TV-Tipp für den 30. März: Die Abenteuer des Rabbi Jacob

März 30, 2011

Das Vierte, 20.15

Die Abenteuer des Rabbi Jacob (F 1973, R.: Gèrard Oury)

Drehbuch: Gérard Oury, Danièle Thompson, Josy Eisenberg, Roberto De Leonardis

Victor Buntspecht muss sich als Rabbi verkleiden. Dummerweise mag er Juden nicht.

Well, Classic Louis de Funes.

„‚Die Abenteuer des Rabbi Jacob‘, den alle Kritiker für Gérard Ourys besten Film anerkannt haben (vielleicht weil seine Komik die nuancierteste war), stieß sofort auf einen gewaltigen Erfolg beim Publikum: 600.000 Besucher in Paris in drei Wochen; 900.000 in sechs Wochen.“ (Robert Chazal: Louis de Funès)

mit Louis de Funès, Marcel Dalio, Claude Giraud, Henri Guybet, Miou-Miou

Wiederholung: Donnerstag, 31. März, 03.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Louis de Funès (deutsch, englisch, französisch)

 


TV-Tipp für den 29. März: Stieg Larsson: Verdammnis

März 29, 2011

ZDFneo, 23.00

Stieg Larsson: Verdammnis (Schweden 2009, R.: Daniel Alfredson)

Drehbuch: Jonas Frykberg

LV: Flickan Som Lekte Med Eldem, 2006 (Verdammnis)

Die Polizei hält Lisbeth Salander für eine Mörderin. Ihr Freund, der Journalist Mikael Blomkvist, will’s nicht glauben. Und, auf getrennten Wegen, suchen sie den wahren Mörder, decken einiges über Salanders Vergangenheit und einige schmutzige Regierungsgeheimnisse auf.

Verfilmung des zweiten Bandes der “Millenium”-Trilogie von Stieg Larsson. Die TV-Version verlängert die 129-minütige Kinoversion (die heute ihre TV-Premiere hat) um eine gute Stunde auf drei Stunden.

Für den Kinofilm wurde gottseidank viel Ballast aus dem Schmöker gestrichen. Allerdings fällt so auch die sehr windige Konstruktion der Geschichte noch deutlicher auf. Aber den Fans der Romane dürfte die werkgetreue Verfilmung gefallen.

mit Michael Nyqvist, Noomi Rapace, Lena Endre, Peter Andersson, Michalis Koutsogiannakis, Annika Hallin, Yasmine Garbi, Per Oscarsson, Georgi Staykov, Paolo Roberto (als er selbst)

Hinweise

Meine Besprechung von Stieg Larssons „Verblendung“ (Buch und Film)

Meine Besprechung von Stieg Larssons „Verdammnis“ (Buch und Film)

Meine Besprechung von Stieg Larssons „Vergebung“ (Buch/Film)

Homepage von Stieg Larsson

Heyne über Stieg Larsson

Krimi-Couch über Stieg Larsson

Wikiepedia über Stieg Larsson (deutsch, englisch)

Stieg Larsson in der Kriminalakte


DVD-Kritik: Der tolle Polit-Thriller „Der dritte Grad“

März 28, 2011

Irgendwann in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts: in einem anonymen, südländischem Polizeistaat (gedreht wurde in Griechenland, aber es könnte auch eine südamerikanische Militärdiktatur sein) nimmt die Polizei den Reisekaufmann Georgis (Ugo Tognazzi) fest. Er hat sich in einem Café mit einem jungen Mann unterhalten, der ein Revolutionär sein soll.

Der Polizeichef möchte an Georgis eine neue Verhörmethode ausprobieren. Er schickt an einem Sonntag einen Inspektor (Michel Piccoli) und den „Manager“ (Mario Adorf), ein betont südländisch-grobschlächtiger Polizist, der sie in Zentralgefängnis fahren soll, los. Kurz nachdem sie losgefahren sind, bleibt das Auto liegen und sie müssen sich zu Fuß auf den Weg machen. Unklar ist, ob die Autopanne ein technischer Defekt oder Teil eines ausgeklügelten Plans ist, Georgis außerhalb des Verhörzimmers zu einem Geständnis zu bewegen. Und ist der Verdächtige Georgis wirklich so unschuldig und bieder, wie er behauptet?

Der Politthriller „Der dritte Grad“ ist einer der wenigen Ausflüge des Neuen Deutschen Films auf das internationale Parkett und in das Genrekino. Denn auch wenn der Film nicht in Griechenland unmittelbar nach dem Ende der Militärdiktatur gedreht worden wäre, wäre der Einfluss des linksaufklärerischen Kinos von Constantin Costa-Gavras, der mit dem ebenfalls in Griechenland spielendem „Z“ einen Welterfolg hatte und die Grundpfeiler des damaligen Polit-Thrillers markierte, unübersehbar. Costa-Gavras inszenierte, wie damals etliche linke Regisseure, regierungskritische Stoffe, die entschieden für Minderheiten und die Unterdrückten Partei ergriffen, aber mit einer Starbesetzung und getarnt als Genrefime auf das breite Publikum zielten. Diese Methode war damals nicht unumstritten.

Und „Der dritte Grad“-Regisseur Peter Fleischmann, der 1969 mit der Martin-Sperr-Verfilmung „Jagdszenen aus Niederbayern“ einen ersten Erfolg mit einem Heimatfilm abseits der Klischees des damaligen deutschen Heimatfilms hatte, gehörte damals zum Neuen Deutschen Film, der entschieden Großpapas Kino ablehnte. Auch in seinen späteren Filmen „Das Unheil“ (1970), „Dorotheas Rache“ (1973), „Die Hamburger Krankheit“ (1979 – ein deutscher SF-Film), „Frevel“, die Arkadi- und Boris-Strugatski-Verfilmung „Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein“ (1989; – noch ein deutscher SF-Film, der in Russland gedreht wurde und, angesichts der jahrelangen Vorbereitung und des hohen Budgets, ein gigantischer Flop war) versuchte er populäre Erzählformen und gesellschaftlich relevante Themen mit einem eigenen Stempel zu versehen.

Auch „Der dritte Grad“ zielte auf das breite Publikum. Der Thriller ist keine flammende Anklage gegen die Folterregime (Wobei die Szene, in der der Polizeichef durch ein Büro im Polizeirevier geht, und mehrere Beamte seelenruhig Folterverhöre abtippen, und er sich mit Michel Piccoli unterhält, schon sehr erschreckend ist und an der Meinung der Filmemacher zu bestimmten Regierungen keine Zweifel aufkommen lässt. Auch die erste Szene, wenn der Inspektor und Georgis in einer langen und komplizierten Einstellung, die sich nicht vor der ersten Einstellung von Orson Welles‘ „Im Zeichen des Bösen“ verstecken muss, eingeführt werden, ist, in ihrer erzählerischen Ökonomie grandios.), sondern ein psychologischer Thriller, in dem das Verhör, vor traumhafter Kulisse, schnell zu einem spannendem Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem Polizisten und dem Verdächtigen, der einerseits zu harmlos und bieder für einen Revolutionär ist und andererseits zu gewitzt und aufmerksam für einen Reisekaufmann ist, entwickelt. Dabei scheint sich im Lauf des Sommertages sogar so etwas wie Freundschaft zwischen Georgis und dem Inspektor zu entwickeln; – oder ist das nicht auch wieder eine Finte in dem Verhör?

