TV-Tipp für den 8. April: Stan & Ollie

April 7, 2021

Disney Channel, 20.15

Stan & Ollie (Stan & Ollie, Großbritannien/Kanada/USA 2018)

Regie: Jon S. Baird

Drehbuch: Jeff Pope

LV (Inspiration): A.J. Marriot: Laurel and Hardy – The British Tours, 1993

TV-Premiere. Sehr vergnügliche Chronik der großen Englandtour von 1953, auf der das Komikerduo Stan Laurel und Oliver Hardy, Jahre nach dem Ende ihrer Filmkarriere, noch einmal triumphal die Hallen füllte. Dabei sah es am Anfang der Tour anders aus.

Aber die Tricks von Stan und Ollie funktionieren immer noch.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Steve Coogan, John C. Reilly, Nina Arianda, Shirley Henderson, Danny Huston, Rufus Jones

Hinweise

Moviepilot über „Stan & Ollie“

Metacritic über „Stan & Ollie“

Rotten Tomatoes über „Stan & Ollie“

Wikipedia über „Stan & Ollie“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Jon S. Bairds „Drecksau“ (Filth, Großbritannien 2013) und der DVD

Meine Besprechung von Jon S. Bairds „Stan & Ollie“ (Stan & Ollie, Großbritannien/Kanada/USA 2018)


Neu im Kino/Filmkritik: „Stan & Ollie“ auf großer Tour durch England

Mai 13, 2019

Obwohl ihre Filme nicht mehr so oft im Fernsehen laufen, sind Stan Laurel und Oliver Hardy immer noch bekannt. Auch wenn man in Deutschland das Komikerduo lange Zeit vor allem als „Dick & Doof“ kannte und damit die Qualität ihrer Sketche konsequent auf Blödelniveau hinuntersanierte. Bis auf ein, zwei Ausnahmen entstanden ihre Filme zwischen 1927 und 1945.

1953 war ihre große Zeit als Hollywood-Duo vorbei. Die Wiederentdeckung im Fernsehen lag noch in der Zukunft. Stan Laurel (Steve Coogan) kann seinen früheren Arbeitskollegen Oliver Hardy (John C. Reilly), mit dem er sich vor Jahren verkrachte, überreden, eine Theatertour durch England zu machen. Dabei kann er mit den Finanziers für einen neuen Laurel-und-Hardy-Film sprechen. Und beide könnten ihre klammen Finanzen aufbessern.

Jon S. Baird („Drecksau“) erzählt, nach einem Drehbuch von Jeff Pope („Philomena“), die Geschichte dieser Tour und wie aus den Arbeitskollegen Freunde werden. Und es gibt einige immer noch vergnügliche Sketche von Laurel und Hardy, die hier von Steve Coogan und John C. Reilly mit einem beeindruckendem Timing präsentiert werden.

Dazwischen bemühen sich die beiden, wieder ihr Publikum zu erreichen. Stan Laurel ist die kreative Kraft des Duos, die an den Sketchen feilt und das Geld für einen Film auftreiben will. Oliver Hardy der gesundheitlich schwer angeschlagene Lebemann. Beide sind sie, einzeln und als Duo, Schnee von Gestern. Am Anfang sind in dem kleinen Provinztheater, in dem sie auftreten, die meisten Plätze frei und das Hotel, in dem sie übernachten sollen, ist eine billige Absteige. Nachdem sie während der Tour kräftig die Werbetrommel rühren, werden die Säle voller und größer.

Baird erzählt das betont altmodisch und sich dabei auf die Chemie zwischen Coogan und Reilly und die Laurel-und-Hardy-Sketche verlassend. Das so entstehende Tourtagebuch ist ein sehr vergnügliches Biopic mit etlichen garantierten Lachern und etwas Sentiment.

Stan & Ollie (Stan & Ollie, Großbritannien/Kanada/USA 2018)

Regie: Jon S. Baird

Drehbuch: Jeff Pope

LV (Inspiration): A.J. Marriot: Laurel and Hardy – The British Tours, 1993

mit Steve Coogan, John C. Reilly, Nina Arianda, Shirley Henderson, Danny Huston, Rufus Jones

Länge: 99 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Stan & Ollie“

Metacritic über „Stan & Ollie“

Rotten Tomatoes über „Stan & Ollie“

Wikipedia über „Stan & Ollie

Meine Besprechung von Jon S. Bairds „Drecksau“ (Filth, Großbritannien 2013 – mit weiteren Videoclips) und der DVD

