TV-Tipp für den 11. Februar: Liebe und Intrigen

Februar 10, 2021

Servus TV, 20.15

Liebe und Intrigen (Crime d’amour, Frankreich 2010)

Regie: Alain Corneau

Drehbuch: Alain Corneau, Nathalie Carter

Christine (Kristin Scott Thomas) ist die Managerin der französischen Abteilung eines US-Konzerns, die kurz vor einer Beförderung in die USA steht und die ihre Untergebenen schamlos manipuliert. Auch die sie bewundernde Isabelle (Ludivine Sagnier), die irgendwann auch anerkannt werden möchte. Es beginnt ein tödlicher Zickenkrieg voller Wendungen und Überraschungen.

„Love Crime“ ist ein edler französischer Noir. Ein elegant inszenierter Kriminalfilm, der fest in der Tradition des französischen Kriminalfilms steht und seine Vorbilder in den Filmen der sechziger und siebziger Jahre hat, in denen man niemals sicher sein konnte, welche Gerechtigkeit, falls überhaupt, am Ende siegt.

Das Sahnehäubchen ist die Musik von Pharoah Sanders.

mit Ludivine Sagnier, Kristin Scott Thomas, Patrick Mille, Guillaume Marquet, Gérald Laroche, Julien Rochefort, Olivier Rabourdin

auch bekannt als „Love Crime“ (DVD-Titel)

Wiederholung: Freitag, 12. Februar, 01.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

AlloCine über „Love Crime“

Rotten Tomatoes über „Love Crime“

Wikipedia über „Love Crime“ (englisch, französisch)

Meine Besprechung von Alain Corneaus „Wahl der Waffen“ (Le choix des armes, Frankreich 1981)

Meine Besprechung von Alain Corneaus „Love Crime“ (Crime d’amour, Frankreich 2010)

Mein Nachruf auf Alain Corneau

Alain Corneau in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Schamanentum und Abschiednehmen in „Eine größere Welt“

Juli 9, 2020

2007: Corine Sombrun (Cécile de France) ist kaum in der Lage, ihre Arbeit als Toningenieurin zu tun. Zu sehr hadert sie noch mit dem Tod ihres Mannes. Um sie abzulenken, gibt ihr Chef ihr einen einfachen Auftrag: sie soll für einen Dokumentarfilmreihe über Formen der Spiritualität atmosphärische Hintergrundgeräusche aufnehmen. Corine macht sich auf den Weg in die Mongolei, um dort das ländliche Leben und Gesänge der Schamanen aufnehmen.

Bei einer Geisterbeschwörung gerät sie in einen Trancezustand. Danach eröffnet die Schamanin Oyun ihr, dass sie eine sehr seltene Gabe habe und als Schamanin ausgebildet werden müsse.

Corine hält das selbstverständlich für ausgemachten Quatsch. Aber zurück in Paris lassen sie die Erlebnisse in der Mongolei nicht los.

Sie kehrt zurück in die Mongolei. Um sich als Schamanin ausbilden zu lassen. Und um wieder mit ihrem Mann in Kontakt zu treten. Denn als Schamanin kann sie mit den Toten reden.

Wie die Geschichte ausgeht ist bekannt. Denn Corine Sombrun schrieb anschließend das Buch „Mon initiation chez les chamanes“ (Mein Leben als Schamanin) darüber, das jetzt frei verfilmt wurde. Der unbefangene Zuschauer wird darüber und was nach der im Film gezeigten Ausbildung zur Schamanin geschah, erst am Ende informiert. Dabei macht es schon einen Unterschied, ob man „Eine größere Welt“ primär als erfundenes Drama oder als Biopic sieht; – wobei ein Biopic natürlich auch und in erster Linie als Drama funktionieren muss. Sonst hätten die Macher einen Dokumentarfilm machen können.