Denn beide wissen, dass dieses freundschaftliche Verhör nur das Vorspiel für ein Folterverhör ist.

Diese Ausgangssituation, in der das Folterregime eine neue, ihrem normalen Gehabe widersprechende und in der Durchführung ziemlich aufwendige Verhörstrategie ausprobieren will, wirkt allerdings etwas konstruiert und einige Twists in der zweiten Hälfte des Films kommen etwas zu plötzlich und wirken etwas zu weit hergeholt; – so als ob Peter Fleischmann, Jean-Claude Carrière und Martin Walser ihrer Prämisse, dem damit verbundenen Thema und den wechselnden Loyalitäten nicht genug vertrauten.

Die Vorlage für den Film ist der 1966 erschienene, mehrfach ausgezeichnete, nur noch antiquarisch erhältliche Roman „Der Fehler“ des Griechen Antonis Samarakis, der darin seine Erfahrungen im Widerstand gegen die Regierung des Generals Metaxas Anfang der 40er Jahre schrieb.

 

Fazit

 

„Der dritte Grad“ ist ein mit damaligen Topstars grandios besetzter, vor einer traumhaften Kulisse spielender und mit der immer hörenswerten Musik von Ennio Morricone unterlegter Siebziger-Jahre-Politthriller. Diese absolut lohnenswerte Wiederentdeckung wurde nämlich nach der Kinoauswertung 1976 nur einmal, am 21. Juni 1981 im TV ausgestrahlt, und die VHS-Cassetten sind ebenfalls schon lange nicht mehr erhältlich.

Die jetzige DVD-Ausgabe hinterlässt allerdings ein zwiespältiges Gefühl. Denn, obwohl es eine internationale Produktion ist, findet sich nur die deutsche Tonspur auf der DVD. Der Rest, das Skizzenbuch von Carrière, Pressezitate zum Film und eine Fotogalerie, zeigen immerhin, dass sich bemüht wurde, etwas historische Bonusmaterial zu finden.

Der dritte Grad (La Faille, Deutschland/Frankreich/Italien 1974)

Regie: Peter Fleischmann

Drehbuch: Jean-Claude Carrière, Martin Walser, Peter Fleischmann

LV: Antonis Samarakis: Der Fehler (1966)

mit Michel Piccoli, Ugo Tognazzi, Mario Adorf, Adriana Asti, Dimis Starenios

–

DVD

Arthaus

Bild: 1,66:1

Sprache: Deutsch (Mono DD)

Untertitel: –

Bonusmaterial: Skizzenbuch von Jean-Claude Carrière; Pressezitate zum Film als PDF; Fotogalerie; Wendecover

Länge: 106 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

–

Hinweise

Wikipedia über Peter Fleischmann

Filmportal über Peter Fleischmann

The Guardian: Nachruf auf Antonis Samarakis


TV-Tipp für den 28. März: No Country for Old Men

März 28, 2011

ZDF, 22.15

No Country for Old Men (USA 2007, R.: Ethan Coen, Joel Coen)

Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen

LV: Cormac McCarthy: No Country for Old Men, 2005

Lewellyn Moss findet in der texanischen Wüste die Überreste eines gescheiterten Drogendeals: Leichen, Heroin und zwei Millionen Dollar. Er schnappt sich die Kohle und steht auf der Abschussliste eines gnadenlosen Killers.

Feine McCarthy-Verfilmung der Coen-Brüder, die, neben vielen anderen Preisen, auch den Oscar als bester Film des Jahres gewann und für den Edgar nominiert war (aber das war auch mit dem Gewinner “Michael Clayton”, “Tödliche Versprechen”, “Zodiac – Die Spur des Verbrechers” und “Die Regeln der Gewalt” ein starkes Jahr für Krimifreunde).

Mit Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly Macdonald

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Amerikanische Homepage zum Film

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Drehbuch „No Country for Old Men“ von Joel & Ethan Coen (28. November 2005)

Drehbuch „No Country for Old Men“ von Joel & Ethan Coen (Shooting Draft)

Film-Zeit über “No Country for Old Men”

Offizielle Webseite der Cormac-McCarthy-Gesellschaft

Time: Cormac McCarthy und die Coen-Brüdern reden über „No Country for Old Men“

Meine Besprechung der Cormac-McCarthy-Verfilmung „The Road“


TV-Tipp für den 27. März: Pat Garrett jagt Billy the Kid

März 27, 2011

Als Teil des 3sat-Thementages „Wilde Western“ (unter anderem mit „Der Schatz des Gehenkten“, „Verrat in Fort Bravo“, „Rache für Jesse James“, „Der Teufelshauptmann“, „Der weite Ritt“ und „Leichen pflastern seinen Weg“)

3sat, 22.00

Pat Garrett jagt Billy the Kid (USA 1973, R.: Sam Peckinpah)

Drehbuch: Rudolph Wurlitzer

Der Titel verrät die Story – und das Ende kennen wir aus den Geschichtsbüchern.

Grandioser Abgesang auf den Wilden Westen und das Ende der sechziger Jahre. Es wird, wie üblich, die rekonstruierte Langfassung gezeigt (in der leider die grandiose Sterbeszene am Fluss mit Dylans Knockin´ on heavens door fehlt). MGM brachte damals nur eine gekürzte Fassung in die Kinos.

„Der Film hat eine Trägheit und einen elegischen Ton, in denen man versinken kann. Was kommen wird, ist so klar, dass er immer wieder innehalten, abweichen, verzögern kann. Die Szenen müssen nicht ineinander greifen, es gibt abrupte Wechsel, und im Grunde ist es ein Film übers Herumhängen im Grenzgebiet, in runtergekommenen Häusern, provisorischen Quartieren. Es gibt eine ausgeprägte Vorliebe für Abend- und Morgendämmerung, für das Nachmittagslicht im amerikanischen Südwesten, und mittendrin gerät man immer wieder in kurze Sequenzen von einer tranceartigen Schönheit.“ (Peter Körte in Filmgenres: Western, Reclam 2003)

Mit Kris Kristofferson, James Coburn, Bob Dylan (auch Musik), Jason Robarts Jr., Richard Jaeckel, Katy Jurado, Slim Pickens, John Beck, Rita Coolidge, R. G. Armstrong, Jack Elam, L. Q. Jones, Harry Dean Stanton, Rudolph Wurlitzer, Sam Peckinpah (spielt Will, den Sargmacher), Elisha Cook Jr.

