DVD-Kritik: „Guns and Girls“ und einige Elvis-Imitatoren

Februar 22, 2013

Guns and Girls“ liefert ziemlich genau das, was der Titel verspricht: Schießereien (viele), Mädchen (sehr wenige, eigentlich nur zwei, wobei nur die „Blonde“ als „Girl“ durchgeht. Die andere ist nämlich „das Mädchen von nebenan“. Und dann gibt es noch eine Taschendiebin.), Elvis-Imitatoren (viele, aber noch überschaubar) und ziemlich viele, ziemlich abgedrehte Szenen und Sprüche, die deutlich in Richtung Guy-Ritchie-Imitat gehen. Ihr wisst schon: „Bube, Dame, König, grAs“, „Snatch – Schweine und Diamanten“ und „RocknRolla“. Auch stilistisch hat Autor und Regisseur Michael Winnick einiges bei dem Briten abgeschaut.

So entwickelt die Geschichte sich mit vielen Zeitsprüngen eher chaotisch und lässig auf die Pointe zielend, als wirklich stringent oder besonders wahrscheinlich. Dafür sind die Schauspieler, unter anderem Gary Oldman (in glänzender Spiellaune als Elvis-Imitator), Christian Slater (mal wieder gut besetzt als Schlawiner, der in eine Geschichte hineingerät, die er nicht überblickt, dafür aber von allen als Punchingball benutzt wird), Helena Mattsson (die „Blonde“, deren Filmkarriere in Filmen wie „Surrogates“ und „7 Psychos“ sich bislang weitgehend in Rollen erschöpfte, die nach ihrer Haarfarbe benannt waren), Powers Boothe, Jeff Fahey und Tony Cox (als sehr biestiger „Kleiner Elvis“), enorm spielfreudig und es gibt genug komisch-absurde Situationen um kurzweilig zu unterhalten. Die Story: Während eines Elvis-Doppelgängerwettbewerbs wird in einem Casino in einem Indianerreservat die für den Indianerstamm sehr wertvolle Kriegsmaske geklaut. Der Indianerhäuptling weiß, dass einer der Elvis-Imitatoren der Dieb ist und irgendwie glauben alle, dass John Smith (Christian Slater) der Übeltäter ist oder wenigstens die Maske wiederbeschaffen kann. Und alle, auch die beiden korrupten Polizisten (die damit kein Problem haben), sind schießwütig und haben einen mangelnden Respekt vor dem Leben.

Guns and Girls“ ist zwar keine weltbewegende, aber eine durchaus kurzweilige Angelegenheit.

Guns and Girls - Blu-ray

Guns and Girls (Guns, Girls and Gambling, USA 2011)

Regie: Michael Winnick

Drehbuch: Michael Winnick

mit Gary Oldman, Christian Slater, Helena Mattsson, Megan Park, Dane Cook, Powers Boothe, Jeff Fahey, Chris Kattan, Sam Trammell, Tony Cox, Matthew Willig, Paulina Gretzky, Eddie Spears, Gordon Tootoosis, Michael Spears, Heather Roop, Anthony Azizi, Anthony Brandon Wong

Blu-ray

Ascot Elite

Bild: 1080/24p High Definition (1,78:1)

Ton: Deutsch, Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Trailer, Wendecover

Länge: 90 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Guns and Girls“

Wikipedia über „Guns and Girls“

 


TV-Tipp für den 22. Februar: Polizeiruf 110: Cassandras Warnung

Februar 22, 2013

ARD, 22.00

Polizeiruf 110: Cassandras Warnung (D 2011, R.: Dominik Graf)

Drehbuch: Günter Schütter

Kaum beginnt Kommissar Hanns von Meuffels seinen Dienst in München, muss er auch gleich im Kreis der Kollegen ermitteln. Denn auf die Frau von Gerry Vogt wurde ein Anschlag verübt, bei dem ihre Freundin starb. Diana Vogt erhält Polizeischutz und von Meuffels und Vogt suchen die Mörderin, die wahrscheinlich eine verschmähte Verehrerin ist.

Der erste Auftritt von Matthias Brandt als Kommissar Hanns von Meuffels ist ein starkes Stück Kino, mitreisend erzählt mit kleinen Abschweifungen. Dass die Lösung, rückblickend, einige kleine Logikfehler hat, kann nach neunzig atemlosen Minuten verziehen werden.

mit Matthias Brandt, Ronald Zehrfeld, Philipp Moog, Alma Leiberg, Anna Maria Sturm, Tobias van Dieken

Hinweise

ARD über „Polizeruf 110“

Meine Besprechung von Dominik Grafs „Schläft ein Lied in allen Dingen“

Meine Besprechung der von Dominik Graf inszenierten TV-Serie  „Im Angesicht des Verbrechens“

Meine Besprechung von Johannes F. Sieverts Interviewbuch „Dominik Graf – Im Angesicht des Verbrechens: Fernseharbeit am Beispiel einer Serie“

Dominik Graf in der Kriminalakte

Bonushinweis

Der Sammelband „Im Angesicht des Fernsehens“ versammelt Aufsätze, die sich mit verschiedene Aspekten von Dominik Grafs umfangreichem Werk und einzelnen Filmen beschäftigten, es gibt einen kurzen Überblick über sein Schaffen (in der „Einführung“), selbstverständlich eine Filmografie, eine Bibliografie und ein Filmtitelindex (wenn man alles zu einem Film sucht) und ein Interview mit Dominik Graf.

Die ausführliche Besprechung ist in Arbeit.

Chris Wahl/Jesko Jockenhövel/Marco Abel/Michael Wedel (Hrsg.): Im Angesicht des Fernsehens – Der Filmemacher Dominik Graf

edition text + kritik, 2012

356 Seiten

26 Euro


Neu im Kino/Filmkritik: Haben auch Zombies „Warm Bodies“?

Februar 21, 2013

Inzwischen kennen wir Zombies und wir wissen auch ziemlich genau, was wir bei einem Zombieangriff tun müssen: Hieb-, Stich- und Schusswaffen herausholen und sie hemmungslos einsetzen. Kopf abschlagen. Gehirn wegpusten. Und nicht zimperlich sein. Denn diese Zombies sind ja schon tot und, auch wenn man vielleicht zweimal lebt, stirbt man definitiv nur einmal. Außerdem hat ein Zombie keine Gefühle. Oder?

Hm, vielleicht doch. Denn diese Zombies bewegen sich in ihrem langsamen Gang durch die Welt, sie haben einen nimmersatten Hunger auf Menschenfleisch und sie kommunizieren auch untereinander. Gut. Eher grunzend und in Halbsätzen. Aber immerhin. Und einer von ihnen (Nicholas Hoult), der sich, weil er seinen Namen vergessen hat, R nennt, erzählt sogar ziemlich eloquent und sarkastisch in Isaac Marions Roman „Mein fahler Freund“, der jetzt als „Warm Bodies“ verfilmt wurde, von seinem Leben unter Zombies, wie er bei einem ihrer Jagdausflüge die gleichaltrige, sehr lebendige und attraktive Julie (Teresa Palmer) trifft und anstatt ihr Gehirn zu verspeisen, sich in sie verliebt und sie mit in seine Wohnung, ein auf dem Flugplatz stehendes ausrangiertes Passagierflugzeug, nimmt. Dort verliebt Julie sich in den attraktiven Zombie und ihre Liebe beginnt die Welt zu verändern.

