Seit einigen Wochen läuft die hochgelobte TV-Serie „Mad Men“ über eine Werbeagentur in den Sechzigern mittwochs um 22.30 Uhr auf ZDFneo. Der Spartensender mit dem guten Programm hat sich, nachdem kein Privatsender zuschlagen wollte, die Serie geschnappt.
Und egal was man von der Serie hält, eines muss man konstatieren: die Macher haben sich viel Mühe gegeben, die damalige Zeit wiederauferstehen zu lassen. Das ist ihnen so gut gelungen, dass es inzwischen etliche „Mad Men“-Stilguides gibt und auch Jesse McLeans Begleitbuch „Mad Men – Die Könige der Madison Avenue“ widmet dem Zeitkolorit viele Seiten. Er schreibt über damals populäre Bücher, Filme, Lieder, Orte und Werbekampagnen, die in der Serie erwähnt werden, und natürlich wird, wie es sich für ein Begleitbuch zu einer Serie gehört, jede einzelne Folge ausführlich besprochen. In „Mad Men – Die Könige der Madison Avenue“ sind es die Episoden der ersten beiden Staffeln. Dabei sind McLeans Besprechungen eher kleine Essays, in denen er auf bestimmte Details in der Folge hinweist, Interpretationen anbietet und so das Vergnügen beim Sehen steigert. Als Zusammenfassungen der Episodenhandlung taugt der Serienführer allerdings nicht. Dafür wendet McLean sich als Fan zu sehr an andere Fans, die die Serie ebenfalls gesehen und die DVDs im Regal stehen haben.
Gerade diese Fanperspektive, die durch eine bedingungslose Liebe zur Serie gekennzeichnet ist, stört immer wieder. Zum Beispiel schreibt er zur dritten Folge „Figaros Hochzeit“: „Wenn eine Figur, die man kennengelernt hat, plötzlich mit einem anderen Namen angeredet wird, bringt einen das völlig aus dem Konzept. Wie bei der VW-Werbung (und dem Auto selbst) und bei der netten Geschiedenen, die einfach geht, um zu gehen, wird hier klar, dass in dieser Serie nichts so ist wie in den Serien, die wir bisher gesehen haben.“
Oder, einige Seiten später, in der Besprechung von „Rückgrat“: „Die Tatsache, dass Betty Glen eine Strähne ihrer seidigen Locken schenkt, zählt zu den aus heiterem Himmel kommenden, unvergesslichen Schockmomenten der Serie.“
Für Nicht-Fans sind diese Szenen nicht so schockierend und es stellt sich (jedenfalls bei den bislang im Fernsehen ausgestrahlten Folgen) immer wieder die Frage, wie sehr es den Machern wirklich um die einzelnen Charaktere und ihre Nöte geht. Denn das durchaus bedächtige Inszenieren der Innenräume, der Kleider, der Accessoires, der Frisuren und wie man sich mit den richtigen Gesten und Bewegungen stilecht inszeniert, nimmt viel Zeit in Anspruch.
Auch dass die am 19. Juli 2007 gestartete AMC-Serie „Mad Men“, wie McLean schreibt, einer „der ersten großen Durchbrüche des neuen Jahrhunderts“ sei, kann daher bezweifelt werden. Und es gab in den vergangenen Jahren etliche wichtige Serien, wie „24“, „The Shield“, „The Wire“, „Battlestar Galactica“, „Lost“ und noch viele andere (Sie können hier einfach ihre persönliche bahnbrechende Lieblingsserie einsetzen). Die haben vielleicht nicht so viele „Ich ziehe mich an wie XY“-Shootings und von den sechziger Jahren beeinflusste Werbekampagnen initiiert, aber für das serielle Erzählen im Fernsehen sind sie wichtiger.
Vor dem Serienführer gibt es einige Informationen über die Hauptdarsteller. Die Entstehung der Serie und die Biographie des Serienerfinders Matthew Weiner werden auf zwölf Seiten abgehandelt. Diese Biographien sind der schwächste Teil des Buches. Die Informationen aus zweiter Hand lesen sich wie Werbetexte. Auch da hätte etwas professionell-journalistische Distanz gutgetan.
Denn „Mad Men – Die Könige der Madison Avenue“ ist das Buch eines Fans, das sich in erster Linie an andere Fans richtet. Als Begleitbuch zur Serie ist es, trotz aller Kritik, bei dem Preis, empfehlenswert. Schließlich erfährt man einiges über die Welt der Werbeleute in Manhattan in den frühen Sechzigern.
Jesse McLean: Mad Men – Die Könige der Madison Avenue
(übersetzt von Karlheinz Dürr und Karin Schuler)
Ullstein, 2010
368 Seiten
9,95 Euro
–
Originalausgabe
Kings of Madison Avenue – The Unofficial Guide to Mad Men
Drehbuch: Walter Hill, William Fairchild (ungenannt)
LV: Desmond Bagley: The freedom trap, 1971 (Lebenslänglich mit Rückfahrkarte)
Geheimagent Rearden soll sich im Knast mit einem Sowjetagenten anfreunden. Sie werden von Freunden des Sowjetagenten befreit. Auf ihrer Flucht dämmert Rearden, dass er nur eine Marionette in einem viel größeren Spiel ist.
Spannender Agententhriller (wobei die Agenten-Sache eher nebensächlich ist)
mit Paul Newman, James Mason, Dominique Sanda, Ian Bannen
Heute startet zum siebten Mal das Bürger- und Menschenrechtsfilmfestival „One World Berlin“. Die Humanistische Union präsentiert, wie in den vergangenen Jahren, einige Filme (und weil ich im Vorstand der HU bin,…). Das Festival findet im Kino Arsenal (S/U-Bahnhof Potsdamer Platz) vom Donnerstag, den 25. November, bis zum Mittwoch, den 1. Dezember statt.