Hinweise

Wikipedia über „Pat Garrett jagt Billy the Kid (deutsch, englisch)

Kriminalakte über Sam Peckinpah

Meine Besprechung von „Passion & Poetry: The Ballad of Sam Peckinpah“


Neue TV-Krimi-Buch-Tipps online

März 26, 2011

Kaum ist der Alligator aus dem Urlaub zurück, hat er sich auch gleich meine TV-Krimi-Buch-Tipps (der Überblick über die demnächst laufenden Verfilmungen von Kriminalromanen) geschnappt und online gestellt:

In den kommenden beiden Wochen laufen die letzten beiden Stieg-Larsson-Verfilmungen „Verdammnis“ und „Vergebung“ in den kürzeren Kinoversionen, Gordon Parks Ernest-Tidyman-Verfilmungen „Shaft“ und „Shaft – Liebesgrüße aus Pistolen“, Sam Peckinpahs „Pat Garrett jagt Billy the Kid“, Don Siegels Richard-Dougherty-Verfilmung „Nur noch 72 Stunden“, Charles Laughtons Davis-Grubb-Verfilmung „Die Nacht des Jägers“, René Clements Sébastien-Japrisot-Verfilmung „Der aus dem Regen kam“, Norman Jewisons John-Ball-Verfilmung „In der Hitze der Nacht“, José Giovannis „Endstation Schafott“ und seine John-D.-Carrick-Verfilmung „Im Dreck verreckt“ und, als TV-Premiere, die grandiose Cormac-McCarthy-Verfilmung „No Country for Old Men“ der Coen-Brüder.


TV-Tipp für den 26. März: Police Python 357

März 26, 2011

MDR, 23.00

Police Python 357 (F/D 1976, R.: Alain Corneau)

Drehbuch: Daniel Boulanger, Alain Corneau

Die Story erinnert (unhöfliche Leute sagen: der Plot ist abgekupfert) natürlich an den Noir-Klassiker „Spiel mit dem Tod“: Die einsame Polizist Marc Ferrot verliebt sich in Sylvia, die Geliebte seines Vorgesetzten Ganay. Als der eifersüchtige Ganay sie ermordet, setzt er seinen besten Mann darauf an, den Nebenbuhler, der als Mörder hängen soll, zu finden. Erst langsam begreift Ferrot, dass er der gesuchte Nebenbuhler ist und alle Beweise auf ihn als Mörder deuten.

„Geschickt in Szene gesetzter Polizeithriller.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)

„Police Python 357 ist eine stilistische Neuerung im Genre und beschwört zugleich dessen Traditionen. (…) Es ist der melancholische Rückblick des Genres auf seinen mythischen Helden, von dem es weiß, dass er nicht mehr zu retten ist.“ (Georg Seesslen: Copland)

Mit Yves Montand, Simone Signoret, Francois Périer, Stefania Sandrelli Mathieu Carrière, Vadim Glowna, Claude Bertrand

Hinweise

Meine Besprechung von Alain Corneaus „Wahl der Waffen“

Mein Nachruf auf Alain Corneau


TV-Tipp für den 25. März: Tödliche Versprechen

März 25, 2011

WDR, 23.15

Tödliche Versprechen – Eastern Promises (GB/USA/Can 2007, Regie: David Cronenberg)

Drehbuch: Steven Knight

Eine Hebamme gerät zwischen die Fronten der Russenmafia. Denn sie besitzt ein Tagebuch, das einige Verbrecher belastet. Ein Killer soll sie umbringen.

Hartes, in London spielendes, top besetztes Gangsterdrama von David Cronenberg.

Steven Knight schrieb unter anderem das Oscar- und BAFTA-nominierte und mit dem Edgar Allan Poe-Preis ausgezeichnete Drehbuch zum Stephen Frears-Film „Kleine schmutzige Tricks“ (Dirty Pretty Things, GB 2002).

„Eastern Promises“, wurde, oft in den Kategorien, bester Film, beste Regie, beste Hauptrolle und bestes Drehbuch, für zahlreiche Preise nominiert und erhielt auch einige. Knights Drehbuch war für den Edgar nominiert.

Im Moment arbeiten Steven Knight, David Cronenberg und Viggo Mortensen an einer Fortsetzung von „Eastern Promises“.

mit Viggo Mortensen, Naomi Watts, Armin Müller-Stahl, Vincent Cassel

Hinweise

Steven Knight: Eastern Promises (Drehbuch)

Englische Homepage zum Film (umfangreich; mit Hintergrundtexten und Filmausschnitten)

Deutsche Homepage zum Film (die Readers Digest-Version; dafür mit einem Cronenberg-Interview)

Film-Zeit über den Film

Die „taz“ redet mit David Cronenberg über „Tödliche Versprechen“

Wikipedia über „Tödliche Versprechen“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 24. März: Der Killer-Alligator

März 24, 2011

Ein kleiner Film anlässlich der Rückkehr des Alligatoren


Arte, 00.05

Der Killer-Alligator (USA 1980, R.: Lewis Teague)

Drehbuch: John Sayles

Weil die Tochter nicht mehr mit dem geschenkten Alligator spielen will, entsorgt der Vater das Tier durch den Klo in die städtische Kanalisation. Dort ernährt der Alligator sich prächtig mit allem, was da so herumliegt und wächst zu einem riesigen Kerl mit einem entsprechendem Appetit heran. Aber nachdem er auch Menschen verzehrt wird zur Jagd geblasen.

Hübscher kleiner Tierhorrorfilm in der Folge von „Der weiße Hai“, der nach Ewigkeiten endlich wieder im TV läuft.

John Sayles, der auch die Drehbücher für die Horrorfilme „Piranhas“ und „Das Tier“ schrieb, wurde später mit Filmen wie „Passion Fish“ und „Lone Star“ als Arthouse-Regisseur bekannt. Mit seinen diversen Hollywood-Arbeiten, wozu auch Überarbeitungen von Drehbüchern wie „Apollo 13“ gehörten, finanziert er seine persönlichen Filme.

Lewis Teague drehte später die unbekannte, aber dennoch sehenswerte Stephen-King-Verfilmung „Cujo“ (wieder mit einem Tier, das sich daneben benimmt) und die Abenteuerkomödie „Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil“.

„Lewis Teague hat zwei angstbesetzte Dinge geschickt miteinander verknüpft – die aggressive Fresslust des gnadenlosen Reptils und das unheimliche glitschig-dunkle Milieu der Unterwelt, der Kanalisation.“ (Fischer Film Almanach 1982)

„Ein höllisch spannendes Monsterspektakel, in dem endlich mal jene ihr Fett kriegen, die aus reiner Profitgier die Erde verseuchen.“ (Ronald M. Hahn/Volker Jansen: Lexikon des Science-Fiction-Films)

mit Robert Forster, Robin Riker, Michael Gazzo, Perry Lang, Jack Carter, Henry Silva, Bart Braverman

auch bekannt als „Der Horror-Alligator“ (Kinotitel)

Wiederholung: Sonntag, 27. März, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über „Der Horror-Alligator“

Wikipedia über „Der Horror-Alligator“ (deutsch, englisch)

Bright Lights Film Journal: Robert Keser über John Sayles und seine Arbeit für Roger Corman


TV-Tipp für den 23. März: Die verfilmten Kriminalromane

März 23, 2011

Arte, 14.45

Die Nacht des Jägers (USA 1954, R.: Charles Laughton)

Drehbuch: James Agee

LV: Davis Grubb: Night of the hunter, 1953

Ein dubioser Wanderprediger jagt zwei Kinder durch die Südstaaten. Sie wissen, wo die 10.000 Dollar aus einem Bankraub versteckt sind.

