Mörderischer Herbst X – Knaur Taschenbuch

Juli 24, 2008

Ein neuer Roman von Val McDermid, weitere bekannte Namen und einige Debüts bestimmen das Programm von Knaur Taschenbuch. Das vollständige Krimiprogramm sieht so aus:

Oktober

Giles Blunt: Eisiges Herz (Taschenbuch-Ausgabe)

November

Peter Abrahams: Gerissen (Eine junge, idealistische Schriftstellerin glaubt, dass ein Mann unschuldig als Raubmörder verurteilt wurde. Wenn sie sich da mal nicht irrt. – Neuer Thriller eines mehrfach für den Edgar nominierten Autors.)

Michael Böckler: Tödlicher Tartufo (Der zweite Fall für Hippolyt Hermanus – Taschenbuch-Ausgabe)

Vena Cork: Augen in der Nacht (Taschenbuch-Ausgabe)

Tim Green: Kesseltreiben (Immobilienmakler Thane Coder wird durch den Mord an einem Freund reich. Da verdächtigt ihn der Sohn des Opfers als Täter und das hoffentlich spannende Psychoduell beginnt. -Zurückgezogen)

Douglas Preston/Lincoln Child: Maniac – Der Fluch der Vergangenheit (Ein neuer Fall für Special Agent Pendergast – Taschenbuch-Ausgabe)

Maurice Philip Remy: Mogadischu Welcome – Das Entführungsdrama der Landshut (der Tatsachen-Thriller zum gleichnamigen ARD-TV-Film. Ob das Buch jetzt ein Sachbuch oder der Roman zum Film ist, wird in der Werbung nicht richtig deutlich.)

Dezember

Thomas Kastura: Der vierte Mörder (Klemens Raupachs erster Fall – Taschenbuch-Ausgabe)

Damien Lewis: Cobra Gold (Libanon 1979: britische Elitesoldaten rauben in Beirut den Goldvorrat einer großen Bank. Zwanzig Jahre später wollen sie das versteckte Gold abholen. Doch sie sind nicht die einzigen. – Beruht teilweise auf Tatsachen.)

Val McDermid: Schleichends Gift (Tony Hill und Carol Jordan ermitteln.)

Michael White: Der Orden der schwarzen Sphinx (Mysterythriller: ein Polizeifotograf stößt bei seinen Ermittlungen in einer aktuellen Mordserie auf eine ähnliche Mordserie, die vor 150 Jahren geschah. Der Orden der schwarzen Spinx scheint etwas damit zu tun zu haben.)

Januar

Karin Alvtegen: Schatten (Taschenbuch-Ausgabe)

Beverly Barton: Killing Beauties (Polizistin Lindsay McAllister jagt zwei Serienkiller, die ehemalige Schönheitsköniginnen umbringen.)

John Farrow: Eishauch (Montreal: Detective Emil Cinq-Mars findet am Heiligabend die bestialisch ermordete Leiche seines besten Informanten. Er glaubt, dass er von einem Polizisten ermordet wurde. Aber es gibt auch Spuren zu rivalisierenden Motorradgangs, der russischen Mafia, der Cosa Nostra und der CIA. – Genug Stoff für über 500 Seiten.)

Reginald Hill: Der Wald des Vergessens (Taschenbuch-Ausgabe)

Jean-Michel Sakka: Horus – Das Jenseits ist nur einen Schritt entfernt (In diesem Mysterythriller will eine religiöse Sekte verhindern, dass Genforscher Joel Costes den Schlüssel zur Unsterblichkeit findet.)

Chris Simms: Totenhaut (In seinem zweiter Fall jagt Detective Inspector Jon Spicer in Manchester einen Serienkiller, der seinen Opfern die Haut abzieht.)

Februar

Simon Brett: Ein Toter kommt selten allein (Die Amateurdetektivinnen Carole und Jude suchen erstens eine verschwundene Leiche und zweitens den Mörder.)

Andreas Franz: Mörderische Tage – Julia Durants schwerster Fall (Ein Unbekannter entführt Frauen. Sein neuestes Opfer: Julia Durant.)

Gay Longworth: Am Anfang war die Täuschung (Taschenbuch-Ausgabe)

Judy Mercer: Frau ohne Vergangenheit (TV-Journalistin Ariel Gold fragt sich, ob der charismatische Angeklagte Jack Spurling schuldig ist. – Das klingt doch nach einem ausgewachsenen Romantic Thriller.)

Kate Morgenroth: Die Schlangengrube (Ein Mitglied eines Krimi-Lesezirkels wird ermordet. Buchhändlerin Sofie sucht den Mörder. „Britischer kann es in Amerika nicht werden“, verspricht der Verlag.)

Chris Tvedt: Frei von Schuld (Noch ein Debüt eines Norwegers. Rechtsanwalt Mikael Brenne gerät in die kriminellen Machenschaften eines ausländischen Mandanten und wird zum Mörder.)

März

Roderick Anscombe: Verschwunden (Boston im Sommer: Ein achtjähriges Mädchen wird entführt. In ihrem Versteck wird sie nur 24 Stunden überleben. Der Verdächtige schweigt und Gerichtspsychiater Paul Lucas sieht sich vor eine schwere Entscheidung gestellt. – Ähnlichkeiten mit einem wahren Fall sind rein zufällig.)

Rebecca Drake: Still sollst du sterben… (In der Nähe einer idyllisch gelegenen Mädchenschule wird eine Mädchenleiche entdeckt. Die junge Lehrerin Lauren sucht den Mörder und stößt in der Schule auf einen geheimen Mädchenclub und ihre fanatische Anführerin.)

Dianne Emley: Kreuzstich (Der zweite Fall für Detective Nan Vining vom Pasadena Police Department. Sie muss einen Doppelmord, bei dem ein stadtbekannter Lebemann starb, aufklären.)

Jeff Lindsay: Komm zurück, mein dunkler Bruder (Drittes Buch mit Dexter Morgan, Serienkiller und Spezialist für Blutanalysen bei der Polizei von Miami. – Bin gespannt, ob die nach Lindsays Büchern entstandene TV-Serie „Dexter“ auch in Deutschland ein Erfolg wird. RTL II will sie im Herbst ausstrahlen.)

Steven Sidor: Stadt der Knochen (Sein Debüt „Skin River“ gefiel mir ganz gut. Mal sehen, ob er nach seinem Gangsterkrimi eine guten Polizeikrimi über die Jagd nach dem Mörder eines polizeibekannten Transsexuellen schreibt.)

April

Carla Cassidy: Vergiss nie deine Sünden (Ein Unbekannter bringt Menschen, denen Marissa zufällig begegnet, um. Der Täter hinterlässt auf ihnen eine Karte, in der er Marissa seine Liebe gesteht.)

Scott Frost: Fear – Angst hat einen Namen (Nach „Risk“ der zweite Fall für Detective Alex DeLillo. Dieses Mal soll sie den Mord an ihrem ihr bis zu seinem Ableben unkannten Halbbruder aufklären.)

Lawrence Goldstone: Anatomie der Täuschung (Ein 1889 in Philadelphia spielender Forensiker-Krimi.)

Steve Mosby: Der 50/50-Killer (Taschenbuch-Ausgabe)

Fett Kursiv: Na, Sie wissen schon.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch


Ian Rankin redet, Theakstons Crime Novel of the Year, Dennis Lehanes neues Buch

Juli 23, 2008

Bei „In For Questining“ ist ein Interview mit Ian Rankin online. Schon etwas älter sind die Gespräche mit Stuart MacBride und dem noch nicht ins Deutsche übersetzten Ray Banks (noch ein Schotte).

Es hat einige Tage gedauert, aber jetzt steht die Gewinnerin des diesjährigen Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year auch auf der offiziellen Homepage. Es ist Stef Penny mit The Tenderness of Wolves. Dort finden Sie auch die Shortlist; die Longlist gibt es hier.

In den USA erscheint am 23. September das lange angekündigte historische Epos „The given day“ (720 Seiten!) über den Streik der Polizei von Boston 1919 von Krimi-Autor Dennis Lehane (unter anderem „Gone, Baby, Gone“, „Mystic River“ und „Shutter Island“). In der Seattle Times erschien jetzt ein informativer Artikel über Lehane und sein neuestes Buch. Eine deutsche Veröffentlichung ist noch nicht angekündigt.


Mörderischer Herbst IX – Ullstein Taschenbuch

Juli 22, 2008

Beginnen wir mit der schlechten Nachricht: Auch im Herbstprogramm veröffentlicht Ullstein keinen Roman von T. Jefferson Parker. Die gute finden Sie weiter unten.

September

Jo Nesbo: Der Erlöser (Weihnachten in Oslo: Harry Hole liefert sich ein atemloses Duell mit einem kroatischen Auftragskiller)

Oktober

Linwood Barclay: Dem Tode nah (Die kleinen Sünden bestraft der Herrgott sofort: der 17-jährige Derek will sich im leeren Haus der Nachbarn mit seiner Freundin treffen. Doch die Hausbesitzer kehren überraschend zurück, werden von einem Killer ermordet und Derek schwebt als Zeuge in Lebensgefahr.)

Carol Higgins Clark: Alptraum in Weiß (Achtes Abenteuer mit Privatdetektivin Regan Reilly: Ihr Brautkleid wird aus einer Boutique gestohlen und ihr Künftiger will vor der Hochzeit noch einen Bankräuber stellen.)

Sidney Sheldon: Blutspur (Neuauflage des Thrillers)

November

R. R. Heller: Der 13. Jünger (Eine Verschwörung biblischen Ausmaßes – angerichtet von einem schreibenden Ehepaar)

Gisa Klönne: Leise rieselt der Schnee… – Der Krimi-Adventskalender

Dezember

D. H. Dublin: Body Code (Auftakt einer neuen Thrillerserie im CSI-Milieu mit einer charmanten Ermittlerin. – Brauchen wir das wirklich? Können wir uns nicht einfach wieder „Crossing Jordan“ ansehen?)

David Hewson: Epiphanias (Zwanzig Jahre nach einem furchtbarem Mord will eine mysteriöse Frau Genugtuung für die damalige Tat. – Im Januar erscheint bei rororo Taschenbuch mit „Das zweite Leben“ ein neueres Werk von Hewson.)

Iris Johansen: Netz des Todes (Für einen Drogenbaron soll Eve Duncan ein Gesicht rekonstruieren. Als Bezahlung soll sie erfahren, was mit ihrer verschwundenen Tochter geschah.)

