TV-Tipp für den 22. September

September 21, 2007

Es ist wirklich nicht der beste Film von Chabrol, aber Donald Sutherland ist einfach immer gut.

MDR, 00.00

Blutsverwandte (F/Can 1977, R.: Claude Chabrol)

Drehbuch: Claude Chabrol, Sydney Banks

LV: Ed McBain: Blood relatives, 1975 (Blutschwestern)

Carella vom 87. Revier untersucht den Überfall auf die 15-jährige Patricia und den Mord an ihrer Cousine.

Chabrol inszenierte eine hochkarätig besetzte, psychologische Kriminalgeschichte.

Mit Donald Sutherland, Stéphane Audran, Donald Pleasence, David Hemmings

Hinweise:

Homepage von Ed McBain:

http://www.edmcbain.com/  

Meine ausführliche Besprechung des von Ed McBain herausgegebenen Buches „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions) in der „Kriminalakte“:

https://kriminalakte.wordpress.de/2007/06/12/zehn-autoren-ein-buch-tausend-seiten/


TV-Tipp für den 21. September

September 20, 2007

Pro 7, 20.15

Out of Time – Sein Gegner ist die Zeit (USA 2003, R.: Carl Franklin)

Drehbuch: Dave Collard

Matt Whitlock schiebt als Polizeichef von Banyan Key eine ruhige Kugel in dem Sunshine State Florida. Seine verheiratete Geliebte Ann verzuckert seinen Alltag. Als sie unheilbar an Krebs erkrankt und ihn als Begünstigten in ihre Lebensversicherung einsetzt, will er ihr helfen. Er gibt ihr die seinem Polizeisafe gebunkerte halbe Million Dollar Drogengeld. Wenige Stunden später sind sie und ihr Mann tot. Sie wurden ermordet und anschließend verbrannt. Whitlocks Ex Alex leitet die Ermittlungen. Alle Beweise deuten auf den unbekannten Geliebten als Mörder. Matt Whitlock muss daher das Komplott aufdecken, bevor er als Mörder verhaftet wird.

Für Genre-Junkies ist der wunderschön entspannte Florida-Noir-Thriller „Out of Time – Sein Gegner ist die Zeit“ ein Festschmaus.

Collard schrieb ein wendungsreiches, kunstvoll die Balance zwischen Tradition und Innovation haltendes, Drehbuch. Franklin setzte es punktgenau um. Das Ensemble, angeführt von dem immer guten Denzel Washington, spielte genussvoll auf. Gerade die vielen Nebendarsteller, wie der Pathologe (als Sidekick des Helden ist er natürlich sehr wichtig), die Untergebenen von Alex und Matt, die DEA-Agenten, der Hotelchef und die ältere Zeugin, hatten prächtige Auftritte. Die Stuntmen durften vor allem bei einem Kampf auf Leben und Tod an einem Balkongitter im siebten Stock eines Hotels ihr Können zeigen. Die Aufnahmen Florida, besonders der Sonnenuntergängen, sind traumhaft und die Musik von Graeme Revell gibt allem einen entspannt-südamerikanischen Touch.

Mit Denzel Washington, Eva Mendes, Salma Latham, Dean Cain, John Billingsley

Wiederholung:

Samstag, 22. September, 02.00 Uhr (Taggenau!)

Homepage zum Film:

http://www.outoftimemovie.com/


TV-Tipp für den 20. September

September 19, 2007

Das Vierte, 20.15

Ein Fall für Harper (USA 1966, R.: Jack Smight)

Drehbuch: William Goldman

LV: Ross MacDonald: The moving target, 1949 (Reiche sterben auch nicht anders, Das wandernde Ziel)

Privatdetektiv Lew Harper soll den verschwundenen Mann der reichen Mrs. Sampson finden.

Wenn wir von einflussreichen Privatdetektivromanautoren sprechen, darf ein Name nicht fehlen: Ross MacDonald.