Gut, das klingt jetzt vielleicht etwas pathetisch, aber nachdem R und Julie den Flugplatz, auf dem die Zombies und die noch schlimmeren Knochen leben, verlassen müssen und er sie zu den Menschen verfolgt, müssen sie sich zunächst gegenüber Julies Vater, dem fanatischen Zombiejäger General Grigio (John Malkovich), behaupten. Doch es kommt noch schlimmer für das Liebespaar, dessen Geschichte einer Liebe zwischen zwei verfeindeten „Familien“ natürlich von Romeo und Julia inspiriert ist.

Jonathan Levine, der vorher den Horrorfilm „All the Boys love Mandy Lane“, das Drama „The Wackness – Verrückt sein ist relativ“ (nur auf DVD) und die Dramedy „50/50 – Freunde fürs (Über)leben“ inszenierte und in diesen Fillmen sein Gespür für interessante Variationen bekannter Geschichten bewies, erzählt diese Zombie-Liebesgeschichte, wie „50/50“ mit einem genauen, warmherzig-sarkastischen Blick auf die Charaktere und die Absurditäten der Situation. Denn auch wenn die Versatzstücke bekannt sind, ist Levines Perspektive auf die postapokalyptische Zombiewelt neu und er kombiniert die Romeo-und-Julia-Geschichte mit dem Kampf zwischen den Menschen und den Zombies so frisch und liebevoll miteinander, dass man sich der Geschichte nicht entziehen kann.

Dabei übernahm Levine von Isaac Marions Roman, der dafür seine im Internet veröffentlichte Kurzgeschichte „I am a Zombie filled with Love“ kräftig ausbaute, vor allem die Idee und das erste Drittel des Romans. Bei der Handlung veränderte er vor allem die zweite Hälfte, also alles, was R und Julie zustößt, nachdem sie den Flughafen verlassen, kräftig und erzählt die problematische Liebesgeschichte von R und Julie wesentlich fokussierter als Isaac Marion zu Ende.

Und wir können uns bei den schüchternen Annäherungsversuchen von R fragen, inwiefern wir nicht selbst wie R sind.

Warm Bodies - Plakat

Warm Bodies (Warm Bodies, USA 2013)

Regie: Jonathan Levine

Drehbuch: Jonathan Levine

LV: Isaac Marion: Warm Bodies, 2009 (Mein fahler Freund, Taschenbuchausgabe wegen des Films „Warm Bodies“)

mit Nicholas Hoult, Teresa Palmer, Analeigh Tipton, Rob Corddry, Dave Franco, John Malkovich, Cory Hardrict

Länge: 98 Minuten

FSK: ab 12 Jahre (erstaunlich)

Die Vorlage

Marion - Mein fahler Freund - 2Marion - Warm Bodies - 2

Isaac Marion: Mein fahler Freund

(übersetzt von Daniel Sundermann)

Hobbit Presse/Klett-Cotta, 2011

304 Seiten

19,95 Euro (Hardcover)

9,95 Euro (Taschenbuch erscheint unter dem Filmtitel „Warm Bodies“)

Originalausgabe

Warm Bodies

Atria Books, 2009

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Warm Bodies“

Metacritic über „Warm Bodies“

Rotten Tomatoes über „Warm Bodies“

Wikipedia über „Warm Bodies“

Homepage von Isaac Marion

Meine Besprechung von Isaac Marions „Mein fahler Freund“ (Warm Bodies, 2009)

Meine Besprechung von Jonathan Levines „50/50 – Freunde fürs (Über)leben“ (50/50, USA 2011)


Neu im Kino/Filmkritik: „Der Hypnotiseur“ hypnotisiert nicht

Februar 21, 2013

Als ich „Der Hypnotiseur“ sah, dachte ich, dass die Plotschwächen in Lasse Hallströms neuen Film an der Vorlage, einem Kriminalroman von Lars Kepler, liegen und die Macher sich, um keine Fans des Buchs zu verschrecken, einfach viel zu sklavisch an die Vorlage hielten.

Nachdem ich das Buch trotz tödlicher Langeweile überlebt habe, kann ich sagen, dass die Drehbuchautoren Paolo Vacirca und Peter Asmussen und Regisseur Lasse Hallström die Geschichte durchaus kräftig änderten und sie sogar verbesserten, aber es half nichts. „Der Hypnotiseur“ ist ein langweiliger, unlogischer Krimi, der sich kräftig in der Ikea-Klischeeabteilung bediente.

Dabei beginnt es spannend und ohne langes Vorspiel gleich mit dem Mord an einer Familie. Kommissar Joona Linna (Tobias Zilliacus) hat im winterlichen Stockholm gleich zwei Tatorte: in einer Sporthalle wurde der Sportlehrer Ek brutal erstochen; in seinem Haus wurde etwas später der Rest der Familie ebenso bestialisch ermordet. Nur der Sohn Josef Ek (Jonatan Bökman) überlebte schwerverletzt und liegt jetzt im Koma. Josefs Schwester Evelyn (Emma Mehonic) war nicht da. Linna glaubt jetzt, dass der Mörder auch sie umbringen will und nur Josef Ek kann ihm bei der Fahndung mit einer Beschreibung des Täters helfen. Aber der ist nicht ansprechbar. Da schlägt seine Ärztin eine Hypnose vor. Von dem besten Hypnotiseur, den es in Schweden gibt: Erik Maria Bark (Mikael Persbrandt). Der will zwar, weil er in der Vergangenheit einen schlimmen Fehler beging, nie wieder jemand hypnotisieren, aber er lässt sich von Linna überreden.

Nach der ersten Hypnose, die schon einige Hinweise auf den Täter brachte, wird der schwer kranke Sohn der Barks, der deshalb in regelmäßigen Abständen seine Medizin braucht, entführt. Der Entführer hat ihnen eine Botschaft hinterlassen: „Schluss mit der Hypnose, oder er stirbt!“

Neben dem Krimiplot beschäftigt der Film sich, wie schon in Lars Keplers Roman, ausführlich mit Barks Eheproblemen. Denn seine Frau Simone (Lena Olin) ist eifersüchtig, hält ihm immer noch einen lange zurückliegenden Seitensprung vor und wirft ihm, mit leidendem Blick, alles Elend der Welt vor. Lena Olin hätte man eine bessere Rolle als die des Heimchens am Herd gewünscht.

