Die Glauser-Gewinner 2021

April 26, 2021

Am Wochenende hat das Syndikat, der Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur, die Glauser-Preise für besonders gelungene deutschsprachige Kriminalwerke vergeben. Gewonnen haben:

Bester Roman

Tommie Goerz: Meier, ars vivendi

Bester Debüt-Kriminalroman

Noll, Laura: Der Tod des Henkers. Gmeiner-Verlag

Bester Kurzkrimi

Raoul Biltgen mit „Der ruhende Pol“ In: Les Cahiers Luxembourgoises, 3/2020

Bester Kinderkrimi

Jana Scheerer: Geister sind unser Geschäft, Verlag Woow Books

Bester Jugendkrimi

Andreas Götz: Wir sind die Wahrheit, Verlag Dressler

Ehren-Glauser

Angela Eßer

Alle Nominierungen finden Sie hier.


Die Glauser-Nominierungen 2021 – und die Gewinner des Deutschen Krimipreis

Februar 4, 2021

Jedes Jahr zum Geburtstag von Friedrich Glauser, dieses Jahr sogar zu seinem 125. Geburtstag, verkündet das Syndikat, der Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur, die Nominierungen für seinen Preis. Den Glauser. Verliehen wird er online am Samstag, den 24. April 2021.

Nominiert sind:

Bester Roman

Zoë Beck: Paradise City, Suhrkamp

Oliver Buslau: Feuer im Elysium, emons

Tommie Goerz: Meier, ars vivendi

Christoph Heiden: Zurück im Zorn, Gmeiner

Stefan Slupetzky: Im Netz des Lemming, Haymon

Bester Debüt-Kriminalroman

Grandl, Peter: Turmschatten. Verlag Das neue Berlin

Horvath, Michael: Wiener Hundstage. Emons-Verlag

Noll, Laura: Der Tod des Henkers. Gmeiner-Verlag

Riffko, Ben: Grünes Öl. Heyne

Ruschel, Rudolf: Ruhet in Friedberg. Btb

Bester Kurzkrimi

Raoul Biltgen mit „Der ruhende Pol“ In: Les Cahiers Luxembourgoises, 3/2020

Katja Bohnet mit „Die Schwarzfahrerin“ In: Rentier, Raubmord, Rauschgoldengel. Knaur 2020

Joe Fischler: „Konrad war ein guter Mann“ In: Stille Nacht, nie mehr erwacht. Krimis für die kalte Jahreszeit. Rowohlt Taschenbuch Verlag 2020

Regina Schleheck: „Peinlich“ In: Diebe, Mörder, Galgenstricke. Wellhöfer 2020

Leif Tewes: „Der Sinn des Lebens“ In: Banken, Bembel und Banditen. Gmeiner 2020

Bester Kinderkrimi

Sven Gerhardt: Mister Marple und die Schnüfflerbande – Die Erdmännchen sind los, Verlag CBJ

Jana Scheerer: Geister sind unser Geschäft, Verlag Woow Books

Oliver Schlick: Rory Shy, der schüchterne Detektiv, Verlag Ueberreuter

Bester Jugendkrimi

Andreas Götz: Wir sind die Wahrheit, Verlag Dressler

Hansjörg Nessensohn: Delete Me, Verlag Ueberreuter

Ursula Poznanski: Cryptos, Verlag Loewe

Ehren-Glauser

Angela Eßer in Würdigung ihres bereits zwei Jahrzehnte andauernden, herausragenden Engagements im Bereich der deutschsprachigen Kriminalliteratur.

