Atemlos vor Angst (USA 1977, R.: William Friedkin)
Drehbuch: Walon Green
LV: Georges Arnaud: Le salaire de peur, 1952 (Lohn der Angst)
Vier im lateinamerikanischen Dschungel gestrandete Existenzen erhalten die Chance auf einen Neuanfang. Sie müssen nur zwei mit Nitro bepackte Laster durch den unwegsamen Dschungel zu einer Ölbohrstelle fahren. Wer von ihnen wird den Höllentrip überleben?
Georges Arnauds kurzer, spannender Thriller wurde bereits 1952 als „Lohn der Angst“ erfolgreich verfilmt. Friedkins sträflich unterschätztes Remake konzentriert sich in der europäischen Version stärker auf die Spannungsmomente.
Die zeitgenössische Filmkritik verglich das Remake mit dem hochgeschätzten Original und verriss den Film ziemlich einhellig. Das Publikum sah sich lieber Weltraumschlachten an.
Für die europäische Auswertung wurde der Film vom Verleiher CIC um eine halbe Stunde gekürzt. Im Wesentlichen fiel der Prolog, in dem die einzelnen Charaktere vorgestellt werden, weg. Am schlechten Einspielergebnis änderte sich nichts.
Die Musik ist von Tangerine Dream.
Mit Roy Scheider, Bruno Cremer, Francisco Rabal, Amidou
Schrottklau – Die Jagd nach Altmetall (D 2007, R.: Holger Baars)
Doku über eine Wachstumsbranche mit einer geringen Aufklärungsquote. Baars begleitet den Bremer Polizisten Horst-Dieter Dunker auf der Jagd nach Menschen, die auch Gullydeckel klauen.
1873 im Winter: Undercover-Agent Deakon muß während einer Zugfährt ein Komplott aufklären.
Der Krimi spielt zwar im Wilden Westen, aber McLean verbrät seine üblichen Ideen nur vor einer anderen Kulisse (Undercover-Agenten, große Verbrechen, Doppelspiele, Frauen – halt das, was wir auch von seinen Kriegs- und Agententhrillern kennen). Trotzdem ganz unterhaltsam. Krimi-Autor Bill Crider schrieb im January Magazine über Detektive im Westen und dieses Buch: „There was a time when Scottish novelist MacLean was the premier thriller writer on both sides of the Atlantic. (Ask anyone who’s read some his early books, if you don’t believe that. Better still, read one yourself.) His forte was putting extremely competent heroes into situations that required physical strength, endurance and intelligence, and his plots were often quite complex mysteries. He was a little past his prime when he wrote Breakheart Pass, about an accused killer who’s taken on board a train loaded with medical supplies, relief troops and more than its fair share of troublemakers. Still, the book is a lot of fun, with one surprise after another (you never know just who’s on the side of the ungodly and who’s not in a MacLean novel), and enough action for two or three volumes. It rips along right until the breathless conclusion, and even the one embarrassing technical glitch probably won’t bother anyone too much.“
Mit Charles Bronson, Jill Ireland, Ben Johnson, Charles Durning, Richard Crenna, Ed Lauter
Canyon Cop – Der Wind des Bösen (USA 1992, R.: Erroll Morris)
Drehbuch: Neal Jimenez, Eric Bergren
LV: Tony Hillerman: The dark wind, 1982 (Der Wind des Bösen)
Im Navajo-Reservat wird ein Bewohner ermordet und ein Flugzeug stürzt ab. Der indianische Polizist Jim Chee ermittelt.
Durchaus sehenswerte Hillerman-Verfilmung, die allerdings nicht vollständig die Faszination der Vorlage für die fremde Welt der Navajos einfangen kann. Denn zu unverbunden stehen im Film die Mythen und Riten der Indianer neben der alltäglichen Polizeiarbeit.
Tony Hillerman begann in den frühen Siebzigern die Polizeiromane mit Jim Chee und Joe Leaphorn zu schreiben, weil er der Welt Informationen über das Leben der Indianer unterhaltsam verkaufen wollte. Über die Jahre wurde er zum Chronisten einer untergehenden Kultur.
Mit Lou Diamond Phillips, Fred Ward, Gary Farmer, Guy Boyd
Nachdem einige den Noir-Roman “Driver” von James Sallis mit dem in Deutschland gleichnamigen Film von Walter Hill verglichen, gibt es jetzt wieder die Gelegenheit, den Neo-Noir anzusehen.