Hier die kommerziell erfolgreiche Verfilmung des ersten Archer-Romans. Lew Archer heißt im Film Lew Harper. Der Grund dafür war, so Goldman im Audiokommentar zur DVD, dass MacDonald die Rechte am Namen nicht abgeben wollte. „Ein Werk nur mittlerer Qualität“ (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms)

Drehbuchautor William Goldman schreibt im lesenswerten „Das Hollywood-Geschäft“ (Adventures in the Sreen Trade, 1984) über „Ein Fall für Harper“ und die Qualität seines Drehbuchs: „Der daraus entstandene Film war übrigens aus einer Vielzahl von Gründen sehr erfolgreich, von denen ich keinen für mich verbuchen kann.“

Mit Paul Newman, Lauren Bacall, Julie Harris, Janet Leigh, Arthur Hill, Robert Wagner, Robert Webber, Shelley Winters, Strother Martin

Hinweise:  

Krimi-Couch über Ross MacDonald 

Thrilling Detective über Ross MacDonald 

Thrilling Detective über Lew Archer

January Magazine über Ross MacDonald und Lew Archer


TV-Tipp für den 19. September

September 19, 2007

ARD, 23.45

Politik. Macht. Sucht. (D 2007, R.: Jürgen Leinemann, Viktor Grandits)

Drehbuch: Jürgen Leinemann, Viktor Grandits

45-minütige Doku über die Droge Politik und den Realitätsverlust unserer Politiker. Der frühere Spiegel-Reporter und Egon-Erwin-Kisch-Preisträger Jürgen Leinemann veröffentlichte zuletzt den Bestseller „Höhenrausch – Die wirklichkeitsleere Welt der Politiker“. Anscheinend wendet er seine These, dass Politiker Süchtige sind, auf Edmund Stoiber, seinen Abschied und die Diadochenkämpfe in der CSU an. Dürfte also ganz vergnüglich werden.

Wiederholungen:

ARD, Donnerstag, 20. September, 04.05 Uhr (Taggenau!)

SWR, Donnerstag, 27. September, 00.30 Uhr (VPS 00.29) (Taggenau!)

Interview mit Jürgen Leinemann zu „Politik.Macht.Sucht.“:

http://www.presseportal.de/text/story.htx?nr=1041334&firmaid=7169


TV-Tipp für den 18. September

September 17, 2007

BR, 23.30

Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss (USA 1969, R.: Sydney Pollack)

Drehbuch: James Poe, Robert E. Thompson                

LV: Horace McCoy: They shoot Horses, don’t they?, 1935 (Nur Pferden gibt ma den Gnadenschuss)

Während der Depression treffen sich in einer Tanzhalle einige Verweifelte zu einem Tanzmarathon. Wer von ihnen am längsten durchhält, erhält ein Preisgeld von 1500 Dollar.

Horace McCoy genügten in seinem dünnen Noir-Roman keine 120 Seiten um ein schonungsloses Gesellschaftsporträt zu zeichnen. Sydney Pollack inszenierte einen Filmklassiker, der heute immer noch (oder schon wieder) aktuell ist. Denn der damalige Tanzmarathon, die Selbstausbeutung der Tanzpaare für ein paar Brotkrummen, das Mitfiebern des Publikums, die Werbe- und Sponsorverträge und der Zynismus der Veranstalter erinnert immer wieder an aktuelle Fernsehshows wie „Big Brother“ und „Deutschland sucht den Superstar“.

Mit Jane Fonda, Michael Sarrazin, Susannah York, Gig Young, Red Buttons, Bruce Dern

Hinweise:

BR über den Film

Mordlust über Horace McCoy

Chris Routledge über Horace McCoy


TV-Tipp für den 17. September

September 17, 2007

Tele 5, 22.35

Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula (USA 1990, R.: David Lynch)

Drehbuch: David Lynch

LV: Barry Gifford: Wild at Heart: The Story of Sailor and Lula, 1984

Sailor und Lula flüchten vor einem Detektiv und einem Killer, die beide im Auftrag von Lulas durchgeknallter Mutter reinen Tisch machen sollen. Und dann treffen sie auf den Gangster Bobby Peru und dessen Komplizin Perdita Durango.

Lynchs wildes Roadmovie, ausgezeichnet mit der Goldenen Palme in Cannes, ist ein hemmungslos übertriebener Trip durch einen Alptraum namens Amerika. Ein Meisterwerk.

