TV-Tipp für den 4. August: Wacken 2012

August 4, 2012

ZDFkultur, 20.00

Wacken 2012

Vier Stunden Live-Musik vom Heavy-Metal-Festival in Wacken. Danach ist, die richtige Lautstärke vorausgesetzt, jede Ohrverstopfung weggepustet.

Heute spielen unter anderem mit Amon Amarth (20.00 Uhr), Saxon (22.25 Uhr), den Scorpions (22.50 Uhr) und Machine Head (23.15 Uhr).

An den beiden kommenden Samstagen, dem 11. und 18. August, gibt es dann, jeweils ab 14.00 Uhr weitere Wacken-Konzerte. Unter anderem Sepultura, Dimmu Borgir,Testament, Ministry und In Extremo. Den ZDFkultur-Lärmplan gibt es hier, die Wacken-Homepage hier.


DVD-Kritik: „The Hunter“ jagt ein sehr seltenes Tier

August 3, 2012

Martin David (Willem Dafoe) soll für einen Konzern den sagenumwobenen Tasmanischen Tiger jagen und von ihm genetische Proben entnehmen.

Ein einfacher Auftrag, wenn nicht der letzte bekannte Tasmanische Tiger bereits 1936 im Hobart Zoo gestorben wäre. Seitdem behaupten zwar immer wieder Menschen, dass sie in Tasmanien, einer Insel südlich von Australien, die ungefähr die Größe von Bayern, aber nur eine halbe Million Einwohner hat, einen Tasmanischen Tiger gesehen haben. Keine dieser Sichtungen ist verbürgt.

David macht sich auf den Weg in die Wildnis – und wir dürfen einen angenehm altmodischen Abenteuerfilm genießen. Denn selbstverständlich wurde die Geschichte von einem Mann, der ein seltenes Tier jagt, schon oft erzählt und selbstverständlich sieht man sich so einen Film vor allem wegen der Landschaftsaufnahmen an.

Diese sind gelungen.

Auch die Geschichte der Menschwerdung von Martin David, grandios minimalistisch von Willem Dafoe gespielt, ist gelungen. Für seinen Auftrag wird er bei einer Familie einquartiert. Widerwillig übernimmt er für die beiden Kinder die Rolle des abwesenden Vaters. Am Ende beeinflusst dann das Wohl der Familie die Art, wie er, als er dem Tasmanischen Tiger begegnet, seinen Auftrag erfüllt.

Und er gerät zwischen die Fronten von Umweltschützern, die den Wald bewahren, und Arbeitern, die den Wald abholzen sollen. Aber dieser Konflikt wird nur angedeutet.

Der vernachlässigbare Schwachpunkt von „The Hunter“ ist das Agieren seines Auftraggebers, dessen Interessen niemals wirklich klar werden. Letztendlich sind sie nur der MacGuffin für einen altmodischen Abenteuerfilm, bei dem seine Fehler (so verbringt der Film zu viel Zeit bei der Familie und zu wenig in der Wildnis; David findet den Tasmanischen Tiger ziemlich mühelos; die Geschichte ist absolut vorhersehbar) auch wieder seine Vorzüge sind. Denn, fast wie in einem der guten alten Western à la „Mein großer Freund Shane“, mit dem „The Hunter“ überraschend viele Gemeinsamkeiten hat, wird hier einfach eine gute Geschichte erzählt.

Und, wie die meisten Western, müssen wir den „Hunter“ auf der kleinen Leinwand genießen, obwohl sie eigentlich für die große Leinwand gedacht sind.

Das Bonusmaterial besteht vor allem aus einem vierteiligem „Making of“, in dem auf die Geschichte, die Charaktere, die Dreharbeiten in Tasmanien und den Tasmanischen Tiger eingegangen wird. Es liefert einige interessante Hintergrundinformationen und einige Bilder von geschnittenen Szenen, meistens mit Sam Neill, die es leider nicht auf die DVD schafften.

The Hunter (The Hunter, Australien 2011)

Regie: Daniel Nettheim

Drehbuch: Alice Addison, Wain Fimeri (Original Adaptation)

LV: Julia Leigh: The Hunter, 1999 (Der Jäger)

mit Willem Dafoe, Sam Neill, Frances O’Connor, Sullivan Stapleton, Callan Mulvey, Morgana Davies, Jacek Koman, Dan Wyllie

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DVD

Ascot Elite

Bild: 1:2,35 (16:9)

Ton: Deutsch (DTS 5.1 Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Making of, Originaltrailer, Deutscher Trailer, Wendecover

Länge: 97 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Hinweise

Homepage zum Film

Rotten Tomatoes über „The Hunter“

Wikipedia über „The Hunter

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Bonusmaterial

Interview mit der Romanautorin Julia Leigh und der Drehbuchautorin Alice Addison vor der Filmpremiere

Interview mit Regisseur Daniel Nettheim

Interview mit Willem Dafoe

Aufnahmen vom Tasmanischen Tiger

 


TV-Tipp für den 3. August: Nachtschicht: Das tote Mädchen

August 3, 2012

ZDFneo, 21.55

Nachtschicht: Das tote Mädchen (D 2010, R.: Lars Becker)

Drehbuch: Lars Becker

Ein russisches Callgirl wird ermordet und in der Elbe versenkt. Das Nachtschicht-Team sucht den Mörder und landet schnell bei einem Privatbankier, der behauptet die Tote nicht zu kennen.

Nix neues von der “Nachtschicht”: Dutzende bekannter Gesichter, die endlich (?) mal wieder (?) zeigen, was sie können, gutes Buch, gute Regie, gute Unterhaltung.

mit Armin Rohde, Barbara Auer, Minh-Khai Phan-Thi, Pierre Semmler, Dietmar Bär, Kai Wiesinger, Jürgen Prochnow, Lisa Maia Potthoff

Hinweise

Wikipedia über „Nachtschicht“

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren über Lars Becker


Neu im Kino/Filmkritik: „Das Schwein von Gaza“ ist für Jafaar kein guter Fang

August 2, 2012

Grenzen, auch wenn sie nötig sind, haben immer etwas irrationales und wenn sich in einem Grenzgebiet zwei Gruppen treffen, die seit Jahrzehnten spinnefeind sind und ihre Feindschaft mit ihrer jahrhundertealten Tradition begründen, dann ist das Leben dort, zwischen verschiedenen Befindlichkeiten, ausgesprochenen und unausgesprochenen Regeln, ziemlich anstrengend und das Potential für eine Komödie ist definitiv vorhanden. Sylvain Estibal hat mit „Das Schwein von Gaza“ eine solche Komödie gedreht.

