungel und will die beiden mit der Schlange als Seil aus der Grube ziehen. Indiana Jones kann die Schlange (inzwischen scheint seine Abneigung gegen Schlangen einer schieren Panik vor Schlangen gewichen zu sein) erst anfassen, nachdem Mutt und Marion die Schlange „Seil“ nennen.

Wirklich gelungen ist in „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ nur die Ausstattung. Wurde in den ersten drei Filmen die Welt der Dreißiger und der Serials wiederbelebt, sind es jetzt die Fünfziger. Aber wer geht schon wegen der Ausstattung in einen Film?

… und das Buch zum Film

Als der bekannte Thrillerautor James Rollins gefragt wurde, ob er das Buch zum Film schreiben möchte, war dieses Desaster noch nicht abzusehen. Denn das Buch sollte zeitgleich mit dem Film veröffentlicht werden. Die meisten Buch-zum-Film-Autoren arbeiten deshalb mit einem Drehbuch, das nicht unbedingt eins-zu-eins verfilmt wird. Wenn sie Glück haben, erhalten sie auch weitere Informationen. James Rollins schreibt auf seiner Webseite, er habe zuerst sogar zum Lesen des Drehbuchs zu den Lucasfilm Studios fahren müssen. Später erhielt er, von seinem PC aus, Zugang zu exklusivem Material und die Erlaubnis, Szenen zu schreiben, die nicht im Film enthalten sind. Doch, und da endet die Freiheit jedes Buch-zum-Film-Autors, die Hauptgeschichte muss der des Films folgen.

Deshalb kann James Rollins nicht die Geschichte von „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ vorgeworfen werden. Ihm gelingt sogar das Kunststück, aus einem schlechten Film ein besseres Buch zu machen. Er verbindet die einzelnen Szenen des Films schlüssiger. Die peinlichsten Szenen des Films dampft er auf das nötigste ein. So lässt er in der eben erwähnten Szene mit der Schlange das Umbenennen der „Schlange“ in „Seil“ fallen. Rollins schreibt nur:

Marion und Mutt schrien ihn im Chor an: „JONES!“

Mutt sah, wie sich das Gesicht des Mannes vor Widerwillen verzerrte. Dann aber streckte Jones die Hand nach der braunen Erdnatter aus, schloss die Augen und wandte sein Gesicht ab.

Ähnlich ökonomisch geht Rollins vor, wenn Mutt sich später wie Tarzan durch den Dschungel schwingt:

Mutt packte eine nahe Ranke und zog einmal fest daran, um zu testen, ob sie sein Gewicht hielt. Zufrieden klemmte er sich das Schwert zwischen die Zähne, klammerte sich an der Ranke fest und stieß sich von dem Ast ab.

Er schwang hinter den Affen her durch die Luft, passte sich ihrem Tempo und Rhythmus an, bewegte sich von Ranke zu Ranke, folgte ihrem Weg.

Auch der Kristallschädel, der im Film immer brüllt „Ich bin ein Außerirdischer“, ist im Buch einfach nur ein Schädel, dem mythische Kräfte zugeschrieben werden. Allein schon diese kleinen Veränderungen machen die Geschichte glaubwürdiger.

Daneben verrät James Rollins auch mehr über die Gedanken und Gefühle der einzelnen Charaktere und erfüllt so die Comiccharaktere mit einem tieferen Leben, ohne sie zu sehr zu psychologisieren. Immerhin ist „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ ein Abenteuerthriller. Eine weitere kluge Entscheidung von James Rollins war, größere Teile seines Romas aus der Perspektive von Mutt Williams zu erzählen. Er übernimmt, wie Dr. Watson in den Sherlock-Holmes-Geschichten, die Rolle des den Helden letztendlich atemlos bewundernden Begleiters.

Wenn Sie also überlegen, wofür Sie ihre neun Euro ausgeben wollen, kaufen Sie das Buch – und danach vielleicht ein weiteres Buch von James Rollins.