Barry Gifford schrieb später das Drehbuch für den Lynch-Film „Lost Highway”. Außerdem publizierte er neben seinen Romanen, wiedem ebenfalls verfilmten „Perdita Durango“, lesenswerte Sachbücher, wie „Out of the past“ über den Film Noir.

Mit Nicolas Cage, Laura Dern, Diane Ladd, Willem Dafoe, Isabella Rossellini, Harry Dean Stanton, Crispin Glover

Homepage von Barry Gifford:

http://www.barrygifford.com/  

Homepage von David Lynch:

http://www.davidlynch.com/

Eine weitere David-Lynch-Seite:

www.davidlynch.de  

Wiederholung: Dienstag, 18. September, 03.10 Uhr (Taggenau!)


TV-Tipp für den 16. September

September 15, 2007

Sonntag ist wieder einmal Arte-Tag. Heute mit dem Themenabend „Tatort Marseille“

Arte, 20.40

French Connection II (USA 1975, R.: John Frankenheimer)

Drehbuch: Alexander Jacobs, Robert Dillon, Lauri Dillon

LV: Charakter von Robin Moore

Buch zum Film: Robin Moore/Milt Machlin: French Connection II, 1975

Der New Yorker Cop Popeye Doyle soll seinen französischen Kollegen helfen, den Drogenbaron Alan Charnier zu verhaften. Doch die Franzosen wollen Doyles Hilfe nicht. Also beginnt Doyle auf eigene Faust in der für ihn fremden Stadt Marseille Charnier zu jagen.

„French Connection“ war ein auf Tatsachen basierender Polizeithriller. „French Connection II“ ist die vollkommen erfundene Fortsetzung, die auch vollkommen andere Akzente setzt. Frankenheimer konzentrierte sich auf die Hafenstadt Marseille und Popeye Doyle. Doyle ist das Bild des hässlichen Amerikaners. Er spricht kein Wort Französisch. Er prescht mit der Feinfühligkeit einer Dampframme in die Ermittlungen der französischen Polizei. Und er wird von seinem Intimfeind Alain Charnier zum Junkie gemacht. Gene Hackman zeigt hier wieder einmal sein Können (dazu gehört auch der legendäre Kalte Entzug in der Mitte des Films).

Mit Gene Hackman, Fernando Rey, Bernard Fresson, Jean-Pierre Castaldi, Philippe Léotard, Charles Millot, Cathleen Nesbitt

Wiederholung:

Dienstag, 18. September, 00.45 Uhr (Taggenau!)

 

Arte, 22.40

Franck Burns verzweifelt gesucht (F 2007, R.: Cathie Lévy)

Drehbuch: Cathie Lévy

Lévy sucht in Marseille einen geheimnisvollen Autor. Denn offensichtlich gibt es einen Franck Burns, der einem Verlag ein Manuskript über eine Mordserie im Obdachlosenmilieu in Marseille anbot, nicht.

Offiziell eine Doku, aber über Franck Burns und den dieses Jahr im September erschienenen oder erscheinenden Roman „Social Killer“ von Franck Burns ist außer einem bibliographischen Hinweis nichts zu finden. Auch auf der Verlagsseite (http://www.editionslecailler.com/) steht nichts. Ist „Franck Burns verzweifelt gesucht“ also eine Fake-Doku, die uns in die dunklen Ecken der Hafenstadt führt?

Arte zur Doku:

http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=797739,day=2,week=38,year=2007.html

Wiederholung:

Mittwoch, 19. September, 03.00 Uhr (Taggenau!)

 

Arte, 00.00

Mord in Marseille – Die Krimis des Jean-Claude Izzo (F 2007, R.: Jean-Laurent Feurra, J. L. André)

Mit einer halbstündigen Doku über Jean-Claude Izzo endet der Arte-Themenabend „Tatort Marseille“. Die etwas eklektische Zusammenstellung ersparte uns einen Auftritt von Alain Delon als Fabio Montale und bescherte ein längst überfälliges Wiedersehen mit „French Connection II“.

Und wer jetzt immer noch nicht genug ferngesehen hat, darf sich „Über die Dächer von Nizza“ begeben.

Mehr zu Jean-Claude Izzo:

http://www.unionsverlag.com/info/person.asp?pers_id=1302 

Wiederholung:

Mittwoch, 19. September, 04.20 Uhr (Taggenau!)