Im Fall von „Eine größere Welt“ entschieden Regisseurin Fabienne Berthaud und ihre Co-Autoren Claire Barré sich dafür, Corine Sombruns Geschichte vor allem als Selbstfindungsdrama mit Schamanen-Beigabe zu erzählen. Im Mittelpunkt steht Corines Wunsch, noch einmal ihren Mann zu treffen. Mit schamanischen Praktiken könnte es ihr gelingen. Und wenn sie dafür zu einer Schamanin werden muss, dann ist es so.

Das angenehme an diesem Blickwinkel ist, dass das Schamanentum und schamanische Praktiken nur ein Mittel zum Zweck sind. Der ganze religiös-esoterische Schwurbel, der mit dem Thema verbunden ist und zu oft unerträglich predigenden Filmen führt, bleibt damit eine Nebensache.

Trotzdem setzt sich „Eine größere Welt“ ziemlich unbekümmert zwischen die Stühle, indem verschiedene, sich eigentlich ausschließende Erklärungen und Interpretationen der Welt gleichberechtigt nebeneinander gestellt werden. Berthaud favorisiert über weite Strecken die psychologische Erklärung, in der Corine das Schamanentum benutzt, um an ihr Ziel (eine Begegnung mit ihrem Mann) zu kommen. Die religiöse Erklärung, dass das Schamanentum ein Brauch ist, der wirklich und wahrhaftig Gespräche mit Geistern eröffnet, wird später wichtiger. Und am Ende, im Abspann, wenn Berthaud uns darüber informiert, dass Corinne nach ihrer Ausbildung als Schamanin sich mit Wissenschaftlern zusammentat, um herauszufinden, was während schamanischer Riten im Kopf geschieht, gibt es die wissenschaftlich-rationale Erklärung. Sombrun initiierte die erste wissenschaftliche Studie über Trancezustände mongolischer Schamane und ein Forschungsprogramm, das sich mit selbstinduzierter, kontrollierter Trance beschäftigt. Inzwischen wird überlegt Trancezustände in der Psychiatrie als Behandlungsmethode einzusetzen. Diese wissenschaftliche Erklärung versperrt – gottseidank! in letzter Minute – die religiös-esoterische Erklärung, wie wir sie aus Faith-based-Movies kennen. Allerdings wurde diese Erklärung im vorherigen Film nicht vorbereitet. Zwar geht Corine nach ihrer ersten Reise in die Mongolei zu einem Arzt und lässt sich auch ausführlich untersuchen, aber die verschriebenen Tabletten nimmt sie nicht ein. In den Momenten wird sogar eine anti-wissenschaftliche Interpretation, also dass es keine rationale, sondern nur eine mythische Erklärung für das Schamanentum gibt, nahegelegt. Und Corinne ist keine Wissenschaftlerin, sondern eine Frau, die als Toningenieurin im Musik- und Kunstbereich arbeitet. Entsprechend unvermittelt kommen die Informationen über die von ihr initiierten medizinischen Forschungen.

Eine größere Welt“ ist ein leicht sperriges Selbstfindungsdrama mit einer gewohnt überzeugenden Cécile de France und, wenn der Film im ersten und letzten Drittel in der Mongolei ist, schönen Landschaftsaufnahmen. Dafür fuhren Fabienne Berthaud und ihr Team, wie Jahre vorher Corine Sombrun, in die Mongolei.

Eine größere Welt (Un monde plus grand, Frankreich/Belgien 2019)

Regie: Fabienne Berthaud

Drehbuch: Fabienne Berthaud, Claire Barré

LV: Corine Sombrun: Mon initiation chez les chamanes, 2004 (Mein Leben mit den Schamanen)

mit Cécile de France, Narantsetseg Dash, Tserendarizav Dashnyam, Ludivine Sagnier, Arieh Worthalter, Steven Laureys, Catherine Saleé

Länge: 100 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Eine größere Welt“

AlloCiné über „Eine größere Welt“

Rotten Tomatoes über „Eine größere Welt“

Wikipedia über „Eine größere Welt“ (deutsch, französisch)

Homepage von Corine Sombrun


Neu im Kino/Filmkritik: „La Vérité – Leben und lügen lassen“ in einer Künstlerfamilie

März 7, 2020

Die inzwischen in den USA lebende Lumir (Juliette Binoche), ihr Mann Hank (Ethan Hawke), ein mäßig erfolgreicher TV-Schauspieler, und ihre gemeinsame Tochter Charlotte (Clémentine Grenier) besuchen ihre in Paris lebende Mutter Fabienne (Catherine Deneuve). Sie sehen sich selten. Daher wird die Wiedersehensfreude durch ein Gefühl der Fremdheit beeinflusst.

