TV-Tipp für den 26. Januar

Januar 26, 2008

RBB, 23.35

Lemmy Caution gegen Alpha 60 (F/I 1965, R.: Jean-Luc Godard)

Drehbuch: Jean-Luc Godard

Agent Lemmy Caution sucht in Alphaville den verschwundenen Konstrukteur von “Alpha 60”. Das Computergehirn „Alpha 60“ beherrscht die Stadt nach einer nur ihr zugänglichen Logik. Und wer sich „Alpha 60“ widersetzt, stirbt.

Der Plot könnte auch aus einem der damals die Kinosäle füllenden Lemmy-Caution-Filme, hier mit einem kräftigen James-Bond-S-F-Touch, stammen. Schließlich spielt Eddie Constantine auch in „Lemmy Caution gegen Alpha 60“ die Hauptrolle. Aber Jean-Luc Godard führte Regie – und von ihm ist alles zu erwarten, außer einer 08/15-S-F-Actionklamotte (und genau von diesen Filmen wollte Eddie Constantine damals auch weg).

An der Kasse war’s daher auch kein Erfolg bei den Eddie-Constantine-Fans. Bei den Kritikern schon. Heute genießt „Lemmy Caution gegen Alpha 60“ zu Recht Klassikerstatus. Godard und sein Kameramann Raoul Coutard inszenierten das damalige Paris als eine trostlose Betonwüste. Godard spielte souverän mit den Genreregeln und Themen von Science-Fiction und Noir.

„Godard meint kein Utopia dieser oder jener Provenienz, sondern den totalen technischen Staat“, schrieb damals die Frankfurter Allgemeine. Der Filmdienst schrieb: „Wenn der Schriftsteller Theodore Sturgeon behauptet, eine Science Fiction-Story sei eine Geschichte, ‚die den Menschen als Mittelpunkt sieht, ein menschliches Problem behandelt und eine menschliche Lösung bietet, die aber ohne ihren wissenschaftlichen Gehalt überhaupt nicht zustande gekommen wäre’, so erscheint einem Jean-Luc Godards neuester Film als der erste Versuch eines Science-Fiction-Films überhaupt. Die technische Entwicklung bietet die Voraussetzung für die Behandlung – sagen wir es etwas hochtrabend – existenzphilosophischer Fragen.“

Diese Fragen sind heute aktueller denn je. Und deshalb ist „Lemmy Caution gegen Alpha 60“ im Gegensatz zu vielen anderen S-F-Filmen immer noch nicht veraltet.

Unwichtiges Wissen 1: Lemmy Caution ist ein von Krimiautor Peter Cheney erfundener Charakter.

Unwichtes Wissen 2: Die deusche Synthiepop-Band „Alphaville“ hat sich nach diesem Film benannt.

Daraus folgendes wichtiges Wissen: 1 und 2 haben nichts mit Godards Film zu tun.

Mit Eddie Constantine, Anna Karina, Akim Tamiroff, Howard Vernon, Laszlo Szabo, Christa Lang, Jean-Pierre Léaud

Auch bekannt als „Alphaville“

Weitere Informationen:

RBB über den Film

Arte spricht mit Jean-Luc Godard

Die Zeit spricht mit Jean-Luc Godard

Offizielle Peter-Cheney-Seite

Thrilling Detective über  Peter Cheney


Zu überraschende Schlusspointe

Januar 25, 2008

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++Achtung: diese Besprechung verrät das Ende++

 

Nach dem spannenden Gerichtsthriller „Zug um Zug“ legte Andreas Hoppert jetzt mit „Menschenraub“ eine enttäuschende Kopfgeburt vor. Dabei beginnt „Menschenraub“ spannend. Drei Männer fahren mit einer betäubten Geisel auf eine Polizeisperre zu. Weil Jochen die Gegend kennt, können sie unerkannt zu ihrem Versteck fahren. Dank eines Zeugen weiß die Polizei bereits vor dem ersten Anruf der Erpresser, dass die sechzehnjährige Millionärstochter Daniela Schwalenberg entführt wurde.

Die Soko-Leiterin Helen Baum, eine nur im Studium von Statistiken erfahrene politische Beamtin, versucht ihre mangelnde Kompetenz durch die wagemutige Theorie, dass das Opfer ihre Entführung inszenierte, wettzumachen.

Zur gleichen Zeit ist Hopperts Serienheld Marc Hagen mit einem anderen Fall beschäftigt. Seine Chefin Dr. Irene von Kleist hat ihm den Mandanten Peter Schlüter überlassen. Sie muss ihrer Schwester seelischen Beistand bei der Entführung leisten. Immerhin ist die entführte Daniela ihre Nichte.

Schlüter hat auf dem Speicher des elterlichen Mietshauses eine mumifizierte Leiche entdeckt. Er bittet Hagen, herauszufinden, wer die Tote ist und wer sie vor ungefähr dreißig Jahren umbrachte. Gegen ein stattliches Honorar ist Hagen einverstanden.

Auf den ersten Blick haben beide Geschichten nichts miteinander zu tun. Aber selbstverständlich hängen die Entführung und der Mord irgendwie miteinander zusammen und Hopperts Serienheld Marc Hagen wird eine wichtige Rolle bei der Entführung spielen.

Das kann gesagt werden, ohne etwas vom Ende zu verraten. Wer „Menschenraub“ lesen will, ohne das Ende zu kennen, muss jetzt aufhören. Die anderen dürfen weiterlesen.

Die Verknüpfung der beiden Geschichten ist nämlich so überraschend, dass ich das Buch am Ende zuklappte und mich von Hoppert belogen fühlte. Für diese Besprechung habe ich mir natürlich die kritischen Stellen wieder angesehen und ich muss zugeben: Hoppert lügt nicht. Aber der Plot von „Menschenraub“ ist eine nicht funktionierende Kopfgeburt.

Denn Hoppert erzählt nicht zwei, sondern drei Geschichten, die durch abenteuerliche Zufälle über drei Jahrzehnte miteinander verknüpft werden. Er erzählt von den Ermittlungen der Polizei bei einer Entführung (heute). Er erzählt von den Ermittlungen Hagens in einem Mordfall (heute). Er erzählt von einer Entführerbande und ihre Opfer (damals).