Country-Noir-Klassiker, der formal an den deutschen expressionistischen Film anschließt, und auch heute noch unglaublich spannend ist. Leider ist „Die Nacht des Jägers“ der einzige Film von Charakterdarsteller Laughton, mit Robert Mitchum als bösem Prediger

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Kabel 1, 20.15

Die purpurnen Flüsse (F 2000, R.: Mathieu Kassovitz)

Drehbuch: Mathieu Kassovitz, Jean-Christophe Grange

LV: Jean-Christophe Grange: Les Rivières pourpres, 1997 (Die purpurnen Flüsse)

Wer bringt in einer abgeschiedenen Alpenuni Menschen um? Kommissar Niémans ermittelt und deckt dabei eine gigantische Verschwörung auf.

Spannender, nicht sonderliche plausibler Thriller: „aufwändig inszenierter Trashfilm“ (tip).

Mit Jean Reno, Vincent Cassel, Dominique Sanda

Wiederholung um 23.45 Uhr

–

ZDFneo, 21.00

Kommissarin Lucas: German Angst (D 2007, R.: Thomas Berger)

Drehbuch: Thomas Berger

LV: Friedrich Ani: German Angst, 2000

Nazis entführen die deutsche Frau eines Nigerianers. Sie fordern die Abschiebung seiner Tochter. Kommissarin Lucas ermittelt und gerät zwischen dabei zwischen die politischen Fronten.

Klingt ziemlich konstruiert-didaktisch. Aber die „Südthüringer Zeitung“ sieht es anders: „Ein starker, ein relevanter Film also, der seine Schwächen allenfalls gegen Ende hat, als der Entführungsfall zu einem ebenso überstürzten wie überzogenen Ende geführt wird. Dennoch ist „German Angst“ ein beachtenswerter Krimi, der auf mutige Weise den Unterhaltungsanspruch mit dem öffentlich-rechtlichen Auftrag eint.“

Mit Ulrike Kriener, Thure Riefenstahl, Michale Roll, Monica Bleibtreu, Tilo Prückner, Anke Engelke

Wiederholung: Donnerstag, 24. März, 04.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Friedrich Ani

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Wer lebt, stirbt“ (2007)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Der verschwundene Gast“ (2008)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Totsein verjährt nicht” (2009)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Die Tat” (2010)

Meine Besprechung von Martin Schüller “A gmahde Wiesn” (Buch zum Film, 2009)

–

RBB, 22.45

Die Apothekerin (D 1997, R.: Reiner Kaufmann)

Drehbuch: Ralf Hertwig, Kathrin Richter

LV: Ingrid Noll: Die Apothekerin, 1994

Die spröde Apothekerin Helle Moormann hat es faustdick hinter den Ohren und kennt sich – berufsbedingt – mit Giften aus.

Schwarze Komödie mit viel Leerlauf.

Mit Katja Riemann, Jürgen Vogel, Richy Müller, August Zirner, Andrea Sawatzki

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WDR, 23.00

Irene Huss, Kripo Göteborg: Der erste Verdacht (S/D 2008, R.: Alexander Moberg)

Drehbuch: Ulf Kvensler

LV: Helene Tursten: Guldkalven, 2004 (Der erste Verdacht)

Kommissarin Irene Huss muss den Mord an einem IT-Unternehmer klären. Sie fragt sich, ob einer der geprellten Anleger ein klärendes Gespräch mit ihm geführt hat.

Sechster und bislang letzter Einsatz von Angela Kovács als Irene Huss. Soll nicht so toll sein.

mit Angela Kovács, Reuben Sallmander, Eric Ericson


TV-Tipp für den 22. März: Der amerikanische Freund

März 22, 2011

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Bruno Ganz!


RBB, 22.45

Der amerikanische Freund (D/F 1976, R.: Wim Wenders)

Drehbuch: Wim Wenders

LV: Patricia Highsmith: Ripley´s Game, 1974 (Ripley´s Game oder Regel ohne Ausnahme, Ripley´s Game oder Ein amerikanischer Freund)

Restaurator Jonathan hat Leukämie. Ripley bietet ihm einen gut bezahlten Mordauftrag an. Jonathan nimmt an und sein Leben gerät aus den Fugen.

Die freie Verfilmung des dritten Ripley-Romans ist eine der besten Highsmith-Verfilmungen. Wenders zu den Veränderungen: „Ich möchte, dass meine Filme von der Zeit handeln, in der sie entstehen, von den Städten, den Landschaften, den Gegenständen, von allen, die mitarbeiten, von mir. Diesen Spielraum hat mir Ripley´s Game gelassen. Weil er in der Arbeitsweise der Highsmith auch schon enthalten ist. Deshalb glaube ich, dass ich dem Buch doch nahe geblieben bin, so sehr ich mich auch davon entfernt habe. Es gibt nicht ´die Verfilmung´. Es gibt zwei grundverschiedene Sachen: Bücher und Filme. In ihnen kann eine gleiche ´Einstellung´ zu den Dingen vorhanden sein, aber nicht die gleichen Dinge.“

Stellvertretend für die vielen euphorischen Kritiken Hans C. Blumenberg: „Wenders zeigt den urbanen Alptraum, wie man ihn noch nie in einem europäischen Film gesehen hat: halb als uraltes, verkommenes Abbruchviertel, halb als futuristische Schreckenslandschaft…Die große Faszination dieses Films hat direkt mit seiner Vielschichtigkeit zu tun. Man kann ihn als pessimistischen Kommentar zur nachrevolutionären Bewußtseinskrise der späten siebziger Jahre verstehen, aber auch als brillanten Kriminalfilm, man kann ihn als urbanen Alptraum von der Zerstörung der Städte bewundern, aber man kann ihn auch als poetische Ballade einer Freundschaft lieben. Sein Reichtum, der nicht ohne Gefahren ist, erlaubt bei jedem Sehen neue Abenteuer, neue Entdeckungen.“ Außerdem entwarf er eine Gleichung: „Hitchcock + Ray + Scorsese = Wenders“ (die Gültigkeit dieser Gleichung für andere Wenders-Filme darf bezweifelt werden.)

Mit Bruno Ganz, Dennis Hopper, Lisa Kreuzer, Gérard Blain, Nicholas Ray, Samuel Fuller, Peter Lilienthal, Daniel Schmid, Lou Castel

Hinweise

Wikipedia über Patricia Highsmith (deutsch, englisch)

Times: The 50 Greatest Crime Writers No 1: Patricia Highsmith

Kaliber .38 über Patricia Highsmith (Bibliographie)

Krimi-Couch über Patricia Highsmith

Kirjasto über Patricia Highsmith

Wired for Books: Don Swain redet mit Patricia Highsmith (1987)

Gerald Peary redet mit Patricia Highsmith (Sight and Sound – Frühling 1988 )

 

 


TV-Tipp für den 21. März: Die verfilmten Kriminalromane

März 21, 2011

ARD, 10.20

Mord im Spiegel (GB 1980, R.: Guy Hamilton)

Drehbuch: Jonathan Hales, Barry Sandler

LV: Agatha Christie: The mirror crack´d from side to side, 1962 (Mord im Spiegel oder Dummheit ist gefährlich)

In St. Mary Mead soll ein historischer Stoff verfilmt werden. Aber schon beim Empfang des Bürgermeisters wird eine Sekretärin vergiftet. Miss Marple sucht den Mörder unter den Filmleuten.