Aber auch Mikael Persbrandt kämpft sich hier durch die Untiefen eines lahmen Drehbuchs, das sich nie entscheiden kann, ob es jetzt ein Krimi oder ein Drama der schlechten Sorte sein will. Denn die Familienproblem der Familie Bark interessieren nicht. Auch weil sie mit der Mördersuche nichts zu tun haben. Sowieso wird der Hypnotiseur, der in den polizeilichen Ermittlungen ja nur eine Nebenfigur ist, über eine gewagte Storyvolte (der Täter muss erfahren, dass Josef Ek hypnotisiert wird; glauben, dass er ihn in Hypnose verraten kann und dass er durch die Entführung eines Kindes seiner Bestrafung entkommen kann), in die Geschichte einbezogen.

Und über die Motive des Mörders kann man nur den Kopf schütteln. Aber immerhin im Film weniger als im Buch. Denn im Buch werden die Morde und die Entführung von verschiedenen Tätern mit ebenso verschiedenen Motiven verübt. Im Film ist es immerhin ein Täter (ja, gut, genaugenommen Tätergrüppchen) und damit verändern sich seine Motive erheblich. Aber der Showdown im Schnee, bei dem ein Bus eine wichtige Rolle hat, bleibt gleich.

Somit verbucht „Der Hypnotiseur“ auf der Habenseite nur die kompetente Regie von Lasse Hallström, der zuletzt mit „Lachsfischen im Jemen“ eine wunderschön, satirisch angehauchtes Drama vorlegte und auch dessen nächster Film, die Nicholas-Sparks-Verfilmung „Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht“ (Kinostart 7. März 2013) als vorhersehbare Schmonzette durchaus gefällt, und das hochkarätige Ensemble, das hier allerdings weit unter Wert verkauft wird.

Warum Hallström ausgerechnet dieses Drehbuch für seinen ersten schwedischen Spielfilm nach über 25 Jahren, die er hauptsächlich in Hollywood verbrachte, auswählte, wissen vielleicht die nordischen Götter.

Der Hypnotiseur - Plakat

Der Hypnotiseur (Hypnotisören, Schweden 2012)

Regie: Lasse Hallström

Drehbuch: Paolo Vacirca (auch Story Adaption), Lasse Hallström (Story Adaption), Peter Asmussen (Mitarbeit Drehbuch)

LV: Lars Kepler: Hypnotisören, 2009 (Der Hypnotiseur)

mit Tobias Zilliacus, Mikael Persbrandt, Lena Olin, Helena af Sandeberg, Oscar Pettersson, Anna Azcarate , Jonatan Bökman, Jan Waldekranz, Eva Melander

Länge: 122 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Die Vorlage

Kepler - Der Hypnotiseur - 2

Lars Kepler: Der Hypnotiseur

(übersetzt von Paul Berf)

Bastei Lübbe Taschenbuch, 2012

656 Seiten

9,99 Euro

Deutsche Erstausgabe

Bastei Lübbe, 2010

Originalausgabe

Hypnotisören

2009

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Der Hypnotiseur“

Rotten Tomatoes über „Der Hypnotiseur“

Wikipedia über „Der Hypnotiseur“ (deutsch, englisch, schwedisch)

Homepage von Lars Kepler

Krimi-Couch über Lars Kepler

Wikipedia über Lars Kepler

Buchjournal: Ein Besuch bei Lars Kepler

Meine Besprechung von Lars Keplers „Der Hypnotiseur“ (Hypnotisören, 2009)

 


TV-Tipp für den 21. Februar: Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis

Februar 21, 2013

Vox, 22.25

Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis (USA 1987, R.: Richard Donner)

Drehbuch: Shane Black

Erster Auftritt der Cops Martin Riggs (Mel Gibson), suizidgefährder und vollkommen durchgeknallter Single, und Roger Murtaugh (Danny Glover), besonnener, den Ruhestand herbeisehnender, glücklich verheirateter Familienvater. Sie untersuchen den Tod eines Callgirls, stoßen auf einen von Vietnam-Veteranen organisierten Drogenring und hinterlassen zu unserer Freude, gepfeffert mit flotten Sprüchen, ein Meer der Verwüstung.

Der Actionthriller war ein Kassenknüller und beeinflusste das Actionkino der späten achtziger und neunziger Jahre. In vier Fortsetzungen (über Nummer 5 wird in Hollywoods Gerüchteküche gesprochen) wurden die Sprüche und die Action noch weiter gesteigert.

‚Zwei stahlharte Profis‘ ist ein hochgezüchtetes Action-Spektakel, das sich weniger um die stimmige Entwicklung von Charakteren oder Story bemüht, sondern effektvolle Szenen aneinanderreiht, in denen die Stuntmen ihre Waghalsigkeit beweisen können.“ (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms – Völlig überarbeitete Neuausgabe, 1993)

mit Mel Gibson, Danny Glover, Gary Busey, Mitchell Ryan, Tom Atkins

Wiederholung: Freitag, 22. Februar, 02.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Lethal Weapon“

Wikipedia über „Lethal Weapon“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: Über das grandiose kenianische Drama „Something Necessary“

Februar 20, 2013

Ende 2007 endeten in Kenia die Präsidentschaftswahlen, nachdem massive Manipulationen vermutet wurden, in landesweiten Unruhen. Wütende Jugendgangs marodierten durch das Land. 1200 Menschen starben, 300.000 wurden vertrieben.

In „Something Necessary“ konzentriert Judy Kibinge sich auf das Schicksal von zwei Menschen: Anne, die ihren Mann und ihr Haus verlor, und Joseph, der zu den jugendlichen Tätern gehört.

Die Krankenschwester Anne lebte glücklich mit ihrem Mann und ihrem Sohn Kitur auf einer abgelegenen Farm „The Haven“, als eine Bande Jugendlicher die Farm stürmte, sie vergewaltigte, ihren Sohn ins Koma prügelte, ihren Mann umbrachte und die Farm plünderte und abbrannte. Anne fällt auch ins Koma und als sie schwerverletzt im Krankenhaus erwacht, muss sie zuerst mit der neuen Situation zurecht kommen. Sie entschließt sich, gegen die guten Ratschläge ihrer Schwester und ihres Mannes, die Farm wieder aufzubauen.

Joseph ist einer der Jugendlichen, der in der Nacht dabei war. Nachdem seine Mutter das Schulgeld nicht mehr bezahlen konnte, musste er die Schule verlassen. Seitdem nimmt er Jobs an, für die er eigentlich zu intelligent ist, hängt mit einer Jugendgang ab, will sie verlassen, bekommt Ärger mit ihnen und verliebt sich in Chebet. Einer seiner Jobs führt ihn zu Annes Farm, die gerade wieder aufgebaut wird.