Dan Kavanagh: Duffy (Ja, wieder erhältlich. Und der Verlag hat spendiert sogar eine neue Übersetzung von Willi Winkler.)

Januar

Anna Blundy: Wodka Pur (Journalistin Faith Zanetti kann nicht lange das mondäne Leben in Moskau genießen. Denn sie soll einen Mord begangen haben.)

Rita Mae Brown: Auf heißer Fährte (Ein neuer Fall für Sister Jane und ihre tierischen Freunde.)

Peter Robinson: Eine seltsame Affäre (Inspektor Alan Banks ermittelt wieder: eine junge Frau wird ermordet und alle Spuren führen zu Banks.)

Michael Schomers: Todsichere Geschäfte (Taschenbuch-Ausgabe)

Februar

Peter Brendt: Seawolf (Captain Robert DiAngelo soll ein im Persischen Golf gestrandetes Seawolf-Atom-U-Boot wieder seetüchtig machen. Wenn es ihm nicht gelingt, droht eine internationale Krise)

Jens Johler: Kritik der mörderischen Vernunft (klingt bedeutungsschwer, und dass der Mörder sich Kant nennt, klingt nicht minder bedeutungsschwer. Da ist es beruhigend, dass der Wissenschaftsjournalist Troller die Spur des Mannes, der Wissenschaftler umbringt, um so den freien Willen zu schützen, aufgenommen hat. – Naja, Menschen haben schon aus dümmeren Motiven Morde begangen.)

März

Ronald Cutler: Eternitas (Ein Archäologe entdeckt eine von Jesus beschriebene Schriftrolle. Noch bevor er sie entschlüsselt hat, werden seine Mitarbeiter von einer fanatischen Gruppe umgebracht.)

Elizabeth Peters: Das Königsgrab (Amelia Peabody ermittelt am Grab des Tutenchamun.)

Fett Kursiv: Na, Sie wissen schon.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch


Fundsachen, nicht sortiert

Juli 21, 2008

Beginnen wir mit einer traurigen Nachricht:

Ernst Solèr ist tot. Er starb am bereits am Mittwoch, den 16. Juli, 48-jährig an Krebs. Er schrieb die in Zürich spielenden Krimis mit Polizeihauptmann Fred Staub.

Der Grafit-Verlag schreibt über den Erfinder des sympathischen Ermittlers Staub:

Der Verlag trauert um seinen Autor Ernst Solèr, der an diesem Mittwoch im 49. Lebensjahr an den Folgen einer tückischen Krankheit verstorben ist.
Die Arbeit an seiner Krimiserie um den sympathischen Zürcher Polizeihauptmann Fred Staub gab ihm in den letzten Lebensjahren Motivation und Lebensmut. Doch die Krankheit konnte er nicht besiegen.
Wir haben mit Ernst Solèr einen wunderbaren Menschen und vortrefflichen Autor verloren.

Peter Sennhauser schrieb einen persönlichen Nachruf.

Erfreulich ist dagegen diese Meldung: Mit „Fragen Sie den Papagei“ (Ask the Parrot, 2006) kehrt Richard Stark (auch bekannt als Donald E. Westlake) zurück auf den deutschen Buchmarkt. Der Paul Zsolnay Verlag hat dafür sogar eine informative Webseite erstellt.

David J. Montgomery hat inzwischen in seinem Crime Fiction Dossier weitere informative Texte über das Thrillerfest der ITW online gestellt: Fazit, Writer-Publisher-Partnership, Plots with a twist, Ratschläge und ein Foto.

(Zwischen den ganzen Nachberichten empfiehlt er innerhalb der „Friday’s Forgotten Books“-(Klassiker?)-Reihe „Chinaman’s Chance“ von Ross Thomas. Der Alexander Verlag hat den Roman kürzlich als „Umweg zur Hölle“ wiederveröffentlicht.)

Die einen sagen, dass das Überarbeiten einer Geschichte, diese verbessert. Die anderen sagen, dass – gerade in Hollywood – das ständige Umschreiben einer Geschichte über viele Jahre (was dort nicht Umschreiben, sondern Entwickeln heißt) zu einer schlechteren Geschichte führt. Auch das Drehbuch für „Hancock“ wurde in Hollywood viele Jahre herumgereicht (äh, entwickelt), jetzt mit Will Smith verfilmt und die Leute stürmen ins Kino. Doch hätte nicht das ursprüngliche Script von „Hancock“, das damals noch „Tonight he comes“ von Vincent Ngo, einen besseren Film ergeben? Lesen Sie selbst.

Zum Streit zwischen Bloggern und Zeitungskritikern hat Wortvogel Torsten Dewi einen lesenswerten Beitrag geschrieben. Zwar ging es ihm um Filmkritiker, deren Arbeit im Wandel der Zeit, das Verhalten der Verleihe gegenüber den verschiedenen Kritikern und die immer kürzere Zeit zwischen Pressevorführung und Filmstart (Dewi nennt als aktuelles Beispiel den neuen „Akte X“-Film. Die Pressevorführung ist drei Tage vor dem Kinostart. Für Tageszeitungen und das Internet ist das okay. Er selbst hat seinen „Akte X“-Artikel, wie alle Journalisten, die für Wochen- und Monatszeitschriften schreiben, bereits vor langem geschrieben.). Doch Dewi stellt diese Konflikte in einen größeren Zusammenhang und er schlägt – skeptisch – als künftige Arbeitsteilung vor: das Internet für die einzelnen Filmkritikern, die Zeitschriften für die längeren, mehr in die Tiefe gehenden Essays über Filme, Entwicklungen und Tendenzen:

Man kann dem Internet nicht vorwerfen, schneller zu sein als die Druckerpresse. Und vielleicht ist die aktuelle Orientierungshilfe in Sachen Film tatsächlich etwas, das die Online-Schreiber besser handhaben können. Und vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn sich Printjournalisten wieder mehr auf die größeren Zusammenhänge konzentrieren, als verkrampft Filme kurz vorzustellen. Ein Comeback des Film-Essays wäre in manchen Bereichen durchaus wünschenswert.

Wie sich die Zeiten ändern. Bei Schnittberichte ist ein Schnittbericht über „Man-Eater“ online. Die Älteren werden sich noch an diesen Skandalfilm von Joe D’Amato erinnern, der in Deutschland schnell verboten wurde und dann, nach dem Motto ‚Wenn’s verboten ist, muss es gut sein’, auf jeder zweiten Party angesehen wurde.

Die sich an den Schnittbericht anschließende Diskussion zeigt, wie sehr sich in den vergangenen knapp dreißig Jahren die Grenzen im Horrorfilm verschoben. Die meisten sagen, dass der Film langweilig und die Tricks schlecht seien. Nur einige murmeln, es handele sich um einen Klassiker (und schränken es dann auch gleich ein: für das Genre. Wichtig wegen der Diskussionen, die er damals auslöste. Man müsse ihn damals gesehen haben.)

„Noir of the Week“ stellt gewohnt ausführlich die in Deutschland nicht gelaufene Cornell-Woolrich-Verfilmung „The Guilty“ von 1947 vor.  Regie führte der Östereicher John Reinhardt. Sein letzter Spielfilm war 1953 „Briefträger Müller“ mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle.


Mörderischer Herbst VIII – Blanvalet Taschenbuch

Juli 17, 2008

Und gleich noch ein Verlag, der Werke von James Patterson und Jeffery Deaver veröffentlicht.

November

Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher (Taschenbuch-Ausgabe – Verhörspezialistin Kathryn Dance, die mit „Die Menschenleserin“ ihre eigene Serie erhielt, trat erstmals in diesem Lincoln-Rhyme-Amelia-Sachs-Roman auf. Gemeinsam jagen sie den Uhrmacher; einen Serienmörder, der seine Morde mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks begeht.)

Linda Howard: Gefahr (Unternehmer Bailey Wingate und seine Pilotin Cam Justice kämpfen nach einem Flugzeugabsturz über den Rocky Mountains ums Überleben. Denn Wingates Kinder wollen ihren Vater tot sehen. – Ein Ladythriller.)

Jim Kelly: Einer bleibt zurück (Bei einem Militärmanöver wird ein Skelett entdeckt. Journalist Philip Dryden sucht den Mörder.)

Hilmar Klute: Herz Kammer Jäger (Privatdetektiv Josef Celle soll im Auftrag eines Siebzigjährigen dessen Mutter suchen. Als Celle über die erste Leiche stolpert, weiß er, dass das kein Routineauftrag ist. – Krimidebüt eines Redakteurs der Süddeutschen Zeitung.)

Lisa Scott: Stummer Verrat (Eine Juraprofessorin beobachtet während eines Gefangenenaufstandes den Mord an einem Wärter. Die Mörder wollen anschließend auch die Zeugin töten.)

Colleen Thompson: Geliebter Mörder (Ist Claires Mann, der Polizist Spence, ein Mörder? Und will er sie umbringen? – Thompson ist in den USA der neue Star des romantischen Thrillers, sagt der Verlag)

Dezember

Robin Cook: Der Experte (Der mittellose Taxifahrer Davydov will sich rächen und als Ex-Biochemiker weiß er auch wie.)

Gonzalo Giner: Die letzte Reliquie (Auch in Spanien können alte Schmuckstücke die Welt in den Untergang stürzen und nur ein einzelner kann die Katastrophe aufhalten.)

Matthew Scott Hansen: Schwarzes Dickicht (Ty Greenwood sucht in den Wäldern des US-Staates Washington nach einer menschenfressenden Bestie. – Wird als Horrorthriller beworben.)

Januar

Dale Brown: Feuerstoss (ein weiterer Hich-Tech-Thriller: Jason Richter und seine Jungs von TALON jagen die Hintermänner von Ökoterroristen, die mit einer Nuklearbombe eine Ölraffinerie vernichteten.)

Clive Cussler: Höllenjagd (The Chase – Kopfgeldjäger Isaac Bell jagt einen brutalen Bankräuber.)

Tess Gerritsen: Blutmale (Taschenbuch-Ausgabe)

Tami Hoag: In aller Unschuld (Richterin Moore glaubt nicht, dass ein mehrfach verurteilter Sexualstraftäter eine Mutter und ihre beiden Töchter umgebracht hat. Doch wie lange kann sie ihm ein faires Verfahren garantieren?)

Mike Lawson: Das Poseidon-Komplott (Joe DeMarco jagt eine nordkoreanische Agentin. – Lawson erhält viele Vorschusslorbeeren. Sein Debüt „Der Luchs“ liegt auf meinem Zu-Lesen-Stapel.)

