In der Kleinstadt Woodsboro bringt ein maskierter Mörder bevorzugt junge Frauen um. In Sidney Prescott findet der Ghostface-Killer seinen Meister.
Klassiker, weil er die Genreregeln bedient, ironisiert und mit einem Meta-Kommentar über die Klischees des Slasher-Films versieht. Der ziemlich intelligente Horrorfilm wurde ein Hit. Zahlreiche Fortsetzungen von eher abnehmender Qualität folgten. Am 27. Februar 2026 startete “Scream 7” und nachdem das Werk bereits jetzt über das Doppelte seines Budgets einspielte, wird es einen achten Teil geben.
Anschließend, um 00.50 Uhr, zeigt Kabel Eins die ebenfalls von Wes Craven inszenierte und von Kevin Williamson geschriebene Fortsetzung “Scream 2” (USA 1998)
mit David Arquette, Neve Campbell, Courteney Cox, Matthew Lillard, Rose McGowan, Skeet Ulrich, Drew Barrymore, Liev Schreiber
Beginnen wir, weil ich nicht weiß, wie ich die Filmgeschichte zusammenfassen soll, mit der offiziellen Synopse:
Sie sind nicht mehr nur bei Freddy’s …
Seit den albtraumhaften Geschehnissen in Freddy’s Pizzeria ist über ein Jahr vergangen. Die Geschichten darüber, was sich dort genau abgespielt hat, haben sich längst zu einem lokalen Mythos verklärt – ein Mythos, der so populär ist, dass die Stadt nun sogar das erste „Fazfest“ abhalten will. Der ehemalige Wachmann Mike (Josh Hutcherson) und die Polizistin Vanessa (Elizabeth Lail) haben Mikes elfjähriger Schwester Abby (Piper Rubio) die Wahrheit über das Schicksal ihrer animatronischen Freunde bislang verschwiegen. Eines Tages schleicht sich Abby heimlich davon, um sich mit Freddy, Bonnie, Chica und Foxy zu treffen. Sie ahnt nicht, dass sie damit eine Reihe von schrecklichen Ereignissen in Gang setzt, die dunkle Geheimnisse über den Ursprung von Freddy’s Pizzeria enthüllen – und einen Schrecken entfesseln, der seit Jahrzehnten verborgen lag.
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„Five Nights at Freddy’s 2“ setzt „Five Nights at Freddy’s“ fort. Mit vielen aus dem ersten Film bekannten Figuren, wieder inszeniert von Emma Tammi und wieder, dieses Mal ohne Co-Autoren, geschrieben von Scott Cawthon. Der erste Film war vor zwei Jahren, trotz schlechter Kritiken, mit einem weltweiten Einspiel von knapp 300 Millionen US-Dollar ein Erfolg an der Kinokasse. Der Horrorfilm basiert auf der gleichnamigen, sehr erfolgreichen von Scott Cawthon erfundenen, seit 2014 bestehenden Computerspielreihe. Seitdem wacht er über die weitere Entwicklung der von ihm erfundenen Welt, zu der auch Bücher und Comics gehören.
Insofern ist es schon erstaunlich, wie vollständig abwesend jede Art von Drehbuch und Storytelling in dem 2002 spielendem Film ist. Einiges kann man sich im Lauf der Geschichte zusammenreimen, vieles bleibt rätselhaft. Vieles gehorcht – jedenfalls wenn man die Spiele und die Geschichte von Freddy Fazbear’s Pizzeria und den Animatronics nicht kennt – keiner erkennbaren Logik.
Figuren tauchen auf. Manchmal werden sie so eingeführt, dass sie wichtig sein könnten. Sie werden getötet oder verschwinden aus der Ansammlung weitgehend unzusammenhängender Episoden. Oft geht es in diesen Szenen um den Umgang und die Bewältigung traumatischer Erfahrungen. Mehr als die Zeit bis zu dem ersten von den Animatronics verübten Mord und anschließend die Zeit zwischen ihren weiteren Morden zu strecken, tun diese Szenen nicht.
Spannung, Suspense und sogar die in einem Horrorfilm üblichen Jumpscares gibt es nicht. Es gibt einfach nur einige Momente, in denen die Animatronics Menschen töten. Blut fließt in den Momenten nicht. Es ist eher wie die brutalen Morde in älteren TV-Serien oder Filmen aus den fünfziger Jahren, in denen der Mörder mit seinem Opfer in einer dunklen Ecke verschwindet und nach vollendeter Tat wieder auftaucht.
