1870: Bandit McQueen flieht vor dem Gesetz und früheren Kumpels in die Berge.
„Vogelfrei“ ist die Western-Adaption von Burnetts Gangster-Roman „High Sierra“, den Walsh bereits 1941 mit Humphrey Bogart verfilmte und für Bogart ein wichtiger Schritt in seiner Karriere hin zu einem Hauptdarsteller war.
Der Western „ist die beste Filmversion des Stoffes, und die Schlußszenen mit dem Tod des Liebespaares gehören zum Besten, was Walsh je gedreht hat.“ (Joe Hembus: Das Western-Lexikon)
Drehbuch: Ennio De Concini, Roberto Faenza, Hugh Fleetwood
LV: Hugh Fleetwood: The Order of Death, 1976
Der harte, korrupte Cop O’Connor hat in seinem illegal erworbenen Nobelapartment einen ungebetenen Gast: einen jungen Mann, der behauptet ein gesuchter Polizistenmörder zu sein.
Ein unterschätztes Psychoduell zwischen Harvey Keitel, der für diese Rolle unter anderem zwei Monate bei der New Yorker Polizei verbrachte und die als Vorstudie für „Bad Lieutenant“ gesehen werden kann, und dem Straßenpunk John Lydon. Er ist bekannter als Johnny Rotten von den Sex Pistols und spielte hier seine einzige Hauptrolle.
Copkiller „erscheint wie eine böse funkelnde Parabel auf den Niederang des ‚neuen’ Kleinbürgertums mit seinen ebenso rasch erworbenen wie wieder verlorenen Ansprüchen, auch wenn das Geschehen in ein eher abstrakt gezeichnetes Amerika verlegt wurde.“ (Georg Seesslen: Copland)
Die Musik ist von Ennio Morricone.
Mit Harvey Keitel, John Lydon, Nicole Garcia, Leonard Mann
Bevor Dominic Purcell den „Prison Break“ machte, stand er am „3-Way“
Pro 7, 01.00
3-Way(USA 2004, R.: Scott Ziehl)
Drehbuch: Russell P. Marleau
LV: Gil Brewer: Wild To Possess, 1959 (Mord ohne Mörder)
Bevor die Polizei Lew wegen des Todes seiner Frau verhören kann, flüchtet er in eine Kleinstadt. Dort belauscht er ein Paar bei der Planung einer Entführung. Lew denkt, er könne seinen Schnitt machen.
Bestenfalls solider Noir.
Mit Dominic Purcell, Ali Larter, Dwight Yoakam, Gina Gershon
13 Tzameti (Frankreich/Georgien 2005, R.: Géla Babluani)
Drehbuch: Géla Babluani
In die Hände des jungen georgischen Emigranten Sébastien gerät ein geheimnisvoller Brief, der alle seine finanziellen Probleme beseitigen kann. Er folgt den im Brief stehenden Anweisungen.
Ein in stilvollem Schwarzweiß gedrehtes Noir-Debüt, das auf verschiedenen Festivals Preise erhielt, aber beim Fantasy Filmfest nicht so gut ankam. Jörg Buttgereit ist jedenfalls nicht begeistert: „Der Film wirkt wie eine überambitionierte Arthouse-Version von Eli Roths Schlachteplatte ‚Hostel’. Ein aufwendiges Hollywood-Remake mit Starbesetzung ist bereits angekündigt. Vielleicht ausnahmsweise mal eine gute Idee.“ (tip 6/2008) Etliche andere Kritiker finden die Story zwar auch nicht so toll, aber die Bilder und den Film insgesamt schon sehenswert
Die Berliner können heute in der Kulturbrauerei um 20.30 Uhr die Deutschlandpremiere mit den Hauptdarstellern genießen.
3sat berichtet über eine Stunde vom ersten Tag der Leipziger Buchmesse. Und das ist nur der Anfang der Berichterstattung von Deutschlands schönster Buchmesse.
