Terrence-Malick-Tage im Arsenal – und eine Buchvorstellung

Mai 11, 2013

Bis zum Kinostart von „To the Wonder“, dem neuen Spielfilm von Terrence Malick, am 30. Mai dauert es noch einige Tage. Genug Zeit, um sich noch einmal seine Filme anzusehen. Am Besten natürlich auf der großen Leinwand und die Berliner müssen sich dafür nur in die U-Bahn zum Potsdamer Platz setzen. Denn das Kino Arsenal zeigt in einer Werkschau alle Filme von Terrence Malick und die Dokumentation „Rosy-Fingered Dawn: A Film on Terrence Malick“ (Italien 2002).

Am Sonntag, den 12. Mai, wird die Reihe um 19.30 Uhr mit Malicks Debütfilm „Badlands“ und der Präsentation von Dominik Kamalzadeh und Michael Peklers Buch „Terrence Malick“ eröffnet.

In „Terrence Malick“ beschäftigen sich die beiden Filmjournalisten, sehr informativ, mit einzelnen Aspekten seines Werkes, versuchen das Leben des notorisch verschwiegenen Malick zu durchleuchten und besprechen, mit vielen Bildern, jeden seiner sechs Filme, von denen vor allem seine beiden ersten Filme „Badlands“ und „Days of Heaven“ aufgrund der Bilder Kultstatus genießen. Es sind auch meine beiden Lieblings-Malicks. „The Thin Red Line“ ist eine starbesetzte Meditation über den Krieg, die mir gefiel, aber einige meiner Kumpels für den langweiligsten Film ihres Lebens hielten. „The New World“ ist Malicks Version der Begegnung von John Smith mit der Indianerprinzessin Pocahontas. Der Film existiert in verschiedenen Fassungen. Am 26. Mai zeigt das Arsenal auch den gut dreistündigen, in Deutschland nicht veröffentlichten Extended Cut auf der großen Leinwand.

Endgültig esoterisch wurde es mit „The Tree of Life“, einem fulminantem Langweiler, und „To the Wonder“, der „The Tree of Life“ mit kürzerer Laufzeit und ohne Dinosaurier ist. Aber vielleicht verstehe ich nach der Lektüre von „Terrence Malick“ „To the Wonder“ besser und finde den Film gar nicht mehr soo schlecht.

Sehr gut finde ich jedenfalls die Arsenal-Filmreihe und Dominik Kamalzadeh und Michael Peklers Buch „Terrence Malick“.

Die Filme von Terrence Malick

Badlands, USA 1973 (Badlands – Zerschossene Träume), mit Martin Sheen, Sissy Spacek, Warren Oates

Days of Heaven, USA 1978 (In der Glut des Südens), mit Richard Gere, Brooke Adams, Sam Shepard

The Thin Red Line, USA 1998 (Der schmale Grad), mit Sean Penn, Adrien Brody, Jim Caviezel, Ben Chaplin, George Clooney, John Cusack, Woody Harrelson, Elias Koteas, Jared Leto, Nick Nolte, John Savage, John Travolta

The New World, USA 2005, mit Colin Farrell, Q’orianka Kilcher, Christopher Plummer, Christian Bale, Wes Studi, David Thewlis

The Tree of Life, USA 2011, mit Brad Pitt, Sean Penn, Jessica Chastain,

To the Wonder, USA 2012, mit Ben Affleck, Olga Kurylenko, Rachel McAdams, Javier Bardem

Das Buch über Terrence Malick

Kamalzadeh - Pekler - Terrence Malick - 4

Dominik Kamalzadeh/Michael Pekler: Terrence Malick

Schüren, 2013

208 Seiten

19,90 Euro

Hinweise

AllMovie über Terrence Malick

Rotten Tomatoes über Terrence Malick

Wikipedia über Terrence Malick (deutsch, englisch)


Gratis-Comic-Tag 2013: viele, viele gute Comics für lau

Mai 10, 2013

 

Ist schon wieder ein Jahr um? Denn am Samstag, den 11. Mai (also ungefähr heute), ist wieder Gratiscomictag. Am bewährten Konzept wurde auch im vierten Jahr nichts geändert: Zweihundert Comichändler und Buchhandlungen mit einer guten Comicabteilung geben an dem Tag extra für den Tag produzierte Comichefte ab. Die dreißig Hefte sind von achtzehn verschiedenen Verlagen, von kleinen bis hin zu großen Verlagen, von bekannten Namen bis hin zu Newcomern, von Cartoons über Comics für Kinder hin zu avancierten Graphic Novels, die zeigen, was eine Bildergeschichte alles leisten kann.

Also von „Hägar, der Schreckliche“ über „Donald Duck“, „Batman/Superman Adventures“ und „Before Watchmen“ (die Vorgeschichten zu Alan Moore/Dave Gibbons‘ kongenialem „The Watchmen“) hin zu „U-Comix“ (nach 16 Jahren back in the game) und Joe Dalys „Der rote Affe“, der stilistisch etwas an Art Spiegelmans „Maus“ erinnert. Denn Dalys Erzähler Dave, der etwas wie ein Affe aussieht und Affenfüße hat, ist ein in Kapstadt lebender Zeichner, der mit Auftragszeichnungen von Ziegelsteinen sein Leben fristet und gerne ein richtiger Comiczeichner wäre. In dem Gratiscomicheft „Der undichte Cellokoffer“ (avant-verlag) hat er einen richtigen Pechtag: zuerst ist sein Auftraggeber mit seinen Zeichnungen unzufrieden, dann setzt er seine Wohnung unter Wasser, wird von seiner Freundin verlassen und hat Ärger mit seinem Obermieter, einem bedrohlichen Brutalo. Auch sein bester Freund Paul, so etwas wie der südafrikanische Dude (Remember „The Big Lebowski“?), hält von der Arbeit ab.

Der rote Affe“ ist ein witziger Blick in den Alltag eines Künstlers, bis Dave den Grund für den Lärm in der über ihm liegenden Wohnung herausfinden will und sein Tag wird noch schlimmer.

Gratis-Comic-Tag 2013 - Doppeltes Glück mit dem roten AffenGratis-Comic-Tag 2013 - Before Watchmen

Pünktlich zum neuen Raumschiff-Enterprise-Film „Stark Trek into Darkness“ gibt es, wie schon bei dem vorherigen Raumschiff-Enterprise-Film, die Vorgeschichte zum Film als Comic. Wobei „Star Trek – Countdown to Darkness“ (Cross Cult) nichts über die Filmgeschichte verrät (ich würde sogar zögern, die Geschichte „Vorgeschichte zum Film“ zu nennen), ist der Auftakt der von Autor Mike Johnson und Zeichner David Messina erfundenen Geschichte spannend. Captain Kirk und seine Männer sollen dem Klasse-M-Planeten Phaedus einen „Scannen und weg“-Kurzbesuch abstatten. Die dortigen Bewohner sind ungefähr auf dem technologischem Stand des Römischen Imperiums. Da bemerken sie ein hochfrequentes Energiefeld, über das die Bewohner nicht verfügen sollten. Kirk und Spock machen sich auf den Weg zum Planeten – und erleben ihr blaues Wunder. Das Heft endet mit einem wirklich bösen Cliffhanger, der neugierig auf die weitere Geschichte macht.

