Out of time – Sein Gegner ist die Zeit (USA 003, R.: Carl Franklin)
Drehbuch: David Collard
Matt Whitlock schiebt als Polizeichef von Banyan Key eine ruhige Kugel in dem Sunshine State Florida. Seine verheiratete Geliebte Ann verzuckert seinen Alltag. Als sie unheilbar an Krebs erkrankt und ihn als Begünstigten in ihre Lebensversicherung einsetzt, will er ihr helfen. Er gibt ihr die seinem Polizeisafe gebunkerte halbe Million Dollar Drogengeld. Wenige Stunden später sind sie und ihr Mann tot. Sie wurden ermordet und anschließend verbrannt. Whitlocks Ex Alex leitet die Ermittlungen. Alle Beweise deuten auf den unbekannten Geliebten als Mörder. Matt Whitlock muss daher das Komplott aufdecken, bevor er als Mörder verhaftet wird.
Für Genre-Junkies ist der wunderschön entspannte Florida-Noir-Thriller „Out of Time – Sein Gegner ist die Zeit“ ein Festschmaus.
Collard schrieb ein wendungsreiches, kunstvoll die Balance zwischen Tradition und Innovation haltendes, Drehbuch. Franklin setzte es punktgenau um. Das Ensemble, angeführt von dem immer guten Denzel Washington, spielte genussvoll auf. Gerade die vielen Nebendarsteller, wie der Pathologe (als Sidekick des Helden ist er natürlich sehr wichtig), die Untergebenen von Alex und Matt, die DEA-Agenten, der Hotelchef und die ältere Zeugin, hatten prächtige Auftritte. Die Stuntmen durften vor allem bei einem Kampf auf Leben und Tod an einem Balkongitter im siebten Stock eines Hotels ihr Können zeigen. Die Aufnahmen Florida, besonders der Sonnenuntergängen, sind traumhaft und die Musik von Graeme Revell gibt allem einen entspannt-südamerikanischen Touch.
Mit Denzel Washington, Eva Mendes, Salma Latham, Dean Cain, John Billingsley
Die meisten Kritiker feiern John le Carrés neuen Roman „Verräter wie wir“ ab. Auf der Bestenliste der KrimiWelt landete er sofort auf dem ersten Platz. Der Autor selbst füttert mit Interviews die Pressemaschine. Denn, im Gegensatz zu den meisten Engländern und Amerikanern, spricht er Deutsch. Für TV- und Radiointerviews ist das ein unbestreitbarer Vorteil. Auch dass er Deutschland kennt, seine Romane oft hier spielen und er ein beeindruckendes Werk vorweisen kann, ist hilfreich.
Als Chronist des Kalten Krieges schrieb er sich mit realistischen Spionageromanen in die Herzen von Millionen Lesern. Danach schrieb er einige Rückblicke auf den Kalten Krieg („Der heimliche Gefährte“ [eigentlich eine Kurzgeschichtensammlung], „Absolute Freunde“), widmete sich dem illegalen Medikamentenhandel in Afrika („Der ewige Gärtner“) und beschäftigte sich mit den aktuellen Entwicklungen in den Geheimdiensten und der Internationalen Politik. In „Geheime Melodie“ war es das Schachern um afrikanische Staaten und in „Marionetten“ das Schicksal eines jungen Mannes, den die Geheimdienste für einen islamistische Terroristen halten. Alles wichtige Themen, die er teils mit zu viel Pathos und gerechter Empörung präsentierte.
In seinem neuesten Roman „Verräter wie wir“ erzählt er die Geschichte eines Russenmafiosi, der zu den Briten überlaufen will und sich dabei eines Universitätslehrers und seiner Frau, einer Anwältin, bedient. Es geht um die internationale Finanzpolitik, das Waschen von schmutzigem Geld und, wieder einmal, um einen Niemand, der in die Spiele der Geheimdienste und, inzwischen auch, Verbrecher (mit mehr oder weniger weißem Kragen) verwickelt wird. Dabei ähnelt seine Rolle der eines Bauern beim Schach.
Aber in „Verräter wie wir“ nimmt John le Carré sich, wie zuletzt in „Geheime Melodie“, viel zu viel Zeit, um die Geschichte zu beginnen. In der ersten Hälfte des Buches wird nur aus verschiedenen Perspektiven und damit in endlosen Wiederholungen, erzählt, wie der Lehrer den Mafiosi kennenlernt und sie gegeneinander Tennis spielen. Während der Plot sich in diesen Momenten im Schneckentempo vorwärts bewegt, ist man als Leser, auch ohne die Lektüre des Klappentextes, der fast die gesamte Geschichte verrät, schon weiter. Denn, auch ohne dass es ausdrücklich gesagt wird, ahnt man, dass der reiche Russe sein Geld nicht auf ehrliche Art verdient hat und man fragt sich, warum er seinen Ausstieg aus dem kriminellen Geschäft ausgerechnet mit der Hilfe eines Lehrers organisieren will und warum er sich nicht einfach direkt an den britischen Geheimdienst wendet; – obwohl die CIA der naheliegendere Ansprechpartner wäre.