Im Mittelpunkt seiner Geschichte steht Jafaar (Sasson Gabay), ein herzensguter, aber vom Pech verfolgter Fischer. Er lebt mit seiner Frau Fatima (Baya Belal) in einem Haus, das von israelischen Soldaten zum Wachposten erklärt wurde und damit ein dankbares Ziel für Gespött und Anschläge ist. Immerhin versuchen Jafaar und Fatima möglichst viel Abstand zu wahren und die ungebetenen Gäste nach Kräften zu ignorieren, was natürlich schwer fällt, wenn die Soldaten das Bad benutzen dürfen und die gleichen Telenovelas ansehen.

Sein Kutter ist ein kaum noch seetüchtiger, verrosteter Kahn und sein Fang so bescheiden, dass er von dem Fischkäufer nur mit einem mitleidigem Lächeln bedacht wird.

Jafaar ist schon ziemlich weit unten, als er den Fang seines Lebens macht: er angelt ein lebendes Schwein aus dem Meer. Als gläubiger Moslem darf er das Schwein nicht töten. Sowieso sind für ihn alle Kontakte zu einem so unreinen Geschöpf verboten. Aber die schlauen Juden, so hört er, würden seinen Fang kaufen.

Jafaar will es an die jüdische Gemeinde verkaufen, was gar nicht so einfach ist. Denn auch nach dem jüdischen Glauben sind Schweine keine besonders erwünschten Tiere.

Und so nimmt, weil niemand etwas von Jafaars Fang erfahren darf, das Verhängnis seinen Lauf.

In seinem gelungenem Debütfilm formuliert Sylvain Estibal einen herzergreifenden Aufruf zur Toleranz, der dank seiner schnörkellos-unpathetischen Erzählweise und dem trockenen Humor glänzend unterhält. Denn Jafaar steht ziemlich hilflos zwischen den Israelis und den Palästinensern. Er versucht sich bauernschlau aus seiner Malaise herauszuschlawinern und richtet, eher unschuldig (Er hätte das Schwein ja gleich wieder ins Meer werfen können. Das wäre, im Vergleich zu seinen späteren Sünden eine kleine Sünde gewesen.) einen ziemlichen Schlamassel an. Dabei hat Estibal einen feinen Blick für die Absurditäten des israel-palästinenischen Alltags.

Das ziemlich plötzlich, aus heiterem Himmel, kommende, märchenhafte, aber auch ziemlich offene Ende gibt dann keine Antwort auf die Frage, wie die miteinander verfeindeten Völker friedlich miteinander leben können. Aber das ist vielleicht auch zu viel verlangt von einem Film. Immerhin haben die Israelis und Palästinenser es in den vergangenen Jahrzehnten auch nicht geschafft.

Aber der vom Schicksal geknechtete Fischer Jafaar hat am Ende wirklich etwas Glück verdient. Und ein Schwein als Glücksbringer ist ja auch nicht so schlecht.

Das Schwein von Gaza (Le Cochon de Gaza, Frankreich/Deutschland/Belgien 2011)

Regie: Sylvain Estibal

Drehbuch: Sylvain Estibal

mit Sasson Gabay, Baya Belal, Myriam Tekala, Gassan Abbas, Khalifa Natour, Lotfi Abdelli, Ulrich Tukur

Länge: 98 Minuten

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Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Das Schwein von Gaza“

AlloCiné über „Das Schwein von Gaza“

Wikipedia über „Das Schwein von Gaza“ (deutsch, französisch)

Kultura Extra: Interview mit Sylvain Estibal zum Film

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Bonus

Zwei schöne Filmausschnitte (weitere hier)

 

 


Die KrimiZeit-Bestenliste August 2012

August 2, 2012

Die KrimiZeit-Bestenliste für den August ist draußen:

1 (1) Daniel Woodrell: Der Tod von Sweet Mister

2 (3) Sara Gran: Die Stadt der Toten

3 (2) Peter Temple: Tage des Bösen

4 (5) Tana French: Schattenstill

5 (6) Michael Robotham: Der Insider

6 (4) Don Winslow: Die Sprache des Feuers

7 (-) Ian Levison: Hoffnung ist Gift

8 (-) Howard Linskey: Crime Machine

9 (-) Helon Habila: Öl auf Wasser

10 (-) Anne Goldmann: Triangel

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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

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Woodrell, Temple, Winslow: gut. Linskey dürfte mir auch gefallen und Gran liegt jetzt auch bei mir rum. Denn Sara Grans „Stadt der Toten“ wird ja überall abgefeiert und hat es auch schon auf etliche Nominierungslisten geschafft.


TV-Tipp für den 2. August: Die schwarze Windmühle

August 2, 2012

BR, 22.45

Die schwarze Windmühle (GB 1974, R.: Don Siegel)

Drehbuch: Leigh Vance

LV: Clive Egleton: Seven days to a killing, 1973

Der Sohn des britischen Geheimagenten Tarrant wird entführt. Tarrants Vorgesetzten scheinen kein Interesse an einer Befreiung zu haben. Also kämpft Tarrant allein um das Leben seines Sohnes.

Ein Spätwerk von Don Siegel: ein harter, eiskalter Agententhriller, der seine Story konzentriert und ohne Mätzchen geradlinig erzählt.

„‘The black Windmill’ ist kein bedeutendes Werk in Siegel Karriere, aber etwas, das es heute kaum noch gibt: ein mit Konzentration und Originalität erzählter Genrefilm.“ (Marcus Stiglegger in Frank Arnold/Michael Esser, Hrsg.: Dirty Harry – Don Siegel und seine Filme, 2003)

Mit Michael Caine, Donald Pleasence, John Vernon, Delphine Seyrig

Hinweise

Wikipedia über Clive Egleton und über “Die schwarze Windmühle” (deutsch, englisch)

Fantastic Fiction über Clive Egleton

Meine Besprechung von Don Siegels „Der Tod eines Killers“ (The Killers, USA 1964 – Ronald Reagans letzter Film)

Meine Besprechung von Don Siegels „Der letzte Scharfschütze“ (The Shootist, USA 1976 – John Waynes letzter Film)

Kriminalakte über Don Siegel


Mit Joe R. Lansdale nach Osttexas: „Gauklersommer“ und „Ein feiner dunkler Riss“

August 1, 2012

Egal was Joe R. Lansdale schreibt, es ist verdammt gut. Auch wenn er in den letzten Jahren bei seinen Einzelwerken einen Hang zur Länge hat, die es in seinen früheren Romanen, wie „Akt der Liebe“ (Act of Love, 1981) und „Nightrunners“ (The Nightrunners, 1987) nicht gab. Aber diese Thriller mit einem starken Hang zum Horror und einem detaillierten ausmalen blutiger Details und menschlicher Dummheit, waren für einige sicher zu gewalttätig.