Debra Webb: Wie ein dunkler Fluch (FBI-Jungagentin Grace und Ex-Agent McBride suchen einen Entführer. Dummerweise kennt er ihre dunklen Geheimnisse.)

Februar

James Becker: Unheilig (Und wieder einmal kennt der Vatikan, wenn er seine Geheimnisse schützt, keine Skrupel.)

Andrea C. Busch (Hrsg.): Mord zwischen Messer & Gabel – 54 Krimis – 99 Rezepte (Die Erstausgabe der Sammlung aus Kurzkrimis und Kochrezepten war bei Gerstenberg.)

Linda Fairstein: Leichenfund (Killer Heat – Die New Yorker Staatsanwältin Alex Cooper jagt in der Augusthitze einen sadistischen, willkürlich zuschlagenden Serienmörder.)

J. D. Robb: Tödliche Unschuld ( Strangers in Death – ein neues Abenteuer mit Eve Dallas. Dieses Mal scheint der Tod online zu kommen.)

Nina Wright: Ein Ganove auf vier Pfoten (Das Krimidebüt scheint etwas für die Fans von Janet Evanovich zu sein.)

März

Jordan Dane: Shadowkiller (Detective Rebecca Montgomery sucht einen Frauenmörder. Bei ihren Ermittlungen trifft sie immer wieder den attraktiven Diego Galvan. Da ist dann die Frage „Ist mein Geliebter ein Mörder?“ nicht weit.)

Gina French: Aus Notwehr! – Ich tötete meinen Mann, um mein Kind zu retten (Taschenbuch-Ausgabe des englischen Sachbuchs)

Derek Meister: Todfracht (Historischer Kriminalroman: Lübeck, 1393: Patrizier Rungholts vierter Fall.)

Mark Nykanen: Der Fallensteller (Taschenbuch-Ausgabe)

Inger Ash Wolfe: Todesgebet (Inspector Hazel Micalleffs erster Fall: die kurz vor der Pensionierung stehende Polizeichefin sucht, zusammen mit ihrer achtzigjährigen Mutter nach einem Mörder, der mit seinen Taten ein Todesgebet quer durch Kanada inszeniert. – Hm.)

April

Clive Cussler/Dirk Cussler: Geheimcode Makaze – Ein Dirk-Pitt-Roman (Taschenbuch-Ausgabe des Dirk-Pitt-Thrillers.)

Olivier Descosse: Verflucht sei dein Name (Luc Vernon will herausbekommen, welches tödliche Geheimnis eine Zeichnung aus dem 16. Jahrhundert enthält. Seine Reise führt ihn über New York nach Amazonas.)

Margie Orford: Blutrose (Profilerin Clare Hart soll in Namibia eine in der Nähe einer Kaserne stattfindende Mordserie an Jungen aufklären.)

Bill Vidal: Der Clayton-Deal (Debüt: Investmentbanker Clayton erfährt von einem Millionenvermögen, das sein Großvater vor einem halben Jahrhundert in einer Schweizer Bank bunkerte. Als Clayton das Geld umbucht, gerät er in Teufels Küche. – Irgendwie klingt das nach Robert Ludlums „The Holcroft Convenant“/“Der Holcroft-Vertrag“.)

Christine Westendorf: Und jeder tötet, was er liebt (Kommissarin Greves erster Fall und erst nach drei Toten zeichnet sich eine erste Spur ab, die dann auch prompt zum Mann der ersten Leiche führt. – Taschenbuch-Ausgabe des ursprünglich bei Fredebold und Fischer erschienenen Romans.)

Mai

James Patterson: Dead (Double Cross – Im dreizehnten Alex-Cross-Roman ist der Profiler im Fadenkreuz von zwei Psychopathen.)

Fett Kursiv bedeutet „große Vorfreude“ (wenn ich den Roman noch nicht kenne) und/oder „diesem Werk wünsche ich viele Leser“ (wenn ich —).

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch


Mörderischer Herbst VII – Goldmann Taschenbuch

Juli 16, 2008

Viel Stoff, deshalb ohne große Vorrede:

August

Gianrico Carofiglio: In freiem Fall (Taschenbuch-Ausgabe)

September

James Patterson: Totenmesse (Terroristen nehmen während einer Trauerfeier die hochrangigen Gäste als Geisel. Der New Yorker Deeskalationsspezialist Mike Bennett soll das Schlimmste verhindern.)

November

Brett Battles: Der Profi (The Cleaner – Jonathan Quinn ist ein freiberuflicher Cleaner [aka Putzfrau] für einen amerikanischen Geheimdienst. Als er bei einem Putzauftrag über die nicht angemeldete Leiche eines bekannten Virologen stolpert, gerät er in Teufels Küche.)

Michael Crichton: Enthüllung (ist wieder lieferbar.)

Janet Evanovich/Leanne Banks: Cheers, Baby! (Romantische Komödie)

Martha Grimes: Die Trauer trägt Schwarz (Sonderausgabe eines Inspektor-Jury-Krimis zum Aktionspreis)

Mo Hayder: Die Sekte (Taschenbuch-Ausgabe des von der CWA für den Steel Dagger nominierten Werkes.)

Henning Klüver: Der Pate – Letzter Akt: Die sizilianische Mafia (Taschenbuch-Ausgabe des Sachbuchs)

Birgit Lautenbach/Johann Ebend: Totenseelen – Ein Hiddensee-Krimi (Es mag ungerecht sein, aber wenn bei einem Roman vor allem mit der Provinz, in der er spielt, geworben wird, habe ich schon keine Lust mehr zum Lesen. Und wenn dann – wieder einmal – ein siebzig Jahre zurückliegender Mord aufgeklärt wird, greife ich lieber zu etwas anderem.)

Ruth Rendell: Die Liebe eines Mörders (Taschenbuch-Ausgabe)

Francesca Weisman: Kalte Schatten (Anwalt Callum Scott kann nach einem Überfall keine Gesichter mehr unterscheiden. Dumme Sache. Noch dummer ist, dass jemand ihn umbringen will.)

Dezember

Lin Anderson: Das rote Band des Todes (Ein sechsjähriger Junge verschwindet; seine Mutter und Großmutter werden grausam ermordet. Gerichtsmedizinerin Rhonda Macleods einzige Spur ist ein afrikanischer Talisman.)

Richard A. Clarke: Break Point (Taschenbuch-Ausgabe)

Nicola Förg: Schussfahrt – Ein Allgäu-Krimi (Emons darf sich über einen weiteren Reprint eines seiner Bücher bei Goldmann freuen.)

Nicci French: Acht Stunden Angst (Taschenbuch-Ausgabe)

Elizabeth George: Wo kein Zeuge ist (Taschenbuch-Ausgabe)

Carl Hiaasen: Striptease (Neuauflage des verfilmten Comic-Crime-Bestsellers. Sehr empfehlenswert!)

Peter Temple: Spur ins Nichts (nach „Vergessene Schuld“ der zweite Krimi mit Jack Irish)

David Wolstencroft: Contact Zero (sein Debüt hat mir nicht so gefallen, aber dieses Buch wurde für den Steel Dagger nominiert.)

Januar

Patricia Cornwell: Defekt – Ein Kay-Scarpetta-Roman (Taschenbuch-Ausgabe)

Jeffery Deaver: Lautloses Duell (Neuauflage seines 2001 erstmals erschienenen „Blue Nowhere“, der von einem Duell zwischen zwei Hackern erzählt.)

Janet Evanovich: Die Chaos Queen (Die Taschenbuch-Ausgabe des elften Stephanie-Plum-Krimis)

Jack Harvey (aka Ian Rankin): Bis aufs Blut (ein weiteres Frühwerk des Erfinders von Inspector Rebus)

David Hosp: Die Tote im Wasser (Taschenbuch-Ausgabe)

John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators (Ein Krimi aus dem alten Rom)

Peter Schaar: Das Ende der Privatsphäre – Der Weg in die Überwachungsgesellschaft (Taschenbuch-Ausgabe des Sachbuchs des Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.)

Daniel Twardowski: Tod auf der Northumberland – Ein Fall für John Gowers (Erster Auftritt von Privatdetektiv Gowers. 1865 soll er in New York und auf einem Schiff den Tod eines Mannes untersuchen.)

Minette Walters: Die Schandmaske/Dunkle Kammern (Zwei Schmöker in einem Band.)

Michelle Wan: In tödlicher Absicht – Ein Krimi aus der Dordogne (Dritter Auftritt von Mara Dunn und Julian Wood.)

Februar

Laurent Botti: Totendämmerung (Türstopperdicker HorrorThriller über eine Familie, die drei Jahre nach dem Tod eines Kindes, in eine Kleinstadt zieht, in der sich bestialische Verbrechen ereignen und der Bruder des toten Jungen erfahren muss, dass die dunklen Mächte es auf ihn abgesehen habe.)

Jonathan Kellerman: Mordgier – Ein Alex-Delaware-Roman (Deutsche Erstveröffentlichung von „Compulsion“: Delaware und Sturgis fragen sich, wie der Mord an einem Partygirl und einer verwitweten alten Frau zusammenhängen. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf weitere Morde.)

Charlotte Link: Das Echo der Schuld (Taschenbuch-Ausgabe)

Maria Masella: Blumen für die Toten – Ein Fall für Commissario Mariani (In seinem ersten Fall jagt er einen Serienmörder und einen Mann, der ihm seltsame Päckchen zuschickt.)

Robert Mrazek: Die Stunde der Verräter (London 1944: Lisa und ihre Spezialeinheit sollen die Informationen zu einer streng geheimen Mission der Alliierten unter Verschluss halten. Da sterben ihre Kolleginnen unter mysteriösen Umständen.)

John Sandford: Blinder Hass (Erster Auftritt von Virgil Flowers von der Kriminalpolizei von Minnesota.)

März

Stephen Booth: Todesacker (Die beiden Polizisten Diane Fry und Ben Cooper wollen das Geheimnis der Pity Wood Farm lösen.)

Deborah Crombie: Wen die Erinnerung trügt (Superintendent Duncan Kincaid und Inspector Gemma Jansen suchen auf Bitten der im Krieg aus Berlin geflohenen Erika Rosenthal die Käuferin einer lange verschollenen Brosche.)

Ruth Downie: Der Fluch des Hirschgottes – Ein Fall für Medicus Ruso (Auch der zweite Roman mit dem Medicus spielt im alten Rom.)