Starbesetzte Miss-Marple-Verfilmung, mit Angela Lansbury, Geraldine Chaplin, Rock Hudson, Elizabeth Taylor, Tony Curtis, Edward Fox, Kim Novak

Hinweise

Homepage von Agatha Christie

Kirjasto über Agatha Christie

Wikipedia über Agatha Christie (deutsch, englisch)

Krimi-Couch über Agatha Christie

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Arte, 14.45

Der zerrissene Vorhang (USA 1966, R.: Alfred Hitchcock)

Drehbuch: Brian Moore, Keith Waterhouse (ungenannt), Willis Hall (ungenannt)

Ein Physiker läuft in den Osten über. Allerdings nicht, um sein Land zu verraten, sondern um von einem Ost-Kollegen wichtige Informationen zu erhalten.

In den Sechzigern drehte Hitchcock zwei Spionagefilme. Doch „Der zerrissene Vorhang“ und „Topas“ zählen zu seinen schwächsten Werken: zu viele Charaktere, zu lahme Geschichte, einfach zu wenig Hitchcock und zu viel von einem starbesetzten Spionagefilm, für Menschen, die Filme gerne mit einer Flipchart ansehen.

Aus heutiger Sicht bietet „Der zerrissene Vorhang“ immerhin einige bekannte deutsche Schauspieler in einem Hitchcock-Film und einen hübschen Mord. Für zwei Stunden ist das aber zu wenig.

Brian Moore schrieb später unter anderem „Hetzjagd“, „Die Farbe des Blutes“ und „Es gibt kein anderes Leben“.

Mit Paul Newman, Julie Andrews, Lila Kedrova, Hansjörg Felmy, Wolfgang Kieling, Günther Strack

Hinweise

Wikipedia über Alfred Hitchcock (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 2“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2

Meine Besprechung von Thily Wydras “Alfred Hitchcock”

Alfred Hitchcock in der Kriminalakte

Senses of Cinema (Ken Mogg) über Alfred Hitchcock

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Arte, 20.15

Die Nacht des Jägers (USA 1954, R.: Charles Laughton)

Drehbuch: James Agee

LV: Davis Grubb: Night of the hunter, 1953

Ein dubioser Wanderprediger jagt zwei Kinder durch die Südstaaten. Sie wissen, wo die 10.000 Dollar aus einem Bankraub versteckt sind.

Country-Noir-Klassiker, der formal an den deutschen expressionistischen Film anschließt, und auch heute noch unglaublich spannend ist. Leider ist „Die Nacht des Jägers“ der einzige Film von Charakterdarsteller Laughton, mit Robert Mitchum als bösem Prediger

Wiederholung: Mittwoch, 23. März, 14.45 Uhr

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ZDFneo, 21.00

Inspector Barnaby: Das Haus des Satans (GB 2002, R.: Peter Smith)

Drehbuch: Alan Plater

LV: Charaktere von Caroline Graham

Bei der Eröffnung des Horror-Themenparks „Haus des Satans“ wird der Hauptdarsteller Larry Smith von einer Bombe zerfetzt. Inspector Barnaby ermittelt.

Britenkrimi der netten Art.

Mit John Nettles, Daniel Casey

Wiederholung: Dienstag, 22. März, 03.25 Uhr (Taggenau!)

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Eins Festival, 01.45

Donna Leon: Blutige Steine (D 2008, R.: Sigi Rothemund)

Drehbuch: Holger Joos

LV: Donna Leon: Blood from a Stone, 2005 (Blutige Steine)

Commissario Brunetti sucht den Mörder eines afrikanischen Straßenhändlers. Als das Innenministerium ihm den Fall entzieht, weiß Brunetti, dass hier etwas oberfaul ist.

Dank bewährter Kräfte hat sich beim Herrichten des vierzehnten Brunetti-Romans für das Puschenkino für die Fans nichts geändert.

Mit Uwe Kockisch, Karl Fischer, Julia Jäger, Michael Degen, Annett Renneberg, Christel Peters, Helmut Zierl, Rosel Zech, Gunnar Möller

 

 


TV-Tipp für den 20. März: Die verfilmten Kriminalromane

März 20, 2011

Arte, 20.15

Der zerrissene Vorhang (USA 1966, R.: Alfred Hitchcock)

Drehbuch: Brian Moore, Keith Waterhouse (ungenannt), Willis Hall (ungenannt)

Ein Physiker läuft in den Osten über. Allerdings nicht, um sein Land zu verraten, sondern um von einem Ost-Kollegen wichtige Informationen zu erhalten.

In den Sechzigern drehte Hitchcock zwei Spionagefilme. Doch „Der zerrissene Vorhang“ und „Topas“ zählen zu seinen schwächsten Werken: zu viele Charaktere, zu lahme Geschichte, einfach zu wenig Hitchcock und zu viel von einem starbesetzten Spionagefilm, für Menschen, die Filme gerne mit einer Flipchart ansehen.

Aus heutiger Sicht bietet „Der zerrissene Vorhang“ immerhin einige bekannte deutsche Schauspieler in einem Hitchcock-Film und einen hübschen Mord. Für zwei Stunden ist das aber zu wenig.

Brian Moore schrieb später unter anderem „Hetzjagd“, „Die Farbe des Blutes“ und „Es gibt kein anderes Leben“.

Mit Paul Newman, Julie Andrews, Lila Kedrova, Hansjörg Felmy, Wolfgang Kieling, Günther Strack

Wiederholung: Montag, 21. März, 14.45 Uhr

Hinweise

Wikipedia über Alfred Hitchcock (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock präsentiert – Teil 2“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“

Meine Besprechung von „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 2

Meine Besprechung von Thily Wydras “Alfred Hitchcock”

Alfred Hitchcock in der Kriminalakte

Senses of Cinema (Ken Mogg) über Alfred Hitchcock

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Eins Festival, 20.15

Donna Leon: Blutige Steine (D 2008, R.: Sigi Rothemund)

Drehbuch: Holger Joos

LV: Donna Leon: Blood from a Stone, 2005 (Blutige Steine)

Commissario Brunetti sucht den Mörder eines afrikanischen Straßenhändlers. Als das Innenministerium ihm den Fall entzieht, weiß Brunetti, dass hier etwas oberfaul ist.

Dank bewährter Kräfte hat sich beim Herrichten des vierzehnten Brunetti-Romans für das Puschenkino für die Fans nichts geändert.

Mit Uwe Kockisch, Karl Fischer, Julia Jäger, Michael Degen, Annett Renneberg, Christel Peters, Helmut Zierl, Rosel Zech, Gunnar Möller

Wiederholung: Dienstag, 22. März, 01.45 Uhr (Taggenau!)