Ungefähr seit seinem mit dem Edgar ausgezeichneten „Die Wälder am Fluss“ (The Bottoms, 2000) hat er eine Nische entdeckt: düstere Krimis mit jugendlichen Protagonisten, die in der Vergangenheit spielen, ohne sie zur guten alten Zeit zu verklären.

Auch „Ein feiner dunkler Riss“ spielt in der Vergangenheit. In Dewmont, Texas. 1958. Erzähler ist Stanley Mitchel junior, der damals dreizehn Jahre war, und der mit seiner heftig pubertierenden Schwester in einem verfallenem Haus eine Kiste mit Briefen entdeckt. Die Briefe weisen auf einen Mord hin, den Stanley aufklären will. Buster Abbot Lighthouse Smith, der uralte afroamerikanische Kinovorführer im Drive-In-Kino der Mitchels und Ex-Polizist, und die inspirierende Lektüre der Sherlock-Holmes-Geschichten helfen Stanley bei der Mörderjagd. Er hält den vermögenden Besitzer des örtlichen Kinos, den Stadtpatriarch, der auch seine Schwester anbaggert, für den Mörder.

Allerdings ist unklar, ob es wirklich einen Mord gab. Und weil Stanley ein Teenager ist, sind auch seine alltäglichen Sorgen, sein beschränkter Bewegungsradius zu Fuß oder mit dem Fahrrad, seine Ängste und das Gefühl der Freiheit während der Sommerferien, wichtig.

Auch den damaligen Beziehungen zwischen den Rassen widmet Lansdale, wie in seinen anderen, in der Vergangenheit spielenden Geschichten, viele Seiten und wer sie kennt, wird vieles wiedererkennen. Die Mtchels sind selbstverständlich und wie die Eltern in Lansdales anderen Romanen mit jugendlichen Protagonisten (ich würde sie, weil sie ziemlich Noir sind, nicht wirklich als Jugendromane etikettieren) keine Rassisten, sondern Leute, die Menschen nach ihren Fähigkeiten beurteilen und ihnen, wenn sie Hilfe brauchen, ohne große Worte helfen. Sie respektieren einfach jeden. Damit sind die zugezogenen Mitchels in der damaligen Zeit eine Ausnahme.

In „Gauklersommer“ kehrt Joe R. Lansdale nach Camp Rapture, das wir aus „Kahlschlag“ (Sunset and Sawdust, 2004) kennen, zurück. Aber der Ort ist nicht mehr wiederzuerkennen. Aus einem Sägewerk im Nirgendwo wurde eine Stadt mit einer eigenen Tageszeitung.

Carson Statler kehrt jetzt, nachdem er seinen guten Job in Houston bei einer Zeitung vergeigte und im Irak kämpfte, zurück. Bei der Lokalzeitung wird er als Kolumnist angestellt. Als er in den Notizen seiner Vorgängerin wühlt, stößt er auf ein interessantes Ereignis: die 23-jährige Studentin Caroline Allison ist seit einem halben Jahr spurlos verschwunden. Bei seinen Recherchen stößt er schnell auf Widerstände und er erhält eine DVD, auf der sein glücklich verheirateter Bruder, Professor an der städtischen Universität, mit der verschwundenen Studentin zu sehen ist.

Carson beginnt im Dreck zu wühlen – und zwei Sachen können schon verraten werden:

Carsons Bruder ist nicht der Mörder. Die Lösung ist viel perfider.

Booger, Carsons verrückter Kumpel aus dem Irakkrieg, hilft ihm am Ende gegen die Bösewichter.

Und das, immerhin ist Booger ein Geistesverwandter von Leonard Pine, erinnert mich daran, dass die restlichen Hap-Collins/Leonard-Pine-Krimis übersetzt und die ersten, die damals vor allem bei rororo erschienen, wieder veröffentlicht werden sollten. Denn in diesen Krimis tobt Joe R. Lansdale sich richtig aus, wenn er Hap und seinen schlagkräftigen, schwulen, schwarzen Kumpel Leonard (es ist unmöglich zu sagen, was für die Rednecks, die von ihm vermöbelt werden, am schlimmsten ist), mit einer ordentlichen Portion Schwarzen Humors, durch Texas und Mexiko wüten lässt.

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Joe R. Lansdale: Gauklersommer

(übersetzt von Richard Betzenbichler)

Golkonda, 2011

304 Seiten

16,90 Euro

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Originalausgabe

Leather Maiden

Alfred A. Knopf, 2008

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Joe R. Lansdale: Ein feiner dunkler Riss

(übersetzt von Heide Franck)

Golkonda, 2012

284 Seiten

16,90 Euro

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Originalausgabe

A fine dark Line

Mysterious Press, 2003

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Hinweise

Homepage von Joe R. Lansdale

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Wilder Winter“ (Savage Season, 1990)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Rumble Tumble“ (Rumble Tumble, 1998 )

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales “Der Gott der Klinge” (The God of the Razor, 2007)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales “Der Teufelskeiler” (The Boar, 1998)

Meine Besprechung  von Joe R. Lansdales „Akt der Liebe“ (Act of Love, 1981)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Die Wälder am Fluss“ (The Bottoms, 2000)

Meine Besprechung von Joe R. Lansdales „Kahlschlag“ (Sunset and Sawdust, 2004)

 


TV-Tipp für den 1. August: Rächer der Unterwelt

Juli 31, 2012

Wer die Olympiade überstanden hat

ZDF, 01.15
Rächer der Unterwelt (USA 1946, R.: Robert Siodmak)
Drehbuch: Anthony Veiller
LV: Ernest Hemingway: The Killers, 1927 (Kurzgeschichte)
Ex-Boxer Pete, genannt „Der Schwede“ (bzw. Swede) wartet tatenlos in einem schäbigen Zimmer auf zwei Auftragskiller, die ihn umbringen sollen. Nach seinem Tod fragt sich ein Versicherungsdetektiv, warum sich jemand einfach so erschießen lässt. Er beginnt zu recherchieren.
„Eine Figur des Film noir, die noch resignierter ist als sonst bereits üblich: Swede weiß, dass die Vergangenheit ihn einholen wird, wenn nicht heute, dann morgen – wozu also davonlaufen? Der Versicherungsagent Riordan, der (in ausgefuchsten Rückblenden) der Vergangenheit Swedes nachforscht, erhält auch keine befriedigende Antwort, und seine Jagd auf die Killer scheint absurd und purer Selbstzweck.“ (Paul Werner: Film noir, 1985, mehrere erweiterte Neuauflagen)
„Noch heute ist dieser Film (…) der radikalste Anschlag auf den Mythos des Hollywood Helden.“ (Norbert Grob, Die Zeit, 6. Juli 1990)
John Huston, der die erste Drehbuchversion schrieb, übernahm von Ernest Hemingway nur die Grundidee und am Ende entstand ein Noir-Klassiker, der auch einen Edgar erhielt und für vier Oscars nominiert war.
1964 ging Don Siegel mit der Kurzgeschichte ähnlich rabiat um und er erzählte eine ganz andere Geschichte.
mit Edmond O’Brien, Ava Gardner, Albert Dekker, Sam Levene, Burt Lancaster, William Conrad
auch bekannt als „Die Killer“
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Hinweise
Wikipedia über „The Killers“ (deutsch, englisch)