Diese Verknüpfung von drei Erzählsträngen, die erst am Ende aufeinander stoßen, könnte funktionieren, wenn jeder Erzählstrang eine eigene Dynamik hätte und ihr Verhältnis zueinander erahnbar, oder, was noch besser wäre, wenn sie sich gegenseitig beeinflussen würden. Doch in „Menschenraub“ laufen die einzelnen Geschichten unverbunden nebeneinander her und auch ihre Verknüpfung am Ende ist gewollt.

Damit sind wir beim wichtigsten Grund für das Scheitern von „Menschenraub“. Die Hinweise auf die richtige Lösung sind so spärlich, dass man sie nur erkennt, wenn man die Lösung kennt. So erwähnt Hoppert, wenn er aus Sicht der Geisel erzählt, nie den Namen der Geisel. Doch warum sollte er? Sie ist die einzige Frau unter den Entführern und für diese tatsächlich nur ein Ding, mit dem sie Geld verdienen wollen. Es gibt keine Hinweise auf die Handlungszeit. Die Abwesenheit von Handys, Computern und iPods könnte misstrauisch machen, wenn es für Entführer nicht sehr vernünftig wäre, ihre Anrufe nicht mit ihrem Handy zu tätigen. Auch die Lebensgeschichte von Freddy, dem Planer, könnte misstrauisch machen. Er hat zuletzt drei Millionen Mark gestohlen. Aber er wurde zu D-Mark-Zeiten verhaftet und nach acht Jahren aus der Haft entlassen. Das alles lässt keine Rückschlüsse auf eine bestimmte Zeit zu. Dagegen deutet der Satz „Wenn die Bullen wussten, wer hier versteckt wurde, hätten sie doch mit Sicherheit ein Spezialeinsatzkommando vorbeigeschickt und nicht diese beiden Dorfpolizisten, oder?“ auf die Gegenwart. Denn in den Siebzigern waren SEKs noch nicht so en vogue wie heute.

Doch diese Entführung spielt in den Siebzigern. Damals entführte Freddy mit zwei Kumpels eine fünfzehnjährige Millionärstochter. Daniela Schwalenbach spielt heute diese Entführung nach. Die damalige Entführung ging schief, Die Geisel starb und wird dreißig Jahre später als mumifizierte Leiche auf dem Speicher eines Mehrfamilienmietshauses entdeckt.

Und so kommen wir zum nächsten wichtigen Grund für das Scheitern von „Menschenraub“: die zahlreichen, aberwitzigen Zufälle. Denn damit diese Konstruktion mit zwei Zeitebenen und drei Geschichten funktioniert, muss die Leiche zufällig genau an dem Tag entdeckt werden, an dem die Entführung stattfindet. Dann muss zufällig die Kanzlei von Kleist mit dem Mandat beauftragt werden und zufällig muss von Kleist mit den Schwalenbachs verwandt sein. Denn natürlich hatte Schlüter den Fund der Leiche auch der Polizei melden können.

Weil in „Menschenraub“ nicht Hopperts Seriencharakter Marc Hagen, sondern die Soko-Leiterin Helen Baum die treibende Kraft der Hauptgeschichte ist, sollte sie irgendwie sympathisch sein. Aber sie ist immer eine überforderte, unsympathisch-rechthaberische Person. Sie leiert ständig die neuesten statistischen Erkenntnisse herunter. Sie ist von Anfang an überzeugt, dass die Entführung fingiert ist und geht keiner anderen Spur nach. Sie hat zwar am Ende Recht, aber weil es keine stichhaltigen Anhaltspunkte für ihre Vermutung gibt, muss die ganze Zeit angenommen werden, dass sie in eine vollkommen falsche Richtung ermittelt.

Diese Ermittlungen laufen, wie die Entführung mit dem Spiel von Kontaktaufnahme und Lösegeldübergabe, lehrbuchhaft ohne große Überraschungen ab. Auch die Ermittlungen von Hagen in dem alten Mordfall folgen dem gewohnten Spiel von Spur A zu Spur B zu Spur C. Das erzählt Hoppert nicht schlecht, aber weil die Mordermittlung bis zum Ende des Romans keine Verbindung zur Geiselnahme-Geschichte hat, stellt sich beim Lesen immer wieder die Frage, was die beiden in der Gegenwart spielenden Geschichten miteinander zu tun haben.

Nach „Zug um Zug“ hatte ich von Andreas Hoppert einen spannenden Thriller mit überraschenden Wendungen über eine Entführung erwartet. „Menschenraub“ ist ein formelhafter Langweiler mit einer missglückten Schlusspointe.

 

 

Andreas Hoppert: Menschenraub

Grafit, 2007

256 Seiten

9,50 Euro

 

Meine Besprechung von „Zug um Zug“


TV-Tipp für den 25. Januar

Januar 25, 2008

ZDF, 22.30

Lesen!

Ulrike Kriener (Kommissarin Lucas) besucht Elke Heidenreich (Ich mag keine Krimis.) und redet mit ihr über Bücher. Die beiden Damen werden sich unter anderem über den Krimi „Kind 44“ von Tom Rob Smith (Heidenreich gefällt’s; Hammett nicht), Stewart O’Nans „Letzte Nacht“, D. H. Lawrence und Vicki Baum austauschen.

Das ZDF liefert weitere Informationen.


Neu im Kino: My Blueberry Nights

Januar 24, 2008

My Blueberry Nights (Hongkong/China/Frankreich 2007, R.: Wong Kar-wai)

Drehbuch: Wong Kar-wai, Lawrence Block

Die letzten Filme von Wong Kar-wai habe ich mir nicht mehr angesehen. Aber „My Blueberry Nights“ ist nur für Cineasten ein Kar-wai-Film. Für Krimifans ist „My Blueberry Nights“ natürlich ein Lawrence-Block-Film. Auch wenn es kein Krimi ist,  Lawrence Block nur das Drehbuch zusammen mit Kar-wai schrieb, Kar-wai sich anscheinend einige Freiheiten nahm (Ich kenne das Drehbuch nicht, aber wahrscheinlich untertreibe ich schamlos), Block „My Blueberry Nights“ nach der Cannes-Premiere (bei der er nicht war) nicht mehr erwähnte und die Kritiken bestenfalls durchwachsen sind.