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James Rollins: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

(übersetzt von Andreas Kasprzak)

Blanvalet, 2008

384 Seiten

8,95 Euro

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Originalausgabe

Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull

Del Rey/The Ballantine Publishing Group, 2008

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Film

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, USA 2008 )

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: David Koepp (nach einer Geschichte von George Lucas und Jeff Nathanson, basierend auf einem Charakter von George Lucas und Philip Kaufman)

Mit Harrison Ford (Indiana Jones), Cate Blanchett (Irina Spalko), Karen Allen (Marion Ravenwood), Shia LaBeouf (Mutt Williams), Ray Winstone (‚Mac‘ George McHale), John Hurt (Professor ‚Ox‘ Oxley), Jim Broadbent (Dean Charles Stanforth), Igor Jijikine (Dovchenko)

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Hinweise

Homepage von James Rollins

Amerikanische Homepage von Indiana Jones

Deutsche Homepage von Indiana Jones


TV-Tipp für den 9. Juni

Juni 8, 2008

Kabel 1, 23.15

Watch the Skies! – Sie kommen, um uns zu vernichten (USA 2005, R.: Richard Schickel)

Drehbuch: Richard Schickel

Sehenswerte einstündige Doku über die amerikanischen Science-Fiction-Filme der Fünfziger und wie sie einige Hollywood-Regisseure beeinflussten. Nur das Ende, wenn ziemlich unverhohlen für Spielbergs „Krieg der Welten“ (War of the worlds) geworben wird, nervt (Wenn Tom Cruise auftaucht, können Sie abschalten.). Davor erfahren wir, welche Jugenderinnerungen Steven Spielberg und George Lucas zumindest teilweise in „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ verbraten.

Mit Steven Spielberg, George Lucas, Ridley Scott, James Cameron


Hammett-Preis 2008 vergeben

Juni 8, 2008

Die nordamerikanische Sektion der International Association of Crime Writers hat ihren diesjährigen Hammett-Preis an

The Outlander, von Gil Adamson

vergeben.

Nominiert waren außerdem

The Yiddish Policemen’s Union: A Novel (Die Vereinigung jiddischer Polizisten), von Michael Chabon

End Games: An Aurelio Zen Mystery (Sterben auf Italienisch), von Michael Dibdin

Dahlia’s Gone: A Novel, von Katie Estill

Stalin’s Ghost: An Arkady Renko Novel (Stalins Geist), von Martin Cruz Smith

Der Hammett wird an einen literarisch außergewöhnlichen Kriminalroman vergeben. Die diesjährigen Juroren waren Gary Giddins, Michael Posner, Luanne Rice.

Weitere Infos zu den Büchern finden sich bei Krimileser Bernd. Die Pressemitteilung zur Preisverleihung bei The Gumshoe Site (Jiro Kimura).


TV-Tipp für den 8. Juni

Juni 8, 2008

Arte, 18.15

Uwe Timm – Die Freiheit zu schreiben (D 2007, R.: Arpad Bondy, Margit Knapp)

Drehbuch: Arpad Bondy, Margit Knapp

45-minütige Doku über den 1940 geborenen Schriftsteller. Zu seinen Werken gehören „Heißer Sommer“, „Die Entdeckung der Currywurst“, „Morenga“, „Der Freund und der Fremde“ (über Benno Ohnesorg) und das Kinderbuch „Rennschwein Rudi Rüssel“.

Wiederholung: Samstag, 14. Juni, 06.45 Uhr

Hinweise

Arte zur Doku

Homepage von Uwe Timm (bzw. DTV-Homepage über Uwe Timm)


TV-Tipp für den 7. Juni

Juni 7, 2008

MDR, 00.20

The Grifters (USA 1990, Regie: Stephen Frears)

Drehbuch: Donald Westlake

LV: Jim Thompson: The Grifters, 1963 (Muttersöhnchen, Die Abzocker)

Roy Dillon schlägt sich als kleiner Trickbetrüger mehr schlecht als Recht durch. Als er an eine größere Menge Geld kommt, haben seine Freundin Mary und seine Mutter Lilly plötzlich Interesse an ihm; besonders an dem Geld.

Der potentielle Klassiker basiert auf einem der besten und düstersten Bücher von Thompson. Westlake schrieb ein grandioses Drehbuch, und das gesamte Team (es wäre wirklich unfair, eine einzelne Person herauszuheben) gab ihr bestes. „The Grifters ist ein starkes Stück Kino, ein Krimi, der seinen Alptraum formvollendet präsentiert.“ (Fischer Film Almanach)

Mit Anjelica Huston, John Cusack, Annette Bening, Pat Hingle, Charles Napier, J. T. Walsh, Xander Berkeley

Hinweise

Homepage von Donald E. Westlake

Drehbuch „The Grifters“ von Donald E. Westlake (Second Draft, März 1989)

Thrilling Detective über Donald E. Westlake

Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „What’s so funny?“

Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „Watch your back!“

Meine Besprechung des Dortmunder-Kurzromans „Die Geldmacher“ (Walking around money; erschienen in „Die hohe Kunst des Mordens“ [Transgressions])