Turner Classic Movies über “The Killers”

Noir of the Week: Bill Hare über „The Killers“

Meine Besprechung von Don Siegels Remake „Der Tod eines Killers“ (The Killers, USA 1964)


Cover der Woche

Juli 31, 2012


TV-Tipp für den 31. Juli: Ohne Schuld

Juli 31, 2012

ZDFneo, 22.55

Ohne Schuld (F 2009, R.: Fred Cavayé)

Drehbuch: Fred Cavayé

Juliens Frau Lisa wird, obwohl unschuldig, zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Der Biedermann, Lehrer und Vater Julien entwickelt, um sie aus dem Gefängnis zu befreien, überraschende kriminelle Energien.

Spannender Thriller, dessen hochkarätig besetztes US-Remake „72 Stunden -The next three days“ über eine halbe Stunde länger braucht, um die Story zu erzählen, – ohne ihr etwas wesentliches hinzuzufügen. Da bleibt man doch besser bei dem französischen Original.

mit Vincent Lindon, Diane Kruger, Lancelot Roch, Olivier Marchal

Hinweise

Französische Homepage zum Film

Wikipedia über „Ohne Schuld“ (englisch, französisch)

AlloCiné über „Ohne Schuld“

Rotten Tomatoes über „Ohne Schuld“

Meine Besprechung von Fred Cavayés „Point Blank – Aus kurzer Distanz“ (À bout portant, Frankreich 2010)


Für die „Losers“ beginnt das „Endspiel“

Juli 30, 2012

Die Geschichte von den Losers und Max nähert sich ihrem Ende.

Wir erinnern uns: Max, ein geheimnisvoller Agent, der im Hintergrund die Fäden zieht, der auch über die CIA und andere US-Geheimdienste befehligen kann, über dessen Existenz fast niemand und über seine Pläne niemand etwas weiß, hat 1998 ein Special-Forces-Team am Khyber-Pass töten wollen. Stattdessen starben die Besatzung eines Black-Hawk-Hubschraubers und 29 Kinder. Die Männer, die eigentlich hätten sterben sollen und sich seitdem selbstironisch „The Losers“ nennen, versuchen seitdem, sich an Max zu rächen und sabotieren dabei, soweit möglich, seine Pläne. Ihre Hatz ging dabei um den halben Globus und jetzt, in „Endspiel“, dem fünften und abschließenden Band der von Andy Diggle erfundenen und hauptsächlich von Jock gezeichneten großartigen Comicserie, stehen sie kurz vor dem Ziel.

Am Ende von „London Calling“, dem vierten „The Losers“-Sammelband, gelangt Max an genug Plutonium für fünfzig tragbare Nuklearsprengköpfe. Diese will er in Prypjat (bei Tschernobyl) zusammen bauen. Die Losers versuchen das zu verhindern, aber die Männer von Max können mit den Sprengköpfen entkommen.

Im Persischen Golf ruft Max auf einer Bohrinsel (die Aufgrund einer ihm vorher bekannten Verschiebung der Arabischen Platte aus dem Wasser aufstieg) seinen Staat aus und erpresst die Welt. Wenn die Staaten nicht auf seine Forderungen eingehen, wird er Großstädten Atombomben zünden.

Die Loser gelangen auf die Bohrinsel und das titelgebende „Endspiel“ beginnt.

Außerdem erfahren wir, wie Max Max wurde.

„Endspiel“ ist das konsequente Ende eines kurzweiligen Action-Politthriller mit erinnerungswürdigen Charakteren, irrwitzigen Plotwendungen, die sich ungeniert aus dem verschwörungstheoretischem Fundus bedienen und einem fast schon etwas unspektakulär-geradlinigem Ende, das mir gerade deshalb gefallen hat. Es ist ein brachiales Actionfinale mit Leichen, Explosionen, ein, zwei gelungenen Überraschungen und, als Zugabe, einem stilechten Epilog.

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Andy Diggle/Jock/Colin Wilson: The Losers: Endspiel (Band 5)

(übersetzt von Bernd Kronsbein)

Panini, 2012

172 Seiten

19,95 Euro

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Originalausgabe

The Losers # 26- 32

DC Comics 2005/2006

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Hinweise

Homepage von Andy Diggle

Blog von Andy Diggle

Homepage von Jock

Meine Besprechung von Andy Diggle/Jocks „The Losers: Goliath – Band 1“

Meine Besprechung von Andy Diggle/Jock/Shawn Martinbroughs „The Losers: Die Insel – Band 2“

Meine Besprechung von Andy Diggle/Jock/Nick Dragotta/Alé Garza: The Losers: Der Pass, Band 3 (The Losers 13 – 19, 2005)
Meine Besprechung von Andy Diggle/Jock/Ben Olivers (Zeichner) „The Losers: London Calling (Band 4) (The Losers # 20 – 25, 2005)

Meine Besprechung von Andy Diggle (Autor)/Leonard Manco/Danijel Zezelj (Zeichner) „John Constantine, Hellblazer: Spritztour (Band 10)“ (Hellblazer: Vol. 230 – 239, 2008)


TV-Tipp für den 30. Juli: Two Lovers

Juli 29, 2012

NDR, 23.15

Two Lovers (USA 2008, R.: James Gray)

Drehbuch: James Gray, Rick Menello

Nicht der Plot (eigentlich ein 08/15-Liebedrama: Leonard lebt, nach mehreren Selbstmordversuchen, wieder in seinem Jugendzimmer. Seine Eltern wollen ihn mit Sandra verkuppeln. Aber er ist in Michelle verliebt.), sondern die Machart ist entscheidend. Und die stimmt bei „Two Lovers“.