Der Austausch wird erst weit nach der Hälfte des Buches vorbereitet – und spätestens dann fragt man sich, warum John le Carré eine Kurzgeschichte auf vierhundert Seiten aufbläht. Denn er erzählt die ersten Begegnungen des Lehrerpaars und des Mafiosi aus mehreren Perspektiven, was die Handlung nicht voranbringt und den Charakteren auch keine größere Tiefe verleiht, aber dafür die Seiten füllt. Später verschwendet er über dreißig Seiten für eine zähe und für die Geschichte in jeder Beziehung vollkommen unerhebliche Hintergrundgeschichte. In diesen Moment fragt man sich ob die guten Erinnerung an die früheren le-Carré-Romane, wie „Der Nacht-Manager“ (in dem Roman wird ein Hotelportier als Agent bei einem internationalen Waffenhändler eingeschleust), nicht täuschen. Denn „Der Nacht-Manager“ ist mit gut sechshundert Seiten zwar deutlich länger als „Verräter wie wir“, liest sich aber wesentlich kurzweiliger.
Auch das Ende, das ja manchmal einem schlechten Werk eine gelungene Pointe verpasst, wirkt lieblos. Es ist eines dieser Enden, das viele Fragen nicht beantwortet und sehr verschieden interpretiert werden kann. Manchmal, wie in den Paranoia-Thrillern der siebziger Jahre, kann so ein Ende zur gewollten Beunruhigung des Publikums beitragen. In „Verräter wie wir“ wirkt es allerdings so, als habe John le Carré nicht gewusst, wie er die Geschichte beenden soll und dafür dann die dümmste aller möglichen Lösungen gewählt, die sich an dem alten Rätselkrimispruch „Der Mörder ist immer der Gärtner“ orientiert.
„Verräter wie wir“ reiht sich nahtlos in John le Carrés enttäuschendes Spätwerk ein. „Marionetten“ war okay. „Geheime Melodie“ und „Absolute Freunde“ waren langweilig. „Der ewige Gärtner“ präsentierte über gefühlte Hunderte von Seiten Fakten über den illegalen Medikamentenhandel, die sich wie eine Zeitungsreportage lasen, im Buch wie Fremdkörper wirkten und John le Carré ließ viel zu oft seiner moralischen Empörung freien Lauf. „Single & Single“ habe ich bis auf die Stichworte „Zirkus“, „Familienbetrieb“ und „Bankgeschäfte mit Russland“ vergessen. Und dann wären wir schon bei le Carrés Graham-Greene-Variante „Der Schneider von Panama“ und dem „Nacht-Manager“, die mir als Post-Kalter-Kriegs-Romane gefielen.
Tödliche Versprechen – Eastern Promises (GB/USA/Can 2007, Regie: David Cronenberg)
Drehbuch: Steven Knight
Eine Hebamme gerät zwischen die Fronten der Russenmafia. Denn sie besitzt ein Tagebuch, das einige Verbrecher belastet. Ein Killer soll sie umbringen.
Hartes, in London spielendes, top besetztes Gangsterdrama von David Cronenberg.
Steven Knight schrieb unter anderem das Oscar- und BAFTA-nominierte und mit dem Edgar Allan Poe-Preis ausgezeichnete Drehbuch zum Stephen Frears-Film „Kleine schmutzige Tricks“ (Dirty Pretty Things, GB 2002).
„Eastern Promises“, wurde, oft in den Kategorien, bester Film, beste Regie, beste Hauptrolle und bestes Drehbuch, für zahlreiche Preise nominiert und erhielt auch einige. Knights Drehbuch war für den Edgar nominiert.
Im Moment arbeiten Steven Knight, David Cronenberg und Viggo Mortensen an einer Fortsetzung von „Eastern Promises“.
mit Viggo Mortensen, Naomi Watts, Armin Müller-Stahl, Vincent Cassel
Tödliche Entscheidung (USA 2007, R.: Sidney Lumet)
Drehbuch: Kelly Masterson
Andy, der für Drogen Geld aus der Firmenkasse nahm, kann seinen Bruder Hank überreden, das elterliche Juweliergeschäft zu überfallen. Der Überfall, auch weil die Mutter gar nicht daran denkt, irgendwelchen hergelaufenen, maskierten Verbrechern die Juwelen zu geben, geht schief – und dann bröckelt die heile Fassade der Familie verdammt schnell ab.
Mit seinem bislang letztem Film drehte Sidney Lumet, nach einigen schwächeren Werken, mit einer Familientragödie noch einmal so richtig voll auf. Er seziert, wieder einmal, die Kehrseite des amerikanischen Traums anhand. Dieses Mal am Beispiel einer ziemlich kaputten, weißen Mittelstandsfamilie.
Der Pitch war vielleicht: „Family Business“, aber ohne Lacher.