Mittwoch, 3. Oktober, 02.20 Uhr (Taggenau!)


TV-Tipp für den 15. September

September 14, 2007

elmore-leonard-schnappt-shorty.jpg

ARD, 23.10

Schnappt Shorty (USA 1995, R.: Barry Sonnenfeld)

Drehbuch: Scott Frank

LV: Elmore Leonard: Get Shorty, 1990 (Schnappt Shorty)

Musik: John Lurie

Ein Mafia-Geldeintreiber aus Miami gerät in Hollywood an einen drittklassigen Filmproduzenten. Der Geldeintreiber möchte, dass sein Leben verfilmt wird. Aber diese Hollywood-Fritzen sind irgendwie anders.

Köstliche Leonard-Verfilmung über den Zusammenprall zweier Welten: eiskalter Profikiller trifft auf die Hollywood-Schickeria.

Mit John Travolta, Gene Hackman, Rene Russo, Danny DeVito, Dennis Farina, Delroy Lindo, James Gandolfini, Martin Ferrero, Miguel Sandoval, Harvey Keitel, Bette Midler

Von Elmore Leonards Homepage: „With Get Shorty Hollywood finally did right by Elmore and put his ´sound´ on the screen and not just his plots. In Scott Frank´s screenplay, the lines in the movie were delivered just the way that they were written, seriously, without reaction. The fact that many lines were funny, labeled Get Shorty a comedy, and helped make it a box-office hit. The story is about Chili Palmer, (John Travolta) who is ´fired´ by his unstable loanshark boss, Ray Bones (Dennis Farina). Ray sends Chili to Vegas to collect a bad debt, and a casino boss there enlists Chili to find an even bigger deadbeat: Harry Zimm (Gene Hackman), a Hollywood producer of low-budget horror films. In Hollywood, Chili meets Harry, as well as his scream-queen leading lady, Karen Flores (Rene Russo); Harry’s drug-dealing financier, Bo Catlett (Delroy Lindo), and his muscle, Bear (James Gandolfini). ´Shorty´ is Karen’s ex, Martin Weir (Danny DeVito), a big star with a giant ego. Chili learns that being a wiseguy helped when you wanted to produce movies. Get Shorty was win, win, win. Everything worked perfectly. The film had a winning combination in Danny DeVito’s Jersey Films, screenwriter Scott Frank and Director Barry Sonnenfeld. Everybody liked Elmore´s work and wanted to put it on the screen – the right way. Elmore was on the set four days in Beverly Hills. A couple of times, Barry came over after the shot and asked him what he thought, and if he had any suggestions. Elmore was surprised and tickled a little that a director would ask the book writer his opinion.“

Hinweise:

Homepage von Elmore Leonard:

http://www.elmoreleonard.com/   

Meine Besprechung von „Up in Honey’s Room“ (2007) in der Spurensuche:

http://www.alligatorpapiere.de/spurensuche-vierzig.html

Meine Besprechung von „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004) in der Spurensuche:

http://www.alligatorpapiere.de/spurensuche-dreissig-sechs.html

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“:

http://www.nordpark-verlag.de/krimikritiksieben-jahrbuch-2006.html

 


TV-Tipp für den 14. September

September 14, 2007

ZDF, 01.00

Vier Schlüssel (D 1965, R.: Jürgen Roland)

Drehbuch: Max Pierre Schaeffer, Thomas Keck

LV: Max Pierre Schaeffer: Vier Schlüssel, Die vier Schlüssel, 1962

Der Tresor einer Bank ist mit vier Schlüsseln gesichert, die in den Händen von vier vertrauenswürdigen Führungskräften der Bank sind. Einige Gangster wollen dennoch an die Kohle ran und nehmen während eines Wochenendes die Banker als Geisel.

Spannender, im Reportage-Stil gedrehter SW-Gangsterfilm über einen Banküberfall der anderen Art. Der Atlas-Verleih bewarb Rolands Werk als „der erste deutsche Gangsterfilm“.