Denn „Two Lovers“ ist wie Grays vorherige Filme „Little Odessa“, The Yards – Im Hinterhof der Macht“ und „Helden der Nacht“ hochkarätig besetztes Schauspielerkino ohne einen falschen Ton. Weder im Spiel, noch in der Kameraführung, dem Schnitt, der Ausstattung oder der Musikauswahl. Und keines dieser Elemente drängt in den Vordergrund. Sie alle dienen der Geschichte. Wieder einmal ist Grays Blick für die Details bemerkenswert. Teilweise fallen sie beim ersten Sehen nicht auf, aber alle zusammen machen die Geschichte glaubwürdig. Es sind Kleinigkeiten, wie die Fotowand in der Wohnung der Kraditors, Leonards Jugendzimmer, die kleinen Gesten und Blicke, die in Sekundenbruchteilen alles erklären und Entscheidungen, wie Joaquin Phoenix während eines Geständnisses mit dem Rücken zur Kamera spielen zu lassen, auf einen Schnitt zu verzichten, das Licht in einer besonderen Art zu setzen und eine – teilweise unsichtbare – Zeitlupe einzusetzen.

mit Joaquin Phoenix, Gwyneth Paltrow, Vinessa Shaw, Moni Moshonov, Isabella Rossellini, Elias Koteas

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Wikipedia über “Two Lovers” (deutsch, englisch)

IFC: Interview mit James Gray über „Two Lovers“

Spout Blog: Interview mit James Gray über „Two Lovers“

Coming Soon: Interview mit James Gray über “Two Lovers”

Collider: Interview mit James Gray über “Two Lovers”

IndieWire: Interview mit James Gray über “Two Lovers”

Meine ausführliche Besprechung von “Two Lovers” (Two Lovers, USA 2008 – mit weiteren Informationen)


Ross Thomas erzählt von gelben Schatten und Zwergen

Juli 29, 2012

Der US-amerikanische Polit-Thrillerautor Ross Thomas (1926 – 1995) lebte lange in Deutschland. Seinen ersten Roman „Kälter als der Kalte Krieg“ spielte dann auch an seinem Arbeitsplatz in Bonn. Später schickte er seine Helden um die Welt.

Nach Deutschland kehrte er erst 1979 zurück und, im Gegensatz zu seinen anderen Romanen, die in der Gegenwart spielen, spielt „Der achte Zwerg“ im Nachkriegsdeutschland. Dort sollen Nicolae Ploscaru, ein rumänischer Aristokrat, passionierter Lügner und Zwerg, und Minor Jackson, ein Ex-OSSler (also Mitarbeiter der CIA-Vorläuferorganisation) und Drifter, im Auftrag der Familie Oppenheimer den irgendwo in Deutschland untergetauchten verlorengegangenen Sohn der Familie, den deutschen Juden Kurt Oppenheimer, finden.

Schnell erfährt Jackson bei diesem fast legalen Unternehmen, dass Oppenheimer ein kaltblütiger Killer ist, für den sich auch die Amerikaner, die Engländer, die Sowjets und die Israelis interessieren. Jeder hat natürlich etwas anderes mit Oppenheimer vor und sie alle arbeiten miteinander, gegeneinander, belügen und betrügen sich, dass es eine reine Freude ist, während Oppenheimer eine Todesliste von unter falschem Namen untergetauchten Nazis abarbeitet.

Ross Thomas füttert die letztendlich ziemlich geradlinige Geschichte mit so viel Zeitkolorit an, dass wir ein gutes Gefühl für die damalige Zeit bekommen. Und natürlich hat Ross Thomas das in seinem zynisch-lakonischen Hardboiled-Stil geschrieben, der immer wieder für herzhafte Lacher sorgt.

Bei dieser „Neuausgabe“ hat der Alexander Verlag viel Zeit in die Übersetzung investiert. Denn die deutsche Erstausgabe von „The eight Dwarf“ hat 176 Seiten. Die Neuausgabe 352 Seiten und auch ohne penibel die Zeilen und Anschläge pro Zeile zu zählen, kann man sich ausrechnen, dass für „Der achte Zwerg“ eine Menge Text übersetzt wurde, die bei „Vierzig Riesen für den Zwerg“ unter den Tisch fiel.

Nach seinem Debütroman „Kälter als der Kalte Krieg“ schrieb Ross Thomas mit „Gelbe Schatten“ gleich einen weiteren Roman mit den Barbesitzern Mac McCorkle und Mike Padillo, die jetzt, nachdem ihre Bonner Bar zerstört wurde, in Washington ein „Mac’s Place“ haben. Aber ruhiger ist ihr Leben nicht geworden.

Denn McCorkels Frau Fredl wird entführt. Die beiden Freunde sollen, immerhin spielt die Geschichte1967 zur Hochzeit der afrikanischen Freiheitsbewegungen, einen Premierminister ermorden und so die Rassentrennung in dem südafrikanischem Land zementieren. Aber McCorkle und Padillo gehen nicht auf die Erpressung ein, weil sie glauben, dass die Entführer Fredl in jedem Fall umbringen werden. Stattdessen starten sie eine Rettungsmission, in die schnell das vertraute Ross-Thomas-Personal aus Informanten, Agenten, Doppelagenten und Washingtons Unterwelt involviert ist. Ach, und in „Mac’s Place“ trifft sich gerne die High Society und das politische Establishment.

Im Herbst setzt der Alexander Verlag mit „Die Backup-Männer“, einem weiteren Krimi mit McCorkle und Padillo, seine Ross-Thomas-Werkausgabe fort.

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Ross Thomas: Gelbe Schatten

(übersetzt von Wim W. Elwenspoek, bearbeitet von Stella Diedrich und Gisbert Haefs, durchgesehen von jst)

Alexander Verlag, 2012

288 Seiten

14,90 Euro

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Originalausgabe

Cast a Yellow Shadow

Morrow, 1967

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Deutsche Erstausgabe (gekürzt)

Der Tod wirft gelbe Schatten

Ullstein, 1970

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Ross Thomas: Der achte Zwerg

(übersetzt von Stella Diedrich, Gisbert Haefs und Edith Massmann)

Alexander Verlag, 2011

352 Seiten

14,90 Euro

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Originalausgabe

The Eight Dwarf

Simon & Schuster, 1979

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Deutsche Erstausgabe (stark gekürzt)

Vierzig Riesen für den Zwerg

Ullstein, 1980

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Hinweise

Wikipedia über Ross Thomas (deutsch, englisch)

Alligatorpapiere: Gerd Schäfer über Ross Thomas (Reprint “Merkur”, November 2007)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Gottes vergessene Stadt” (The Fourth Durango, 1989)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Umweg zur Hölle“ (Chinaman’s Chance, 1978)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Kälter als der Kalte Krieg“ (Der Einweg-Mensch, The Cold War Swap, 1966)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Teufels Küche“ (Missionary Stew, 1983)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Am Rand der Welt“ (Out on the Rim, 1986)

Meine Besprechung von Ross Thomas’ „Voodoo, Ltd.“ (Voodoo, Ltd., 1992)

Meine Besprechung von Ross Thomas‘ „Der Yellow-Dog-Kontrakt“ (Yellow Dog Contract, 1976)

Kleine Ross-Thomas-Covergalerie in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 29. Juli: Der Wilde

Juli 29, 2012

Arte, 20.15

Der Wilde (USA 1953, R.: Laslo Benedek)

Drehbuch: John Paxton

Eine Gruppe von Bikern besucht eine kalifornische Kleinstadt. Das gibt natürlich Ärger mit den gesetzestreuen Einheimischen, die ganz andere Vorstellungen vom guten Benehmen haben.