Und, als schneller Nachtrag: der 37. Deutsche Krimipreis (DKP) ging Ende Dezember an folgende Kriminalromane, die „dem Genre literarisch gekonnt und inhaltlich originell neue Impulse geben“:

National:

1. Platz: Zoë Beck: Paradise City (Suhrkamp)

2. Platz: Max Annas: Morduntersuchungskommission. Der Fall Melchior Nikoleit (Rowohlt)

3. Platz: Frank Göhre: Verdammte Liebe Amsterdam (CulturBooks)

International:

1. Platz: Denise Mina: Götter und Tiere (Gods and Beasts) deutsch von Karen Gerwig (Argument/Ariadne)

2. Platz: Garry Disher: Hope Hill Drive (Peace) deutsch von Peter Torberg (Unionsverlag)

3. Platz: Young-ha Kim: Aufzeichnungen eines Serienmörders (Salinja-ui gieok-beob) deutsch von Inwon Park (cass verlag)

 

 

 


Die Glauser-Gewinner 2020

April 20, 2020

Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten:

a) diesen Text lesen und sofort erfahren, wer dieses Jahr vom Syndikat, dem Autorennetzwerk zur Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur, die Glauser-Preise erhielt

(Hinweis: Namensgeber für den Preis ist Friedrich Glauser. Im Unionsverlag erschienen seine grandiosen Wachtmeister-Studer-Romane vor einigen Tagen in einer preiswerten Gesamtausgabe, die auf der Werkausgabe des Limmat Verlags beruht.)

b) sich die Aufzeichnung der Preisverleihung ansehen:

Also dann:

Bester Kriminalroman

Jürgen Heimbach: Die Rote Hand, weissbooks.w

nominiert

Lena Avanzini: Am Ende nur ein kalter Hauch, Haymon

Ludwig Cardano: Die Glocke, braumüller

Romy Hausmann: Liebes Kind, dtv

Hoeps & Toes: Die Cannabis-Connection, unionsverlag

Bestes Debüt

Lioba Werrelmann: Hinterhaus, Bastei Lübbe

nominiert

Kai Havaii: Rubicon, Rütten & Loening

Thorsten Kirves: Der Aussteiger, Droemer

Patrick Lorenz: Zwei Millionen in kleinen Scheinen, Emons

Ricarda Oertel: Nordfinsternis, Emons

Bester Kurzkrimi

Sunil Mann mit Der Watschenmann, in: Blutige Lippe 3, Ventura Verlag

nominiert

Raoul Biltgen mit Harmlos, in: Mordsmäßig Münchnerisch 2, Hirschkäfer Verlag

Katja Bohnet mit D für Drive, in: Lametta, Lichter, Leichenschmaus, Knaur Verlag

Richard Fliegerbauer mit Nachtschicht, in: Woidbluad, HePeLo Verlag, Edition Golbet

Julia Hofelich mit Opfer, in: Geschmackvoll morden, Wellhöfer Verlag

Bester Kinderkrimi

Charlotte Habersack: Bitte nicht öffnen, Feurig, Carlsen Verlag

nominiert

Jonathan Cole: Dracula Junior, Vorsicht Vampirjäger, Edel Verlag

Andrea Martin: Die Geheimnisse von Oaksend – Die Monsterprüfung, CBJ Verlag

Jana Scheerer: Gefahr ist unser Geschäft, Verlag Woow Books

Annelies Schwarz: Aprilregen, Obelisk Verlag

Bester Jugendkrimi

Wulf Dorn: 21 Dunkle Begleiter, CBJ Verlag

nominiert

Marie Golien: Cainstorm Island – Der Gejagte, Verlag dtv

Andreas Gruber: Code Genesis . sie werden dich finden, CBJ Verlag

Ehren-Glauser

Nina George


Die Glauser-Gewinner 2018

Mai 6, 2018

Irgendwo im Osten, gestern nach Sonnenuntergang: Das Syndikat, die ehrenwerte Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren und -autorinnen, verleiht ihren jährlichen Friedrich-Glauser-Preis:

