TV-Tipp für den 11. Januar: Flammender Stern

Januar 11, 2015

BR, 22.00

Flammender Stern (USA 1960, Regie: Don Siegel)

Drehbuch: Clair Huffaker, Nunnally Johnson

LV: Clair Huffaker: Flaming Lance, 1958

Texas, 1878: Das junge Halbblut Pacer Burton muss sich entscheiden, wem seine Loyalität gehört. Den Weißen oder den Indianern. Dabei möchten er und seine Familie doch nur ihre Ruhe haben.

Pessimistischer Western über die Verpflichtungen und Anforderungen an Menschen, die zwischen zwei verfeindeten Gruppen stehen – und wissen, dass jede Entscheidung falsch ist.

„Es liegt durchaus eine gewisse Tragik darin, dass Elvis sein filmisches Meisterwerk nicht wirklich dominieren konnte, weil der Part überwiegend passiver Natur und ‚Flaming Star’ von seiner Struktur her ein Ensemblestück ist. Und in seiner nüchtern-illusionslosen Grundhaltung macht ‚Flaming Star’ natürlich überdeutlich klar, dass Don Siegel keineswegs der tumbe, rechtslastige Law-and-Order-Bolzen sein konnte, den spätestens nach ‚Dirty Harry’ viele partout in ihm sehen wollten, allerdings auch kein den Zeitgeist hofierender und auf verlogene Sentimentalitäten und Versöhnlichkeiten (die in diesem Fall die amerikanische Realgeschichte schon gar nicht hergab) setzender Liberaler.“ (Ulrich van Berg in Frank Arnold/Michael Esser [Hrsg.]: Dirty Harry – Don Siegel und seine Filme)

„Es wird immer Menschen geben, deren Vorurteile so tief sitzen, dass für sie keine Hoffnung besteht.“ (Don Siegel in Stuart M. Kaminsky: Don Siegel: Director)

Mit Elvis Presley, Dolores del Rio, Steve Forrest, John McIntire, Barbara Eden, Richard Jaeckel, L. Q. Jones

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Flammender Stern“

TCM über „Flammender Stern“

Wikipedia über „Flammender Stern“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Don Siegels „Der Tod eines Killers“ (The Killers, USA 1964 – Ronald Reagans letzter Film)

Meine Besprechung von Don Siegels „Der letzte Scharfschütze“ (The Shootist, USA 1976 – John Waynes letzter Film)

Kriminalakte über Don Siegel


TV-Tipp für den 1. November: Der letzte Scharfschütze

November 1, 2014

RBB, 23.05

Der letzte Scharfschütze (USA 1976, Regie: Don Siegel)

Drehbuch: Scott Hale, Miles Hood Swarthout

LV: Glendon Swarthout: The Shootist, 1975 (Der Superschütze)

Revolverheld Books will seine letzten vom Krebs gekennzeichneten Tage in Ruhe verbringen. Aber so einfach ist das nicht.

Einer der besten Spätwestern – und John Waynes letzter Film.

„Don Siegel unterzog in ‚The Shootist – Der Scharfschütze’ den Mythos einer distanzierten Würdigung, die noch einmal dem Western zurückgab, was ihm in den letzten Jahren abhanden gekommen war: Ruhe. Und vielleicht exakt diese Botschaft ist es, die endgültig dem Genre ein friedvolles Ende bescheren hätte können: nämlich, die, dass der Western tot, die Grenze erschlossen, die Gesellschaft korrupt ist und dass man sich darüber nicht besonders aufregen muss.“ (Georg Seesslen: Western)

Die Western Writers of America verliehen Swarthouts Buch den Spur-Award als bester Western-Roman des Jahres 1975. Später nahmen sie „The Shootist“ in die Liste der 21 besten Western, Swarthout in die Liste der besten Western-Autoren und die Verfilmung in die Liste der zehn besten Western des zwanzigsten Jahrhunderts auf.

Mit John Wayne, Lauren Bacall, James Stewart, Ron Howard, Richard Boone, John Carradine

Auch “The Shootist – Der Scharfschütze”

Hinweise

Homepage von Glendon Swarthout

Meine Besprechung von Don Siegels „Der Tod eines Killers“ (The Killers, USA 1964 – Ronald Reagans letzter Film)

Meine Besprechung von Don Siegels „Der letzte Scharfschütze“ (The Shootist, USA 1976 – John Waynes letzter Film)

Kriminalakte über Don Siegel


TV-Tipp für den 14. Juli: Die schwarze Windmühle

Juli 14, 2013

RBB, 23.00

Die schwarze Windmühle (GB 1974, R.: Don Siegel)

Drehbuch: Leigh Vance

LV: Clive Egleton: Seven days to a killing, 1973

Der Sohn des britischen Geheimagenten Tarrant wird entführt. Tarrants Vorgesetzten scheinen kein Interesse an einer Befreiung zu haben. Also kämpft Tarrant allein um das Leben seines Sohnes.

Ein Spätwerk von Don Siegel: ein harter, eiskalter Agententhriller, der seine Story konzentriert und ohne Mätzchen geradlinig erzählt.

„‘The black Windmill’ ist kein bedeutendes Werk in Siegel Karriere, aber etwas, das es heute kaum noch gibt: ein mit Konzentration und Originalität erzählter Genrefilm.“ (Marcus Stiglegger in Frank Arnold/Michael Esser, Hrsg.: Dirty Harry – Don Siegel und seine Filme, 2003)

Mit Michael Caine, Donald Pleasence, John Vernon, Delphine Seyrig

Hinweise

Wikipedia über Clive Egleton und über “Die schwarze Windmühle” (deutschenglisch)

Fantastic Fiction über Clive Egleton

Meine Besprechung von Don Siegels „Der Tod eines Killers“ (The Killers, USA 1964 – Ronald Reagans letzter Film)

Meine Besprechung von Don Siegels „Der letzte Scharfschütze“ (The Shootist, USA 1976 – John Waynes letzter Film)

Kriminalakte über Don Siegel