In seinem ersten nicht-japanischen Film zeichnet Hirokazu Kore-eda dieses erste Zusammentreffen der Familienmitglieder gewohnt feinfühlig und, sicher auch durch die beiden Hauptdarstellerinnen Catherine Deneuve und Juliette Binoche, mit viel französischem Flair.

Neben der Fremdheit, die entsteht, wenn man sich lange nicht gesehen hat, ist hier auch die Beziehung zwischen Mutter und Tochter gestört. Fabienne Dangeville ist eine Schauspielerin, eine Diva und ein Star des französischen Kinos. In ihrem herrschaftlichem Anwesen ist sie von sie bewundernden und klaglos ihre Schrullen ertragenden Angestellten umgeben. Wobei ihre größte Schrulle ihr Gedächtnis und ihr nicht immer mit den Fakten übereinstimmender Blick auf die Realität ist. Beides pflegt die Diva liebevoll und setzt es bedenkenlos zu ihrem Vorteil ein. Zuletzt zeigte sich das in ihren Memoiren, die unter dem Titel „La Vérité – Die Wahrheit“ veröffentlicht wurden. In ihnen beschreibt sie sich als liebende und aufopferungsvolle Mutter.

Lumir, die inzwischen in den USA als Drehbuchautorin arbeitet, sieht das anders. Fabienne war keine gute Mutter, sondern eine Rabenmutter gewesen. Sie möchte, dass Fabienne das endlich einsieht.

In Hirokazu Kore-edas „La Vérité – Leben und lügen lassen“ ist die Besetzung mit Catherine Deneuve, Juliette Binoche und Ethan Hawke schon die halbe Miete. Mit ihnen erkundet er, wie in seinen vorherigen Filmen „Like Father, like Son“ (Soshite chichi ni naru, Japan 2013), „Unsere kleine Schwester“ (Umimachi Diary, Japan 2015) und „Shoplifters – Familienbande“ (Manbiki Kazoku, Japan 2018), was eine Familie ausmacht und in welchen Beziehungen Familienmitglieder, die nicht unbedingt blutsverwandt sein müssen. zueinander stehen. In „La Vérité“ entwirft Kore-eda ein sich auf mehreren Ebenen abspielendes Vexierspiel zwischen Wahrheit, Flunkerei, Selbstbetrug und Lüge, das auch zu einem Film im Film wird. Denn Fabienne hat eine Rollen in einem Science-Fiction-Film übernommen, der mühelos als autobiographische Spiegelung ihres Verhältnisses zu ihrer Tochter gesehen werden kann.

Kore-edas Familienaufstellung im finanziell gut saturiertem Künstlermilieu ist gewohnt subtil, sehr kunstvoll und, in diesem Fall, sehr französisch.

La Vérité – Leben und lügen lassen (La Vérité, Frankreich 2019)

Regie: Hirokazu Kore-eda

Drehbuch: Hirokazu Kore-eda

mit Catherine Deneuve, Juliette Binoche, Ethan Hawke, Clémentine Grenier, Manon Clavel, Alain Libolt, Christian Crahay, Roger von Hool, Ludivine Sagnier

Länge: 108 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „La Vérité“

Metacritic über „La Vérité“

Rotten Tomatoes über „La Vérité“

Wikipedia über „La Vérité“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Hirokazu Kore-edas „Like Father, like Son“ (Soshite chichi ni naru, Japan 2013)

Meine Besprechung von Hirokazu Kore-edas „Unsere kleine Schwester“ (Umimachi Diary, Japan 2015)

Meine Besprechung von Hirokazu Kore-edas „Shoplifters – Familienbande“ (Manbiki Kazoku, Japan 2018)