Günter Piening (Senatsbeauftragter für Migration und Integration)
Karin Jurschicks beobachtender Dokumentarfilm begleitet einen vorbereitenden Integrationskurs an der Volkshochschule Köln, der mit dem „Zertifikat Deutsch“ endet. Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten müssen seit 2005 den Kurs besuchen, wenn sie eine Einbürgerung anstreben, ihre Aufenthaltserlaubnis verlängern oder Transferleistungen erhalten möchten. In 645 Unterrichtsstunden sollen grundlegende Sprachkenntnisse, die ‚deutsche Kultur‘ und ‚demokratische Grundwerte‘ vermittelt werden. Diese Integrationskurse (2009 wurde das Curriculum modifiziert) sind umstritten.
Karin Jurschicks Film gewährt einen ungewöhnlichen Einblick in den Kursalltag und lässt die Teilnehmer zu Wort kommen.
Anja Kofbinger (Mitglied im Abgeordnetenhaus für Bündnis 90/Die Grünen, Schriftführerin im Petititonsausschuss des Abgeordnetenhauses)
„Worüber beschwerst Du Dich eigentlich?“ Dieser Frage sind die finnischen Künstler Tellervo Kalleinen und Oliver Kochta-Kalleinen nachgegangen. Das finnische Wort ‚Valituskuoro‘, wörtlich übersetzt Complaints Choir oder Beschwerdechor, bezeichnet eine Situation, in der viele gleichzeitig ihrem Ärger Luft machen. Warum, fragten sie sich, nicht die Idee wortwörtlich nehmen und mit einem wahrhaftigen Beschwerdechor ein Forum zur spielerischen Artikulation von Unmut bieten? Aus diesem semantischen Spiel ist ein weltumspannendes partizipatorisches Kunstprojekt geworden.
Menschen von Hamburg bis Hongkong, Juneau bis Jerusalem und Malmö bis Melbourne haben sich bei dem finnischen Künstlerduo gemeldet, einen Chor zusammengetrommelt, Beschwerden gesammelt, zu Liedtexten verarbeitet und diese einstudiert. Höhepunkt der Aktion ist eine Aufführung im öffentlichen Raum der jeweiligen Stadt, die mit Video aufgezeichnet und im Internet archiviert wird.
Ada Bligaards Søbys Langfilmdebüt begleitet Chorprojekte in Chicago und Singapur. Den
Soundtrack steuerte der dänische Electronica-Musiker und -Produzent Trentemøller.
Rosi Will (Bundesvorsitzende Humanistische Union) und
Julia Scherf (Leiterin des Asien-Referats der Heinrich-Böll-Stiftung)
14. September, 2001. Ein ehrgeiziger TV-Reporter (gespielt vom pakistanischen Popstar Ali Zafar) freut sich auf seinen neuen Job in den USA. Auf dem Flug löst ein zu Boden gefallenes Messer folgenschwere Missverstände aus. Der Journalist erhält ein lebenslanges Einreiseverbot und findet sich im Krieg gegen den Terror verwickelt. Eine Kette aberwitziger Ereignisse nimmt seinen Lauf, bis er schließlich Al-Kaida-Videobotschaften mit einem Osama-Double fingiert…
Die Bollywood-Verwechslungskomödie erfreut sich großer Beliebtheit in USA und Indien, wurde aber in dem Heimatland des Hauptdarstellers verboten. Sie nimmt den Terrorkrieg der USA, den Islamismus und das Karrierestreben von Journalisten auf die Schippe.
Otfried Nassauer (Direktor des Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit [BITS])
Thomas Wiegold (Journalist, angefragt)
Juan Restrepo war Sanitäter in der US-Armee. Er war in Afghanistan stationiert. 2007 kam er bei Kampfhandlungen um. Seine Kameraden der 173. Luftlandebrigade haben einen Außenposten im Korengal-Tal im östlichen Afghanistan nach ihm benannt. Dieses Gebiet gilt als das gefährlichste im ganzen Land. Täglich kommt es zu Kämpfen zwischen US-Truppen und Taliban.
Ein Jahr begleiteten der Journalist Sebastian Junger („Der perfekte Sturm“) und der Fotograf Tim Hetherington als „embedded reporters“ die Einheit. Sie schildern die Geschehnisse des inzwischen längsten Krieges, in dem die USA verwickelt sind, aus der Perspektive der einfachen Soldaten.
„Restrepo“ wurde beim Sundance Filmfestival 2010 als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.
40 Jahre „Tatort“ ist für das Erste vor allem die Gelegenheit, uns mit einem munteren Rateabend zu beglücken, bei dem „Tatort“-Kommissare und Promis beweisen können, was sie über die Reihe wissen.
Der Fan fragt sich, warum das Erste nicht vielleicht einen besonderen „Tatort“ (zum Beispiel alle Kommissare lösen einen Fall oder ein aktueller Fall, der einen alten Fall weitererzählt) oder eine gute Dokumentation produzierte.
Stattdessen gibt es wohl so tolle Fragen, wie „Welcher ‚Tatort‘-Kommissar spielte in einem anderen ‚Tatort‘ einen Verbrecher?“.