Wenn sie irgendwann einen schlecht angezogenen, desorientierten Mann durch das Bild stolpern sehen, dann bin ich das. Denn ich werde mich in das Messetreiben stürzen, mir die Vorstellung Jahresbestenliste der Krimiwelt anhören, Verleger und Pressedamen belästigen, mich von wildgewordenen Kindern über den Haufen rennen lassen, ehe ich auf der Antiquariatsmesse beim Bestaunen mittelalterlicher Schriften Luft schnappe und mich dann hungrig zu den Superhelden von „Comics in Leipzig“ durchkämpfen werde.
Ein Filmteam des SWR durfte für diese Doku drei Monate Mitarbeiter des Kreisjugendamtes des Rhein-Lahn-Kreises in Bad Ems bei der Arbeit begleiten. So entstand ein Blick hinter normalerweise verschlossene Türen.
LV: Joe David Brown: Addie Pray, 1971 (Die Geschichte von Addie und Long Boy und wie sie beide fröhlichen Herzens auf anderer Leute Kosten lebten; später wegen des Films in den USA und Deutschland auch als „Paper Moon“ veröffentlicht)
Am Grab seiner Ex-Geliebten bekommt Trickbetrüger Moses Pray die neunjährige Addie auf Auge gedrückt. Er soll sie zu einer Tante fahren. Schnell erweißt sich bei ihrer Fahrt durch den mittleren Westen der USA das altkluge Kind als Naturtalent.
Das tragikomische Buddy-Movie der etwas anderen Art verklärt in stilvollem Schwarzweiß die Depression. Film-Fan Peter Bogdanovich verarbeitete in dem Kassenknüller „Paper Moon“, wie auch in seinen anderen Filmen, sein Wissen über die Filmgeschichte zu einem stilvollen Film. Nur das Publikum folgte ihm nicht immer.
Mit Ryan O’Neal, Tatum O’Neal, Madeline Kahn, John Hillerman
Ex-Polizist Lambert verdient seine normalerweise flüssigen Brötchen als Tankwart. Als sein Freund, ein arabischer Kleindealer, umgebracht wird, beginnt Lambert einen Rachefeldzug.
Äußerst gelungener Film noir – gemacht von zwei Männern, die damals für leichte Unterhaltung und Komödien bekannt waren. Der in Frankreich sehr populäre Komiker Coluche brachte sich damals als Präsidentschaftskanditat ins Gespräch. Er starb überraschend 1986 mit 41 Jahren.
Mit Coluche, Richard Anconina, Agnès Soral, Philippe Léotard
Breakfast of Champions – Frühstück für Helden (USA 1999, R.: Alan Rudolph)
Drehbuch: Alan Rudolph
LV: Kurt Vonnegut: Breakfast of Champions, 1973 (Frühstück für starke Männer)
Dafür, dass Vonneguts Roman nicht zu verfilmen ist, ist diese Verfilmung ziemlich gelungen. Obwohl sie misslungen ist.
Dabei klingen Kurt Vonnegut einleitenden Worte in „Breakfast of Champions“ fast beruhigend: „Dies ist die Geschichte einer Begegnung zweier einsamer, ausgezehrter, ziemlich alter weißer Männer auf einem Planeten, der eines raschen Todes starb.“
Doch dann: „Trout und Hoover waren Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika, einem Land, das abgekürzt Amerika genannt wurde. Dies war ihre Nationalhymne – reiner Quatsch, wie so vieles, von dem erwartet wurde, dass sie es ernst nahmen.“
Vonnegut erzählt in seinem Roman, den er sich selbst zu seinem fünfzigsten Geburtstag schenkte, keine Geschichte, sondern mixt in seiner Satire auf den American Way of Live einfach alles, was ihm einfällt, zusammen und garniert es mit spitzen Bemerkungen und kindischen Zeichnungen.