Mit „Super Dinosaur“ (Cross Cult) hat der umtriebige „The Walking Dead“-Erfinder Robert Kirkman eine neue Serie begonnen, die sich wirklich von seinen anderen Serien unterscheidet. Denn „Super Dinosaur“ ist für Kinder. Ein, so Kirkman, „Pixar-Film auf Papier“. Im Mittelpunkt steht Derek Dynamo. Der Elfjährige bezeichnet sich selbst, unbescheiden, als „grandios“ und er hat viele „coole“ Dinge. Sein Freund ist „Super Dinosaur“, ein drei Meter großer Tyrannosaurus Rex, der Video-Spiele liebt und ihm gegen Max Maximus, der die Welt erobern möchte, hilft. Während die ersten Seiten von dem Serienauftakt „Super Dinosaur“ noch wie eine kindlich-infantile Endlosklopperei wirken, wird es schon schnell ernster. Denn Dr. Dexter Dynamo, der Vater von Derek, verliert sein Gedächtnis und Derek will das vor ihm verheimlichen.

Gratis-Comic-Tag 2013 - BarracudaGratis-Comic-Tag 2013 - Der Narwal

Die in sich abgeschlossene Geschichte „96 Stunden“ (Epsilon) aus der inzwischen 13-teiligen „Rubine“-Serie von Boyan, Dragan de Lazare, Francois Walthéry und Mythic steht fest im frankobelgischen Comic und wer noch nichts von „Rubine“ gehört hat, dürfte anfangs etwas verwirrt sein. Denn die Autoren erzählen die Geschichte strikt chronologisch (ich hätte eine Rückblendenstruktur bevorzugt). Daher dauert es einige Zeit, bis die Polizistin Rubine von der Chicagoer Polizei ihren ersten Auftritt hat und der Fall mit der verschollenen Haushälterin des Bürgermeisters, die eine vor über zehn Jahren verurteilte Mörderin ist, ins Rollen kommt. Denn die Mörderin hat jetzt im Fernsehen den Mann, den sie ermordet haben soll, quicklebendig gesehen.

Gratis-Comic-Tag 2013 - The ChangerGratis-Comic-Tag 2013 - Welten des Schreckens

Und Weissblech Comics bringt mit drei Kurzcomics die „Welten des Schreckens“ mit einem entzückendem Monstercover zum Gratiscomictag. Um Monster geht es in „Jäger und Gejagte“ mit der Urzeit-Amazone Kala, die mit dem verletzten Tik-Tik und ihrem Echsenbruder Tyr vor einem Menschenfresserstamm flüchtet und auf ihrer Flucht einer riesigen Raubechse begegnen, die sie als Nachtisch betrachtet.

In „Krogans Buch“ geht es in eine Zukunft, die sich kaum von Kalas Urzeit-Welt unterscheidet, außer dass einige Menschen noch lesen können und in der verbotenen Zone solche Bücher sind. Gulbur macht sich auf den Weg.

Am besten gefiel mir in „Welten des Schreckens“ die in sich abgeschlossene Horrorgeschichte „Phantome im Paradies“, mit einer grandiosen Pointe, über seltsame Männer, die in einer von Grachten durchzogenen, am Wasser gelegenen Kleinstadt auftauchen.

Gratis-Comic-Tag 2013 - Malcolm MaxGratis-Comic-Tag 2013 - Resident Evil

Außerdem gibt es die Dystopie „Skull Party“ (Carlsen Comics/Manga!), „Donald Duck“ (Ehapa Comic Collection), „Hägar, der Schreckliche“ (Ehapa Comic Collection), „Resident Evil“ (Kazé), „Marvel Now“ (Panini Comics), „Before Watchmen: Rorschach“ (Panini Comics), den Beginn der Steampunk-Mystery-Serie „Malcolm Max“ (Splitter Verlag), die Dystopie „Hades Syndrom: Crossfire Teil 1“ (Thenextart) und von den neuen Verlagen Comics etc. und dani books „Piccolo Großband“ und Monster Allergy“.

Es gibt also einiges zu Entdecken. Hier gibt es einen Überblick über alle Gratis-Comics (da dürften auch einige künftige Sammlerstücke drunter sein) und hier erfahrt ihr, wo ihr einen oder mehrere der 300.000 Gratiscomics bekommt.


Die Edgar-Gewinner 2013

Mai 6, 2013

 

Die Mystery Writers of America haben den diesjährigen Edgar-Allan-Poe-Preis an folgende Werke verliehen:

Best Novel

Live by Night, von Dennis Lehane (Morrow)

nominiert

The Lost Ones, von Ace Atkins (Putnam)

The Gods of Gotham, von Lyndsay Faye (Putnam)

Gone Girl, von Gillian Flynn (Crown)

Potboiler, von Jesse Kellerman (Putnam)

Sunset, von Al Lamanda (Five Star)

All I Did Was Shoot My Man, von Walter Mosley (Riverhead)

Best First Novel by an American Author

The Expats, von Chris Pavone (Crown)

nominiert

The Map of Lost Memories, von Kim Fay (Ballantine)

Don’t Ever Get Old, von Daniel Friedman (Minotaur/Thomas Dunne)

Mr. Churchill’s Secretary, von Susan Elia MacNeal (Bantam)

The 500, von Matthew Quirk (Reagan Arthur)

Black Fridays, von Michael Sears (Putnam)

Best Paperback Original

The Last Policeman, von Ben H. Winters (Quirk)

nominiert

Complication, von Isaac Adamson (Soft Skull Press)

Whiplash River, von Lou Berney (Morrow)

Bloodland, von Alan Glynn (Picador)

Blessed Are the Dead, von Malla Nunn (Emily Bestler)

Best Fact Crime

Midnight in Peking: How the Murder of a Young Englishwoman Haunted the Last Days of Old China, von Paul French (Penguin)

nominiert

Devil in the Grove: Thurgood Marshall, the Groveland Boys, and the Dawn of a New America, von Gilbert King (Harper)

More Forensics and Fiction: Crime Writers’ Morbidly Curious Questions Expertly Answered, von D.P. Lyle (Medallion)

Double Cross: The True Story of the D-Day Spies, von Ben Macintyre (Crown)

The People Who Eat Darkness: The True Story of a Young Woman Who Vanished from the Streets of Tokyo–and the Evil that Swallowed Her Up, von Richard Lloyd Parry (Farrar Straus & Giroux)

Best Critical/Biographical

The Scientific Sherlock Holmes: Cracking the Case with Science and Forensics, von James O’Brien (Oxford University Press)

nominiert

Raymond Chandler’s Philip Marlowe: The Hard-boiled Detective Transformed, von John Paul Athanasourelis (McFarland & Company)

Books to Die For: The World’s Greatest Mystery Writers on the World’s Greatest Mystery Novels, herausgegeben von John Connolly und Declan Burke (Emily Bestler)

In Pursuit of Spenser: Mystery Writers on Robert B. Parker and the Creation of an American Hero, herausgegeben von Otto Penzler (Smart Pop)

Best Short Story

The Unremarkable Heart, von Karin Slaughter (in Mystery Writers of America Presents: Vengeance)

nominiert

Iphigenia in Aulis, von Mike Carey (in An Apple for the Creature, herausgegeben von Charlaine Harris und Toni L. P. Kelner; Ace)

Hot Sugar Blues, von Steve Liskow (in Mystery Writers of America Presents: Vengeance, herausgegeben von Lee Child; Mulholland)

The Void It Often Brings With It, von Tom Piccirilli (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], November 2012)

Still Life No. 41, von Teresa Solana (EQMM, March/April 2012)

Best Juvenile

The Quick Fix, von Jack D. Ferraiolo (Amulet)

nominiert

Fake Mustache: Or, How Jodie O’Rodeo and Her Wonder Horse (and Some Nerdy Kid) Saved the U.S. Presidential Election from a Mad Genius Criminal Mastermind, von Tom Angleberger (Amulet)