„Ein genießbarer Jürgen Roland-Film.“ (Robert Fischer/Joe Hembus: Der Neue Deutsche Fim 1960 – 1980, 1981)

Mit Günther Ungeheuer, Hanns Lothar, Walter Rilla, Hellmut Lange


TV-Tipp für den 13. September

September 13, 2007

Was für ein Tag. Was für ein schwaches Programm. Einerseits laufen die bekannten Serien, wie CSI, Bones – Die Knochenjägerin, Prison Break, Without a Trace – Spurlos verschwunden, Navy CIS, Numb3rs – Die Logik des Verbrechens, The Unit – Eine Frage der Ehre, Law & Order: New York, ohne große Sensationen weiter, andererseits gibt es keine prickelnden Dokumentationen oder supertollen Spielfilme. Maybrit Illners Talkshow zu „Terrorismus made in Germany“ mit den üblichen Verdächtigen braucht auch – mangels neuer Erkenntnisse – kein Mensch.

Deshalb

ARD, 22.45

Scheibenwischer

Der Satire-Klassiker, ebenfalls mit den üblichen Verdächtigen, aber treffenden Erkenntnissen über den deutschen Wahnsinn.

Mit Bruno Jonas, Mathias Richling, Richard Rogler, Frank Lüdecke

Wiederholungen: einige, in den dritten Programmen.

Zum Beispiel: BR, Freitag, 14. September, 23.30 Uhr


TV-Tipp für den 12. September

September 11, 2007

Der Sean-Connery-Fanclub sieht sich geschlossen dieses Werk an:

Tele 5, 20.15

Flammen am Horizont (USA 1982, R.: Richard Brooks)

Drehbuch: Richard Brooks

LV: Charles McCarry: The Better Angels, 1979

Ein Fernsehreporter erfährt, dass ein islamischer Fanatiker zwei Atombonben kaufen und anschließend einsetzen will.

Eine beißende Satire auf die amerikanische Politik, die Konsumgesellschaft, den Journalismus und den ganzen Rest. Die Kritiken waren zwiespältig. Die Zuschauer blieben zuhause.

Aus heutiger Sicht wirken die satirischen Spitzen und die Zeitdiagnose überhaupt nicht veraltet, teilweise sogar sehr hellsichtig. Allerdings krankt der Film unter seinem chaotischen, in alle Richtungen ziellos ausufernden Plot. Somit hat „Flammen am Horizont“ seine Momente, aber  Richard Brooks hat auch etliche wesentlich bessere Filme gedreht. 

McCarry zu dem Film: “It bore very little resemblance to my book.”

Mit Sean Connery, Hardy Krüger, Henry Silva, Katherine Ross, Robert Conrad, Hardy Krüger, John Saxon, Leslie Nielsen

Ein langes Interview mit Charles McCarry:

http://www.themorningnews.org/archives/personalities/birnbaum_v_charles_mccarry.php

Wiederholung: Donnerstag, 13. September, 01.20 Uhr (Taggenau!)


TV-Tipp für den 11. September

September 10, 2007

ZDF, 20.15

Der 11. September 2001 (D 2007, R.: Michael Renz, Guy Smith)

45-minütige Doku über den Wahrheitsgehalt einiger populärer Verschwörungstheorien über den titelgebenden 11. September.

Weitere Informationen über die Doku, die Dreharbeiten und Verschwörungstheorien:

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,5590735,00.html


TV-Tipp für den 10. September

September 9, 2007

Vox, 20.15

CSI: NY – Freier Fall (USA 2006, R.: Rob Bailey                     

Drehbuch: Peter M. Lenkov, Pam Veasey

Creator: Anthony E. Zuiker, Ann Donahue, Carol Mendelsohn

Mit zwei kniffeligen Fällen startet die dritte Staffel von „CSI: NY“: Wer erstach unter der Brooklyn Bridge einen Finanzexperten? Warum wurde eine junge Frau erschlagen? Wetten, dass Detective Mac Taylor und sein Team nach einer Stunde die Täter geschnappt haben?

Nach den Sonnenbrillen und den Taschenlampen startet heute der zweite CSI-Ableger. Und, was soll ich sagen: Mir gefällt „CSI:NY“ am Besten. Das kann daran liegen, dass ich inzwischen genug Fälle aus Las Vegas gesehen habe; dass mir Caines überbetonte Coolness gegen den Rest der Welt und seine ebenso übertriebene Empathie für Kinder und hilfebedürftige Frauen (Er heiratet eine Todkranke!) langsam mächtig auf den Sack geht; dass New York am meisten Berlin ähnelt; dass Mac Taylor ein Jazzfan ist (Gary Sinise spielt Bass in der Lt. Dan Band); dass mir das stinknormale, gut in der Realität einer Millionenstadt situierte New Yorker-Team am besten gefällt oder auch ganz einfach daran, dass ich mich an „CSI:NY“ noch nicht sattgesehen haben.