Doch bei der Besetzung wird etwas für’s Auge geboten. Der Soundtrack ist auch gut und die Story interessiert nicht weiter. Es geht um eine junge Frau, die die wahre Liebe sucht und sich dafür auf eine Reise quer durch Amerika begibt.

Mit Norah Jones, Jude Law, David Strathairn, Natalie Portman, Rachel Weisz

Hinweise:

Deutsche Homepage zum Film

Französische Homepage zum Film (nicht so umfangreich)

Film-Zeit über „My Blueberry Nights“


TV-Tipp für den 24. Januar

Januar 24, 2008

Arte, 21.00

Hamburger Lektionen (D 2006, R.: Romuald Karmarkar)

Drehbuch: Rmuald Karmakar

Allein für die Uhrzeit muss man Arte lieben. Zur besten Sendezeit präsentiert der Kultursender eine über zweistündige Lesung. Manfred Zapatka liest von Imam Mohammed Fazazi in der Al-Quods-Moschee in Hamburg im Januar 2000 gehaltene Lektionen. Bei diesen Lektionen, die zum Krieg des Islam gegen den Westen aufstachelten,  waren drei der vier 9/11-Todespiloten dabei.

„Es geht mir darum etwas zu verstehen, ein Gedankengebäude  sichtbar zu machen, wo in der Rezeption meist nur Phrasen und Begriffe stehen.“ (Karmarkar)

Der Film lief 2006 auf der Berlinale den Silbernen Bären.

Mit Manfred Zapatka, August Diehl (Sprecher)

Hinweise:

Homepage zum Film

Arte zum Film (beides mit informativen Hintergrundmaterial)

Film-Zeit über den Film


Drei neue Romane mit den drei CSI-Teams

Januar 23, 2008

Die erfolgreiche Forensik-Serie „CSI“ mit ihren beiden Ablegern muss wahrscheinlich nur Menschen vorgestellt werden, die die vergangenen Jahre auf einer einsamen Insel lebten. Doch alle anderen kennen die drei Ermittlerteams und wissen, dass diese in Las Vegas, Miami und New York mit modernsten wissenschaftlichen Methoden Täter fangen. Denn, so das Motto der Serie, Beweise lügen nicht. Nach dem Erfolg der Serie wurden Computerspiele, Comics und Romane mit neuen Fällen auf den Markt geworfen.

Auch die neuesten CSI-Romane werden den Fans in gefallen. Denn besonders die Romane „CSI: Crime Scence Investiagions – In Extremis“ von Ken Goddard (weniger gelungen) und „CSI: Miami – Mörderisches Fest“ von Donn Cortez (gelungener) folgen fast schon sklavisch genau der Struktur der Filme mit mehreren parallelen Fällen und einem Verzicht auf psychologische Erklärungen. Nur „CSI: NY – Sintflut“ von Stuart M. Kaminsky geht genauer auf die Motive der Täter ein und erzählt auch aus der Perspektive von Tätern und Opfern.

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Damit ist sein dritter „CSI:NY“-Roman für normale Krimifans sicher das befriedigenste Buch. Aber mit drei parallelen Mordermittlungen ist es schwer den Überblick zwischen den Fällen und den zahlreichen Verdächtigen zu behalten. Der Hauptfall ist eine Serienkillergeschichte. In ihm will ein Killer in einer Nacht mehrere Menschen umbringen. Mac Taylor entdeckt auf dem Körper der Ermordeten eingeritzte Buchstaben. Sie scheinen ein Hinweis auf den Täter, sein Motiv und seine künftigen Morde zu sein. Taylor fragt sich, wie viele Menschen noch auf der Liste des Killers stehen.

Der zweite Fall, der bestialische Mord an dem beliebten Lehrer Alvin Havels in einer Nobelschule, ist ein klassisches Locked-Room-Mystery. Der Lehrer wurde in seinem Klassenzimmer ermordet. Der Gang vor dem Zimmer wird mit Videokameras überwacht. Der Kollege, der die Leiche entdeckte, hat niemanden gesehen. Danny Messer und Lindsay Monroe fragen sich: Wie konnte der Täter also den Tatort verlassen?

Der dritte Fall sorgt für den nötigen Humor. Eine Bombe zerstört eine Wirtschaft. Ermittler Sheldon Hawkes wird in dem einsturzgefährdeten Haus in einem Loch verschüttet. Bei ihm ist ein Mann, der sich Connor Custus nennt und wahrscheinlich für die Explosion verantwortlich ist. In jedem Fall hat er ein abenteuerliches Leben hinter sich hat und ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Von oben versuchen Stella Bonasera und die Feuerwehr die beiden Eingeschlossenen zu befreien. Wegen des sintflutartigen Regens, der auch alle Spuren vernichtet, haben sie nicht viel Zeit.

Stuart M. Kaminsky führt die Fälle zu einer befriedigenden Lösung. Außerdem gelingt es ihm, die verschiedenen Charaktere mit wenigen Worten zu skizzieren. So sind die Verhöre der Schülerinnen hübsche kleine Charakterstudien.  Und, nachdem New York in „Der Tote ohne Gesicht“ (Dead of winter, 2005) unter einer Kältewelle, in „Blutige Spur“ (Blood on the sun, 2006) unter einer Hitzewelle, litt, regnet es in „Sintflut“ bereits seit Tagen ohne Unterbrechung. Selbstverständlich beeinflusst das ungewöhnliche Wetter wie in den vorherigen „CSI:NY“-Romanen von Stuart M. Kaminsky die Ermittlungen.