13 Hangmen, von Art Corriveau (Amulet)

Spy School, von Stuart Gibbs (Simon & Schuster Books for Young Readers)

Three Times Lucky, von Sheila Turnage (Dial Books for Young Readers)

Best Young Adult

Code Name Verity, von Elizabeth Wein (Hyperion)

nominiert

Emily’s Dress and Other Missing Things, von Kathryn Burak (Roaring Brook Press)

The Edge of Nowhere, von Elizabeth George (Viking)

Crusher, von Niall Leonard (Delacorte BFYR)

Amelia Anne Is Dead and Gone, von Kat Rosenfield (Dutton Children’s Books)

Best Television Episode Teleplay

A Scandal in Belgravia,” Sherlock, Drehbuch von Steven Moffat (BBC/Masterpiece)

nominiert

Pilot, ” Longmire, Drehbuch von Hunt Baldwin und John Coveny (A&E)

Child Predator,” Elementary, Drehbuch von Peter Blake (CBS)

Slaughterhouse,” Justified, Drehbuch von Fred Golan (Sony/FX)

New Car Smell,” Homeland, Drehbuch von Meredith Stiehm (Showtime/Fox21)

Robert L. Fish Memorial Award

When They Are Done With Us, von Patricia Smith (in Staten Island Noir, herausgegeben von Patricia Smith; Akashic Books)

Grand Master

Ken Follett

Margaret Maron

Raven Awards

Oline Cogdill und Mysterious Galaxy Bookstore, San Diego und Redondo Beach, California

Ellery Queen Award

Johnny Temple, Akashic Books

The Simon & Schuster-Mary Higgins Clark Award

The Other Woman, von Hank Phillippi Ryan (Forge)

nominiert

Dead Scared, von S.J. Bolton (Minotaur)

A City of Broken Glass, von Rebecca Cantrell (Forge)

The Reckoning, von Jane Casey (Minotaur)

Sleepwalker, von Wendy Corsi Staub (Harper)

Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner.

Einen Gesamtlesetipp an alle Kriminalakte-Leser: ich empfehle, bis zum Beweis des Gegenteils, auch ohne sie gelesen zu haben, alle nominierten und prämierten Bücher und Kurzgeschichten.

Und natürlich hoffe ich auf viele, viele, viele Übersetzungen.

(via The Rap Sheet)


Die KrimiZeit-Bestenliste Mai 2013

Mai 3, 2013

 

Die Bestenliste der KrimiZeit für den Wonnemonat Mai ist draußen:

1 (3) Sara Gran: Das Ende der Welt

2 (4) Giancarlo de Cataldo: Der König von Rom

3 (-) Robert Hültner: Am Ende des Tages

4 (-) Olen Steinhauer: Die Spinne

5 (-) Matthias Wittekindt: Marmormänner

6 (2) Elmore Leonard: Raylan

7 (-) Daniel Suarez: Kill Decision

8 (1) Joe R. Lansdale: Dunkle Gewässer

9 (6) Cathi Unsworth: Opfer

10 (7) Ian Rankin: Mädchengrab

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Hültner, Unsworth und Rankin liegen auch ganz oben auf meinem Zu-lesen-Stapel, aber zuerst ist noch der neue Jeffery Deaver („Die Angebetete“) dran.


Kleinkram

Mai 3, 2013

Die Mai-Ausgabe von „The Big Thrill“ ist online. Unter anderem sind David Morrell, Reed Farrel Coleman (ein neuer Moe-Prager-Roman), Adrian McKinty und  James Thompson im Verhörzimmer.

Und noch ein Gespräch mit David Morrell über seinen neuen Roman „Murder as a fine Art“ (Na, klingelt es?).

Dan Simmons ist begeistert von Joe R. Lansdales „Dunkle Gewässer“ (Edge of dark water).

Am Samstag, den 11. Mai, ist der Gratiscomictag.

Wo wir gerade bei Comic sind:

der erste Trailer für „Thor – The dark kingdom“ (Kinostart: 31. Oktober 2013) ist draußen:

Hübsche Bilder, die nichts von der Story verraten.

Haha – „Hangover 3“ (Kinostart: 30. Mai 2013):

Hmhm – „Der große Gatsby“ (Kinostart: 16. Mai 2013):

Man könnte sich auch die 1974er-Verfilmung von F. Scott Fitzgeralds Roman ansehen. Damals schrieb Francis Ford Coppola das Drehbuch, Jack Clayton führte Regie und Robert Redford, Mia Farrow, Bruce Dern, Karen Black, Sam Waterston, Lois Chiles und Howard DaSilva spielten mit:

J. J. Abrams  (yep, dessen „Star Trek into darkness“ am 9. Mai startet [Kritik folgt]) geht unter die Autoren.

Der Noir of the Week ist „Gardenia – Eine Frau will vergessen“ (The Blue Gardenia) von Fritz Lang.

Die Gewinner des diesjährigen Arthur-C.-Clarke-Award (ein Science-Fiction-Preis).

Und noch ein kleiner Betrag zur Urheberrechtsdebatte und DRM bei Büchern. Tor (ein großer Verlag, der vor allem für seine Science-Fiction- und Fantasy-Romane bekannt ist) hat vor einem Jahr auf Wunsch seiner Leser und Autoren auf das Digital Rights Management (also, das was uns davon abhält, E-Books zu kopieren) verzichtet. Jetzt bilanziert der Verlag in einem sehr lesenswertem Artikel von Julie Crisp (Editorial Director bei Tor UK) die bisherigen Erfahrungen. Der Kernsatz lautet:

As it is, we’ve seen no discernible increase in piracy on any of our titles, despite them being DRM-free for nearly a year.

Das Fazit:

The move has been a hugely positive one for us, it’s helped establish Tor and Tor UK as an imprint that listens to its readers and authors when they approach us with a mutual concern—and for that we’ve gained an amazing amount of support and loyalty from the community. And a year on we’re still pleased that we took this step with the imprint and continue to publish all of Tor UK’s titles DRM-free.


00 Schneider ist wieder im Einsatz

April 30, 2013

Helge Schneider (Komiker? Schauspieler? Regisseur? Autor? Jazzmusiker? Alleinunterhalter?) hat einen neuen Spielfilm gedreht und die ersten Bilder sind online:

„00 Schneider – Im Wendekreis der Eidechse“ (Verleih: Senator Film) startet am 12. September 2013.

Mit dem richtigen Publikum wird das wohl ein ziemlich grandioser Abend werden.


We come in Peace – Einige Schlaglichter auf das „19. Jüdische Filmfestival Berlin & Potsdam“

April 29, 2013

 

We come in peace - Plakat JFF 2013

Heute gibt es wieder eine kleine lokalpatriotische Anwandlung. Aber einige Filme des „19. Jüdischen Filmfestivals Berlin & Potsdam“ starten auch demnächst im Kino, andere dürften auf DVD veröffentlicht werden oder im TV laufen. Wie die hochgelobte, Oscar-nominierte Dokumentation „The Gatekeepers“, die bereits unter dem martialischen Titel „Töte zuerst! – Der israelische Geheimdienst Schin Bet“ von Arte am 5. März gezeigt wurde und auf dem Festival am Freitag, den 3. Mai, läuft, oder die ebenfalls hochgelobte israelische TV-Serie „Prisoners of War (Hatufim)“, die ab Donnerstag, den 9. Mai, als „Hatufim – In der Hand des Feindes“ in Doppelfolgen auf Arte läuft. Sie ist die Vorlage der US-Serie „Homeland“. Auf dem Festival werden am Freitag, den 10. Mai, die ersten beiden Episoden der zweiten Staffel gezeigt.