Jedenfalls startet heute die dritte Staffel mit 24 Fällen für Mac Taylor und sein Team. Im Gegensatz zu RTL zeigt Vox nämlich die gesamte Staffel am Stück.

Mit Gary Sinise (Detective Mac Taylor),   Melina Kanakaredes (Detective Stella Bonasera), Carmine Giovinazzo (Detective Danny Messer), Anna Belknap (Detective Lindsay Monroe), Hill Harper (Dr. Sheldon Hawkes), Eddie Cahill (Detective Don Flack), Robert Joy (Dr. Sid Hammerback)

Wiederholung: Mittwoch, 12. September, 00.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise:

Vox (Zwischen der Werbung und  den Pop-Up-Fenstern sind einige Informationen versteckt. Bei den Seiten verstehe ich die Panik der Privaten vor den Internetaktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen. Denn diese sind einfach  besser.)

CBS (bietet die von den beiden anderen CSI-Serien gewohnte Qualität.  Sehr empfehlenswert!)

Über die CSI:NY-Romane von Stuart M. Kaminsky

Über den CSI:NY-Comic von Max Allan Collins

 


TV-Tipp für den 9. September

September 8, 2007

Und schon wieder empfehle ich einen Arte-Themenabend. Heute: „Cary Grant – Eine Klasse für sich“. Viel Vergnügen mit:

Arte, 20.40

Über den Dächern von Nizza (USA 1955, R.: Alfred Hitchcock)

Drehbuch: John Michael Hayes

LV: David Dodge: To catch a thief, 1952

John Robie hat sich zur Ruhe gesetzt. Als ein anderer Einbrecher Robies Stil nachahmt, will er im wohlverstandenen Eigeninteresse den Nachahmer fangen.

Lockere Krimikomödie von Hitchcock, die zur Blaupause für künftige kultivierte Thriller-Romanzen werden sollte. Hitchcock war besonders an dem Aspekt der fetischistischen Liebe (To catch a thief) interessiert und pfiff – wie so oft – auf die Logik. 

Mit Cary Grant, Grace Kelly (die danach den Fürst von Monaco heiratete), Charles Vanel

Wiederholung: Montag, 17. September, 00.35 Uhr (Taggenau!)

Homepage von David Dodge: http://www.david-dodge.com/

 

Arte, 22.30

Cary Grant – Gentleman des Kinos (USA 2004, R.: Robert Trachtenberg)

Drehbuch: Robert Trachtenberg

Emmy-nominierte spielfilmlange Doku über Cary Grant, der bürgerlich Archibald Leach hieß und mit diesem Namen sicher nicht der Schwarm aller Frauen geworden wäre.

Arte zur Doku: http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=780520,day=2,week=37,year=2007.html

Wiederholung: Dienstag, 11. September, 03.00 Uhr (Taggenau!)


TV-Tipp für den 8. September

September 7, 2007

Pro 7, 22.25

Panic Room (USA 2002, R.: David Fincher)

Drehbuch: David Koepp

Die frisch geschiedene Meg Altman entdeckt mitten in Manhattan ihr Traumhaus. In ihm ist sogar, letzter Schrei der Sicherheitsindustrie für ängstliche, stinkreiche Großstädter, ein Panic Room. In diesen sicheren Raum kann sich der Hausbesitzer während eines Einbruchs zurückziehen und abwarten bis die Polizei anrückt. Meg hält den Raum für überflüssig, aber als in der Nacht drei Einbrecher auftauchen, flüchtet sie mit ihrer Tochter in den Panic Room. Dummerweise wollen die Einbrecher die in diesem Zimmer versteckten Millionen des Vorbesitzers stehlen.