TV-Tipp für den 25. Dezember: 8 Frauen

Dezember 24, 2019

Arte, 20.15

8 Frauen (8 Femmes, Frankreich 2002)

Regie: François Ozon

Drehbuch: François Ozon, Marina de Van

LV: Robert Thomas: Huit Femmes, 1958/1962 (Theaterstück)

Weihnachten in einem verschneiten Landhaus: In der Nacht wird der Hausherr ermordet. Die Täterin ist eine der acht Frauen, die im Haus sind. Selbstverständlich hat jede von ihnen ein gutes Motiv das Ekel umzubringen. Und ein todsicheres Alibi.

Ein Cozy mit Gesang und einem Darstellerinnenensemble, das über jeden Zweifel erhaben ist und die Crème de la Crème des französischen Films versammelt.

mit Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Fanny Ardant, Virginie Ledoyen, Danielle Darrieux, Ludivine Sagnier, Firmine Richard, Dominique Lamure

Wiederholung: Freitag, 3. Januar, 13.50 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „8 Frauen“

Wikipedia über „8 Frauen“ (deutschenglischfranzösisch)

Spiegel: Interview mit Francois Ozon über „8 Frauen“

Blickpunkt Film: Interview mit Francois Ozon über „8 Frauen“

epd Film: Interview mit Francois Ozon (8/2007)

Homepage von Francois Ozon

Meine Besprechung von Francois Ozons “In ihrem Haus” (Dans la Maison, Frankreich 2012)

Meine Besprechung von Francois Ozons ”Jung & Schön” (Jeune & jolie, Frankreich 2013)

Meine Besprechung von Francois Ozons „Eine neue Freundin“ (Une nouvelle amie, Frankreich 2014)

Meine Besprechung von François Ozons „Frantz“ (Frantz, Deutschland/Frankreich 2016)

Meine Besprechung von François Ozons „Der andere Liebhaber“ (L’Amant Double, Frankreich/Belgien 2017)

Meine Besprechung von François Ozons „Gelobt sei Gott“ (Grâce à Dieu, Frankreich 2019)


TV-Tipp für den 31. Juli: Swimming Pool

Juli 30, 2019

Arte, 20.15

Swimming Pool (Swimming Pool, Frankreich/Großbritannien 2003)

Regie: François Ozon

Drehbuch: François Ozon, Emmanuele Bernheim

Sommer in Frankreich: eine erfolgreiche britische Krimiautorin versucht in dem Landhaus ihres Verlegers ihre Schreibblockade zu überwinden. Da taucht die quirlige zwanzigjährige Tochter des Verlegers auf – und mit der Ruhe ist es vorbei. Auch mit der Schreibblockade?

Erotikthriller, der normalerweise zu nächtlicher Stunde läuft.

„Eine souveräne Fingerübung, nicht mehr, aber auch nicht weniger.“ (Michael Meyns, Zitty 17/2003)

Ozons nächster Film „Gelobt sei Gott“ über einen Missbrauchsskandal in Lyon in der katholischen Kirche läuft am 26. September an.

mit Charlotte Rampling, Ludivine Sagnier, Charles Dance, Marc Fayolle

Wiederholung: Freitag, 9. August, 02.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Swimming Pool“ (gefühlte Temperatur: 83 Grad)

Wikipedia über „Swimming Pool“ (deutsch, englisch, französisch)

Homepage von Francois Ozon

Meine Besprechung von Francois Ozons “In ihrem Haus” (Dans la Maison, Frankreich 2012)

Meine Besprechung von Francois Ozons ”Jung & Schön” (Jeune & jolie, Frankreich 2013)

Meine Besprechung von Francois Ozons „Eine neue Freundin“ (Une nouvelle amie, Frankreich 2014)

Meine Besprechung von François Ozons „Frantz“ (Frantz, Deutschland/Frankreich 2016)

Meine Besprechung von François Ozons „Der andere Liebhaber“ (L’Amant Double, Frankreich/Belgien 2017)