Diese beiden Filme geben auch schon einen Einblick in die Spannbreite des Jüdischen Filmfestivals, das jüdisches Leben in all seinen Facetten zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen Dokumentar- und Spielfilm zeigen und jüdisches Leben wieder nach Berlin zurückbringen will. Auf dem 19. Jüdischen Filmfestival laufen 33 Filme aus acht Ländern, zwölf Welt- und dreizehn Deutschlandpremieren, oft in Anwesenheit der Regisseure und anderer an den Filmen beteiligter Menschen.

Eröffnet wird das Festival am Montag, den 29. April, in Potsdam im Hans Otto Theater, mit „Zaytoun“, dem neuen Film von Eran Riklis („Die Reise des Personalmanagers“). Kinostart des Dramas über die Zweckfreundschaft zwischen einem zwölfjährigem Palästinenser und einem israelischen Kampfpiloten während des Libanonkrieges 1982 ist der 22. August 2013.

Am Dienstag, den 30. April, wird „Playoff“, der vorletzte Film von Eran Riklis gezeigt, über den Tel Aviver Basketballtrainer und Holocaust-Überlebenden Max Stoller (Danny Huston), der 1982 die deutsche Basketball-Nationalmannschaft fit für die Olympischen Spiele machen sollte.

Das Spielfilmdebüt „Out in the Dark“ von Michael Mayer über die Liebe zwischen einem Palästinenser und einem Israeli in Tel Aviv ist ebenfalls einen Blick wert. Immer nah dran an seinen Protagonisten, mit einem dokumentarischem Blick in das Nachtleben und Homosexuellenmilieu von Tel Aviv, verfolgt er ihre Liebesgeschichte und die Probleme, die diese Liebe hat. Den Geheimdienstplot schleppt er dagegen eher unlustig mit. Der Spielfilm läuft am Donnerstag, den 2. Mai.

No Place on Earth“ von Janet Tobias beschäftigt sich mit dem Schicksal der Familien Stermer und Dodyk, die im Oktober 1942 in der Ukraine vor der Gestapo in die riesige Verteba-Höhle flüchteten und dort und in der Priestergrotte 511 Tage unter Tage verbrachten. Diese Geschichte des längsten bekannten Aufenthalts von Menschen unter der Erde wird in einer gelungenen Mischung aus nachgestellten Szenen und Interviews mit den heute noch Lebenden erzählt. Die ergreifende Dokumentation läuft am 9. Mai im Kino an. Auf dem Filmfestival läuft sie am Montag, den 6. Mai, und Sonntag, den 12. Mai.

Es gibt außerdem die spielfilmlange Dokumentation „Tony Curtis – Driven to Stardom“, die ebenfalls spielfilmlange Dokumenation „The First Fagin“ über den englisch-jüdischen Hehler Ikey Solomon (1785 – 1850), der Charles Dickens zu seinem Schurken in „Oliver Twist“ inspirierte, den niederländischen Spielfilm „Süskind“ von Rudolf van den Berg über den „niederländischen Oskar Schindler“ Walter Süskind, die Doku „Regina – Work in Progress“ von Diana Groó über Regina Jonas, die 1935 in Berlin zur ersten ordentlichen Rabbinerin ordiniert und 1944 in Auschwitz ermordet wurde, und, als Welturaufführung, die Dokumentation „Joachim Prinz: I shall not be silent“ über den Rabbi Joachim Prinz, der in den dreißiger Jahren in Berlin wohl so etwas wie ein Rockstar war, in den USA Teil der Bürgerrechtsbewegung war und am 28. August 1963 bei der Hauptkundgebung des von ihm mitorganisierten Marsches auf Washington neben Dr. Martin Luther King, der dort seine legendäre „I have a dream“-Rede hielt, redete. Im Fokus der 50-minütigen Dokumentation stehen seine Jahre in den USA, vor allem als Teil der Bürgerrechtsbewegung.

Das vollständige Programm, mit den während der Filmpräsentation anwesenden Gäste finden Sie hier auf der Festivalhomepage. Die Filme werden vor allem im Potsdam Museum und dem Kino Arsenal (Berlin), mit Gastspielen im Filmkunst 66, Eiszeit und Toni, gezeigt.


Geglausert – die Gewinner des Friedrich-Glauser-Preis 2013

April 21, 2013

 

Das Syndikat, die Vereinigung deutschsprachiger Kriminalromanautoren, hat auf ihrer diesjährigen Criminale, die erstmals in der neutralen Schweiz stattfand, ihren Krimipreis, den Friedrich-Glauser-Preis, an diese Werke verliehen:

Roman

Kriegsgebiete, von Roland Spranger

Debüt

Tödliche Fortsetzung, von Marc-Oliver Bischoff

Kurzkrimi

Hackfleisch, von Regina Schleheck (in „Mordsgerichte)

Hansjörg-Martin-Preis (Kinder- und Jugendkrimipreis)

Elefanten sieht man nicht, von Susan Kreller

Ehrenpreis (für besondere Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur)

Gunter Gerlach

Nominiert waren.


Kleine Fitzek-mania

April 4, 2013

Fitzek - Der Nachtwandler - 3

Sebastian Fitzek hat einen neuen Psychothriller veröffentlicht.

„Der Nachtwandler“ heißt das Werk – und es ist ein typischer Pageturner-Fitzek mit einem überraschendem Ende.

Die Story: Der Schlafwandler Leon glaubt, dass er im Schlaf seine Freundin geschlagen hat. Er will herausfinden, was er im Schlaf tut und schnallt sich eine Kamera um. Als er am nächsten Tag die nächtlichen Aufnahmen ansieht, entdeckt er hinter einem Schrank eine Tür – und das ist nicht das einzige Geheimnis, das das noble Mietshaus beherbergt.

Zur Buchveröffentlichung unternimmt Sebastian Fitzek eine Unplugged-Lesetour. Denn dieses Mal gibt es nur den Mann, das Buch und ein Mikrofon. In einer Buchhandlung.

Am Dienstag war der Tourauftakt hier in Berlin in der SoSch-Buchhandlung (in den Gropius-Passagen) vor über zweihundert Fans. Fitzek las während der über neunzigminütigen Lesung mehrere Ausschnitte aus dem Roman (mehr als bei seinen vorherigen Lesungen), erzählte gewohnt kurzweilig Geschichten aus seinem Leben, beantwortete Fragen aus dem Publikum und signierte Bücher. Kurz gesagt: eine Lesung, die, bis auf die Sache mit dem Bücher signieren, auch einem Nicht-Fitzek-Fan gefallen kann.

Die weiteren Tourdaten (wobei etliche Lesungen bereits ausverkauft sein dürften) sind (schamlos kopiert von Sebastian-Fitzeks-Homepage):

04. April 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Delmenhorst
05. April 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Dülmen
08. April 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Kleinmachnow
11. April 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Erlangen
12. April 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Pforzheim
15. April 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Berlin
20. April 2013 Theaterstück Leverkusen
02. Mai 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Lübeck
03. Mai 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Hannover
06. Mai 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Schwerin
07. Mai 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Haldensleben
08. Mai 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Erfurt
10. Mai 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Neuenhagen bei Berlin
13. Mai 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Wunstorf
14. Mai 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Gescher
15. Mai 2013 Der Nachtwandler – Unplugged Dortmund
25. Mai 2013 Theaterstück München

Während der Lesung war auch das ZDF anwesend und nahm einige Bilder für ein kurzes Porträt auf, das am Freitag (also Morgen) im ZDF Morgenmagazin ausgestrahlt wird und danach in der Mediathek zu finden ist.

