Neu im Kino/Filmkritik: „The Furious“, furiose handgemachte Aktion

Zugegeben, die kompetent und flott erzählte Story wird keine Preise für Innovation, Logik und Realismus erhalten. Sie ist eine handelsübliche Action-B-Picture-Geschichte mit klar gezeichneten Figuren und einem ebenso klar gezeichnetem zentralen Konflikt. Aber die Action ist grandios und sie ist der Grund, sich diesen ACTION-Thriller anzusehen.

In einer großen, am Wasser gelegenen Stadt irgendwo in Südost-Asien leben der stumme Wang Wei (Xie Miao) und seine Tochter Rainy (Yang Enyou) zusammen ein einfaches, aber glückliches Leben. Das ändert sich, als Menschenhändler Rainy am helllichten Tag auf der Straße kidnappen. Für die Polizei ist Rainy nur ein weiteres spurlos verschwundenes Kind. Also muss Wang seine Tochter auf eigene Faust suchen. Zusammen mit dem Journalisten Navin (Joe Taslim) begibt er sich auf die Suche. Navin sucht seine spurlos verschwundene Frau. Die Enthüllungsjournalistin Matia jagte Paklung (Joey Iwanaga), den größten Menschenhändler der Stadt, des Landes und möglicherweise der gesamten Region.

Viel mehr Story benötigt Kenji Tanigaki nicht, um ein atemberaubendes Actionfeuerwerk zu entzünden. Das beginnt schon in der ersten Filmminute mit der Szene, in der Matia von den Bösewichtern enttarnt wird, setzt sich wenige Minuten später mit der Entführung von Rainy und Wangs anschließender Verfolgungsjagd über mehrere Straßen fort und geht so, mit kurzen Pausen, bis zum Ende weiter.

Alle wichtigen Rollen und damit zugleich auch alle kämpfenden Rollen werden von Kampfsportkünstlern gespielt. Nachdem Tanigaki in der ersten Actionszene etwas zu sehr schneidet, verlässt er sich später auf seine Kampfkünstler. Sie können in den oft grotesk eskalierenden Actionszenen ausführlich ihre Fähigkeiten präsentieren. Die Kamera versucht sie möglichst umfassend zu dokumentieren. Und das ist gut so.

Jedenfalls für alle, die einen Film à la „The Raid“ erwarten. Auch wenn es in den vergangenen Jahren einige Filme mit furioser handgemachter Action gab, gab es seit langem keinen Film mehr, der im Kino fast nonstop Action lieferte. Und dabei keine Sekunde langweilt.

The Furious (Huo zhe yan, Hongkong/Volksrepublik China 2025)

Regie: Kenji Tanigaki

Drehbuch: Mak Tin Shu, Lei Zhilong, Shum Kwan Sin, Frank Hui

mit Xie Miao, Joe Taslim, Yang Enyou, Brian Le, Jija Yanin, Yayan Ruhian, Joey iwanaga

Länge: 113 Minuten

FSK: ab 18 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „The Furious“

Metacritic über „The Furious“

Rotten Tomatoes über „The Furious“

Wikipedia über „The Furious“

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..