Das mag jetzt neu klingen, aber im Kern erzählt „Panic Room“ eine uralte, aus jedem zweiten Western bekannte Story. Tauschen Sie einfach den Panic Room gegen ein Fort oder eine Wagenburg; die Einbrecher gegen Indianer aus und Sie wissen genau, in welchem Moment die Kavallerie auftaucht. Oh, und in welchem Zustand das Haus ist.

David Koepp und David Fincher machen daraus einen spannenden Hightechthriller.

Oder sagen wir es mit den Worten von Georg Seeßlen: Panic Room „ist vor allem ein reduzierter, ebenso brillant konstruierter wie fotografierter Thriller, ein Kammerspiel des Terrors, das alle Elemente, die am Anfang eingeführt wurden, beständig transponiert, wendet und variiert. Insofern ist Panic Room ein Stück reiner Film-Komposition, in der Sujets, Objekte und Einstellungen die Rollen von Melodien, Takten und Tönen übernehmen(…). Und wie für eine musikalische Komposition, so gilt auch für Panic Room: Es kommt nicht allein auf die Erfindung einer Melodie an, sondern auch darauf, was ein Interpret mit ihr anzustellen weiß.“ (in Frank Schnelle [Hrsg.]: David Fincher)

Mit Jodie Foster, Kristen Stewart, Forest Whitaker, Dwight Yoakam, Jared Leto, Patrick Bauchau, Andrew Kevin Walker (der „Se7en“-Drehbuchautor spielt den verschlafenen Nachbarn)

Wiederholung: Sonntag, 9. September 02.15 Uhr (Taggenau!)

Drehbuch von David Koepp


TV-Tipp für den 7. September

September 6, 2007

Arte, 00.00 (VPS 00.05)

Von Sex bis Simmel (D 2005, R.: Hans Günther Pflaum, Peter H. Schröder)

Doku über die Zeit, als der „Schulmädchen-Report“ ein Kassenerfolg war und eine Prise Nacktheit zu jedem deutschen Kommerzfilm gehörte.

Mit Wolf C. Hartwig, Hans-Christoph Blumenberg, Volker Schlöndorff

Wiederholung:

Sonntag, 9. September, 03.00 Uhr (taggenau!)

Arte zum Film


TV-Tipp für den 6. September

September 6, 2007

RTL, 20.15

CSI: Den Tätern auf der Spur – Um Leben und Tod (USA 2006, R.: Terrence O’Hara, Kenneth Fink)

Drehbuch: Naren Shankar, Jerry Stahl

Creator: Anthony E. Zuiker

Vor zwei Tagen begannen die Sonnenbrillen-Fetischisten neue Fälle aufzuklären. Heute legen die Taschenlampen-Fetischisten aus der Spielerstadt Las Vegas nach. In der Doppelfolge „Um Leben und Tod“ wird Willie Cutlers Frau ermordet. Kurz darauf erschießt er in einem Casino einen Sicherheitsbeamten und nimmt eine Geisel. Bei einem Befreiungsversuch wird Captain Jim Brass (der Ärmste muss inzwischen ständig Schicksalsschläge einstecken. Seine süchtige Tochter will nichts von ihm wissen und er erschießt einen Kollegen.) schwer verletzt.

Die CSI-Doppelfolge „Um Leben und Tod“ beendet die sechste Staffel der weltweit erfolgreichen Forensik-Serie. Kommenden Donnerstag startet RTL die siebte Staffel mit der Doppelfolge „Mord nach Modell“. Bis zur Winterpause werden die ersten dreizehn Folgen der siebten Staffel mit Gil Grissom und seinem Team gezeigt.

Mit William Petersen (Gil Grissom), Marg Helgenberger (Catherine Willows), Gary Dourdan (Warrick Brown), George Eads (Nick Stokes), Jorja Fox (Sara Sidle), Eric Szmanda (Greg Sanders), Robert David Hall (Dr. Al Robbins), Paul Guilfoyle (Captain Jim Brass)

Wiederholung:

Freitag, 7. September, 00.35 Uhr (taggenau!)