Martha Grimes: Inspektor Jury spielt Katz und Maus (Wiederveröffentlichung eines Inspektor-Jury-Krimis.)

Sara Paretsky: Feuereifer (Taschenbuch-Ausgabe)

Lisa Unger: Das Gift der Lüge (Taschenbuch-Ausgabe)

April

Tom Egeland: Der Pakt der Wächter (die Fortsetzung von „Frevel“)

Zoe Ferraris: Die letzte Sure (Taschenbuch-Ausgabe eines in Saudi-Arabien spielenden Krimis, mit einem strenggläubigen Wüstenführer und einer fortschrittlichen Rechtsmedizinerin als Ermittlerteam. Sie sollen den Mord an einer schwangeren Tochter aus gutem Hause aufklären.)

Carl Hiaasen: Sumpfblüten (Taschenbuch-Ausgabe)

Jonathan Kellerman: Sharon: Die Frau, die zweimal starb – Ein Alex-Delaware-Krimi (Die deutsche Erstausgabe von „Silent Partner“ erschien bei Bastei-Lübbe.)

Adele Marini: Denn nichts ist je vergessen (Die junge, als Waise aufgewachsene Marcella will wissen, wer ihre Eltern sind. Ihre erste Spur führt in die frühen Siebziger nach Catania. Dort wurde damals eine Familie grausam ermordet. Die vierjährige Tochter überlebte.)

James Patterson: Todesahnung (Im Original „You’ve been warned“ von James Patterson und Howard Roughan. – Warum verschweigt Goldmann bei Patterson so hartnäckig die Co-Autoren?)

Nick Stone: Der Totenmeister (Der zweite Krimi mit Max Mingus spielt vor „Voodoo“ im Florida der Achtziger und erzählt die Vorgeschichte von Mingus und Boukman.)

Fett Kursiv: auf diese Werke freue ich mich am meisten.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv

Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch


ITW vergibt Preise für die besten Thriller 2008

Juli 14, 2008

Zum Abschluss des diesjährigen ThrillerFest vergab die International Thriller Writers (ITW) die Preise für die besten Thriller. Die glücklichen Gewinner sind:

Best Novel

The Ghost (Ghost), von Robert Harris

Best First Novel

Heart-Shaped Box (Blind), von Joe Hill

Best Paperback Original

The Midnight Road, von Tom Piccirilli

ThrillerMaster Award

Sandra Brown

Nominiert waren diese Schreibtischtäter. Die Kategorie „Bestes Drehbuch“ entfiel, ganz gegen den Trend, immer mehr Preise zu vergeben, dieses Jahr.


Mörderischer Herbst VI – btb Taschenbuch

Juli 14, 2008

Wer die Skandinavier liebt, sollte einen genaueren Blick auf diese Neuerscheinungen werfen:

November

Henning Boetius: Der Strandläufer (Schriftsteller Boysen nimmt Abschied von seinem Vater. – Ein psychologischer Roman vom Erfinder von Inspektor Piet Hieronymus.)

Davide Longo: Der Steingänger (Taschenbuch-Ausgabe eines zuerst bei Wagenbach erschienenen kurzen Romans: Cesare soll seinen Freund Fausto, mit dem er jahrelang Flüchtlinge von Italien nach Frankreich gebracht hat, getötet haben. War er’s?)

Hakan Nesser: Aus Doktor Klimkes Perspektive (Taschenbuch-Ausgabe der Sammlung von Kurzgeschichten)

Helen Tursten: Tod im Pfarrhaus/Die Tätowierung (Kriminalinspektorin Iren Huss aus Göteborg muss in zwei Fällen ermitteln.)

Dezember

Barbara Becker Jáckli: Mord im Biedermeier (Ein historischer Kriminalroman, der seine Premiere bei Emons erlebte.)

Thomas Kanger: Der tote Winkel (Ein Liebespaar wird mit einer Axt erschlagen. Noch bevor Kommissarin Elina Wiik mit ihren Ermittlungen beginnt, mischt sich der schwedische Geheimdienst ein. Denn Jamal Al-Sharif soll ein Sympathisant einer Terrorgruppe gewesen sein. Wiik glaubt nicht an diese Version und ermittelt weiter.)

Januar

Asa Larsson: Der schwarze Steg (Anwältin Rebecka Martinsson will wissen, warum die leitende Angestellte einer Grubengesellschaft ermordet wurde.)

Sergio Pitol: Defilee der Liebe (Taschenbuch-Ausgabe eines mit dem Premio Cervantes ausgezeichneten Buches: Miguel will herausfinden, warum 1942 in Mexiko-Stadt der Exilant Erich Maria Pistauer erschossen wurde und die Künstlermuse Delfina Uribe behauptete, den Toten nicht zu kennen.)

Gunnar Steinbach: Mord mit Meerblick (Ex-Kommissar Kugelmeyer verbringt an der westdänischen Küste Weihnachten unter redseligen Rentnern. Als ein Rentner umgebracht und Kugelmeyer verdächtigt wird, ihn umgebracht zu haben, beginnt er den wahren Täter zu suchen. – Klingt nach einem Geschenk für meinen Vater, der sonst nie Krimis liest.)

Sarah Stewart Taylor: Ein listiger Tod/Der Totenschmuck (Kunsthistorikerin Sweeney St. George muss zweimal böse Buben jagen.)

Februar

Stefan Brijs: Der Engelmacher (Der jetzt als Taschenbuch erscheinende Thriller erhielt von der Königlichen Akademie der Niederlande die „Goldene Eule“ als bestes Buch des Jahres.)

Aevar Örn Jósepsson: Blutberg (Kommissar Árni aus Reykjavik fragt sich, ob der Tod von sieben Bauarbeitern beim Bau eines abgelegenen Staudamms ein Unfall oder Mord war.)

März

Michael Collins: Nicht totzukriegen (USA, Mittlerer Westen, siebziger Jahre: Frank Cassidy will wissen, wer seinen Onkel erschossen hat. Die Mördersuche wird zu einer Reise in die Vergangenheit.)

Hakan Nesser: Der Tode vom Strand/Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod (Van Veeteren zweimal auf Mörderjagd)

April

Stella Blómkvist: Das letzte Treffen – Ein Island-Krimi (Anwältin Stella Blómkvist sucht den Mörder eines ermordeten und verstümmelten Mannes. Da erfährt sie von einem Kinderpornoring, zu dem der Tote Kontakt hatte.)

Klaus Hagerup/Nils Nordberg: Letzter Akt (Fernsehkommissar Niklas Faber muss, als bei einer Shakespeare-Inszenierung in Oslo einige Morde geschehen, seine kleinen grauen Zellen anstrengen.)

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Mörderischer Herbst V – dtv


Fehler, die sogar ein Bestsellerautor macht

Juli 12, 2008

Joseph Finder sprach auf dem CraftFest des diesjährigen ThrillerFest der ITW (Sie entdecken den kleinen Unterschied zur Criminale? Hier viele Lesungen, dort viele Informationen und Diskussionen.) über „Die sechs größten Fehler, die sogar ein Bestsellerautor macht“ (The Six Biggest Mistakes Even Bestselling Writers Make).

David J. Montgomery (Crime Fiction Dossier) war vor Ort und schrieb eifrig mit. Hier sind seine Notizen:

MISTAKE #1: The Passive Hero

Too many thrillers have heroes who don’t act; they remain passive while events take place around them.

– The hero must advance the plot; s/he must take action.

– The hero can’t simply investigate what’s going on — he must do something about it.

MISTAKE #2: The Long Setup

– The story takes too long to get moving.

– Authors shouldn’t just dump story on the reader; they should reveal it through action.

– Too many books start with a good opening, but then slow down to a crawl.

– One way to avoid this is to start the story as late as possible. If necessary, you can then go back and fill in details later on.

MISTAKE #3: The Weak Second Act

– Too many books bog down in the middle, degenerating into repetitive conflict and simply regurgitating the same plot points over and over. The characters aren’t progressing and changing.

– The conflict of a plot must progress and escalate; the plot points must change and vary throughout the narrative.

– This escalation of conflict, as well as variance of conflict, will not only keep the reader’s interest, but help to develop and reveal character as well.

– The introduction of subplots will also help keep the second act moving.

– Whenever things start to get dull, remember: REVERSE, REVEAL, SURPRISE.

– Every scene must advance the plot.

MISTAKE #4: Predictability

– Authors should never underestimate their readers, most of whom have read a lot of books and seen even more movies and TV shows.

– Readers know the tropes and cliches of the genre. If the story is predictable, they’ll see where it’s going a long way off and get bored.

– The key is to surprise them. Veer off from the expected course.

– If the obvious development is to take the plot in a certain direction, consider taking it in a different direction instead.

– One way to avoid this trap is not to over-outline. Be spontaneous in your writing. Allow the characters and the plot to surprise you.

MISTAKE #5: The Lousy Ending

– Too many books send the reader off on a sour note by finishing with a lousy ending.

– A great ending is second only to a great beginning in importance.

– The ending should not consist of explaining everything that happened before or tying up all the loose ends.

– You should explain as little as possible; let the reader figure out the smaller details on his/her own.

– Great endings off have symmetry to the beginning.

– Twists can be good, but they must be earned. They must be set up earlier in the book and prepared for.

– When you finish the book, get out of there ASAP. Don’t draw things out.

MISTAKE #6: Showing Off

– Too many writers make the mistake of: „I’ve done the research; I’m going to cram it all in there.“

– You should tell the reader the minimum they need in order to understand the plot; just the tip of the iceberg.

– Pare it down, leaving only the juiciest nuggets behind.

– Too much info will only slow down the story.

BONUS MISTAKE #1: Overly Explicit Dialogue

– People don’t narrate a story when they speak; they don’t dump details and information.

– People speak elliptically. Watch out for expository dialogue.

BONUS MISTAKE #2: All Plot, No People

– The story won’t matter if we don’t care about the characters.

– On its own, the plot is abstract; it requires the characters to make it real and make it matter to the reader.

– Also, the stakes of the plot must matter to the characters in order for us to care as readers.

BONUS MISTAKE #3: Action Is Boring

– Unlike in film where action scenes can be exciting, in books they too often are boring.

– What is interesting to the reader is how the characters react to the action and how they interact with each other.

– There should also be variety in your scenes; don’t follow an action scene with another action scene and another action scene. Vary the pace, vary the types of scenes, slow down and speed up in order to give the reader a break and keep them interested.