Kibinge erzählt zwar beide Schicksale parallel, aber Anne, das Opfer und ihre Versuche, die Ereignisse der Nacht zu bewältigen, stehen im Mittelpunkt des Films, der seine Geschichte, dialogarm in einfachen, einprägsamen, metaphernreichen Bildern erzählt. Es geht um die Annes Psyche. So ist der Wiederaufbau der Farm auch ein Versuch, die Vergangenheit wieder aufzubauen und den sicheren Hafen, den die Farm für sie verkörperte, den sie jetzt vielleicht auch als Paradies verklärt, wieder zu finden. Dass ihre Familie und auch ihr Sohn dieses fast schon krankhafte Festhalten an der Vergangenheit nicht wollen, dass sie dafür ihre Ersparnisse aufs Spiel setzt, dass sie sich zunehmend isoliert, kümmert sie nicht. Sie kann und will die Vergangenheit nicht vergessen. Aber sie weiß noch nicht, wie sie die Nacht verarbeiten soll.

Gleichzeitig geht es in „Something Necessary“ um die Frage, wie man mit Unrecht umgehen soll, wenn Täter und Opfer sich täglich begegnen.

Zum Glück verknüpft Kibinge die Geschichte von Anne und Joseph und Kenias nicht platt didaktisch im bieder-trübsinnigen Stil des TV-Films der Woche, sondern sehr kunstvoll in präzise beobachtenden Szenen, die immer auch auf die größeren Themen hinweisen und Anne verlässt nie der Mut. Wie der ganze Film trotz des düsteren Themas eine enorm positive, lebensbejahende Stimmung verbreitet.

Something Necessary“ wurde, wie „Soul Boy“ und der Gangsterthriller „Nairobi Half Life“, von One Fine Day Films (Tom Tykwer ist Teilhaber) und Ginger Ink Films, in Kooperation mit der DW Akademie, produziert und entstand aus einem Workshop in dem erfahrene Filmemacher mit jungen, afrikanischen Filmemachern Filmstoffe entwickelten, die ihre und damit die aktuelle afrikanische Wirklichkeit reflektieren.

Something Necessary - Plakat 4

Something Necessary – Forgive. But never Forget (Kenia/Deutschland, 2013)

Regie: Judy Kibinge

Drehbuch: Mungai Kiroga, JC Niala, Judy Kibinge (Adaption) (nach einer Idee und Geschichte von Mungai Kiroga)

mit Susan Wanjiru, Walter Kipchumba Lagat, David Koprotich Mutai, Anne Kimani, Carolyne Chebiwott Kibet, Benjamin Nyagaka, Chomba Njeru,Hildy Jepkoech, Kipng’Eno Kirui Duncan

Länge: 85 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Verleih-/Vorführhinweis

Weil „Something Necessary“ jetzt nur in viel wenigen Kinos läuft, er aber als gutes Drama ein großes Publikum verdient hat, verrate ich euch jetzt, wo ihr für eine Vorführung im Uni-Kino oder im Kommunalen Kino (vielleicht mit einem anschließendem Filmgespräch) eine Kopie des Films bekommen könnt. Nämlich bei One Fine Day Films. Der Film kann als DCP und Blu-Ray gezeigt werden und das geht inzwischen ja in jedem guten Kino.

Die Kinotour mit Regisseurin Judy Kibinge und Hauptdarstellerin Susan Wanjiru

Mittwoch, 20. Februar: BERLIN, Babylon (Rosa-Luxemburg-Straße 30), 19:30, mit Judy Kibinge (Regisseurin), Tom Tykwer (Produzent ONE FINE DAY FILMS) und Muthoni Wanyeki (ehemalige Vorsitzende der Kenya Human Rights Commission, Nairobi/Paris)

Donnerstag, 21. Februar: LEIPZIG, Passage Kinos 19:30 Uhr

Freitag, 22. Februar: NÜRNBERG, Cinecitta 19:30 Uhr

Samstag, 23. Februar: WÜRZBURG, Central Programmkino 20:00 Uhr

Sonntag, 24. Februar: MÜNCHEN, City Kinos 11:00 Uhr

Montag, 25. Februar: HEILBRONN, Universum Arthaus-Kinos 20:00 Uhr

Dienstag, 26. Februar: STUTTGART, Metropol 19:00 Uhr

Mittwoch, 27. Februar: FRANKFURT, Kino im Filmmuseum 20:15 Uhr

Donnerstag, 28. Februar: BONN, Haus der Geschichte 19:00 Uhr

Freitag, 1. März:BIELEFELD, Kamera Filmkunsttheater 19:00 Uhr

Samstag, 2. März: BREMEN, City 46 19:30 Uhr

Sonntag, 3. März: HAMBURG, Abaton 20:00 Uhr

Hinweise

Facebook-Seite zum Film

Wikipedia über „Something Necessary“

Homepage von One Fine Day Films

Meine Besprechung von „Nairobi Half Life“ (Nairobi Half Life, Kenia/Deutschland 2012, Regie: Tosh Gitonga)

Bonus

Einige Bilder von den Dreharbeiten

Regisseurin Judy Kibinge mit Hauptdarstellerin Susan Wanjiru (Anne) bei den Dreharbeiten (Foto: One Fine Day Films)

Regisseurin Judy Kibinge mit Hauptdarstellerin Susan Wanjiru (Anne) bei den Dreharbeiten (Foto: One Fine Day Films)

Susan Wanjiru bei den Dreharbeiten (Foto: One Fine Day Films)

Susan Wanjiru bei den Dreharbeiten (Foto: One Fine Day Films)

Hauptdarsteller Walter Kipchumba Lagat (Joseph) bei den Dreharbeiten (Foto: One Fine Day Films)

Hauptdarsteller Walter Kipchumba Lagat (Joseph) bei den Dreharbeiten (Foto: One Fine Day Films)

Walter Kipchumba Lagat bei den Dreharbeiten (Foto: One Fine Day Films)

Walter Kipchumba Lagat bei den Dreharbeiten (Foto: One Fine Day Films)

und aus dem Film

Walter Kipchumba Lagat (Foto: One Fine Day Films)

Walter Kipchumba Lagat (Foto: One Fine Day Films)

Walter Kipchumba Lagat als Joseph bei der Arbeit (Foto: One Fine Day Films)

Walter Kipchumba Lagat als Joseph bei der Arbeit (Foto: One Fine Day Films)

Walter Kipchumba Lagat (Foto: One Fine Day Films)

Walter Kipchumba Lagat (Foto: One Fine Day Films)

Susan Wanjiru als Anne mit einer befreundeten Kollegin am Krankenbett ihres Sohnes Kitur (Benjamin Nyagaka) (Foto: One Fine Day Films)

Susan Wanjiru als Anne mit einer befreundeten Kollegin am Krankenbett ihres Sohnes Kitur (Benjamin Nyagaka) (Foto: One Fine Day Films)
Susan Wanjiru (Foto: One Fine Day Films)

Susan Wanjiru (Foto: One Fine Day Films)

Walter Kipchumba Lagat arbeitet als Joseph an dem für die Filmgeschichte wichtigen Zaun (Foto: One Fine Day Films)

Walter Kipchumba Lagat arbeitet als Joseph an dem für die Filmgeschichte wichtigen Zaun (Foto: One Fine Day Films)

 

 

 

 


TV-Tipp für den 20. Februar: Sophie Scholl – Die letzten Tage

Februar 20, 2013

BR, 23.00

Sophie Scholl – Die letzten Tage (D 2005, R.: Marc Rothemund)

Drehbuch: Fred Breinersdorfer

Das sei Schulfernsehen, sagte Breinersdorfer, als Rothemund ihm vorschlug die letzten Tage der Geschwister Scholl zu verfilmen. Dann vertiefte er sich in die Protokolle der Verhöre und schrieb das Drehbuch zu einem von Kritikern, Kollegen und Publikum hochgelobten Film. Über eine Million sahen „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ in den deutschen Kinos.