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Auch Donn Cortez präsentiert in seinem CSI:Miami“-Roman „Mörderisches Fest“ drei Fälle. Aber im Gegensatz zu Stuart M. Kaminsky legt er den Schwerpunkt – wie die TV-Serie – auf eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Ermittlungsschritte.

Die Vorweihnachtstage unterscheiden sich in Miami, bis auf die Temperatur, nicht so sehr von deutschen Vorweihnachtstagen. Wildgewordene Weihnachtsmänner toben durch die Stadt, hinterlassen ihre Spuren und betrinken sich bei der Santarchy. Als einer von ihnen stirbt, müssen die CSIler ran. Schnell finden sie heraus, dass der arbeitslose Schauspieler Kingsley Patrick vergiftet wurde. Ryan Wolfe und Frank Tripp müssen als verantwortliche Ermittler herauszufinden, ob der Mörder wirklich diesen Santa umbringen wollte. Denn Patrick führte ein zurückgezogenes Leben und er hatte keine Feinde.

Der zweite Fall dreht sich um einen Mann, der in den Sümpfen gefunden wurde. Sein Kopf ist explodiert. Eine harte Nuss für Eric Delko. Denn am Tatort gibt es keine Spuren von dem Mörder. Und er muss zuerst die Identität des aus Südamerika kommenden John Doe, der wahrscheinlich Rauschgift schmuggelte, herausfinden.

Der dritte Fall ist anfangs der komödiantische Fall. Der Zauberer Abdus Sattar Pathan verprügelt einen Kioskbesitzer. Anscheinend haben ihn die Nacktaufnahmen einer Muslima in Rage versetzt. Horatio Caine wird in den Fall verwickelt, weil Pathan sich weigert, sich seine Fingerabdrücke abnehmen zu lassen. Als er später kooperiert und die Tat leugnet, glaubt Caine, dass er hereingelegt werden soll. Noch bevor Caine herausfindet, wie Pathan die Beweise manipulierte, wird Pathan entführt. Oder ist das ein weiterer Trick des Zauberers?

Im Gegensatz zu den beiden anderen Fällen wird der Pathan-Fall nicht richtig gelöst. Zwar wird Pathan am Ende verhaftet, aber Cortez erzählt nicht, wie er die Beweise so manipulierte, dass Caine es nicht herausfinden konnte. Allerdings beruht die CSI-Formel genau darauf, dass der Tathergang anhand von Spuren erklärt wird. Und weil Caine in diesem Fall ermittelte, war es der Hauptfall, der dann auch vollständig geklärt werden sollte.

Die Pathan-Gesichte ist der Cliffhanger zum nächsten CSI:Miami-Roman „Harm for the Holidays – Heart Attack“ (2007) von Donn Cortez.

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Ken Goddards erster  „CSI“-Roman „In Extremis“ mit dem Las-Vegas-Team unterscheidet sich, allerdings nicht zu seinem Vorteil, von den „CSI“-Romanen von Stuart M. Kaminsky und Donn Cortez. Bei Goddard steht ein Fall im Mittelpunkt und, ein Tabubruch im „CSI“-Universum, im ersten Kapitel schildert Goddard den Tathergang.

Der psychopathische Ex-Soldat Alek Mialkovsky soll einen Mord verüben. Mitten in der Nacht liegt er am Treffpunkt in der Wüste auf der Lauer. Zufällig trifft eine Gruppe von Bikern ein. Die sorgfältig geplante Operation läuft aus dem Ruder und die Biker erschießen einen Pick-up-Fahrer.

Kurz darauf ruft Captain Jim Brass Gil Grissom und sein gesamtes Team zum Tatort. Denn die Biker sind Undercover-Polizisten, die einen wichtigen Drogendealer auf frischer Tat verhaften wollten. Die Forensiker beginnen den Schusswechsel zu rekonstruieren. Da wird auf einer nahe gelegenen Lichtung eine weitere Leiche entdeckt. Mialkovsky beobachtet mit dem Gewehr im Anschlag die Ermittler. Und ein Sturm naht.

Gerade weil Ken Goddard penibel der kondensierten „CSI“-Formel folgt, zeigt er auch, dass das in Buchform zu wenig ist. In ihr wird, ähnlich einem Whodunit, der Ablauf eines Verbrechens rekonstruiert. Aber „In Extremis“ ist, schließlich ist der Mörder von Anfang an bekannt, kein Whodunit. Es ist nur die Rekonstruktion eines uns bekannten Tatverlaufs. Weil Goddard aber nicht erklärt, warum sich zufällig ein Dutzend Menschen mitten in der Nacht in der Wüste treffen und er auch keine Hinweise auf Mialovskys Auftraggeber und Auftrag gibt, werden die Morde immer mehr zu einem beliebigen, nicht sonderlich spannendem, forensischen Rätsel. Das Ende, in dem der Mörder ungestraft entkommen kann, beschließt einen schlechten CSI-Roman. Oder sagen wir es umgekehrt: „In Extremis“ wäre, mit einem anderen Anfang, eine okaye „CSI“-Folge.

Insgesamt hat Stuart M. Kaminsky mit „CSI:NY – Sintflut“ das für Krimifans beste CSI-Buch des Herbstes geschrieben. Donn Cortez spekuliert mit dem Ende von „CSI: Miami – Mörderisches Fest“ zu unverholen auf eine Fortsetzung. Allerdings hat er auch zwei gute Kriminalfälle geschrieben. Es ist damit ein Buch, das sich vor allem an „CSI:Miami“-Fans richtet. Ken Goddards CSI-Einstand „In Extremis“ ist als reine Tatrekonstruktion auch für CSI-Fans enttäuschend.