„Tödliche Entscheidung“ ist ein feiner Noir und, kein Wunder bei der Besetzung, großes Schauspielerkino.
mit Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke, Albert Finney, Marisa Tomei, Aleksa Palladino, Michael Shannon, Amy Ryan, Sarah Livingston, Brían F. O’Byrne, Rosemary Harris
Jackie Chan scheint so langsam mit seinem Alterswerk zu beginnen. Nach dem gelungenem Noir-Gangsterfilm und Immigrationsdrama „Stadt der Gewalt“ und dem an der Kinokasse erfolgreichem Remake „Karate Kid“ hat er mit „Little Big Soldier“ einen weiteren Film gedreht, bei dem er in erster Linie als Schauspieler überzeugt. Allerdings ist „Little Big Soldier“ wesentlich witziger als die humorlose „Stadt der Gewalt“ und die Kämpfe, die in „Stadt der Gewalt“ nur kurze Eruptionen von Gewalt waren, sind in „Little Big Soldier“ ausführlicher choreographiert. Es ist fast wie in alten Zeiten, als Jackie-Chan-Filme für eine lockere Mischung aus Action und Comedy standen. Aber Jackie Chan lässt bei den meisten Kämpfe jüngeren Schauspielern den Vortritt. Außerdem sind die Kämpfe so zerschnitten, dass man die artistischen Leistungen kaum bewundern kann.
Dass Jackie Chan dieses Mal kaum selbst kämpft, fällt kaum auf. Denn er hat sich in „Little Big Soldier“ eine Rolle auf den Leib geschrieben, die sich gerade durch besondere Hasenfüßigkeit auszeichnet. Er spielt den dritten Sohn eines Bauern. Seine beiden Brüder sind bereits im Kampf gefallen und er will nur vom Militärdienst befreit werden und genug Geld bekommen, um sein Feld zu bestellen. Er ist ein kleiner Mann mit kleinen Träumen.
Nach einer Schlacht, in der alle Soldaten starben und er nur wegen seiner langerprobten Kampftechnik „Toter Mann“ überlebte, kann er einen gegnerischen General gefangennehmen. Er will ihn zu seinem König bringen und die Belohnung in Empfang nehmen.
Diese Reise zu seinem König ist voller Gefahren. Anfangs versucht der Gefangene immer wieder zu fliehen. Er wird daran, nicht immer mit feinen Methoden, gehindert. Sie werden von den Soldaten des Gefangenen verfolgt. In dem Wald sind Banditen. Später kommen, wenig überraschend, die beiden gegensätzlichen Soldaten sich näher.
Denn der kleine Soldat ist der sprichwörtliche kleine Mann, der seine Machtlosigkeit durch Bauernschläue und, als er sich mit Gefangenen, der ihm als Kämpfer hoffnungslos überlegen ist, duelliert, Clownereien kompensiert. Gleichzeitig ist er auf seinen Vorteil bedacht und gehässig. So stößt er mehrmals genussvoll mit seinem Finger in eine schmerzende Wunde seines Gefangenen. Jetzt hat er endlich die Chance, sich einmal an einem der Menschen zu rächen, die ihn aus seinem gemütlichen Leben rissen. Und diese Chance nimmt er ausgiebig wahr. Mit solchen Szenen entgeht Jackie Chan auch der Gefahr, den von ihm gespielten Soldaten als guten Menschen zu heroisieren und zu verkitschen.
Gerade in dieser Gegenüberstellung von einem kleinen Mann, der die Kriege der Großen einfach erleiden muss, und einem General (der sich später sogar als Thronfolger entpuppt), der einfach über die Menschen bestimmt und diese seinen strategischen Entscheidungen unterordnet, gelingt Regisseur Sheng Ding ein mit den typischen Jackie-Chan-Elementen angereicherter Antikriegsfilm, der zwar in der Vergangenheit spielt, aber auch ein Statement zu den derzeitigen Kriegen liefert.
Und für’s Auge gibt es einige prächtige Landschaftsaufnahmen.
Little Big Soldier (Da bing xiao jiang, China/Hongkong 2010)
Regie: Sheng Ding
Drehbuch: Jackie Chan
mit Jackie Chan, Leehom Wang, Rongguang Yu, Ken Lo, Sung-jun Yoo, Peng Lin
–
DVD
New KSM
Bild: 16:9 (2.35:1)
Ton: Deutsch, Mandarin (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Extras (angekündigt): Making Of, Jackie Chan Goes Berlinale 2010, Trailer, Bildergalerie (Gesamtlaufzeit ca. 49 Minuten)
LV: Robert Ludlum: The Bourne Identity, 1980 (Der Borowski-Betrug, Die Bourne-Identität)
CIA-Agent und Killer Jason Bourne hat sein Gedächtnis verloren. Schlimme Sache. Aber schlimmer ist, dass seine ehemaligen Arbeitgeber ihn umbringen wollen.