Am 24. November 1910 wurde Jean Meckert in Paris geboren. Am 7. März 1995 starb er in Paris. Er schrieb unter seinem Namen und unter verschiedenen Pseudonymen zahlreiche Romane. Als Jean Amila schrieb er von 1950 bis 1985 gut zwei Dutzend Krimis für die Série noire des Gallimard-Verlages.
In Deutschland veröffentlicht der Conte-Verlag inzwischen die Krimis von Jean Amila als deutsche Erstveröffentlichungen. Denn zu Lebzeiten wurden nur zwei Bücher von Amila ins Deutsche übersetzt. Auch der vor wenigen Tagen veröffentlichte Gangsterkrimi „Auf Godot wartet keiner“ ist eine Erstveröffentlichung und obwohl (oder weil?) das Buch schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat, ist es eine sehr vergnügliche Lektüre. Denn bei all ihren unmoralischen Handlungen, wie Brandstiftung, Diebstahl, Einbruch, Mord und Schläge, bewahren sich alle Charaktere eine kindliche Unschuld. Es wird zwar gestorben, aber so schlimm ist das nicht. Nur einer trauert. Félix heißt dieser Tropf, dessen zweiter Vorname „Harmlosigkeit“ und sein dritter „Vertrauensseligkeit“ ist. Seine von ihm über alles geliebte Frau starb vor drei Jahren bei einem Kaufhausbrand bei dem insgesamt vierzig Menschen starben. Am Ende der Gerichtsverhandlung stand ein Freispruch, weil dem Besitzer keine Schuld nachgewiesen werden konnte. Es war, so das Gericht, einfach Pech gewesen. Wie auch bei einigen anderen Kaufhäusern des gleichen Besitzers. Und die Versicherung deckte ihn immer.
Jetzt ist Félix, Beamter bei der Bahnpost, in Paris. Er will einen Killer engagieren oder eine Schusswaffe kaufen und den Bösewicht zur Strecke bringen. Hilfe erwartet er dabei von seiner Ex-Frau Angèle Maine, die gute Verbindungen zur Halb- und Unterwelt hat. Auch ihr derzeitiger Geliebter Riton Godot ist ein Gangster, der gerade mit einem kleinem Gangsterkrieg mit der Paconibande vollauf beschäftigt ist.
Maine hält von dem Ansinnen ihres Ex-Mannes absolut nichts und will ihn am liebsten sofort wieder zurück in die Provinz schicken. Aber Godot wittert die Chance auf ein gutes Geschäft. Und Maines Tochter Colette verknallt sich in Godots Schergen Jo, der irgendwann die Lust am Verbrecherhandwerk verliert.
Es ist also einiges los im Paris der fünfziger Jahre.
LV: Emile Zola: La bete humaine, 1890 (Der Totschläger)
Lokführer Jacques Lantier verliebt sich in die Frau des Bahnhofvorstehers Roubaud. Sie überredet Lantier ihren Gatten umzubringen.
Beeindruckendes Drama und einer der besten Filme von Jean Renoir.
André Bazin, langjähriger Freund von Renoir und Herausgeber von „Cahiers du Cinéma“, schrieb zu „Bestie Mensch“: „Insgesamt lässt sich sagen, dass Renoir den Roman an fast allen Stellen verbessert hat. Die Darstellung des technischen Milieus bleibt im Film nicht hinter der des Romans zurück, ja übertrifft sie recht häufig. Die Motivierung der Charaktere ist bei Renoir viel besser. Denn er begründet sie nicht aus der Psychologie, sondern aus einer Metaphysik des Schauspielers. Was man auf der Leinwand sieht, ist nicht die Mordlust eines Lantier, sondern die von Gabin…Insgesamt hat Renoir die Geschichte fachgerecht nach den Regeln des Kinos dramatisiert und vereinfacht, und das Ergebnis ist besser als der Roman. Man könnte fast sagen: die wenigen Schwächen des Drehbuchs sind Überbleibsel aus dem Roman.“
Myron Bolitar, Sportagent und Privatdetektiv ohne Lizenz, ist zurück und dieses Mal muss er sich auf Weltreise begeben. Denn Terese Collins ruft ihn aus Paris an. Sie hatten vor zehn Jahren eine kurze, aber heftige Beziehung. Seitdem gingen sie wieder getrennte Wege. Jetzt bittet sie ihn um Hilfe, denn ihr Ex-Mann Rick Collins ist spurlos verschwunden. Er ist ein investigativer Journalist, der wahrscheinlich eine große Story recherchierte und, egal in welchem Erdloch sie in der Vergangenheit in den Krisengebieten der Welt waren, er hatte nie Angst. Aber jetzt hatte er, als er sie nach Paris einlud, Angst. Er muss also etwas unglaublich schlimmes entdeckt haben.
Kurz nach Myrons Ankunft wird seine Leiche gefunden. Die Dinge werden schnell komplizierter. Denn bei Ricks Leiche wird DNA von Tereses Tochter gefunden. Das ist allerdings unmöglich. Denn sie starb vor zehn Jahren in London bei einem Autounfall. Kurz nach dieser Entdeckung versuchen einige Männer Myron zu entführen. Myron wehrt sich, es kommt zu einem Schusswechsel auf offener Straße. Bevor die Polizei Myron und Terese verhaften kann, flüchten sie mit der Hilfe von Myrons skrupellosem Freund mit dem unbegrenzten Bankkonto Windsor Horne Lockwood III, kurz und zutreffend Win genannt, nach London. Dort, so glauben sie, liegt die Lösung für das Rätsel.
Myron, Win und Terese haben in diesem Moment zwar noch keine Ahnung, was Rick entdeckt hat, aber es muss etwas sehr Großes sein. Denn neben der französischen Polizei und diversen Gangstern ist auch der Mossad involviert und Interpol reagiert verdächtig schnell auf Myrons Schießerei in Paris.