Mit Julia Jentsch, Alexander Held, Fabian Hinrichs, Jörg Hube

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Sophie Scholl – Die letzten Tage“

Wikipedia über „Sophie Scholl – Die letzten Tage“

Bundeszentrale für politische Bildung über „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ (Filmheft, undsoweiter)

Homepage von Fred Breinersdorfer

Meine Besprechung von Fred und Léonie Breinersdorfers „Das Hurenspiel – Ein Fall für Abel“ (2006)


TV-Tipp für den 19. Februar: Boxcar Bertha – Die Faust der Rebellen

Februar 18, 2013

ZDFkultur, 22.00

Boxcar Bertha – Die Faust der Rebellen (USA 1972, R.: Martin Scorsese)

Drehbuch: Joyce H. Corrington, John William Corrington

LV: Boxcar Bertha Thompson (aufgeschrieben von Ben L. Reitman): Sister of the Road

USA in den frühen Dreißigern: die Landstreicherin Bertha und ihr Freund, der Gewerkschaftler Bill, schlagen sich durch das amerikanische Hinterland. Dabei werden sie, eher durch Zufall, zu Zugräubern und Volkshelden. Die Eisenbahngesellschaft ist davon nicht begeistert.

„Boxcar Bertha“ wurde von Roger Corman produziert und er ließ Scorsese auch, solange er genug Sex und Gewalt in dieser Bonnie-und-Clyde-Variante unterbrachte, freie Hand. Das Endergebnis ist, obwohl einige Szenen (wozu vor allem das inzwischen legendäre Ende mit dem gekreuzigten Bill an einem Zugwaggon gehört) sehr gelungen sind und schon einiges von Scorseses Talent verraten, enttäuschend.

„Was auch immer an soziologischen, politischen oder dramaturgischen Ambitionen möglicherweise in der Story gelegen hat, wurde rücksichtslos aus der Handlung entfernt, so dass keine der Figuren Interesse oder Sympathie erweckt. Kaum einmal wird versucht, das Gemetzel zu rechtfertigen.“ (Variety)

Als Scorseses Freund und Kollege John Cassavetes den Rohschnitt des Films sah, forderte er ihn auf, nicht noch einen belanglosen Film, sondern einen Film, der ihm wirklich wichtig sei, zu drehen. Scorsese beherzigte den Rat und drehte „Hexenkessel“. Der Rest ist Geschichte.

Mit Barbara Hershey, David Carradine, John Carradine, Barry Primus, Bernie Casey, Victor Argo, David R. Osterhout, Harry Northup

Wiederholung: Mittwoch, 20. Februar, 00.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Boxcar Bertha“ (deutsch, englisch)

Turner Classic Movies über „Boxcar Bertha“

Wikipedia über Martin Scorsese (deutsch, englisch)

Martin-Scorsese-Fanseite

Meine Beprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Martin Scorsese in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 18. Februar: Tatort: Dschungelbrüder

Februar 18, 2013

RBB, 20.15

TATORT: Dschungelbrüder (D 2003, R.: Lars Becker)

Drehbuch: Lars Becker

Ritter und Stark müssen den Mord an einem illegal eingereisten Nigerianer aufklären.

Lars Becker (Nachtschicht) befindet sich auch in Berlin auf vertrautem Terrain: das Leben von Ausländern und Flüchtlingen in deutschen Großstädten. Den beiden Berliner Kommissaren konnte nach ihrem grottenschlechten vorherigen Fall „Rosenholz“ nichts Besseres passieren.

Mit Dominic Raacke, Boris Alijonic, Armin Rohde

Hinweise

Tatort-Fundus über das Team Ritter/Stark

Wikipedia über Lars Becker

Lexikon der deutschen Krimiautoren über Lars Becker

Lars Becker in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 17. Februar: Columbo: Der Tote in der Heizdecke

Februar 17, 2013

Super RTL, 22.10

Columbo: Der Tote in der Heizdecke (USA 1993, R.: Vincent McEveety)

Drehbuch: Peter Falk

Erfinder: Richard Levinson, William Link

Lauren (Faye Dunaway) bringt ihren fremdgehenden Liebhaber um und verschafft sich ein perfektes Alibi. Aber sie hat nicht mit Lieutenant Columbo gerechnet.

Eine ungewöhnliche Episode: Peter Falk schrieb das Drehbuch (sein einziges) und Faye Dunaway erweist sich als echte femme fatale, die Columbo so heftig umgarnt, dass der dabei anscheinend seine detektivischen Fähigkeiten verliert. Der Lohn waren drei Golden-Globe-Nominierungen und ein Emmy für Faye Dunaway.

„Der Tote in der Heizdecke“ gehört zu den besseren der späten Columbo-Fälle, die ab 1989, nach einer elfjährigen Pause, entstanden.

mit Peter Falk, Faye Dunaway, Claudia Christian, Armando Pucci, Bill Macy, John Finnegan

Hinweise

Wikipedia über „Columbo“ (deutsch, englisch)

The Museum of Broadcast Communications über “Columbo”

Fernsehlexikon über “Columbo”

“Columbo”-Fanseite

Deutsche “Columbo”-Fanseite

Noch eine deutsche “Columbo”-Fanseite

TV Time Machine: Audiointerview mit Peter Falk und Mark Dawidziak

Mein Nachruf auf Peter Falk


TV-Tipp für den 16. Februar: Berlinale 2013 – Die Bärenverleihung

Februar 16, 2013

3sat, 18.55

Berlinale 2013 – Die Bärenverleihung

Wer ist der glückliche Gewinner der diesjährigen Berlinale?

Nach der Preisverleihung gibt es Interviews und einen Rückblick auf das Filmfestival.

Und ab 21.00 Uhr „Sounds of Cinema“, ein Filmmusikkonzert im Münchner Zirkus Krone vom Juni 2012 mit dem Münchner Rundfunkorchester.

Mehr Infos zur Berlinale gibt es auf der Berlinale-Homepage und der 3sat-Homepage.