Die eher werkferne, kommerziell erfolgreiche Verfilmung des ersten Borowski-Buches. Für die Verfilmung des damals über zwanzig Jahre alten Buches wurde nur das Skelett der Handlung übernommen, der Rest aktualisiert und ein unterhaltsamer Action-Thriller gedreht, der sogar angenehm altmodisch ist. Nur Matt Damon wirkt einfach fünf Jahre zu jung für den eiskalten Profikiller. Aber das Problem hatte er in den spannenden Fortsetzungen, die an den kommenden Montagen laufen, nicht mehr.
Mit Matt Damon, Franka Potente, Chris Cooper, Clive Owen, Brian Cox, Walton Goggins
Ein Freund gewisser Damen – The Walker (USA 2007, R.: Paul Schrader)
Drehbuch: Paul Schrader
Carter Page III ist ein schwuler Südstaatenschönling und Begleiter der Damen der politischen High Society von Washington, D. C.. Er hält sich aus allem heraus, bis er seiner besten Freundin, der Senatorengattin Lynn Lockner ein Alibi gibt. Denn sie ist gerade über die Leiche ihres ermordeten Geliebten gestolpert.
In der grandiosen Charakterstudie „The Walker“ spielt Woody Harrelson den Charakter, den Schrader-Fans bereits aus „Taxi Driver“ (damals Robert De Niro), „American Gigolo – Ein Mann für gewisse Stunden“ (Richard Gere) und „Light Sleeper“ (Willem Dafoe) kennen: der Drifter, der die Gesellschaft von außen betrachtet und wegen einer für ihn unerreichbaren Frau seine Position als Beobachter aufgibt. Wie diese Filme ist „The Walker“ auch eine Analyse einer bestimmten Gesellschaftsschicht: hier der politischen Kaste in Washington, D. C., die sich in Räumen bewegt und verhält, als ob die Zeit kurz nach dem Bürgerkrieg stehen geblieben wäre.
Ein toller altmodischer Film, der seine deutsche Premiere auf der Berlinale erlebte, später, trotz der namhaften Besetzung, nur auf DVD veröffentlicht wurde und jetzt vom Ersten zur Geisterstunde (senderinterne Sprachregel: Prime-Time für gute Filme) versendet wird.
Mit Woody Harrelson, Kristin Scott Thomas, Lauren Bacall, Ned Beatty, Moritz Bleibtreu, Mary Beth Hurt, Lily Tomlin, Willem Dafoe
Das Schweigen der Lämmer (USA 1991, R.: Jonathan Demme)
Drehbuch: Ted Tally
LV: Thomas Harris: The silence of the lambs, 1988 (Das Schweigen der Lämmer)
FBI-Agentin Starling verfolgt einen Serienkiller und verliebt sich in den inhaftierten Hannibal Lecter.
Inzwischen schon ein Klassiker, der – zu Recht – etliche Oscars erhielt (Bester Film, Regie, Drehbuch, Hauptrolle). Beim wiederholten Sehen fällt auf, wie wenig von den schockierenden Ereignissen wirklich zu sehen ist – und wie konservativ die Kameraführung ist. Achten sie auf die erste Begegnung von Jodie Foster und Anthony Hopkins. Da ist keine Bewegung überflüssig, kein Schnitt zu viel und es wird sich in jeder Sekunde auf das Drehbuch und die Schauspieler verlassen.
Hitchcock hätte der Film gefallen.
Mit Jodie Foster, Anthony Hopkins, Scott Glenn, Ted Levine
„Der Mann, der niemals lebte“ ist der bekannteste Roman von David Ignatius, der in den USA seit Jahren als Journalist und Polit-Thrillerautor bekannt ist. Ridley Scott verfilmte den Thriller mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle.
Die deutschen Ausgaben seiner Thriller erscheinen inzwischen bei Rowohlt. Ignatius wird zwar von der Kritik für seine detaillierten Einblicke in die politische Situation des Nahen Ostens und die packenden Geschichten gelobt wird, aber er ist nicht gerade ein besonders produktiver Autor. Seit seinem Debüt 1987 veröffentlichte er nur sechs weitere Werke.
Deshalb ist es wenig erstaunlich, dass der gerade im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienene Thriller „Operation Beirut“ ein älteres Werk ist.
Es ist sein Debüt „Agents of Innocence“ von 1987, das bereits 1988 im List Verlag als „Die Wurzeln der Hölle“ erschien. Für die Neuausgabe wurde die Übersetzung überarbeitet.