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ZDFneo, 20.15

Inspector Lynley: Keiner werfe den ersten Stein (GB 2002, R.: Kim Flitcroft)

Drehbuch: Elizabeth Mickery

LV: Elizabeth George: Payment in Blood, 1989 (Keiner werfe den ersten Stein)

Wer erstach auf dem Landsitz Westerbrae die Autorin Joy Sinclair? Lynley und Havers ermitteln.

„Reizvolle Verfilmung eines Krimi-Bestsellers, der durch das spannungsreiche Verhältnis zwischen dem Inspektor und seiner burschikosen Begleiterin sowie das britische Understatement kurzweilig unterhält.“ (Lexikon des internationalen Films)

mit Nathaniel Parker, Sharon Small

Wiederholung: Montag, 21. März, 02.20 Uhr (Taggenau!)

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ZDF, 22.00

Inspector Barnaby: Der Wald der lebenden Toten (GB 2008, R.: Richard Holthouse)

Drehbuch: Michael Russell

LV: Charaktere von Caroline Graham

Kurz vor Halloween wird im beschaulichen Midsomer die Assistentin eines Zauberers ermordet. Inspector Barnaby ermittelt.

Ein weiterer TV-Krimi der langlebigen britischen Serie.

mit John Nettles, Jason Hughes, Jane Wymark

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NDR, 00.30

Der Schrei der Eule (D/F/GB/Kan 2009, R.: Jamie Thraves)

Drehbuch: Jamie Thraves

LV: Patricia Highsmith: The Cry of the Owl, 1962 (Der Schrei der Eule)

Robert beobachtet nachts heimlich die schöne Jenny. Sie verliebt sich in ihn und verlässt ihren Verlobten Greg. Als Greg nach einer Schlägerei spurlos verschwindet, wird Robert des Mordes verdächtigt.

Bereits Claude Chabrol und Tom Toelle verfilmten 1987 den Krimi. Während beide Verfilmungen sich sehr ähneln und, wenn man die Prämisse akzeptiert, gelungen sind, kann das anscheinend von Jamie Thraves Film nicht behauptet werden.

mit Paddy Considine, Julia Stiles

Hinweise

Wikipedia über Patricia Highsmith (deutsch, englisch)

Times: The 50 Greatest Crime Writers No 1: Patricia Highsmith

Kaliber .38 über Patricia Highsmith (Bibliographie)

Krimi-Couch über Patricia Highsmith

Kirjasto über Patricia Highsmith

Wired for Books: Don Swain redet mit Patricia Highsmith (1987)

Gerald Peary redet mit Patricia Highsmith (Sight and Sound – Frühling 1988 )

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Tele 5, 00.55

The Boys from Brazil (USA/GB 1978, R.: Franklin J. Schaffner)

Drehbuch: Kenneth Ross, Heywoud Gould

LV: Ira Levin: The Boys from Brazil, 1976 (Die Boys aus Brasilien; The Boys from Brazil – Geheimakte Viertes Reich)

Mengele klont im Dschungel massenhaft kleine Hitlers und möchte mit ihnen weltweit das „Vierte Reich“ ausrufen. Aber Nazi-Jäger Liebermann ist ihm auf der Fährte.

Absurder und immer noch sehr utopischer Politthriller mit Starbesetzung. Und das Suchen und Entdecken bekannter Gesichter in etlichen Nebenrollen steigert das Filmvergnügen mit Freunden beträchtlich.

„Das Handlungskonzept an sich,…,ist vom Autor Gould gut ausgearbeitet, aber der widersprüchliche Schauspielstil von Olivier, der auf dem Auftreten des echten Nazi-Jägers Simon Wiesenthal basiert, und Peck, der in der Rolle des von seinem Ziel Besessenen eine ungewöhnlich zurückhaltende Darstellung zeigt, führen dazu, dass der Film zu einem faden Abenteuer in der Art von Boy’s Own verkommt.“ (Paul Hardy, Hrsg.: Die Science Fiction Filmenzyklopädie) Ähnlich ungnädig: „Ein Langweiler.“ (Ronald M. Hahn/Volker Jansen: Lexikon des Science Fiction Films)

Für die deutsche Kinoauswertung wurde der Film um fast zwanzig Minuten gekürzt und erst 1985, nach dem Bekanntwerden von Mengeles Tod, in die Kinos gebracht.

Mit Gregory Peck, Laurence Olivier, James Mason, Lilli Palmer, Uta Hagen, Steve Guttenberg, Bruno Ganz, Wolfgang Preiss, Sky Dumont, Georg Marischka

Fragen zum Film

Sie wollen wissen, wo der deutsche Verleih die Schere angesetzt hat? Hier ist die Antwort.

Und welche Fragen zum Buch soll ein Lehrer seinen Schülern im Unterricht stellen? Hier gibt es die Fragen.

 


TV-Tipp für den 19. März: Die verfilmten Kriminalromane

März 19, 2011

WDR, 13.45

Fury (USA 1936, R.: Fritz Lang)

Drehbuch: Fritz Lang, Bartlett Cormack

LV: Norman Krasna: Mob Rule (Story)

Ein unschuldig Verurteilter sinnt auf Rache.

Fritz Langs erster us-amerikanischer Spielfilm ist die überzeugende Hollywood-Version von Die Nibelungen und M – mit einer fulminanten Rede von Spencer Tracy am Filmende.

Mit Spencer Tracy, Walter Brennan

Auch „Blinde Wut“

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WDR, 15.15

Die zwölf Geschworenen (USA 1957, R.: Sidney Lumet)

Drehbuch: Reginald Rose

LV: Reginald Rose (Story, Bühnenstück)

Hat der angeklagte Puertoricaner seinen Vater ermordet? Die Geschworenen beraten.

Lumets erster Spielfilm ist ein Klassiker des Gerichtsfilms: ein Raum, zwölf Personen, die eine Entscheidung fällen müssen: unerträgliche Spannung. Ausgangspunkt für den Spielfilm war ein einstündiges Fernsehspiel von Reginald Rose, der dafür von eigenen Erfahrungen als Geschworener inspiriert wurde. Beim Start wurde der Film von der Kritik gelobt, für zahlreiche Preise nominiert und floppte – trotz des niedrigen Budgets – an der Kasse. „Sidney Lumets Erstlingsfilm verleiht dem Geschehen durch die Begrenzung des Ortes und der Personen eine große Dichte und Spannung. Die Wahrheitsfindung entsteht aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Menschentypen, Ideologien und Interessen – ein Modellfall ´demokratischer´ Aufklärungsarbeit. Hervorragend besetzt, gespielt und fotografiert (Preis der OCIC in Berlin)“ (Lexikon des Internationalen Films)

Mit Henry Fonda, L. J. Cobb, Ed Begley, E. G. Marshall, Jack Warden, Martin Balsam, Jack Klugman, Joseph Sweeney

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ARD, 20.15

Mordkommission Istanbul: Mord am Bosporus (D 2009, R.: Michael Kreindl)

Drehbuch: Mathias Klaschka

LV: Hülya Özkan: Mord am Bosporus, 2006

Zweiter TV-Fall für Kommissar Mehmet Özakin. Dieses Mal sucht er einen Serienkiller, der es auf verheiratete Geschäftsmänner abgesehen hat.

mit Erol Sander, Nadeshda Brennicke, Oscar Ortega Sánchez

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RTL II, 20.15

Der Hades-Faktor (USA 2006, R.: Mick Jackson)

Drehbuch: Elwood Reid

LV: Robert Ludlum, Gayle Lynds: The Hades Factor, 2000 (Der Hades Faktor)

Böse Menschen lassen in den USA einen mörderischen Ableger des Ebola-Viruses frei. Nur der ehemalige Agent Jon Smith kann die Terroristen stoppen.