Allerdings ist die sich schon relativ früh abzeichnende Lösung der Pferdefuß von Myron Bolitars neuntem Fall. Denn es geht in „Von meinem Blut“ nicht mehr um einen kleinen Mord, Entführung und die Vertuschung einiger Straftaten, sondern um das große Komplott, in dem; – nun, ohne zu spoilern kann ich nur sagen, der freie Westen auf dem Spiel steht.
Das erinnert dann an die Pulps von Mickey Spillane, wenn er Mike Hammer (seltener), Tiger Mann (immer) und, in dem posthum erschienenen „Das Ende der Straße“ (Dead Street), Jack Stang gegen die bösen Kommunisten (damals) und Terroristen (eher heute) auf die Jagd schickte. Doch was bei dem Geheimagenten Tiger Mann funktionierte, funktioniert bei dem Privatdetektiv Myron Bolitar nicht.
Denn gerade in der zweiten Hälfte des Buches, wenn Myron und Win so langsam die vielen losen Fäden miteinander verknüpfen, entdecken sie eine hübsche Paranoia-Phantasie, die eher in einen pulpig-trashigen Polit-Thriller als in einen Privatdetektivkrimi gehört. Vor allem nicht in einen Privatdetektivkrimi, in dem der Held in der Vergangenheit vor allem dann als Detektiv tätig wurde, wenn er die Unschuld eines seiner Sportklienten beweisen musste. Das war immer eine unterhaltsame Lektüre. Dagegen ist der neunte Myron-Bolitar-Krimi „Von meinem Blut“ vor allem eine trashige Lektüre, die man besser nicht mit den früheren Myron-Bolitar-Krimis vergleicht.
Der Pate – Teil 1 (USA 1977, R.: Francis Ford Coppola)
Drehbuch: Mario Puzo, Francis Ford Coppola
LV: Mario Puzo: The godfather, 1969 (Der Pate)
Die Mafia als gepflegter Familienbetrieb. Ein immer wieder gern gesehener Klassiker.
Allerdings heute wieder in der vierteiligen, chronologisch-erzählten und ziemlich unbekannten TV-Version. Coppola schnitt die beiden ersten ersten „Der Pate“-Filme neu und integrierte auch Szenen, die nicht in den Kinofilmen enthalten sind.
Die nächsten Teile gibt’s an den kommenden Abenden.
Mit Marlon Brando, Al Pacino, James Caan, John Cazale, Robert Duvall, Diane Keaton, Sterling Hayden, Al Lettieri, Talia Shire
Der US-Kinostart der Michael-Connelly-Verfilmung „The Lincoln Lawyer“ (Der Mandant) ist am 18. März 2011. Der deutsche Kinostart ist noch unklar, aber dafür ist jetzt der erste Trailer draußen:
Naja. Hippe Optik, aber für mein Empfinden ist Matthew McConaughey einfach zehn Jahre zu jung für Michael Haller und ich hab absolut keine Ahnung, wie die die zweite Hälfte des Romans (der fast ausschließlich im Gerichtssaal spielt) auf die Leinwand bringen wollen.
Leaving Las Vegas – Liebe bis in den Tod (USA 1995, R.: Mike Figgis)
Drehbuch: Mike Figgis
LV: John O’Brien: Leaving Las Vegas, 1990 (Leaving Las Vegas)
Ben ist Drehbuchautor und Trinker. Er macht sich auf den Weg nach Las Vegas, um sich dort zu Tode zu trinken. Da trifft er Sera, eine Hure, die seine Begleiterin auf seinem Trip in den Tod wird.
Beeindruckendes Trinkerdrama, das nach einem autobiographischem Roman entstand und für das Nicolas Cage unter anderem einen Oscar als bester Darsteller erhielt. Im Nachhinein beendete „Leaving Las Vegas“ die Phase in Cages Leben, in der er ein ernstzunehmender Schauspieler war. Danach trat er in „The Rock“, „Con Air“ und „Face/Off – Im Körper meines Feindes“ (der im Vergleich zu den beiden vorherigen Filmen ein tiefsinniges Drama ist) auf. Zuletzt trat er in „Duell der Magier“ auf.
mit Nicolas Cage, Elizabeth Shue, Julian Sands, Emily Procter, Valeria Golino, Mike Figgis, R. Lee Ermey, Mariska Hargitay, Danny Huston, Bob Rafelson, Xander Berkeley, Lou Rawls, Julian Lennon
Die Mystery Writers of America (MWA) haben Sara Paretsky zum Grandmaster 2011 ernannt. Mit ihrer Privatdetektivin Vic Warshawski wurde 1982 das Tough-Guy-Genre um eine nicht minder schlagkräftige und schlagfertige Frau erweitert und seitdem gab es unzählige weibliche PIs. Paretsky gehörte außerdem zu den Gründerinnen von Sisters in Crime.
„The mystery genre took a seven-league stride thanks to Sara Paretsky, whose gutsy and dauntless protagonist showed that women can be tough guys, too,“ said Larry Light, Executive Vice President of Mystery Writers of America. „Before, in Sara’s words, women in mysteries were either vamps or victims. Her heroine, private eye V.I. Warshawski, is whip-smart and two-fisted, capable of slugging back whiskey and wrecking cars, and afire to redress social injustice.“
In Deutschland hatte Sara Paretsky dagegen einen schweren Stand. Zuletzt erschien „Feuereifer“ (Fire Sale, 2005). Das Einzelwerk „Bleeding Kansas“ (2007) wurde nicht übersetzt. Ihr vorletzter Warshawski-Krimi „Hardball“ (2009) ist für April 2011 bei Dumont angekündigt und für ihren neuesten Warshawski-Krimi „Body Work“ (2010) gibt es noch keinen deutschen Veröffentlichungstermin.