Bis dahin kann man sich diese einstündige Vorstellung von „Abgeschnitten“, dem Gemeinschaftswerk von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos ansehen (ja, die Macher hätten einen kleineren Bildausschnitt wählen können und sie hätten die Autoren nicht auf eine Couch setzen müssen):

Sebastian Fitzek: Der Nachtwandler

Knaur, 2013

320 Seiten

9,99 Euro

Hinweise

Homepage von Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Sebastian Fitzeks „Der Seelenbrecher“ (2008)

Meine Besprechung von Sebastian Fitzeks „Das Kind“ (2008)

Meine Besprechung von Sebastian Fitzeks „Splitter“ (2009)

Meine Besprechung von Sebastian Fitzeks “Der Augensammler” (2010)

Meine Besprechung von Sebastian Fitzeks “Der Augenjäger” (2011)

Meine Besprechung der Sebastian-Fitzek-Verfilmung „Das Kind“ (D 2012)


Die KrimiZeit-Bestenliste April 2013

April 4, 2013

Weil die arktischen Temperaturen nicht zum Biergartenbesuch einladen, kann man ja einigen Anregungen der KrimiZeit-Kritiker von ihrer April-Bestenliste genauer studieren:

1 (2) Joe R. Lansdale: Dunkle Gewässer

2 (3) Elmore Leonard: Raylan

3 (-) Sara Gran: Das Ende der Welt

4 (-) Giancarlo de Cataldo: Der König von Rom

5 (-) Derek Nikitas: Brüche

6 (-) Cathi Unsworth: Opfer

7 (-) Ian Rankin: Mädchengrab

8 (5) Madison Smartt Bell: Die Farbe der Nacht

9 (9) Paolo Roversi: Milano Criminale

10 (-) P.D.James: Der Tod kommt nach Pemberley

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Also sechs Neueinsteiger. Lansdale ist grandios (seine eben erschienene „Straße der Toten“ ebenfalls, aber das ist ein Horror-Western, oder so ähnlich), Leonard und Bell dito. „Mädchengrab“ von Ian Rankin ist ein neuer Rebus-Roman; – muss ich noch mehr sagen?


Die Nominierungen für den Thriller Award 2013

April 1, 2013

Die Autorenvereinigung International Thriller Writers (ITW) hat die Nominierungen für den diesjährigen Thriller Award verkündet:

BEST HARDCOVER NOVEL

Sean Chercover – THE TRINITY GAME (Thomas & Mercer)
Brian Freeman – SPILLED BLOOD (SilverOak)
Lisa Gardner – CATCH ME (Dutton Books)
Gregg Hurwitz – THE SURVIVOR (St. Martin’s Press)
William Landay – DEFENDING JACOB (Delacorte Press)

BEST FIRST NOVEL

Daniel Friedman – DON’T EVER GET OLD (Minotaur Books)
Owen Laukkanen – THE PROFESSIONALS (Putnam Adult)
Chris Pavone – THE EXPATS (Crown)
Matthew Quirk – THE 500 (Reagan Arthur Books)
Michael Sears – BLACK FRIDAYS (Putnam Adult)

BEST PAPERBACK ORIGINAL NOVEL

Blake Crouch – PINES (Thomas & Mercer)
Sean Doolittle – LAKE COUNTRY (Bantam)
Alison Gaylin – AND SHE WAS (Harper)
Alex Marwood – THE WICKED GIRLS (Penguin Books)
Michael W. Sherer – NIGHT BLIND (Thomas & Mercer)

BEST SHORT STORY

David Edgerley Gates – “The Devil to Pay” (Alfred Hitchcock’s Mystery Magazine)
Clark Howard – “The Street Ends at the Cemetery” (Ellery Queen’s Mystery Magazine)
Dennis Lehane – “The Consumers” (Mulholland Books)
Gordon McEachern – “The History Lesson” (Ellery Queen’s Mystery Magazine)
John Rector – “Lost Things” (Thomas & Mercer)

BEST YOUNG ADULT NOVEL

Michelle Gagnon – DON’T TURN AROUND (HarperCollins)
Andrew Klavan – IF WE SURVIVE (Thomas Nelson)
Dan Krokos – FALSE MEMORY (Hyperion Books CH)
Niall Leonard – CRUSHER (Delacorte Books for Young Readers)
William Richter – DARK EYES (Razorbill)

BEST E-BOOK ORIGINAL NOVEL

Jon Land – PANDORA’S TEMPLE (Open Road E-riginal)
CJ Lyons – BLIND FAITH (CJ Lyons)
Alexandra Sokoloff – HUNTRESS MOON (Alexandra Sokoloff)
Allen Wyler – DEAD END DEAL (Astor + Blue Editions)
Allen Wyler – DEAD WRONG (Astor + Blue Editions)

Die Preisverleihung ist am 13. Juli 2013 im Grand Hyatt Hotel in New York während des Thriller Fest.


Kleinkram

April 1, 2013

Bei Evolver hat Martin Compart sich mit „Pulp Master“-Mastermind Frank Nowatzki unterhalten.

Die April-Ausgabe von The Big Thrill ist online. Diese Mal unter anderem mit Interviews mit Jonathan Maberry, Linda Barnes (die ja leider seit Ewigkeiten nicht mehr übersetzt wird), Iris Johanson, Raymond Benson, Tom Bale und T. Jefferson Parker.

Wes Miller fragt sich: „What is a Mystery?“

Bis ich Ian Rankins neuen REBUS-Roman „Mädchengrab“ (Manhattan, 512 Seiten, Originaltitel: Standing in Another Man’s Grave) gelesen habe, könnt ihr die Besprechung von Ro Cuzon studieren.

Der deutsche Trailer für den neuen Film „Side Effects“ von Steven Soderbergh (der im Moment behauptet, dass das sein letzter Spielfilm sei) ist online:

So sieht das Plakat aus

Side Effects - Plakat

Besprechung, nach Sichtung, zum Kinostart am 25. April.

Gleiches gilt für „Oblivion“, den neuen Film von Tom Cruise (dessen Rollenauswahl in den vergangenen Jahren deutlich besser als die von Bruce Willis war; deshalb freue ich mich auch schon auf diesen Science-Fiction-Film), inszeniert von „Tron: Legacy“-Regisseur Joseph Kosinski und ab dem 11. April im Kino

Für den Film entwarfen die Jungs von Universal Pictures auch einige schöne Plakate

Oblivion - Teaser Tom Cruise

Oblivion - Teaser Brücke

Oblivion - Teaser Wasserfall

 

 

 


Everybody wants to kill Bruce

März 28, 2013

Okayokayokay, in dem Film wimmelt es von Anschlussfehlern, aber das ist vollkommen egal, denn wie Pierre-Alexandre Chauvat hier Leinwandauftritte von Bruce Willis mit denen von anderen Stars zusammenschnitt, die ihn alle umbringen willen, ist großes Theater:


Lauschen wir Sara Gran und Joe R. Lansdale

März 8, 2013

Berlins schönste Buchhandlung „Hammett“ (Support your local dealer!; dort gibt es auch Karten für die Lesungen) organisiert nächste Woche zwei Krimilesungen. Einmal mit Shooting-Star Sara Gran, einmal mit Legende Joe R. Lansdale und bevor ich jetzt eine stundenlange Eloge halte, liefere ich einfach die Fakten:

Gran - Das Ende der Welt

Sara Gran liest am Montag, den 11. März 2013, um 20:00 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr) im Ballsaal der Wirtschaft Max und Moritz (Oranienstraße 162, Nähe U8 Moritzplatz, U1/U8 Kottbusser Tor) aus ihrem neuen Kriminalroman „Das Ende der Welt“ (Claire DeWitt and the Bohemian Highway).

