TV-Tipp für den 20. September: Geheime Staatsaffären

September 19, 2020

Arte, 20.15

Geheime Staatsaffären (L’Iveresse du Pouvoir, Frankreich 2006)

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Claude Chabrol, Odile Barski

Die taffe Pariser Untersuchungsrichterin Jeanne Charmant-Killman (was für ein Name für Madame Huppert) ermittelt in einem Korruptionsfall zwischen hochrangigen Politikern und einem Industriekonzern. Die versuchen ihre Ermittlungen zu beenden.

Claude Chabrols letztes Meisterwerk: ein von dem Skandal um den Ölkonzern Elf Aquitaine inspirierter Politthriller/Farce, grandios gespielt, süffig präsentiert. Halt ein echter Chabrol.

Anschließend, um 22.00 Uhr, zeigt Arte die brandneue, einstündige Doku „Isabelle Huppert – Leben für den Film“ (Frankreich 2020).

P. S.: Eigentlich hätte Arte, wie ein Blick auf das Geburts- und Todesdatum von Claude Chabrol (24. Juni 1930 – 12. September 2010) zeigt, dieses Jahr eine kleine Claude-Chabrol-Reihe präsentieren müssen.

mit Isabelle Huppert, François Berléand, Patrick Bruel, Marilyne Canto, Robin Renucci, Thomas Chabrol, Jean-François Balmer, Pierre Vernier, Jacques Boudet, Philippe Duclos, Roger Dumas

Wiederholung: Montag, 21. September, 13.45 Uhr

Hinweise

AlloCiné über „Geheime Staatsaffären“

Rotten Tomatoes über „Geheime Staatsaffären“

Wikipedia über „Geheime Staatsaffären“ (deutsch, englisch, französisch)


Neu im Kino/Filmkritik: „Einsam Zweisam“ und am Ende…

Dezember 19, 2019

Mélanie Brunet (Ana Girardot) und Rémy Pelletier (François Civil) leben in Paris im18. Arrondissement Tür an Tür. Trotzdem laufen sie immer aneinander vorbei, was in einer Großstadt nicht ungewöhnlich ist. Umgekehrt kennt man schnell die Menschen, die den gleichen Bus benutzen, die Verkäufer und Security-Mitarbeiter in den Geschäften, die Postboten und auch die Drogensüchtigen und Obdachlosen. Der Kontakt endet meistens schon vor einem wieder erkennendem und begrüßendem Kopfnicken.

Weil „Einsam Zweisam“ ein Spielfilm ist und weil es ein französischer Spielfilm ist, weiß man schon in den ersten Filmminuten (ach, eigentlich genügt ein Blick auf das Plakat), dass Mélanie und Rémy füreinander bestimmt sind und sie sich spätestens am Filmende begegnen werden.

Bis dahin zeichnet Cédric Klapisch („… und jeder sucht sein Kätzchen“, „L’auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr“, „Der Wein und der Wind“) ein äußerst feinfühliges Doppelporträt von zwei schüchternen Menschen und des Stadtviertels, zu dem sie nur zum Schlafen und Einkaufen bei dem gut vernetzten und etwas bauernschlauem Chef eines kleinen Lebensmittelgeschäfts. Weitere Lebenshilfe erhalten Rémy und Mélanie, die beide in einer Depression stecken, von ihren Therapeuten, die auch etwas miteinander verbindet.

Klapisch erzählt in seinem herzerwärmendem Drama die Geschichte vor dem ersten Zusammentreffen, das auch der Beginn einer Liebe sein kann. Es ist, nachdem im Kino die traditionellen Weihnachtsfilme von den Disney-Filmen („Star Wars“!) vertrieben wurden, ein herzerwärmender Weihnachtsfilm ohne den oft unerträglichen Nikolaus-Christkind-Enkel-Kitsch älterer Weihnachtsfilme.

Einsam Zweisam (Deux moi, Frankreich 2019)

Regie: Cédric Klapisch

Drehbuch: Santiago Amigorena, Cédric Klapisch

mit François Civil, Ana Girardot, Camille Cottin, François Berléand, Simon Abkarian, Eye Haidara, Rebecca Marder

Länge: 110 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Einsam Zweisam“

AlloCiné über „Einsam Zweisam“

Rotten Tomatoes über „Einsam Zweisam“

Wikipedia über „Einsam Zweisam“


TV-Tipp für den 24. Januar: Cash – Abgerechnet wird zum Schluss

Januar 24, 2014

ZDFneo, 22.00

Cash – Abgerechnet wird zum Schluss (Frankreich 2008, R.: Eric Besnard)

Drehbuch: Eric Besnard

Trickbetrüger Cash bestiehlt besonders gerne Verbrecher. Jetzt will der Gentleman-Gauner Maxime bestehlen. Dummerweise interessiert sich auch eine Europol-Polizistin für Maxime.

Es muss nicht immer „Ocean’s Eleven“, „Die Unfassbaren“, „Der Clou“ oder „Ihr Auftritt, Al Mundy!“ (It takes a Thief) sein für einen vergnüglichen Abend mit sich gegenseitig bestehlenden, betrügenden und belügenden Gaunern.

Unterhaltsame Kriminalkomödie voller überraschender Charaden.“ (Lexikon des internationalen Films)

mit Jean Dujardin, Jean Reno, Valeria Golino, Alice Taglioni, Francois Berléand, Ciarán Hinds

auch bekannt als „Ca$h – Wer zuletzt lacht…“

Hinweise

Wikipedia über „Cash“ (deutsch, englisch, französisch)


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