Meine Besprechung des Parker-Romans „Ask the Parrot“ (als Richard Stark)

Meine Vorstellung der Parker-Serie (als Richard Stark)


Arthur-Ellis-Preis 2008 vergeben

Juni 6, 2008

Die Crime Writers of Canada haben zum fünfundzwangzigsten Mal den Arthur-Ellis-Preis vergeben. Die glücklichen Gewinner sind:

Best Novel:

Trumpets Sound No More, von Jon Redfern

Nominiert

No Time for Goodbye, von Linwood Barclay

Snow Candy, von Terry Carroll

A Journeyman to Grief, von Maureen Jennings

The Cruellest Month, von Louise Penny

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Best First Novel:

García’s Heart, von Liam Durcan

Nominiert

The Line Painter, von Claire Cameron

Big City, Bad Blood, von Sean Chercover

Blood of Dreams, von Susan Parisi

The Silk Train Murder, von Sharon Rowse

Sucker Punch, von Marc Strange

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Best Non-fiction

One Child at a Time: The Global Fight to Rescue Children from Online Predators, von Julian Sher

Nominiert

Enter the Babylon System, von Rodrigo Bascunan/Christian Pearce

The Last to Die: Ronald Turpin, Arthur Lucas, and the End of Capital Punishment in Canada, von Robert J. Hoshowsky

The War on Women: Elly Armour, Jane Hurshman, and Criminal Violence in Canadian Homes, von Brian Vallée

Where War Lives, von Paul Watson

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Best Short Story

Turners, von Leslie Watts (Kingston Whig-Standard, July 7, 2007)

Nominiert

Eight Lords A’Leaping, von Vicki Cameron (in Sue Pike, Hrsg.: Locked Up)

Wreckwood, von Maureen Jennings (in Caro Soles, Hrsg.: Blood on the Holly)

The Hounds of Winter, von D.J. McIntosh (in Blood on the Holly)

As Long as We Both Shall Live, von Rick Mofina (in Blood on the Holly)

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Best Juvenile

Eye of the Crow, von Shane Peacock

Nominiert

Racing for Diamonds, von Anita Daher

Spider’s Song, von Anita Daher

I.D., von Vicki Grant

The Night Wanderer, von Drew Hayden Taylor

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Best Crime Writing in French

Tsiganes, von Mario Bolduc

Nominiert

Le Cercle des Pénitents, von Johanne Seymour

GHB: Grossier, Horrible et Bête, von Pierre H. Richard

Epidermes, von Diane Vincent

Scènes de Crimes: Enquêtes sur le Roman Policier Contemporain, von Norbert Spehner

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Best Unpublished First Crime Novel (the Unhanged Arthur)

The Witch of Babylon, von D.J. McIntosh

Nominiert

Mummer’s the Word, von Patricia Flewwelling

The Paris Letters, von Amy Tector

Condemned, von Kevin Thornton

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(Dank an The Rap Sheet für die Infos)


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Juni 6, 2008

Alligator-Alfreds (der nach seinem Italienurlaub nur noch Don Alfredo genannt werden will) hat keine Sekunde gezögert, meine TV-Krimi-Buch-Tipps mit Bildern zu verschönern.  Deshalb gibt’s hier nur die ersten Zeilen:

Hallo liebe Krimifreunde
zu den ersten TV-Krimi-Buch-Tipps des Sommers. Denn, egal was das Thermometer sagt: erst wenn die Edgar-Wallace-Verfilmungen gezeigt werden ist Sommer. Neben Edgar Wallace verschönern diese, teils selten gezeigten, Filme die heißen EM-Tage: Stephen Frears grandiose Jim-Thompson-Verfilmung „The Grifters“ (nach einem Drehbuch von Donald E. Westlake), Raoul Walshs Eric-Ambler-Verfilmung „Spion im Orientexpress (Drehbuch: W. R. Burnett), Sidney Lumets Robert-Daley-Verfilmung „Nacht über Manhattan“, Sam Raimis Scott-B.-Smith-Verfilmung „Ein einfacher Plan“, Carol Reeds Graham-Greene-Verfilmung „Der dritte Mann“, Alfred Hitchcocks Patrick-Hamilton-Verfilmung „Cocktail für eine Leiche“ (falls Sie den Film in den vergangenen Tagen verpasst haben), Alvin Rakoffs ewig nicht mehr gezeigte James-Hadley-Chase-Verfilmung „An einem Freitag um halb zwölf“ (ein Caper-Movie, das ich noch nicht kenne), Sidney Lumets Reginald-Rose-Verfilmung „Die zwölf Geschworenen“, Orson Welles Whit-Masterson-Verfilmung „Im Zeichen des Bösen“ und J. Lee Thompsons John-D.-MacDonald-Verfilmung „Ein Köder für die Bestie“.
Zum Entspannen gibt es Gene Quintanos Donald-E.-Westlake-Verfilmung „Why me?“ und Elvis und JFK kämpfen gegen „Bubba Ho-Tep“ (nach einer Geschichte von Joe R. Lansdale).