Die Preisverleihung ist am 28. April 2011 in New York City.
Im 19. Jahr haben die Macher die Berlin-Brandenburgischen Buchwochen in „Stadt Land Buch“ umbenannt und sie verleihen zum ersten Mal einen Preis für den besten Katzenkrimi. Anscheinend gibt es da viele Bücher und Fans. Hm.
Jedenfalls startet der Marathon am Sonntag, den 21. November, und endet am Montag, den 28. November, und für Krimifans ist, neben dem Katzenkrimipreis, auch einiges im Angebot:
am Montag, den 22. November, liest Sabine Alt aus „Gegen das Licht“ und Hellmuth Karasek aus „Billy Wilder – Eine Nahaufnahme“.
am Mittwoch, den 24. November, lesen Horst Bosetzy (-ky), Martina Arnholt, Barbara Ahrens und Heidi Ramlow aus „Berliner Morde“ und „Ran an ’n Sarg und mitjeweent“,
am Donnerstag, den 25. November, wird der Katzenkrimipreis verliehen,
am Freitag, den 26. November, liest Horst Bosetzky (-ky) aus „Rumbalotte“ und Christian Brückner aus Umberto Ecos „Das Foucaultsche Pendel“.
Das waren die Berliner Termine. In Frankfurt (Oder) wird am Donnerstag, den 25. November Rainer Kaufmanns Ingrid-Noll-Verfilmung „Kalt ist der Abendhauch“ gezeigt.
LV: John Buchan: The Thirty-Nine Steps, 1915 (Die neundundreißig Stufen)
Richard Hannay wird verdächtigt einen Spion umgebracht zu haben. Die Suche nach dem Mörder führt ihn durch halb England zu einem mordlüsternem Spionagering.
Schon seit Jahren nicht mehr gezeigter Hitchcock-Klassiker. Der “Anlass” für die derzeitigen Wiederholungen ist der 110. Geburtstag des Meisters der Suspense am 13. August.
“Was mir bei The 39 Steps gefiel, waren die jähen Umschwünge und das rapide Springen von einer Situation in die nächste. (…) Sollte ich The 39 Steps noch einmal drehen, dann würde ich wieder nach diesem Rezept vorgehen. Aber das kostet wirklich eine Menge Arbeit. Man muss einen Einfall auf den anderen folgen lassen, und das unheimlich schnell.” (Alfred Hitchcock zu Peter Bogdanovich)
Mit Madeleine Carroll, Robert Donat, Lucie Mannheim, Godfrey Tearle, Peggy Ashcroft, John Laurie
Vor fünf Jahren wurde die erste Staffel von „Einsatz in Manhattan“, wie „Kojak“ in Deutschland hieß, veröffentlicht und sie verkaufte sich wohl nicht so toll. Denn erst jetzt wurde die zweite Staffel der in den siebziger Jahren weltweit erfolgreichen Polizeiserie mit Lt. Theo Kojak von Revier Manhattan Süd als Helden (Kennzeichen: Glatze, Lolli, immer gut gekleidet, immer einen sarkastischen Spruch auf den Lippen) veröffentlicht.
Die dritte Staffel ist für Anfang Dezember angekündigt und man kann nur hoffen, dass dann einige Fehler der jetzt vorliegenden Veröffentlichung nicht wieder gemacht werden. Denn so hübsch das Cover auch ist, der Inhalt ist eine einzige Enttäuschung. Universum veröffentlichte nicht die Originalfolgen, sondern die deutschen Fassungen. Diese wurden, aufgrund des damaligen ARD-Sendeschemas, bei der Erstausstrahlung gnadenlos von knapp 50 Minuten auf unter 45 Minuten gekürzt. Damit ist die zweite Staffel für Filmfans mit filmhistorischen Ambitionen wertlos. Bei der ersten Staffelbox wurden dagegen die Originalversionen auf die DVDs gepresst und es kam dann bei den damals gekürzten Passagen zu einen Sprachwechsel vom Deutschen ins Englische (der mich, weil ich mir die Folgen im Original ansah, nicht störte).
Die Bildqualität der einzelnen Folgen der zweiten „Kojak“-Staffel schwankt von Folge zu Folge zwischen abgenudelt-matschigem VHS-Tape und halbwegs scharf, aber viel zu hell und immer wieder mit falschen Farben; wobei in den späteren Folgen das Bild besser wird (oder man sich einfach an die Qualität gewöhnt hat). Insgesamt ist das Bild, im Vergleich zu anderen TV-Serien, die ähnlich viele Jahre auf dem Buckel haben, durchgehend entsetzlich schlecht.
Da ist der Verzicht auf Untertitel und Bonusmaterial (abgesehen von drei Texttafeln zur Serie und einer auf der Innenseite des Covers abgedruckten Episodenguide) nur konsequent.
Neben der grottigen Umsetzung fällt, vor allem in den ersten Folgen der zweiten Staffel, auf, wie sehr „Kojak“ in den vergangenen fünf Jahren alterte. Denn 2005 war in Deutschland die Zeit vor „The Wire“, „The Shield“, „Criminal Minds“, „The Closer“, „Dexter“, „The Mentalist“ und „Castle“ (um nur einige Polizeiserien [großzügig definiert] zu nennen).