Die Story (nach dem Klappentext):
Mission: Impossible
Libanon, 1969. Tom Rogers, Nachrichtenoffizier der CIA, wird nach Beirut versetzt. Seine Aufgabe: Informationen über palästinensische Untergrundorganisationen zu beschaffen. Dabei gelingt ihm ein Coup – Jamal Ramlawi, ein hochrangiges Mitglied der Fatah, erklärt sich bereit, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Doch will er das wirklich? Die beiden Männer trennen Welten, und ein gefährliches Spiel voller Täuschungen und Intrigen nimmt seinen Lauf …
Unter Verdacht: Laufen und Schießen (D 2010, R.: Ed Herzog)
Drehbuch: Wolfgang Stauch
Kriminalrätin Eva Prohacek darf wieder im internen Schmutz der Polizei herumwühlen. Dieses Mal ermittelt sie, weil die Polizisten, wenn in Villen ein Einbruch gemeldet wird, immer zu spät am Tatort eintrifft, gegen ein ganzes Polizeirevier. Als bei einem Einsatz eine junge Polizistin stirbt, hat Eva Prohacek eine erste Spur.
Dank dem bewährten Team dürfen wir auf die bewährte Qualität hoffen. Kaum zu glauben, dass die Serie seit fast zehn Jahren und fünfzehn Folgen ihr Niveau hält.
mit Senta Berger, Rudolf Krause, Gerd Anthoff, Tim Bergmann, Philipp Moog, Johann von Bülow, Justus von Dohnányi
Wenn an Heiligabend ein Mann durch den Wald läuft, er in letzter Minute einen Zug erreicht und kurz darauf in einem Abteil stirbt, dann ist in einem Film das Verhängnis für die Mitreisenden nicht weit. Auch in Brian Kings Debütfilm „Night Train“ ist da so. Denn die beiden neben dem Toten im Abteil sitzenden Menschen, der betrunkene Vertreter Peter Dobbs (Steve Zahn) und die junge, blonde Medizinstudentin Chloe White (Leelee Sobieski) sehen sich das Gepäck des Toten an und entdecken eine kleine Schachtel. Peter kann einen Blick hineinwerfen und er entdeckt Juwelen im Wert von mehreren Millionen. Seine Chance auf ein neues Leben!
Auch Chloe will diese Chance ergreifen. Der Schaffner Miles (Danny Glover) will zunächst, ganz nach Vorschrift, den Vorfall melden. Aber mit dem Geld könnte er seiner kranken Frau helfen. Also beschließen die drei, die sich bisher noch nie begegnet sind, die Leiche verschwinden zu lassen und das Vermögen unter sich aufzuteilen.
Das ist leichter geplant, als getan. Und als an der nächsten Station ein Mann (Constantine Gregory) einsteigt und sich nach dem Toten erkundigt, wissen Miles, Peter und Chloe, dass sie ein ziemlich großes Problem haben. Dieser Mann, der in einem Sydney-Greenstreet-Ähnlichkeitswettbewerb einen guten Platz erreichen dürfte, nennt sich Mr. Gutman und seine Verabredung heißt Mr. Cairo. Krimifans kennen diese Namen aus Dashiell Hammetts auch verfilmtem Roman „Die Spur des Falken“. Das sind nicht die einzigen Namen, die bei Krimi- und Filmfans ein anerkennendes Nicken auslösen und andeuten, welchen Vorbildern Brian King (der auch das Drehbuch für den tollen SF-Film „Cypher“ schrieb) seine Referenz erweist. Nämlich der Schwarzen Serie, Alfred Hitchcock und den John-Huston-Humphrey-Bogart-Filmen.
Mr. Gutman verrät den Drei, dass auf der Box ein Fluch laste und er nicht die einzige Person sei, die sie haben wolle.
Und Chloe verblüfft Peter und Miles immer wieder. Denn die Blondine entpuppt sich ziemlich schnell als skrupellose Femme Fatale, die keine Probleme mit dem Zerstückeln von Leichen hat. Und das ist noch ihre harmloseste Tat.
„Night Train“ ist einer der kleinen Filme, die auf einem begrenzten Raum und mit wenigen Schauspielern eine ordentliche Portion an Thrill herausholen. Früher wäre „Night Train“ als eine Folge der „Twilight Zone“ oder von „Alfred Hitchcock präsentiert“ durchgegangen.
Dazu tragen auch die Bilder des fahrenden Zuges (heute computeranimiert, früher Modelleisenbahn), die seltsam zeitlose Ausstattung und der kammerspielartige Ton bei. Denn „Night Train“ ist über weite Strecken ein abgefilmtes Theaterstück, das kein Geld in Action-Sequenzen investieren konnte und sich dabei auf die Story und die Schauspieler verlassen musste.
Das funktioniert auch, bis im letzten Drittel des Films, sehr gut. Dann wird ziemlich unvermittelt das Blutzoll erhöht und die Lebensaussichten der wenigen Zugpassagiere tendieren gegen Null. Da hätte etwas mehr Zurückhaltung nicht geschadet.
Jedenfalls vergehen die knapp neunzig Minuten im „Night Train“ sehr zügig und dieser Zug erreicht ohne Verspätungen sein Ziel.