TV-Tipp für den 13. September: Liebe und Intrigen

September 13, 2018

Zuerst ein Hinweis: Arte zeigt um 22. Uhr Christoph Hochhäuslers Polit-Thriller „Die Lügen der Sieger“ (Deutschland 2014), den ich für vollkommen misslungen halte. Daher kein Tipp, sondern

ServusTV, 20.15
Liebe und Intrigen (Crime d’amour, Frankreich 2010)
Regie: Alain Corneau
Drehbuch: Alain Corneau, Nathalie Carter
Christine (Kristin Scott Thomas) ist die Managerin der französischen Abteilung eines US-Konzerns, die kurz vor einer Beförderung in die USA steht und die ihre Untergebenen schamlos manipuliert. Auch die sie bewundernde Isabelle (Ludivine Sagnier), die irgendwann auch anerkannt werden möchte. Es beginnt ein tödlicher Zickenkrieg voller Wendungen und Überraschungen.
„Love Crime“ ist ein edler französischer Noir. Ein elegant inszenierter Kriminalfilm, der fest in der Tradition des französischen Kriminalfilms steht und seine Vorbilder in den Filmen der sechziger und siebziger Jahre hat, in denen man niemals sicher sein konnte, welche Gerechtigkeit, falls überhaupt, am Ende siegt.
Das Sahnehäubchen ist die Musik von Pharoah Sanders.
mit Ludivine Sagnier, Kristin Scott Thomas, Patrick Mille, Guillaume Marquet, Gérald Laroche, Julien Rochefort, Olivier Rabourdin
auch bekannt als „Love Crime“ (DVD-Titel)

Wiederholung: Freitag, 14. September, 00.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

AlloCine über „Love Crime“

Rotten Tomatoes über „Love Crime“

Wikipedia über „Love Crime“ (englisch, französisch)

Meine Besprechung von Alain Corneaus „Wahl der Waffen“ (Le choix des armes, Frankreich 1981)

Meine Besprechung von Alain Corneaus „Love Crime“ (Crime d’amour, Frankreich 2010)

Mein Nachruf auf Alain Corneau

Alain Corneau in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 14. März: Swimming Pool

März 14, 2017

3sat, 20.15

Swimming Pool (Frankreich/Großbritannien 2003, Regie: François Ozon)

Drehbuch: François Ozon, Emmanuele Bernheim

Sommer in Frankreich: eine erfolgreiche britische Krimiautorin versucht in dem Landhaus ihres Verlegers ihre Schreibblockade zu überwinden. Da taucht die quirlige zwanzigjährige Tochter des Verlegers auf – und mit der Ruhe ist es vorbei. Auch mit der Schreibblockade?

Erotikthriller, der normalerweise zu nächtlicher Stunde läuft.

Eine souveräne Fingerübung, nicht mehr, aber auch nicht weniger.“ (Michael Meyns, Zitty 17/2003)

mit Charlotte Rampling, Ludivine Sagnier, Charles Dance, Marc Fayolle

Wiederholung: Mittwoch, 15. März, 01.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Swimming Pool“ (gefühlte Temperatur: 84 Grad)

Wikipedia über „Swimming Pool“ (deutsch, englisch, französisch)

Homepage von Francois Ozon

Meine Besprechung von Francois Ozons “In ihrem Haus” (Dans la Maison, Frankreich 2012)

Meine Besprechung von Francois Ozons ”Jung & Schön” (Jeune & jolie, Frankreich 2013)

Meine Besprechung von Francois Ozons „Eine neue Freundin“ (Une nouvelle amie, Frankreich 2014)

Meine Besprechung von François Ozons „Frantz“ (Frantz, Deutschland/Frankreich 2016)