Bruce Willis, der den Film auch mitproduzierte: „Kurt Vonneguts Vorlage hat mich schon beim ersten Lesen 1976 fasziniert. Es hat eben so lange gedauert, bis ich jemanden [Regisseur Alan Rudolph] gefunden habe, der ebenso angetan war wie ich und dem ich dann finanziell bei der Realisierung helfen konnte…Das Buch war Vonneguts Antwort auf den Wahnsinn des Vietnamkrieges – dieser Krieg ist längst Vergangenheit, aber der Irrsinn in Amerika existiert immer noch, und zu einem gewissen Teil auch im Rest der Welt. Deshalb reflektiert der Film immer noch den Geist des Romans. Aber er ist kein klassischer Studiofilm aus Hollywood. Es ist eine schwere und mitunter schwer erträgliche Geschichte, weil sie den Amerikanern einen Spiegel vorhält, in dem sich ihre Verrücktheit spiegelt. Unser Ziel war es, Kurt Vonnegut treu zu bleiben und gleichzeitig für Wiedererkennungsmomente zu sorgen. Schließlich ist keiner von uns wirklich weit davon entfernt, einmal auszurasten.“ (Milan Pavlovic, Steadycam Nr. 37/1999)
„Breakfast of Champions ist so laut und wirr und wenig komisch, dass seine Qualitäten beim ersten Sehen kaum auffallen. Genauer betrachtet aber erweist sich der Film als eine – dank Willis – sehr wirkungsvolle ironische Paraphrase auf eines der Erzählprinzipien des modernen Actionkinos: die solipsistische Phantasie des last man standing. Die ist (…) nichts weiter als eine psychotische Störung.“ (Alexander Bickel in Annette Kilzer, Hrsg.: Bruce Willis, Bertz Film 4)
Mit Bruce Willis, Diane Willson Dick, Albert Finney, Nick Nolte, Barbara Hershey, Lukas Haas, Omar Epps, Buck Henry, Will Patton, Owen Wilson, Alison Eastwood, Kurt Vonnegut jr. (Regisseur des Werbespots)
James Bond bei seiner Lieblinsbeschäftigung: Welt retten. Aktuelle Einsatzorte: Bahamas, Südfrankreich und Nordafrika.
Nach einer langen Pause (und bei einer anderen Produktionsfirma) spielte Sean Connery wieder Bond; Klaus Maria Brandauer den Bösewicht, Kim Basinger das ´love interest´ der beiden Männer. Außerdem sind Barbara Carrera, Max von Sydow, Edward Fox, Bernie Casey und Rowan Atkinson dabei.
„Sag niemals nie“ konnte entstehen, weil Ian Fleming zusammen mit Kevin McClory und Jack Whittingham für einen Film die Geschichte „Longitude 78 West“ entwarf. Fleming verarbeitete sie später in dem Bond-Roman „Feuerball“. McClory, der bei „Feuerball“ Co-Produzent war, hatte die Rechte für weitere Verfilmungen dieser Geschichte. Die Auflage war, dass er sich möglichst eng an das Story-Gerüst halten müsse. Die juristischen Streitigkeiten und der Konkurrenzkampf zwischen dem Ur-Bond Connery und dem Nachfolger Roger Moore waren ein gefundenes Fressen für die Presse. Denn „Octopussy“ (mit Moore) startete fast zeitgleich in den Kinos. An der Kinokasse war der Moore-Bond etwas erfolgreicher, bei der Kritik war es – zu Recht – umgekehrt.
Daratt – Zeit der Entscheidung (Tschad/Frankreich/Belgien 2006, R.: Mahamat-Saleh Haroun)
Drehbuch: Mahamat-Saleh Haroun
Ein 16-jähriger soll seinen ermordeten Vater rächen. Er schleicht sich in der Bäckerei des Mörders als Lehrling ein.
Das im Tschad spielende Rachedrama erhielt 2006 den Spezialpreis der Jury des Filmfestivals Venedig und richtet sich vor allem an Cineasten: „eine präzise gefertigte Skulptur aus Bildern und Tönen, den Filmen von Robert Bressons nicht mehr fern.“ (Stefan Grissemann, tip 6/2008)
Ex-Militärpolizist und Vietnamveteran Hank Deerfield erfährt, dass sein Sohn Mike sich nach seiner Rückkehr aus dem Irak fahnenflüchtig ist. Kurz darauf wird seine verbrannte Leiche gefunden. Deerfield beginnt mit einer Polizistin Mikes Mörder zu suchen. Dabei werden sie vom Militär behindert.