TV-Tipp für den 15. Februar: Morning Glory

Februar 15, 2013

Sat.1, 20.15

Morning Glory (USA 2010, R.: : Roger Michell)

Drehbuch: Aline Brosh MeKenna

Die junge, übereifrige und vollkommen überdrehte Becky Fuller (Rachel McAdams) will ein erfolgloses, abgewirtschaftetes TV-Morgenmagazin zum Quotenbringer machen. Dafür will sie den legendären, entsprechend überheblichen Politjournalisten Mike Pomeroy (Harrison Ford grandios griesgrämig), der den Job unter keinen Umständen annehmen will, gewinnen.

Die fluffige Feelgood-Komödie „Morning Glory“ ist wie ein Buffet: fast jeder Happen schmeckt, auch wenn die einzelnen Beilagen nicht unbedingt zueinander passen und am Ende ist man nicht satt.

Und damit ist „Morning Glory“ dann doch wie das Frühstücksfernsehen: bunt, unterhaltsam, belanglos.

mit Rachel McAdams, Harrison Ford, Diane Keaton, Patrick Wilson, Jeff Goldblum, John Pankow, Matt Malloy, Patti D’Arbanville

Wiederholung: Sonntag, 17. Februar, 11.55 Uhr

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Morning Glory“

Rotten Tomatoes über „Morning Glory“

Wikipedia über „Morning Glory“ (deutsch, englisch)

The Telegraph: Interview mit Harrison Ford zu “Morning Glory”

Meine Besprechung von Roger Michells „Morning Glory“ (Morning Glory, USA 2010)

Harrison Ford in der Kriminalakte 


Neu im Kino/Filmkritik: „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ in der Michael-Bay-Schule des Filmemachens

Februar 14, 2013

Nachdem der New Yorker Polizist John McClane in der Vergangenheit mehrmals zur falschen Zeit am falschen Ort war und er dann innerhalb weniger Stunden seine Frau (in „Stirb langsam“ und „Stirb langsam 2“) oder seine Tochter (in „Stirb langsam 4.0“) retten musste und dabei die Pläne von Terroristen und Gangstern gründlich vermasselte, ist er jetzt, im fünften „Stirb langsam“-Film, der fast schon banal „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ (A good day to die hard) heißt, der Mann, der wirklich den Ärger sucht und dafür um die halbe Welt von New York nach Moskau reist. Dort ist sein Sohn Jack (Jai Courtney) gerade als Verbrecher angeklagt und John McClane (Bruce Willis fast im Autopilot-Modus) will ihm, nachdem er ihn seit Ewigkeiten nicht gesehen hat, helfen.

Kaum ist McClane in Moskau angekommen, mischt er sich unter die Masse, die vor dem Gericht auf die Verhandlung gegen Komarov (Sebastian Koch) wartet. Komarov soll in einem Schauprozess verurteilt werden und er hat ein superwichtiges Dossier (aka der MacGuffin) irgendwo versteckt. Bevor die Gerichtsverhandlung beginnt, überfallen Verbrecher das Gericht und in dem Kuddelmuddel können Jack McClane und Komarov entkommen. Auf ihrer Flucht treffen sie auf John McClane. Die folgende atemberaubende Autoverfolgungsjagd quer durch Moskau, gedreht an 82 Tagen mit einem 190-köpfigem Stuntteam und, unter anderem, einer großzügigen Fahrzeugspende von Mercedes Benz im Wert von mehreren Millionen Dollar, hat sich schon jetzt einen Platz in den Analen der großen Autoverfolgungsjagden gesichert.

Danach erfahren wir, dass Jack McClane ein CIA-Agent ist und er Komarov befreien sollte. Das sichert dem „007 aus Plainfield, New Jersey“ (Daddy McClane über seinen Sohn) immerhin einen Platz bei den Guten. Aber in der atemlosen Abfolge von einem Action-Set-Piece zum nächsten wurde dann sowieso auf jegliches Drehbuch und eine auch nur irgendwie nachvollziehbare Geschichte (das ist der Teil eines Films, der die Action-Szenen in eine sinnvolle Reihenfolge bringt und für Spannung sorgt) verzichtet. Auf einen Bösewicht mit einem nachvollziehbarem Motiv und einem auch nur irgendwie logischem Plan, wie er sein Ziel erreicht, ebenso.

Stattdessen gibt es eine Schießerei in einem CIA-Versteck mit Flucht, eine Schießerei in einem verlassenen Ballsaal mit Flucht und in Tschernobyl einen epischen Kampf, bei dem sozialistische Betonbauten ihre Widerstandsfähigkeit gegen alle möglichen Waffen beweisen können. Außerdem erfahren wir dann, dass Komarov doch ein Bösewicht ist. Aber so überraschend kommt das nicht. Denn in „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ sind alle Russen schrecklich böse und schießwütig.

Es wurde auch auf alles verzichtet, was zur „Stirb langsam“-Formel gehört. Außer natürlich der Action. Aber alles andere fehlt in diesem spannungs- und ironiefreiem Murks. John McClane ist nicht mehr der Mann, der zufällig in ein Verbrechen hineinstolpert. Jetzt sucht er den Ärger. Er ist nicht mehr der Normalo, der über sich hinauswächst. Jetzt ist er eine unkaputtbare Kampfmaschine, die Charme durch dicke Wummen und Blei ersetzt. Er ist nicht mehr der Mann, der den Menschen, die er liebt, helfen muss. Jetzt hat er einen Sohn, der ganz gut allein zurecht kommt und die Beziehung zu ihm ist mehr behauptet als nachvollziehbar. Vor allem in den ersten beiden „Stirb langsam“-Filmen gab es eine spannungsfördernde Einheit von Ort (einmal ein Hochhaus, einmal ein Flugplatz) und Zeit. Schon im dritten, deutlich schwächeren Teil „Stirb langsam: Jetzt erst recht“, der auch im Sommer spielte, spielte die Action im gesamten Staat New York. Das war ein guter Action-Film. Aber ein „Stirb langsam“-Film? In „Stirb langsam 4.0“ spielte die Geschichte an der halben Ostküste und der Gegner schien aus einem James-Bond-Film gefallen zu sein. Jetzt spielt die „Geschichte“ in Moskau und im gut tausend Kilometer entferntem Tschernobyl. Aber die McClanes legen die Entfernung in wenigen Stunden im Auto zurück. Und Drehbuchautor Skip Woods (Passwort: Swordfisch; Hitman – Jeder stirbt alleine; Das A-Team – Der Film) und Regisseur John Moore, im gruseligen „Max Payne“-Modus, versuchen sich an einer Spionagegeschichte, die etwas bei James Bond und Jason Bourne abschauen möchte, aber noch nicht einmal ein auch nur halbwegs ordentliches B-Picture-Niveau erreicht.

Da ist es fast schon erfreulich, dass „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ mit 97 Minuten über eine gute halbe Stunde kürzer als die anderen „Stirb langsam“-Filme ist.