 

 

 

Stuart M. Kaminsky: CSI: NY – Sintflut

(übersetzt von Antje Görnig)

VGS, 2007

312 Seiten

17,95 Euro

 

Originalausgabe:

CSI: NY – Deluge

Pocket Books, 2007

 

 

Donn Cortez: CSI: Miami – Mörderisches Fest

(übersetzt von Frauke Meier)

VGS, 2007

312 Seiten

17,95 Euro

 

Originalausgabe:

CSI: Miami – Harm for the Holidays – Misgivings

Pocket Books, 2006

 

 

Ken Goddard: CSI: Crime Scence Investigations – In Extremis

(übersetzt von Frauke Meier)

VGS, 2007

280 Seiten

17,95 Euro

 

Originalausgabe:

CSI: Crime Scence Investigation – In Extremis

Pocket Books, 2007

 

Hinweise:

Homepage von Stuart M. Kaminsky

Homepage von Donn Cortez

Homepage von Ken Goddard

 

Meine Besprechung von Stuart M. Kaminsky: CSI:NY – Der Tote ohne Gesicht

Meine Besprechung von Stuart M. Kaminsky: CSI:NY – Blutige Spur

Meine Besprechung von Max Allan Collins: CSI – Im Profil des Todes

Meine Besprechung von Kris Oprisko/Jeff Mariotte: CSI:Miami (Comic)

Meine Besprechung von Kris Oprisko:  CSI – Domino (Comic)

Meine Besprechung von Steven Grant: CSI – Geheimidentität (Comic)

Meine Besprechung von Max Allan Collins: CSI:NY – Blutiger Mord (Comic)

Meine Besprechung von Max Allan Collins: CSI – Das Dämonenhaus

(weil es bei allen Besprechungen auch zahlreiche Links zu verschiedenen CSI-Seiten gibt, verzichte ich hier darauf)


Kurzmeldungen: Heath Ledger tot, Oscar- und Razzie-Nominierungen, „Die Anwälte“ abgesetzt, „Conspiracy Theory“ online

Januar 23, 2008

Der 28-jährige Heath Ledger (Brokeback Mountain) wurde am Dienstag tot in seiner New Yorker Wohnung gefunden. Er starb wahrscheinlich an einer Überdosis Drogen  (via Crimespree Cinema; siehe auch CNN).

Die Oscar-Nominierungen sind draußen. Die meisten Filme (viele Krimis!), die in den wichtigen Kategorien nominiert sind, laufen demnächst in Deutschland an. Etliche der nominierten Drehbücher gibt’s im Netz. Direkte Links zu ihnen gibt es bei Simply Script.  Und, bei dem ganzen Jugendkult, ist es schön, dass der achtzigjährige Hal Holbrook (hier der Link zu einem Interview) als bester Nebendarsteller nominiert wurde.

Die Razzie-Nominierungen sind ebenfalls draußen. Die meisten Filme kenne ich nicht – und will sie wahrscheinlich auch niemals sehen.

RTL arbeitet am Absetzungsrekord. Nach nur einer Folge wird „Die Anwälte“ (mit Kai Wiesinger und Alexander Held) abgesetzt. Die Quote am vergangenen Donnerstag war aus RTL-Sicht suboptimal („deutlich unter den Erwartungen„) und so wurde ein Kurzer Prozess gemacht. Dabei hätten „Die Anwälte“ durchaus Eine Zweite Chance verdient gehabt.  Denn sooo schlecht war die erste Folge nicht.

Brian Helgelands Drehbuch „Conspiracy Theory“ (Fletchers Visionen, verfilmt von Richard Donner mit Mel Gibson und Julia Roberts) ist online.


TV-Tipp für den 23. Januar

Januar 22, 2008

3sat, 22.45

Einsatz in Hamburg: Bei Liebe Mord (D 2004, R.: Lars Becker)

Drehbuch: Dirk Salomon, Thomas Wesskamp

Zwei Zivilfahnder erschießen einen Verbrecher und präsentieren ihn als Mörder einer Prostituierten. Kommissarin Jenny Berlin bezweifelt deren Version und ermittelt gegen die Kollegen und den Kiezpaten Drago.

Gewohnt gute Kost von Lars Becker.

Mit Aglaia Szyszkowitz, Hannes Hellmann, Rainer Strecker, Cosma Shiva Hagen, Hanno Koffler, Martin Brambach, Hilmi Sözer, Ulli Kinalzik, Felix Vörtler, Bülent Sharif


Cover der Woche

Januar 22, 2008

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TV-Tipp für den 22. Januar

Januar 22, 2008

RBB, 20.15

Berliner Ecken und Kanten: Der Alexanderplatz (D 2008, R.: Jörn Kalkbrenner)

45-minütige Reportage von Jörn Kalkbrenner über den zentralen Verkehrsknotenpunkt von Berlin. Die heutige Baustelle hat nichts mehr mit Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ zu tun, außer dass er immer noch ein hoch frequentierter Platz ist. Und unsere Stadtväter haben großes mit dem zugigen Ort vor. Doch „Berlins Manhattan“ (RBB-Homepage) ist sicher etwas hoch gegriffen. Ich meine, was ist dann der Potsdamer Platz?

RBB zur Reportage


Kurzmeldungen: Benjamin M. Schutz gestorben,…

Januar 21, 2008

Benjamin M. Schutz ist gestorben (Meldung1, Meldung 2). Schutz wurde bekannt mit seinen Leo-Haggerty-PI-Romanen. Zuletzt veröffentlichte er „Unerbittlich“ (The Mongol Reply, 2004); ein lesenswerter Thriller über eine Scheidung.

Al Navis schrieb einen Nachruf auf seinen am 17. Januar 2008 verstorbenen Freund Edward D. Hoch. Ebenso Robert J. Randisi und Bill Chambers.

Dieter Paul Rudolph veröffentlicht das Inhaltsverzeichnis des „Krimijahrbuch 2008“.


Blog-Karneval, eine Jugendrichterin erzählt, Folter, Overwriting, Pitching

Januar 21, 2008

AUS DER WELT DER LITERATUR

Ludger Menke aus HaHa ruft in seinem Krimiblog zum zweiten Blog-Karneval auf. Das Thema ist:

Zum Totlachen komisch – der Krimi und der Humor

Mord und Totschlag stehen oft im Mittelpunkt von Krimis und Thrillern. Angesichts solcher Verbrechen stellt sich die Frage, wie witzig, wie lustig darf Kriminalliteratur sein? Schwarzer Humor gegen schwarze Gedanken? Witz und Ironie als Mittel im Kampf gegen das Böse in der Welt? Wie lustig darf es für Dich sein?