Die einfache Story: Ein Polizist will einen Fluchtwagenfahrer schnappen. Dabei scheut er auch nicht vor illegalen Methoden zurück.
„The Driver is the ultimate urban thriller.“ (Philip French, Radio Times)
Hill lässt seine existenzialistische Geschichte hauptsächlich im nächtlichen Los Angeles spielen, die Charaktere haben keine Namen, reden wenig und die Action-Szenen (natürlich vor allem in zu schnell fahrenden Autos) beanspruchen einen großen Teil von Walter Hills zweitem Film. Nach „Driver“, „Die Warriors“, „Long Riders“ und „Die letzten Amerikaner“ wurde er als wichtigster Action-Regisseur der achtziger Jahre gehandelt. Und dann kam „Nur 48 Stunden“.
Mit Ryan O’Neal, Bruce Dern, Isabelle Adjani, Ronee Blakley
Nach zwanzig Jahren und zahllosen Kämpfen für seinen König kehrt Robin Hood nach Sherwood Forest zurück. Dort unterdrückt der Sheriff von Nottingham immer noch die arme Bevölkerung und Maid Marian, inzwischen Äbtissin, will erobert werden. Also machen Robin, der Sheriff und die Maid da weiter, wo sie vor zwanzig Jahren aufgehört haben.
Die Geschichte von Robin Hood ist bekannt. Aber Richard Lester, der bereits den drei Musketieren neue Nuancen hinzufügte, machte aus der altbekannten Geschichte einen Abgesang auf den Helden, der einige Jahre älter und zahlreiche Illusionen ärmer ist
„Es muss Richard Lester und seinem Drehbuchautor James Goldman diebisches Vergnügen bereitet haben, die bekannten Charaktere gegen den Strich zu inszenieren, ihnen ein gegenteiliges Image zu verpassen. (…) Der ungewönlichste aller Robin-Hood-Filme.“ (Adolf Heinzlmeier: Sean Connery)
Mit Sean Connery, Audrey Hephurn, Robert Shaw, Richard Harris, Nicol Williamson, Ian Holm
Explosiv – Blown Away (USA 1994, R.: Stephen Hopkins)
Drehbuch: Joe Batteer, John Rice
Lahmer Actionthriller über einen IRA-Kämpfer, der in Boston mehrere Bomben explodieren lässt, weil er eine alte Rechnung mit einem Kumpel begleichen will. Der arbeitet jetzt als Sprengstoffexperte bei der Polizei.
Die Explosionen sind ein Fest für’s Auge. Hier wurden keine Kosten und Mühen gescheut. Beim Drehbuch schon. Die Schauspieler sind gut. Und Stephen Hopkins macht inzwischen mit „24“ richtig gutes Fernsehen.
Mit Jeff Bridges, Tommy Lee Jones, Suzy Amis, Lloyd Bridges, Forest Whitaker, Cuba Gooding Jr. (Bomb Squad-Mitglied)
Kottan ermittelt: Hartlgasse 16a (A 1976, R.: Peter Patzak)
Drehbuch: Helmut Zenker
Eine Rentnerin wird in ihrer Wohnung ermordet. Major Adolf Kottan ermittelt in einem Mietshaus voller missgünstig-selbstsüchtiger Bewohner.
„Hartlgasse 16a“ ist der erste Filme der kultigen, immer abgedrehteren Kottan-Serie. Peter Vogel spielte hier (nicht so toll) den Kottan. Später übernahmen Franz Buchrieser und Lukas Resetaris die Rolle.
„Schilderungen des Wiener Mileus, schrullige Gags, oft fast surrealistische Geschichten prägen diese Parodie.“ (Martin Compart: Crime TV)
„Die Filme waren als Versuch gedacht, Gesellschaftskritik auf listige und lustige Weise in einem Krimi zu verpacken, mit boshaften Seitenhieben auf so ehrwürdige Institutionen wie Polizei, Kirche, Kronenzeitung. (…) Die Bosheit der Leute untereinander, ihre Aggressionen, ihre Geldgier, Rachsucht bildeten eine Dramaturgie, in die der Arm des Staates, die Polizei, plump eingreift.“ (Heidi Pataki, tip1/1983)
„Hartlgasse 16a“ beginnt halbwegs wie ein normaler Siebziger-Jahre-Soziokrimi, aber das Team Zenker/Patzak zeigt dafür das Milieu der kleinen Leute in ihrer dumpfen Enge viel zu zynisch-mitleidlos und demaskiert den Staat (besonders natürlich die Polizei) als einen unfähigen Trottelhaufen, der keinen Respekt verdient, ohne pädagogisch erhobenen Zeigefinger.