TV-Tipp für den 25. November: Liebe und Intrigen

November 25, 2015

BR, 00.00
Liebe und Intrigen (Crime d’amour, Frankreich 2010)
Regie: Alain Corneau
Drehbuch: Alain Corneau, Nathalie Carter
Christine (Kristin Scott Thomas) ist die Managerin der französischen Abteilung eines US-Konzerns, die kurz vor einer Beförderung in die USA steht und die ihre Untergebenen schamlos manipuliert. Auch die sie bewundernde Isabelle (Ludivine Sagnier), die irgendwann auch anerkannt werden möchte. Es beginnt ein tödlicher Zickenkrieg voller Wendungen und Überraschungen.
„Love Crime“ ist ein edler französischer Noir. Ein elegant inszenierter Kriminalfilm, der fest in der Tradition des französischen Kriminalfilms steht und seine Vorbilder in den Filmen der sechziger und siebziger Jahre hat, in denen man niemals sicher sein konnte, welche Gerechtigkeit, falls überhaupt, am Ende siegt.
Das Sahnehäubchen ist die Musik von Pharoah Sanders.
mit Ludivine Sagnier, Kristin Scott Thomas, Patrick Mille, Guillaume Marquet, Gérald Laroche, Julien Rochefort, Olivier Rabourdin
auch bekannt als „Love Crime“ (DVD-Titel)

Hinweise

AlloCine über „Love Crime“

Rotten Tomatoes über „Love Crime“

Wikipedia über „Love Crime“ (englisch, französisch)

Meine Besprechung von Alain Corneaus „Wahl der Waffen“ (Le choix des armes, Frankreich 1981)

Meine Besprechung von Alain Corneaus „Love Crime“ (Crime d’amour, Frankreich 2010)

Mein Nachruf auf Alain Corneau

 

Alain Corneau in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 8. Juli: 8 Frauen

Juli 8, 2015

ARD, 01.55

8 Frauen (Frankreich 2002, Regie: Francois Ozon)

Drehbuch: Francois Ozon, Marina de Van

LV: Robert Thomas: Huit Femmes, 1958/1962 (Theaterstück)

Weihnachten in einem verschneiten Landhaus: In der Nacht wird der Hausherr ermordet. Die Täterin ist eine der acht Frauen, die im Haus sind. Selbstverständlich hat jede von ihnen auch ein gutes Motiv das Ekel umzubringen.

Ein Cozy mit Gesang und einem Darstellerinnenensemble, das über jeden Zweifel erhaben ist und die Crème de la Crème des französischen Films versammelt.

mit Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Fanny Ardant, Virginie Ledoyen, Danielle Darrieux, Ludivine Sagnier, Firmine Richard, Dominique Lamure

Wiederholung: Freitag, 13. Juni, 00.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „8 Frauen“ (deutschenglischfranzösisch)

Spiegel: Interview mit Francois Ozon über „8 Frauen“

Blickpunkt Film: Interview mit Francois Ozon über „8 Frauen“

epd Film: Interview mit Francois Ozon (8/2007)

Homepage von Francois Ozon

Meine Besprechung von Francois Ozons “In ihrem Haus” (Dans la Maison, Frankreich 2012)

Meine Besprechung von Francois Ozons ”Jung & Schön” (Jeune & jolie, Frankreich 2013)

Meine Besprechung von Francois Ozons „Eine neue Freundin“ (Une nouvelle amie, Frankreich 2014)


TV-Tipp für den 12. Juni: 8 Frauen

Juni 12, 2014

3sat, 20.15

8 Frauen (Frankreich 2002, Regie: Francois Ozon)

Drehbuch: Francois Ozon, Marina de Van

LV: Robert Thomas: Huit Femmes, 1958/1962 (Theaterstück)

Weihnachten in einem verschneiten Landhaus: In der Nacht wird der Hausherr ermordet. Die Täterin ist eine der acht Frauen, die im Haus sind. Selbstverständlich hat jede von ihnen auch ein gutes Motiv das Ekel umzubringen.