Bester Kriminalroman

Jutta Profijt: Unter Fremden, dtv

nominiert

Raoul Biltgen: Schmidt ist tot, Verlag Wortreich

Alfred Bodenheimer: Ihr sollt den Fremden lieben, Nagel & Kimche

Ellen Dunne: Harte Landung, Insel Taschenbuch

Monika Geier: Alles so hell da vorn, Ariadne

Bestes Debüt

Harald J. Marburger: Totengräberspätzle, Emons

nominiert

Hannah Coler: Cambridge 5, Limes Verlag

Kerstin Ehmer: Der weiße Affe, Pendragon

Gereon Krantz: Unter pechschwarzen Sternen, ProTalk Verlag

Takis Würger: Der Club, Kein & Aber

Bester Kurzkrimi

Karr & Wehner (Reinhard Jahn und Walter Wehner) mit Hier in Tremonia, in: Killing You Softly, KBV

nominiert

Klaus Berndl mit Feueralarm, in: Feuerspuren, edition karo

Thomas Kastura mit Der Zuschauer, in: Kerzen, Killer, Krippenspiel, Knaur

Henry Kersting mit Der Blaue, in: Rache brennt, Verlag am Schloss

Cécile Ziemons mit Dünensingen, in: Feinste Friesenmorde, Leda Verlag

Hansjörg-Martin-Preis

Ortwin Ramadan: Glück ist was für Anfänger, Coppenrath

nominiert

Tanya Lieske: Mein Freund Charlie, Beltz & Gelberg

Christian Linker: Der Schuss, dtv

Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten, Beltz & Gelberg

Martin Schäuble: Endland, Hanser


Die Nominierungen für den Friedrich-Glauser-Preis 2018

Februar 4, 2018

Das Syndikat, die Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur, hat die diesjährigen Nominierungen für den Friedrich-Glauser-Preis bekannt gegeben. Die Preisverleitung ist am 5. Mai auf der Criminale in Halle.

Nominiert sind:

Bester Kriminalroman

Raoul Biltgen: Schmidt ist tot, Verlag Wortreich

Alfred Bodenheimer: Ihr sollt den Fremden lieben, Nagel & Kimche

Ellen Dunne: Harte Landung, Insel Taschenbuch

Monika Geier: Alles so hell da vorn, Ariadne

Jutta Profijt: Unter Fremden, dtv

Bester Debüt-Kriminalroman

Hannah Coler: Cambridge 5, Limes Verlag

Kerstin Ehmer: Der weiße Affe, Pendragon

Gereon Krantz: Unter pechschwarzen Sternen, ProTalk Verlag

Harald J. Marburger: Totengräberspätzle, Emons

Takis Würger: Der Club, Kein & Aber

Bester Kurzkrimi

Klaus Berndl mit Feueralarm, in: Feuerspuren, edition karo

Karr & Wehner (Reinhard Jahn und Walter Wehner) mit Hier in Tremonia, in: Killing You Softly, KBV

Thomas Kastura mit Der Zuschauer, in: Kerzen, Killer, Krippenspiel, Knaur

Henry Kersting mit Der Blaue, in: Rache brennt, Verlag am Schloss

Cécile Ziemons mit Dünensingen, in: Feinste Friesenmorde, Leda Verlag

Hansjörg-Martin-Preis (bester Kinder- und Jugendkrimi)

Tanya Lieske: Mein Freund Charlie, Beltz & Gelberg

Christian Linker: Der Schuss, dtv

Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten, Beltz & Gelberg

Ortwin Ramadan: Glück ist was für Anfänger, Coppenrath

Martin Schäuble: Endland, Hanser

Ehrenglauser

Edith Kneifl in Würdigung ihres Engagements für die Kriminalliteratur

Herzlichen Glückwunsch an alle Nominierten.