Night Train (Night Train, USA 2009)
Regie:Brian King
Drehbuch: Brian King
mit Danny Glover, Steve Zahn, Leelee Sobieski, Matthias Schweighöfer, Takatsuna Mukai, Togo Igawa, Richard O’Brien, Jo Marr, Constantine Gregory, Geoff Bell
–
DVD
Bronson Entertainment
Bild: 1.85:1 (16:9)
Ton: Deutsch, Englisch (DTS, Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial (angekündigt): Making of (23 Minuten), Interviews (29 Minuten), Original Trailer
Das ist ein Abend für die Berliner: Heute Abend startet im „Ex’n’Pop (Potsdamer Straße 157, Nähe U-Bahnhof Bülowstraße oder Kleistpark) um 20.00 Uhr die neue Veranstaltungsreihe „Querschläger“. Der Alexander Verlag, Distel Literaturverlag, Pendragon und Pulp Master wollen mehrmals im Jahr in einem angemessenen Rahmen ausgewählte Neuerscheinungen vorstellen.
Den Auftakt macht der Alexander Verlag mit einem Ross-Thomas-Abend (19. Februar 1926 – 18. Dezember 1995). Es wird die absolut empfehlenswerte Ross-Thomas-Werkausgabe und der neueste Band „The Yellow-Dog-Kontrakt“ (Yellow Dog Contract, 1976, deutsche, gekürzte Erstausgabe als „Geheimoperation Gelber Hund) präsentiert. Krimikritiker und Ross-Thomas-Fan Thomas Wörtche wird durch den Abend führen und im Kinosaal wird der Thriller „Bad Company“ (USA 1995) gezeigt. Regie führte Damian Harris. Ellen Barkin, Laurence Fishburne und Frank Langella spielen mit. Aber das Wichtigste ist: Ross Thomas schrieb das Drehbuch für den noirischen Polit-Thriller.
Und wer jetzt überlegt, ob er sich den Abend leisten kann: Der Eintritt ist frei.
LV: Robert Thomas: Huit Femmes, 1958/1962 (Theaterstück)
Weihnachten in einem verschneiten Landhaus: In der Nacht wird der Hausherr ermordet. Die Täterin ist eine der acht Frauen, die im Haus sind. Selbstverständlich hat jede von ihnen auch ein gutes Motiv das Ekel umzubringen.
Ein Cozy mit Gesang und einem Darstellerinnenensemble, das über jeden Zweifel erhaben ist und die Crème de la Crème des französischen Films versammelt.
Wenn „Lange Nacht“ ein Amifilm wäre, wäre der Film ein Kandidat für einen Totalverriss. Die Tricks sind schlecht. Die raren Actionszenen sind lächerlich. Für einen Horrorfilm gibt es zu wenig Blut und Gore. Immerhin orientiert sich „Lange Nacht“ mehr an den Teen-Horrorfilmen à la „Freitag, der 13.“ als ein psychologischen Thrillern, in denen die Dynamik innerhalb der Gruppe im Mittelpunkt steht. Dafür sind die einzelnen Charaktere zu blass gezeichnet und es gibt kaum Konflikte zwischen ihnen.
Auch die Story ist aus diesen Slasher-Filmen sattsam bekannt: eine Gruppe Jugendlicher fährt in den Wald und wird dann flugs von irgendjemand dezimiert. In „Lange Nacht“ sind das zuerst die jungen Dorfnazis und später irgendwelche Viecher, die an deformierte Gorillas erinnern, und anscheinend aus der Erde kommen.
Die Schauspieler sind; – nun, wahrscheinlich alles Laien. Die Dialoge funktional und banal, aber dadurch oft auch, im Gegensatz zu den TV-Film-Dialogen, ziemlich lebensnah. Einige Monologe tendieren ins Pseudophilosophische. Also alles nicht so toll.
Aber es darf nicht vergessen werden, dass „Lange Nacht“ nicht in nordamerikanischen Wäldern oder einem unserer Nachbarländer, sondern im benachbarten Brandenburg spielt und die Macher den Versuch unternommen haben, einen geradlinigen Horrorfilm zu inszenieren. Einen Film, der weitab von den Fördergremien und TV-Produktionen entstanden ist. Einen Film, der sich weigert, ein weiteres langatmiges Beziehungs- und Selbstfindungsdrama zu sein, in dem die jugendlichen Protagonisten sich stundenlang über ihre Befindlichkeiten unterhalten. Der Preis für diesen Mut ist das in jeder Sekunde sichtbare, viel zu geringe Budget, das nicht durch ein gutes Drehbuch ausgeglichen wird.
„Lange Nacht“ ist wahrlich kein guter Film. Es ist auch kein Film der versteckten Qualitäten. Aber es ist ein Versuch, aus dem deutschen Konsenskino auszubrechen und einfach einen geradlinigen Horrorfilm zu drehen, ohne in eine Blutorgie (die anschließend bei den Prüfgremien zu einer Schnittorgie führt) auszuweichen.
Und dafür muss man schon dankbar sein.