Immer wenn die Macher nicht weiter wissen – und das passiert oft -, taucht eine mindestens zwei Meter große Animatronics-Figur auf und mordet. Oder der ‚Held‘ findet in einem seit Jahren leer stehendem Gebäude griffbereit eine funktionierende Taschenlampe oder zwei in dem Moment dringend benötige, vollständig aufgeladene Funkgeräte. Oh, und der ebenfalls in dem Gebäude stehende und für das Abschalten der durch die Stadt marodierenden Animatronics wichtige Computer funktioniert ebenfalls.
Für SchleFaZ ist „Five Nights at Freddy’s 2“ vielleicht zu kompetent gemacht, aber in allen anderen Kategorien qualifiziert er sich mühelos für eine SchleFaZ-Auswertung.
Five Nights at Freddy’s 2 (Five Nights at Freddy’s 2, USA 2025)
Regie: Emma Tammi
Drehbuch: Scott Cawthon (basierend auf der von ihm geschaffenen Videospiel-Reihe)
mit Josh Hutcherson, Elizabeth Lail, Piper Rubio, Wayne Knight, Matthew Lillard, Freddy Carter, Mckenna Grace, Skeet Ulrich, David Andrew Calvillo, Megan Fox (nur Stimme)
Nach „Das Spiel“ und „Doctor Sleeps Erwachen“ legt Mike Flanagan mit „The Life of Chuck“ seine dritte Stephen-King-Verfilmung vor. Es handelt sich um eine Verfilmung der Kurzgeschichte „Chucks Leben“. Sie gehört zu Kings wenigen Nicht-Horrorgeschichten, die dann, wie „Die Verurteilten“ und „Stand by me“, die Vorlage für sehr schöne und beim Publikum sehr beliebte Filme wurden. Das könnte in diesem Fall wieder passieren.
Dabei beginnt „The Life of Chuck“ wie ein schräger Katastrophenfilm.
Während die Welt gerade kollabiert, tauchen in Kalifornien plötzlich überall Reklametafeln auf, auf denen einem gewissen Chuck Krantz für 39 wunderbare Jahre gedankt wird. Zugegeben, dieser Krantz (Tom Hiddleston) sieht in seinem Anzug, der zu einem Bankbeamten oder einem Buchhalter passt, gut aus und er hat ein leicht verkniffenes pseudofreundliches Werbelächeln. Aber offensichtlich wirbt er nicht als austauschbares Modell für irgendein Produkt, sondern er ist diese Person, der gedankt wird – und die niemand kennt. Etwas später ist dieser Chuck Krantz im Radio, in der Luft und als Standbild auf jedem Bildschirm. Er breitet sich wie ein Virus aus.
Marty Anderson (Chiwetel Ejiofor), ein Lehrer, der später keine Rolle mehr spielen wird, fragt sich, während er nach dem Unterricht durch zerstörte Stadt fährt, wer dieser Chuck Krantz sei und wer ihm warum dankt.
In seinem neuen Film „The Life of Chuck“ beantwortet Mike Flanagan diese Frage. Dabei bewegt er sich, wie Stephen King in seiner dem Film zugrunde liegenden Kurzgeschichte, von der Gegenwart immer weiter zurück in die Vergangenheit; sozusagen vom Tod zur Geburt. In kleinen Episoden erfahren wir immer mehr über Chucks Leben, der im Film von Tom Hiddleston, Jacob Tremblay, Benjamin Pajak und Cody Flanagan gespielt wird. Dabei folgt Flanagan nicht stringent rückwärts Chucks Leben. Er schweift immer wieder ab, erzählt aus dem Leben anderer Figuren oder legt eine Pause ein.
So ist ein Höhepunkt eine lange improvisierte Tanznummer in der in der Nähe des Strandes liegenden Einkaufsstraße. Schlagzeugerin Taylor Franck (Taylor Gordon aka The Pocket Queen) trommelt. Menschen versammeln sich. Auch Chuck (Tom Hiddleston), der in seinem Anzug und mit seiner Aktentasche eindeutig auf dem Weg ins Büro ist, bleibt stehen. Irgendwann beginnt er zur Musik zu tanzen, lädt die ihm unbekannte Buchhändlerin Janice Halliday (Annalise Basso) zum Tanz ein und die Schlagzeugerin reagiert auf die beiden Tänzer, die wiederum auf sie reagieren. Es ist eine lange Szene, die als Musical-Nummer die Handlung bestenfalls minimal vorantreibt, und die dennoch noch länger hätte sein können.