Die Glauser-Preisträger 2017

Mai 6, 2017

Das Syndikat hat die diesjährigen Glauser-Preise vergeben:

Gewinner in der Sparte „Kriminalroman“

Bernhard Aichner mit Interview mit einem Mörder, Haymon

nominiert

Simone Buchholz: Blaue Nacht, Suhrkamp Nova

Christian v. Ditfurth: Zwei Sekunden, carl’s books

Sunil Mann: Schattenschnitt, Grafit

Sven Stricker: Sörensen hat Angst, rororo

Gewinner in der Sparte „Debüt-Kriminalroman“

Frank Schlößer mit Der letzte Pfeil, Emons

nominiert

Peter Gallert und Jörg Reiter: Kopfjagd, Emons

Ule Hansen: Neuntöter, Heyne

Gerhard Jäger: Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod, Blessing Verlag

Sofie Rathjens: Aschenkind, Aufbau Verlag

Gewinner in der Sparte „Kurzkrimi“

Thomas Kastura mit Genug ist genug, in: Plätzchen, Punsch und Psychokiller, Knaur

nominiert

Raoul Biltgen: Helden – ein Wiener Mosaik, in: Tatort Hofburg, Falter Verlag

Peter Godazgar: Sicherheit ist planbar, in: Handwerk hat blutigen Boden, KBV

Petra Ivanov: Das Geständnis, in: Mord in Switzerland, Band 2, Appenzeller Verlag

Ella Theiss: Sehnsucht, in: Suche Trödel, finde Leiche, KBV

Gewinner des Hansjörg-Martin-Preises

Alexandra Fischer-Hunold mit Lord Gordon – Ein Mops in königlicher Mission, Ravensburger

nominiert

Anja von Kampen: Knietzsche und das Hosentaschen-Orakel, Mixtvision

Manuela Martini: Kristallträne, Arena

Ursula Poznanski: Elanus, Loewe

Susanne Schmidt: Merjem, Jacoby Stuart

Ehrenglauser

Sigrun Krauß

Herbert Knorr

(via der ehrenwerten Gesellschaft)


Die Glauser-Preisträger 2015

Mai 4, 2015

Das Syndikat, die Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur (A.I.E.P.), hat die diesjährigen Glauser-Preise verliehen:
Kriminalroman
Tom Hillenbrand: Drohnenland (KiWi)
nominiert:
Mechthild Borrmann: Die andere Hälfte der Hoffnung (Droemer)
Kai Hensel: Sonnentau (Frankfurter Verlagsanstalt)
Stephan Kaluza: 30 Keller (Frankfurter Verlagsanstalt)
Till Raether: Treibland (Rowohlt)

Kriminalroman Debüt
Sascha Arango: Die Wahrheit und andere Lügen (C. Bertelsmann)
nominiert:
Angelika Felenda: Der eiserne Sommer (Suhrkamp Nova)
Andre Georgi: Das Tribunal (Suhrkamp)
Dirk van Versendaal: Die Engel warten nicht (btb)
Charly Weller: Eulenkopf (KBV)

Kriminal-Kurzkrimi
Christiane Geldmacher: Fanpost (in: online ins jenseits, Grafit Verlag)
nominiert:
Klaus Berndl: Bad Herzenwerder (in: Heute hier, morgen Mord, S. Fischer Verlag)
Roger M. Fiedler: Killshot-App (in: online ins jenseits, Grafit Verlag)
Elke Pistor: Ziegengeschwister (in: Ebbe, Flut und Todeszeiten, KBV Verlag)
Horst Prosch: Süß klangen die Glocken nie (in: RauschGiftEngel, Ars vivendi Verlag)

Hans-Jörg-Martin-Preis (Kinder- und Jugendkriminalroman)
Ulrike Rylance/Lisa Hänsch: Penny Pepper – Alles kein Problem (dtv Junior)
nominiert
Kaja Bergmann: Der Mephisto-Deal (Bookspot)
Lisa Dickreiter/Winfried Oelsner: Max und die wilde Sieben: Das schwarze Ass (Oetinger)
Lukas Erler: Brennendes Wasser (Arena)
Jaromir Konecny: Tote Tulpen (dtv)

Ehrenglauser
Heikedine Körting
und ihr Team in Würdigung ihres Engagements für ihr Gesamtwerk auf dem Gebiet des Kriminal-Hörspiels vor allem im Kinder- und Jugendbereich

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern – auch wenn ich, mal wieder, keinen der nominierten und ausgezeichneten Werke gelesen habe.
Dabei wollte ich den Arango wirklich lesen.