Den deutschen Lesungspart übernimmt die Schauspielerin Nicolette Krebitz.Thomas Wörtche moderiert.

Sara Grans erster Claire-DeWitt-Kriminalroman „Die Stadt der Toten“ wurde von der Presse ja breit abgefeiert (Ich fand ihn nicht so toll.) und erhielt den Deutschen Krimipreis. In „Das Ende der Welt“ will die Privatdetektivin Claire DeWitt herausfinden, wer in San Francisco ihren Ex-Freund Paul ermordete und die wertvollen Gitarren des Musikers stahl.

Vor Berlin besucht Sara Gran am 9. März Köln (lit.Cologne; Polizeipräsidium, Walter-Pauli-Ring 2 – 4, Beginn: 20.00 Uhr) und am 10. März München (BMW-Welt, Doppelkegel, Am Olympiapar, Beginn: 18.00).

Sara Gran: Das Ende der Welt

(übersetzt von Eva Bonné)

Droemer, 2013

368 Seiten

14,99 Euro

Lansdale - Dunkle Gewässer - 2

Joe R. Lansdale liest am Freitag, den 15. März, um 20:00 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr) im English Theatre Berlin (Fidicinstraße 40, Nähe U6 Platz der Luftbrücke) aus seinem neuen Roman „Dunkle Gewässer“ (Edge of Dark Water) und seine Tochter Kasey Lansdale sorgt für die musikalische Untermalung.

Daniel Haas moderiert, Adam Nümm übernimmt den deutschen Lesungspart.

Im Nachlass von May Lynn finden ihre Freundin Sue Ellen, Terry und Jinx einen Hinweis, der sie zur Beute von einem Banküberfall führt. Dummerweise wollen auch einige andere Personen, inclusive dem korrupten Constable, das Geld haben und auch der sagenumwobene Killer Skunk ist bei der Menschenjagd quer durch Osttexas während der Großen Depression dabei.

ein perfekter Noir-Roman“, sagt das Library Journal. Ich sage: Lesebefehl!

Nach Berlin fährt Joe R. Lansdale weiter nach Leipzig zur Buchmesse und danach zu einigen weiteren Städten. Alle Tourdaten gibt es hier.

Joe R. Lansdale: Dunkle Gewässer

(übersetzt von Hannes Riffel)

Tropen, 2013

320 Seiten

19,95 Euro


Die KrimiZeit-Bestenliste März 2013

März 8, 2013

Nach einigen Tagen Sonnenschein soll es am Wochenende ja wieder so richtig kalt werden und weil man dann seine warme Wohnung nicht verlassen will, kann man ja die März-Bestenliste der KrimiZeit als Inspiration nehmen:

1 (1) Reginald Hill: Rache verjährt nicht

2 (-) Joe R. Lansdale: Dunkle Gewässer

3 (-) Elmore Leonard: Raylan

4 (8) Håkan Nesser: Am Abend des Mordes

5 (-) Madison Smartt Bell: Die Farbe der Nacht

6 (-) Steve Hamilton: Der Mann aus dem Safe

7 (4) Åsa Larsson: Denn die Gier wird euch verderben

8 (10) Nicci French: Eisiger Dienstag

9 (-) Paolo Roversi: Milano Criminale

10 (3) Mike Nicol: Killer Country

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Gegen Joe R. Lansdale (demnächst in Deutschland), Elmore Leonard und Madison Smartt Bell (seine älteren Werke sind im Antiquariat ihres Vertrauens) kann nichts gesagt werde.

Oh, und: keine deutschen Autoren auf der Liste.


Kleinkram

März 5, 2013

Leistungsschutzrecht: Während in den Qualitätszeitungen noch überlegt wird, was am im Bundestag beschlossen wurde und das schlechte Gesetz bejammert wird, hat Netzwertig sich mal umgehört:

Genau die Unsicherheit, die sich nun über das digitale Deutschland ausbreitet, gehört zu den entscheidenden Kritikpunkten am Leistungsschutzrecht. Eine Gruppe, die ganz besonders unter der neuen Rechtslage leiden wird, sind junge Internetdienste, die sich direkt oder indirekt mit der automatisierten Aufbereitung von Onlineinhalten befassen und dabei zumindest gelegentlich auch Verlagscontent berücksichtigen. Die ersten Reaktionen diverser Startups und Webdienste illustrieren die Probleme, die nun auf die hiesige Onlinebranche zukommen.

Freischreiber, die Vereinigung der freien Journalisten, die das Gesetz von Anfang an ablehnte, weist auf ein spezielles, aber gar nicht so unwichtiges Problem hin:

Weil wir nicht glaubten und bis heute nicht glauben, dass sich dadurch das Problem der Finanzierung von Qualitätsjournalismus im Internet lösen lässt. Und weil wir befürchteten, dass so ein neues Recht für Verlage das strukturelle Ungleichgewicht zwischen freien Journalisten und Verlegern weiter vergrößern würde. (…)

Wirklich innovative Ideen, wie sich Online-Qualitätsjournalismus künftig rechnen kann, stehen dagegen weiter aus.

Viel schlimmer für freie Journalisten aber ist, dass das neue Gesetz die Zweitverwertung von Texten unmöglich machen könnte.

Denn der erstveröffentlichende Verlag hat in Zukunft durch das Leistungsschutzrecht für ein Jahr das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis – also den Text – zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen. Potenzielle Zweitkunden eines solchen Textes könnten deshalb aus Angst, das Leistungsschutzrecht des Verlags zu verletzen, vor einer Zweitnutzung zurückschrecken.

Oh, und einzelne Redakteure und Zeitungen, sagen jetzt, dass sie keine Anwendung des Leistungsschutzrechtes auf ihre Zeitungen und Artikel wünschen. Wobei sich natürlich die Frage stellt, ob ein Journalist das sagen darf, oder man nicht doch auf die Zeitung, bei der die Rechte für den Artikel liegen, hören soll.

Bei Criminal Element hat Brian Greene einen Lost Classic of Noir gefunden: David Goodis: The Blonde on the Street Corner (Ach, allein schon das Cover!).

Die März-Ausgabe von „The Big Thrill“ ist online. Unter anderem mit einem Interview mit Harlan Coben, einem mit Thomas Perry und vielem mehr.

Und der Wortvogel hat mir mit seiner ausführlichen Kommentierung eines „Zeit“-Artikels von Kerstin Kohlenberg über den Kampf gegen Raubkopierer anhand von „Cloud Atlas“ viel Arbeit abgenommen. Denn eine so lange und so einseitige Reportage, die sich nur den Nöten des Filmproduzenten widmet und keine anderen Sicht zulässt (Hey, vielleicht wollte das Publikum den Film einfach nicht sehen. Vielleicht war die Werbung schlecht. Vielleicht ist auch einfach der Film schlecht.) habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

Und, bei aller Sympathie für „Cloud Atlas“ (ein gut dreistündiger, milde philosphischer Science-Fiction-Film), dürfte das Zielpublikum für diesen Film nicht das Teenager-Multiplex-Publikum, sondern fünfzigjährige Bildungsbürger sein und ob die wirklich die Kundschaft für verwackelte Bilder sind, bezweifele ich stark.