Wie das Thema bearbeitet wird ist egal. Wo nicht. Aber das sagt Ludger alles im Krimblog. Und das alles muss bis zum 24. Februar erledigt sein. Also nach Fastnacht und Berlinale.

AUS DER WELT DES VERBRECHENS

Überhaupt nicht komisch, aber sehr lesenswert ist das ausführliche Interview mit der Jugendrichterin Ruth Sieveking (Berlin, Amtsgericht Tiergarten)  in der Berliner Zeitung: „Drill hilft gar nicht“.

Barry Eisler schreibt in seinem Blog über die neuesten Äußerungen des National Intelligence-Direktors Mike McConnell zur Wasserfolter.

AUS DER WELT DES FILMS

Ken Levine schreibt in seinem Blog über Overwriting. Einerseits schreibt er TV-Drehbuchautoren  (da gibt es genaue Zeitvorgaben), andererseits sind die Bemerkungen auch für deutsche Drehbuchautoren interessant zu lesen – und auch einige Romanautoren, die glauben, ein Buch unter vierhundert Seiten sei schlecht, inspirierend zu lesen:

When reading a spec, one of the most common traps I see young writers falling into is overwriting. (…)

The only thing worse than a TV script of screenplay that’s overwritten is a stage play. Plays have no length requirement so the playwright has free reign to torture us long into next month. (…)

And then there’s the dialogue.

This may sound obvious but worth stating anyway: Always remember that actors have to perform your script.

Soooo many times I’ll see full page speeches with sentences so long and complicated that no human being on earth could ever deliver them. And certainly not in one breath. (…)

Whenever my partner, David and I go back to polish a draft we thin out the big speeches. If the speech is 14 lines we make it 11, if it’s 11 lines we make it 9. There are ALWAYS trims.

Same is true in stage direction. A reader sees a big block of stage direction I GUARANTEE he will not read it. You could describe a sex act in detail and he’ll flip the page.

As a rule it’s better to underwrite than overwrite. We have an expression. We like “open pages”. Much more white than type. 

Lisa Kling schreibt über das Pitching (also das Verkaufsgespräch für eine Geschichte) für eine TV-Serie:

What they want is an interesting variation on their established formula. “House” wants medical mysteries. “CSI” wants twisty murders. But successful pitches will always be about the characters, even on a procedural show. Pitch stories which challenge the main characters, and force them to make decisions or take actions which reveal more about them. When you’re doing your show homework, look for character moments which hint at untold secrets or unexpected traits. Then create a story situation which brings them out. Yes, a clever, original plot is important, but one which also carries some emotional weight will be a much stronger pitch.


TV-Tipp für den 21. Januar

Januar 21, 2008

Es gibt viele Gründe für den heutigen TV-Tipp. Einer ist: Jeanne Moreau feiert am Mittwoch, den 23. Januar, ihren achtzigsten Geburtstag.

Arte, 21.00

Jules und Jim (F 1961, R.: Francois Truffaut)

Drehbuch: Francois Truffaut, Jean Gruault

LV: Henri-Pierre Roché: Jules et Jim, 1953 (Jules und Jim)

1912 lernen sich der französische Literat Jim und sein deutscher Kollege Jules kennen. Beide verlieben sich in die lebenslustige Cathérine – und erleben die reine Liebe zu dritt.

„Jules und Jim“ ist wahrscheinlich Truffauts bekanntester Film. Jedenfalls ist sein Kultfilm ein zeitloser Film über die scheinbar unmögliche reine Liebe in einer Dreierbeziehung.

„Es wird kaum ein Wort darüber verloren, dass ‚Jules und Jim’ alles andere als den bürgerlichen Moralvorstellungen huldigt, sondern sie im Gegenteil auch noch lustvoll verhöhnt. (…) Obwohl so traurige Ereignisse wie Ehebruch, Selbstmord und Tod erzählt werden, handelt ‚Jules und Jim’ eigentlich von nichts anderem als vom Glück. Truffaut hängt die ganze Filmdauer der Frage nach, wie das richtige Leben aussehen müsse, was man tun müsse, um wirklich glücklich zu sein.“ (Willi Winkler: Die Filme von Francois Truffaut)

Der Film basiert auf einem autobiographischen Roman von Henri-Pierre Roché (1879 – 1959). Zehn Jahre später verfilmte Truffaut seinen Roman „Zwei Mädchen aus Wales und die Liebe zum Kontinent“. In ihm variieren Roché und Truffaut die Geschichte von „Jules und Jim“: ein Mann steht zwischen zwei Frauen.

Mit Jeanne Moreau, Oskar Werner, Henri Serre

Wiederholung:

Dienstag, 22. Januar, 14.55 Uhr

Arte zum Film


Deutscher Krimipreis 2008

Januar 20, 2008

Der Deutsche Krimipreis 2008 wurde mit einer schnöden Pressemitteilung vergeben, weil es auch in diesem Jahr eine große, öffentliche Preisverleihung gibt. Die Preisträger sind:

 

National:

1. Platz: Andrea Maria Schenkel: Kalteis

2. Platz: Heinrich Steinfest: Die feine Nase der Lilli Steinbeck

3. Platz: Jan Costin Wagner: Das Schweigen

 

International:

1. Platz: James Sallis: Driver (Drive, 2005)

2. Platz: Martin Cruz Smith: Stalins Geist (Stalin’s Ghost, 2007)

3. Platz: Matti Rönkä: Der Grenzgänger (Tappajan näköinen mies, 2002)

 

Tja, die internationalen Preisträger habe ich bereits abgefeiert. Bei den Deutschen kenne ich nur die Erstplatzierte (meine Meinung zu dem Buch ist ja bekannt). Das war in den vorherigen Jahren nicht anders.

 

(Dank an Krimiblog Ludger für die Info; dort gibt es auch die Begründungen – und die Edgar-Nominierungen mit Klappentexten, Coverabbildungen und weiterführenden Links).