Der Friedrich-Glauser-Preis 2014: die Preisträger

Mai 26, 2014

„Das Syndikat“, der Zusammenschluss deutschsprachiger Krimi-Autoren, verlieh den diesjährigen Friedrich-Glauser-Preis an
Bester Roman
Judith Taschler: Die Deutschlehrerin (Picus)

Bestes Debüt
Harald Gilbers: Germania (Knaur)

Bester Kurzkrimi
Alexander Pfeiffer: Auf deine Lider senk ich Schlummer (aus „Küche, Diele Mord“ [KBV])

Hansjörg-Martin-Preis (Kinder- und Jugendkrimipreis)
Alice Gabathuler: NO_WAY_OUT (Thienemann)

Friedrich-Glauser-Ehrenpreis (für besondere Verdienste)
Hermann-Josef ‚Hejo‘ Emons (Verleger, Emons-Verlag)


Über „Secret Service – Jahrbuch 2013“

Mai 15, 2013

 

Syndikat - Secret Service Jahrbuch 2013

Am bewährten Konzept von seinem Jahrbuch „Secret Service“ hat das Syndikat, Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur AIEP/IACW, nichts geändert: es gibt oft erstaunlich kurzweilige Erlebnisberichte von Autoren von ihren Lesungen und Veranstaltungen während der Criminale, dem, hm, jährlichen Klassentreffen der Krimiautoren, Kurzkrimis, etwas Gehirnfutter, dieses Mal vor allem von Prof. Dr. med. Burkhard Madia über „Rechtsmedizin – unerkannte Morde“, Thomas Przybilkas Überblick über „Wichtige Sekundärliteratur zur Kriminalliteratur“ und die immer lesenswerten Befragungen der 2012er Glauser-Preisträger, bei denen die Herausgeber immer noch verschweigen, welche Glauser-Preise Michael Theurillat, Lena Avanzini, Nina George, Maja von Vogel und Thomas Przybilka erhielten.

 

Also: Michael Theurillauts „Rütlischwur“ (Ullstein) war der beste Roman, Lena Avanzinis „Tod in Innsbruck“ (emons) das beste Debüt, Nina Georges „Das Spiel ihres Lebens“ (in „Scharf geschossen“ [KBV]) der beste Kurzkrimi, Maja von Vogels „Nachtsplitter“ (dtv) erhielt den Hansjörg-Martin-Preis (aka bester Kinder- und Jugendkrimi) und Thomas Przybilka erhielt – verdient – den Friedrich-Glauser-Ehrenpreis für besondere Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur.

 

Witzig ist Andreas Grubers „Wie man keinen erfolgreichen Roman schreibt“. Ich befürchte allerdings, dass einige die ironisch gemeinten Ratschläge für bare Münze nehmen.

 

Viel zu knapp ist Marc Ritters „Das E-Book: Gestern – Heute – Morgen“. Der auf einem zweistündigem Vortrag basierende Text bleibt nämlich zu sehr an der Oberfläche.