Ein Cozy mit Gesang und einem Darstellerinnenensemble, das über jeden Zweifel erhaben ist und die Crème de la Crème des französischen Films versammelt.

mit Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Fanny Ardant, Virginie Ledoyen, Danielle Darrieux, Ludivine Sagnier, Firmine Richard, Dominique Lamure

Wiederholung: Freitag, 13. Juni, 00.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „8 Frauen“ (deutschenglischfranzösisch)

Spiegel: Interview mit Francois Ozon über „8 Frauen“

Blickpunkt Film: Interview mit Francois Ozon über „8 Frauen“

epd Film: Interview mit Francois Ozon (8/2007)

Homepage von Francois Ozon

Meine Besprechung von Francois Ozons “In ihrem Haus” (Dans la Maison, Frankreich 2012)

Meine Besprechung von Francois Ozons“Jung & Schön“ (Jeune & jolie, Frankreich 2013)


TV-Tipp für den 21. Oktober: 8 Frauen

Oktober 21, 2013

Mit „8 Frauen“ feiern wir in einen runden Geburtstag von Madame Deneuve

MDR, 22.50

8 Frauen (F 2002, R.: Francois Ozon)

Drehbuch: Francois Ozon, Marina de Van

LV: Robert Thomas: Huit Femmes, 1958/1962 (Theaterstück)

Weihnachten in einem verschneiten Landhaus: In der Nacht wird der Hausherr ermordet. Die Täterin ist eine der acht Frauen, die im Haus sind. Selbstverständlich hat jede von ihnen auch ein gutes Motiv das Ekel umzubringen.

Ein Cozy mit Gesang und einem Darstellerinnenensemble, das über jeden Zweifel erhaben ist und die Crème de la Crème des französischen Films versammelt.

mit Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Fanny Ardant, Virginie Ledoyen, Danielle Darrieux, Ludivine Sagnier, Firmine Richard, Dominique Lamure

Hinweise

Wikipedia über „8 Frauen“ (deutschenglischfranzösisch)

Spiegel: Interview mit Francois Ozon über „8 Frauen“

Blickpunkt Film: Interview mit Francois Ozon über „8 Frauen“

epd Film: Interview mit Francois Ozon (8/2007)

Homepage von Francois Ozon

Meine Besprechung von Francois Ozons “In ihrem Haus” (Dans la Maison, Frankreich 2012)


DVD-Kritik: „Love Crime“ – Alain Corneaus letzter Film

April 22, 2013

 

Alain Corneau war einer der großen französischen Regisseure, der mit „Policy Python 357“, „Série Noire“, „Wahl der Waffen“ und „Blues Cop“ einige grandiose Noirs inszenierte. 2007 drehte er sogar ein in Deutschland nie verliehenes Remake von Jean-Pierre-Melvilles „Le deuxième souffle“ und drei Jahre später „Crime d’amour“, das als „Liebe und Intrigen“ im TV lief und jetzt als „Love Crime“ auf DVD veröffentlicht wurde. Es wurde sein letzter Film, der noch einmal zeigte, warum er ein so geachteter Regisseur ist.

 

Christine (Kristin Scott Thomas) ist die leitende Managerin der französischen Abteilung eines US-Konzerns, die kurz vor einer Beförderung in die USA steht und als eiskalte Machtpolitikerin Menschen gnadenlos benutzt und ausnutzt. Auch Isabelle (Ludivine Sagnier) bekommt das zu spüren. Sie bewundert Christine, arbeitet bis zum Umfallen für sie und erntet höchstens, gelegentlich ein Wort des Dankes. Wenn Christine dann mit der Firmenleitung spricht, erwähnt sie Isabelles Leistungen überhaupt nicht, sondern gibt sie als die eigenen aus.

 

Irgendwann hat Isabelle genug. Sie will endlich anerkannt werden und organisiert hinter Christines Rücken eine Konzeptpräsentation, die von der Konzernspitze gelobt wird. Für Christine ist das eine Kriegserklärung, die sich schnell zu einem veritablen Zickenkrieg zwischen der souveränen, in jeder Beziehungen überlegenen, weltgewandten und kaltschnäuzigen Vorgesetzten und der kleinen, untergebenen Landpomeranze ausweitet, bei der die Gewinnerin anscheinend schon vor der ersten Runde feststeht.

 

Aber dann plant Isabelle einen Schachzug, der alles verändern könnte.