Und ein bekannter Film von und mit Stan Laurel und Oliver Hardy


TV-Tipp für den 26. September: Philomena – Eine Mutter sucht ihren Sohn

September 26, 2017

Weil am Donnerstag sein neuer Film „Victoria & Abdul“ (ebenfalls mit Judi Dench, aber nicht so gut wie „Philomena“)  anläuft

ARD, 22.45

Philomena (Philomena, Großbritannien 2013)

Regie: Stephen Frears

Drehbuch: Steve Coogan, Jeff Pope

LV: Martin Sixsmith: The Lost Child of Philomena Lee, 2009 (Philomena – Eine Mutter sucht ihren Sohn)

1952 wurde die Irin Philomena Lee als Jugendliche ungewollt schwanger. Sie ging zur Besserung in ein Kloster. Ihr Kind wurde, ohne sie zu fragen, von den barmherzigen Schwestern fortgegeben. Jetzt, fünfzig Jahre später, möchte sie ihren Sohn wiedersehen. Aber die katholische Kirche mauert. Nur der Journalist Martin Sixsmith hilft ihr.

Feines, auf einer wahren Geschichte basierendes Drama.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung

mit Judi Dench, Steve Coogan, Sophie Kennedy Clark, Anna Maxwell Martin, Ruth McCabe, Kate Fleetwood, Peter Hermann, Mare Winningham, Michelle Fairley

Wiederholung: Mittwoch, 27. September, 02.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Philomena“

Moviepilot über „Philomena“

Metacritic über „Philomena“

Rotten Tomatoes über „Philomena“

Wikipedia über „Philomena“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Stephen Frears „Lady Vegas“ (Lay the Favorite, USA/GB 2012)

Meine Besprechung von Stephen Frears “Philomena” (Philomena, GB 2013)

Meine Besprechung von Stephen Frears „The Program – Um jeden Preis“ (The Program, Großbritannien 2015)

Meine Besprechung von Stephen Frears „Florence Foster Jenkins“ (Florence Foster Jenkins, USA 2016)


TV-Tipp für den 6. Dezember: Philomena – Eine Mutter sucht ihren Sohn

Dezember 6, 2016

WDR, 22.10

Philomena (Philomena, Großbritannien 2013)

Regie: Stephen Frears

Drehbuch: Steve Coogan, Jeff Pope

LV: Martin Sixsmith: The Lost Child of Philomena Lee, 2009 (Philomena – Eine Mutter sucht ihren Sohn)

1952 wurde die Irin Philomena Lee als Jugendliche ungewollt schwanger. Sie ging zur Besserung in ein Kloster. Ihr Kind wurde, ohne sie zu fragen, von den barmherzigen Schwestern fortgegeben. Jetzt, fünfzig Jahre später, möchte sie ihren Sohn wiedersehen. Aber die katholische Kirche mauert. Nur der Journalist Martin Sixsmith hilft ihr.

Feines, auf einer wahren Geschichte basierendes Drama.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung – und dann ab ins Kino in den neuen Frears-Film „Florence Foster Jenkins“.

mit Judi Dench, Steve Coogan, Sophie Kennedy Clark, Anna Maxwell Martin, Ruth McCabe, Kate Fleetwood, Peter Hermann, Mare Winningham, Michelle Fairley

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Philomena“

Moviepilot über „Philomena“

Metacritic über „Philomena“

Rotten Tomatoes über „Philomena“

Wikipedia über „Philomena“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Stephen Frears „Lady Vegas“ (Lay the Favorite, USA/GB 2012)

Meine Besprechung von Stephen Frears “Philomena” (Philomena, GB 2013)

Meine Besprechung von Stephen Frears „The Program – Um jeden Preis“ (The Program, Großbritannien 2015)

Meine Besprechung von Stephen Frears „Florence Foster Jenkins“ (Florence Foster Jenkins, USA 2016)


Neu im Kino/Filmkritik: Die Katholikin „Philomena“ sucht ihr Kind

Februar 28, 2014

 

Nachdem Stephen Frears mit seinem vorherigen Film „Lady Vegas“ (Lay the Favorite) so richtig daneben griff, kehrt er mit „Philomena“ wieder zur alten Stärke zurück, indem er, genau beobachtend und vielschichtig, eine einfache Geschichte erzählt, die von den Schauspielern und den pointierten Dialogen getragen wird. Außerdem handelt es sich um eine wahre Geschichte, die Martin Sixsmith zu einem Sachbuch verarbeitete, das die Vorlage für „Philomena“ ist. Dabei war Martin Sixsmith zuerst überhaupt nicht begeistert von der Geschichte. Aber nachdem der große BBC-Polit-Journalist nach einer spitzen Bemerkung als Berater der Tony-Blair-Regierung entlassen wurde, benötigte er das Geld und er nahm die Human-Interest-Geschichte – ein journalistisches Genre, das er für den Bodensatz des Bodensatzes hält – nur widerwillig an. Eigentlich überlegte er nur, wie er den Auftrag möglichst schnell erledigen könnte. Aber das war, bevor er Philomena Lee kennen lernte und er merkte, dass die katholische Kirche jede Hilfe verweigert.