Cartier Diamond Dagger 2008 für Sue Grafton

Januar 20, 2008

Sue Grafton, die Erfinderin von PI Kinsey Milhone, erhält den diesjährigen Cartier Diamond Dagger der British Crime Writers‘ Association. Der erste Milhone-Roman „‚A‘ is for Alibi“ erschien 1982. Der letzte „‚T‘ is for Trespass“ erschien im Dezember 2007.

Hier geht’s zur Begründung, hier zu ihrer Homepage.


TV-Tipp für den 20. Januar

Januar 20, 2008

Pro 7, 18.40

Die Simpsons: 24 Minuten (USA 2007, R.: Raymond Persi))

Drehbuch: Billy Kimball, Ian Maxtone-Graham

“Previously on „24“… I mean, „The Simpsons.“ (Jack Bauer)

Bart und Lisa haben 24 Minuten um einen Stinkbombenanschlag auf die Grundschule zu verhindern. Gut, dass ihnen Jack Bauer und Cloe O’Brian helfen.

Die vierhundertste Simpsons-Folge (ausgestrahlt als 399. Episode) ist eine „24“-Parodie mit – im Original – den Stimmen von Kiefer Sutherland und Mary Lynn Rajskub.


Bayerischer Filmpreis 2007: Die Gewinner

Januar 19, 2008

Die Pierrots sind verliehen. Das Geld wird überwiesen. Die Gewinner des diesjährigen Bayerischen Filmpreises (und meines gestrigen TV-Tipps) sind:

Produzentenpreis: Olga-Film (Molly von Fürstenberg/Harald Kügler) für „Kirschblüten – Hanami“

Regie-Preis: Fatih Akin für „Auf der anderen Seite“

Beste Kamera: Benedict Neuenfels in „Liebesleben“

Beste Darstellerin: Martina Gedeck in „Meine schöne Bescherung“

Bester Darsteller: Elmar Wepper in „Kirschblüten – Hanami“

Beste Nachwuchsregie und Drehbuch: Ralf Westhoff für „Shoppen“

Beste Nachwuchsdarstellerin: Elinor Lüdde in „Meer is nich“

Beste Nachwuchsdarstellerin: Petra Schmidt-Schaller in „Ein fliehendes Pferd“

Bester Dokumentarfilm: „Am Limit“ von Pepe Danquart

Bester Kinderfilm: „Hände weg von Mississippi“ von Detlev Buck

VGF-Preis: „Am Ende kommen Touristen“ von Hans-Christian Schmid und Britta Knöller

Sonderpreis: „Absurdistan“

Beste Filmmusik: Niki Reiser für „Liebesleben“

Ehrenpreis für Michael Ballhaus

Publikumspreis: „Lissi und der wilde Kaiser“


TV-Tipp für den 19. Januar

Januar 19, 2008

ARD, 22.40

James Bond: Im Geheimdienst ihrer Majestät (GB 1969, R.: Peter Hunt)

Drehbuch: Richard Maibaum

LV: Ian Fleming: On her Majesty´s Secret Service, 1963

James Bond trifft in den Alpen auf seinen Erzfeind Blofeld.

Der Daily Herald meinte, „On her Majesty´s Secret Service“ sei das bis dahin beste Bond-Buch. Und der Film, der sich an die Buchvorlage hält, wäre auch der beste Bond-Film, wenn nicht George Lazenby, sondern Sean Connery die Hauptrolle gespielt hätte.

Mit George Lazenby, Diana Rigg, Telly Savalas


Die Edgar-Nominierungen 2008

Januar 18, 2008

Die Mystery Writers of America (MWA) haben die Nominierungen für den diesjährigen Edgar bekannt gegeben. Der Preis ist nach Edgar Allan Poe benannt und wird jährlich für die besten Werke im Krimigenre (wozu auch Bühne, Kino, Fernsehen und Sachbücher gehören) vergeben. Die diesjährigen Edgar-Preisträger werden am Donnerstag, den 1. Mai 2008,  beim 62. Galabankett der MWA im Grand Hyatt Hotel, New York City, verkündet.  

 

BEST NOVEL

 

Christine Falls von Benjamin Black (Henry Holt and Company)

Priest von Ken Bruen (St. Martin’s Minotaur)

The Yiddish Policemen’s Union von Michael Chabon (HarperCollins)

Soul Patch von Reed Farrel Coleman (Bleak House Books)

Down River von John Hart (St. Martin’s Minotaur)

 

BEST FIRST NOVEL VON AN AMERICAN AUTHOR

 

Missing Witness von Gordon Campbell (HarperCollins – William Morrow)

In the Woods von Tana French (Penguin Group – Viking)

Snitch Jacket von Christopher Goffard (The Rookery Press)

Head Games von Craig McDonald (Bleak House Books)

Pyres von Derek Nikitas (St. Martin’s Minotaur)

 

BEST PAPERBACK ORIGINAL

 

Queenpin von Megan Abbott (Simon & Schuster)

Blood of Paradise von David Corbett (Random House – Mortalis)

Cruel Poetry von Vicki Hendricks (Serpent’s Tail)

Robbie’s Wife von Russell Hill (Hard Case Crime)

Who is Conrad Hirst? von Kevin Wignall (Simon & Schuster)

 

BEST FACT CRIME

 

The Birthday Party von Stanley Alpert (Penguin Group – G.P. Putnam’s Sons)

Reclaiming History: The Assassination of President John F. Kennedy

von Vincent Bugliosi (W.W. Norton and Company

Chasing Justice: My Story of Freeing Myself After Two Decades on Death Row for a Crime I Didn’t Commit von Kerry Max Cook (HarperCollins – William Morrow)

Relentless Pursuit: A True Story of Family, Murder, and the Prosecutor Who Wouldn’t Quit von Kevin Flynn (Penguin Group – G.P. Putnam’s Sons)

Sacco & Vanzetti: The Men, The Murders and the Judgment of Mankind von Bruce Watson (Penguin Group – Viking)

 

BEST CRITICAL/BIOGRAPHICAL

 