TV-Tipp für den 6. Juni

Juni 6, 2008

Tele 5, 20.15

Johnny Handsome – Der schöne Johnny (USA 1989, R.: Walter Hill)

Drehbuch: Ken Friedman

LV: John Godey: The three worlds of Johnny Handsome, 1972 (Die drei Gesichter des Johnny Handsome)

Nachdem Johnny Handsome aus dem Knast entlassen wird, beginnt er sich an seinen früheren Komplizen zu rächen.

Ein geradliniger, unsentimentaler, düsterer (und unterschätzter) Gangsterfilm mit der Musik von Ry Cooder.

Mit Mickey Rourke, Ellen Barkin, Elizabeth McGovern, Morgan Freeman, Lance Henrikson, Forest Whitaker

Wiederholung: Sonntag, 8. Juni, 22.05 Uhr (dann wahrscheinlich ungekürzt, weil der Film “frei ab 16 Jahren” ist)

Hinweis

Mystery File über John Godey


Einige sachdienliche Hinweise

Juni 5, 2008

Noir of the Week nimmt sich diese Woche „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“ von Alfred Hitchcock (Drehbuch: Alec Coppel, Samuel Taylor, nach dem gleichnamigen Roman von Pierre Boileau und Thomas Narcejac) in zwei Teilen vor.

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Die Juni-Ausgabe von The Big Thrill, dem Magazin der International Thriller Writers (ITW) ist online. Unter anderem mit Hinweisen auf die neuen Werke von James Patterson/Howard Roughan, Clive Cussler, Raymond Benson, Meg Gardiner, Heather Graham, Phillip Margolin und Mike Lawson (dessen Debüt demnächst auf Deutsch erscheint) und längeren Artikeln über Lee Child, Janet Evanovich, Jon Land und Kathy Reichs.

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Die Juni-Ausgabe der Krimi-Couch ist ebenfalls online. Dieses Mal werden unter anderen die neuen Werke von Ross Thomas, David Ellis, Ilkka Remes, Friedrich Ani (der zweite Seher-Roman), Egon Eis,  Matti Rönkä, Patricia Cornwell, Donn Cortez (ein CSI-Miami-Roman) und Cornelia Read besprochen.

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Alan Furst redet mit der LA Times (Scott Timberg) über seinen neuen Roman „The Spies of Warsaw“. Er spielt wieder in den Dreißigern.

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F. Paul Wilson (zuletzt „Das Höllenwrack„) hat in den USA einen neuen Roman mit Repairman Jack (aka Handyman Jack) veröffentlicht. Allerdings widmet er sich jetzt der Jugend (oder der Zeit als Repairman Jack noch nicht Repairman Jack war) und es ist für eine jüngere Leserschaft. „Jack: Secret Histories“ heißt das Werk und F. Paul Wilson schreibt dazu:

It’s 1983. The Atari 5200 is the hot videogame console and Star Wars Death Star Battle is the hot game; the Apple ][+ with a whole 48K of RAM is state of the art in home computing; everyone’s twisting a Rubik’s cube.

And a fourteen-year-old boy is beginning to explore the talents that will lead him to become a man known as Repairman Jack.

Never saw myself writing for kids, especially since I already have a fair number of teen readers, mostly sixteen and up. But a motley array of forces converged to goose me into writing a novel geared toward the under-fifteen crowd – a so-called Young-Adult novel.

I say “so-called” because the writing process wasn’t much different from my adult work and the style is virtually identical. I’ve striven over the years for a clean, lean style, tailored to the pace of the thrillers I write. Now, to my delight, I find it fits a younger audience equally well. At least that’s what a focus group showed: Kids who often took up to a month to finish a book were polishing off Jack: Secret Histories over a weekend and looking for more.

But what surprised me most was how much fun I had. I delighted in peeking into Jack’s past and populating it with people who would play parts in his later life, or arranging cameos of characters from other novels. The books practically wrote themselves. I’d agreed to write three and I had drafts of the second and third done before the first’s pub date. Like taking dictation.