Auch später – also wenn Chuck jünger ist – tanzt er gerne und Mike Flanagan zeigt das ausführlich. Sein Film ist eine Abfolge von verschiedene Genres bedienenden Kurzfilmen, die zusammen ein Porträt von Chuck und seiner Welt ergeben. Auch wenn Chuck nicht jede Person kennt, die in dieser Welt lebt und wir teilweise mehr über die Menschen wissen, denen Chuck begegnet als Chuck.
Aus diesen impressionistischen Stimmungsbildern aus einem überaus normalen Leben ergibt sich ein angenehm vor sich hin mäandernder, zutiefst menschenfreundlicher und optimistisch stimmender Film.
„The Life of Chuck“ ist der perfekte Film für einen lauschigen Sommerabend; gerne in einem Open-Air-Kino.
The Life of Chuck(The Life of Chuck, USA 2024)
Regie: Mike Flanagan
Drehbuch: Mike Flanagan
LV: Stephen King: The Life of Chuck, 2020 (Chucks Leben [Kurzgeschichte], enthalten in „If it bleeds“, 2020 [Blutige Nachrichten])
mit Tom Hiddleston, Jacob Tremblay, Benjamin Pajak, Cody Flanagan, Chiwetel Ejiofor, Karen Gillan, David Dastmalchian, Matthew Lillard, Carl Lumbly, Taylor Gordon, Annalise Basso, Mia Sara, Mark Hamill, Kate Siegel, Carl Sagan, Nick Offerman (Erzähler, im Original)
Länge: 111 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
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Die Vorlage
„Chucks Leben“ ist eine der vier in „Blutige Nachrichten“ enthaltenen Geschichten
Stephen King: Blutige Nachrichten
(übersetzt von Bernhard Kleinschmidt)
Heyne, 2021
576 Seiten
11,99 Euro (Taschenbuch)
24 Euro (Hardcover)
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Deutsche Erstausgabe
Heyne, 2020
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Originalausgabe
If it bleeds
Scribner, New York, 2020
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Außerdem: der neue Roman von Stephen King
Privatermittlerin Holly Gibney (bekannt aus „Mr. Mercedes“, „Finderlohn“, „Mind Control“, „Der Outsider“, „Holly“ und einer Geschichte in „Blutige Nachrichten“) muss sich um zwei zeitintensive Fälle kümmern. Sie arbeitet als Personenschützerin für eine Feministin, auf die zahlreiche Anschläge verübt werden. Gleichzeitig soll sie die Durchführung einer Mordserie verhindern. Der Täter kündigte in einem anonymen Schreiben an, wahllos 13 unschuldige und einen schuldigen Menschen umzubringen und so den Tod eines Unschuldigen zu rächen. Er sieht diesen Wahnsinn als einen Akt der Sühne.
Stephen King setzt in seinem Nachwort die Erwartungen so niedrig, dass man schnell zu einem „deutlich besser als erwartet“-Lob kommen kann. King schreibt: „Jetzt bin ich endlich zufrieden damit. Beziehungsweise – ich will aufrichtig sein – zufrieden genug. Es wird nie ganz so, wie ich es mir erhoffte, aber es kommt ein Punkt, wo man loslassen muss.“
Die Kritiker sind jedenfalls größtenteils zufrieden mit Kings neuestem Roman.
Draußen eisige Temperaturen und Schnee, also ab nach Hawaii (auch wenn es nur für einige Stunden ist)
Servus TV, 20.15
The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (The Descendants, USA 2011)
Regie: Alexander Payne
Drehbuch: Alexander Payne, Nat Faxon, Jim Rash
LV: Kaui Hart Hemmings: The Descendants, 2009 (Mit deinen Augen, Neuveröffentlichung unter „The Descendants“)
Auch im Paradies haben die Menschen alltägliche Probleme. So muss Rechtsanwalt Matt King (George Clooney) sich auf Hawaii mit der weiteren Nutzung des Landes, das seit Generationen im Familienbesitz ist und von ihm verwaltet wird, herumschlagen, seine Frau liegt nach einem Bootsunfall im Koma und er muss sich jetzt um seine beiden Töchter kümmern. Da erfährt er, dass seine Frau einen Liebhaber hatte.