Und genau wie „Ein Quantum Trost“ der kürzeste und schlechteste James-Bond-Film aller Zeiten war, ist „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ definitiv der schlechteste „Stirb langsam“-Film und auch als Action-Film eine riesige Enttäuschung. Jedenfalls wenn man von einem Action-Film mehr als eine sinnlos-ohrenbetäubende Abfolge von Action-Set-Pieces erwartet, in denen mit Autos und großkalibrigen Waffen möglichst viel zerstört wird.

Stirb langsam 5 - Plakat

Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben (A good day to die hard, USA 2012)

Regie: John Moore

Drehbuch: Skip Woods

mit Bruce Willis, Jai Courtney, Sebastian Koch, Yulia Snigier, Rasha Bukvic, Cole Hauser, Amaury Nolasco, Sergey Kolesnikov, Mary Elizabeth Winstead

Länge: 97 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Film-Zeit über „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“

Metacritic über „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“

Rotten Tomatoes über „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“

Wikipedia über „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Howard Chaykin (Autor)/Stephen Thompson/Gabriel Andrade jr. (Zeichner): Die Hard – Das erste Jahr (Die Hard: Year One 1 – 8 2009)

Meine Besprechung von “Set Up” (Setup, USA 2011, mit Bruce Willis)

Meine Besprechung von “The cold Light of the Day” (The cold Light of the Day, USA 2011, mit Bruce Willis)

Meine Besprechung von “Lady Vegas” (Lay the Favorite, USA/GB 2012, mit Bruce Willis)

Meine Besprechung von “The Expendables 2” (The Expendables 2, USA 2012, mit Bruce Willis)

Meine Besprechung von “Looper” (Looper, USA 2012, mit Bruce Willis)

Bruce Willis in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 14. Februar: Psycho

Februar 14, 2013

Als Vorbereitung für „Hitchcock“

ARD, 02.55

Psycho (USA 1960, R.: Alfred Hitchcock)

Drehbuch: Joseph Stefano

LV: Robert Bloch: Psycho, 1959 (Psycho)

Ein immer wieder gern gesehener Schocker von Alfred Hitchcock und das beste Argument gegen Duschen.

Mit Anthony Perkins, Janet Leigh, Vera Miles, John Gavin

Hinweise

Wikipedia über „Psycho“ (deutsch, englisch)

Wikipedia über Alfred Hitchcock (deutsch, englisch)

Senses of Cinema (Ken Mogg) über Alfred Hitchcock

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 2“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2

Meine Besprechung von Alfred Hitchcocks “Mr. und Mrs. Smith” (Mr. and Mrs. Smith, USA 1941)

Meine Besprechung von Thily Wydras “Alfred Hitchcock”

Alfred Hitchcock in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Robert Blochs “Psycho” (Psycho, 1959)

Meine Besprechung von Robert V. Galluzzos “Psycho Legacy” (The Psycho Legacy, USA 2010 – eine sehenswerte Doku über die “Psycho”-Filme mit Anthony Perkins, mit vielen Stunden informativem Bonusmaterial)

Meine Besprechung von Stephen Rebellos „Hitchcock und die Geschichte von ‚Psycho'“ (Alfred Hitchcock and the Making of ‚Psycho‘, 1990)


DVD-Kritik: Raserei auf dem „Motorway“

Februar 13, 2013

Lo (Anthony Wong Chau-Sang) und sein jüngerer, entsprechend heißblütiger und autovernarrter Partner Cheung (Shawn Yue) jagen in Hongkong Verkehrssünder. Das klingt jetzt nicht sonderlich aufregend. Immerhin ist Hongkong eine Metropole und die Orte, an denen man das Gaspedal so richtig durchtreten kann, dürften überschaubar sein. Auch auf den Autobahnen.

Aber weil sie die Helden in „Motorway“, einem von Gangsterfilm-Guru Johnnie To produziertem Film, sind, gibt es etliche Verfolgungsjagden in einer arg überschaubaren Geschichte, die auch gut in einem der „The Fast and the Furious“-Filme aufgehoben wäre. Denn die beiden Verkehrspolizisten verfolgen einen Fluchtwagenfahrer, der vor Jahren schon einmal von Lo gejagt wurde (seitdem lässt er das Autofahren sein) und der jetzt einen Freund aus dem Gefängnis befreite und mit ihm einen neuen Coup, den Diebstahl eines riesigen Diamanten, plant.

Die dünne, meistens nachts spielende, eher chaotisch erzählte Geschichte erinnert von seiner Konstellation an Walter Hills Klassiker „Driver“. In dem Film verfolgte ein Polizist einen Fluchtwagenfahrer. Aber während Hill Archetypen in einer ebenso archetypischen Geschichte, die er mythisch überhöht, aufeinanderprallen lässt, bleibt bei Pou-Soi Cheangs „Motorway“ nur der schale Nachgeschmack einer Geschichte von Freundschaft, Feindschaft, dem Kampf von Gut gegen Böse, in dem die Raser sich als gleichberechtigte Gegner respektieren und die Verbrechen, angefangen bei einer profanen Geschwindigkeitsübertretung bis hin zu einem Diebstahl, nur die Auslöser für epische Autoverfolgungsjagden sind.

Daher führt „Motorway“ nicht die Ideen von „Driver“ oder den von Johnnie To inszenierten Hongkong-Actionfilmklassikern fort, sondern begibt sich, allerdings mit deutlich weniger Frauen, auf das Niveau von „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“. Sogar die Hügel, in denen es in „Motorway“ eine ziemlich spektakuläre Verfolgungsjagd gibt, erinnern an die Hügel in Tokio, in denen die Geschwindigkeitsfanatiker mit quietschenden Reifen durch die Serpentinen jagten.

Das hätten die Jungs von „Alarm für Cobra 11“ auch nicht schlechter hingekriegt.

Als Bonusmaterial gibt es ein aus mehreren Teilen bestehendes, zwölfminütiges „Making of“, das vor allem den Film über den grünen Klee lobt und einen kleinen Einblick in die Actionszenen gibt.

Motorway - DVD-Cover

Motorway (Che sau, Hongkong 2012)

Regie: Pou-Soi Cheang

Drehbuch: Joey O’Bryan (auch Originalstory), Kam-Yuen Szeto

mit Anthony Wong Chau-Sang, Shawn Yue, Xiaodong Guo, Barbie Hsu, Josie Ho

DVD

Senator Home Entertainment/Universum Film

Bild: 16:9 (1.77:1)

Ton: Deutsch, Chinesisich (Kantonesisch) (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Making of, Filmtrailer

Länge: 85 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Motorway“

Wikipedia über „Motorway“


TV-Tipp für den 13. Februar: Männer, die auf Ziegen starren

Februar 13, 2013

HR, 23.15

Männer, die auf Ziegen starren (USA 2009, R.: Grant Heslov)

Drehbuch: Peter Straughan

LV: The men who stare at goats, 2004 (Durch die Wand; Männer, die auf Ziegen starren)

Ein Journalist hört von einer Armeeeinheit, die ihre Gegner mit gewaltfreien, teils übersinnlichen Methoden bekämpft. Er macht sich auf die Suche nach ihr.