Best of all was looking at the world again through fourteen-year-old eyes. I remember my own last summer before high school as a turning point in my life, so that was where I chose to begin Jack’s story. Since I’d already established his birth year as 1969, I pretty much had to set the story in 1983. Not a bad year – lots of new technology, disco was dead, and MTV was on the rise.

As luck would have it, I’d already placed Jack’s hometown in Burlington County, which juts into the mysterious and fabled Jersey Pine Barrens. Perfect. It all came together in a glorious crash. I could work all sorts of magic in a million acres of wilderness with places no human eyes have ever seen, where strange lights jump from tree to tree and the Jersey Devil supposedly roams. I peopled his town with weird characters and places – like an old woman (with a dog) who’s supposedly a witch, and the town drunk who’s rumored to be able to heal with a touch but always wears gloves, and USED, the store that sells old…stuff.

From his start many years ago in The Tomb, I made of point of giving the adult Jack an Everyman background. He’s not an ex Navy SEAL or former CIA black-ops agent, just a guy from New Jersey who dropped off the radar and taught himself a few tricks. But he has an innate knack for manipulating people and situations to his advantage. (Of course, if that doesn’t work, he has his trusty Glock.) Here was a chance to show him discovering his talents.

As I said: Like taking dictation.

If comments on repairmanjack.com are any indication, adult Repairman Jack fans are lined up, waiting to dive in. As for the rest of you, no matter what your age, if you enjoy reading Jack: Secret Histories half as much as I enjoyed writing it, you’re in for a treat.

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Noch nicht genug? Hm, wie wäre es mit einigen Drehbüchern von pdfScreenplays aus der Abteilung „Exclusives!“:

Billy Wilder/I. A. L. Diamond: The Apartment (Undated Draft)

Dan Akroyd/John Landis: The Blues Brothers (Unspecified Draft)

Ernest Tidyman/William Friedkin:  The French Connection (Revised Draft, 26. April 1971)

H. Seitz: Insomnia (Unspecified Draft, 2. Mai 2000)

Fritz Lang/Thea von Harbou: M (Undated, unspecified Draft – ist auf Englisch)

Andrew Kevin Walker: Se7en (Production Draft, 8. August 1994)

Graham Greene: The third man (Undated, unspecified Draft)


Neu im Kino: Cassandras Traum

Juni 5, 2008

Cassandras Traum (USA/Fr 2007, R.: Woody Allen)

Drehbuch: Woody Allen

Die Brüder Terry und Ian haben Geldprobleme. Da bietet ihnen Onkel Howard einen Weg aus der finanziellen Misere an: sie müssen einen seiner Geschäftspartner umbringen. Das ist leichter geplant, als getan.

Der neue Woody-Allen-Film. Wieder in Europa gedreht. Wieder ein Krimi. Doch im Gegensatz zu „Match Point“ und „Scoop“ wäre „Cassandras Traum“ in Deutschland, trotzt der bekannten Besetzung, fast nur als DVD-Premiere gestartet. Dabei gehört doch die jährliche Kinodosis Woody Allen zum Überleben.

Mit Ewan McGregor, Colin Farrell, Tom Wilkonson, Sally Hawkins, Hayley Atwell

Hinweise

Französische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Cassandras Traum“

Ain’t it Cool redet mit Woody Allen über „Cassandras Traum“

Macleans: Interview mit Woody Allen (Januar 2008 )

OutNow.ch: Hayley Atwell über „Cassandras Traum“


TV-Tipp für den 5. Juni

Juni 5, 2008

Arte, 22.25

Berlin – Arm, aber sexy (D 2008, R.: Heinz Peter Schwerfel)

Drehbuch: Heinz Peter Schwerfel

Fortbildung für uns Berliner: Wer sind eigentlich diese Künstler, die in den Ateliers schuften? Wer bezahlt sie? Und warum kommen die ausgerechnet nach Berlin? Es kann doch nicht nur die Miete sein.

Wiederholungen

Sonntat, 8. Juni, 03.50 Uhr (Taggenau!)