Lange Nacht – Der Anfang der Nacht ist das Ende der Welt (D 2009)
Regie: Till Kleinert
Drehbuch: Till Kleinert, Aaron Craemer
mit Isabelle Höpfner, Sarah Baumann, Volkram Zschiesche, Markus Staab-Poncet, Sebastian Stielke, Ulf Peter Schmidt, Sascha Kölzow, Mandy Rudski, Ketel Weber, Leo Solter
–
DVD
Bronson Entertainment
Bild: 1.78:1 (16:9)
Ton: Deutsch (DTS, Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch, Italienisch
Bonusmaterial (angekündigt): Originaltrailer, Audiokommentare, Making of
LV: Uwe Erichsen: Das Leben einer Katze, 1984 (später “Die Katze”)
In der Düsseldorfer Innenstadt endet ein Bankraub in einer Geiselnahme. Die Polizei umstellt die Filiale und ein nervenzerfetzendes Duell beginnt. Aber die Polizisten wissen nicht, dass sie von Probek beobachtet werden und dieser alles geplant hat.
Grandioser deutscher Action-Thriller, der sich nicht vor amerikanischen Vorbildern verstecken muss.
“Für einen bundesdeutschen Spielfilm zeigt ‚Die Katze‘ eine erstaunliche Professionalität: präzise Kamera- und Schauspielerführung, eine funktionelle Dramaturgie, eine funktionierende Geschichte.” (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms – Völlig überarbeitete Neuausgabe)
Beim Cognac Festival du Film Policier gab’s dafür den “Grand Prix” und den “FR3 Grand Prix” (Unwichtige Bonus-Information: Guy Hamilton war der Juryvorsitzende).
mit Götz George, Gudrun Landgrebe, Heinz Hoenig, Ralf Richter
Zwischen all den Cops, die von den Geistern der Vergangenheit gejagt werden, Alkoholiker, Choleriker und in fast jeder denkbaren Beziehung verkorkste Gestalten sind, sind die Jungs von der Stratetic Response Unit (SRU) in Toronto eine willkommen Abwechslung. Die SRU ist eine Spezialeinheit, die immer dann gerufen wird, wenn die Situation brenzlig ist. Das sind meistens Geiselnahmen, aber auch der Schutz gefährdeter Personen, das Überwältigen von Amokläufern, Snipern, Gangstern und Selbstmördern und auch die Hilfe bei potentiell gefährlichen Verhaftungen. Dabei ist ihr oberstes Ziel immer, dass bei ihren Einsätzen niemand stirbt. Auch nicht die Täter. Stattdessen versuchen sie, die Täter mit Worten zur Aufgabe zu bewegen. Dafür müssen sie auch herausfinden, warum er das tut, was er tut. Entsprechend genau werden die Hintergründe der Tat von den Polizisten ermittelt. Die Mitglieder der SRU sind Profis, die ihre Arbeit erledigen und, auch ohne dass es in jeder Folge ellenlange private Plots gibt, dreidimensionale Charaktere mit einem Privatleben. Aber, wie in den alten Polizeiserien, steht in „Flashpoint – Das Spezialkommando“ die Arbeit und damit verbunden der aktuelle Einsatz im Mittelpunkt.
Dabei sind die Fälle der zweiten Staffel noch besser als die der ersten Staffel. Schon in der ersten Staffel hatten die Täter immer gute Gründe für ihr Handeln und oft wechselten während der Episode die Sympathien vom Opfer hin zum Täter. Aber in der zweiten Staffel werden die Polizisten der SRU immer öfter vor Entscheidungen gestellt, in der sie nur die Wahl zwischen zwei schlechten Entscheidungen haben oder etwas tun müssen, wozu sie nach dem Gesetz verpflichtet sind, das aber ihren normalen menschlichen Empfindungen zuwiderläuft. So meint Sergeant Gregory Parker, der Chef der SRU, am Ende von „Zum Schutz des Bösen“ zur neuen Kollegin Donna Sabine, die eine Polizistin erschießen musste: „Wenn wir etwas gut machen, heißt das nicht, dass wir uns auch gut fühlen müssen.“
In dieser Folge müssen sie auf einem Flughafen einen Serienmörder beschützen, der sicher vom Flugzeug ins Gefängnis gebracht werden soll. Aber einige Bürger und Angehörige der Opfer des Mörders wollen nicht, dass der Mörder einer Bestrafung entgeht.
In der ebenfalls ziemlich noirischen Episode „Der letzte Tanz“ drohen sie einem Mann, ihn zu erschießen, wenn er vor ihren Augen versucht, den Wunsch seiner todgeweihten Frau auf einen Freitod zu erfüllen.
Öfters stehen in der zweiten Staffel jugendliche Täter im Mittelpunkt. In „Freund für immer“ überfallen zwei Jugendliche einen Lebensmittelladen. Donnie will so für seinen einzigen wirklichen Schulfreund das Geld besorgen, das dessen Eltern dringen benötigen, wenn sie in Toronto bleiben wollen.