BONUS MISTAKE #4: Backstory Dump

– Don’t make the mistake of dumping the characters‘ backstory on the reader all at once. It will bring your plot to a halt and bore the reader.

– Reveal the backstory slowly, in pieces, as necessary.

– Drop references in here and there; include mentions in dialogue; intersperse little details throughout the plot.

– There is always a trade-off of CHARACTER vs. PACE.

– It’s importance to find the balance of revealing enough about the characters in order to make them interesting and make the reader care about them, versus the need to keep the plot moving.

Ich kann jedem der von Finder erwähnten Punkte nur zustimmen.

Deshalb: Danke, David, für die Mitschrift!


And the Dagger goes to…

Juli 12, 2008

Die Gewinner der diesjährigen Daggers der CWA sind:

Duncan Lawrie Dagger Award

Blood from Stone, von Frances Fyfield (Little, Brown)

Duncan Lawrie International Dagger

Lorraine Connection, von Dominique Manotti, übersetzt von Amanda Hopkinson und Ros Schwartz

CWA Ian Fleming Steel Dagger

Child 44, von Tom Rob Smith

CWA Gold Dagger for Non-fiction

Nationality: Wog–The Hounding of David Oluwale, von Kester Aspden

CWA John Creasey (New Blood) Dagger

The Bethlehem Murders (US-Titel: The Collaborator of Bethlehem), von Matt (Beynon) Rees

CWA Dagger in the Library (awarded each year to “the author of crime fiction whose work is currently giving the greatest enjoyment to library users”)

Craig Russell

CWA Short Story Dagger

“The Bookbinder’s Apprentice” von Martin Edwards (in Maxim Jakubowski, Constable Robinson, Hrsg.: The Mammoth Book of Best British Mysteries)

CWA Debut Dagger (for unpublished work)

Western Fringes, by Amer Anwar (UK)

Die vollständige Nominierungsliste gibt’s hier.


Zitat des Tages: Privatsphäre

Juli 11, 2008

Horatio war immer der Ansicht gewesen, dass die schlimmste Verletzung der Privatsphäre, die im Zuge von Ermittlungen durchgeführt werden musste, darin bestand, das Haus eines Menschen vom Keller bis zum Dach unter die Lupe zu nehmen. Aber seit er sich durch ein paar Festplatten gearbeitet hatte, hatte er seine Meinung geändert. Früher einmal waren Computer nicht viel mehr als ein Aktenschrank gewesen, doch inzwischen hatten sie sich zu einer Art zweitem Hirn entwickelt, in dem immer größere Mengen an Informationen gespeichert wurden. Doch nicht die Menge der Informationen versetzte Horatio in Erstaunen, sondern ihre Qualität. Weil heutzutage ein paar Mausklicks ausreichten, um an die Daten zu fast jedem beliebigen Thema zu kommen, wurden selbst die trivialsten Details und die nebensächlichsten Kuriositäten gespeichert.

Donn Cortez: CSI: Miami – Im freien Fall

(CSI: Miami – Cut and run, 2007)


Mörderischer Herbst V – dtv

Juli 11, 2008

Weiter geht’s mit dem deutschen Verlag von John Harvey und einigen weniger bekannten Schreibern, wie Umberto Eco und Henning Mankell.

Oktober

Anne George: O du Mörderische (Die streitlustigen Southern Sisters jagen den Mörder einer Galeristin.)

Paulus Hochgatterer: Die Süße des Lebens (Taschenbuch-Ausgabe; Deutscher-Krimi-Preis 2007 – ERSCHEINT BEREITS IM SEPTEMBER)

Jorun Thorring: Glaspuppen (Ein samischer Kriminalpolizist und alleinerziehender Vater sucht den Mörder von Medizinstudentinnen. – In Norwegen wurden 50.000 Exemplare verkauft. – ERSCHEINT BEREITS IM SEPTEMBER)

November

Denis Lépée: Der Carthago-Code (Heutige Anschläge auf Regierungssitze scheinen mit architektonische Grundprinzipien, nach denen Karthago gebaut wurde, zusammenzuhängen. Unterwasserarchäologe Tommaso McDonnell deckt die Verschwörung auf.)

Zoran Zivkovic: Das letzte Buch („Spannender, postmoderner Thriller von einem Meister des schwarzen Humors…der seinen Eco gelesen hat“, schreibt der Verlag.)

Dezember

Joel Rose: Kein Rabe so schwarz (Edgar Allan Poe auf Mörderjagd)

Januar

Umberto Eco: Das Focaultsche Pendel (in neuer Ausstattung)

Frode Grytten: Die Raubmöwen besorgen den Rest (Riverton-Preis für den besten Krimi des Jahres 2005)

John Harvey: Verführung zum Tod (Charlie Resnick ist wieder da.)

Jorgen Jaeger: Blutschrift (Das nenne ich norwegische Eskalation: zuerst wird ein Zahnarzt erschossen, dann brennen drei Gebäude und kurz darauf gibt es eine Bombendrohung. Polizeichef Ole Vik und sein Team ermitteln in – abhängig von der Lesegeschwindigkeit – Echtzeit.)

Kevin Lewis: Jagd auf Frankie (Nachdem Frankie einen Kinderschänder umgebracht hat, wird sie von der Polizei und den Zuhälterfreunden des Toten gejagt. Als sie in den Besitz geheimer Daten gerät, heften sich noch einige weitere Verfolger an ihre Fersen.)

Februar

Charlaine Harris: Falsches Grab (Harper Connelly entdeckt auf einem Friedhof in Memphis, Tennessee, in einem Grab eine Leiche zu viel. Gut, dass sie die letzten Augenblicke der Toten nachempfinden kann. Dumm, dass dem Mörder das nicht gefällt.)

Cynthia Harrod-Eagles: Mord im Park (Dritter Fall für Detective Inspector Bill Slider: Der Parkmörder ersticht Joggerinnen. Doch sein jüngstes Opfer starb an einer Überdosis Beruhigungsmittel.)

Tom Kahn: Das Tibetprojekt (Historiker Decker soll das Geheimnis des tibetischen Buddhismus ergründen. Seine gefährlichen Recherchen führen ihn zurück in das Dritte Reich.)

Henning Mankell: Die flüsternden Seelen (Taschenbuch-Ausgabe eines Afrika-Romans)

Henning Mankell: Das Auge des Leoparden (Großdruck-Ausgabe eines Afrika-Romans)

Ilkka Remes: Hochzeitsflug (Gehirnforscher Christian Brück will herausfinden, warum das Flugzeug mit seiner künftigen Frau abstürzte. Eine Videokassette liefert ihm dabei den Hinweis auf ein ungeheuerliches Geschehen. – Remes überarbeitete und aktualisierte „Hochzeitsflug“ für die deutsche Ausgabe.)

März

Iain McDowall: Gefährliches Wiedersehen (Als dritter Roman erscheint der erste Fall von DCI Jacobson und DS Kerr. In ihm suchen sie den Mörder eines unauffälligen Geschichtsprofessors.)

Tomas Ross: Der Tod des Kandidaten (De zesde mei, 2003 – Der Autor ist ein Niederländer, der in Wirklichkeit H. P. Hogendoorn heißt, und mit dem Ami Ross Thomas nichts zu tun hat. Aber auch bei ihm geht es um Politik: eine gerade aus der Haft entlassene Tierschützerin soll ihre Freunde bespitzeln. Der Sicherheitsdienst glaubt, dass sie ein Attentat planen. Der Roman erhielt den niederländischen Krimipreis „Gouden Strop“.)

April

William Gibson: Neuromancer/Biochips/Mona Lisa Overdrive (die bahnbrechende Neuromancer-Trilogie vom Vater des Cyberpunk in einem Band)

Jutta Profijt: Kühlfach 4 (Krimikomödie: Autoschieber Pascha wird ermordet. Damit sein Tod gerächt wird, nimmt sein Geist Kontakt mit dem Rechtsmediziner Gänsewein auf und dieser muss unter Verbrechern ermitteln.)

Greg Rucka: Ein Job in Taschkent (Ex-SIS-Mitarbeiterin Tara Chace soll in Taschkent, Usbekistan, einen Mann und sein Kind retten. Das ist leichter gesagt, als getan.)

Qiu Xialong: Rote Ratten (Oberinspektor Chen soll den Roten Ratten – korrupte Beamte und Neokapitalisten – das Handwerk leben.)

Fett Kursiv sind die Titel, auf die ich mich besonders freue.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons

Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs


Mörderischer Herbst IV – btb Hardcover, Alexander Verlag, Heyne Hardcover, Liebeskind, Manhattan, Page & Turner, Rotbuch, vgs

Juli 10, 2008

Weiter geht’s mit einigen Verlagen, die jedes Halbjahr eine überschaubare Zahl von Kriminalromanen veröffentlichen.

btb Hardcover

25. August

Hakan Nesser: Eine ganz andere Geschichte (Inspektor Gunnar Barbarotti ermittelt wieder.)

22. September

Henning Boetius: Berliner Lust (Der pensionierte Inspektor Piet Hieronymus sucht in Berlin den verschwundenen Informanten einer Immobilienfirma.)

Alexander Verlag

Herbst

Ross Thomas: Am Rand der Welt (Out on the rim, 1987 – Artie Wu und Quincy Durant versuchen 1986 ihr Glück auf den Philippinen in den Wirren nach dem Ende des Marco-Regimes. Ein Klassiker!)

Leonard Schrader: Der Yakuza (The Yakuza, 1975 – Und noch ein Klassiker. Wobei der gleichnamige Film von Sydney Pollack mit Robert Mitchum bekannter ist. Für die Neuausgabe wurde die alte Übersetzung überarbeitet.)

Heyne Hardcover

Juli

John Grisham: Berufung (The Appeal – Ein Chemiekonzern geht, nachdem er in erster Instanz zu 41 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt wird, in die Berufung. Außerdem verlässt sich Firmenboss Trudeau beim Kampf um den Erhalt seines Unternehmens gegen die junge Klägerin Jeannette Baker nicht nur auf findige Anwälte und die Mühlen der Justiz. – Das klingt doch nach einem echten Grisham.)

August

Meg Gardiner: Die Beichte (Dirty Secrets – Eine Suizidwelle unter Prominenten erschüttert San Francisco. Die forensische Psychiaterin Jo Beckett soll die Hintergründe hinter der Selbstmordwelle herausfinden und weitere Selbstmorde verhindern.)