Hinweise:

RTL (immerhin hat RTL einige Videos  übernommen, aber insgesamt  ist die Vorstellung des Quotenknüllers einfach lieblos)

CBS (natürlich informativ)

CSI in der Kriminalakte (mit weiterführenden Hinweisen)


TV-Tipp für den 5. September

September 4, 2007

Kabel 1, 20.15

Heist – Der letzte Coup (USA 2001, R.: David Mamet)

Drehbuch: David Mamet

Nachdem Meisterdieb Joe Moore bei einem Diebstahl von einer Überwachungskamera gefilmt wird, will er aussteigen. Aber sein Hehler Mickey Bergman erpresst ihn zu einem letzten großen Coup. Ab diesem Moment kämpfen sie gegeneinander.

Dank der guten Schauspieler und des wendungsreichen Drehbuchs von Regisseur David Mamet ist dieser Film vom letzten großen, perfekt ausgeführten Coup und den sich gegenseitig betrügenden Gaunern ein einziges Vergnügen. Denn „Heist – Der letzte Coup“ ist gutes Genrekino, präsentiert von einem Meister, der hier tief in seiner Trickkiste wühlt.

Mit Gene Hackman, Danny DeVito, Delroy Lindo, Sam Rockwell, Rebecca Pidgeon

Hinweise:

Deutsche Warner Brothers-Seite zum Film

Drehbuch von David Mamet


TV-Tipp für den 4. September

September 3, 2007

RTL, 20.15

CSI: Miami – Rio (USA 2006, R.: Joe Chappelle)

Drehbuch: Sunil Nayar

Creator: Anthony E. Zuiker, Ann Donahue, Carol Mendelsohn

Zum Start der fünften Staffel des ersten Ablegers von “C. S. I. – Den Tätern auf der Spur“ spendiert Produzent Jerry Bruckheimer Lieutenant Horatio Caine (David Caruso) und Eric Delko (Adam Rodriguez) einen Ausflug nach Brasilien. Dort wollen die Beiden den Mörder von Caines Kurzzeit-Ehefrau und Delkos Schwester Marisol zur Strecke bringen. Wetten, dass den beiden Forensikern das gelingt, ohne auch nur einmal das Gesetz beugen zu müssen?

RTL zeigt zunächst die ersten 14 Episoden der fünften Staffel. Danach wird’s die gewohnte, mit Wiederholungen gefüllte Pause geben. Denn was wäre eine Woche ohne Sonnebrillen-Fetischismus und Caine-Einzeiler?

Mit David Caruso (Lieutenant Horatio Caine), Emily Procter (Calleigh Duquesne), Adam Rodriguez (Eric Delko), Khandi Alexander (Dr. Alexx Woods), Jonathan Togo (Ryan Wolfe), Rex Linn (Detective Frank Tripp), Eva La Rue (Natalia Boa Vista), Sofia Milos (Detective Yelina Salas)

Wiederholung:

Donnerstag, 6. September, 00.35 Uhr (taggenau!)

Hinweise:

RTL (gewohnt bescheidene Qualität)

CBS (gewohnt gute Qualität mit einigen Clips, einem Writer’s Blog, einem Wiki undundund)


TV-Tipp für den 3. September

September 3, 2007

ZDF, 22.15

Blood Work (USA 2002, R.: Clint Eastwood)

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: Michael Connelly: Bloodwork, 1997 (Das zweite Herz)

FBI-Mann Terry McCaleb sucht auf Bitten von Graciella nach dem Mörder ihrer Schwester. Immerhin hat er jetzt ihr Herz.

Ausgezeichnete Adaption des dicken Buches von Michael Connelly, bei dem einige für einen Film sehr sinnvolle Änderungen vorgenommen wurden.

„I am very happy with it. I think it is a solid cop story and I think it captured the character and spirit of the book.” (Michael Connelly, auf seiner Homepage)

Mit Clint Eastwood, Jeff Daniels, Wanda De Jesus, Anjelica Huston

Homepage von Michael Connelly:

http://michaelconnelly.com/

Michael Connelly in der Spurensuche:

Hinweis “Der Mandant” (The Lincoln Lawyer, 2005):

http://www.alligatorpapiere.de/spurensuche-vierzig.html

Besprechung „Vergessene Stimmen“ (The Closers, 2005):

http://www.alligatorpapiere.de/spurensuche-dreissig-eins.html

Besprechung „The Lincoln Lawyer” (2005):

http://www.alligatorpapiere.de/spurensuche-neunzehn-grossstadtverbrechen.html