Heute wirkt „Der Wilde“ schon etwas harmlos und ungewollt witzig, aber das ändert nichts daran, dass Benedeks Film der Vater aller Motorradfilme ist. Ein Klassiker eben, der damals für Kontroversen sorgte.

mit Marlon Brando, Mary Murphy, Robert Keith, Lee Marvin, Jay C. Flippen

Wiederholung: Freitag, 10. August, 01.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Der Wilde“ (deutsch, englisch)

Turner Classic Movies über „Der Wilde“

Rotten Tomatoes über „Der Wilde“

Arte über „Der Wilde“

Meine Besprechung von Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“ (mit Marlon Brando)

Marlon Brando in der Kriminalakte

 


TV-Tipp für den 28. Juli: Kick-Ass

Juli 27, 2012

RTL, 22.00

Kick-Ass (USA 2010, R.: Matthew Vaughn)

Drehbuch: Jane Goldman, Matthew Vaughn

LV: Mark Millar/John S. Romita, jr.: Kick-Ass, 2008 – 2010 (Comic)

Dave, ein Junge ohne besondere Fähigkeiten, will zu einem Superhelden werden. Seine ersten Taten sorgen auf YouTube für grandiose Klickzahlen und noch mehr Gelächter. Da trifft er Hit Girl und Big Daddy – und er ist in einem veritablen Kampf zwischen Gut und Böse verwickelt.

Köstliche, ziemlich brutale und vollkommen respektlose Parodie auf das Superheldentum in Comics und Filmen.

mit Aaron Johnson, Chloe Moretz, Christopher Mintz-Plasse, Mark Strong, Nicholas Cage

Wiederholung: Sonntag, 29. Juli, 01.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Film-Zeit über „Kick-Ass“

Rotten Tomatoes über „Kick-Ass“

Wikipedia über „Kick-Ass“ (deutsch, englisch

Homepage von Mark Millar

Meine Besprechung von Mark Millar/Steve McNivens „Nemesis“ (Nemesis, 2010/2011)


DVD-Kritik: Kein gewöhnlicher Thriller: „Fear X“ von Nicolas Winding Refn

Juli 27, 2012

Ein Thriller nach einem Drehbuch von Hubert Selby jr.. Muss ich noch mehr über die Qualitäten von „Fear X“ sagen? Vielleicht noch, dass Nicolas Winding Refn, der Regisseur der „Pusher“-Trilogie und der James-Sallis-Verfilmung „Drive“, Regie führte.

Hubert Selby jr., für alle, die sich jetzt gerade fragen, woher sie den Namen kennen, schrieb unter anderem das Kultbuch „Letzte Ausfahrt Brooklyn“ (Last Exit to Brooklyn, 1964) und, zusammen mit Darren Aronofsky, das Drehbuch für dessen Film „Requiem for a dream“ und er wird zu den Größen der US-amerikanischen Literatur gezählt. Das alles empfiehlt ihn nicht gerade als Autor für einen Thriller.

Aber Nicolas Winding Refn wollte auch keinen 08/15-Thriller inszenieren. Sein chronologisch gedrehtes US-Debüt (obwohl es genaugenommen hauptsächlich in Kanada gedreht wurde) erzählt die Geschichte von Harry Caine (John Turturro), der als Sicherheitsbeamter in einer Shopping Mall in Wisconsin arbeitet. Vor Monaten wurde seine Frau Claire in der dortigen Tiefgarage erschossen. Er sucht noch immer ihren Mörder. Dafür studiert er abends die unscharfen SW-Videoaufzeichnungen der Mall und notiert sich verdächtige Personen. Wie David Hemmings in Michelangelo Antonionis „Blow Up“ (GB 1966) in seine Fotos oder John Travolta in Brian De Palmas „Blow Out“ (USA 1981) in eine Tonbandaufnahme, zoomt Harry sich immer weiter in die Bilder hinein. Für ihn ist alles eine Spur, ein Hinweis, hat eine Bedeutung für den Mord.

Als er im gegenüberliegenden Haus einige Negative findet, entdeckt er in den Bildern eine Hinweis auf Morriston, Montana. Er glaubt, dass der Mörder von dort kommt. Außerdem verbrachte er dort mit seiner Frau einige glückliche Tage – und es ist unklar, ob er mehr von dem Wunsch nach Rache an dem Mörder oder von dem Wunsch nach einer Rückkehr in die glückliche Vergangenheit getrieben wird, als er nach Morriston fährt.

Aber, Oh Wunder!, dort trifft er auf den Mörder. Einen Polizisten – und während wir Zuschauer die Hintergründe für die Tat erfahren, erfährt Harry sie nicht.

Sowieso driftet der Film spätestens wenn Harry seinen Wohnort verlässt, vollkommen ins Surreale ab.

Aber gerade diese Vermischung von Realität und Traum, von Wahn und Wirklichkeit, macht „Fear X“ zu einem ungewöhnlichen Thriller. Die beiden Hauptdarsteller John Turturro und James Remar, der als Mörder in der zweiten Hälfte des Films mit seiner Tat kämpft (Ihn ereilt ein wenig das Tim-Roth-Schicksal, über den es immer heißt, er sei der Mann, der in „Reservoir Dogs“ blutend auf dem Lagerhausboden liegt und dabei gibt es eine lange Rückblende, in der Tim Roth sein ganzes Talent zeigt) überzeugen mit ihrem introvertiertem Spiel in diesem meditativen Thriller.

Die Musik schrieb Brian Eno. Die Kamera bediente „Shining“-Kameramann Larry Smith.

Als Bonusmaterial gibt es ein gut halbstündiges, informatives „Making of“ und einen sehr interessanten, nicht untertitelten Audiokommentar von Nicolas Winding Refn, der die kluge Entscheidung getroffen hat, sich den britischen Journalisten Alan Jones zu schnappen, der ihm die richtigen Fragen stellte, während im Hintergrund der Film läuft.