The Triumph of the Thriller:  How Cops, Crooks and Cannibals Captured Popular Fiction von Patrick Anderson (Random House)

A Counter-History of Crime Fiction:  Supernatural, Gothic, Sensational von Maurizio Ascari (Palgrave Macmillan)

Deviance in Contemporary Crime Fiction von Christiana Gregoriou (Palgrave Macmillan)

Arthur Conan Doyle:  A Life in Letters von Jon Lellenberg, Daniel Stashower and Charles Foley (The Penguin Press)

Chester Gould: A Daughter’s Biography of the Creator of Dick Tracy

von Jean Gould O’Connell (McFarland & Company)

 

BEST SHORT STORY

 

The Catch von Mark Ammons in “Still Waters” (Level Best Books)

Blue Note von Stuart M. Kaminsky in “Chicago Blues” (Bleak House Books)

Hardly Knew Her von Laura Lippman in “Dead Man’s Hand” (Harcourt Trade Publishers)

The Golden Gopherr von Susan Straight in “Los Angeles Noir” (Akashic Books

Uncle  von Daniel Woodrell in “A Hell of a Woman” (Busted Flush Press)

 

BEST JUVENILE

 

The Name of This Book is Secret von Pseudonymous Bosch (Little, Brown Books for Young Readers)

Shadows on Society Hill von Evelyn Coleman (American Girl Publications)

Deep and Dark and Dangerous von Mary Downing Hahn (Clarion Books)

The Night Tourist von Katherine Marsh (Hyperion Books for Young Readers)

Sammy Keyes and the Wild Things von Wendelin Van Draanen (Random House Children’s Books – Alfred A. Knopf)

 

BEST YOUNG ADULT

 

Rat Life von Tedd Arnold (Penguin – Dial Books for Young Readers)

Diamonds in the Shadow von Caroline B. Cooney (Random House Children’s Books – Delacorte Press)

Touching Snow von M. Sindy Felin (Simon & Schuster Children’s Publishing – Atheneum Books for Young Readers)

Blood Brothers von S.A. Harazin (Random House Children’s Books – Delacorte Press)

Fragments von Jeffry W. Johnston (Simon & Schuster Children’s Publishing – Simon Pulse)

 

BEST PLAY

 

If/Then von David Foley (International Mystery Writers‘ Festival)

Panic von Joseph Goodrich (International Mystery Writers‘ Festival)

Books von Stuart M. Kaminsky (International Mystery Writers‘ Festival)

 

BEST TELEVISION EPISODE TELEPLAY

 

„It’s Alive“ – Dexter, Drehbuch von Daniel Cerone (Showtime)

„Yahrzeit“ – Waking the Dead, Drehbuch von Declan Croghan & Barbara Machin (BBC America)

„Pie-Lette“ – Pushing Daisies, Drehbuch von Bryan Fuller (ABC/Warner Bros Television

„Senseless“ – Law & Order: Criminal Intent, Drehbuch von Julie Martin & Siobhan Byrne O’Connor (Wolf Films/NBC Universal)

„Pilot“ – Burn Notice, Drehbuch von Matt Nix (USA Network/Fox Television Studios)

 

BEST MOTION PICTURE SCREENPLAY

 

Eastern Promises, Drehbuch von Steven Knight (Focus Features)

The Lookout, Drehbuch von Scott Frank (Miramax)

Michael Clayton, Drehbuch von Tony Gilroy (Warner Bros. Pictures)

No Country for Old Men, Drehbuch von Joel Coen & Ethan Coen, basierend auf dem Roman von Cormac McCarthy (Miramax)

Zodiac, Drehbuch von James Vanderbilt, basierend auf dem Buch von Robert Graysmith (Warner Bros. Pictures)

 

(Anmerkung: Bis auf “The Lookout” sind alle Drehbücher im Netz zu finden – und ich habe auf sie bereits in der Kriminalakte hingewiesen.)

 

ROBERT L. FISH MEMORIAL AWARD

 

„The Catch“ – Still Waters von Mark Ammons (Level Best Books)

 

GRAND MASTER

 

Bill Pronzini

 

RAVEN AWARDS

 

Center for the Book in the Library of Congress

Kate’s Mystery Books (Kate Mattes, owner)

 

THE SIMON & SCHUSTER – MARY HIGGINS CLARK AWARD

 

In Cold Pursuit von Sarah Andrews (St. Martin’s Minotaur)

Wild Indigo von Sandi Ault (Penguin Group – Berkley Prime Crime)

Inferno von Karen Harper (Harlequin – MIRA Books)

The First Stone von Judith Kelman (Penguin Group – Berkley Prime Crime)

Deadman’s Switch von Barbara Seranella (St. Martin’s Minota


TV-Krimi-Buch-Tipps online

Januar 18, 2008

Die ausführliche, bebilderte Antwort auf die Frage „Welche Literaturverfilmungen laufen die nächsten Tage im Fernsehen?“ finden Sie hier. Die ersten Zeilen können Sie schon hier lesen:

In den kommenden beiden Wochen werden einige Perlen gezeigt. Los geht’s mit Alfred Hitcocks David-Dodge-Verfilmung „Über den Dächern von Nizza“. Weiter geht’s mit Robert Aldrichs Henry-Farrell-Verfilmung „Was geschah wirklich mit Baby Jane?“, Claude Chabrols Dominique-Roulet-Verfilmungen „Hühnchen in Essig“ und „Inspektor Lavardin oder Die Gerechtigkeit“, den beiden Lars-Becker-Filmen „Einsatz in Hamburg: Bei Liebe Mord“ und als TV-Premiere „Nachtschicht: Ich habe Angst“, Frank Darabonts Stephen-King-Verfilmung „Die Verurteilten“, Francois Truffauts Cornell-Woolrich-Verfilmung „Die Braut trug Schwarz“ und endet mit José Giovannis John-Carrick-Verfilmung „Im Dreck verreckt“.
Außerdem gibt es mit „Mord in aller Unschuld“ einen weiteren Franziska-Luginsland-Film nach einem Drehbuch von Friedrich Ani.