In „Amoklauf“ will sich ein künstlerisch begabter Jugendlicher für die zahlreichen Demütigungen von seinen Klassenkameraden rächen. Die Sache läuft aus dem Ruder. Am Ende gibt es Verletzte und das SRU muss einen Vater verhaften, der seinen Sohn beschützen wollte.
In „Die perfekte Familie“ entführen zwei Jugendliche ein Baby. Sie hatte es an Pflegeeltern abgegeben. Als ihr Freund, ein ziemlich verantwortungsloser Hallodri, der seine Jugend in zahlreichen Pflegefamilien verbrachte, auf heile Familie machen will, schnappen sie sich das Baby. Bei der Verfolgungsjagd kann die SRU nicht wie üblich agieren, weil der Schutz des Babys oberste Priorität genießt. In einem Vergnügungspark kommt es zum deprimierendem Showdown.
Und in „Eine bessere Zukunft“ versucht Derek Medeiros dem Ghetto und der Gangkriminalität zu entkommen. Er arbeitet inzwischen in einem Krankenhaus und er versucht seinen jüngeren Bruder Matt von der Straße fernzuhalten. Als Matt angeschossen wird, muss Derek sich zwischen seinem neuen und seinem alten Leben entscheiden. Denn die Gang verfolgte sie ins Krankenhaus und will sie umbringen. Die SRU versucht die verfeindeten Parteien vor einem tödlichen Schusswechsel zu isolieren.
In „Der Verrat“ können die Sgt. Gregory Parker und seine Männer eine Geiselnahme in einer Bank schnell und unblutig beenden. Da nimmt einer der Geisel den Geiselnehmer als Geisel. Denn seine schwangere Frau wurde von Gangstern entführt und er soll ihnen jetzt eine halbe Million überweisen. Verschärft wird die Situation, weil der Geiselnehmer und die Geisel seit langem miteinander befreundet sind.
Um den Schutz von Kindern geht es auch in „Die Festung“. In dieser Folge wollen einige russische Gangster eine Nobelvilla ausräumen. Da tauchen die Kinder des Hausbesitzers auf und das Kindermädchen versucht die Kinder zu beschützen. Denn es ist für sie ein Unterschied, ob sie bei einem Diebstahl oder bei einer Geiselnahme, die mit einigen Toten enden kann, hilft.
Und in der Auftaktfolge „Obdachlos“ wollen drei Männer einen Banker, der sie mit seinen windigen Versprechen in den Ruin trieb, zur Rede stellen. In dieser Folge wird auch die Hilflosigkeit der Opfer der Bankenkrise gezeigt. Sie werden von anonymen Banken, ohne sich dagegen wehren zu können, um ihr mühsam erspartes Geld gebracht.
Gerade weil auch in der zweiten Staffel der kanadischen Polizeiserie „Flashpoint – Das Spezialkommando“ der aktuelle Einsatz und damit die Täter und Opfer und die Hintergründe für die Tat im Vordergrund stehen, regt die Serie immer wieder zum Nachdenken an. Gleichzeitig gibt es immer auch eine ordentliche Portion Action, ohne dass die Action übertrieben wirkt, und etliche atmosphärische Aufnahmen vom winterlichen Toronto.
Während die neun Folgen den Krimi- und Drama-Fan in jeder Hinsicht befriedigen, ist das Bonusmaterial mit zwei kurze, insgesamt siebenminütige Featurettes, enttäuschend. Das ist kaum mehr als nichts.
Flashpoint – Das Spezialkommando: Staffel 2 (Kanada 2009)
Erfinder: Mark Ellis, Stephanie Morgenstern
mit Hugh Dillon (Ed Lane), Enrico Colantoni (Sgt. Gregory Parker), Amy Jo Johnson (Julianna ‘Jules’ Callaghan), David Paetkau (Sam Braddock), Sergio Di Zio (Mike Scarlatti), Michael Cram (Kevin ‘Wordy’ Wordsworth), Mark Taylor (Lewis Young), Jessica Steen (Donna Sabine)
Mit Schirm, Charme und Melone: Auftrag: Angst (GB 1961, R.: Peter Hammond)
Drehbuch: Berkeley Mather
Nachdem Arte 2009 die legendären Folgen von „Mit Schirm, Charme und Melone“ zeigte, zeigt der Sender ab heute werktäglich die ersten 54 Folgen von „Mit Schirm, Charme und Melone“. Diese Folgen liefen noch nie im deutschen Fernsehen und gerade die ersten Folgen der Serie unterscheiden sich beträchtlich von den späteren Folgen. Denn Emma Peel ist noch nicht dabei und John Steed spielt die zweite Geige. Die Hauptrolle in der Agentenserie hat der Arzt Dr. David Keel, der dem Organisierten Verbrechen den Krieg erklärte, nachdem Verbrecher seine Frau töteten.
In „Auftrag: Angst“ kämpft Keel gegen eine Erpresserbande.
mit Ian Hendry, Patrick Macnee, David Andrews, Dawn Beret, Ingrid Hafner, Philip Gilbert, Philip Locke, Stratford Johns, Willoughby Goddard