Haggis benutzt das Genre, um auf ein gesellschaftliches Problem aufmerksam zu machen. Denn der auf einem wahren Fall basierende Thriller beschäftigt sich mit den seelischen Kosten von Kriegseinsätzen für den Einzelnen und die Gesellschaft.
In den USA liebten die Kritiker und die wenigen Zuschauer, die „In the Valley of Elah“ gesehen haben, den Film. In Deutschland sind die Kritiker ebenfalls begeistert. Ob hier mehr Menschen ins Kino gehen? Zu hoffen wäre es. Denn ein Film mit Tommy Lee Jones kann nicht schlecht sein.
Der Titel spielt auf die David-Goliath-Geschichte an. Deren Kampf fand im Valley of Elah, bei uns je nach Bibelübersetzung bekannt als Eichgrund, Elberfelder oder Terebinthental, statt.
Mit Tommy Lee Jones, Charlize Theron, Susan Sarandon, Jason Patric, James Franco, Josh Brolin, Jonathan Tucker
TATORT: Vorstadtballade (D 2004, R.: Martin Enlen)
Drehbuch: Rorbert Hültner
In einer Kneipe im Münchner Schlachthofviertel geschieht ein Mord. Die Kommissare Batic und Leitmayr mischen sich unter die Stammtischler.
Für diesen Tatort mit dem vorzüglichen Münchner Team schrieb der Glauser- und Deutschen-Krimi-Preisträger Hültner das Buch. Das Ergebnis ist ein angenehm altmodischer Tatort, der sich viel Zeit für seine intensive Milieuzeichnung nimmt. Denn das Ende ist sehr vorhersehbar.
Mit Micoslav Nemec, Udo Wachtveitl, Michael Fitz, Franz Buchriesner
TV-Wetterfee Suzanne Stone Maretto lässt für ihre Karriere Männer über die Klinge springen, bis sie an die Mafia gerät.
Bitterböse Mediensatire mit Nicole Kidman, Matt Dillon, Joaquin Phoenix, Casey Affleck, Dan Hedaya, Kurtwood Smith, Buck Henry (als Mr. H. Finlaysson), Joyce Maynard (als Suzannes Anwältin), David Cronenberg, George Segal (jeweils Gastauftritte)
Der unsichtbare Dritte (USA 1959, R.: Alfred Hitchcock)
Drehbuch: Ernest Lehman
Ein immer wieder unterhaltsamer Hitchcock-Cocktail: Feindliche Agenten halten den lebenslustigen Werbekaufmann Roger Thornhill für einen US-Spion. Die Polizei hält ihn für einen Mörder. Um seine Unschuld zu beweisen, geht die Jagd „North by Northwest“.
Mit Cary Grant, Eva Marie Saint, James Mason, Leo G. Carroll, Martin Landau
Weil der Film sehr früh läuft und er in den kommenden Tagen nicht wiederholt wird, poste ich den TV-Tipp für den Sonntag bereits etwas früher:
Das Vierte, 13.50
Der Schrecken vom Amazonas (USA 1954, R.: Jack Arnold)
Drehbuch: Harry Essex, Arthur Ross
Ein Forschertrupp will den sagenumwobenen Kiemenmensch, ein in der Schwarzen Lagune lebendes Fisch/Mensch-Wesen, finden. Sie finden ihn. Aber der Kiemenmensch verliebt sich in die Forscherin (natürlich bildschön) und die Geschehnisse nehmen ihren, spätestens seit „King Kong und die weiße Frau“ bekannten, fatalen Lauf.
Ein kleiner Klassiker des Monsterfilms, der damals ein Kassenschlager war und zwei nicht so gute Fortsetzungen hatte.
„Atmosphäre (der Film wurde in 3-D gedreht) und Plot sind sehr stark, und mit seinem kleinen Budget ist der Film ein exzellentes Beispiel dafür, wie man einen guten Monsterfilm drehen muss.“ (Paul Hardy: Die Science-Fiction Filmenzyklopädie)
Mit Richard Carlson, Julia Adams, Richard Denning, Ben Chapman, Ricou Browning
Billy Turner kehrt nach fünf Jahren in seine Heimatstadt Blue City zurück. Sein Vater wurde ermordet und Billy will den Mörder finden. Das gefällt der korrupten Stadtspitze nicht.