Die Musik ist von Georg Danzer.
Die gesamte Folge kann, in zehn Teilen, auf You Tube gesehen werden. Dort gibt es auch weitere „Kottan ermittelt“-Clips.
Mit Peter Vogel, Curt A. Tichy, Walter Davy, Louise Martini
Jonestown – Todeswahn einer Sekte (USA 2006, R.: Stanley Nelson)
Drehbuch: Marcia Smith, Noland Walker
Spielfilmlange Doku über die Sekte Peoples Temple des Predigers Jim Jones und den Massenselbstmord von über 900 Gläubigen am 18. November 1978 im Dschungel von Guyana. Nelson rekonstruiert, mit bislang unveröffentlichten Aufnahmen und Zeitzeugen, dieser Sekte.
Nachtschicht: Ich habe Angst (D 2008, R.: Lars Becker)
Drehbuch: Lars Becker
Auch in ihrer fünften Nacht gibt es für den Hamburger Kriminaldauerdienst viel zu tun. Bei einer Razzia entwischt ihnen der Kopf der Fälscherbande. Eine Lehrerin meldet sich anonym beim KDD und zeigt eine Kindesmisshandlung an. Ein Mann wird erstochen.
Der sechste Nachtschicht-Krimi „Blutige Stadt“ ist bereits abgedreht.
Mit Armin Rohde, Minh-Khai Phan-Thi, Ken Duken, Barbara Auer, Pierre Semmler, Ulrike Krumbiegel, Matthias Brandt
Wenn die Meinungsforscher Recht haben und die Politiker nicht um 18.01 Uhr umknicken, dann wird Hessen ein Remake der Bundestagswahl. Die Rahmenbedingungen sind jedenfalls ähnlich gesetzt: CDU und SPD liegen bei den Umfragen gleichauf. Eine CDU-FDP-Koalition hat keine Mehrheit. Eine SPD-Grüne-Koaliton ebenfalls nicht. Die CDU will nicht mit der SPD – und umgekehrt. Mit den Linken will niemand– und die wollen unter keinen Umständen mit der CDU (wenn wir von hypothetischen Problemen sprechen) und eigentlich auch nicht mit den anderen Parteien; – falls sie überhaupt rein kommen. Die FDP will nur mit der CDU. Tja, und die Grünen können nach diesem Wahlkampf unmöglich mit der CDU koalieren und wollen es wieder mit der SPD probieren.
Jedenfalls gönne ich dem Amtsinhaber, dass er nach diesem Wahlkampf von einigen Ausländern (wenn auch nur angeheiratet) aus dem Amt gejagt wird.
Das dürfte dann das einzig erfreuliche bei diesem schlechten Remake sein. Denn einen Schröder wird Koch nicht hinkriegen und das Gewürge der Partnersuche kennen wir noch von der Bundestagswahl.
Lemmy Caution gegen Alpha 60 (F/I 1965, R.: Jean-Luc Godard)
Drehbuch: Jean-Luc Godard
Agent Lemmy Caution sucht in Alphaville den verschwundenen Konstrukteur von “Alpha 60”. Das Computergehirn „Alpha 60“ beherrscht die Stadt nach einer nur ihr zugänglichen Logik. Und wer sich „Alpha 60“ widersetzt, stirbt.
Der Plot könnte auch aus einem der damals die Kinosäle füllenden Lemmy-Caution-Filme, hier mit einem kräftigen James-Bond-S-F-Touch, stammen. Schließlich spielt Eddie Constantine auch in „Lemmy Caution gegen Alpha 60“ die Hauptrolle. Aber Jean-Luc Godard führte Regie – und von ihm ist alles zu erwarten, außer einer 08/15-S-F-Actionklamotte (und genau von diesen Filmen wollte Eddie Constantine damals auch weg).
An der Kasse war’s daher auch kein Erfolg bei den Eddie-Constantine-Fans. Bei den Kritikern schon. Heute genießt „Lemmy Caution gegen Alpha 60“ zu Recht Klassikerstatus. Godard und sein Kameramann Raoul Coutard inszenierten das damalige Paris als eine trostlose Betonwüste. Godard spielte souverän mit den Genreregeln und Themen von Science-Fiction und Noir.