Mittwoch, 18. Juni, 05.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweis

Arte zum Film


Spurensuche über Krimireihen online

Juni 4, 2008

Alligator-Alfreds Tatendrang ist nicht zu bändigen. Kaum hat er sich die neue Spurensuche geschnappt, stellt er sie auch schon online. Der Titel „Mordmäßige Krimireihen“ gibt bereits einen deutlichen Hinweis auf den Inhalt. Denn dieses Mal bespreche ich die neuen Bücher aus den Häusern Edition Nautilus, Edition Köln, Hard Case Crime (dem deutschen Ableger) und Funny Crimes. Die Autoren und Titel sind, in der Reihenfolge ihres Auftretens:

Friedrich Ani: Der verschwundene Gast

Bernhard Jaumann: Geiers Mahlzeit

Roman Rausch: Meet the Monster

Egon Eis: Duell im Dunkel

Hansjörg Martin: Kein Schnaps für Tamara

Friedhelm Werremeier: Taxi nach Leipzig

-ky: Einer von uns beiden

Allan Guthrie: Abschied ohne Küsse (Kiss her goodbye)

Ken Bruen & Jason Starr: Flop (Bust)

Lawrence Block: Abzocker (Grifter’s Game; früher: Mona; Sweet Slow Death)

Lawrence Block: Verluste (Everybody dies)


Die Dagger-Nominierungen 2008

Juni 4, 2008

Am Wochenende wurden bereits einige der Nominierten genannt. Aber ich wollte abwarten, bis die CWA (Crime Writers‘ Association) die vollständige Liste veröffentlicht – und sie sieht so aus:

The Duncan Lawrie Dagger 2008

James Lee Burke: The Tin Roof Blowdown

Colin Cotterill: Coroner’s Lunch

Frances Fyfield: Blood from Stone

Steve Hamilton: Night Work

Laura Lippman: What the Dead Know

RN Morris: A Vengeful Longing

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The Duncan Lawrie International Dagger 2008

Andrea Camilleri (Italien): The Patience of the Spider (übersetzt von Stephen Sartarelli)

Stieg Larsson (Schweden): The Girl with the Dragon Tattoo (übersetzt von Reg Keeland)

Dominique Manotti (Frankreich): Lorraine Connection (übersetzt von Amanda Hopkinson und Ros Schwartz)

Martin Suter (Deutschland): A Deal with the Devil (übersetzt von Peter Millar)

Fred Vargas (Frankreich): This Night’s Foul Work (übersetzt von Sîan Reynolds)

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Ian Fleming Steel Dagger

Mo Hayder: Ritual

Gregg Hurwitz: I See You

Michael Robotham: Shatter

Tom Rob Smith: Child 44

David Stone: The Echelon Vendetta

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Gold Dagger for Non-Fiction

Kester Aspden: Nationality: Wog – The Hounding of David Oluwale

Francisco Goldman: The Art of Political Murder: Who Killed Bishop Gerardi

David Rose: Violation

Duncan Staff: The Lost Boy

Kate Summerscale: The Suspicions of Mr Whicher

Peter Zimonjic: Into the Darkness

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John Creasey (New Blood) Dagger

Zoë Ferraris: The Night of the the Mi’raj

Elena Forbes: Die With Me

Caro Ramsey: Absolution

Matt Rees: The Bethlehem Murders

Tom Rob Smith: Child 44

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Dagger in the Library

Elizabeth Corley

Andrew Martin

Denise Mina

Craig Russell

CJ Sansom

Chris Simms

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Short Story Dagger

Robert Barnard: Provenance (aus Maxim Jakubowski, Hrsg.: The Mammoth Book of Best British Mysteries)

Michael Connelly: One Dollar Jackpot (aus Otto Penzler, Hrsg.: Dead Man’s Hand)

Martin Edwards: The Bookbinders Apprentice (aus Maxim Jakubowski, Hrsg.: The Mammoth Book of Best British Mysteries)

Laura Lippman: One true love (aus Otto Penzler/Carl Hiaasen, Hrsg.: Best American Mystery Stories 2007)

Danuta Reah: Glazed (aus Mitzi Szereto, Hrsg.: Getting Even: Revenge Stories)

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Debut Dagger

(Noch nicht veröffentlicht, aber vielleicht demnächst)

Amer Anwar: Western Fringes

Belinda Bauer: Blacklands

Russell Colman: Desert Storm

Peter Dewar: The Eclipse of Lilith

Bill Harrison: Nite Lite

Alison Marlow: The Stench of Lilies

James Oswald: The Book of Souls

Susan Schaab: Wearing the Spider

Ian Simpson: Devils and Disciples

PJ Watson: All the Wrong People

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Diamond Dagger

Sue Grafton

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Die Preisverleihung ist am Donnerstag, den 10. Juli, im Londoner Four Seasons Hotel (Park Lane).