Vor etwas über fünfzig Jahren, 1952, wurde Philomena im streng katholischen Irland als junges, unverheiratetes, katholisches Mädchen schwanger. Eine Sünde, für die sie von ihren Eltern in das Kloster in Roscrea abgeschoben wird. Dort, in der Sean Ross Abtei, muss sie, wie viele andere Sünderinnen in der Wäscherei schuften. Ihre Kinder wurden zur Adoption freigegeben; – eigentlich in die USA verkauft, während die Mütter nicht gefragt wurden, Frondienste leisteten und von den Schwestern wie Sklavinnen gehalten wurden. Nach außen inszenierten die Schwestern sich, wie auch die Kirche, als Wohltäterinnen. 1955 wurde Philomenas Kind verkauft.

Jetzt fragt sie sich, was aus ihrem Sohn wurde. Zusammen mit Martin Sixsmith besucht sie die Sean Ross Abtei, aber die Schwestern sagen ihnen nichts.

Im Dorfpub erfährt Sixsmith von den Verkäufen der Bastarde an reiche US-Amerikaner. Gemeinsam mit Philomena verfolgt er die vielversprechende Spur in die USA – und wer die Geschichte von Philomena Lee aus den Medien kennt, dürfte jetzt keine großen Überraschungen erleben. Jedenfalls nicht bei der Identität von ihrem Sohn.

Dafür schreibt hier das echte Leben eine viel bittere Geschichte. Denn ihr Sohn ist tot und seine letzten Wünsche wurden von der katholischen Kirche ignoriert.

Bis dahin lernen sich der arrogante, weltgewandte Upper-Class-Journalist Sixsmith und die Working-Class-Frau, die immer noch eine gläubige Katholikin ist, begeistert Kitschromane liest und nie ihr Land verlassen hat, besser kennen und, dank des pointierten Drehbuchs von Steve Coogan und Jeff Pope, der gewohnt souveränen Regie von Stephen Frears („Die Queen“, „The Snapper“, „Grifters“, „Gefährliche Liebschaften“, „Mein wunderbarer Waschsalon“) und dem grandiosen Spiel von Steve Coogan und Judi Dench werden die offensichtlichen Fallen der Geschichte souverän umschifft.

Philomena“ ist eine zu Herzen gehende Geschichte über die Suche nach dem verlorenen Sohn, eine kühle, die Fakten sprechende Anklage gegen die katholische Kirche, die witzige Geschichte eines seltsamen Paares und auch ein Moralstück. Denn wie soll man mit Unrecht umgehen?

Am Ende des Films verlässt man, trotz der düsteren Geschichte, beschwingt das Kino. „Philomena“ ist ein feiner, kleiner Film, der letztes Jahr beim Filmfestival in Venedig seine Premiere feierte, Publikumsliebling war und neun Preise erhielt. Seitdem erhielt das Drama etliche weitere Preise und wurde für vier Oscars, unter anderem als Bester Film, nominiert.

Philomena - Plakat

Philomena (Philomena, Großbritannien 2013)

Regie: Stephen Frears

Drehbuch: Steve Coogan, Jeff Pope

LV: Martin Sixsmith: The Lost Child of Philomena Lee, 2009 (Philomena – Eine Mutter sucht ihren Sohn)

mit Judi Dench, Steve Coogan, Sophie Kennedy Clark, Anna Maxwell Martin, Ruth McCabe, Kate Fleetwood, Peter Hermann, Mare Winningham, Michelle Fairley

Länge: 98 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Philomena“

Moviepilot über „Philomena“

Metacritic über „Philomena“

Rotten Tomatoes über „Philomena“

Wikipedia über „Philomena“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Stephen Frears „Lady Vegas“ (Lay the Favorite, USA/GB 2012)

Und noch einige Interviews

mit Philomena Lee und ihrer Tochter Jane

mit Stephen Frears (Regie) und Steve Coogan (Produktion, Drehbuch, Hauptrolle)


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