„Godard meint kein Utopia dieser oder jener Provenienz, sondern den totalen technischen Staat“, schrieb damals die Frankfurter Allgemeine. Der Filmdienst schrieb: „Wenn der Schriftsteller Theodore Sturgeon behauptet, eine Science Fiction-Story sei eine Geschichte, ‚die den Menschen als Mittelpunkt sieht, ein menschliches Problem behandelt und eine menschliche Lösung bietet, die aber ohne ihren wissenschaftlichen Gehalt überhaupt nicht zustande gekommen wäre’, so erscheint einem Jean-Luc Godards neuester Film als der erste Versuch eines Science-Fiction-Films überhaupt. Die technische Entwicklung bietet die Voraussetzung für die Behandlung – sagen wir es etwas hochtrabend – existenzphilosophischer Fragen.“
Diese Fragen sind heute aktueller denn je. Und deshalb ist „Lemmy Caution gegen Alpha 60“ im Gegensatz zu vielen anderen S-F-Filmen immer noch nicht veraltet.
Unwichtiges Wissen 1: Lemmy Caution ist ein von Krimiautor Peter Cheney erfundener Charakter.
Unwichtes Wissen 2: Die deusche Synthiepop-Band „Alphaville“ hat sich nach diesem Film benannt.
Daraus folgendes wichtiges Wissen: 1 und 2 haben nichts mit Godards Film zu tun.
Mit Eddie Constantine, Anna Karina, Akim Tamiroff, Howard Vernon, Laszlo Szabo, Christa Lang, Jean-Pierre Léaud
Ulrike Kriener (Kommissarin Lucas) besucht Elke Heidenreich (Ich mag keine Krimis.) und redet mit ihr über Bücher. Die beiden Damen werden sich unter anderem über den Krimi „Kind 44“ von Tom Rob Smith (Heidenreich gefällt’s; Hammett nicht), Stewart O’Nans „Letzte Nacht“, D. H. Lawrence und Vicki Baum austauschen.
My Blueberry Nights (Hongkong/China/Frankreich 2007, R.: Wong Kar-wai)
Drehbuch: Wong Kar-wai, Lawrence Block
Die letzten Filme von Wong Kar-wai habe ich mir nicht mehr angesehen. Aber „My Blueberry Nights“ ist nur für Cineasten ein Kar-wai-Film. Für Krimifans ist „My Blueberry Nights“ natürlich ein Lawrence-Block-Film. Auch wenn es kein Krimi ist, Lawrence Block nur das Drehbuch zusammen mit Kar-wai schrieb, Kar-wai sich anscheinend einige Freiheiten nahm (Ich kenne das Drehbuch nicht, aber wahrscheinlich untertreibe ich schamlos), Block „My Blueberry Nights“ nach der Cannes-Premiere (bei der er nicht war) nicht mehr erwähnte und die Kritiken bestenfalls durchwachsen sind.
Doch bei der Besetzung wird etwas für’s Auge geboten. Der Soundtrack ist auch gut und die Story interessiert nicht weiter. Es geht um eine junge Frau, die die wahre Liebe sucht und sich dafür auf eine Reise quer durch Amerika begibt.
Mit Norah Jones, Jude Law, David Strathairn, Natalie Portman, Rachel Weisz
Hamburger Lektionen (D 2006, R.: Romuald Karmarkar)
Drehbuch: Rmuald Karmakar
Allein für die Uhrzeit muss man Arte lieben. Zur besten Sendezeit präsentiert der Kultursender eine über zweistündige Lesung. Manfred Zapatka liest von Imam Mohammed Fazazi in der Al-Quods-Moschee in Hamburg im Januar 2000 gehaltene Lektionen. Bei diesen Lektionen, die zum Krieg des Islam gegen den Westen aufstachelten,waren drei der vier 9/11-Todespiloten dabei.
„Es geht mir darum etwas zu verstehen, ein Gedankengebäudesichtbar zu machen, wo in der Rezeption meist nur Phrasen und Begriffe stehen.“ (Karmarkar)
Der Film lief 2006 auf der Berlinale den Silbernen Bären.