Es gab „CSI“, „Wolffs Revier“ (bis 2006), „SK Kölsch“ (ebenfalls bis 2006), „Im Namen des Gesetzes“ (damals zwischen Einstellung und Reboot schwankend, inzwischen eingestellt), einige glücklose Serienversuche der Privaten, wie „Der Elefant – Mord verjährt nie“, und einige immerhin quotentechnisch erfolgreiche Serienstarts der Öffentlich-Rechtlichen, wie „Kommissar Stollberg“ (ab Oktober 2006), „Der Kriminalist“ (ab Dezember 2006), „Soko Köln“ (ab Oktober 2003), „Soko Wismar“ (ab Oktober 2004), „Soko Wien“ (ab Oktober 2005) und „Der Alte“ wurde von dem 1924 geborenen Rolf Schimpf gespielt.
Gegen diese, oft miesepetrig durchs Bild schlurfenden, Ermittler war Kojak (gespielt von dem 1922 geborenen Telly Savalas in der Rolle seines Lebens) ein Jungbrunnen, der wohlige Erinnerungen an die Vergangenheit weckte.
Gegen die neuen Helden ist Lt. Theo Kojak ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit. Einer Zeit als Computer und Handys noch Science-Fiction waren. Dafür wird vor allem in den ersten Folgen auffällig oft in Telefonzellen telefoniert und in Lokalen gibt es an der Theke Telefone. Die Kriminaltechnik spielt in den Ermittlungen eine viel unbedeutendere Rolle. Allerdings war sie auch nicht so unwichtig, wie vor allem in den ersten Folgen der zweiten Staffel von „Kojak“ immer getan wird. Dass niemand auf DNA-Spuren achtet, ist nachvollziehbar, aber dass Täter wie Ermittler lässig überall ihre Fingerabdrücke hinterlassen mutet schon seltsam an und stört sehr beim Ansehen. Besonders in der Folge „Kaufpreis für einen Richter“ ist es komplett unglaubwürdig, dass Profiverbrecher ohne Handschuhe einen durchaus komplizierten Selbstmord inszenieren.
In den späteren Folgen, so ab der zehnten Folge, wird sich dann immer stärker auf die psychologischen Aspekte konzentriert und damit ist die Arbeit der Spurensucher für den Fall unwichtig. Es gibt etliche Fälle, in denen es keinen Mord gibt oder der Mord nur eine Folge des eigentlich geplanten Verbrechens ist und es werden, vor allem in den letzten Folgen der zweiten Staffel, auch damals moderne Ermittlungsmethoden, wozu Tonbandgeräte und Videokameras gehören, benutzt.
Und diese Folgen sind bis heute von ihrer Story nicht gealtert. Aber dank zahlreicher Straßenaufnahmen, liebevoller Innenausstattungen und natürlich der Kleider stellt sich ein angenehmes Retro-Feeling ein. Außerdem wurde, was damals in Krimiserien durchaus üblich war, kein Geheimnis aus dem Täter gemacht. Normalerweise wird am Anfang sogar die Tat gezeigt und neben den Ermittlungen wird den Tätern, den Opfern und den von der Tat Betroffenen mehr oder weniger viel Zeit eingeräumt.
Insgesamt sind die 24 Fälle der zweiten „Kojak“-Staffel recht abwechslungsreich geraten. Neben psychopathischen Einzeltätern (ein in seine Nachbarin verliebter Junge in „Der Mörder wohnt neben“) und Zufallstätern (in „Verbrechen ohne Opfer“ geht eine Vergewaltigung schief), gibt es immer wieder Berufsverbrecher, für die Mord und auch die Verhaftung einfach zum Berufsrisiko gehören, Mafiosi (in der Auftaktfolge „Rivalen der Mafia“ und in „Warrens erster Fall“ versucht Kojak einen Gangsterkrieg zu verhindern), Terroristen (in „Souvenir aus Atlantic City“) und einige ehrliche Männer, die Selbstjustiz üben wollen (in „Wer hat Ruth Nelson getötet?“ und „Kugeln aus dem Hinterhalt“) oder die günstige Gelegenheit ergreifen.
Dazu gehört Ray Coughlin (Martin Balsam in der noirischen Episode „Die Sterne stehen auf Tod“), der als Ex-Polizist und Privatdetektiv den Selbstmord eines Klienten zum lukrativen Geschäft für sich machen will.
In „Der Mann mit der Bombe“ terrorisiert ein Bombenleger Manhattan. Die Polizei hat keine Spur und der Täter stellt auch keine Forderungen. Da hilft ein begnadeter, mehrfach verurteilter und inzwischen ehrlich gewordener Bombenbauer der Polizei beim Entschärfen einer Bombe. Bei der nächsten Bombe will er für seine Hilfe eine stattliche Entlohnung und Kojak hat einen Verdacht.
In „Der Verlierer zahlt alles“ spielt Leslie Nielsen einen brutalen Dieb, der eine Art Über-“Parker“ ist und in „Alte Träume werden wahr“ spielt Ruth Gordon („Harold & Maude“) ein Medium, das Morde vorhersieht. Was sie nicht weiß ist, dass der Täter einer ihrer Kunden ist.
Und, wie es sich für eine Polizeiserie gehört, spielen auch immer wieder die Probleme und moralischen Dilemma von Polizisten eine Rolle. In einigen Folgen rücken sie in den Mittelpunkt. In „Ein schlechter alter Freund“ wird Kojaks Untergebener Crocker mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Denn einer seiner alten Freunde wurde zum Berufsverbrecher mit Mafiakontakten, der als Schutzgelderpresser sein Geld verdient.