Die Besetzung ist gut. Es wurde viel in Berlin gedreht (Lokalpatriotismus). Der Trailer sieht sehr nach “24” aus. Stephen Dorff wird zu einem Kiefer Sutherland-Lookalike. Und Anjelica Huston spielt die Präsidentin der USA. Das klingt ziemlich vielversprechend. Am Ende ist es doch nur ein dreistündiger TV-Film, der das Versprechen des Trailers niemals einlöst. Dafür gibt es zu wenig Action, zu wenige Verwicklungen und alles ist zu eindeutig in Gut und Böse unterteilt. Nett, aber trotz der Besetzung verzichtbar.

“Relativ aufwändiger und prominent besetzter TV-Zweiteiler, der sich stereotyper Feindbilder bedient.“ (Lexikon des internationalen Films)

Für heute ist eine etwas über zweistündige Fassung angekündigt.

Mit Stephen Dorff, Danny Huston, Mira Survino, Anjelica Huston, Blair Underwood, Sophia Myles

Hinweise

Wikipedia über Robert Ludlum (deutsch, englisch)

Robert-Ludlum-Fanseite

Kirjasto über Robert Ludlum

Homepage von Gayle Lynds

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ARD, 22.15

JAMES BOND: Goldfinger (GB 1964, R.: Guy Hamilton)

Drehbuch: Richard Maibaum, Paul Dehn

LV: Ian Fleming: Goldfinger, 1959

Goldfinger (Gert Fröbe) will Fort Knox ausräumen. James Bond (Sean Connery) hat etwas dagegen.

Mit „Goldfinger“ hatte sich James Bond endgültig im Kino etabliert und der Presserummel bei „Feuerball“ und „Man lebt nur zweimal“ war gigantisch. Ebenso die Zahl der mehr oder weniger missglückten Kopien in Buch und Film. Da scheint der heutige Rummel um „Harry Potter“/“Herr der Ringe“/“Krieg der Sterne“/“Matrix“ ein Klacks zu sein.

Mit Sean Connery, Gert Fröbe, Honor Blackman, Shirley Eaton, Harold Sakata, Bernard Lee, Lois Maxwell

Hinweise

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

James Bond in der Kriminalakte

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MDR, 00.00

Misery (USA 1990, R.: Rob Reiner)

Drehbuch: William Goldman

LV: Stephen King: Misery, 1987 (Sie)

Des Schriftstellers Alptraum (hilflos ans Bett gefesselt in den Händen eines fanatischen Fans), des Zuschauers Vergnügen. Eine der besten Verfilmungen des Grandmasters der Mystery Writers of America.

Kathy Bates erhielt für ihre furchterregende Darstellung der helfenden Krankenschwester den Oscar, den Chicago Film Critics Association Awards und den Golden Globe als beste Schauspielerin.

Mit James Caan, Kathy Bates, Richard Farnsworth, Lauren Bacall, Frances Sternhagen

Hinweise

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Stephen King in der Kriminalakte und in seinem Trailer-Park


TV-Tipp für den 18. März: Die verfilmten Kriminalromane

März 18, 2011

Weil der Alligator sich wieder auf die Jagd begeben hat: die verfilmten Kriminalromane

ZDFneo, 00.20

Der Preis des Verbrechens: Gefallener Engel – Teil 1 (GB 2004, R.: Paul Unwin)

Drehbuch: Lynda La Plante

Die Detectives Walker und Connor müssen den Mord an einer Edelprostituierten aufklären. Sie arbeitete in einem SM-Club, in dem sich auch hochrangige Politiker vergnügen.

Die achte Ausgabe der von Lynda La Plante erfundenen Serie „Trial & Retribution“ ist zwar auch ein Zweiteiler, aber mit jeweils siebzig Minuten ist diese Folge wesentlich kürzer als gewohnt geraden.

Den zweiten Teil gibt es am Freitag, den 25. März, um 00.20 Uhr.

Mit David Hayman, Victoria Smurfit, Colin Salmon

Hinweise

Homepage von Lynda La Plante

Wikipedia über „Trial & Retribution“

Fernsehserien über „Der Preis des Verbrechens“

ITV über „Trial & Retribution“

Meine Besprechung von „Der Preis des Verbrechens – Volume 1“

Meine Besprechung von „Der Preis des Verbrechens – Volume 2“

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Eins Festival, 00.50

Commissario Laurenti: Der Tod wirft lange Schatten (D 2008, R.: Hannu Salonen)

Drehbuch: Lothar Kurzawa

LV: Veit Heinichen: Der Tod wirft lange Schatten, 2005

Auf dem Marktplatz von Triest wird ein Mann erschossen. Das Motiv scheint, so findet Commissario Laurenti heraus, eine Mappe mit wichtigen Dokumenten zu sein, die der Tote bei sich hatte.

Die Spannung des vierten Laurenti-Krimis scheint sich in sehr überschaubaren Grenzen zu halten: „schnarchig inszeniert“ (TV Spielfilm)

Mit Henry Hübchen, Barbara Rudnik, Hanns Zischler, Katharina Thalbach, Christopher Buchholz, Rolf Hoppe, Ludwig Trepte, Inga Busch, Luise Berndt, Horst Krause, Catherine Flemming

Hinweis

Homepage von Veit Heinichen

 


TV-Tipp für den 17. März: 3satbuchzeit

März 17, 2011

3sat, 21.00

3satbuchzeit

Eine Stunde lang gibt’s Infos von der Leipziger Buchmesse über die Eröffnung, Preisverleihungen, neue Bücher (ich befürchte mit einem viel zu geringem Krimianteil) und natürliche auch Gespräche mit den Autoren. Außerdem werden alle Gespräche am 3sat-Stand für die Mediathek aufgezeichnet und auf der 3sat-Homepage gibt es auch einige Infos zu der Buchmesse.


TV-Tipp für den 16. März: Shining

März 16, 2011

Heute ohne lästige Werbepausen

Arte, 22.15

Shining (GB 1980, R.: Stanley Kubrick)

Drehbuch: Stanley Kubrick, Diane Johnson

LV: Stephen King: The Shining, 1977 (Shining)

Jack Nicholson läuft axtschwingend durch ein einsames Hotel – und wir können eine der besten Stephen King-Verfilmungen (auch wenn der Grandmaster mit Kubricks Version nicht zufrieden war und ihm eine Jahre später gedrehte, inzwischen vergessene TV-Fassung besser gefiel) genießen.