Ach ja, hier geht’s zum „Zeit“-Artikel.


Leistungsschutzrecht – Meine 2 Cents dazu

März 2, 2013

Wie bekannt verabschiedete der Bundestag am Freitag das Leistungsschutzrecht. Genaugenommen die CDU/CSU/FDP-Regierungskoalition, gegen die Stimmen ihrer Netzpolitiker. Was sagt uns das, wenn ein Gesetz gegen die Mehrheit der Parteifachleute beschlossen wird?

Wie bekannt, sollte das Leistungsschutzrecht zuerst dazu führen, dass Google (und andere Suchmaschinen, die aber in Deutschland alle viel kleiner sind) für die Snippets bezahlen soll. Snippets sind diese kurzen Ausschnitte aus Texten, die dazu führen, dass ich wenigstens eine Ahnung habe, ob sich ein Klick lohnt, ober ob das nicht schon wieder die gleiche DPA-Meldung ist.

Wie bekannt – ich überspringe jetzt die lange Diskussion und die verschiedenen Argumente, weil iRights, Netzpolitik und Wikipedia das schöner aufgearbeitet haben -, wurde das Gesetz in letzter Minute geändert. Jetzt, so dachten fast Alle, sind Snippets doch erlaubt. Also, zum mitschreiben: das Gesetz, das Google betreffen sollte, betrifft Google nicht.

Wie bekannt haben jetzt all die „Qualitätszeitungen“, die vorher parteiischer als ein Lobbyverband pro Leistungsschutzrecht schrieben, Gegenmeinungen ignorierten oder diskreditierten, jetzt gegen das Leistungsschutzrecht, das vom Bundestag verabschiedet wurde, geschrieben, Gegenmeinungen veröffentlicht und ihnen recht gegeben.

Schon davor hat die Süddeutsche Zeitung (für die Jüngeren: für uns ältere Semester ist das eine Qualitätszeitung) einen kleinen Disclaimer (den ich jetzt nicht finde; vielleicht wurde er wegen des hohen Peinlichkeitsfaktors auch gelöscht) vor einige Artikel zum Leistungsschutzrecht gestellt. In ihm sagte die Tageszeitung, dass das Vorhaben umstritten sei und sie möglichst objektiv über das Für und Wider und die Anhörungen im Bundestag berichten wollten.

Das sollte eigentlich für einen Journalisten selbstverständlich sein.

Aber wenn eine Zeitung sich genötigt sieht, das so ausdrücklich zu sagen, dann sagen sie auch, dass sie mit dem kleinen Einmaleins des Journalismus, dem Pressekodex, gerade ein gewaltiges Problem haben.

Aber was steht eigentlich in dem Gesetz? Immerhin sollen Gesetze ja eine bestehende Unsicherheit beseitigen. Rechtsklarheit schaffen.

Nun, Spiegel Online beantwortet die wichtigsten Fragen:

1. Muss Google jetzt zahlen?

Wahrscheinlich nicht. (…)

2. Droht eine Prozesswelle?

Das kann im Moment niemand absehen, ausgeschlossen ist es aber nicht. (…)

3. Ist das Online-Geschäft der Verlage nun abgesichert?

Nein. (…)

4. Was bringt das Leistungsschutzrecht, wenn Google nicht zahlt?

(…)Betreffen könnte das Gesetz auch Apps wie Flipboard, die aus Nachrichten-Feeds unterschiedlicher Quellen personalisierte Tablet- oder Handy-Magazine machen.

5. Wer muss sich wofür um Lizenzen kümmern?

(…) Im Prinzip könnte wohl auch ein kommerzielles Blog von einer Suchmaschine Lizenzen für die Nutzung von längeren Textausschnitten verlangen.

6. Kann ich in meinem Blog weiter aus Artikeln zitieren?

Ja. Das Zitatrecht gilt weiterhin, auch für Verlagsangebote. Auch soziale Netzwerke wie Facebook, auf denen Artikel angerissen und geteilt werden, sind wahrscheinlich nicht betroffen. (…)

Öhem, alles klar?

Sehr schön finde ich diesen Hinweis, der eigentlich sagt, dass das Zitatrecht doch nicht immer gilt:

wann einer Schlagzeile zu viel Kontext beigemischt wird, ist ab sofort Auslegungssache

Also wieder zurück zu Schlagzeilen, die nichts über den Inhalt verraten, dann aber von neugierigen Lesern (Es könnte ja ein spannender Artikel sein.) angeklickt werden sollen.

Stefan Niggemeier hat beim Bundesverband der deutschen Zeitungsverleger (BDZV) nachgefragt, wie das jetzt mit den kleinen und kleinsten Textauszügen sei:

Auf meine Nachfrage widerspricht der BDZV dieser Interpretation:

Der Wille des Gesetzgebers, wie er auch heute in der Bundestagsdebatte ausgedrückt wurde, ist unverkennbar darauf gerichtet, kleinste Textausschnitte wie zum Beispiel Überschriften und einzelne Wörter, nicht vom Leistungsschutzrecht erfassen zu lassen; die längenmäßig darüber hinaus gehenden Auszüge jedoch schon. Die Äußerungen der Koalitionsvertreter in der Bundestagsdebatte dazu waren heute unmissverständlich. Die Google-Suchergebnisse gehen über die nicht erfassten Längen hinaus.“

Meine Frage, ob der BDZV die Art und Länge, in der Google und Google News gegenwärtig Snippets mit Inhalten von Verlagsseiten anzeigen, nach dem neuen Gesetz für zulässig hält, beantwortete der Verlegerverband explizit mit: »Nein.«

Die Suchmaschine Rivva, die ein Kollateralschaden des Leistungsschutzrechtes wäre (denn, wie gesagt, eigentlich ging es irgendwie immer nur um Google) hat schon die ersten Konsequenzen gezogen:

Da ich aber weder einen Rechtsstreit mit den Presseverlagen suche, noch (aus finanzieller Sicht) Lizenzen von ihnen erwerben könnte, stellen sich eigentlich nur zwei Optionen: Zurück zu den Wurzeln und sich allein auf Blogs fokussieren? Dagegen spricht jedoch sofort, dass es mir mit Rivva ungeheuer wichtig ist, eben genau eine Brücke zwischen den verschiedenen Medienformen zu schlagen. Bleibt die andere Möglichkeit …

No Snippet

Durch das Ausschließlichkeitsrecht der Verleger und dabei unvermeidbaren Ansteckungseffekten (wenn der Anreißer eines Blogs schon Verlagstext zitiert), sehe ich mich im Grunde genommen dazu gezwungen, auf Snippets auf rivva.de kategorisch zu verzichten. Die Frage ist, wie stark nehmen Infogehalt und Klickzahlen Schaden dadurch? Vom Anriss weiß man, dass er Interesse für den Beitrag wecken soll. Snippet = Teaser. Im Zweifel verlieren also uninformative Schlagzeilen. Oder gewinnen sie gerade, weil die Leser dann die Neugier treibt? Wer weiß …

Vor zwei Tagen habe ich die Länge der Vorschautexte auf 160 Zeichen beschränkt. Im Code ändere ich dafür zwei Bytes, auf der Titelseite ist der Unterschied dagegen riesig und gar nicht mal negativ. Vielleicht habe ich darüber eine andere Meinung, wenn ich es frisch neu designt vor mir habe, aber „No Snippet“ ist der rechte Weg. (…)

Dass jetzt Google der deutlichste Profiteur und deutsche Startups die deutlichsten Verlierer des heutigen Beschlusses sind, ist der Geburtsfehler dieses Gesetzes.