September

Claude Cueni: Gehet hin und tötet (denkt sich ein Geheimbund, nachdem der Papst mit islamischen Gotteskriegern ein Abkommen zum Schutz des Weltfrieden schließen will. Gut, dass die Geheimbündler nicht mit Kardinal Albertini gerechnet haben. – Irgendwie scheint es für solche Verschwörungstheorien ein Publikum zu geben.)

Colin Forbes: Todeskette (The Main Chance – Spezialagent Tweed will herausfinden, wer die Inhaberin von Europas größter Privatbank ermordete. „Todeskette“ ist der vorletzte Roman des 2006 verstorbenen Colin Forbes.)

Mary Higgins Clark: Warte, bis du schläfst (Wher are you now – Zehn Jahre nach seinem Verschwinden will Marks Schwester herausfinden, warum er verschwand.)

Michael Morley: Viper (Sein 08/15-Serienkillerromandebüt „Spider“ mit dem in Italien lebenden Ex-FBI-Profiler Jack King gefiel mir zwar nicht so, aber „Viper“ hat eine gute Prämisse: Was wäre, wenn ein Mitglied der Camorra ein Serienkiller wäre? Ich werde also dem zweiten Jack-King-Roman eine Chance geben.)

Liebeskind

August

Pete Dexter: Paris Trout (Das mit dem National Book Award ausgezeichnete und erfolgreich verfilmte Werk erschien bereits in einer anderen Übersetzung als „Tollwütig“ bei Goldmann.)

James Sallis: Deine Augen hat der Tod (erschien bereits in der viel zu schnell eingestellten Dumont-Noir-Krimireihe. Schön, dass Liebeskind diese beiden Autoren in sein Programm aufgenommen hat.)

Manhattan

August

Sharon Bolton: Todesopfer (Neuankömmling Tora entdeckt auf ihrem Grundstück auf den Shetland-Inseln eine mit drei Runen gekennzeichnete Frauenleiche. Gemeinsam mit der Polizistin Dana will sie das Rätsel lösen.)

September

Ian Rankin: Ein Rest von Schuld (Exit Music – der letzte [?] Inspector-Rebus-Roman)

Page & Turner

September

John Sandford: Mordlust (Lucas Davenport soll herausfinden, ob ein Staatssenator eine Affäre mit einer Fünfzehnjährigen hatte. Außerdem muss er den Mord an einer achtzigjährigen Honoratiorin aufklären. Bei seinen Ermittlungen stößt DAvenport auf weitere Morde an älteren, reichen Kunstsammlern.)

Rotbuch

August

Jerome Charyn: Citizen Sidel (Ex-Cop Isaac Sidel ist der Kandidat der Demokraten für die Vizepräsidentschaft. Doch so einfach ist das nicht. Zehnter Sidel-Roman.)

Gunter Gerlach: Jäger des Alphabets (Großvater ist stinkreich und wird von allen Familienmitgliedern gehasst. Gordon beschließt. Großvater muss sterben! – Dass das bei Gunter Gerlach nicht ohne Nebenwirkungen abgeht, dürfte nach seinen vorherigen Krimis niemand überraschen.)

September

Allan Guthrie: Post Mortem (Auch sein Debüt „Two-Way Split“ ist ein düsterer Gangsterroman. Ian Rankin meinte „Seek him out and buy his book“.)

Hard Case Crime

Richard Aleas: Tod einer Stripperin (Little Girl Lost, 2004 – Der Krimi war zu Recht für den Edgar und den Shamus nominiert.)

Christa Faust: Hardcore Angel (Money Shot, 2008 – diese Frau ist härter als viele Männer)

Mickey Spillane: Das Ende der Straße (Dead Street, 2007 – aus dem Nachlass des Erfinders von Mike Hammer)

Donald E. Westlake: Mafiatod (361, 1962 – ein tolles Frühwerk, das bereits – wahrscheinlich unter einer anderen Übersetzung – als „Höllenfahrt“ auf Deutsch erschien)

vgs

August

Keith R. A. Decandido: CSI: NY – Ohne Ausweg (Dieses Mal müssen die New Yorker CSIler einen Doppelmord im Knast und den Mord an einem Polizisten aufklären. – Decandido schrieb auch einige Buffy-Romane.)

Oktober

Jerome Preisler: CSI: Crime Scence Investigation – Tod in der Wüste (In Las Vegas müssen die CSIler sich mit dem Mord an eine Sport-Groupie und einer unbekannten Leiche auf einem Golfplatz herumschlagen. – Preisler schrieb auch einige „Tom Clancy’s Power Play“-Romane.)

Fett Kursiv sind die Titel, auf die ich mich besonders freue.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Mörderischer Herbst III – Edition Köln, Emons


R. i. P. Thomas M. Disch und Janwillem van de Wetering – und einige Kurzmeldungen

Juli 9, 2008

R. i. P. Thomas M. Disch (2. Februar 1940 – 4. Juli 2008 )

Disch erschoss sich am 4. Juli in seinem Apartment in New York. Er war nach mehreren Schicksalsschlägen depressiv und sprach öfters von Selbstmord. Er gehörte zu den Science-Fiction-Autoren, die sich scharfsichtig mit der Gesellschaft auseinandersetzten. In seinem bekanntesten Werk „Camp Concentration“ (1968 ) beschreibt er ein totalitäres Amerika, in dem an missliebigen Intellektuellen, Kriegsdienstverweigerern und Afroamerikanern medizinische Experimente durchgeführt werden. Er schrieb außerdem „The Brave Little Toaster: A Bedtime Story for Small Appliances“; die Vorlage zu dem Walt-Disney-Zeichentrickfilm „Der tapfere kleine Toaster“ (The Brave Little Toaster, USA 1987).

“The reason his science fiction is important is that he combined a kind of really dark Swiftian satire with a modernist, really postmodernist sensibility.” (Dana Gioia in NYT)

In Deutschland ist derzeit keines seiner Werke erhältlich. Im Original dagegen schon.

Nachrufe gibt es von Ellen Datlow, Edward Champion, Ed Gorman, Telegraph, LA Times und der New York Times.

R. i. P. Janwillem van de Wetering (12. Februar 1931 – 4. Juli 2008 )

Der Niederländer war Polizist der Reserve, Kaufmann, Weltenbummler (er lebte in Südafrika, Japan, England, Südamerika, Australien und den USA), las einen schlechten Kriminalroman, dachte, er könne es besser und schrieb einen besseren Roman.

„Weterings Erzählungen sind Kabinettstückchen, nicht aufregend, nicht spektakulär, sie gleichen Parabeln und sind darum auch doppelbödig.“ (Rudi Kost/Thomas Klingenmaier: Steckbriefe)

Seine ersten Erfolge hatte er mit den in Amsterdam spielenden Polizeiromanen mit Adjutant Henk Grijpstra und Sergeant Rinus De Gier. Er schrieb auch Geschcihten mit dem japanischen Inspector Saito und autobiographische Werke über seine Zeit in einem Zen-Kloster in Kyoto, Japan.

Nachrufe gibt es bei Sarah Weinman, Ludger Menke, und Radio Netherland Worldwide.

Die Juli-Ausgabe der Krimi-Couch ist online. Dieses Mal werden unter anderem Friedhelm Werremeiers „Taxi nach Leipzig„, Allan Guthries „Abschied ohne Küsse„, Sebastian Faulks „Der Tod ist nur der Anfang“, Gianluca Morozzis „Panik“ und Ian Rankins „Eindeutig Mord“ besprochen.

Ebenfalls ist die Juli-Ausgabe von The Big Thrill, der Online-Zeitschrift der International Thriller Writers, online. In ihr finden sich neben Hinweisen auf Neuerscheinungen auch längere Artikel über und Interviews mit Brad Thor, David Hewson, P. J. Parrish und Ridley Pearson.

Nachdem Thomas Wörtche im Titel-Magazin vor allem die Hard-Case-Crime-Serie kräftig zusammenfaltet, erntete er bei Krimileser Bernd (Dort stehen die Fakten, die Wörtches Meinung als, hm, etwas seltsam erscheinen lassen.) und Krimiblogger Ludger, beide Male auch in den Kommentaren, den nötigen Gegenwind. Watching-the-Detectives dpr verteidigte Wörtche. Ebenso Gohlis.

Das ist eine erfreuliche Meldung: Crimespree Cinema schreibt, dass in den USA am 7. Oktober eine Doppel-DVD des Orson-Welles-Klassikers „Touch of Evil“ (Im Zeichen des Bösen, USA 1958 ) erscheint. Auf der DVD sind drei Versionen des Films, mehrere Audiokommentare und Features; – kurz: das ist genau die Fassung, auf die ich seit Jahren warte.

Wann (und ob) die Doppel-DVD in Deutschland erscheint, ist noch unklar.


Mörderischer Herbst III – Editon Köln, Emons

Juli 7, 2008

Und was bietet Köln?

Edition Köln

August

Peter Faecke: Die Tango-Sängerin („Ein Buch, das nach dem Prinzip der Puppe konstruiert ist: eins steckt im anderen, im Kriminalroman der literarische Roman, und wer anfängt zu lesen, der ist auch schon drin und verloren“, schreibt der Verlag über den zweiten Kommissar-Kleefisch-Roman)

Kriminelle Sittengeschichte Deutschland (Herausgegeben von Frank Göhre und Jürgen Alberts)

August

Michael Molsner: Rote Messe (1973)

Irene Rodrian: Schlaf, Bübchen, Schlaf (1980)

September

Helga Riedel: Einer muss tot (1983)

Peter Schmidt: Die Regeln der Gewalt (1984)

Oktober

Peter Zeindler: Feuerprobe (1991)

Robert Brack: Psychofieber (1993)

Criminalbibliothek 1850 – 1933

Dieter Paul Rudolph (aka Watching the Detectives und Alte Krimis) gibt eine zehnbändige Reihe, versehen mit kundigen Nachworten, mit verschollenen Krimis heraus. Die erste Lieferung:

November

Emilie Heinrichs: Leibrenten (1866)

Später

Benno Bronner: Herr von Syllabus (1872)

J. D. H. Temme: In einer Brautnacht (Erzählungen, ab 1862)

Adolf Streckfuß: Der tolle Hans (1871)

Ernst von Wildenbruch: Das wandernde Licht (1893)

Emons

Juli

Sybille Baecker: Irrwege (Kommissar Brandner von der Tübinger Kripo muss den Mord an einem Jogger aufklären. Dummerweise finden sie im persönlichen Umfeld des Toten keinen Tatverdächtigen.)