In „Die Erpressung“ wird die Frau von Kojaks Chef McNeill entführt. Die Entführer verlangen von Kojak, dass er Beweise verschwinden lässt.
In „Spiel mit gezinkten Karten“ behauptet ein Spitzel (der Sänger Paul Anka) gegenüber Gangstern, dass ein Polizist ihn mit Informationen versorge. Das Gerücht macht die Runde und plötzlich steht die Karriere des Polizisten auf dem Spiel.
Sowieso haben in „Kojak“ in den einzelnen Fällen auffallend oft, vor allem im Vergleich zu zeitgenössischen Krimiserien, Berufsverbrecher eine zentrale Rolle. In „Raubzug in Raten“ planen einige Diebe in einer Nacht einen großen Diebstahl. Kojak weiß, dass das Verbrechen vor seinen Augen stattfindet. Aber er weiß nicht wo.
In „Die Nacht von Piräus“ dreht sich alles um einige wertvolle Briefmarken, für die verschiedene Sammler über Leichen gehen. Anscheinend hat „Der Malteser-Falke“ für diese Folge Pate gestanden.
In diesen Folgen zeigt sich das Verbrechen als integraler Bestandteil der Gesellschaft. Die Polizei kann nur noch Schadensbegrenzung leisten. Insofern bereitet „Kojak“ späteren Krimiserien wie „Miami Vice“ vor.
Kojak – Einsatz in Manhatten – Staffel 2 (Kojak, USA 1974/1975)
Erfinder: Abby Mann
mit Telly Savalas (Lt. Theo Kojak), Dan Frazer (Capt. Frank McNeil), Kevin Dobson (Det. Bobby Crocker), George Demosthenes Savalas (Det. Stavros [Bruder von Telly Savalas und, um Verwirrungen zu vermeiden, im Vorspann nur „Demosthenes“ genannt]), Mark Russell (Det. Saperstein), Vince Conti (Det. Rizzo)
–
DVD
Bild:1,33:1 (4:3)
Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0 – Mono)
Untertitel: –
Bonusmaterial: 3 Texttafeln zur Serie, Episodenguide auf der Coverinnenseite
Laufzeit: 1125 Minuten (5 DVD)
FSK: ab 16 Jahre (wobei fast alle Folgen FSK-12 sind)
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Lt. Kojak löst im zweiten Jahr seines TV-Serienlebens folgende Fälle
Rivalen der Mafia – Teil 1 (The Chinatown Murders, Part 1)
Regie: Jeannot Szwarc
Drehbuch: Jack Laird
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Rivalen der Mafia – Teil 2 (The Chinatown Murders, Part 2)
Regie: Jeannot Szwarc
Drehbuch: Jack Laird
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Verbrechen ohne Opfer (Hush now, or you die)
Regie: Charles S. Dubin
Drehbuch: Robert W. Lenski
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Kojak spielt riskant (A very deadly game)
Regie: Seymour Robbie
Drehbuch: Seam Baine
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Das 20-Millionen-Ding (Wall Street Gunslinger)
Regie: Richard Donner
Drehbuch: Halsted Wells
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Wer hat Ruth Nelson getötet? (Slay ride)
Regie: Russ Mayberry
Drehbuch: Morton S. Fine
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Zeugin wider Willen (Nursemaid)
Regie: Jerry London
Drehbuch: Joel Oliansky
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Mord im Krankenhaus (You can’t tell a hurt man how to holler)
Regie: Seymour Robbie
Drehbuch: Albert Ruben
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Kaufpreis für einen Richter (The best judge money can buy)
Regie: Leo Penn
Drehbuch: Gene Kearney
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Souvenir aus Atlantic City (A souvenir from Atlantic City)
Regie: Daniel Haller
Drehbuch: Charles Sailor, Eric Kaldor
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Die Sterne stehen auf Todesfahrt (A killing in the second house)
Regie: Christian Nyby
Drehbuch: Gene Kearney
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Warrens erster Fall (The best war in town)
Regie: Richard Donner
Drehbuch: Burton Armus
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Der Mörder wohnt nebenan (Cross your heart and hope to die)
Regie: David Friedkin
Drehbuch: Gene Kearney
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Spiel mit gezinkten Karten (The betrayal)
Regie: Telly Savalas
Drehbuch: Joseph Polizzi
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Der Verlierer zahlt alles (Loser takes all)
Regie: Allen Reisner
Drehbuch: Robert C. Dennis (nach einer Geschichte von William P. McGivern und Robert C. Dennis)
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Ein Feuer auf Bestellung (Close cover before killing)
Regie: Sigmund Neufeld jr.
Drehbuch: Peter S. Fischer
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Kugeln aus dem Hinterhalt (Acts of desperate men)
Regie: Jeannot Szwarc
Drehbuch: Gene Kearney
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Die Königin der Zigeuner (Queen of the gypsies)
Regie: Jeannot Szwarc
Drehbuch: Gene Kearney (nach einer Geschichte von Gene Kearney und Arthur E. McLaird)
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Die Nacht von Piräus (Night of the Piraeus)
Regie: Jerry London
Drehbuch: Don Rene Patterson, George Bacos
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Der goldene Schlüssel (Elegy in an asphalt graveyard)
Regie: Christian Nyby
Drehbuch: Jack Laird
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Der Mann mit der Bombe (The good luck bomber)
Regie: Sigmund Neufeld Jr.
Drehbuch: Ray Brenner
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Ein schlechter alter Freund (Unwanted partners)
Regie: Sigmund Neufeld Jr.