Die Story von „Männer, die auf Ziegen starren“ klingt erfunden, ist aber wahr und der Film folgt dem Sachbuch erstaunlich genau.

Köstlich durchgeknallte Militärsatire (alles weitere in meiner ausführlichen Besprechung von Buch und Film).

mit George Clooney, Ewan McGregor, Jeff Bridges, Kevin Spacey, Stephen Lang, Robert Patrick, Waleed Zuaiter, Stephen Root, Glenn Morshower

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Männer, die auf Ziegen starren“

Metacritic über “Männer, die auf Ziegen starren”

Rotten Tomatoes über “Männer, die auf Ziegen starren”

Wikipedia über “Männer, die auf Ziegen starren” (deutsch, englisch)

Homepage von Jon Ronson

Den of Geek: Interview mit Jon Ronson (5. November 2009)

UGO: Interview mit Jon Jonson (6. November 2009)

Homepage des 1st Earth Battalion

Meine Besprechung von Jon Ronsons “Männer, die auf Ziegen starren” (The men who stare at Goats, 2004)

Meine Besprechung von Jon Ronsons “Die Psychopathen sind unter uns – Eine Reise zu den Schaltstellen der Macht” (The Psychopath Test – A Journey through the Madness Industry, 2011)


TV-Tipp für den 12. Februar: Im Schatten

Februar 12, 2013

3sat, 20.15

Im Schatten (D 2010, R.: Thomas Arslan)

Drehbuch: Thomas Arslan

Profigangster Trojan, gerade aus dem Knast entlassen, plant gleich seinen nächsten Coup: einen Überfall auf einen Geldtransporter.

Ein guter Hardboiled-Gangsterfilm, der eindeutig vom französischen Kriminalfilm (Melville!) und den harten amerikanischen Krimis beeinflusst ist. So ist der Einfluss von Richard Starks Parker und seinen Epigonen Nolan (von Max Allan Collins) und Wyatt (von Garry Disher) unübersehbar.

Ein erfrischend undeutscher Kriminalfilm, den sich auch Genrejunkies ohne Fremdschäm-Anfälle ansehen können.

mit Mišel Matičević, Karoline Eichhorn, Uwe Bohm, Rainer Bock, Hanns Zischler, Petr Kurth, David Scheller

Hinweise

Homepage zum Film

Film-Zeit über „Im Schatten“

taz: Interview mit Thomas Arslan über “Im Schatten” (6. Oktober 2010)

Film-Dienst: Interview mit Thomas Arslan über “Im Schatten”

Meine Besprechung von Thomas Arslans “Im Schatten”


TV-Tipp für den 11. Februar: Kein Sterbenswort

Februar 11, 2013

ZDF, 22.15

Kein Sterbenswort (F 2006, R.: Guillaume Canet)

Drehbuch: Guillaume Canet, Philippe Lefebvre

LV: Harlan Coben: Tell no one, 2001 (Kein Sterbenswort)

Acht Jahre nach dem Tod seiner Frau erhält der Arzt Alexandre Beck eine Nachricht von ihr. Er will herausfinden, ob sie noch lebt. Dabei gerät er in eine Intrige und unter Mordverdacht.

Spannender, wendungsreicher Thriller, der überall abgefeiert wurde und die deutsche Premiere auf DVD erlebte.

Das Drehbuch war für den Edgar nominiert. Der Film war für neun Césars nominiert und erhielt vier. Unter anderem für die beste Regie und beste Hauptrolle.

mit Francois Cluzet, Kristin Scott Thomas, André Dussolier, Nathalie Baye, Jean Rochefort, Harlan Coben (Cameo als Mann auf dem Bahnhof)

Wiederholung: Mittwoch, 13. Februar, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Harlan Coben

Mein Gespräch mit Harlan Coben über Myron Bolitar und seine Arbeit

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein böser Traum“ (Just one look, 2004)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Kein Friede den Toten“ (The Innocent, 2005)

Meine Besprechung von Harlan Coben „Der Insider“ (Fade away, 1996)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Das Grab im Wald“ (The Woods, 2007)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Sie sehen dich“ (Hold tight, 2008)

Meine Kurzbesprechung der Harlan-Coben-Verfilmung „Kein Sterbenswort“ (F 2006)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Von meinem Blut“ (Long Lost, 2009)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „In seinen Händen“ (Caught, 2010)

Meine Besprechung von Harlan Cobens “Sein letzter Wille” (Live Wire, 2011)

Meine Besprechung von Harlan Cobens „Nur zu deinem Schutz“ (Shelter, 2011)

Harlan Coben in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 10. Februar: A Serious Man

Februar 10, 2013

ARD, 23.35

A Serious Man (USA 2009, R.: Joel Coen, Ethan Coen)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

USA, Mittlerer Westen, 1967: Über einen biederen, jüdischen Physikprofessor bricht das Unheil herein und er fragt sich „Warum ich?“.

Zu einer ziemlich unmöglichen Zeit gibt es die TV-Premiere eines von der Kritik hochgelobten Films der Coen-Brüder, den ich etwas zäh fand. Aber bibelfeste Zuschauer können einiges entdecken.

mit Michael Stuhlbarg, Richard Kind, Fred Melamed, Sari Lennick, Aaron Wolf, Jessica McManus

Wiederholung: WDR, Dienstag, 19. Februar, 23.15 Uhr

Hinweise

Film-Zeit über „A Serious Man“

Metacritic über „A Serious Man“

Rotten Tomatoes über „A Serious Man“

Wikipedia über die Coen-Brüder (deutsch, englisch)

Drehbuch “Blood Simple” von Joel und Ethan Coen

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 9. Februar: Berlin – Die Sinfonie der Großstadt

Februar 9, 2013

3sat, 20.15

Berlin – Die Sinfonie der Großstadt (D 1927, R.: Walter Ruttmann)

Drehbuch: Walter Ruttmann, Karl Freund

Dokufilmklassiker, der einen Tag in Berlin und den Rhythmus der pulsierenden Großstadt dokumentiert.

„Ein ungemein eindringlicher und informativer Stummfilm von großem zeitdokumentarischem Wert.“ (Lexikon des internationalen Films)

3sat zeigt eine restaurierte Fassung, für die auch die Originalmusik von Edmund Meisel neu orchestriert wurde.

Im YouTube-Clip ist die Musik von The Somnambulist (laut.de), live eingespielt 10. Mai 2011 in Bordeaux.

Hinweise

Wikipedia über „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“(deutsch, englisch)

Filmportal über “Berlin – Die Sinfonie der Großstadt” (umfangreich)

Arte über „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“

3sat über „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“

Archive.org: 61-minütige Version des 65-minütigen Films „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“ (derzeit, bei mir, ohne Musik. Also ein echter Stummfilm.)

Veoh: 75-minütige Version des Films (hmhm; außerdem muss ein Player installiert werden)