Walter G. Pfaus: Tödliche Machenschaften (Privatdetektiv Fetzer sitzt in der Patsche. Er soll einen Finanzmakler umgebracht haben.)

August

Peter Kersken: Tod an der Ruhr (Im 19. Jahrhundert spielender Krimi)

September

Marlene Bach: Ab in die Hölle (Maria Moosers dritter Mordfall: Wer schnitt einem Heidelberger Finanzberater die Kehle durch?)

Martin Conrath/Sabine Klewe: Das Vermächtnis der Schreiberin (Was haben ein 1308 und ein heute begangener Mord miteinander zu tun? Heinrich Morgen wird für uns diesen Fall klären.)

Ralf H. Dorweiler: Schwarzwälder Schinken (drittes Abenteuer mit Testdieb Schlaicher und seinem Basset Dr. Watson. Dieses Mal sucht er ein entführtes Mädchen.)

Christoph Ernst: Kein Tag für Helden (Detektiv Jacob Fabian soll herausfinden, wer den Bestsellerautor Weiden als Abschreiber diffamiert. Die Spur führt in die Vergangenheit.)

Hannsdieter Loy: Rosenschmerz (Im Rosenheimer Biohotel wird einer der Gäste in der Sauna ermordet. Kriminalrat Josef Ottakring und Chili Toledo ermitteln.)

Dietmar Lykk: Totenschlüssel (Die Provinz lebt: Kommissar Lüthje muss in Norden von Schleswig-Holstein drei Morde aufklären.)

Manfred Megerle: Seefeuer (Mehrere Brände und Morde am Bodensee halten Kommissar Leo Wolf auf Trapp. Seine Ermittlungen führen ihn zu einem Internat.)

Edgar Noske: Himmel über Köln (Der Nachfolger von „Nacht über Nippes“ spielt 1968: Leo Saalbach soll eine minderjährige Tochter aus Frankreich zurückholen.)

Hannes Nygaard: Tod am Kanal (Die Husumer Kripo sucht den Mörder einer Lehrerin.)

Oliver G. Wachlin: Wunderland (Berlin Krimi über den Fall der Mauer. – Als Berliner bin ich gespannt.)

Roswitha Wildgans: Chorale Criminale (Vierter Fall der Weinstubenwirtin und Chorsängerin Maja Kuckuck: ein Metzger, mit dem Kuckuck vor vierzig Jahren eine Affäre hatte, wird erschossen. – Prost!)

Oktober

Meinrad Braun: Fliegende Fische (Richie Salewski findet zwei Stinger-Raketen und will die große Kohle machen. Doch das ist nicht so einfach.)

Carsten Sebastian Henn: Vino Diavolo (Ein Drei-Sterne-Koch wird ermordet und der Tatverdächtige Julius Eichendorff versucht seine Unschuld zu beweisen.)

Stefan Valentin Müller: Schlachthofsymphonie (Kommissar Richard Rose soll in Aschaffenburg den Mord an einem Schlachthofdirektor aufklären. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf einen Kinderhändlerring.)

Reinhard Rohn: Falsche Herzen (Hey, das ist neu: ein Serienmörder in Köln. Sein nächstes Opfer: der ermittelnde Kommissar.)

Roland Stark: Tod im Klostergarten (Eine junge Frau wird ermordet. Ihre Freundin verschwindet. Kommissar Mayfeld ermittelt. Die Schwester der Toten und der Bruder der Verschwundenen wollen die Wahrheit herausfinden. Und die Spur führt – Überraschung! – in die Vergangenheit.)

Dennis Vlaminck: Reliquiem (Ein Krimi aus dem Mittelalter)

November

Nicola Förg: Hundsleben (Kommissar Weinzirl will herausfinden, wer eine Künstlerin und Tierschützerin erschlagen hat. Verdächtig sind die bäuerlichen Nachbarn, andere Tierschützer und Verwandte von Spendern.)

Marianne Enzweiler Hill: Blinde Zeit (Kommissar Karter auf dem Selbstfindungstrip; allerdings ohne Drogen, aber dafür mit einigen anderen Verbrechen, wie einem gefälschten Familienstammbuch und einem verschwundenen Jungen.)

Fett Kursiv sind die Titel, auf die ich mich besonders freue.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Juli 6, 2008

Bei den Alligatorpapieren sind die neuen „TV-Krimi-Buch-Tipps“ erschienen. Wer den vollständigen Überblick über die demnächst im Fernsehen laufenden Verfilmungen von Krimanalfilmen studieren will, muss klicken. Ohne Klicken gibt’s nur die Erwähnung der Höhepunkte:

Hallo liebe Krimifreunde,

zu zwei Wochen, in denen Wiederholungen die Höhe- und auch Tiefpunkte des TV-Programms bilden. Zu den Tiefpunkten zählen, wenn da nicht die Musik von Peter Thomas wäre, die beiden Jerry-Cotton-Filme und der Alain-Delon-Film „Der Panther II – Eiskalt wie Feuer“ (nach einem Roman Frédéric H. Fajardie). Zu den Höhepunkten zählen Clint Eastwoods Dennis-Lehane-Verfilmung „Mystic River“, J. Lee Thompsons John-D.-MacDonald-Verfilmung „Ein Köder für die Bestie“, Orson Welles‘ Whit-Masterson-Verfilmung „Im Zeichen des Bösen“, Peter Godfreys lange nicht mehr gezeigte Wilkie-Collins-Verfilmung „Das Geheimnis der Frau in Weiß“, Jean-Luc Godards Dolores-Hitchens-Verfilmung „Die Außenseiterbande“, Wolfgang Murnbergers Wolf-Haas-Verfilmung „Komm, süßer Tod“, Barry Sonnenfelds Elmore-Leonard-Verfilmung „Schnappt Shorty“ und Alfred Hitchcocks Robert-Bloch-Verfilmung „Psycho“ (die eine „Psycho“-Nacht eröffnet).


Mörderischer Herbst II – Gmeiner, Grafit

Juli 4, 2008

Weiter geht’s mit zwei Krimiverlagen, die sich vor allem dem deutschsprachigen Krimi widmen:

Gmeiner

Seit zehn Jahren gibt es die ausschließlich mit deutschsprachigen Autoren bestrittene Krimireihe im Gmeiner-Verlag. Deshalb: Herzlichen Glückwunsch! (Oh, und auf der Verlags-Homepage gibt es ein Gewinnspiel.)

Juli

Beate Baum: Häuserkampf (Journalistin Kirsten Bertram ermittelt wieder: der Bruder ihres Freundes kommt nach Dresden. Er will das Hechtviertel sanieren. Bertram ist misstrauisch und befindet sich schnell zwischen den Fronten eines mörderischen Kampfes um das Sanierungsgebiet.)

Susanne Bonn: Der Jahrmarkt zu Jakobi (Historischer Kriminalroman: Lindenfels in der Pfalz, 14. Jahrhundert)

Klaus Erfmeyer: Geldmarie (Justizkrimi: Die Polizei glaubt, dass Knobels Freundin ihren Germanistikprofessor umgebracht hat. Anwalt Knobel will ihre Unschuld beweisen.)

B. Erwin/U. Buchhorn: Die Herren von Buchhorn (Historischer Kriminalroman: St. Gallen, 10. Jahrhundert)

Matthias P. Gibert: Kammerflimmern (Der Tod eines Justiziars bringt Kommissar Lenz auf die Spur der Wirtschaftsmafia.)

Edi Graf: Leopardenjagd (Der Leopard will die Tübinger Journalistin Roloff umbringen. Ihre einzige Hoffnung ist ein seit Wochen verschwundener kenianischer Safariführer.)

Sigrid Hunold-Reime: Frühstückspension („ein frecher Beziehungskrimi“ sagt der Verlag)

Marcus Imbsweiler: Schlussakt (Privatdetektiv Max Koller soll den Mörder einer Operngarderobiere finden.)

Fritjof Karnani: Notlandung (Wirtschaftsthriller: Pilotenausbilderin Beryl Kirchbach will herausfinden, warum einer ihrer Schüler sich umbrachte.)

Gabriele Keiser: Gartenschläfer (Kommissarin Franca Mazzari sucht den Mörder des bestialisch erstochenen 18-jährigen Mario Reschkamp. Eine Spur führt ins Drogenmilieu, eine andere in okkulte Kreise und eine dritte zu einer Freundin des Toten.)

Uwe Klausner: Die Kiliansverschwörung (Historischer Kriminalroman: Würzburg: 15. Jahrhundert)

Sabine Klewe: Blutsonne (Eine Mordserie erschüttert Düsseldorf. Die „MK Henker“ und Amateurdetektivin Katrin Sandmann suchen den Täter.)

Matthias Klösel: Tourneekoller (Debüt: Kommissar Beckmann kommt der Selbstmord eines Schweizer Geschäftsmanns nicht koscher vor.)

Norbert Klugmann: Die Nacht des Narren (Historischer Krimi: Lübeck, 17. Jahrhundert)

Paul Lascaux: Wursthimmel (Nach dem Käse geht’s für die Privatdetektive Heinrich Müller und Nicole Himmel um die Wurst.)

Kurt Lehmkuhl: Raffgier (Erster Band der Serie mit dem pensionierten Kommissar Rudolf-Günther Böhnke. Er sucht den Mörder eines angesehenen Immobilienmaklers.)

Raimund A. Mader: Glasberg (Debüt: Kommissar Bichlmaier muss den Mord an einem Politiker und seiner Tochter aufklären. Eine Spur führt in die Vergangenheit zum „Prager Frühling“.)

Hardy Pundt: Deichbruch (Debüt: Wurde beim Deichbau gepfuscht? Wiard Lüpkes will’s wissen.)

Friederike Schmöe: Spinnefeind (Privatdetektivin Katinka Palfy soll herausfinden, wer dem Mathematiklehrer Falk wichtige Unterlagen gestohlen hat und warum einer seiner Schüler bei einer Exkursion verschwand. Da wird Falks Ex-Verlobte umgebracht, Falk wird als Mörder verdächtigt, und Palfy erhält das Angebot, an einer dreimonatigen Ausgrabung in Libyen teilzunehmen. – Klingt verwirrend? Ist es wahrscheinlich auch.)

Hans-Peter Vertacnik: Ultimo (ein Politthriller aus Österreich)

18. September

Bernd Franzinger: Kindspech (achter Fall für Kommissar Tannenberg: die kleine Emma Tannenberg wird entführt. Der Kommissar sucht die Entführer.)