Drehbuch: Burton Armus
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Raubzug in Raten (Two-four-six for two hundred)
Regie: Russ Mayberry
Drehbuch: James M. Miller
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Die Erpressung (The trade-off)
Regie: David Friedkin
Drehbuch: Robert E. Swanson
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Alle Träume werden wahr (I want to report a dream)
Bei den Alligatorpapieren sind meine neuen, wunderschön bebilderten TV-Krimi-Buch-Tipps (also die ultimative, ,kritische Auflistung der demnächst im TV laufenden Krimiverfilmungen) online. Fans dürfen sich unter anderem darauf freuen:
Ein herzliches Willkomnen, liebe Krimifreunde, zu zwei sehr ruhigen Wochen. Denn im Ersten und den dritten Programmen wird das vierzigjährige Jubiläum vom „Tatort“, hauptsächlich mit neuen Folgen und dem „Taxi nach Leipzig“, gefeiert. Wilsberg darf einen neuen Fall lösen und das „Nachtschicht“-Team hat „Das tote Mädchen“ vor sich liegen. Außerdem gibt es Richard Fleischers Elmore-Leonard-Verfilmung „Das Gesetz bin ich“, Alfred Hitchcocks John-Buchan-Verfilmung „Die 39 Stufen“ und seine Ethel-Lina-White-Verfilmung „Eine Dame verschwindet“, Jean Renoirs Emile-Zola-Verfilmung „Bestie Mensch“, John Hustons Desmond-Bagley-Verfilmung „Der Mackintosh-Mann“, Jack Smights Ross-MacDonald-Verfilmung „Ein Fall für Harper“ (beide mit Paul Newman), Roger Donaldsons Kenneth-Fearing-Update „No way out – Es gibt kein zurück“ und Francis Ford Coppolas TV-Version seiner ersten beiden „Der Pate“-Filme.
Oklahoma 1873: Jed Cooper lässt sich zum Deputy Marshal ernennen. So kann er sich auf der Seite des Rechts an den Männern rächen, die ihn hängen wollten.
Nachdem Clint Eastwood mit den Sergio-Leone-Western „Für eine Handvoll Dollar“, „Für ein paar Dollar mehr“ und „zwei glorreiche Halunken“ erfolgreich der Sprung vom Fernsehen ins Kino gelang, kehrte er mit „Hängt ihn höher“ zurück nach Hollywoood und setzte seinen Aufstieg fort. Der Regisseur seines nächsten Films „Coogans großer Bluff“ hieß Don Siegel und der Rest ist Geschichte.
„Hängt ihn höher“ ist ein Rachewestern, der einige unangenehme Fragen stellt.
Richard Schickel nennt in seiner Clint-Eastwood-Biographie von 1996 den Film „einen intelligenten Western, der sich zwar an die Konventionen des Genres hielt, aber dennoch komplex und originell war.“
mit Clint Eastwood, Inger Stevens, Ed Begley, Pat Hingle, Arlene Golonka, Ben Johnson, Bruce Dern, Dennis Hopper, L. Q. Jones
Als erstes lernen wir in Wolfgang Schweigers neuem Krimi „Tödlicher Grenzverkehr“, dass in Traunstein die Tageszeitungen sehr früh, nämlich um 23.00 Uhr, ausgetragen werden.
Um diese Zeit wird der Enthüllungsjournalist Dieter Leschnik überfahren und die einzige Zeugin ist die Zeitungsausträgerin bei ihrer Tour.
Die beiden bereits aus „Der höchste Preis“ und „Kein Ort für eine Leiche“ bekannten Kommissare Gruber und Bischoff beginnen noch in der Nacht zu ermitteln. Dabei haben sie schnell einige Tatverdächtige, aber keine heiße Spur. Denn die Verdächtigen – die Freundin, die als Erbin eingesetzt ist; der österreichische Zuhälter, der Leschniks Nichte ermordet haben soll; der Guru, der von Leschnik vor vier Jahrzehnten als Pädophiler beschuldigt und in den Ruin getrieben wurde; die Jugoslawen, die wegen einer Reportage Leschnik hassen – haben alle gute Motive, gute Alibis und gute Gründe, den Journalisten nicht umzubringen. Entsprechend ergebnislos verlaufen die Ermittlungen und, wie wir es aus dem sonntäglichen „Tatort“ kennen, werden einige Spuren nicht oder erst kurz vor dem Ende der Geschichte verfolgt. In „Tödlicher Grenzverkehr“ gehören dazu die Identität des Trampers, den Kommissar Gruber in der Mordnacht, während die Fahndung nach dem Mörder läuft, mitnimmt, und die Frage, woher der nächtliche Telefonanruf, der Leschnik um 23.00 Uhr aus dem Haus trieb, kam.
Im Gegensatz zu Schweigers früheren Kriminalromanen ist der Chiemgau-Krimi „Tödlicher Grenzverkehr“ eher ein traditionelle Rätselkrimis mit einem deutlichen Schlag zum Regiokrimi. Die vor dem geistigen Auge entstehenden Bilder stammen nicht mehr aus dem amerikanischen oder französischem Gangsterfilm, sondern aus dem deutschen TV-Krimi.
Deshalb ist „Tödlicher Grenzverkehr“ wahrlich kein Buch, das man gelesen haben muss, aber es ist schnell gelesen, es gibt einige gute Szenen und ein unschön hastiges Ende. Denn nachdem die Kommissare lange keinen Schritt vorankommen, wird der Fall durch eine zufällige Beobachtung von Gruber holterdipolder aufgeklärt.