 

Love Crime“ ist ein edler französischer Noir. Ein elegant inszenierter Kriminalfilm, der fest in der Tradition des französischen Kriminalfilms steht und seine Vorbilder in den Filmen der sechziger und siebziger Jahre hat, in denen man niemals sicher sein konnte, welche Gerechtigkeit, falls überhaupt, am Ende siegt. Denn das Drehbuch ist gleichzeitig verschachtelt und einfach, weil bei allen überraschenden Wendungen, die einem Genrejunkie allerdings, vor allem in der zweiten Hälfte ziemlich vertraut sind, niemals die Geschichte aus dem Auge verloren wird, die die Machtstrukturen in einem Unternehmen präzise analysiert. Die Schauspieler sind gut. Vor allem die beiden Hauptdarstellerinnen dürfen brillieren. Kristin Scott Thomas als verführerische, aber auch eiskalte Chefin ist fantastisch. Ebenso Ludivine Sagnier als ihre zunächst einfältige, vasallentreue Untergebene, die sich nicht mehr alles Gefallen lässt. Da bemerkt man kaum, wie gut auch die anderen Schauspieler sind.

 

Und Jazzfans sollten bei der Musik genau hinhören. Denn die ist von Pharoah Sanders, der hier seinen ersten Filmsoundtrack ablieferte.

 

Brian de Palma hat das US-Remake gedreht. Es heißt „Passion“, Rachel McAdams und Noomi Rapace übernahmen die Hauptrollen, der deutsche Kinostart ist am 2. Mai und es dürfte schwer sein, die Qualität von „Love Crime“ zu erreichen.

 

Love Crime - DVD-Cover

 

Love Crime (Crime d’amour, Frankreich 2010)

 

Regie: Alain Corneau

 

Drehbuch: Alain Corneau, Nathalie Carter

 

mit Ludivine Sagnier, Kristin Scott Thomas, Patrick Mille, Guillaume Marquet, Gérald Laroche, Julien Rochefort, Olivier Rabourdin

 

auch bekannt als „Liebe und Intrigen“ (TV-Titel)

 

 

DVD

 

Universum Film

 

Bild: 1,85:1 (16:9 anamorph)

 

Ton: Deutsch, Französisch (DD 5.1)

 

Untertitel: Deutsch

 

Bonusmaterial: –

 

Länge: 102 Minuten

 

FSK: ab 12 Jahre

 

 

Hinweise

 

AlloCine über „Love Crime“

 

Rotten Tomatoes über „Love Crime“

 

Wikipedia über „Love Crime“ (englisch, französisch)

 

Meine Besprechung von Alain Corneaus „Wahl der Waffen“ (Le choix des armes, Frankreich 1981)

 

Mein Nachruf auf Alain Corneau

 

Alain Corneau in der Kriminalakte

 

 

 


TV-Tipp für den 19. März: 8 Frauen

März 19, 2013

ARD, 00.50

8 Frauen (F 2002, R.: Francois Ozon)

Drehbuch: Francois Ozon, Marina de Van

LV: Robert Thomas: Huit Femmes, 1958/1962 (Theaterstück)

Weihnachten in einem verschneiten Landhaus: In der Nacht wird der Hausherr ermordet. Die Täterin ist eine der acht Frauen, die im Haus sind. Selbstverständlich hat jede von ihnen auch ein gutes Motiv das Ekel umzubringen.

Ein Cozy mit Gesang und einem Darstellerinnenensemble, das über jeden Zweifel erhaben ist und die Crème de la Crème des französischen Films versammelt.

mit Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Fanny Ardant, Virginie Ledoyen, Danielle Darrieux, Ludivine Sagnier, Firmine Richard, Dominique Lamure

Hinweise

Wikipedia über „8 Frauen“ (deutsch, englisch, französisch)

Spiegel: Interview mit Francois Ozon über „8 Frauen“

Blickpunkt Film: Interview mit Francois Ozon über „8 Frauen“

epd Film: Interview mit Francois Ozon (8/2007)

Homepage von Francois Ozon

Meine Besprechung von Francois Ozons „In ihrem Haus“ (Dans la Maison, Frankreich 2012)


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