Anmerkung: Beim Ansehen fiel mir auf, wie sehr sich in den vergangenen Jahren die Überwachungstechnik veränderte und auch verbesserte. Denn Harry sieht sich noch die Augen an grieseligen Videoaufzeichnungen wund und er muss in mühevoller Kleinarbeit Personen vom Bildschirm abfotografieren (was, wie Fotografen wissen, gar nicht so einfach ist). Heute würde er an einem Computer sitzen und mit einem Klick einen Screenshot machen.

Fear X – Im Angesicht der Angst (Fear X, USA 2003)

Regie: Nicolas Winding Refn

Drehbuch: Nicolas Winding Refn, Hubert Selby jr.

mit John Turturro, Deborah Kara Unger, James Remar, Stephen McIntyre

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DVD

Sunfilm

Bild: 2.35:1 (16:9)

Ton: Deutsch (DTS, DD 5.1), Englisch (DD 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Audiokommentar, Making of, Trailer (deutsch, englisch)

Länge: 90 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

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Hinweise

Rotten Tomatoes über „Fear X“

Wikipedia über „Fear X“

Meine Besprechung von Nicolas Winding Refns James-Sallis-Verfilmung „Drive“ (USA 2011)


TV-Tipp für den 27. Juli: Im Zeichen des Bösen

Juli 27, 2012

Wer die Olympia-Eröffnung (obwohl die, dank Danny Boyle [Trainspotting], wohl ziemlich abgefahren ist) überstanden hat:

ZDF, 01.35

Im Zeichen des Bösen (USA 1958, R.: Orson Welles)

Drehbuch: Orson Welles

LV: Whit Masterson: Badge of Evil, 1956 (Unfehlbarkeit kann tödlich sein)

In einer schäbigen Grenzstadt versuchen ein korrupter US-Polizist und ein mexikanischer Drogenfahnder (in den Flitterwochen) einen Mord aufzuklären.

Noir-Klassiker, bei dem sich eine deutsche DVD-Ausgabe mit den verschiedenen Fassungen, einem Making-of und einem guten Audiokommentar lohnen würde. In den USA erschien am 8. Oktober 2008 eine entsprechende Edition.

„Einer der schönsten und intelligentesten Polizeifilme der Kinogeschichte.“ (Seesslen: Copland)

Mit Charlton Heston, Janet Leigh, Orson Welles, Akim Tamiroff, Marlene Dietrich, Joseph Cotten, Zsa Zsa Gabor, Dennis Weaver

Hinweise

Wikipedia über „Im Zeichen des Bösen“ (deutsch, englisch)

Turner Classic Movies über „Touch of Evil“

TCM: Frank Miller über “Touch of Evil”

AMC Filmsite (Tim Dirks) über “Touch of Evil”

Noir of the Week über „Touch of Evil“

Script Secrets (William C. Martell) über “Touch of Evil”

Wellesnet: Das Memo von Orson Welles zum Film

Mystery File über Whit Masterson

Wikipedia über Whit Masterson

Mordlust über Whit Masterson


Guter Kleinkram von Frank Göhre in „I and I“

Juli 26, 2012

Als ich die Tage vor die Haustür ging, steckte ich „I and I“, den, nach „Seelenlandschaften“, in dem er vor allem deutsche Krimiautoren porträtierte, zweiten Sammelband mit Essays und Reportagen von Frank Göhre ein.

Einige Stunden später hatte ich das bunte Potpourri aus alten und neuen Texten gelesen. Der älteste Text ist die Kurzgeschichte „Wenn Atze kommt“ (eigentlich eher eine sechsseitige Skizze), die 1975 in „Prämierte Texte des Internationalen Kurzgeschichten-Kolloquiums in Ansberg“ erschien. Der neueste ist der hier erstmals veröffentlichte Text „Welcome in Frogtown“, über die Bayou-Trilogie von Daniel Woodrell, die demnächst von Heyne als Sammelband veröffentlicht wird. Mehrere Texte erschienen zuerst im „CrimeMag“ im Netz und sind hier erstmals in gedruckter Form erhältlich.

Frank Göhre schreibt über eine Reise nach Jamaika vor über dreißig Jahren („I and I – Ein Jamaika Trip“) und einen Besuch in Amsterdam, auf den Spuren von Van-der-Valk-Erfinder Nicolas Freeling und Janwillem van de Wetering, zwei wichtigen Krimiautoren, die in den Siebzigern und Achtzigern sehr populär waren und inzwischen fast vergessen sind („Amsterdam. Was für eine Stadt, nichts als Gestank. Trotzdem herrlich“). Er schreibt über Victor Headley, einen Jamaikaner, der eine grandiose, harte englische Gangstertrilogie schrieb, die man am besten im slangdurchtränkten Original genießt („Yardie – Ein jamaikanischer Drogenkurier in London“), über Ernest Tidyman, den Erfinder von John Shaft und Drehbuchautor von „The French Connection“ („Ein tödlicher Job – Der Drehbuchautor Ernest Tidyman“), über James Crumley, den von US-Krimiautoren und Lesern kultisch verehrten Privatdetektiv-Krimiautor („Voll auf Rock’n’Roll geschaltet – Mit James Crumley on the Road“), über David Osborn, dessen Klassiker„Jagdzeit“ letztes Jahr bei Pendragon wiederveröffentlicht wurde („Jagdzeit – Die vier Karrieren des David Osborn“) und über den 1986 verstorbenen Hubert Fichte, der bei seiner Rückkehr feststellt, wie sehr Hamburg sich veränderte („Wenn das Befragen ein Ende hat – Hubert Fichte kommt nach Hamburg zurück“).

Er schreibt über den Michael-Mann-Film „Heat“, den Martin-Scorsese-Film „GoodFellas“, über Jean-Pierre Melville („Champs-Élysées – Die Nächte des Jean-Pierre Melville“) und über „Liane, das Mädchen aus dem Urwald“, einen deutschen Spielfilm von 1956, der damals wegen der Bekleidung der Hauptdarstellerin, ein Kassenhit war („Schlussakkord – oder: Ich weiß, was mit Liane, dem Mädchen aus dem Urwald geschah“).

Und es gibt zwei Abrechnungen mit dem deutschen Fernsehen. In „Ein letzter Satz“ verrät Frank Göhre in einem kleinen Rant, warum er keine Drehbücher mehr schreibt. In „Ein BR Fernsehtag – Das Programm“ schneidet er kommentarlos Zitate aus einem Gespräch mit BR-Intendant Ulrich Wilhelm über das qualitativ hochwertige Programm („Fernsehen muss klug machen.“) in einen Abriss über das BR-Programm vom 7. September 2011, das mit Panoramabildern beginnt und mit „Planet Erde“ endet. Immerhin gibt es auch eine halbe Stunde „Kontrovers – das Politmagazin“ und, weil „Sehr viele Menschen wollen anspruchsvolle Inhalte“ (Wilhelm), neunzig Minuten „Eine Liebe in Venedig“.