Im Moment sieht Rivva noch so aus

Screenshot_6

Wenn aber nur noch die Überschriften da stehen, dann wird Rivva – leider – ziemlich überflüssig für mich. Vor allem wenn die Überschriften nicht allzu genau den Textinhalt beschreiben sollen.

Auch einige andere werden sich umstellen. Die Alligatorpapiere können als Überblick über die in Deutschland erschienenen Krimi-Rezensionen quasi dicht machen. Die Krimidepesche und Bildblog können, wie sie es schon weitgehend tun, locker auf Blogs, Beiträge des ÖR-Rundfunks (die Privaten scheinen nichts zu veröffentlichen) und nicht-deutsche Zeitungen verlinken.

Aber vielleicht kommt die Politik doch noch zur Besinnung und wir erleben bei dem Leistungschutzrecht ein Deja Vu. Erinnert ihr euch noch an die Netzsperren gegen Kinderpornographie? Da verabschiedete der Bundestag ein Zugangserschwerungsgesetz, das nach der Bundestagswahl umstandslos eingestampft wurde.

Also: der Kampf geht weiter; – auch wenn ich hier in der Kriminalakte wenig dazu beitrug.


Prämierte Drehbücher online verfügbar

Februar 11, 2013

Kurz bevor wichtige Filmpreise, wie die Golden Globes und die Oscars, vergeben werden, machen die Produktionsfirmen etliche  der prämierten Drehbücher online verfügbar und Filmfans around the Globe können sich bedienen:

Chris Terrio: Argo (meine Besprechung)

Rian Johnson: Looper (meine Besprechung – und demnächst auch einige Worte zur DVD)

John McLaughlin: Hitchcock (meine Besprechung der Vorlage; der Film startet demnächst)

Bridget O’Connor/Peter Straughan: Tinker, Tailer, Soldier, Spy (meine Besprechung der John-le-Carré-Verfilmung „Dame, König, As, Spion“)

Michael Haneke: Liebe (Amour – englische Fassung; meine Besprechung)

Quentin Tarantino: Django Unchained (meine Besprechung)

John August: Frankenweenie (meine Besprechung des tollen Tim-Burton-Films)

Ronald Harwood: Quartet (meine Besprechung von Dustin Hoffmans Regiedebüt)

John Gatins: Flight (meine Besprechung)

Tony Kushner: Lincoln (meine Besprechung)

Mark Boal: Zero Dark Thirty (meine Besprechung)

Evan Daugherty, John Lee Hancock, Hossein Amini: Snow White and the Huntsman (meine Besprechung dieser Variante von Schneewittchen)

John Krasinski/Matt Damon: Promised Land

David Magee: Life of Pi

Richard Nelson: Hyde Park on Hudson (deutscher Titel: Hyde Park am Hudson, Kinostart: 28. Februar)

Nicholas Jarecki: Arbitrage (Drama mit Richard Gere und Susan Sarandon, deutscher Kinostart unklar)

Cinco Paul/Ken Daurio: Dr. Seuss‘ The Lorax

Rashida Jones/Will McCormack: Celeste and Jesse Forever (deutscher Titel: „Celeste & Jesse – Beziehungsstatus: Es ist kompliziert“, Kinostart: 14. Februar)

Ol Parker: The Best Exotic Marigold Hotel

Lucy Alibar/Benh Zeitlin: Beasts of the Southern Wild

Tom Stoppard: Anne Karenina

James Ponsoldt/Susan Burke: Smashed

David O. Russell: Silver Linings Playbook (deutscher Titel: Silver Linings)

Jacques Audiard/Thomas Bidegain: Rust and Bone (na, das müsste „De Rouille et D’Os“ bzw. „Der Geschmack von Rost und Knochen“ sein)

David Lindsey-Abaire: Rise of the Guardians

Stephen Chbosky: The Perks of being a Wallflower

Christopher Butler: ParaNorman

Phil Johnson/Jennifer Lee: Wreck it Ralph

Wes Anderson/Roman Coppola: Moonrise Kingdom

Ava DuVernay: Middle of Nowhere

Paul Thomas Anderson: The Master

William Nicholson, Alain Boublil, Claude-Michel Schönberg, Herbert Kretzmer: Les Misérables (ein Musical, Kinostart: 21. Februar)

Judd Apatow: This is 40

Seth MacFarlane/Alec Sulkin/Wellesly Wild: Ted

Ben Lewin: The Sessions

Und hier, bei den 2012 nominierten Drehbüchern, gibt es auch noch einige Treffer.


Die KrimiZeit-Bestenliste Februar 2013

Februar 7, 2013

Die Bestenliste der KrimiZeit für den närrischen Februar:

1 (8) Reginald Hill: Rache verjährt nicht

2 (1) Friedrich Ani: Süden und das heimliche Leben

3 (2) Mike Nicol: Killer Country

4 (7) Åsa Larsson: Denn die Gier wird euch verderben

5 (-) Nick Stone: Todesritual

6 (6) Roger Smith: Stiller Tod

7 (4) Merle Kröger: Grenzfall

8 (-) Håkan Nesser: Am Abend des Mordes

9 (-) Rick de Marinis: Götterdämmerung in El Paso

10 (-) Nicci French: Eisiger Dienstag

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Endlich hat die „Götterdämmerung in El Paso“ es in die Liste geschafft.


Die Nominierungen für den Friedrich-Glauser-Preis 2013

Februar 6, 2013

Das Syndikat, die Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren, hat die Nominierungen für ihren diesjährigen Friedrich-Glauser-Preis veröffentlicht:

Bester Kriminalroman

-ky: Unterm Fallbeil (Jaron)

Wolfgang Burger: Die falsche Frau (Piper)

Thomas Raab; Der Metzger bricht das Eis (Piper)

Roland Spranger – Kriegsgebiete (Bookspot)

Andrea Weibel – Steinherz (Cosmos)

Bestes Debüt

Marc-Oliver Bischoff: Tödliche Fortsetzung (Grafit)

Jan Hellstern: Kinder des Bösen (Kein & Aber)

Katharina Höftmann: Die letzte Sünde (atb aufbau)

Mechthild Lanfermann: Wer im Trüben fischt (btb)

Stephan Ludwig: Zorn – Tod und Regen (Fischer)

Bester Kurzkrimi

Gunter Gerlach: Lügen in Lünen (in: “Kalendarium des Todes”, Grafit)

Peter Probst: Das Wunder von Werne (in: “Kalendarium des Todes”, Grafit)

Regina Schleheck: Hackfleisch (in: “Mordsküche”, Der kleine Buchverlag)

Elmar Tannert: Unter dem Apfelbaum (in: “Tatort Garten”, ars vivendi)

Sabine Trinkaus: Agnus Dei (in: “Schöner Morden im Norden”, Pendragon)

Hansjörg-Martin-Preis 2013 (Kinder- und Jugendkrimi)

Kirsten Boie: Der Junge, der Gedanken lesen konnte (Oetinger)

Wulf Dorn: Mein böses Herz (cbt)

Elisabeth Herrmann: Schattengrund (cbt)

Susan Kreller: Elefanten sieht man nicht (Carlsen)

Jutta Wilke: Wie ein Flügelschlag (Coppenrath)

Friedrich-Glauser-Ehrenpreis 2013

Gunter Gerlach

Die Verleihung der Glauser-Preise ist am 20. April auf der Criminale, dem „größten Krimifestival Europas“ oder „das grösste deutschsprachige Krimifestival Europas“ (die Criminale-Kriminalisten rätseln noch) in Bern.