Grafit

Ohne große Vorrede

Bereits erschienen

Matti Rönkä: Der Grenzgänger (Taschenbuch-Ausgabe)

Juli

Christoph Güsken: Sensemann lacht (Comedy-Krimi: Bestsellerautor Dankmar G. Rolling beauftragt Privatdetektiv Henk Voss das Lösegeld für ein gestohlenes Manuskript zu überbringen. Voss erledigt den Auftrag. Doch als er sein Honorar abholen will, ist Rolling tot. Todesursache: zu Tode gelacht.)

Beate Sauer: Der Geschmack der Tollkirsche (Taschenbuch-Ausgabe)

September

Wilfried Eggers: Paragraf 301 (Rechtsanwalt Peter Schlüter soll in einem Fall die Auslieferung eines zu einer zwanzigjährigen Strafe verurteilten Türken in seine Heimat verhindern, in einem anderen Fall soll er einen illegal in Deutschland lebenden Türken in einem Mordprozess verteidigen. – Der Verlag meint „provokant“)

H. P. Karr/Herbert Knorr (Hrsg.): Mord am Hellweg IV (und wieder schreiben deutsche und einige ausländische Krimiautoren Kurzgeschichten. Dieses Mal wird beim Hellweg-Krimifestival auch erstmals der europäische Krimipreis „Ripper-Award“ verliehen.)

Charles den Tex: Die Macht des Mr. Miller (Taschenbuch-Ausgabe)

Oktober

Horst Eckert: Königsallee (Taschenbuch-Ausgabe)

Reinhard Junge: Achsenbruch (PEGASUS ermittelt wieder: eine Autobombe tötet Rechtsanwalt Beißner. Aber wem galt der Anschlag? Ihm oder der Bochumer Oberbürgermeisterin Sonnenschein?)

Pentti Kirstilä: Den Göttern trotzt man nicht (Ein Fall für Lauri Hanhivaara)

Gabriella Wollenhaupt: Es muss nicht immer Grappa sein (ein neuer Comedy-Krimi mit der Journalistin Grappa. – Ich fand den ersten Grappa-Krimi so schlecht, dass ich auf weitere Versuche keine Lust habe.)

Fett Kursiv sind die Titel, auf die ich mich besonders freue.

Bereits erschienen

Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag


Mörderischer Herbst I – Pendragon, Edition Nautilus, Unionsverlag

Juli 3, 2008

Was bringt der Herbst? Natürlich krimitechnisch betrachtet. Den Aufschlag – weil sie den Herbst bereits im Hochsommer beginnen lassen – machen drei Verlage, die auch Kriminalromane veröffentlichen und dabei oft ein glückliches Händchen haben:

Pendragon

Oder: der Verlag, der viele zu Unrecht vergessene Autoren wieder verlegt, teils mit neuen Büchern, teils in Überarbeitungen und teils in Neuauflagen . Ich sage nur Robert B. Parker (In Amerika ein Bestsellerautor), Ernest Tidyman („Shaft“), D. B. Blettenberg (Hey, wann kommt der neue Roman?), Fred Breinersdorfer (dito: Wo bleibt der neue Roman?), Frank Göhre (Schon „Mo“ gelesen?), Roger Graf und Wolfgang Schweiger. Sam Jaun stößt jetzt dazu.

Juni

Pieke Biermann: Der Asphalt unter Berlin (Kriminalreportagen aus der Metropole)

Sam Jaun: Die Brandnacht (Endlich wieder erhältlich!)

Roland Voggenauer: Übersee (Die Bachlers haben eine dunkle Vergangenheit und das Ehepaar Staudacher wird sie aufdecken.)

Juli

Rainer Gross: Weiße Nächte (Sein mit dem Glauser ausgezeichnetes Debüt „Grafeneck“ war die Überraschung des letzten Jahres. Kann er mit dem Folgewerk die Erwartungen befriedigen?)

Michael Koglin: Der du bist dem Vater gleich (Der Obdachlose Omen, die Journalistin Juli und der Ex-Standesbeamte Harley suchen den Mörder einer Pferdepflegerin. Hm, ist wohl mehr Comedy als Krimi.)

August

Sabine Ernst: Kaltes Nest (Debüt: Ein Unbekannter überfällt Frauen. Die Polizei steht vor einem Rätsel.)

Roger Graf: Der Mann am Gartenzaun (Zweiter Fall für Damian Stauffer von der Kripo Zürich: in einer stillgelegten Fabrik wird ein Skelett entdeckt.)

Heinrich-Stefan Noelke: Das Kind im Glas (Bentsen fühlt sich für den Pechvogel Nesto verantwortlich. Als Nesto einen Unternehmer entführt, muss Bentsen etwas tun.)

Robert B. Parker: Der gute Terrorist – Ein Auftrag für Spenser (Nach „Kopfpreis für neun Mörder“ [The Judas Goat, 1978] muss Spenser sich wieder mit Terroristen herumschlagen.)

September

Jutta Motz: Späte Seilschaften (Nach dem Ende des Kalten Krieges stehen ein Oxford-Professor und ein Stasi-Mann unter Mordverdacht. Nur gemeinsam können sie ihre Unschuld beweisen. „Ein tiefgründiger Plot vor dem Hintergrund der neueren deutschen Geschichte“, sagt der Verlag.)

Roger Strub: Hand angelegt (Nach den Tod einer Studentin stößt die Polizei auf erotische Chatrooms und ungeklärte Morde in verschiedenen europäischen Ländern.)

Edition Nautilus

Oder, seit dem Überraschungserfolg „Tannöd“, der Andrea-Maria-Schenkel-Verlag

30. Juni

Robert Brack: Und das Meer gab seine Toten wieder (ist bereits erschienen; spielt in den Dreißigern und liegt auf meinem „unbedingt zu lesen“-Stapel. Denn sein vorheriger Krimi „Schneewittchens Sarg“ gefiel mir sehr gut. Doch jetzt habe ich mir endlich den schon lange überfälligen neuen Harlan-Coben-Roman „Das Grab im Wald“ geschnappt.)

27. August

Kaliber .64

Marita und Jürgen Alberts: Tod in der Quizshow (Ein Filmproduzent bringt vor laufender Kamera einen Quizmoderator um. Der Sender will allerdings, bevor der Mord publik wird, die noch nicht ausgestrahlten Folgen senden. – Das klingt ziemlich durchgeknallt.)

Wolfgang Schorlau: Ein perfekter Mord (Ein Krimiautor soll den perfekten Mord erfinden. Als dieser in die Tat umgesetzt wird, hat der Autor ein Problem.)

Manfred Wieninger: Die Rückseite des Mondes („Eine bösartige Geschichte aus der österreichischen Provinz“, schreibt der Verlag über diese Geschichte ohne Wieningers Serienhelden Marek Miert.)

Unionsverlag

Bekannte Namen bestimmen das Herbst-Programm:

25. Juli

Hannelore Cayre: Das Meisterstück (zweiter Auftritt von Lumpenadvokat Leibowitz: einer seiner Stammkunden ist angeklagt, einen aufsehenerregenden Kunstraub begangen zu haben. Leibowitz schnüffelt ein wenig herum und befindet sich in einer Raubkunst-Affäre wieder.)

Friedrich Glauser: Das erzählerische Werk in vier Bänden (nun, die vier einzeln erhältlichen Bücher in einer Kassette)

Bruno Morchio: Wölfe in Genua (In seinem zweiten Fall soll Privatdetektiv Bacci Pagano im Auftrag der Versicherung den Tod eines Rentners aufklären. Denn der mit einer jungen, bildhübschen Frau Verheiratete schloss kurz vor seinem Tod eine millionenschwere Lebensversicherung ab.)

Leonardo Padura: Der Nebel von gestern (Mario Conde verliebt sich in das Bild einer auf rätselhafte Weise verstorbenen Bolero-Sängerin aus den Fünfzigern. Er will mehr herausfinden.)

Nury Vittachi: Shanghai Dinner (Taschenbuch-Ausgabe)

Fett kursiv: auf diese Bücher freue ich mich besonders.


Splitter aus der Welt der bewegten Bilder

Juli 2, 2008

Erfreulich, aber auch enttäuschend ist diese Meldung: Die Verfilmung von Harlan Cobens Roman „Kein Sterbenswort“ (Tell no one, 2001) erscheint auf DVD. Der gleichnamige Spielfilm von Guillaume Canet ist ab dem 9. Juli im Verleih; ab Anfang August kann er auch gekauft werden. Die Extras scheinen sich in einem sehr überschaubaren Rahmen zu halten.

Dabei hätte ich den Film gerne im Kino gesehen.

„John Rambo“ oder „Rambo IV“ kann dagegen schon in drei verschiedenen Fassungen gekauft werden. Dabei wird der Film von Fassung zu Fassung immer kürzer. Die FSK-16-Fassung scheint als Torso sogar einen gewissen Unterhaltungswert zu besitzen. Die Schnitte sind detailliert bei Schnittberichte erfasst:

FSK 16 – SPIO/JK

Keine Jugendfreigabe – SPIO/JK

Noir of the Week bespricht diese Woche „Sorry, Wrong Number“ (Du lebst noch 105 Minuten, USA 1948). Letzte Woche war’s „L’Ascenseur pour l´Échafaud“ (Fahrstuhl zum Schafott, Fr 1957). Zwei sehenswerte Filme.

In der New York Times spricht George Lucas über seinen neuen Film „Star Wars: The Clone Wars“. Der Trailer für den am 14. August startenden Zeichentrickfilm aus dem Krieg-der-Sterne-Universum sieht ziemlich – – – abschreckend aus.


KrimiWelt-Bestenliste Juli 2008

Juni 28, 2008

Was flattert immer am letzten Wochenende des Monats in den Briefkasten? Die Bestenliste der KrimiWelt. Für den Monat Juli haben sich folgenden Werke platziert:

1 (1) Matti Rönkä: Bruderland

2 (3) Allan Guthrie: Abschied ohne Küsse

3 (9) Magdalen Nabb: Vita Nuova

4 (-) Jenny Siler: Portugiesische Eröffnung

5 (-) Colin Cotterill: Dr. Siri und seine Toten

6 (-) John Harvey: Schlaf nicht zu lange

7 (4) Matt Beynon Rees: Der Verräter von Bethlehem

8 (10) Stuart MacBride: Der erste Tropfen Blut

9 (-) Michael Chabon: Die Vereinigung jiddischer Polizisten

9 (-) Rex Miller: Fettsack