Walter Hill produzierte. Zusammen mit Lukas Heller schrieb er auch das Drehbuch. Die Musik ist natürlich von Ry Cooder. Und doch war „Blue City“ ein Flop. Denn Walter Hill konnte nicht die Regie übernehmen. Der düstere Krimi wurde mit damals populären Teenie-Stars aufgepäppt, Michelle Manning drehte ihr Regiedebüt und der Film wurde für fünf Razzies (den Negativ-Oscar für ausgewählt schlechte Leistungen) nominiert.
„Recht brutale und erschreckend simple Auseinandersetzung mit dem Phänomen kleinstädtischer Gewalt und den dort herrschenden Machtstruckturen.“ (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms)
Mit Judd Nelson, Ally Sheedy, David Caruso, Paul Winfield
Eine Leiche zum Dessert (USA 1976, R.: Robert Moore)
Drehbuch: Neil Simon
Ein Millionär lädt die berühmtesten Detektive der Welt ein. Er behauptet, sie könnten einen Mord nicht aufklären, der um Mitternacht stattfinden wird. Die Detektive sehen das anders.
Neil Simon zieht in seiner Krimikomödie die Images der bekanntesten, literarischen Detektive der Welt (hier: Miss Marple, Hercule Poirot, Sam Spade, Nick Charles aka Der dünne Mann mit Gattin Nora, Charlie Chan) und die Prinzipien des Whodunits durch den Kakao. Ein köstlicher Spaß – nicht nur für Genre-Fans.
Verkörpert werden die Meisterdetektive und Tatverdächtige u. a. von Truman Capote, Peter Falk, Alec Guiness, David Niven, Peter Sellers
Das Kinofilmdebüt von Pete Travis und Barry Levy ist ein Thriller über einen Anschlag auf den amerikanischen Präsidenten. Der Witz ist, dass das Attentat aus acht verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird. Das führt selbstverständlich zu einigen Wiederholungen. Aber gegen Ende gibt’s dann Action.
Mit Dennis Quaid, Forest Whitaker, Signourney Weaver, Matthew Fox, Bruce McGill, Edgar Ramirez, William Hurt
Michael Clayton ist der Troubleshooter für eine große New Yorker Kanzlei. Als einer ihrer Anwälte ausrastet und damit den Prozess gegen das mulitnationale Chemieunternehmen U/North gefährdet, ist Clayton gefordert. Doch dieser steckt gerade selbst in einer Midlife-Crises.
Endlich – immerhin war „Michael Clayton“ bereits für November angekündigt – läuft Gilroys Regiedebüt auch in Deutschland an. Der Autor der Bourne-Trilogie hat einen Paranoia-Thriller inszeniert, bei dem die Bedrohung nicht mehr vom Staat sondern von der Wirtschaft ausgeht. Trotzdem haben Action-Fans bei „Michael Clayton“ schlechte Karten. Fans des guten, im positiven Sinn altmodischen Schauspielerkinos haben dagegen gute Karten.
Mit George Clooney, Tom Wilkinson, Tilda Swinton, Sydney Pollack, Michael O’Keefe
No Country for old men (USA 2007, R.: Joel & Ethan Coen)
Drehbuch: Joel & Ethan Coen
LV: Cormac McCarthy: No Country for Old Men, 2005
Endlich! Die Coen-Brüder sind wieder zurück in ihrer alten Form. Lassen wir einfach die Statistik der IMDB sprechen: 4 Oscars (unter anderem bester Film) gewonnen, weitere 77 Preise gewonnen, für weitere 31 Preise nominiert und auf Platz 38 der IMDB-Liste der besten Filme aller Zeiten.
Die Story? Lewellyn Moss findet in der texanischen Wüste die Überreste eines gescheiterten Drogendeals: Leichen, Heroin und zwei Millionen Dollar. Er schnappt sich die Kohle und steht auf der Abschussliste eines gnadenlosen Killers.
Mit Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly Macdonald