Alexander Paynes neuer Film „The Holdovers“ soll am 25. Januar 2024 in unseren Kinos anlaufen.
mit George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges, Robert Forster, Judy Greer, Matthew Lillard, Nick Krause, Amara Miller, Mary Birdsong, Rob Huebel, Patricia Hastie
The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (The Descendants, USA 2011)
Regie: Alexander Payne
Drehbuch: Alexander Payne, Nat Faxon, Jim Rash
LV: Kaui Hart Hemmings: The Descendants, 2009 (Mit deinen Augen, Neuveröffentlichung unter „The Descendants“)
Auch im Paradies haben die Menschen alltägliche Probleme. So muss Rechtsanwalt Matt King (George Clooney) sich auf Hawaii mit der weiteren Nutzung des Landes, das seit Generationen im Familienbesitz ist und von ihm verwaltet wird, herumschlagen, seine Frau liegt nach einem Bootsunfall im Koma und er muss sich jetzt um seine beiden Töchter kümmern. Da erfährt er, dass seine Frau einen Liebhaber hatte.
mit George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges, Robert Forster, Judy Greer, Matthew Lillard, Nick Krause, Amara Miller, Mary Birdsong, Rob Huebel, Patricia Hastie
The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (The Descendants, USA 2011)
Regie: Alexander Payne
Drehbuch: Alexander Payne, Nat Faxon, Jim Rash
LV: Kaui Hart Hemmings: The Descendants, 2009 (Mit deinen Augen, Neuveröffentlichung unter „The Descendants“)
Auch im Paradies haben die Menschen alltägliche Probleme. So muss Rechtsanwalt Matt King (George Clooney) sich auf Hawaii mit der weiteren Nutzung des Landes, das seit Generationen im Familienbesitz ist und von ihm verwaltet wird, herumschlagen, seine Frau liegt nach einem Bootsunfall im Koma und er muss sich jetzt um seine beiden Töchter kümmern. Da erfährt er, dass seine Frau einen Liebhaber hatte.
mit George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges, Robert Forster, Judy Greer, Matthew Lillard, Nick Krause, Amara Miller, Mary Birdsong, Rob Huebel, Patricia Hastie
Vox, 20.15 Back in the Game (USA 2012, Regie: Robert Lorenz)
Drehbuch: Randy Brown
Clint Eastwoods bislang letzter Leinwandauftritt, für den er die Regie einem seiner langjährigen Mitarbeiter überließ, ist eine vorhersehbare Vater-Tochter-Schmonzette, in der er, wieder einmal, den grumpy old man spielt.
In Berlin war „Back in the Game“ nach einer Woche aus den Kinos verschwunden. Und das lag nicht nur daran, dass uns Baseball herzlich egal ist. Denn ohne die charmanten Schauspieler wäre der vor sich hin plätschernde Film ein Totalreinfall. Sein neuester Film „American Sniper“ ist gerade angelaufen.
mit Clint Eastwood, Amy Adams, John Goodman, Justin Timberlake, Matthew Lillard, Robert Patrick, Ed Lauter Wiederholung: Freitag, 6. März, 00.40 Uhr (Taggenau!) Hinweise Film-Zeit über „Back in the Game“ Moviepilot über „Back in the Game“ Metacritic über „Back in the Game“ Rotten Tomatoes über „Back in the Game“
Wikipedia über „Back in the Game“ (deutsch, englisch)
The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten (USA 2011, Regie: Alexander Payne)
Drehbuch: Alexander Payne, Nat Faxon, Jim Rash
LV: Kaui Hart Hemmings: The Descendants, 2009 (Mit deinen Augen, Neuveröffentlichung unter „The Descendants“)
Auch im Paradies haben die Menschen alltägliche Probleme. So muss Rechtsanwalt Matt King (George Clooney) sich auf Hawaii mit der weiteren Nutzung des Landes, das seit Generationen im Familienbesitz ist und von ihm verwaltet wird, herumschlagen, seine Frau liegt nach einem Bootsunfall im Koma und er muss sich jetzt um seine beiden Töchter kümmern. Da erfährt er, dass seine Frau einen Liebhaber hatte.
mit George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges, Robert Forster, Judy Greer, Matthew Lillard, Nick Krause, Amara Miller, Mary Birdsong, Rob Huebel, Patricia Hastie