„Der Horrorfilm schlechthin.“ (Der Spiegel)

Mit Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd, Scatman Crothers, Barry Nelson

Hinweise

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Stephen King in der Kriminalakte und in seinem Trailer-Park


DVD-Kritik: Robert De Niro und Edward Norton treffen sich wieder in „Stone“

März 15, 2011

Vor zehn Jahren trafen Robert De Niro und Edward Norton in „The Score“ erstmals aufeinander. Marlon Brando spielte in dem Einbrecherfilm auch mit und die Kritiker waren von dem Treffen der aus drei verschiedenen Generationen stammenden Schauspielergiganten milde enttäuscht. Denn „The Score“ ist ein altmodischer Einbrecherfilm für den nicht unbedingt so hochkarätige Schauspieler nötig gewesen wären. Aber geschadet hat es dem Film nicht.

Jetzt treffen Robert De Niro und Edward Norton in „Stone“ wieder aufeinander. Es ist wieder ein Kriminalfilm. Naja, irgendwie. Denn „Stone“ ist auch ein religiös angehauchtes Drama und die Charakterstudie eines mit seinem Leben haderndem, introvertiertem Biedermannes. Jedenfalls irgendwie. Denn das vor allem in einem Büro spielende, ursprünglich als Theaterstück geschriebene Zweipersonendrama „Stone“ entscheidet sich nie für ein Genre und damit auch für keine bestimmte Geschichte. Stattdessen plätschert der Film über Jack Mabry reichlich ziellos und langatmig vor sich hin.

Dieser Jack Mabry (Robert De Niro) schreibt im Gefängnis die Gutachten für den Bewährungsausschuss. Er ist gut. Er steht kurz vor seiner Pensionierung. Er lebt seit Jahrzehnten mit Madylyn (Frances Conroy) zusammen. Diese Ehe ist schon lange nur noch ein Gefängnis, in dem beide sich eingerichtet haben. Gemeinsam besuchen sie an den Wochenenden den Gottesdienst.

Auf seine letzten Tage soll Mabry Gerald Creeson (Edward Norton), der lieber „Stone“ genannt werden möchte, begutachten. Stone will unbedingt früher raus und spannt dafür auch seine junge, gutaussehende, enorm heiße Frau Lucetta (Milla Jovovich als Abziehbild der Femme Fatale) ein. Sie macht sich an Jack ran. Der lehnt zunächst ihre Kontaktwünsche, weil sie gegen die Vorschriften verstoßen, schroff ab.

Später nicht mehr – und was spätestens jetzt ein zünftiger, wenn auch etwas unplausibler Noir werden könnte, verläuft im Nichts. Auch das innere Drama von Mabry ist kaum nachvollziehbar.

Und die scheinbar endlosen Gespräche zwischen dem Plappermaul Stone und dem Schweiger Jack Mabry sind auch nicht besonders prickelnd. Es wird einfach nur endlos über Erlösung, den Weg zum besseren Menschen, Glauben undsoweiter räsoniert.

Aber es wird nie klar, warum uns ein Häftling, der alles sagen würde, um aus dem Gefängnis zu kommen, und ein Gutachter, der ein bieder-braver Beamter ist und der schon tausende ähnlich bauernschlaue Häftlinge begutachtet hat, interessieren könnten. Vor allem ist absolut unklar, was der erfahrene alte Hase Mabry in dem Jungspund erblickt, er sich dann ziemlich idiotisch verhält und absolut grundlos vieles riskiert. Denn selbstverständlich hüpft Jack mit Lucetta ins Bett. Aber, wie so vieles in „Stone“, ist dieser Seitensprung für die Geschichte vielleicht nicht unbedingt nebensächlich, aber in jedem Fall folgenlos.

Während des Abspanns fragt man sich, warum man sich von so einem Film zwei Stunden seines Lebens stehlen ließ. Warum De Niro und Norton, die ihre Rollen desinteressiert-lieblos runterspielen, zusagten, fragte man sich schon während des Films. Warum das zähe Drama bei uns seine Premiere auf DVD erlebte, ist allerdings schon vor dem ersten Zusammentreffen von De Niro und Norton, die in den vergangenen Jahren keine glückliche Hand bei ihrer Rollenauswahl hatten, klar. Der von Robert De Niro gespielte Jack Mabry ist uns egal.

Stone (Stone, USA 2010)

Regie: John Curran

Drehbuch: Angus MacLachlan

mit Robert De Niro, Edward Norton, Milla Jovovich, Frances Conroy

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DVD

Ascot Elite

Bild: 2,4:1 (16:9)

Ton: Deutsch (DTS 5.1, DD 5.1), Englisch (DD 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial (angekündigt): Making Of, Interviews, Beim Dreh, Originaltrailer

Länge: 102 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

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Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Wikipedia über „Stone“

Drehbuch „Stone“ von Angus MacLachlan


TV-Tipp für den 15. März: Unter Verdacht: Brubeck

März 15, 2011

Arte, 23.10

Unter Verdacht: Brubeck (D 2008, R.: Ed Herzog)

Drehbuch: Wolfgang Stauch

LV: Wolfgang Stauch: Brubecks Echo, 2000

Bei einem Autounfall starben Frau und Kind von Hauptkommissar Brubeck. Er will sich an den Tätern, einer Pharmavertreterin und einem Starpianisten, rächen. Eva Prohacek versucht das zu verhindern.

Alle, die Stauchs Roman gelesen haben und denen er gefiel, sollten wahrscheinlich nicht einschalten. Denn der Film „Brubeck“ entstand „nach Motiven von“.

Ansonsten: eine weitere gelungene Folge von derzeit Deutschlands bester Krimiserie.

Mit Senta Berger, Rudolf Krause, Gert Anthoff, Fritz Karl, Ben Becker

Hinweisd

ZDF über „Unter Verdacht“

Wikipedia über „Unter Verdacht“

Homepage von Wolfgang Stauch


TV-Tipp für den 14. März: Hans Zimmer – Der Sound für Hollywood

März 14, 2011

Arte, 22.45

Hans Zimmer – Der Sound für Hollywood (D 2011, R.: Ariane Riecker, Dirk Schneider)

Drehbuch: Ariane Riecker, Dirk Schneider

Einstündige Doku über einen Deutschen, der als Mitglied der Gruppe „The Buggles“ (Ihre Hit-Single war „Video killed the Radio Star“.) erfolgreich war, die Musik für einige Filme, wie „Die Geschichte der O. – 2. Teil“ (Uh, hat den jemand gesehen?) und „The Fruit Machine“, schrieb und sich dann auf den Weg nach Hollywood machte. Dort schrieb er die Musik für „Rain Man“ und ungefähr hunderttausend weitere Filme.

Ein Gerücht sagt, dass er für einen Blockbuster der vergangenen zwanzig Jahre nicht die Musik schrieb. Aber das kann auch eine Hollywood-Legende sein.

Wiederholungen

Samstag, 19. März, 05.00 Uhr (Taggenau!)

Mittwoch, 30. März, 05.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Arte über die die Doku

Wikipedia über Hans Zimmer (deutsch, englisch)

IMDB über Hans Zimmer

Homepage von Hans Zimmer