 

Ziemlich ärgerlich ist „UrhG! Auch das noch“ von Angela Eßer und Nina George, die die Aktionen des Syndikats zum Urheberrecht Revue passieren lassen und marktschreierisch auf dem Debattenstand von vor ungefähr einem Jahr verharren, inclusive Selbstwidersprüchen. So polemisieren sie zuerst über „krude Ideen von der Kulturflatrate, der Kulturmark, ‚Freemium-Geschäftsmodellen’“, die von den „Hardlinern gegen das Urheberrecht“, die da wären „von der Netzpolitik, von einer Handvoll dauerpublizierender Netzaktivisten, unterstützt von Giganten wie Google, Amazon und Apple“, verfochten werden. Wenige Seiten später, nachdem sie das derzeitige Modell von Bibliothekstantiemen und sonstigen Abgaben (dass Studiengebühren auch dazu gehören, war mir neu), die über die VG Wort an die dort gemeldeten Autoren (aufgrund der von ihnen gemeldeten Texte) jährlich ausgeschüttet werden, erläutert haben, fordern sie „die Übertragung dieses Rechte-Kreislaufs auf das Internet“. Hm, klingt irgendwie nach Kulturflatrate.

 

Der gesamte Text ist nicht besonders zielführend, wenig zukunftsweisend, rennt lautstark mit einem „JA zum Urheberrecht!“ offene Scheunentüre ein, ohne auf die wirklich interessante Frage, wie das Urheberrecht an die digitale Welt angepasst werden soll, einzugehen.

 

Aber auch die von VG Wort jüngst initiierte und im Netz ziemlich lautlos verhallte Initiative „Wir geben 8“ ist da in ihrem Festhalten am Bestehenden keinen Schritt weiter, spricht sich aber gegen Fair Use (als ob Google Books ein Standard-Fair-Use-Fall wäre) und Remixe (als ob Romane, wie Filme oder Songs, in einer Cut-and-Paste-Technik geremixed würden) aus.

 

Und gerade nachdem letztes Jahr so engagiert über das Urheberrecht diskutiert wurde, hätte das Syndikat in der diesjährigen Ausgabe seines Jahrbuchs das Thema durchaus mit sich widersprechenden Meinungen in einem Streitgespräch oder verschiedenen Texten behandeln oder einen von diesen „Hardlinern gegen das Urheberrecht“ um einen Text bitten können.

 

Aber aus den vielen Mafia-Filmen wissen wir, dass das Syndikat keine anderen Meinungen zulässt und Störenfriede gerne in der Wüste verbuddelt oder den nächsten Fluss, gerne mit Betonschuhen, wirft.

 

 

Zwei Lesetipps: Anne Chaplet, aka Cora Stephan, hat in ihrer Kolumne über die diesjährige Criminale ähnliche Punkte mit einem ähnlichen Tenor angesprochen.

 

Stefan Niggemeier hat bei der VG Wort mal nachgefragt – und keine richtige Antwort auf seine Fragen zur „Wir geben 8“-Kampagne erhalten.

 

 

Syndikat (Hrsg.): Secret Service – Jahrbuch 2013

 

Gmeiner, 2013

 

320 Seiten

 

9,99 Euro

 

 

Hinweise

 

Homepage vom Syndikat

 

Meine Besprechung von „Secret Service – Jahrbuch 2009“

 

Meine Besprechung von „Secret Service – Jahrbuch 2011“

 

Meine Besprechung von „Secret Service – Jahrbuch 2012“

 

 


Geglausert – die Gewinner des Friedrich-Glauser-Preis 2013

April 21, 2013

 

Das Syndikat, die Vereinigung deutschsprachiger Kriminalromanautoren, hat auf ihrer diesjährigen Criminale, die erstmals in der neutralen Schweiz stattfand, ihren Krimipreis, den Friedrich-Glauser-Preis, an diese Werke verliehen:

Roman

Kriegsgebiete, von Roland Spranger

Debüt

Tödliche Fortsetzung, von Marc-Oliver Bischoff

Kurzkrimi

Hackfleisch, von Regina Schleheck (in „Mordsgerichte)

Hansjörg-Martin-Preis (Kinder- und Jugendkrimipreis)

Elefanten sieht man nicht, von Susan Kreller

Ehrenpreis (für besondere Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur)

Gunter Gerlach

Nominiert waren.


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