Ein feine Textcollage.

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Frank Göhre: I and I – Stories und Reportagen

Pendragon, 2012

200 Seiten

10,95 Euro

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Hinweise

Homepage von Frank Göhre

Meine Besprechung von Frank Göhres „Der letzte Freier“ (2006)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Zappas letzter Hit“ (2006)

Meine Besprechung von Frank Göhres „St. Pauli Nacht“ (2007, überarbeitete Neuausgabe)

Meine Besprechung von Frank Göhres „MO – Der Lebensroman des Friedrich Glauser“ (2008)

Meine Besprechung von Frank Göhres „An einem heißen Sommertag“ (2008)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Abwärts“ (2009, Neuausgabe)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Seelenlandschaften – Annäherungen, Rückblicke“ (2009)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Der Auserwählte“ (2010)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Die Kiez-Trilogie“ (2011)

Frank Göhre in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 26. Juli: Mr. Brooks – Der Mörder in dir

Juli 26, 2012

Vox, 22.15

Mr. Brooks – Der Mörder in dir (USA 2007, R.: Bruce A. Evans)

Drehbuch: Bruce A. Evans, Raynold Gideon

Mr. Brooks ist ein geachteter Unternehmer mit einem dunklen Geheimnis: er ist auch ein Serienkiller. Als er bei seiner letzten Tat von Mr. Smith beobachtet wird, erpresst dieser ihn. Er wird schweigen, wenn Mr. Brooks ihn in die Kunst des perfekten Mords einweiht. Und dann ist da noch eine hartnäckige Polizistin.

Köstlich-schwarzhumoriger Krimi, der etwas unter seinen vielen Subplots leidet, aber das Zusammenspiel von Kevin Costner (als Mr. Brooks) und William Hurt (als sein mordgieriges Alter Ego) macht das mehr als wett.

„Raffiniert konstruierter Neo-Noir-Thriller“ (Lexikon des internationalen Films)

mit Kevin Costner, Demi Moore, Dane Cook, William Hurt, Marg Helgenberger, Danielle Panabaker, Ruben Santiago-Hudson, Lindsay Crouse, Reiko Aylesworth

Wiederholung: Freitag, 27. Juli, 02.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Drehbuch „Mr. Brooks“ von Bruce A. Evans und Raynold Gideon

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Mr. Brooks“

„Mr. Brooks“ in der Kriminalakte (zum Kinostart)


In den sumpfigen „Texas Killing Fields“

Juli 25, 2012

Über „Texas Killing Fields – Schreiendes Land“ muss ich wirklich nicht viel sagen. Ami Canaan Manns Cop-Thriller sieht wie ein bislang unverfilmtes James-Lee-Burke-Buch, bei dem man auf die von Burke so beliebten Geister verzichtet hat, aus.

Denn der Krimiplot, in dem zwei Polizisten einen Frauenserienmörder jagen, ist in „Texas Killing Fields“ fast schon eine gut gepflegte Nebensache. Im Mittelpunkt stehen die beiden Polizisten Brian Heigh (Jeffrey Dean Morgan), der von New York City nach Texas City, in die Provinz, versetzt wurde, gläubig ist und seinen Job als halber Sozialarbeiter versteht, und Mike Souder (Sam Worthington), sein jüngerer, aus der Gegend kommender, weniger sozialarbeiterisch veranlagter Kollege, ihre vertrauensvolle, aber nicht konfliktfreie Arbeitsbeziehung zueinander, zu Souders Ex-Frau Pam Stall (Jessica Chastain), die im benachbarten Clark County Polizistin ist, und zu den Menschen, mit denen sie es während ihrer alltäglichen Arbeit zu tun haben und die zur Unterschicht von Texas City und dem angrenzenden Clark County, wo in der Vergangenheit in den Sümpfen mehrere Frauenleichen gefunden wurden, gehören. Dorthin führt die Polizisten auch eine vielversprechende Spur.

Ami Canaan Mann, die Tochter von Michael Mann, präsentiert diese Geschichte mit einem für so einen kleinen Genrefilm inzwischen überraschend hochkarätigem Cast. Jessica Chastain ist nach „The Tree of Life“, „Eine offene Rechnung“ (mit Sam Worthington) und „The Help“ die Entdeckung des letzten Kinojahres, Chloë Grace Moretz kennen wir aus „Kick-Ass“ und „Hugo Cabret“ und Sam Worthington darf seit „Avatar“ in fast jedem Big-Budget-Film mitspielen.

Ihr Kameramann Stuart Dryburgh, Oscar-nominiert für „Das Piano“, außerdem „Lone Star“, „Reine Nervensache“ und „Der Einsatz“, setzte die düstere Geschichte in adäquaten Bildern, die immer einen Hauch von Geheimnis bewahren und deren Südstaaten-Schwüle, wenn es nicht gerade aus Kübeln regnet, aus jedem Bild tropft, um.

Zu diesem gelungenen Eindruck trägt die Musik von Dickon Hinchliffe nicht unerheblich bei. Er ist Gründungsmitglied der „Tindersticks“ und schrieb auch die Musik für die David-Peace-Verfilmung „Red Riding: In the Year of Our Lord 1980“, die Daniel-Woodrell-Verfilmung „Winter’s Bone“ und die James-Ellroy-Verfilmung „Rampart“ (Besprechung demnächst).

Und wenn Souder und Heigh am Ende die Mörder (jedenfalls von einigen der Morde) überführen, die Verhaftung misslingt dann schon auf eine grotesk-fatale Weise, gibt es wenig Hoffnung, dass sich die Verhältnisse in den Südstaaten ändern. Nur für eine der Frauen gibt es einen Hoffnungsschimmer auf ein besseres Leben.

„Texas Killing Fields“ ist eben ein waschechter, wenn auch etwas unspektakulärer Südstaaten-Noir, der eher der Logik eines Fiebertraums gehorcht.

Texas Killing Fields – Schreiendes Land (Texas Killing Fields, USA 2011)

Regie: Ami Canaan Mann

Drehbuch: Donald F. Ferrarone

mit Sam Worthington, Jeffrey Dean Morgan, Jessica Chastain, Chloë Grace Moretz, Sheryl Lee, Tony Bentley, Stephen Graham, Jason Clarke

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DVD

Ascot Elite

Bild: 1:2,35 (16:9)

Ton: Deutsch (DTS 5.1, Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Wendecover

Länge: 101 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

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Hinweise

Metacritic über „Texas Killing Fields“

Rotten Tomatoes über „Texas Killing Fields“

Wikipedia über „Texas Killing Fields“

Daily Mail über die wahren Hintergründe (8. Juli 2012)