Einsatz in Hamburg: Bei Liebe Mord (D 2004, R.: Lars Becker)
Drehbuch: Dirk Salomon, Thomas Wesskamp
Zwei Zivilfahnder erschießen einen Verbrecher und präsentieren ihn als Mörder einer Prostituierten. Kommissarin Jenny Berlin bezweifelt deren Version und ermittelt gegen die Kollegen und den Kiezpaten Drago.
Gewohnt gute Kost von Lars Becker.
Mit Aglaia Szyszkowitz, Hannes Hellmann, Rainer Strecker, Cosma Shiva Hagen, Hanno Koffler, Martin Brambach, Hilmi Sözer, Ulli Kinalzik, Felix Vörtler, Bülent Sharif
Berliner Ecken und Kanten: Der Alexanderplatz (D 2008, R.: Jörn Kalkbrenner)
45-minütige Reportage von Jörn Kalkbrenner über den zentralen Verkehrsknotenpunkt von Berlin. Die heutige Baustelle hat nichts mehr mit Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ zu tun, außer dass er immer noch ein hoch frequentierter Platz ist. Und unsere Stadtväter haben großes mit dem zugigen Ort vor. Doch „Berlins Manhattan“ (RBB-Homepage) ist sicher etwas hoch gegriffen. Ich meine, was ist dann der Potsdamer Platz?
Es gibt viele Gründe für den heutigen TV-Tipp. Einer ist: Jeanne Moreau feiert am Mittwoch, den 23. Januar, ihren achtzigsten Geburtstag.
Arte, 21.00
Jules und Jim (F 1961, R.: Francois Truffaut)
Drehbuch: Francois Truffaut, Jean Gruault
LV: Henri-Pierre Roché: Jules et Jim, 1953 (Jules und Jim)
1912 lernen sich der französische Literat Jim und sein deutscher Kollege Jules kennen. Beide verlieben sich in die lebenslustige Cathérine – und erleben die reine Liebe zu dritt.
„Jules und Jim“ ist wahrscheinlich Truffauts bekanntester Film. Jedenfalls ist sein Kultfilm ein zeitloser Film über die scheinbar unmögliche reine Liebe in einer Dreierbeziehung.
„Es wird kaum ein Wort darüber verloren, dass ‚Jules und Jim’ alles andere als den bürgerlichen Moralvorstellungen huldigt, sondern sie im Gegenteil auch noch lustvoll verhöhnt. (…) Obwohl so traurige Ereignisse wie Ehebruch, Selbstmord und Tod erzählt werden, handelt ‚Jules und Jim’ eigentlich von nichts anderem als vom Glück. Truffaut hängt die ganze Filmdauer der Frage nach, wie das richtige Leben aussehen müsse, was man tun müsse, um wirklich glücklich zu sein.“ (Willi Winkler: Die Filme von Francois Truffaut)
Der Film basiert auf einem autobiographischen Roman von Henri-Pierre Roché (1879 – 1959). Zehn Jahre später verfilmte Truffaut seinen Roman „Zwei Mädchen aus Wales und die Liebe zum Kontinent“. In ihm variieren Roché und Truffaut die Geschichte von „Jules und Jim“: ein Mann steht zwischen zwei Frauen.
Die Simpsons: 24 Minuten (USA 2007, R.: Raymond Persi))
Drehbuch: Billy Kimball, Ian Maxtone-Graham
“Previously on „24“… I mean, „The Simpsons.“ (Jack Bauer)
Bart und Lisa haben 24 Minuten um einen Stinkbombenanschlag auf die Grundschule zu verhindern. Gut, dass ihnen Jack Bauer und Cloe O’Brian helfen.
Die vierhundertste Simpsons-Folge (ausgestrahlt als 399. Episode) ist eine „24“-Parodie mit – im Original – den Stimmen von Kiefer Sutherland und Mary Lynn Rajskub.
James Bond: Im Geheimdienst ihrer Majestät (GB 1969, R.: Peter Hunt)
Drehbuch: Richard Maibaum
LV: Ian Fleming: On her Majesty´s Secret Service, 1963
James Bond trifft in den Alpen auf seinen Erzfeind Blofeld.
Der Daily Herald meinte, „On her Majesty´s Secret Service“ sei das bis dahin beste Bond-Buch. Und der Film, der sich an die Buchvorlage hält, wäre auch der beste Bond-Film, wenn nicht George Lazenby, sondern Sean Connery die Hauptrolle gespielt hätte.